Die verschwiegene Investitionslücke

Kolumne Nach den mageren Jahren ist wieder Zeit zum Investieren. Die Verleger tun es einmal mehr am falschen Ort.

Kolumne Nach den mageren Jahren ist wieder Zeit zum Investieren. Die Verleger tun es einmal mehr am falschen Ort. Nach fünf mageren Jahren – mit Anzeigenschwund von 30 bis über 50 Prozent bei führenden A-Tageszeitungen (bitte nie vergessen!) – sind die Verlage und vor allem die Redaktionen bis aufs Zahnfleisch gespart. Konkret bedeutet das zum Beispiel: Dem Kulturteil einer führenden Regionalzeitung mit hohem inhaltlichem Anspruch steht für Honorare an freie Mitarbeiter (Bild und Text) noch ein Budget von 400 Franken pro Zeitungsseite zur Verfügung. Da werden dann Beiträge, für die ein normal produzierender Kulturjournalist einen Arbeitstag braucht, mit 300 Franken honoriert. Die ressortleitende Kollegin einer mittelgrossen Regionalzeitung berichtet mir von freien Journalisten, die eine Abendveranstaltung besuchen, den Bericht in der Nacht noch absetzen und dann 150 Franken Honorar beziehen! Die Verleger dieser Zeitungen applaudieren aber zuverlässig, wenn auf irgendeinem Podium irgendeiner die Rettung ihrer Art im Qualitätsjournalismus verortet. Was macht denn Qualität aus? Sorgfältige Recherche natürlich. Was freilich wenig nützt, wenn ich im fraglichen Sachgebiet nicht einigermassen dossiersicher bin. Was und wen soll ich denn fragen, wenn ich nicht weiss, worauf es ankommt, zum Beispiel bei der Vermögensanlage? Wo soll ich mit der Recherche überhaupt ansetzen, wenn ich keine Ahnung habe von der Mechanik der Verwaltung von Pensionskassengeldern? Und wie soll ich die Informationen einordnen, die ich recherchiert habe, wenn mir das Lesen und Interpretieren einer Bilanz Mühe bereitet?
«Guten Tag, hier haben Sie ein Skalpell. Es ist gerade niemand anderer da. Würde es Ihnen etwas ausmachen, diese Herzoperation durchzuführen?» Oder: «Nehmen Sie Platz! Dies ist ein Cockpit. Bitte fliegen Sie diesen Jumbo-Jet schnell nach London!»
«Okay, ich versuchs mal…»
Zu viele durchschnittliche Schweizer Journalistinnen und Journalisten handhaben gefährliche Instrumente und steuern grosse Kisten, ohne es richtig gelernt zu haben. Es fehlen ihnen die Voraussetzungen, es fehlt ihnen die Zeit und das Budget, sich diese Voraussetzungen in geeigneter Form anzueignen. Geeignete Form bedeutet Ausbildung, Weiterbildung, Kontaktpflege ausserhalb der Tagesaktualität in Form von Lektüre, Kontaktgesprächen, Kongressbesuchen. Bedeutet Spezialisierung in Schlüsseldossiers. Bedeutet nicht zwingend, selber Experte zu werden, aber wenigstens so fach- oder branchenkundig, dass man in der Lage ist, Fragen zu stellen, mit denen man ernst genommen wird.
Verleger und vor allem Journalisten würden erschrecken, wenn sie einmal zuhören könnten, wie über sie, über ihre Kompetenz und ihre Reputation in den Chefetagen geurteilt wird. In der Regel werden die Probleme dann an die ständig wachsende Gilde der Pressesprecher, der Spindoctors und Fassadenreiniger delegiert. Deren Aufgabe ist klar: Füttert den Drachen, aber haltet uns die blöde Bande vom Leibe. Das Ziel der interessierten Kreise ist natürlich nicht öffentliche Unterrichtung oder gar Klärung der Zusammenhänge. Sondern Ruhe für ungestörte Geschäfte.
Auch die fähigsten und informiertesten Journalisten werden immer gezwungen sein, Komplexität zu reduzieren und Sachverhalte radikal zu vereinfachen. Wenn sie es dann noch unter den real herrschenden Arbeitsbedingungen tun müssen – ohne vertiefte Dossierkenntnis, unter Zeit- und Budgetdruck – sind Folgen unausweichlich, die der angeblich angestrebten Qualität durch Vertiefung exakt zuwiderlaufen. Sie werden beeinflussbar. Und die Herde folgt den Leittieren. Es kommt zu monumentalen Fehlbeurteilungen in Serie, mitunter mit tragischen Folgen für die Betroffenen. Der Fall Swissfirst ist zwar noch nicht bis ins Letzte geklärt, aber er hat das Potenzial, zu einem Musterbeispiel für diese Fehlentwicklung zu werden.
So, und jetzt? Nach den mageren Jahren ist wieder Zeit zum Investieren. Ich fürchte, die Verleger tun es einmal mehr am falschen Ort. Dass inzwischen jeder eine wunderbare, hochmoderne Zeitungsdruckerei besitzt, hat uns pflichtgemäss beeindruckt. Dass die meisten Verleger in der Vergangenheit die beiden grossen Erfolgsfelder – die Netze und die Suchmaschinen – verpasst haben, etwas weniger. Die Erfahrung wird sie wohl nicht daran hindern, wiederum Unsummen in die falschen Dinge zu stecken, derzeit in die Materialschlachten auf dem Feld der Gratispresse. Das Geld dafür wird nach wie vor mit den Traditionstiteln verdient, aber die werden intellektuell und personell an den Rand der Funktionsfähigkeit gespart. Für mehr und kompetenter besetzte Redaktionsstellen, für Personalentwicklung, Führungstraining, Aus- und Weiterbildung, für anständige Honorare fehlen dann die Mittel.
Die Branche ist auf dem besten Weg, ihr eigenes Saatgut zu verspeisen. En Guete!
Karl Lüönd ist freier Publizist und Buchautor

Zu guter Letzt: Kampf mit der Käsekeule

Ein gutes Stück Fleisch, ein, zwei Scheibchen Käse, zwei Brothälften und ein Löffel Ketchup – fertig ist eines der beliebtesten westlichen Verpflegungsmittel. Jetzt wird der gute Cheeseburger zur gefährlichen Waffe im Marketingkampf der Systemgastronomie-Giganten.

 Ein gutes Stück Fleisch, ein, zwei Scheibchen Käse, zwei Brothälften und ein Löffel Ketchup – fertig ist eines der beliebtesten westlichen Verpflegungsmittel. Jetzt wird der gute Cheeseburger, der seit Jahrzehnten zum Standardangebot jedes Fast-Food-Etablissements gehört, zur gefährlichen Waffe im Kampf der Systemgastronomie-Giganten. Wie das Wallstreet Journal am Mittwoch auf seiner Website berichtet, plant Burger King seinen Konkurrenten McDonalds mit einem unschlagbaren Doppelcheeseburger-Angebot zu attackieren. Anfang des Jahres soll die extrakäsige Handmahlzeit in vorerst drei Filialen zum Preis von nur einem Dollar angeboten werden. Eine Reaktion auf die Erfolge der Tiefpreis-Aktionen von Marktführer McDonalds. «Nach unserer Ansicht ist der Ein-Dollar-Doppelcheeseburger die mächtigste Waffe unseres Konkurrenten», zitiert die Zeitung aus dem geheimen Schlachtplan des Marketing-Chefs von Burger King. Und deshalb wird nun also zurückgeschossen: Der Cheeseburger aus dem Hause Burger King soll dem Modell aus der goldenen Möwe nämlich grössenmässig um einiges überlegen sein. Ob es sich hierbei um biologische Kriegsführung handelt, ist äusserst ungewiss.

Kopf der Woche: Der gibt euch auf die Ohren

Anton Fessler will mit seiner AudioP vertonte Botschaften zu Spott- statt Spotpreisen über das Internet verkaufen.

Anton Fessler will mit seiner AudioP vertonte Botschaften zu Spott- statt Spotpreisen über das Internet verkaufen.
Im Auto zu lesen ist für Mitfahrer bequem möglich – für den Mann oder die Frau am Steuer aber ein Ding der Unmöglichkeit. Wie nützt also jemand seine Zeit trotzdem sinnvoll für die Aufnahme von Informationen, wenn er täglich fünf Stunden auf Achse ist? Ein solches Bedürfnis ist Anton Fessler von einem Bekannten im Bankenumfeld angetragen worden. Der Börsianer meinte, er würde die Reports am frühen Morgen zur Abwechslung gerne mal hören statt lesen. Das brachte Fessler auf die Idee: Man müsste ein Tool entwickeln, mit dem Informationen nicht mehr nur schwarz auf weiss kommuniziert werden, sondern ähnlich kostengünstig mit Audiodateien. «Irgendwann kann man die Leute nicht mehr nur über das Auge informieren», war für Fessler eine logische Überlegung, dass heute das Ohr eigentlich noch viel zu wenig für die Aufnahme gezielter Informationen genutzt wird. Es gibt zwar bereits Hörbücher. Die sind aber meist aufwändig und für alltägliche Botschaften zu teuer gestaltet. Es gibt auch spezialisierte Firmen, die Podcasts mit Musik und Jingles verkaufen. Noch nicht sehr attraktiv sind aber hier die Produktionskosten sowie die durch den Aufwand bedingten Lieferzeiten. So entdeckte Fessler schliesslich seine Marktlücke: «Wir wollen einfache Audiodokumente in kürzester Zeit zu günstigen Preisen anbieten.»
Fesslers im Mai gegründeter Start-up AudioP nützt die immer breiter werdenden Möglichkeiten von Internet und Handy. Der Kunde lädt einen schriftlichen Text auf www.audiop.ch. Dann wählt er die Sprache Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch. Mit einem zweiten Klick wählt man die Lieferfrist: 24 Stunden oder 2 bis 5 Tage. Ein dritter Schritt bestimmt die Qualität «basic» oder «professional». Die vierte Auswahl entscheidet, wie das File schliesslich ausgeliefert werden soll.
Mit der Lösung «Mobiltelefon Nummer» erhalten die Empfänger der Botschaft per SMS die Zusammenfassung des Audiofiles und eine Telefonnummer. Auf dieser wird das File automatisch abgespielt. «Je nach Auftraggeber kann das eine Gratisnummer oder eine Mehrwertnummer sein», erklärt Fessler. Und wer braucht das? «Banken können so ihren Kunden zum Beispiel Anlagetipps per Handy zukommen lassen», weiss der Jungunternehmer von einem bereits spürbaren Bedürfnis. Mit der zweiten Option «Mobiltelefon-Download» sieht Fessler stark wachsende Möglichkeiten dank der neuen Handygeneration mit iPhone. Per SMS verschickt AudioP oder der Kunde selber einen Link, über welchen beim Zielpublikum das Audiofile auf dem Mobiltelefon gespeichert wird.  Bei der dritten Auslieferung «Audio CD» kommt die Botschaft per Post auf einer CD. Bei diesem Service verlängert sich die Lieferfrist ein bisschen. Genutzt wird er deshalb vor allem bei längerfristigen Projekten wie E-Learning oder Produktpräsentationen. Auch hier kann AudioP bereits einen interessanten Kunden bedienen: Ein international tätiger Hersteller von Baumaschinen hat für seine Aussendienstmitarbeiter CDs mit verschiedenen Produktinformationen aufnehmen lassen. Diese «vertonten Prospekte» hört sich der Vertreter zur Einstimmung oder Auffrischung noch einmal an, während er im Auto zu Kunden unterwegs ist. Auch Coca-Cola zeigt Interesse, seine Aussendienstleute in Zukunft mit solchen CDs über News aus der Zentrale zu informieren.
Als vierte Möglichkeit der Auslieferung einer Audiobotschaft bleibt bei AudioP der «Link-Download». Per E-Mail wird ein Link verschickt, mit welchem der Kunde das Audiofile von einem geschützten Server herunterladen kann.
Das alles ist nicht völlig neu. Neu sind allerdings die Preise, mit denen AudioP seine Dienste anbieten kann. Dank einer weitgehend automatisierten Abwicklung über das Netz, kann das Modell «basic» bereits ab 166 Franken angeboten werden. Anton Fessler arbeitet bei AudioP mit einem Netz von Sprecherinnen und Sprechern, die zu Hause eine eigene Tonkabine eingerichtet haben. Der Job kann sich so auch als Nebenverdienst für einen Schauspieler lohnen. Als ideale Länge für ein Audiofile sieht Fessler nämlich nicht mehr als fünf Minuten. Für solche kurzen Takes ist der Aufwand für den Sprecher zu gross, um in ein Studio zu gehen. Mit der eigenen Kabine wird das Angebot  günstiger – und die technische Qualität ist trotzdem garantiert.
Die Lust auf dieses Unternehmen ist Anton Fessler während seiner Zeit bei Venturelab gekommen. Bei dieser Organisation in St.Gallen hat er als Coach verschiedene Start-ups bei ihrer Gründung und in der Startphase beraten. «Wieso nicht einmal die Seite wechseln?», sagte er sich im letzten Frühling, denn Fessler hat sich schon immer als Unternehmer gefühlt. In seiner Jugend hat er erste Führungserfahrungen bei der Pfadi gemacht. Später hat er Betriebsökonomie an der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW) studiert und dort einen «Verein zur Förderung unternehmerisch denkender Studenten» gegründet.
Seine AudioP betreibt Anton Fessler zurzeit noch als One-Man-Show zusammen mit einem Netz von freiberuflichen Sprechern. Die Firma ist aber breit aufgestellt mit einem Verwaltungsrat aus der Szene der Jungunternehmer und illustren Investoren. Diese wie bereits auch ein paar Kunden mit besten Marken der Bereiche Luxusgüter bis Massenprodukte glauben an die Zukunft von AudioP. «Mit der Entwicklung der neuen Handy-Generationen wird unsere Idee auch massentauglich», ist Fessler überzeugt. «Mit iPhone kann man ganz einfach eine Internetseite ansurfen, die technisch bereits optimiert ist für unsere Idee.»
Was die Anwendung für Werbung betrifft, sieht Fessler die beste Zeit erst noch kommen. Wenn die Budgets für teure Spots oder grosse Inserate knapper werden, bleibt die Botschaft aufs Handy eine billige Lösung. Zudem kann damit ein Erfolg ganz konkret gemessen werden. «Man kann in einem Inserat mit einem Link oder Bee Tag ein Audiofile hinterlegen. Wird dieses abgerufen, hat das Inserat seine Wirkung erfüllt. Die Idee funktioniert dann wie ein elektronischer Coupon», freut sich Fessler auf kommende Entwicklungen.   
Andreas Panzeri 
 

Jahrbuch Marketing 2008 fokussiert auf Werte

Das diesjährige Jahrbuch Marketing von Künzler Bachmann Medien richtet den Fokus auf Werte in der Unternehmensleitung, bei Markenentwicklung und im Management. In diesem Zusammenhang kommt auch Switcher-Gründer Robin Cornelius zu Wort.

 
Das diesjährige Jahrbuch Marketing von Künzler Bachmann Medien aus St. Gallen richtet den Fokus auf Werte in der Unternehmensleitung, bei Markenentwicklung, im Management und lässt in diesem Zusammenhang den Switcher-Gründer Robin Cornelius zu Wort kommen. Bei der Thematisierung der Werte gehe es darum, wie Unternehmen künftig mit ihren Kunden kommunizieren sowie um Trends, die das Marketing bestimmen könnten, heisst es in einer Mitteilung. Weitere Schwerpunkte des 286 Seiten starken Buchs sind die Netzwerkgesellschaft, Social Bookmarking oder Grassroots Campaigning, der Sinn und Zweck von Wettbewerben, das Potenzial von digitalen Magazinen, der Nutzen von Text Mining oder das Dialogmarketing in all seinen Facetten.

Bahnstreik lässt die Werbekasse klingeln

Der Bahnstreik in Deutschland mag zwar am Image der Deutschen Bahn kratzen, er bringt ihr aber auch überdurchschnittliche Einnahmen aus der Online-Werbung.

 Der Bahnstreik in Deutschland mag zwar am Image der Deutschen Bahn kratzen, er bringt ihr aber auch überdurchschnittliche Einnahmen aus der Online-Werbung. Weil viel mehr Kunden die Website Bahn.de besuchen, um sich über die Streikauswirkungen zu informieren, schnellen die Nutzerzahlen in die Höhe. Der Bahnkonzern profitiert dabei von Werbeanzeigen, die auf den Seiten eingeblendet werden, wie Werben & Verkaufen berichtet. Zu der Höhe der zusätzlichen Einnahmen will die Deutsche Bahn jedoch keine Angaben machen. Einige Werbekunden haben aufgrund der aktuellen Situation ihre Investitionen für laufende Kampagnen ausgeweitet, heisst es von Seiten des Online-Vermarkters Orangemedia, der für Bahn.de zuständig ist.

BMB lässt Berge für Stöckli Outdoor Sports sprechen

Mit einem eigenständigen TV-Konzept wagt Stöckli Outdoor Sports zum ersten Mal in der Firmengeschichte den Sprung ins nationale Fernsehen.

Die Schweizer Skifabrik Stöckli ändert ihren Markennamen in Stöckli Outdoor Sports und will sich neu positionieren als kompetenter Sportartikelanbieter mit eigenen Verkaufspunkten und einem Ganzjahres-Sortiment. Mit einem eigenständigen TV-Konzept wagt das Unternehmen nun laut Mitteilung zum ersten Mal in der Firmengeschichte den Sprung ins nationale Fernsehen. Der nun von der Werbeagentur BMB entwickelte und realisierte Spot zeigt zwei Berge, die sich lustig machen über die oftmals schlecht ausgerüsteten Wintersportler. Die TV-Kampagne läuft ab sofort während vier Wochen auf SF1 und SF2.  
Verantwortlich bei Stöckli Swiss Sports:

Beni Stöckli (Leiter Dienste) und Sepp Odermatt (Leiter Marketing). Verantwortlich bei BMB:
Flavio Meroni und Markus Rottmann (Kreation), Christian Baertschi und Marion Schwager (Beratung). Produktion: Heinrich Reinacher und Uli Scheper (Markenfilm (Schweiz) AG). Animation: Animationsfabrik GmbH, Hamburg. Regie: Kay Woitas. Fotografie: Thomas Ulrich (Visual Impact GmbH, Interlaken). Media: Caroline Nünlist und Thomas Rüttimann (ZipMedia GmbH, Zürich).

JvM/Limmat: Schnee pünktlich geliefert

In einer Winterkampagne für Davos Tourismus, Klosters Tourismus und die Davos Klosters Bergbahnen kommt der Bündner Steinbock zum Einsatz. Tief verschneit spricht das Bündner Wappentier unter den weissen Massen.

Am 30. Oktober startete die Kampagne für die Regionenmarke Graubünden aus dem Haus Jung von Matt/Limmat. Nun erscheinen erste Arbeiten für die Partner Davos Tourismus, Klosters Tourismus und die Davos Klosters Bergbahnen. Bei dieser Winterkampagne kommt der Bündner Steinbock erneut zu seinem Auftritt. Pünktlich zum ersten Schnee lädt er diesmal die Schneesportbegeisterten nach Davos und Klosters ein. Tief verschneit spricht das Bündner Wappentier aus den weissen Massen und vermittelt die Botschaft, dass die Saison beginnen könne. Im Rahmen dieser Kampagne kommen Plakate zum Einsatz und seit dem 16. November 2007 unterstützt ein Spot den Saisonstart in Davos-Klosters. Kampagnen und Promotionen weiterer Partner der Regionenmarke Graubünden folgen. Verantwortlich bei der Regionenmarke Graubünden:

Gaudenz Thoma (CEO), Gieri Spesch (Head of PR/Brand Management), Mike Frei (PR/Brand Management). Verantwortlich bei Davos Tourismus/Klosters Tourismus/Davos Klosters Bergbahnen: Béatrice Merlach (Head of Marketing), Bettina Bolliger (Marketing & Events), Marika Zanoletti (Marketing & Sales). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat:
Alexander Jaggy, Michael Rottmann (Creative Direction), Fernando Perez (Art Direction), Livio Dainese (Text), Christina Baeriswyl (Grafik), Rolf Helfenstein, Claudia Camenisch (Beratung), Didi Knall, Ilonka Galliard, Erasmo Palomba (FFF/Art Buying), Hannes Kutzler (Fotografie), Artbox (Animation), Markus Zeugin, Florian Frank (Kamera), Jingle Jungle (Sounddesign).

Rod Kommunikation entwickelt Portal der Informatica 08

Die Kommunikationsagentur Rod entwickelt und programmiert das Online-Portal der Informatica 08. Die Informatica soll Jugendliche und junge Erwachsene an das Thema Informatik heranführen und sie für die Wissenschaft als mögliches Berufsgebiet interessieren.

 
Die Kommunikationsagentur Rod entwickelt und programmiert das Online-Portal der Informatica 08. Die Informatica ist eine Veranstaltungs- und Ausbildungsserie, welche Jugendliche und junge Erwachsene an das Thema Informatik heranführen und sie für die Wissenschaft als mögliches Berufsgebiet interessieren soll. Hintergrund dieses vom Verein Jahr der Informatik vergebenen Auftrags ist der Mangel an ausgebildeten Informatikern in der Schweiz. Die «Informatica 08 – das Jahr der Informatik» wurde von den Schweizer Informatikverbänden unter dem Patronat von Bundesrätin Doris Leuthard lanciert.Auftraggeber:
Verein Jahr der Informatik; Projektleitung: André Golliez, Jacqueline Schleier, Sebastian Horat. Kommunikationsagentur: Rod Kommunikation; Design: Kobebeef; Programmierung: Wyona, Fotografie: Florian Kalotay & Gian Paul Lozza.

Streik in Hollywood bringt Mediabudgets in Bewegung

Der Streik der Writer's Guild of America dürfte bei längerer Dauer zu einer Verlagerung der Werbeausgaben weg vom Fernsehen hin zu anderen Medien führen. Aus diesem Grund denken Media-Agenturen bereits laut über alternative Werbeplätzen in Kino, Radio und Digital- und Printmedien nach.

 
Der seit 2. November 2007 andauernde Streik der Drehbuchschreiber-Gewerkschaft in den Vereinigten Staaten dürfte bei längerer Dauer zu einer Verlagerung der Werbeausgaben weg vom Fernsehen hin zu anderen Medien führen. Wie Adage.com berichtet, hat der Streik zur Folge, dass insbesondere für die kurzfristig produzierten Fernsehserien, Talkshows und Seifenopern die Drehbücher ausbleiben und somit keine neuen Folgen produziert werden können. Aus Mangel an neuem Material haben bereits verschiedene Stationen damit begonnen, Wiederholungen zu senden, was bei Talkshows wie «The Tonight Show» und «Saturday Night Live» zu einem Einbruch der Zuschauerzahlen geführt hat. Aus diesem Grund denken Media-Agenturen bereits laut darüber nach, sich für ihre Kunden nach alternativen Werbeplätzen in Kino, Radio und Digital- und Printmedien umzusehen. Mit dem Weihnachtsgeschäft vor der Türe wird das Problem sinkender Zuschauerzahlen noch akuter. Das Detailhandelsgeschäft sei so stark abhängig von den Verkäufen im vierten Quartal, dass sich die Werbekunden schlecht investierte Werbezeit nicht leisten könnten, sagte Eric Blankfein von Horizon Media gegenüber Adage.com. Bisher fand gemäss verschiedenen Media-Leuten noch keine Verlagerung von Werbezeit auf andere Medien statt. Bei anhaltendem Streik wird sich das aber ändern. Kino, Radio & Co wird’s freuen.

Die Gewinner des Edi.07 stehen fest

Am Dienstagabend wurden die Gewinner des Edi.07 an einer feierlichen Preisverleihung im Schiffbau bekannt gegeben. Im Bereich Commercials besetzen Spots der Agenturen Contexta, Jung von Matt/Limmat und Publicis die ersten drei Plätze. Contexta und JvM/Limmat gewannen noch je einen Spezial-Edi.

 
Am Dienstagabend wurden die Gewinner des Edi.07 an einer feierlichen Preisverleihung im Schiffbau bekannt gegeben. Im Bereich Commercials besetzen Spots der Agenturen Contexta, Jung von Matt/Limmat und Publicis die ersten drei Plätze. Die Spots von Contexta und JvM/Limmat gewannen noch je einen Spezial-Edi. 
Dieses Jahr wurden rund ein Drittel mehr Filme angemeldet als letztes Jahr. Das, so die Veranstalter des Edi, zeuge für den Zustand und die Wichtigkeit der audiovisuellen Produktion in der Schweiz. Dass das «Eidgenössische» der Auftrags- und Werbefilmbranche ein Anlass von nationaler Bedeutung sei, zeige auch die Tatsache, dass das EDI, das Eidgenössische Departement des Innern, und speziell das Bundesamt für Kultur bereits seit acht Jahren das Patronat über diesen Wettbewerb innehabe.
Das Jahr 2007 zeitigte die umfangreichste Shortlist in der achtjährigen Geschichte, was die Anforderungen für einen Gewinn zusätzlich in die Höhe trieb. Die Show wurde moderiert von
Dieter Moor, der zudem als Bio-Bauer die Rolle des Publikum-Anheizers wahrnahm. An der Preisverleihung waren rund 600 Gäste anwesend.Gewonnen haben in der Kategorie Clips&Trailers:

Gold
«St. Helvetia» ein MusikclipDas Kollektiv GmbH für Musikvertrieb Weltrekords
Silber
«Red Head Speedskater» ein Clip mit rasanter AnimationKompost Productions für Sahrathan Records
Bronze
«Dutti der Riese» ein FilmtrailerPlan B Film GmbH für Frenetic Films / Ventura Films
Gewonnen haben in der Kategorie Corporate:

Gold
«Selma!», ein Film über MenschenrechteBase Court für EIP
Silber
«The solution behind the solution» ein ImagefilmNew Identity Ltd. für Bühler AG
Bronze
«Zwischenspiel» ein InformationsfilmBlush Films GmbH für die SBB
Gewonnen haben in der Kategorie Commercials:

Gold
«Danke» aus der Familien-Sitcom «Beck&Bondi»Contexta für Swisscom Fixnet AG
Silber
«Campari Soda» von SwissJung von Matt/Limmat für Swiss International Air Lines
Bronze
«Rübli» von MigrosPublicis für Migros-Genossenschafts-Bund
Spezial-Edi. wurden vergeben für:

Idee, Konzept, Drehbuch
«Mädchenbeschneidung», eine Sensibilierungskampagne Playground Media Productions AG für Schweizerisches Komitee für UNICEF
Regie
«Zwischenspiel»Blush Films GmbH für die SBB
Kamera
«Danke»Contexta AG für Swisscom Fixnet AG
Postproduktion Visuelle Effekte
«Der Umzug», eine vollanimierte Clip-SeriePush’n’Pull Communication für Billag AG
Postproduktion Visuelle Effekte
«Endlich Nichtschwimmer», ein MusikclipKompost Productions für Yo Mama Records
Postproduktion Musik & Sounddesign
«Campari Soda»Jung von Matt/Limmat für Swiss International Air Lines
Die Details über die Gewinner des Edi.07 können Sie

herunterladen.(Auftraggeber, Namen aller Macher, Begründungen der Jury)

Team von Radio 1 wächst weiter

Radio 1 hat erneut Zugänge zum Team bekannt gegeben: Die Redaktion wird verstärkt durch Ales Kral, Silvan Grütter und Daniel Plain.

Radio 1 hat erneut Zugänge zum Team bekannt gegeben: Die Redaktion wird verstärkt durch Ales Kral, Silvan Grütter und Daniel Plain. Der 49-jährige Ales Kral war während Jahren Redaktor bei Radio 24, davon zwei Jahre als Redaktionsleiter. Anschliessend war er freischaffender Blattmacher und Redaktor von 20 Minuten sowie Texter für verschiedene Publikationen. Der 39-jährige Daniel Plain war Redaktor bei Radio 24 und ist dort seit 2007 stellvertretender Redaktionsleiter. Silvan Grütter schreibt derzeit beim Blick. Er startete seine Karriere als Moderator bei Radio Zürisee, dann Videojournalist, Moderator und Produzent bei TeleZüri und TV3. Anschliessend war der 37-Jährige Redaktor bei der Schweizer Illustrierten, bei Sonntagsblick und zuletzt beim Blick. Bis Ende Monat soll das Programmteam von Radio 1 gemäss Mitteilung weitgehend komplett sein.

Mahnende Worte von Couchepin an die Medien

Bundesrat Pascal Couchepin hat den Zeigefinger gegen die Medien erhoben: Er erachtet es als gefährlich, wenn Medien einzig auf Auflage und Einschaltquoten schauen. Darunter leide die Glaubwürdigkeit.

 Bundesrat Pascal Couchepin hat den Zeigefinger gegen die Medien erhoben: Er erachtet es als gefährlich, wenn Medien einzig auf Auflage und Einschaltquoten schauen. Darunter leide die Glaubwürdigkeit. «Die Glaubwürdigkeit ist der Mehrwert des Journalisten», erklärte Couchepin am Dienstag an einer Journalistentagung in Lausanne. Glaubwürdigkeit entstehe im Journalismus aus einer «Kombination von Können und Wille». Einerseits brauche es Wissen, Kultur und Erfahrung. Andererseits müsse man die Glaubwürdigkeit aber auch wollen. «Das eine ohne das andere funktioniert nicht», so der Innenminister gemäss SDA.
Es sei gefährlich, wenn man das Geschehen ohne Grundlagenwissen zu beeinflussen versuche und dabei nur auf möglichst hohe Auflagen oder Einschaltquoten schiele. Die Qualitätszeitungen haben in Couchepins Augen eine Zukunft, trotz der Konkurrenz durch Gratiszeitungen. Bedingung dafür sei aber, eine gute Mischung aus Glaubwürdigkeit und Erfolg zu finden.
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