Rundfunk Berlin-Brandenburg widerspricht Schawinski

Der Claim von Roger Schawinskis neuem Sender Radio 1 ist seit dieser Woche bekannt und sorgte für ein paar Schlagzeilen, weil ein deutscher Sender schon mit dem gleichen Slogan wirbt. Schawinski hat den Claim nach seinen Worten geschenkt erhalten – die Besitzerfirma des deutschen Senders findet aber anscheinend, sie sei nicht auf dem «offiziellen Weg» angefragt worden.

 Der Claim von Roger Schawinskis neuem Sender Radio 1 ist seit dieser Woche bekannt und sorgte für ein paar Schlagzeilen, weil ein deutscher Sender schon mit dem gleichen Slogan wirbt. Schawinski hat den Claim nach seinen Worten geschenkt erhalten – die Besitzerfirma des deutschen Senders findet aber anscheinend, sie sei nicht auf dem «offiziellen Weg» angefragt worden. Mit Schawinskis Slogan «Nur für Erwachsene» wirbt schon das Berliner Radio eins. Schawinski erklärte diesbezüglich gegenüber der Werbewoche: «Ich habe mich dort erkundigt, ob ich ihn verwenden darf und angeboten, ihn für das Gebiet der Schweiz zu kaufen. Daraufhin hat man ihn mir offiziell geschenkt».
Schawinski hat bei Helmut Lehnert, dem Gründer von Radio eins, angefragt. Dieser hat ihm den Claim kostenlos überlassen und das schriftlich bestätigt. Lehnert ist mittlerweile nicht mehr bei Radio eins, sondern steht an der Spitze des Programmbereichs Film und Unterhaltung vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), zu dem auch Radio eins gehört.
Für den RBB scheint Schawinskis Vorgehen nicht ausreichend dem Dienstweg zu entsprechen: «Wir wurden von Herrn Schawinski offiziell nicht gefragt und haben ihm den Claim auch nicht geschenkt», sagt Ralph Kotsch, Unternehmenssprecher von RBB, auf Anfrage der Werbewoche. Ob man nun irgendwelche Konsequenzen ergreifen werde, ist laut Kotsch Gegenstand der Diskussion: «Ob wir dagegen vorgehen und wie wir das tun, ist derzeit noch offen. Den Titelschutz beanspruchen wir jedenfalls für uns. Aber immerhin wissen wir jetzt, welches Programm Herr Schawinski während seiner Berliner Zeit als Chef des Privatsenders Sat.1 gehört hat, und das ist ja auch eine tolle Rückmeldung», sagt Kotsch.

Südostschweiz Publicitas: Offizielle Eröffnung der Zürcher Filiale

Nachdem die Südostschweiz Publicitas bereits Anfang September diesen Jahres die Räumlichkeiten an der Zürcher Förrlibuckstrasse bezogen hat, ist die nördlichste Niederlassung der Inseratevermittlerin nun offiziell eröffnet.

 Nachdem die Südostschweiz Publicitas bereits Anfang September diesen Jahres die Räumlichkeiten an der Zürcher Förrlibuckstrasse bezogen hat (siehe Abnabeln und Expandieren
), ist die nördlichste Niederlassung der Inseratevermittlerin nun offiziell eröffnet. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür und zusammen mit geladenen Gästen wird die Filiale heute Donnerstag eingeweiht. Dass in Zürich eine Filiale eröffnet wurde, begründet Geschäftsführerin Susanne Lebrument Prochazka in einem Communiqué damit, dass viele nationale Kunden der Südostschweiz Publicitas ihren Sitz im Raum Zürich hätten. Um die Produkte dieser Kunden in der Südostschweiz –Gesamtausgabe und in der Südostschweiz am Sonntag noch besser vermarkten zu können, habe sie sich zum Schritt nach Zürich entschlossen. Man wolle näher bei den Agenturen, den Kunden sowie bei den Inseratevermittlern sein.
Die Zürcher Agentur wird von Roberto Blank geleitet. Zu seinem Team gehören die beiden Key Account Manager Sabrina Sutter und Lorenzo Leutenegger, Kerstin Wegmüller (Assistentin Anzeigenleiter) und Belinda Pfister (Technische Koordination).

JvM/Limmat: Nachwuchsmodel wird für SI Style zum Star

Die aktuelle Werbekampagne von SI Style porträtiert unbekannte Menschen, als wären sie Stars. SI Style ging nun zusammen mit der Zürcher Agentur JvM/Limmat einen Schritt weiter und suchte für den Kampagnenauftritt im Herbst per Street-Casting ein Nachwuchsmodel.

Unter dem Motto «Das Zeug zum Star» porträtiert die aktuelle Werbekampagne von Schweizer Illustrierte (SI) Style unbekannte Menschen, als wären sie Stars. SI Style ging nun zusammen mit der Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat einen Schritt weiter und suchte für den Kampagnenauftritt im Herbst per Street-Casting ein Nachwuchsmodel. Auf einem Paparazzi-Parcours vor dem Starbucks an der Zürcher Bahnhofstrasse mussten die Kandidatinnen beweisen, wie man sich mit Einkaufstaschen, Kaffeebecher und Handy wie ein Star gegenüber einem Paparazzo benimmt. Im Online-Voting wurde schliesslich Sabrina Diriwächter aus Kaisten zur Siegerin erkoren. Sie spielt nun neu die Star-Rolle in den Motiven der Herbstkampagne von SI Style. 
 
 
 
Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat:
Alexander Jaggy (Creative Direction); Thomas Ammann (Text); David Hanselmann (Art Direction); Florian Fröhlich (Grafik); Martin Samsel, Petra Gayko, Dennis Busch (Beratung); Ilonka Galliard (Art Buying); Chris Tribelhorn (Fotografie); Patrick Häusermann (Styling); Matthias Adolf, (Digital Media). Casting: Rufener Events, Moderation Casting: Melanie Winiger.Verantwortlich bei SI Style:
Urs Heller (Verlagsdirektor Schweizer Illustrierte/Chefredaktor SI Style); Stéphanie Joly (Produkt Manager SI Style); Franziska Schmid (Werbeleiterin Ringier Zeitschriften).

Favo wirbt mit Charitree für Unicef

Auch dieses Jahr zu Weihnachten ruft Unicef wieder dazu auf, an die ärmsten Kinder der Welt zu denken. Gemeinsam mit der Basler Werbeagentur Favo wurde die seit dem 20. November laufende Spendenaktion «Charitree» entwickelt.

Auch dieses Jahr zur Weihnachtszeit ruft Unicef wieder dazu auf,  nicht nur an Geschenke, sondern auch an die ärmsten Kinder der Welt zu denken. Gemeinsam mit der Basler Werbeagentur Favo wurde die seit dem 20. November laufende Spendenaktion «Charitree» entwickelt. Auf dem Marktplatz in Basel, wo die vierwöchige Aktion stattfindet, steht ein grosser Weihnachtsbaum. Per Telefon oder SMS kann man fünf Franken für ein Unicef- Projekt spenden. Gleichzeitig bringt jede so eingegangene Spende die Lichter am Basler Weihnachtsbaum zum Leuchten.Das Spendenprojekt wird bis am 23. Dezember mit Konzerten, Flyern, Tram- und F4-Plakaten und Kuss-Spenden unter dem Mistelzweig in und um Basel auf sich aufmerksam machen und Geld für das Überleben von Kindern sammeln. Das Rahmenprogramm findet unmittelbar beim Weihnachtsbaum auf dem Basler Marktplatz statt. Natürlich sind auch Nicht-Basler eingeladen zu spenden und bei Gelegenheit nach Basel zu kommen, um den Charitree zu bewundern!
Verantwortlich bei Favo:
Hinrik Wachsmuth (CD); Frank Engelhaupt (Text); Noel Morganho (Art), Andrea Otto (Beratung).Verantwortlich bei Unicef:
Elsbeth Müller (Geschäftsleiterin); Elisabeth Stöckli (Projektleitung); Alexandra Rosetti (Leiterin Information); Ursina Meier (Eventverantwortung); Gianluca Galdenzi (Partnership und Public Affairs); Manfred Ruf, Christoph Burkhard (Technik/Internet).

Niederlage für die Swisscom vor der ComCom

Die eidgenössischen Kommunikationskommission hält die Swisscom für marktbeherrschend und zwingt sie, den Konkurrenten Zugang zum schnellen Bitstrom-Datennetz zu kostenorientierten Preisen zu gewähren.

 Die eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) zwingt die Swisscom, den Konkurrenten Zugang zum schnellen Bitstrom-Datennetz zu kostenorientierten Preisen zu gewähren. Zu dieser Massnahme greift die ComCom, da sie die Swisscom bei dieser Zugangsvariante für marktbeherrschend hält, was auch ein Gutachten der Wettbewerbskommission bestätigt. Das Parlament hatte sich im Frühling bei der Revision des Fernmeldegesetzes für die Marktöffnung auf der letzten Meile ausgesprochen (siehe
). Beim schnellen Bitstromzugang weigerte sich die Swisscom jedoch im März 2007, den Konkurrenten ein Angebot zu kostenorientierten Preisen vorzulegen, mit der Begründung, nicht marktbeherrschend zu sein. Aus diesem Grund reichte Sunrise Klage bei der ComCom ein. Nun kam diese zum Schluss, dass die Swisscom bei den schnellen Datenleitungen marktbeherrschend sei, da sie sich unabhängig von ihren Mitbewerbern verhalten könne. Wie die ComCom am Donnerstag mitteilte, reicht die Konkurrenz von regional tätigen TV-Kabelnetzbetreibern aus ihrer Sicht nicht aus, um die Swisscom ausreichend unter Wettbewerbdruck zu setzen.
Jetzt muss die Swisscom den Konkurrenten ein Angebot vorlegen. Falls sich die Parteien bei den Preisen nicht einigen, können sie wiederum bei der ComCom klagen.
Die Klägerin Sunrise hofft in einem Communiqué, dass nun Bewegung in den Markt kommen werde. Von einem funktionierenden Wettbewerb könne bis anhin nicht gesprochen werden.
Die Swisscom ist mit dem Entscheid erwartungsgemäss nicht zufrieden. Der Wettbewerb im Breitbandmarkt spiele, teilte sie mit. Die Swisscom habe keine marktbeherrschende Stellung und deshalb den Konkurrenten auch kein Angebot für den Zugang zum schnellen Datennetz gemacht. Man werde die ComCom-Verfügung analysieren und dann über einen Rekurs vor dem Bundesverwaltungsgericht entscheiden, sagte Sprecher Sepp Huber der SDA.

Zu guter Letzt: Mit Benzinschleuder zur Umweltaktion

Heather Mills soll arg ins Fettnäpfchen gestampft sein: Die 39-jährige überzeugte Vegetarierin sollte die Plakataktion eines Vegetarierverbands starten, der den Fleisch- und Milchkonsum für die Klimaerwärmung verantwortlich macht. Vorgefahren ist sie aber alles andere als klimafreundlich.

 Heather Mills, die Noch-Ehefrau von Ex-Beatle Paul McCartney, soll arg ins Fettnäpfchen gestampft sein: Die 39-jährige überzeugte Vegetarierin sollte laut SDA die Plakataktion eines Vegetarierverbundes starten, der den übermässigen Fleisch- und Milchkonsum für das Abholzen von Wäldern und für die Klimaerwärmung verantwortlich macht. Soweit, so gut. Wäre die Gute zum Termin in London bloss mit einem leichten, sparsamen Auto oder gar mit der Bahn erschienen, wie es sich für umwelt- und klimabewusste moderne Menschen gehört. Und nicht mit einer Benzinschleuder, deren Fahrer den Motor auch noch zeitweise angelassen haben soll. Kein Wunder, dass dies Neuseelands Agrarminister Jim Anderton gar nicht gefiel und er munter drauflos wetterte. Insgeheim war er aber wohl einfach nur froh darüber, dass die Blonde sich durch ihr Verhalten selbst als unglaubwürdig stigmatisiert hat – ist Neuseeland doch der weltweit grösste Exporteur von Butter, Käse und anderen Milchprodukten.

Wanner warnt Aargauer Gemeinden vor Gratisblatt News

Peter Wanner, der Verleger der AZ Medien, wandte sich betreffend der neuen Tamedia-Gratiszeitung News mit einem Brief an Aargauer Gemeinden. Er bittet die Behörden darin, bei der Bewilligung von Boxen für News zurückhaltend zu sein. Das berichtet Roger Köppel in der neuen Ausgabe der Weltwoche.

 Peter Wanner, der Verleger der AZ Medien, wandte sich betreffend der neuen Tamedia-Gratiszeitung News mit einem Brief an Aargauer Gemeinden. Er bittet die Behörden darin, bei der Bewilligung von Boxen für News zurückhaltend zu sein, wie Roger Köppel in der neuen Ausgabe der Weltwoche schreibt. AZ-Medien-Sprecherin Eva Keller bestätigte auf Anfrage der Werbewoche den Versand des Briefs. Er ging an 200 Gemeinden. Wanner schreibt folgendes: «An sich wäre ja Wettbewerb etwas Bejahenswertes, weil er das Geschäft belebt. Tamedia lanciert jedoch News nicht, um einen publizistischen Auftrag zu erfüllen, sondern einzig und allein, um die Konkurrenz zu schwächen und ihr zu schaden. […] In diesem Zusammenhang würden wir uns freuen, wenn Sie uns bei unseren Bemühungen unterstützen würden, auch künftig im Aargau und seinen Regionen einen publizistischen service publique erbringen zu können. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie bei der Bewilligung von Boxen und Ständern auf öffentlichem Grund für das neue Gratisblatt News sehr zurückhaltend wären. Oder gar ablehnend.»
Köppel findet, es sei erstaunlich, wie liberale Wettbewerbsprinzipien sofort versenkt würden, wenn das eigene Geschäft bedroht werde. Er bezeichnet den Brief als Druckversuch. Dem widerspricht Eva Keller: «Das ist kein Druckversuch, sondern eine Information. Wir wollen damit bei den Gemeinden ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sich die Medienwelt verändern wird, wenn nun Tamedia eine Offensive im Aargau unternimmt und der ‚service publique’ darunter leiden könnte.» Rückmeldungen aus den Gemeinden hat es laut Keller bis anhin keine gegeben.
Laut Köppel schreibt Wanner weiter, die Medienoffensive aus Zürich sei eine «Strangulationsstrategie» ohne «publizistischen Mehrwert». Wanner hatte News gegenüber der Werbewoche bereits schon als «Angriff auf die Mittelland Zeitung, de facto eine Kriegserklärung an die gesamte AZ Medien Gruppe» bezeichnet (siehe
).

Cicero erscheint mit 160’000 verschiedenen Titelbildern

Das von Ringier herausgegebene deutsche Magazin Cicero erscheint im Dezember mit 160'000 verschiedenen Titelbildern: Jedes einzelne Heft hat eine eigenes Cover. Auf der Rückseite der Ausgabe zeigt BMW 160’000 unterschiedlich gestaltete Anzeigenmotive für das neue BMW 1er Coupé.

Das von Ringier herausgegebene deutsche Magazin Cicero erscheint im Dezember mit 160’000 verschiedenen Titelbildern: Jedes einzelne Heft hat eine eigenes Cover. Die Titelfotos stammen aus den «Pressebildern des Jahres» der Agentur Reuters und wurden zusammengestellt von Cicero. So werde jeder Leser Teil einer Erinnerungsgesellschaft, heisst es im Editorial. Cicero habe damit die zunehmende Individualisierung auf die Spitze getrieben. Für die Ausgabe stellte die Nachrichtenagentur Reuters ihr gesamtes Bildarchiv aus dem Jahr 2007 zur Verfügung. Knapp 50 Millionen Bilder wurden als Hintergrund der Titelseiten platziert. Damit zieren erstmals Fotos das sonst konsequent durch Maler und Zeichner gestaltete Titelblatt von Cicero. Die Unikate sind einzeln nummeriert, wie Ringier mitteilte.
Auf der Rückseite der Ausgabe zeigt BMW 160’000 unterschiedlich gestaltete Anzeigenmotive für das neue BMW 1er Coupé. Der Heftrücken zeigt insgesamt 160’000 schmale Streifen aus dem «Rhein-Bild» des Düsseldorfer Fotografen Stephan Kaluza.
Am Donnerstag fanden zudem rund 20’000 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Medien und Marketing ein Cicero-Exemplar in ihrem Briefkasten. Knapp 11’000 davon sind mit dem eigenen Bild auf der Titelseite ausgestattet.

Aufgefallen: Kluges Pferd

Sympathieträger In der Schweiz gibt es nicht nur die berüchtigten weissen Schafe, die landesweit von den Plakatwänden blökten und die Passanten mit ihrem unflätigen Tun wochenlang verärgert haben.

 
Sympathieträger In der Schweiz gibt es nicht nur die berüchtigten weissen Schafe, die landesweit von den Plakatwänden blökten und die Passanten mit ihrem unflätigen Tun wochenlang verärgert haben. 
Es gibt auch weisse Schimmel. Diese wirken einiges sympathischer – und auch intelligenter. Die dressierten Pferde der Agentur Viva können nämlich ihren Blumenstrauss je nach Platzierung der Sujets sowohl linkslastig wie nach rechts tragen. Was die edlen Tiere auch in dieser Hinsicht von den sturen Schafen unterscheidet. (pan) 
 

Who is who in Zürich

Glamour Am 22. November 2007 erscheint die Jahrespublikation «WW Who is who in Zürich». Darin werden die 200 prominentesten Persönlichkeiten 2008 vorgestellt.

Glamour Am 22. November 2007 erscheint die Jahrespublikation «WW Who is who in Zürich». Darin werden die 200 prominentesten Persönlichkeiten 2008 vorgestellt. 
Die Jahrespublikation WW ist unterteilt in zwölf verschiedene Rubriken, von Entertainment bis Wissenschaft. Ausgewählt und zusammengestellt wurden die 200 Persönlichkeiten von Medienleuten, Kommunikationsberatern und Journalisten. Massgebliche Kriterien waren: Innovation, Kreativität, Zivilcourage, Risikofreudigkeit, Beständigkeit und Nachhaltigkeit. Die Jahrespublikation ist als exklusives Present an den prominentesten Orten in Zürich aufgelegt oder wird auf Anfrage gern abgegeben. Die Jahrespublikation soll jedes Jahr im Spätherbst erscheinen.

Der Baslerstab wappnet sich

Gratistitel Weil die Konkurrenz zunimmt, plant das Gratisblatt Baslerstab aus dem Hause Basler Zeitung einen inhaltlichen Relaunch. Den Relaunch will man von einer Kampagne begleiten lassen.

Gratistitel Weil die Konkurrenz zunimmt, plant das Gratisblatt Baslerstab aus dem Hause Basler Zeitung einen inhaltlichen Relaunch.Zuerst kam 20 Minuten, vor einem Jahr gesellten sich Heute, dann Cash Daily und im letzten September .ch hinzu. Doch all diesen Gratiszeitungen hat der fünfmal wöchentlich erscheinende Baslerstab bisher Paroli geboten – sowohl im Leser- als auch im Anzeigenmarkt. Mit rund 177’000 Leserinnen und Lesern und insgesamt 4’000 Anzeigenseiten pro Jahr ist er noch immer Basels grösstes Gratisblatt.Klar haben die wachsende Konkurrenz und die rückläufige Konjunktur auch Spuren hinterlassen: Die Baslerstab-Reichweite liegt heute gut 20’000 Leser tiefer als vor zwei Jahren. Und auch das Inseratenvolumen ging zurück – um etwa 2’000 Seiten gegenüber 2003. Dass mit News ab Dezember ein weiterer Gratistitel nach Basel kommt, akzentuiert die Situation noch.
Logisch, dass man sich beim Baslerstab Gedanken über die Zukunft macht. Im Juni liess der Verlag deshalb 500 Baslerinnen und Basler von Demoscope befragen. Das Resultat: Der Baslerstab wirke angejahrt und sein inhaltlicher Mix sei zu wenig unterhaltend. Seither ist klar: Das Blatt muss frischer und lesefreundlicher werden. «Mehr People, mehr Emotionen, mehr Schicksale», so fasst der neue Chefredaktor Mischa Hauswirth die inhaltliche Neuausrichtung zusammen. Wobei er sich von der Konkurrenz primär durch exklusive Basler Geschichten unterscheiden will. «Wir wollen zum Beispiel verstärkt Basler Promis zeigen und auch Homestorys machen. Davon versprechen wir uns einen gewissen Unterhaltungswert», so Hauswirth.
Dass man beim Baslerstab an einer Redaktion festhält, ist nicht selbstverständlich, denn zunächst stand alles zur Diskussion, auch eine Rückkehr zum fast reinen Anzeiger wie noch vor sieben Jahren. Davon hat man aber abgesehen, man hält gar am Grundkonzept des «Traditionsblattes» (O-Ton Hauswirth) fest. Jedenfalls wird an den zwölf Vollstellen in der Redaktion, am Zweibundkonzept und am Zeitungsformat nicht gerüttelt. «Wir wollen uns von der Tabloid-Konkurrrenz abgrenzen», sagt Patrick Wehrli, seit August neuer Verlagsdirektor. Beibehalten wird auch die Aufteilung in eine fünfmal wöchentlich erscheinende Stadt- und eine zweimal wöchentlich erscheinende Regio-Ausgabe mit insgesamt 178’000 Exemplaren. Die eigene Vertriebsorganisation Distriba bezeichnet Wehrli gar als ein USP des Blattes: «Immerhin haben wir eine funktionierende Hauszustellung», sagt er augenzwinkernd und mit Blick auf die Konkurrenz.
Punkto Layout und Logo wird hingegen kaum ein Stein auf dem andern bleiben. Bereits liegen erste Vorschläge von der Zeitungsdesignerin Christine Lang (LMS Media GmbH in Herdern) auf dem Tisch. Daran wird noch gefeilt. Doch eines ist schon jetzt klar: Künftig setzt der Baslerstab auf wesentlich grössere Bilder und kürzere Texte.
Den Relaunch, der für Februar oder März vorgesehen ist, will man übrigens von einer Kampagne begleiten lassen. Derzeit ist Wehrli daran, ein Agenturbriefing zu verfassen. «Wir werden uns dann überlegen, mit welcher Agentur wir künftig zusammenarbeiten wollen.» Bisher kooperierte der Baslerstab mit der Basler Agentur Die Werft.
Markus Knöpfli

Wemf: Deutlich mehr Inserate im Oktober

Wie Media Focus meldet auch die Wemf erfreuliche Zahlen zum Werbemonat Oktober. Bei der verkauften Tages- und regionalen Wochenpresse hat das Werbe-Gesamtvolumen um 12,4 Prozent zugenommen.

 Wie Media Focus meldet auch die Wemf erfreuliche Zahlen zum Werbemonat Oktober. Bei der verkauften Tages- und regionalen Wochenpresse hat das Werbe-Gesamtvolumen um 12,4 Prozent auf 112 Millionen Franken zugenommen. Die kommerziellen Inserate verzeichnen ein Plus von 16,5 Prozent auf 65 Millionen Franken. Die Einnahmen aus Stelleninseraten haben um 12,3 Prozent zugelegt. Ein Minus wurde jedoch bei der Sonntags- (-7,2 Prozent), der Spezial- (-1,7 Prozent) und der Fachpresse (-1,3 Prozent) verzeichnet. Während die Publikumspresse mit 37 Millionen Franken im Vergleich zum Oktober 2006 eine Zunahme um 4,7 Prozent verbuchte, legte die Finanz- und Wirtschaftspresse gar um 12,7 Prozent auf 11,93 Millionen Franken zu.
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