Walker räumt bei The Cup ab

Die Schweizer Werbeagentur Walker glänzte an der ersten Verleihung des internationalen Werbepreises The Cup in Valencia. Mit ihrer Arbeit für Amnesty International heimste das Team um Agenturchef Pius Walker gleich zwei der begehrten Gold-Trophäen ein.


Die Schweizer Werbeagentur Walker glänzte an der ersten Verleihung des internationalen Werbepreises The Cup in Valencia. Mit ihrer Arbeit für Amnesty International heimste das Team um Agenturchef Pius Walker gleich zwei der begehrten Gold-Trophäen ein. Für die Kampagne «Not here, but now» bekam Walker in den Kategorien «The Best Poster» und «Best Social Engagement» die Höchstauszeichnung überreicht. Dies nachdem die Agentur mit ihren Arbeiten für Amnesty und Fleurop im Vorfeld vier Mal nominiert wurde (siehe ).
  
Insgesamt wurden 30 Gewinner gekürt. Als beste Kreativarbeit des Jahres zeichnete die aus Kreativgrössen wie Marcello Serpa, Dave Droga, John Hegarty, Mark Collis und Akira Kagami bestehende Jury schlussendlich eine Nike-Kampagne aus Argentinien aus.

SF will Infokanal faktisch zu drittem Sender ausbauen

Nächsten Mittwoch bestimmt der Bundesrat mit seiner Entscheidung zum neuen SRG-Konzessionsentwurf auch über die Zukunft des Infokanals SF info. Nachdem bereits im Juni bekannt wurde, dass der neue Konzessionsentwurf für den Kanal das Ende des Werbeverbots vorsieht, steigt bei der Konkurrenz nun die Angst davor, was dies alles bedeuten könnte.


 Nächsten Mittwoch bestimmt der Bundesrat mit seiner Entscheidung zum neuen SRG-Konzessionsentwurf auch über die Zukunft des Infokanals SF info. Nachdem bereits im Juni bekannt wurde, dass der neue Konzessionsentwurf für den Kanal das Ende des Werbeverbots vorsieht (siehe «Werbeverbot auf SF Info fällt»
), steigt bei der Konkurrenz nun die Angst davor, was dies alles bedeuten könnte.
 
 Bewilligt die Regierung den Entwurf, mausert sich der Wiederholungs- und Informationskanal nach Ansicht vieler besorgter Konkurrenten mit einem Schlag zu einem dritten nationalen Sender. Wie die NZZ am Sonntag berichtet, ist es dann gut möglich, dass man neben der Übertragung von wichtigen Anlässen wie dem WEF in Davos oder anderen Ereignissen von nationaler Bedeutung, dann zum Beispiel auch den Wünschen von SF-Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten folgt und Live- Sportsendungen von SF zwei auf SF info verschiebt. Über solche Regelungen sind die Betreiber privater Schweizer Fernsehstationen logischerweise überhaupt nicht erfreut. In der Vernehmlassung zur neuen SRG-Konzession schreibt Pro Sieben Schweiz, dass die Erstausstrahlungen und die Sponsoring- und Werbeerlaubnis SF info zu einem vollwertigen Sender machten. Die Bestimmungen zu SF info entfernten sich demnach immer weiter vom ursprünglich definierten Zweck dieses Kanals. Auch Christoph Zimmer, Mediensprecher von Tamedia, äussert sich höchst befremdet zu den Plänen des Schweizer Fernsehens: «Wenn Werbung auf SF info zugelassen wird, gräbt man den privaten Regionalsendern das Wasser ab. SF info wurde als Sender ohne Werbung und als reiner Replay-Kanal eingeführt.»
 
 
SF Info war 1999 zunächst im Raum Zürich als Feldversuch gestartet. 2001 wurde das Projekt auf die ganze Deutschschweiz ausgeweitet.

Drei Schweizer Gewinner bei Epica

Beim diesjährigen Epica Wettbewerb in Paris wurden drei Schweizer Agenturen Kategorie-Sieger. In der Kategorie Milchprodukte gewann Publicis mit dem Emmentaler-Plakat, in der Business-to-Business Kategorie Professional Services konnte Advico Young & Rubicam mit einer Anzeige für das Tonstudio NJP punkten.

 Beim diesjährigen Epica Wettbewerb in Paris wurden drei Schweizer Agenturen Kategorie-Sieger. In der Kategorie Milchprodukte gewann Publicis mit dem Emmentaler-Plakat, in der Business-to-Business Kategorie Professional Services konnte Advico Young & Rubicam mit einer Anzeige für das Tonstudio NJP punkten. Der Geburtstags-Spot für Fleurop der Walker Werbeagentur siegte in der Kategorie Retail. 
Am diesjährige Epica-Wettbewerb nahmen 47 Länder mit insgesamt 5’640 Einsendungen teil. Davon waren 316 aus der Schweiz.

Zu guter Letzt: Die Schweiz kann so grausam sein!

Normalerweise wirbt die Schweiz im Ausland mit ihren Vorzügen. Die einzigartige Natur, das Alpenpanorama, die Produkte der hiesigen Uhrenindustrie, leckere Schokolade oder würziger Käse werden benutzt, um auf die Attraktivität unseres Landes hinzuweisen.


 Normalerweise wirbt die Schweiz im Ausland mit ihren Vorzügen. Die einzigartige Natur, das Alpenpanorama, die Produkte der hiesigen Uhrenindustrie, leckere Schokolade oder würziger Käse werden benutzt, um auf die Attraktivität unseres Landes hinzuweisen. Zahlungskräftige Touristen sollen in der Heimat von Hayek und Heidi ihr Geld lassen. Anders sieht es mit monetär weniger potenten Gästen aus, zum Beispiel aus Afrika. Wie der Sonntagsblick nun aufdeckte, macht das Bundesamt für Migration dort in TV-Spots Negativreklame für die Schweiz. Während der Halbzeitpause des Fussballspiels Schweiz gegen Nigeria lief im nigerianischen Fernsehen ein
, der Auswanderer vor der Schweiz abschrecken soll. Darin ist ein junger Student zu sehen, der aus der kalten, regnerischen Schweiz seinen Vater in Nigeria anruft. Während er seinem Vater versichert, dass mit Studium, Job und Wohnung alles bestens läuft, sind Bilder dazwischen geschnitten, die seine wahre Situation zeigen sollen: In Armut, als Bettler, verfolgt von der Polizei. «Wir haben die Verpflichtung, diesen Menschen aufzuzeigen, was eine Flucht für sie für Folgen haben kann,» begründet Eduard Gnesa, der Direktor des Bundesamtes für Migration, die Aktion. Bundesrat Christoph Blocher hat sich bereits positiv dazu geäussert. Mit ein paar bissigen Worten von seinem Getreuen Christoph Mörgeli wäre der sicher viel effektiver geworden.

Korrigendum zur Werbewoche Nr. 40/07: Hahn nicht dreimal Konkurs

In der Werbewoche Nr. 40/07 vom 8. November 2007 wurde ein Artikel unter dem Titel «Hahn: Dreimal Konkurs» publiziert. Der Titel sorgte für Verwirrung, wofür sich die Redaktion entschuldigt.

 In der Werbewoche Nr. 40/07 vom 8. November 2007 wurde ein Artikel unter dem Titel «Hahn: Dreimal Konkurs» publiziert. Der Titel sorgte für Verwirrung, wofür sich die Redaktion entschuldigt. Wie im Artikel dagegen richtig erwähnt, ist nur bei einem Unternehmen (rh media GmbH) der Konkurs abgeschlossen, bei einem zweiten (Vierwaldstätter Verlag GmbH) ist der Konkurs zwar eröffnet, aber noch nicht entschieden. Bei der ebenfalls konkursiten Printmedien Schweiz AG war Rüdiger Hahn nur Verwaltungsrat. Bereits schon im Februar 2007 trat er aus dem Verwaltungsrat zurück. (red)

Englands Euro-Rausflug schmerzt Merchandiser

Nicht nur die Fans der englischen Fussballmannschaft trauern: Wegen nicht realisierten Werbe- und Sponsoreneinnahmen, Trikotverkäufen, TV-Rechte-Verkäufen und Promotionen gehen der britischen Wirtschaft rund eine Milliarde Pfund durch die Lappen.

 Dass England gegen Kroatien verloren hat und deshalb nicht an der kommenden Fussball-EM teilnehmen kann, betrübt nicht nur die englischen Fans: Wegen nicht realisierten Werbe- und Sponsoreneinnahmen, Trikotverkäufen, TV-Rechte-Verkäufen und Promotionen gehen der britischen Wirtschaft rund eine Milliarde Pfund durch die Lappen. Soviel setzte sie während der letztjährigen WM um, wie das British Retail Consortium errechnete. Bereits musste der Sportartikelhersteller Umbro, der die Trikots der britischen Nationalmannschaft vertreibt, eine Gewinnwarnung herausgeben. Wie Werben und Verkaufen schreibt, sackte der Aktienkurs nicht nur bei Umbro ein, sondern auch bei der Ladenkette Sports Direct, die an Umbro beteiligt ist und vom Merchandising-Geschäft lebt.

Bundesrat verteidigt Werbeverbot an Autobahnen

Der Bundesrat hat sich in einer Stellungnahme negativ zur Motion von Bruno Zuppiger (SVP/ZH) geäussert, welche die Bewilligungspflicht für politische Feldwerbung abschaffen will. Im Interesse der Verkehrssicherheit sei die Bewilligungspflicht grundsätzlich beizubehalten, so die Landesregierung.

 
Der Bundesrat hat sich in einer Stellungnahme negativ zur Motion von Bruno Zuppiger (SVP/ZH) geäussert, welche die Bewilligungspflicht für politische Feldwerbung abschaffen will. Kommerzielle wie auch politische Werbung muss neben Autobahnen und Autostrassen wegen der Ablenkungsgefahr grundsätzlich bewilligt werden. In seiner von 37 weiteren bürgerlichen Abgeordneten unterstützten Motion schrieb Zuppiger, für finanzschwächere Parteien und Gruppierungen sei die politische Werbung auf privaten Grundstücken wichtig. Zudem biete die Feldwerbung eine neue Einkommensmöglichkeit für die Bauern. Dem entgegnet der Bundesrat gemäss SDA, eine Bewilligungspflicht dränge sich aus Gründen der Verkehrsicherheit auch für politische Feldwerbung weiterhin auf. Neben Autobahnen und Autostrassen müsse das grundsätzliche Reklameverbot beibehalten bleiben.

SFLB in New York viermal nominiert

Bei den New Yorker Advertising & Marketing Effectiveness Awards ist Spillmann/Felser/Leo Burnett viermal für das Finale nominiert. Die Preisverleihung findet im Dezember statt.

 
Bei den New Yorker Advertising & Marketing Effectiveness Awards ist Spillmann/Felser/Leo Burnett viermal für das Finale nominiert. Zwei Mal mit der Mary-Woodbridge-Kampagne für Mammut in den Kategorien «Sporting Goods» und «Internet». Und zwei Mal mit der Schweiz-Tourismus-Kampagne Fussball-WM-Alternative für Frauen in den Kategorien «Public Service» und «Tourism». Ob es für Gold, Silber oder Bronze reicht, wird sich im Dezember entscheiden.

Heads: Wer viel ausgeht, liest den Tagi gratis

Mit einer Kampagne von Heads kommuniziert der Tages-Anzeiger, dass man auch eine abonnierte Zeitung gratis lesen kann. Die Kampagne soll nicht den Tages-Anzeiger als Gratiszeitung anpreisen, sondern auf die Carte Blanche aufmerksam machen.

Mit einer Kampagne von Heads kommuniziert der Tages-Anzeiger, dass man schon seit zehn Jahren auch eine abonnierte Zeitung gratis lesen kann. Vier Anzeigensujets zeigen erschöpfte, aber glückliche Leser. Sie kommunizieren, dass den Tagi gratis liest, wer die Vergünstigungskarte Carte Blanche nutzt und fleissig ausgeht. Schliesslich biete die Carte Blanche Vergünstigungen, die den Abopreis locker wieder einspielen könnten, heisst es in einer Mitteilung. Das weist die Tamedia auf der Website Gratislesen.ch nach: Per «Abokalkulator» lässt sich ausrechnen, wie sich der Abopreis je nach Ausgehverhalten nach unten bewegt. «Die Kampagne soll nicht den Tages-Anzeiger als Gratiszeitung anpreisen, sondern auf die Carte Blanche als einen integrierten Bestandteil des attraktiven Power-Packages Tages-Anzeiger aufmerksam machen», sagte Tagi-Werbeleiter Dominique von Albertini der Werbewoche. «Wir positionieren den Tagi nicht als Gratiszeitung, sondern sagen, dass man ihn gratis lesen kann, wenn man den Abopreis durch die Vergünstigen kompensiert». Die Carte Blanche sei ein Konkurrenzvorteil, den man stärker ins Gespräch bringen wolle. «Der Tagi wird aber immer eine Bezahlzeitung bleiben. Die Refinanzierung durch die Carte Blanche ist ja mit einer Investition verbunden», so von Albertini. Man habe mit der neuen Kampagne aber durchaus die Marktdiskussionen in Sachen Gratiszeitungen aufgegriffen. Der geplante zweite Teil der Kampagne werde die Angebote der Carte Blanche ins Zentrum rücken. Heads ist übrigens nur für Bewerbung der Carte Blanche zuständig. Leadagentur für den Tagi ist SFLB. Daran werde sich laut von Albertini nichts ändern.

Verantwortlich bei Tamedia, Tages-Anzeiger:
Dominique von Albertini (Leiter Marketing-Kommunikation); Cyrill Hänggi (Assistent Marketing-Kommunikation). Verantwortlich bei Heads Corporate Communication: Marco Simonetti (Creative Direction); Ralph Hermann, Simon Smit (Text); Donovan Szypura (Grafik); Ralph Hermann, Nadia Francioso (Beratung). Fotos: Tom Haller. Styling: Fabienne Arrigoni. Hair/Make-Up: Katerina Carambellas. Casting: Nadja Putzi. Webprogrammierung: Instanz AG.

Nokia setzt für Multimediahandy auf Grossplakate

Für die Einführung des Multimediageräts N95 8GB will Nokia neben klassischen und Online-Massnahmen auch Megaposter in verschiedenen Schweizer Städten einsetzen. Das Konzept richtet sich an eine «ausgehfreudige und mobile» Zielgruppe.

 
Für die Einführung des Multimediageräts N95 8GB will Nokia Megaposter in verschiedenen Schweizer Städten einsetzen. Die bis zu 140 Quadratmeter grossen Plakate sollen im Dezember an Standorten in Zürich, Basel, St. Gallen und Genf klassische und Online-Massnahmen ergänzen und primär ein ausgehfreudiges und mobiles Zielpublikum ansprechen. Im Vordergrund stehe das Thema Unterhaltung, heisst es in einer Mitteilung. Neben den Grossplakaten wurden zielgruppenspezifische Printtitel sowie Rollplakate in Bahnhöfen belegt. Weiter soll ein Onlinekonzept auf musik- und lifestyleaffinen Webseiten umgesetzt und die Kampagne durch Mobile-Marketing-Massnahmen ergänzt werden. Es werden auch Testpersonen gesucht, die ihre Erfahrungen mit dem neuen Gerät in einem Blog publizieren. Umgesetzt wird die Kampagne von verschiedenen Agenturen: Grey (Werbung), Mediacom (Mediaplanung), Online (Creative Media) und Dimoco (Mobile Marketing).

Neuer Spiegel-Chef soll angeblich von aussen kommen 

Neusten Informationen zufolge soll der Nachfolger von Spiegel-Chefredaktor Stefan Aust nicht aus den eigenen Reihen kommen. Wie das Online-Portal der Financial Times Deutschland am Freitag vermeldete, haben weder Gabor Steingart, der ehemalige Chef des Berliner Spiegel-Büros, noch Mathias Müller von Blumencron, derzeit Chefredakteur von Spiegel Online, Chancen auf den Posten.

Neusten Informationen zufolge soll der Nachfolger von Spiegel-Chefredaktor Stefan Aust nicht aus den eigenen Reihen kommen. Wie das Online-Portal der Financial Times Deutschland am Freitag vermeldete, haben weder Gabor Steingart, der ehemalige Chef des Berliner Spiegel-Büros, noch Mathias Müller von Blumencron, derzeit Chefredakteur von Spiegel Online, Chancen auf den Posten. Steingart steht dem scheidenden Chefredakteur nahe, Müller von Blumencron fehle es an politischem Profil.
 
Als heisse Kandidaten werden in Gesellschaftskreisen derzeit Zeit-Chefredakteur Giovanni die Lorenzo und Uwe Vorkötter, der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau gehandelt.
 
Der bisherige Chefredaktor Stefan Aust erfuhr nach 13 Jahren am Donnerstag vor einer Woche nur über Umwege von seiner Absetzung. Sein Stellvertreter Joachim Preuss informierte den im Urlaub befindlichen Aust am Handy darüber, dass bereits nach einem Nachfolger gesucht werde. Die Vertreter der Mitarbeiter-Gesellschaft (KG), die über mehr als die Hälfte der Verlagsaktien waltet, hatten Aust heimlich abserviert. Auch Franziska Augstein, die Tochter des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, galt seit Jahren als Feindin des Redaktionsleiters.
 
Stellvertreter Joachim Preuss wird nun gemeinsam mit seinem ehemaligen Chef den Verlag verlassen. «Wenn sie Aust hier rauskegeln, gehe ich hinterher», sagte Preuss gegenüber Kress.de. Der seit 30 Jahren beim Spiegel tätige Preuss will gemäss eigenen Angaben nicht noch eine Demontage eines Chefredakteurs wie jene von Hans-Werner Kilz vor 13 Jahren miterleben müssen. Die Geschäftsleitung Mitarbeiter KG, welche aus Redaktionsmitgliedern besteht, will Aust loswerden, wie letzte Woche bekannt wurde. Dieser muss bis spätestens Ende 2008 gehen. Das Vorgehen der Gesellschafter des Spiegel-Verlags bezeichnete Preuss gegenüber Kress.de als «Dämlichkeit erster Güte». Aust soll von seinem drohenden Rauswurf erfahren haben, indem er mitbekommen habe, dass die Geschäftsführung bereits eifrig nach einem Nachfolger suchte. In der Spiegel-Redaktion gärt es bereits seit längerem; die Süddeutsche Zeitung etwa spricht nicht nur von Führungskrise, sondern gar von internem Bürgerkrieg. Das Grundproblem liege daran, dass gemäss Zeitungsstatut die Mitarbeiter gleichzeitig die Unternehmensleitung stellen. So scheint auch nach dem Abgang von Aust und Preuss im Hamburger Zeitungshaus ein Friede noch fern.

Posttarif wird teuerer für kleine und mittlere Zeitungen

Die Post darf die Tarife für den Transport kleiner und mittlerer Lokal- und Regionalzeitungen Anfang 2008 um 4,4 Prozent erhöhen. Damit soll die Post die seit 2004 aufgelaufene Teuerung überwälzen können. Der Verband Schweizer Presse kritisierte den Entscheid.

 Die Post darf die Tarife für den Transport kleiner und mittlerer Lokal- und Regionalzeitungen Anfang 2008 um 4,4 Prozent erhöhen. Damit soll die Post die seit 2004 aufgelaufene Teuerung überwälzen können. Das neue Presseförderungssystem sieht vor, dass der Bund die Posttaxen für die Regional- und Lokalzeitungen mit einer Auflage bis zu 40’000 Exemplaren mit insgesamt 20 Millionen Franken verbilligt (siehe
). Im Parlament versicherte Leuenberger im Juni, die heutigen Tarife dieser Blätter seien «auf jeden Fall garantiert». Nun aber hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Telekommunikation (UVEK) den Antrag der Post für eine Tariferhöhung um 4,4 Prozent auf den 1. Januar 2008 genehmigt, wie das UVEK und die Post auf Anfrage der SDA bestätigten.
Der Verband Schweizer Presse kritisierte den Entscheid: Nach den Zusicherungen im Parlament sei er «stossend». Zudem habe die Post betont, eine Tariferhöhung oder ein Teuerungsausgleich sei in den kommenden Jahren nicht nötig, weil die Transportkosten dank der logistischen Zusammenarbeit zwischen Verlagen und Post um einen zweistelligen Millionenbetrag hätten gesenkt werden können.
Weiterhin ausstehend ist die Antwort von Preisüberwacher Rudolf Strahm auf eine Eingabe des Verbandes und betroffener Verlage. Die Eingabe richtet sich gegen die Ankündigung der Post, die Transportpreise der künftig nicht mehr geförderten grossen und mittleren Titel 2008 um rund 20 Millionen Franken zu erhöhen.
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