Ein Buch für die Fans der Krokodile

Buch Krokodile gibt es viele in «kro | ko | dil | like». Allerdings nicht immer so, wie man sie kennt. Skurrile Geschichten, poetische Gedanken und witzige Ideen fliessen darin mit Fotos und Design zu einem kleinen Kunstobjekt in Buchform zusammen.


Buch Krokodile gibt es viele in «kro | ko | dil | like». Allerdings nicht immer so, wie man sie kennt. Skurrile Geschichten, poetische Gedanken und witzige Ideen fliessen darin mit Fotos und Design zu einem kleinen Kunstobjekt in Buchform zusammen. Ein breiter Strom an Krokodilstränen nimmt Betrachter und Leserinnen mit und lädt sie ein, sich krokodillike mit den Krokodilen zu tummeln. Das kleine Werk mit 144 Inhaltsseiten ist aufwändig gestaltet, hochwertig verarbeitet und mit zwei dicken Buchdeckeln gepanzert. Dank seiner künstlerischen Ausstrahlung und dem charmanten Format eignet es sich vorzüglich als Geschenk. Der Texter Nic Baschung hat für das Buch ein ganzes Schaltjahr lang 366 Beiträge verfasst, von denen eine Auswahl als textliche Basis dient. Der Grafik-Designer Beat Braun hat Bild und Text schön ins Layout gesetzt. Der Entwurf des Designprojekts hat im ikono Showbook des Papierherstellers Zanders Aufnahme gefunden. Der Fotograf Emanuel Ammon hat für kro | ko | dil | like spannende Bilder geschossen. Um die richtigen Krokodile einzufangen, ging er nach Florida, Südfrankreich und stieg ins Archiv seiner eigenen Bildagentur Auro. ISBN: 978-3-033-01138-0

Cash baut mobiles Internet-Portal aus

Die Cash-Gruppe baut ihr mobiles Internet-Portal, Cash Mobile, aus. Neben neuen kostenlosen Diensteistungen sind auch kostenpflichtige Dienste im Angebot.

 Die Cash-Gruppe baut ihr mobiles Internet-Portal, Cash Mobile, aus. Das neue Angebot, das für Endgeräte wie Handys, Handhelds, PDA oder Smartphones konzipiert wurde, umfasst wie bisher alle relevanten Wirtschafts- und Finanzinformationen. Zusätzlich werden neu zweimal täglich die aktuellen Börsengerüchte angeboten. Diese Dienstleistung ist kostenlos. Von den ebenfalls neuen, kostenpflichtigen Zusatzdiensten sollen laut Mitteilung vom Mittwoch vor allem Anleger profitieren. Sie können neu das persönliche Wertschriftenportfolio verwalten, sich basierend auf ihren Anlagen Watchlists einrichten, Kurs-Alerts für Aktien und andere Wertpapiere per SMS abonnieren und die Aktienkurse der SWX und Virt-X in Echtzeit abrufen. Es sei geplant, ab Februar 2008 über Cash Mobile auch Video-News anzubieten.

Scaglione reicht zweites Konzessionsgesuch ein

Der heisse Kampf um die Radiokonzessionen im Kanton Zürich spitzt sich weiter zu. Am Mittwoch, dem letztmöglichen Eingabetag für Konzessionsgesuche, zog Radio 105-Betreiber Giuseppe Scaglione nach seiner Eingabe mit RMC Züri ein zweites Konzeptpapier aus dem Ärmel.

 Der heisse Kampf um die Radiokonzessionen im Kanton Zürich spitzt sich weiter zu. Am Mittwoch, dem letztmöglichen Eingabetag für Konzessionsgesuche, zog Radio 105-Betreiber Giuseppe Scaglione nach seiner Eingabe mit RMC Züri ein zweites Konzeptpapier aus dem Ärmel. Wie gegenüber der Werbewoche bereits vor einigen Tagen angetönt, bewirbt sich der erfahrene Radiomann nun auch mit einem auf dem Konzept seines Kabelsenders Radio 105 basierenden Projekts für eine Konzession im Raum Zürich. Mit dem Sender, der 105züri heissen soll und eine überdurchschnittlich an neuer Musik und neuen Trends interessierte Zielgruppe von 15- bis 40-Jährigen ansprechen soll, peilt Scaglione allerdings nicht die gleiche Konzession wie mit RMC Züri an. Ziel des Basler Radiounternehmers, der den Sender 105 seit fast zehn Jahren erfolgreich betreibt, ist diesmal eine Bewilligung für den Raum Zürich-Glarus.Bei 105züri sollen laut einer Pressemitteilung Neuerscheinungen und Schweizer Produktionen im Vordergrund stehen. Der Anteil an Neuheiten soll gar mindestens 90 Prozent betragen. Songs, die älter als sechs Monate sind, werden gar nicht gespielt. Auch sollen 50 Prozent des Musikprogramms direkt von den Hörern selbst via Internet zusammengestellt werden. Zudem können die Hörer eigene Songs hochladen und diese per Voting in die Playlist des Senders wählen lassen.

Verkürzte Kommunikation

Verlage Der integrierte Newsroom, Herzstück der Fusion von Print und Online bei Axel Springer in Berlin, ist ein Jahr alt. Er ist laut Konzernangaben der grösste im deutschen Sprachraum.

 
Verlage Der integrierte Newsroom, Herzstück der Fusion von Print und Online bei Axel Springer in Berlin, ist ein Jahr alt. 
Die Bilanz nach einem Jahr lässt sich sehen: Im November erreichte Welt.de eine Reichweite von über 90 Millionen Page-Impressions und überrundete damit Faz.net, die Website der Frankfurter Allgemeinen. Ein Jahr zuvor, am 17. November 2006, wurde der integrierte Newsroom im 15. Stock des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin Mitte eröffnet, laut Konzernangaben der grösste seiner Art im deutschen Sprachraum. Da standen die Reichweiten (PIs) noch ungefähr auf Augenhöhe mit Zeit.de. Und es soll weiter aufwärts gehen. Axel Springer will im Netz Deutschlands führender Online-Anbieter werden. Dort liegt derzeit nicht etwa die Tagespresse im Web vorne, sondern mit Spiegel online ein Magazin. Online firstDer integrierte Newsroom ist die (strategische) Spitze des Eisberges einer rund 400-köpfigen fusionierten Redaktion, entstanden aus den Titeln Welt, Welt am Sonntag, Welt kompakt und Berliner Morgenpost. An langen Tischen – man spricht hier von «Balken» – sitzen die Chefredaktoren, Blattmacher, Ressortleiter und Produzenten und «steuern» den Content. Die Balken sind titelübergreifend nach den Ressorts Politik, Wirtschaft, Berlin, Vermischtes sowie Produktion gegliedert. Das verkürzt die Kommunikationswege enorm. Christoph Keese, Chefredaktor der Welt am Sonntag und Welt.de sowie Sprecher der Chefredaktoren, spricht von einer Zurufkultur, die zeitraubendes Herumtelefonieren erspare (siehe:
Wocheninterview mit Christoph Keese
). Keese ist zusammen mit den Chefredaktoren Thomas Schmid (Welt, Welt kompakt) und Carsten Erdmann (Berliner Morgenpost und Morgenpost.de) für die Inhalte sowie für ihre adäquate Platzierung im geeigneten Medium verantwortlich.Praktisch alle Texte werden, sobald sie fertig sind, online aufgeschaltet beziehungsweise über weitere Medien wie Mobile-Dienste als Videos über IPTV oder als Podcasts verbreitet. Für Keese lebt die Printkultur trotz des Prinzips online first weiter. «Unsere Zeitungen bestehen aus Inhalten, die originär nicht für Internet, sondern für Print geschrieben worden sind», was man zunächst gar nicht denken würde, sich aber aus der Praxis selbst einer voll fusionierten Zeitung ergebe. Voll fusioniert meint hier, die Journalisten schreiben für alle Titel. Ihre Arbeit hat sich dadurch teilweise stark verändert. Gewisse Journalisten schreiben heute von einer Story mehrere Versionen. Nach der Publikation online erscheint die aufdatierte Finalfassung, die sich allenfalls in Welt und Berliner Morgenpost bloss durch Headline, Bild und Schluss unterscheidet. Die Kurzversion findet sich dann in Welt kompakt. Die Chefredaktoren suchen sich für die Themen die möglichst besten Journalisten des nachgefragten Themas, welche die Inhalte dann kanalgerecht massschneidern. «Wir fördern so die Spezialisierung», erklärt Keese.
Ruhe statt BörsenatmosphäreWer zum ersten Mal den 400 Quadratmeter grossen Raum betritt, mag leicht enttäuscht sein: Es ist keine Halle mit Börsenatmosphäre. Ausgeklügelte Schalldämmung und die auf 80 Zentimeter begrenzte Höhe allen Mobiliars schluckt jedes Wort. Nicht eine Zimmerpflanze steht herum, dafür liefern Bildschirme über den Köpfen der Arbeitenden laufend News aus aller Welt. Stirnseitig lassen sich auf einer Multimediawand jederzeit die aktuellen Layouts der Titel aufrufen und diskutieren. Daneben befindet sich ein kleines Sprecherpult mit Teleprompter, wo dreimal täglich dreiminütige Nachrichten für Internet TV gelesen werden – derzeit die einzige moderierte Web-Nachrichtensendung in Deutschland. Mit dem kargen Büroraum, wo die Arbeitenden ihre Utensilien in kleinen Rollcontainern verstauen und jeden Morgen einen unbenutzten Arbeitsplatz antreten, kontrastiert eine fantastische Aussicht über die Stadt. Der Newsroom ist von morgens um sechs bis abends nach 24 Uhr belegt. Damit wird Welt kompakt – weiterer kleiner Superlativ – zur aktuellsten Zeitung Deutschlands.
Von Integration noch weit wegMit der Online first- beziehungsweise Multichannel-Strategie, von welcher Verlagsgeschäftsführer Peter Würtenberger schwärmt, dadurch werde erstmals «nahezu eine Echtzeitinformationsstrategie für unsere Titel möglich», erhöht sich auch der Druck auf die Journalisten. Kritiker meinten anlässlich der Eröffnung des Newsrooms, dass die Bedienung mehrer Kanäle mit ein und demselben Thema für Journalisten enorm schwierig sei. Wer vorab einen Text für online schreibt und diesen laufend aufdatieren muss, kann nur unter erschwerten Bedingungen auch noch Hintergründe für einen fundierten Printartikel schreiben.
Doch solche Realität scheint hier auch nach einem Jahr nicht angekommen. Auf der Redaktion geht zwar die Rede vom «industriellen Blattmachen». Doch so einschneidend wie befürchtet beziehungsweise erhofft sind die Veränderungen offenbar nicht. Auch von einem Wettbewerb unter den Journalisten selber, möglichst prominent ins Blatt beziehungsweise ins Netz zu kommen, sei nichts spürbar. Man sei im Vergleich mit Skandinavien oder den USA in Sachen Integration von Print und online noch weit entfernt, ist aus der Redaktion zu vernehmen (siehe
Ein Medien-Turm ragt in die Zukunft
).René Worni

Tonspur lässt von sich hören

Eigenwerbung Das NJP-Tonstudio in Küsnacht hat bei Advico Young & Rubicam eine Kampagne bestellt – und damit beim Epica Gold gewonnen.

 
Eigenwerbung Das NJP-Tonstudio in Küsnacht hat bei Advico Young & Rubicam eine Kampagne bestellt – und damit beim Epica Gold gewonnen.
Die Werbebranche gilt als sehr diskret. Auffallen ist verpönt. Reklame für sich will niemand machen. Auch Tonstudios lieben es leise, wenn es um Werbung in eigener Sache geht. Auch das NJP-Tonstudio in Küsnacht hält sich an diese ungeschriebene Standesregel. Kein Ton ist in der Kampagne von Advico Young & Rubicam für NJP zu hören. Trotzdem haben die vier Printsujets soeben für grosses Echo gesorgt. Beim Epica wurden die Anzeigen mit Gold gekrönt. Bei Eurobest wurde die Idee mit zwei Plätzen auf der Shortlist gefeiert. Trotzdem: «Bemerkenswert ist, dass bis anhin noch kein Tonstudio in der Schweiz in diesem Umfang Werbung für sich selber produziert hat», meint CD Christian Bobs bei Advico Young & Rubicam.
Angefangen hat der ungewohnte Lärm auch bei NJP bescheiden, nur mit einem Logo. Nach 17 Jahren mit dem gleichen Briefpapier wollte Geschäftsführer Leos Gerteis einmal einen anderen Ton in seine Grafik bringen. Und weil Werber auch kreativ beraten können, ist jetzt rund um das neue CI auch eine neue Website und schliesslich eine ganze Kampagne geworden.
«Der Ton macht den Film», heisst es im Claim für die vier Sujets. Diese bieten zu einem vielsagenden Bild jeweils drei verschiedene Versionen für eine Vertonung an. Eine Frau hält sich die Ohren zu. Was schreckt sie? «Maschinenpistole, kreischende Vögel, Rockmusik», werden als Möglichkeiten für die imaginäre Tonspur angeboten.
Leos Gerteis und seine Werber wollen mit dieser Idee aufzeigen, «dass die Audioebene ein mächtiges Instrument ist». Je nach der Tonspur erzählt ein und dasselbe Bild eine völlig andere Geschichte.
Für Gerteis bilden diese Sujets somit auch eine Imagekampagne für das Medium Ton. Nur indirekter Anlass ist, dass NJP soeben ein drittes Aufnahmestudio in Betrieb nehmen konnte.
Das von Gerteis zusammen mit seinen Partnern Gino Todesco und Roland Frei geführte Unternehmen beschäftigt fünf Leute. Die Kernkompetenz von NJP sind kreative und, da alle drei Partner selber Musiker sind, am liebsten selber komponierte Soundtracks für Werbefilme. Zu den Referenzen gehören aktuell Spots für Sunrise oder Zweifel sowie auch Playbackbänder für die TV-Show «Musicstar». Als neuer Stammkunde hat soeben die in der Nähe wohnende Tina Turner bereits zwei neue Songs im Studio von NJP aufnehmen lassen.
Nachdem seine Eigenwerbung jetzt im Karussell der Kreativpreise auf hohem Niveau einsteigen konnte und sicher noch weiter auffallen wird, hofft Gerteis, dass sein Studio auch über diese Referenzen bei der Branche «als Studio in einem besonders kreativen Ambiente» zur Kenntnis genommen wird.
Andreas Panzeri

Gratiszeitung News hat das Licht der Welt erblickt

Und noch ein Gratisblatt mehr: Die Zeitung News ist am Mittwoch erstmals erschienen, mit einem stattlichen Anteil an Inseraten. Die Herausgeber sind mit dem Start und der Verteilung in die rund 1’500 Zeitungsboxen zufrieden.

 Und noch ein Gratisblatt mehr: Die Zeitung News ist am Mittwoch erstmals erschienen. Sie lag am Morgen für Pendler und Frühaufsteher in Basel, Zürich, Bern und im Mittelland bereit. Jede Region erhält eine eigene Ausgabe. Umfang und Inserateanteil ist bei den vier Versionen von News unterschiedlich. In Zürich ist die erste Ausgabe 48 Seiten stark. Davon sind rund 20 Seiten Inserate sowie etwa drei Seiten Rubrikenanzeigen. Die vierfarbige Zeitung ist im Tabloidformat gehalten. Auf der Frontseite befasst sich die Hauptgeschichte mit den betrunkenen Fussballfans, die während der Euro 08 in den Städten zu erwarten sind. Die untere Hälfte der Titelseite widmet sich mit einem Foto von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und dem algerischen Aussenminister Yazid Zerhouni einer Auslandsgeschichte.
Die Herausgeber sind mit dem Start und der Verteilung in die rund 1’500 Zeitungsboxen zufrieden, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Pendlerzeitung war am Mittwochmorgen zusätzlich von 155 Kolporteuren unter die Leute gebracht worden.
Die Verteilung habe insgesamt sehr gut funktioniert, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer am Mittwoch auf Anfrage der SDA. In allen vier Regionen sei die Zeitung zur Zielzeit kurz nach sechs Uhr ausgeliefert worden. Die Verteiler hätten gute Rückmeldungen bekommen. Die Kolporteure werden insgesamt zehn Tage rund um die Bahnhöfe die Zeitung verteilen.
Die Startauflage der vier Regionalausgaben der neuen Gratiszeitung beträgt 334’000 Exemplare. Beteiligt daran sind die Verlage der Basler Zeitung, der Berner Zeitung und des Tages-Anzeiger.
 
 

Zu guter Letzt: Klum hat ausgekaut

Der Lakritz- und Fruchtgummi-Hersteller Katjes hat seine Werbeträgerin gewechselt. Nachdem das deutsche Supermodel Heidi Klum während sechs Jahren vor der Kamera fleissig Produkte wie Katzenpfötchen, Yogurt-Gums, Pinke Pilze und Frucht-Kaugis vertilgte und ihren perfekten Körper für das Naschzeug in Szene setzte, ist sie nun durch ein jüngeres Model ersetzt worden.

Der Lakritz- und Fruchtgummi-Hersteller Katjes hat seine Werbeträgerin gewechselt. Nachdem das deutsche Supermodel Heidi Klum während sechs Jahren vor der Kamera fleissig Produkte wie Katzenpfötchen, Yogurt-Gums, Pinke Pilze und Frucht-Kaugis vertilgte und ihren perfekten Körper für das Naschzeug in Szene setzte, ist sie nun durch ein jüngeres Model ersetzt worden. Pikant: Lena Gercke, ihre Nachfolgerin als Katjes-Testimonial, wurde im Rahmen von Klums Fernsehsendung Germanys Next Topmodel entdeckt. «Ich freue mich für Lena, die ich in meiner eigenen Casting-Show ausgebildet habe», liess Klum verlauten und wusste damit – ganz Superstar-like – auch diesen Moment der persönlichen Schmach für Eigenwerbung zu nutzen. Ob sich die 19-jährige Gercke die Produkte von Katjes ebenfalls zwischen die Zehen ihrer Katzenpfötchen stopfen wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Ein erster TV-Spot mit dem blonden Gummi-Girl ist jedenfalls schon im Kasten. 
Nur um Verwechslungen vorzubeugen: Das Bild zeigt übrigens das neue, nicht das alte Katjes-Testimonial.
 

Best of Print Advertising

Marktforschung Swissfruit, Appenzeller Käse und Bio Suisse schalteten im dritten Quartal dieses Jahres die beliebtesten Anzeigen in den Schweizer Medien. Das sagt ein Auszug aus dem Advertising-Index.

 
Marktforschung Swissfruit, Appenzeller Käse und Bio Suisse schalteten im dritten Quartal dieses Jahres die beliebtesten Anzeigen in den Schweizer Medien. 
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der Werbewoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX-Print). Dieser Index (siehe unten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigen. In den Kästen links und rechts befinden sich Anzeigen, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt. (ww)Der Advertising-Index für Printwerbung liefert Jahr für Jahr verbindliche Performancedaten zur Werbung insgesamt. Die 500 Interviewten pro Erhebungswelle werden psychografisch geeicht. Ihre Werteorientierungen reichen von Nord (progressiv) nach Süd (konservativ) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch). Dabei zeigt sich immer aufs Neue, dass die verschiedenen Zielgruppen von den Werbekampagnen auch ganz unterschiedlich angesprochen werden. Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar erhalten Sie bei Demoscope unter Telefon 041 375 40 00 oder über www.demoscope.ch, Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Market Radar und mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt
Publimedia. (ww)

Weihnachten ohne Nebenwirkungen

Pakete Ogilvy & Mather, Zürich, überrascht vor Weihnachten mit neuen Aufgabestellen für Pakete – DHL machts nämlich jetzt auch in Apotheken.

 
Pakete Ogilvy & Mather, Zürich, überrascht vor Weihnachten mit neuen Aufgabestellen für Pakete – nämlich in Apotheken. 
«Lesen Sie die Tramplakate oder fragen Sie Ihren Apotheker.» So könnte man die Idee rund um einen neuen Spot für den Kurierdienst DHL umschreiben. Die Story: Ein Mann ist in der Apotheke beim Einkaufen. Da kommt eine Blondine zur Tür herein. Sie stellt sich an den Tresen und will ein Paket aufgeben. «Ha, ha», denkt der Mann. Ist doch ein guter Blondinenwitz.Ist es aber nicht. Denn bei den Apotheken kann man(n) schon länger Pakete aufgeben. Der Service wird von DHL angeboten. Eine Kampagne von Ogilvy & Mather soll diesen Dienst vor Weihnachten besser bekannt machen. Die Botschaft: Man muss mit seinen Weihnachtspaketen nicht bei der Post anstehen. DHL bietet eine zeitsparende und günstige Alternative dazu. Bereits gibt es über 120 Servicepoints an SBB-Gepäckschaltern, in Copy-Shops, an Kiosken und vereinzelt in Apotheken, wie der von Regisseur Caspar-Jan Hogerzeil für Condor gefilmte TV-Spot zeigt. Der TV-Spot «dient als kleines, humorvolles Lehrstück für all diejenigen Leute, die noch nicht gemerkt haben, dass sich im Paketmarkt einiges geändert hat» wie CD Thomas Bolliger bei Ogilvy & Mather meint.
Gemäss dem Briefing sollte die kurze Geschichte auf unterhaltsame Weise darüber aufklären, warum man seine Pakete heute nicht mehr zwingend am Postschalter aufgeben muss. Auch als Privatperson. DHL wartet nämlich mit diesem Service beim privaten Paketversand mit einem Angebot auf, «das einem nicht bloss das lästige Schlangenstehen erspart, sondern auch unnötige Ausgaben», wie Andreas Hauri, Head of Marketing bei DHL Express (Schweiz), überzeugt ist.
Diese günstigen Preise werden im Rahmen der Kampagne flankierend mit Sticky Notes sowie mit Tramplakaten und Klebern in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Städte Basel, Bern, Chur, Genf, Luzern, St. Gallen, Zug und Zürich kommuniziert.
Ergänzend zum Basisspot wird während der Vorweihnachtszeit ein Reminder ausgestrahlt, mit dem die Weihnachtspromotion von DHL beworben wird. Für all diejenigen, die sich – wie beispielsweise auch der Protagonist des Spots – beim Einpacken ihrer Weihnachtspakete nicht ganz so fingerfertig zeigen, werden bei den Servicepoits gratis Schachteln abgegeben.
Andreas Panzeri
 
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Neue Formel

Eigenwerbung von Werbeagenturen ist nach wie vor selten. Die Berner Agentur Formelzwei, neu Formeldrei, hat für sich selbst und für den neuen Namen geworben.


Eigenwerbung Werbung für Werbeagenturen ist nach wie vor selten. Umso mehr fällt es auf, wenn eine Agentur eine personelle Erweiterung gleich mit einem richtig handfesten Sujet bekannt gibt. «Aus Formelzwei wird Formeldrei» erreichen uns die News aus der Berner Matte. Per November ist dort mit Moritz Adler «ein alter Freund und Weggenosse» als CD und dritter Partner im Bunde zu Marco Mesot und Christian Wüthrich gestossen. Adler war in den letzten sieben Jahren beim Büro destruct tätig. Er realisierte Kommunikations- und Designprojekte für Kunden wie Parisienne, Redbull, PostFinance, Mobijeunes oder Coca-Cola und gestaltete die CDs vieler renommierter internationaler und Schweizer Musiker. Bei dieser verschworenen Erweiterung und Namensänderung auf Formeldrei wurde auch gleich das gesamte CD der Agentur überarbeitet – und man zieht an die Berner Gerberngasse um. (pan)

Tickets für Kaffhausen

Kultur Publicis erschreckte Rockfans am Apocalyptica-Konzert mit einer Guerilla-Aktion für Postshop und Ticketcorner. Die Fans nahmens mit Humor.

 
Kultur Publicis erschreckte Rockfans mit einer Guerilla-Aktion für PostShop und Ticketcorner. 
Beim Konzert der Band Apocalyptica kamen die Heavy-Metal-Fans ziemlich heavy ins Staunen. Eine Gruppe von extrem brav wirkenden ländlichen Jugendlichen in stalltauglichen Kleidern mischte sich unter das mehrheitlich schwarz gewandete, gepiercte und tätowierte Publikum. Dazu verteilten die Hinterwäldler statt Flyern urchige Postkarten aus Muotathal.Das Staunen wich erst beim Umdrehen der Postkarte. Hier war zu lesen, dass es Tickets von Ticketcorner für dieses Konzert auch im hintersten Schweizer Dorf zu kaufen gab – nämlich bei der Post im PostShop. «Die eingefleischten Fans, die auf einmal nicht mehr der einzige Blickfang waren, reagierten mit Humor und liessen sich gern auf ein Gespräch mit der Landjugend ein», weiss CD Phlipp Skrabal von Publicis.
Diese Agentur lancierte nämlich die Guerilla-Aktion, um für das Ticketcorner-Sortiment an den Verkaufsstellen des PostShops zu werben. Die Show mit der Landjugend kommuniziert das neue Angebot direkt in der Kernzielgruppe sowie bei Fachjournalisten, die über Musik, Stars und Konzerte berichten.
Mit ähnlichen Guerilla-Aktionen hat Publicis bereits bei der Einführungskampagne für das neue Angebot im PostShop für Aufsehen gesorgt. Damals rollten ebenfalls direkt beim Zielpublikum scheinbare Fans im Zürcher Hallenstadion an den Konzerten von Pink und George Michael mitten im Publikum ihre bemalten Transparente aus. Darauf bedankten sie sich bei den Stars, dass diese ihre Tickets auch im PostShop anbieten. Wie es die Absicht ist, wurde diese Aktion auch in verschiedenen Blogs aufgenommen, so zum Beispiel auf einer Hip-Hop-Site der Aigthgenossen.ch.
Andreas Panzeri

Marco Genepretti verlässt Radio 24 und TeleZüri

Ein weiterer Abgang an der Spitze von TeleZüri und Radio 24: Marco Genepretti, ad interim Leiter Marketing und Verkauf, löst seinen Vertrag mit Tamedia per April 2008 auf. Vor kurzem gab der bisherige Verkaufsleiter Tarkan Özküp seinen Weggang bekannt.

Ein weiterer Abgang an der Spitze von TeleZüri und Radio 24: Marco Genepretti, ad interim Leiter Marketing und Verkauf der beiden Sender, löst seinen Vertrag mit Tamedia per April 2008 auf. Er wolle sich beruflich ausserhalb von Tamedia weiterentwickeln, heisst es in einer Mitteilung des Verlagshauses. Genepretti stiess 2006 von der Dresdner Bank zu den beiden Sendern. Nach dem Weggang des bisherigen Marketing- und Verkaufsleiter Tarkan Özküp Ende November übernahm der bisherige Stellvertreter Genepretti die Leitung ad interim (siehe ). Ein Nachfolger ist noch nicht vorhanden: Über die Nachfolge wollen Radio 24 und TeleZüri gemäss Mitteilung in den nächsten Wochen informieren.
Neben Ökzüp und Genepretti verlor Tamedia auch Andreas Meili, den Leiter elektronische Medien. Der Jurist wird sich selbstständig machen und eine Medienanwaltskanzlei eröffnen.
Ist der Wurm drin bei TeleZüri und Radio 24, wenn sich die Abgänge nun so häufen? «Nein», meinte Marco Genepretti gegenüber der Werbewoche. «Diese Veränderungen stehen in keinem Zusammenhang. Die Stimmung bei uns ist gut». Die Suche nach dem Nachfolger laufe nun intensiv.

Genepretti selbst sucht nach «neuen Aufgaben und neuen Perspektiven», wie er weiter sagte. Es liege ihm ein konkretes Angebot vor, dass aber noch nicht unter Dach und Fach sei. Er werde auf alle Fälle weiter im Medienbereich bleiben. Ob es sich bei dem möglichen neuen Arbeitgeber um einen Radiosender handelt, wollte Genepretti nicht kommentieren. Nur so viel war ihm zu entlocken: «Es handelt sich nicht um Radio 1».

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