Zu guter Letzt: Curtis Jackson und der schwarze Peter

Popstars sind nicht eben für Bescheidenheit bekannt. Die HipHop-Stars unter den Popstars schon gar nicht.

 Popstars sind nicht eben für Bescheidenheit bekannt. Die HipHop-Stars unter den Popstars schon gar nicht. Und unter diesen ist Curtis Jackson Jr. wahrscheinlich am Allerwenigsten mit dem Begriff Bescheidenheit in Verbindung zu verbringen. Schliesslich war das Grosskotzige, das Allmächtige jahrelang teil seines Erfolgsrezepts: Mit grossen Tönen und Gesten beherrschte der Mann, der am 24. Mai 2000 von neun Kugeln durchlöchert worden war und wie durch ein Wunder überlebte, die Hitparaden. Seit er vor vier Jahren unterstützt von Hitproduzent Dr. Dre den Durchbruch schaffte, wurde er von geradezu märchenhaftem Erfolg verwöhnt. Dutzende Millionen verkaufter Tonträger, ausverkaufte Konzerttourneen und ein fast einsamer Platz an der Spitze der HipHop-Künstler begleiteten seinen einzigartigen Höhenflug. Doch diese Zeiten sind vorbei: Ein weitaus vielseitigerer Künstler namens Kanye West hat den Gangsta Rapper überflügelt, die unverwundbare Kunstfigur hat viel von ihrem Reiz eingebüsst und die Computerkenntnisse seiner jungen Fans haben die Verkäufe zum Stocken gebracht. Dass das einen 50 Cent trotz lukrativer Werbeverträge und einem Vermögen, das seine Familie über Generationen ernähren wird, nicht kalt lässt, demonstrierte er letzte Woche vor seinem Konzert im Zürcher Hallenstadion. Statt wie früher stets auf die Minute pünktlich, erschien er erst mit fast zweistündiger Verspätung zum Interview, und stänkerte dann: «Wieso rede ich überhaupt noch mit euch Medienleuten? Ich verkaufe deswegen keine einzige CD mehr. Lasst euch besser etwas zur Bekämpfung der Internetpiraterie einfallen. Sonst verlange ich demnächst für jedes Interview Geld!» – Der Frust sitzt tief.

Ringier übernimmt Mehrheit an Media Swiss Group

Ringier stösst weiter in den digitalen Bereich vor: Das Verlagshaus übernimmt 80 Prozent der Aktien an der Media Swiss Group. Diese Unternehmensgruppe ist spezialisiert auf Online-Marktplätze und crossmediale Dienstleistungen. Mit 350 Mitarbeitenden betreibt sie unter anderem die Scout24-Marktplätze und die Gate24-Directories.

 Ringier stösst weiter in den digitalen Bereich vor: Das Verlagshaus übernimmt 80 Prozent der Aktien an der Media Swiss Group. Diese Unternehmensgruppe ist spezialisiert auf Online-Marktplätze und crossmediale Dienstleistungen. Mit 350 Mitarbeitenden betreibt sie unter anderem die Scout24-Marktplätze und die Gate24-Directories. Mit der Übernahme, zu deren Kaufpreis Stillschweigen vereinbart wurde, wird Ringier nach eigenen Angaben zum führenden Schweizer Verlagshaus im Bereich der Elektronischen Medien. Der Zürcher Verlag ist an allen Geschäftsbereichen der Swiss Media Groupe beteiligt. Dazu gehören neben Scout24 und Gate24 auch die in der Werbevermarktung und im Crossmedia- und Technologiebereich tätigen Tochtergesellschaften.
Durch die Verbindung von redaktionellen Plattformen und kommerziellen Portalen will Ringier sich eine gute Position im zunehmend konvergenten Print- und Onlinemarkt sichern. Der Medienkonzern sichert sich durch die Übernahme einen Anteil am stark wachsenden elektronischen Rubrikenanzeigen-Geschäft. Vor allem für die Blick-Gruppe soll der Zugang ins lokale und regionale Online-Anzeigengeschäft ermöglicht werden. Publizistische Inhalte will Ringier künftig stärker mit den kommerziellen Online-Portalen kombinieren. Dieses Modell gilt auch für die Aktivitäten im Ausland.
Anscheinend
will sich Ringier auch stärker ins Radio- und Fernsehgeschäft vorwagen: Durch die Übernahme und das bestehende Know-how von Ringier ergäben sich zukunftsorientierte Perspektiven für IP-TV sowie für die Distribution von neu entwickelten und bestehenden Radioprogrammen über Internet und Mobile, heisst es in der Mitteilung. Operativ werden die Geschäfte der Media Swiss Group auch künftig durch Dölf Früh, Gründer und VR Präsident von Media Swiss, und seinen Geschäftspartner, Daniel Grossen, Gründer und VR-Delegierter von Scout24 Schweiz, geführt. Die beiden Unternehmer bleiben mit 20 Prozent beteiligt. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 75 Mio. Schweizer Franken. Media Swiss übernahm anfangs Jahr die Firma Xmedia, welche die Scout24-Online-Plattformen betreibt. Die Unternehmensgruppe hat Niederlassungen in Flamatt FR, Teufen AR und Urdorf ZH.

«Wir wurden in der Deutschschweiz zu wenig wahrgenommen»

Die Genfer Agentur Saatchi & Saatchi Simko holt den ehemaligen Publicis-Chef Kaspar Loeb als CEO und mischt den Deutschschweizer Markt mit einer Zürcher Niederlassung auf. Pedro Simko und Kaspar Loeb sprechen über die richtige Chemie, den Mangel an Deutschschweizer Werbern in der Romandie und ihr Vorhaben, Publicis nicht anzugreifen.

Die Genfer Agentur Saatchi & Saatchi Simko holt den ehemaligen Publicis-Chef Kaspar Loeb als CEO und mischt den Deutschschweizer Markt mit einer Zürcher Niederlassung auf. Pedro Simko und Kaspar Loeb sprechen über die richtige Chemie, den Mangel an Deutschschweizer Werbern in der Romandie und ihr Vorhaben, Publicis nicht anzugreifen. Herr Simko, Sie setzen ab nächstem Jahr mit Kaspar Loeb einen neuen CEO ein. Wieso haben Sie diese strukturelle Veränderung beschlossen? Pedro Simko: Wir sind in der letzten Zeit stark gewachsen, deshalb braucht es zusätzliche Führungskräfte. Das internationale Saatchi & Saatchi-Netzwerk drängte schon seit einiger Zeit, dass ich zusätzliche Aufgaben übernehmen solle. Darauf wollte ich aber erst eingehen, wenn ich die Agentur in den richtigen Händen weiss. Ich wusste, dass ich mir den Kaspar Loeb jetzt schnappen musste, sonst hätte er eine andere Aufgabe in Angriff genommen. Wie werden Sie die Aufgaben verteilen, damit Sie einander nicht auf den Füssen herumstehen? Simko: Kaspar Loeb wird, entsprechender seiner Rolle als CEO, das operative Geschäft leiten. Er trifft alle operativen Entscheidungen. Wo immer nötig, werde ich aber für meine Kunden auch da sein. Ich bin mir eine klare «Bottom-up»-Haltung von meiner Zeit bei Procter & Gamble gewöhnt: Ich arbeite für Leute, nicht die Leute für mich. Herr Loeb, was reizt Sie an dieser Position? Kaspar Loeb: Ich glaube, Sie können momentan keine bessere Aufgabe finden, als in diesem Netzwerk Verantwortung zu übernehmen. Die Haltung, die es verkörpert, findet sich nicht oft. Auch die Atmosphäre im Genfer Büro ist sehr anders: Bedeutend internationaler – das fasziniert mich. Daneben funktionieren Pedro Simko und ich gut zusammen: Die Chemie stimmt. Im Gegensatz zu Ihrer letzten Position bei Publicis? Loeb: Nun, es ist wohl kein Geheimnis, dass Fredy Collioud und ich in manchen Dingen anderer Meinung waren. Jetzt bin ich zuversichtlich, dass Pedro Simko und ich uns sehr gut verstehen werden. Hatten Sie andere Angebote in Betracht gezogen? Loeb: Ja, ich hatte zwei, drei andere Angebote, eines aus der Werbebranche, ein zweites im Beratungsbereich. Saatchi & Saatchi Simko eröffnet eine Niederlassung in Zürich. Sie hatten bis anhin stets gesagt, dass Sie von Genf aus gut geschäften können – wieso nun doch die Expansion in die Limmatstadt? Simko: Ich hatte bereits einmal mit meiner Agentur in Zürich ein Büro, bevor wir mit Saatchi & Saatchi fusioniert haben. Damals waren aber die Umstände anders: Bei einer inhabergeführten Agentur ist es zentral, dass der Inhaber an Ort und Stelle ist. Danach habe ich gemerkt, dass man das Geschäft auch sehr gut in Genf managen kann. Jetzt haben sich die Bedingungen wieder geändert: Durch die Fusion mit Saatchi & Saatchi und dadurch, dass wir nun das nötige Volumen erreicht haben. Was bringt es Ihnen für Vorteile, über eine Niederlassung in Zürich zu verfügen? Simko: Die Entscheidung, nach Zürich zu expandieren, ist ein strategischer Schritt, nicht eine kurzfristige Massnahme. Unser Netzwerk steht voll dahinter. Es wurde für uns zusehendes schwierig, die nötigen Schweizer Leute in Genf zu rekrutieren. Wir beschäftigen Mitarbeiter, die von Orten rund um den Globus stammen. Australier waren bereit, zu uns zu kommen – viele Deutschschweizer aber nicht. Deshalb dachten wir uns, dass es doch sinnvoller ist, etwas für die Deutschschweizer in Zürich zu tun, statt diese Leute zu uns nach Genf zu schleppen. Wir haben nach der Bekanntgabe des BSW-Rankings viele Bewerbungen aus der Deutschschweiz erhalten – allerdings mit dem Hinweis, dass sie sich sehr gern für eine allfällige Niederlassung in Zürich bewerben möchten. Dann steht gar nicht die Betreuung der Kunden in der Deutschschweiz im Vordergrund bei Ihrer Expansion nach Zürich? Simko: Doch. Natürlich wird die Betreuung unserer Kunden einfacher, wenn wir in Zürich sind. Wie gross soll Ihr Büro in Zürich sein? Loeb: Wir werden anfangs mit etwa 10 bis 15 Leuten starten und je nach Bedarf ausbauen. Sie wollen Anfang 2008 in Zürich starten. Verfügen Sie schon über Räumlichkeiten? Loeb: Nein, wir sind noch auf der Suche. Wer einen guten Makler kennt, soll es uns wissen lassen (lacht). Einige waren erstaunt, dass Sie im neuen BSW-Ranking den Platz 2 belegen. Kann es sein, dass Ihre Agentur bis anhin in der Schweiz zu wenig wahrgenommen wurde? Simko: Ja, davon bin ich überzeugt. Wir haben unseren Umsatz in den letzten zwei Jahren vervielfacht, haben etliche Preise gewonnen, unser CD war Juror in Cannes – vieles davon ist aber in der Deutschschweiz nicht wahrgenommen worden. Wollen Sie nun zur Nummer 1 in der Schweiz werden? Simko: Wir haben nicht vor, auf Biegen und Brechen zu wachsen. Natürlich streben wir ein Wachstum an. Wenn wir um 15 Prozent zulegen, ist das mehr als genug. Wir wollen nicht zwingend Publicis als Nummer 1 ablösen. Schliesslich ist diese Agentur wie wir Mitglied im Publicis-Netzwerk. Wir werden sie deshalb nicht angreifen, keine Kunden und keine Mitarbeiter von Publicis abwerben. Es kann aber doch immer wieder sein, dass Sie und Publicis in eine Konkurrenzsituation geraten, beispielsweise bei einem Pitch. Loeb: Wir möchten keinen Konkurrenzkampf haben mit Publicis, bei einem Pitch würden wir aber natürlich mit grösster Freude antreten. Am Ende entscheidet ja dann immer der Kunde, welche Agentur er will. Stehen eher internationale oder nationale Kunden auf Ihrer Wunschliste? Simko: Beides. Es ist zentral, eine gute Mischung zu erreichen. Für die Kreativen ist es wichtig, dass sie auch für lokale Kunden arbeiten können – sie wollen ihre Arbeiten sehen, wenn sie durch die Strassen spazieren. Loeb: In der Schweiz ist die Situation insofern spannend, als dass hier viele grosse Firmen angesiedelt sind. Die haben bis in die 70er-Jahre Schweizer Agenturen beauftragt, seither laufen die Budgets der Multis aber meistens über New York oder London. Wir möchten die Etats dieser Konzerne gerne in die Schweiz zurückholen. Herr Simko, Sie werden sich künftig vor allem für das Netzwerk engagieren. Was interessiert Sie daran? Simko: Ich kann mich mit dem beschäftigen, was mich am meisten interessiert. Ich werde als einer von vier Köpfen im europäischen Management-Team sitzen und mich vor allem um das New Business kümmern, was mich sehr reizt. Daneben sitze ich als einziger Europäer im Worldwide Executive Board. Ich werde häufig mit Kevin Roberts, dem CEO von Saatchi & Saatchi, arbeiten. Das gehört zu den schönsten Erlebnissen, die es in unserer Branche gibt. Interview: Carole Scheidegger

Milchproduzenten buttern Werbung auf ihre Websites

Bis anhin betrieb der Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) seine Websites komplett werbefrei. Dies ändert sich nun.

Bis anhin betrieb der Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) seine Websites komplett werbefrei. Dies ändert sich nun. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Online-Vermarkter Adlink Media werden auf Swissmilk.ch. Lemenue.ch, Butter.ch und Beurre.ch nun Werbeflächen angeboten. Laut Angaben des Goldbach Media- Unternehmens Adlink soll dort in Zukunft grossflächig, zielgenau und kalorienfrei geworben werden können. Wohl bekomm’s!

Bertelsmann erwägt Gesamtübernahme von RTL-Gruppe

Wie RTL am Dienstag mitteilte, soll der Medienkonzern Bertelsmann an einer Gesamtübernahme luxemburgische RTL-Gruppe interessiert sein. Bertelsmann habe angedeutet, ein Übernahmeangebot für die noch nicht in ihren Händen befindlichen Aktienanteile machen zu wollen, hiess es.

 Wie RTL am Dienstag mitteilte, soll der Medienkonzern Bertelsmann an einer Gesamtübernahme luxemburgische RTL-Gruppe interessiert sein. Bertelsmann habe angedeutet, ein Übernahmeangebot für die noch nicht in ihren Händen befindlichen Aktienanteile machen zu wollen, hiess es. Bislang hält Bertelsmann 90 Prozent an RTL.Bertelsmann erklärte, man habe bislang nicht über ein Angebot entschieden. Einer konkreten Offerte müssten zunächst verschiedene Gremien zustimmen. 2002 war ein erster Versuch die restlichen 10 Prozent zu übernehmen gescheitert. Den RTL-Aktionären war der gebotene Preis offenbar zu niedrig. Im März hatte Bertelsmann angekündigt seinen Milliardengewinn vom letzten Jahr für den Zukauf weiterer Unternehmen verwenden zu wollen.
Der RTL-Gruppe gehören 32 Radio- und 42 Fernsehstationen ganz oder teilweise an. In Deutschland sind dies die Kanäle RTL, RTL II, SuperRTL, N-TV und Vox.

In Airolo kann man die Reinheit der Gefühle erleben

Mit einer Inseratenkampagne sorgt der Tessiner Wintersport-Ort Airolo derzeit für Aufruhr. Auf den Plakaten, mit denen der Ort sich in Italien präsentiert, sind nämlich zwei sich küssende Wintersportlerinnen zu sehen.

Mit einer Inseratenkampagne sorgt der Tessiner Wintersport-Ort Airolo derzeit für Aufruhr. Auf den Plakaten, mit denen der Ort sich in Italien präsentiert, sind nämlich zwei sich küssende Wintersportlerinnen zu sehen. Dies passt dem Tourismusverband des Kantons Tessin überhaupt nicht. Eine Werbekampagne brauche eine klare und keine zweideutige Botschaft, sagte Marco Solari, Präsident von TicinoTurismo, am Montagabend gegenüber dem Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz. Er hoffe, dass die Verantwortlichen einen Rückzieher machen werden, erklärte der wütende Solari weiter.Davon ist allerdings nicht auszugehen: Die Locaneser PR-Agentur Ferrise Comunicazione möchte an der Kampagne festhalten. Die Italiener seien für diese Art von Werbung offener als die Tessiner, liess ein Sprecher verlauten.
Für das Tessin wurde derweil eine entschärfte Version entwickelt. Auf der Schweizer Version legt die eine Wintersportlerin ihrer Begleiterin nur die Hand auf die Schulter. Immer noch genug interessant, um von dem Snowboarder im Hintergrund neugierig beäugt zu werden. Die Botschaft ist laut der PR-Agentur auch hier die gleiche: Im Wintersportgebiet von Airolo könne man die Reinheit der Gefühle erleben.
 
 
 

TWBA organisierten eine Reise nach Hogwarts

Ein besonderer Zug hielt in den vergangenen Tagen in den Bahnhöfen von Zürich, Lausanne, Basel und Luzern. Es war der Sonderzug, der seine Passagiere vom Gleis 9 ¾ zur Zauberschule Hogwarts befördert, der Harry-Potter-Express.

Ein besonderer Zug hielt in den vergangenen Tagen in den Bahnhöfen von Zürich, Lausanne, Basel und Luzern. Es war der Sonderzug, der seine Passagiere vom Gleis 9 ¾ zur Zauberschule Hogwarts befördert, der Harry-Potter-Express. Pünktlich zur Veröffentlichung der neuen DVD «Harry Potter und der Orden des Phönix» präsentierte die rollende Wanderausstellung Kostüme und Requisiten aus den Filmabenteuern des jungen Zauberers. Konzipiert wurde die Werbeaktion von der Zürcher Werbeagentur TBWA, die dafür mit der SBB und Warner Home Entertainment zusammenspannte.Verantwortlich bei den SBB:
Franziska Kellenberger (Segmentsmanagerin Kinder).Verantwortlich bei Warner Brothers:
Claudia Minchau (Trade Marketing Manager).Verantwortlich bei TBWA:
Armin Korf (Creativ Director), Karin Swierzy (Art Director), Peter Bietenholz (Text), Fadi Nemr (Grafik), Tom Blum (Account Director), Milena Russ (Account Executive).

Ruf Lanz setzt für Sanitas Troesch Küchen und Bäder in Szene

Warme Dusche für Ruf Lanz: Die Zürcher Kreativagentur freut sich über einen substanziellen Budget-Gewinn. Neu berät sie mit Sanitas Troesch das führende Schweizer Haus für Küchen und Bäder.

 Warme Dusche für Ruf Lanz: Die Zürcher Kreativagentur freut sich über einen substanziellen Budget-Gewinn. Neu berät sie mit Sanitas Troesch das führende Schweizer Haus für Küchen und Bäder. In einem Pitch zwischen vier Agenturen setzte sich die Agentur mit einem Konzept, das laut Aussagen der Sanitas-Marketingverantwortlichen «Küchen und Bäder überraschend und einzigartig in Szene setzt», durch. Geplant ist eine langfristige Zusammenarbeit.

Scaglione attackiert Schawinksi: «Roschee, es isch nid Dini Idee gsi»

Giuseppe Scaglione antwortet Roger Schawinski, der ihm am Montag angelastet hatte, das Konzept von Radio 1 abzukupfern. Scaglione schiesst in gewohnt scharfen Worten zurück und findet, Schawinski disqualifiziere sich selber.

 Am Dienstag gab Giuseppe Scaglione bekannt, dass er sich mit RMC Züri für eine Konzession bewerben wird, welche die Frequenz des bisherigern Radio Tropic umfasst. Damit greift er Roger Schawinski an, der die gleiche Konzession will. Schawinski erklärte daraufhin, er finde es dreist, dass Scaglione sein Konzept kopiere. Scaglione schiesst nun in gewohnt scharfen Worten zurück: Schawinskis Aussage könne «grotesker nicht sein». Denn seit fast zwei Jahren sende Radio Monte Carlo im Kabelnetz der Deutschschweiz mit genau jenem Konzept, dass nun für die Konzessionsbewerbung verwendet werde. Radio Monte Carlo richte sich seit seinem Sendestart im Januar 2006 an eine anspruchsvolle, erwachsene Zielgruppe, die mit den üblichen Mainstream-Radios nichts anfangen könne. Scaglione lässt nun folgendes verlauten: «Es ist zwar bekannt, dass Roger Schawinski in der Schweiz alles erfunden haben will und immer alles seine Idee war. Nun verkauft er aber die Idee, die andere schon vorher hatten (und hier sogar schon umsetzen) als seine eigene. Damit disqualifiziert er sich schlussendlich selber.»
Schawinski war in seiner Stellungnahme vom Montag auch auf die Finanzierung von Radio Monte Carlo zu sprechen gekommen: Er wundere sich, welche ausländischen Interessen und Finanzierungen hinter Scagliones Unternehmungen stehen. Darüber gibt sich Scaglione in einer Mitteilung nun «enttäuscht» und sagt: «Es ist eine alte und zudem billige Taktik, bei fehlenden Argumenten, die Finazierung unserer italienischen Partner in ein schiefes, dubioses, ja sogar mafiöses Licht stellen zu wollen. Unsere Partner sind absolut seriöse, professionelle und in Italien sehr angesehene und erfolgreiche Radioleute und dem Bakom seit über 10 Jahren bestens bekannt. Wenn nun plötzlich ausgerechnet Schawinski, der seine Radiokarriere als Pirat in Italien begonnen hat und Chef des zweitgrössten TV-Konzerns Europas war auf die ‚Das-Ausland-ist-böse-Tour‘ macht, ist das einfach nur peinlich».
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Schlagabtausch zwischen den beiden Radiomännern Scaglione und Schawinski weiter entwickelt.

ViznerBorel bewirbt Premium-Linie von Denner

Auch der Markendiscounter Denner hat nun seine Premium-Linie. Sie heisst Primess, und steht seit 1. Dezember in den Regalen aller Denner-Filialen. Vorerst umfasst das Sortiment 23 Köstlichkeiten.

 Auch der Markendiscounter Denner hat nun seine Premium-Linie. Sie heisst Primess, und steht seit 1. Dezember in den Regalen aller Denner-Filialen. Vorerst umfasst das Sortiment 23 Köstlichkeiten. Diese preist die Werbeagentur ViznerBorel nun in einer neuen Kampagne an. Unter dem Motto: «Das Leben ist zu kurz für teure Delikatessen» führt die Leadagentur von Denner die Primess Premium-Linie mit einem eigens kreierten Discount-Knigge ein. Die nationale Kampagne umfasst Anzeigen, Trägeranzeigen mit dem Discount-Knigge als Beikleber und sämtliche POS-Massnahmen.Verantwortlich bei Denner:
Petra Hilber (Projektleitung).Verantwortlich bei ViznerBorel:
Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung); Jürg Waeber, Guillaume Borel (Text); Livio Reutlinger (Art Direction); Adrian Bucher (Beratung); Jonathan Heyer (Fotografie). 
 
 

Saatchi & Saatchi Simko kommt nach Zürich

Die Genfer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko eröffnet auf Anfang 2008 eine Niederlassung in Zürich. Gleichzeitig übernimmt Kaspar Loeb die Rolle des CEO an beiden Standorten. Agenturgründer Pedro Simko bleibt VR-Präsident und übernimmt zudem Management-Aufgaben im internationalen Netzwerk.

 Die Genfer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko eröffnet auf Anfang 2008 eine Niederlassung in Zürich. Gleichzeitig übernimmt Kaspar Loeb die Rolle des CEO an beiden Standorten. Agenturgründer Pedro Simko bleibt VR-Präsident und übernimmt zudem Management-Aufgaben im internationalen Netzwerk. Die Expansion nach Zürich ist nach Angaben von Saatchi & Saatchi Simko Ausdruck einer konsequenten Wachstumsstrategie. Die Agentur ist gemäss dem aktuellen BSW-Ranking in kurzer Zeit mit rund 92 Mitarbeitern zur zweitgrössten Schweizer Werbeagentur aufgestiegen. «Wir wollten schon seit einiger Zeit eine Niederlassung in Zürich eröffnen, nun ist der richtige Zeitpunkt dazu gekommen», sagt Pedro Simko. Saatchi & Saatchi Simko sieht in der deutschen Schweiz nicht nur gute Wachstumschancen. Gemäss Mitteilung sollen auch die bestehenden Kunden vor Ort eine bessere Betreuung erhalten und die Informationswege und Reaktionszeiten deutlich kürzer werden.
Der ehemalige Publicis-Chef Kaspar Loeb wird ab Januar 2008 die Position des CEO für beide Standorte in der Schweiz übernehmen. «Mit Kaspar Loeb haben wir einen ausgewiesenen Fachmann und hervorragenden Manager mit einem grossen Netzwerk gewinnen können, der uns wichtige Wachstumsimpulse geben und die Gruppe für die Herausforderungen der Zukunft richtig aufstellen kann», erklärt Simko. Kaspar Loeb war nach dem Abschluss seines Jusstudiums an der Universität Basel als Journalist in nationalen Print- und elektronischen Medien tätig. Danach war er Marken-Berater bei Interbrand Zintzmeyer & Lux, von 2000 bis 2004 leitete er Seiler DDB und von 2004 bis Herbst 2007 war er CEO von Publicis.
Pedro Simko, der weiterhin Ansprechpartner und Berater für Key Clients bleibt, wird neben seiner Tätigkeit als Verwaltungsratspräsident Saatchi & Saatchi Simko in der Schweiz ab sofort wichtige Management-Aufgaben für das internationale Netzwerk von Saatchi & Saatchi übernehmen, wie es im Communiqué weiter heisst. Er wird Chief Marketing Officer (CMO) für Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) und damit auch Mitglied des vierköpfigen European Management Teams von Saatchi & Saatchi, das von Simon Francis geleitet wird. Simon Francis sagt: «Simko hat bewiesen, dass er eine Agentur an die Spitze führen kann. Er wird uns für die Entwicklung von Saatchi & Saatchi international wichtige Anstösse geben können.» Simko ist unter anderem direkt verantwortlich für die Wachstums-Strategie und -Implementierung des Netzwerkes in der EMEA-Region. Er sitzt auch im Worldwide Executive Board von Saatchi & Saatchi in New York und hat Einfluss auf die weltweite Entwicklung des Netzwerks.
Pedro Simko hat die Agentur 1991 gegründet. Im Jahr 2001 verstärkte er die Fokussierung auf klassische Werbung und holte als CD Olivier Girard von Euro RSCG. 2003 startete Simko Verhandlungen mit internationalen Partnern, im Mai 2004 fusionierte er mit Saatchi&Saatchi. Laut Mitteilung war Saatchi&Saatchi Simko in den Jahren 2005 und 2006 die am stärksten wachsende Agentur innerhalb des weltweiten Netzwerkes.

Tagi-Reporter Constantin Seibt zum Journalisten des Jahres gewählt

Der erstmals vom Publikum erkorene Schweizer Journalist des Jahres heisst Constantin Seibt. Den zweiten Platz erreichte Patrik Müller, der Chefredakteur der frisch lancierten Zeitung Sonntag. Dritter wurde Bund-Redaktor Walter Däpp.

Der erstmals vom Publikum erkorene Schweizer Journalist des Jahres heisst Constantin Seibt. Den zweiten Platz erreichte Patrik Müller, der Chefredakteur der frisch lancierten Zeitung Sonntag. Dritter wurde Bund-Redaktor Walter Däpp. Der 41-jährige Seibt überzeugte das Publikum und die Jury vor allem durch seine journalistischen Leistungen im Zusammenhang mit dem Swissair-Prozess. Er habe diesen in seiner Funktion als Reporter des Tages-Anzeigers «hervorragend abgedeckt», teilte der Verleger des Branchenmagazins Schweizer Journalist, das die Wahl jeweils durchführt, am Montag mit. Seine Texte zum Prozess in der Stadthalle Bülach sind beim Echtzeit-Verlag auch in Buchform erschienen. In der Schweizer Presselandschaft bekannt wurde Seibt bereits als Inland-Redaktor der WoZ, zu deren Gehalt er auch mit seinen teilweise sehr absurden, aber stets unterhaltenden Kommentaren als WoZ-Monster beitrug.
Der Journalist des Jahres wurde dieses Jahr erstmals in einem zweistufigen Verfahren ermittelt. Insgesamt hatten im Internet 720 Leserinnen und Leser der Zeitschrift Schweizer Jorunalist ihre Stimme abgegeben. Hinzu kamen die Voten der 44-köpfigen Jury.
Die Jury wählte Seibt auch in den Unterkategorien Politik, Wirtschaft und Reporter auf den ersten Platz. Zum Chefredaktor des Jahres wurde Patrik Müller, Leiter der Mitte September lancierten Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung, gewählt.
Im Bereich Lokaljournalismus wurde mit Peter Knechtli erstmals ein Online-Journalist zum Sieger erklärt. Newcomer des Jahres wurde Gieri Cavelty, Redaktor bei der Südostschweiz.

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