Bescheidenes Werbehoch von Google im November

Google hat im November wieder mehr Werbeplätze verkauft. Nach der Stagnation im Oktober stieg die Anzahl gebuchter Werbeplätze im November um 5 Prozentpunkte wieder leicht an, vermeldet der monatlich publizierte Swiss Adex von Angelink Yourposition.

 Google hat im November wieder mehr Werbeplätze verkauft. Nach der Stagnation im Oktober stieg die Anzahl gebuchter Werbeplätze im November um 5 Prozentpunkte wieder leicht an, vermeldet der monatlich publizierte Swiss Adex von Angelink Yourposition.Neu tauchten pro Suchabfrage bei Google rund 18,5 verschiedene Unternehmen auf. Im Vorjahr betrug der Zuwachs im selben Monat noch ganze 8 Prozentpunkte. Zugleich fielen die Klickpreise um 6 Punkte auf den tiefsten Stand seit März 2007. Kostete ein durchschnittlicher AdWords-Klick während Monaten rund 1,90 Franken, reduzierten sich der Wert im November auf nur 1,77 Franken.

Verdrängungskampf macht vorsichtig

Gratiszeitungen Mit der Zahl der Gratistitel wächst auch die Vorsicht der Mediaplaner. Nach der missratenen Distribution von .ch erst recht. Auch die neuste Pendlerzeitung, News, muss deshalb mit Vorbehalten starten.

 
Gratiszeitungen Mit der Zahl der Gratistitel wächst auch die Vorsicht der Mediaplaner. Nach der missratenen Distribution von .ch erst recht. Auch die neuste Pendlerzeitung, News, muss deshalb mit Vorbehalten starten. 
Zu den Fotos (von links): Josi Bauer, Peter Hofstetter, Monica Jäggi, Andy Lehmann, Frauke Potent, Sandro Prezzi und Dominique Schilling.Am 5. Dezember ist News, die fünfte überregionale Deutschschweizer Pendlerzeitung, gestartet. Wie eine nicht repräsentative Strassenumfrage der Werbewoche in Zürich, Bern und Basel vermuten lässt (WW 43/07), wird es für den Neuankömmling nicht einfach sein, die Vorlieben und Gewohnheiten der Konsumenten zu verändern. Das neue Gratisblatt von Tamedia und Basler Zeitung Medien wird aber auch bei den Mediaagenturen keinen leichten Stand haben. Jedenfalls gab nur eine von sieben angefragten Mediaplanern und -planerinnen an, schon Inserate bei News gebucht zu haben. «Wir werden News sicher buchen, nur schon weil in der Anfangsphase die Aufmerksamkeit gegenüber dem Newcomer am stärksten ist», sagt Andy Lehmann, Geschäftsführer der Aegis Media Group Schweiz. Mit Spannung erwarte er übrigens die News-Ausgabe Mittelland, erst recht, seit die AZ Medien dagegen Sturm laufe. «Die beste Werbeverstärkung ist AZ-Verleger Peter Wanner selber», lacht Lehmann. Abgesehen von der derzeitigen Publizität von News, hebt Lehmann eine weitere Stärke des neuen Titels hervor: Das Blatt lasse sich derart vielfältig und «clever» mit anderen Titeln kombinieren, dass es bei Kunden auch deshalb auf Interesse stosse, sagt er.
Anders sieht dies Dominique Schilling, Mediaplanerin bei Generation Media, sie kritisiert die Kombi-Politik von Tamedia. Denn News Zürich kann nur mit dem Tages-Anzeiger gebucht werden, während in Basel, Bern und im Mittelland auch Solobuchungen möglich sind. «Ich lasse mich nicht von einem Verlag bevormunden.»
Bei anderen hat die News-Abs-tinenz hingegen eher praktische Gründe. «Dass wir bisher News nicht belegten, hat vor allem mit dem ungünstig gewählten Launchtermin zu tun», erklärt Sandro Prezzi, Managing Director von Mediaedge:cia Switzerland. «Wir haben zurzeit ganz einfach keine entsprechenden Kampagnen.» Ähnlich äussert sich Frauke Potent, Leiterin Printeinkauf bei Initiative Media Western. «Unsere diesjährigen Budgets sind bereits abgeschlossen und es gab keinen Grund, wegen News kurzfristig umzudisponieren», sagt sie.
Bewusster Umgang mit GeldDas künftige Buchungsverhalten ist das eine – wie aber wurde in den vergangenen zwei Monaten bei den Gratistiteln disponiert? Zwei Mediaplanerinnen gaben an, in dieser Zeit .ch nie belegt zu haben. «Die Werbebudgets nehmen zwar wieder zu, aber die Kunden sind doch bewusster im Umgang mit dem Geld», sagt etwa Josi Bauer von Starcom Adplus mit Blick auf die unklare Distribution von .ch. Alle anderen haben den Titel zwar ausprobiert, doch niemand kann seine Leistung so richtig einschätzen. «Die Distribution ist für mich die eigentliche Blackbox bei .ch. Das Versprechen, frühmorgens als Erste beim Leser zu sein, wurde nicht eingehalten», kritisiert Andy Lehmann. Dominique Schilling doppelt nach: «Seit die Ständer eingesammelt wurden, hat .ch seinen USP verloren», konstatiert sie kurz und bündig. Positiver äussert sich Sandro Prezzi. Zwar habe er bisher keinerlei Kundenfeedbacks zu .ch erhalten. «Aber gemäss einer Omnibusstudie scheinen Personen mit besserer Ausbildung zwischen 30 und 49 eine besondere Affinität zu .ch zu haben. «Ein interessantes Zielpublikum», sagt er. Zudem hält er das Zeitungsprojekt für innovativ. Es werde derzeit jedoch unter seinem Wert gehandelt.
Peter Hofstetter, Inhaber von Mediaxis-MPG, sieht das anders. Seiner Meinung nach klaffen Anspruch und Wirklichkeit völlig auseinander, sowohl bei .ch als auch bei News. .ch ging von Anfang an von 1,5 Lesern pro verteiltem Exemplar aus, News rechnet gar mit zwei Lesern. «Diese Annahmen sind so überrissen, dass man stark verhandeln muss. Eine Seite in .ch oder News darf doch nicht mit einer Seite in 20 Minuten gleichgesetzt werden», sagt Hofstetter.
Apropos 20 Minuten: Auf diesen Titel hat niemand von den befragten Mediaplanerinnen und -planern in den letzten zwei Monaten verzichtet, trotz der neuen Konkurrenz. «Wenn ich eine breite Zielgruppe erreichen muss, mache ich mit 20 Minuten jeweils gute Erfahrungen», sagt Frauke Potent. Auch Andy Lehmann hat damit schon starken Respons erzielt. Sandro Prezzi wiederum hat beobachtet, dass das Tamedia-Blatt von Kunden und Agenturen als «Trendmedium» angesehen wird. «Manche betrachten es offenbar als Penicillin für kranke Mediapläne», sagt er lachend.
Doch das scheint den 20-Minuten-Machern in den Kopf gestiegen zu sein. Josi Bauer jedenfalls meint, dass punkto Promotionen in letzter Zeit über die Stränge gehauen worden sei, was dem Blatt auf die Dauer schaden könnte. Über Heute und Cash Daily gehen die Meinungen noch stärker auseinander. Einige setzen Cash Daily speziell beim wirtschaftsaffinen Publikum ein, dann aber crossmedial mit Online. Andere haben den Titel schon länger als zwei Monate nicht mehr gebucht. Ähnlich ist es bei Heute: Die einen halten den Titel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für etabliert, andere bezeichnen ihn als kaum greifbar, dritte machten vor allem in Kombination mit dem Blick gute Erfahrungen.
Zurückhaltung beim BuchenWie dem auch sei: Von fünf Titeln sind drei noch so neu, dass sie über keine verlässlichen Zahlen verfügen. Macht das einen vorsichtiger gegenüber Gratistiteln? Die meisten bejahen dies. «Ich bin generell eher zurückhaltend beim Buchen neuer Titel», sagt etwa Monica Jäggi, Mitinhaberin von Konnex. Denn es dauere eine gewisse Zeit, bis ein neuer Titel bezüglich Distribution und redaktionellem Inhalt da sei, wo er gemäss seinem Konzept hinwolle. «Das zeigt sich aktuell bei .ch, konnte früher aber auch bei 20 Minuten oder Heute beobachtet werden», sagt sie. Vorsichtiger geworden ist auch Frauke Potent. Sie tastet sich primär mit etwas «Bauchgefühl» an den Gratiszeitungsmarkt heran. Ferner geht sie davon aus, dass sich die Gratiszeitungsleser mit den zwei neuen Titeln nicht vermehren, sondern aufsplitten. «Diesen Vorgang will ich erst abwarten, denn hier spielt sich ein Verdrängungswettbewerb ab», sagt sie. Aus ihrer Sicht muss sich ein Titel jedenfalls erst mal etablieren.
Josi Bauer pflichtet bei. Mit wachsender Titelanzahl in diesem Markt sei auch sie zurückhaltender geworden. «Die Überschneidungen sind gross und eine Differenzierung nach Zielgruppen ist noch kaum möglich», sagt sie.
Keineswegs vorsichtiger verhält sich Andy Lehmann. «Der Gratiszeitungsmarkt boomt und ist noch lange nicht ausgeschöpft. Jetzt einfach zu warten, bis sich der Nebel lichtet, wäre falsch. Vielmehr müssen wir die sich bietenden Chancen optimal nutzen», sagt er.
Markus Knöpfli

Fisch.Meier.Direkt: Laax isch extrem güet

Walliser, Appenzeller und gar Österreicher gestehen ein, dass Laax das beste Skigebiet zu bieten hat. Geschafft hat das die Zürcher Agentur Fisch.Meier.Direkt.

 
Walliser, Appenzeller und gar Österreicher gestehen ein, dass Laax das beste Skigebiet zu bieten hat. Auf diesem Konzept basieren drei neue Audio-Werbespots für den Wintersportort, welche die Zürcher Agentur Fisch.Meier.Direkt konzipiert hat. Die Sprecher preisen in breitestem Dialekt die Vorteile von Laax an. Die Spots sind ab Donnerstag auf Radio Grischa und Radio Liechtenstein zu hören. Wie es in einem Communiqué heisst, haben der ADAC-Ski-Guide und das ADAC-Reisemagazin Ski 2008 Laax als Top-Skigebiet und Sieger in der Kategorie Snowpark ausgezeichnet. 

Peter Studer beurteilt Gratiszeitungen skeptisch

Der scheidende Präsident des Schweizer Presserats, Peter Studer, kritisierte am Mittwoch im «Tagesgespräch» von Radio DRS die Rolle der vier Gratiszeitungen in der Deutschschweiz. Durch sie könnte sich eine ganze Generation von den Qualitätszeitungen abwenden.

 
Der scheidende Präsident des Schweizer Presserats, Peter Studer, kritisierte am Mittwoch im «Tagesgespräch» von Radio DRS die Rolle der vier Gratiszeitungen in der Deutschschweiz. Er sieht das Risiko, dass sich die junge Generation aufgrund der Gratiszeitungen von den Abonnements- und Qualitätszeitungen abwendet. Die sinkenden Auflagenzahlen der Abonnementszeitungen deuteten darauf hin. Grosse Unterschiede zwischen den vier Titeln 20 Minuten, .ch, Heute und dem seit Mittwoch erscheinenden News macht Studer gemäss SDA keine aus. Zudem fehle «das Wesentliche: Hintergründe und Kommentare». Insgesamt riskierten sie inhaltlich wenig, und reine Nachrichten könne er sich anderswo schneller beschaffen. Auch gibt er zu bedenken, dass in dem zwischen den Zeitungen stattfindenden Verdrängungskampf sehr, sehr viel Geld verbrannt werde. In seiner Funktion als Presseratspräsident hatte Studer, der auf Ende Jahr sein Amt abgibt, wenig mit den Gratiszeitungen zu tun. Beschwerden habe es manchmal gegeben, weil sie in der Gerichtsberichterstattung bei der Namensnennung zu offensiv gewesen seien.

Tamedia und Publigroupe uneins

Nach sechsmonatigen Verhandlungen ist noch immer kein neuer Rahmenvertrag zwischen Publigroupe und Tamedia unter Dach.

 Nach sechsmonatigen Verhandlungen ist noch immer kein neuer Rahmenvertrag zwischen Publigroupe und Tamedia unter Dach. Man sei aber zuversichtlich, dass eine Einigung vor Ende Jahr zustande komme, so Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. «Der Wille dazu ist auf beiden Seiten vorhanden», doppelt Georges von Csernatony, Chef strategische Planung bei Publigroupe, nach. Angaben zu Knackpunkten machten beide nicht. Der Vertrag war von Publigroupe-CEO Hanspeter Rohner per Ende 2007 gekündigt worden. Gründe nannte er nicht. Doch am 13. Juni in Thun sagte er drohend: «Wenn wir uns nicht einigen können, wirds auch ohne Tamedia gehen.»

Kopf der Woche: Fotografen im Sucher

Maria Schönbucher hat in vielen Agenturen das Art Buying geleitet und Fotoproduktionen durchgezogen. Jetzt ist sie selbstständig.

 
Maria Schönbucher hat in vielen Agenturen das Art Buying geleitet und Fotoproduktionen durchgezogen. Jetzt ist sie selbstständig. 
Seit mehr als 20 Jahren steht Maria Schönbucher hinter der Kamera. Allerdings nicht am Drücker. Ihr bevorzugter Platz ist hinter dem Rücken des Fotografen. Dort kann sie ihre kreativen Partner von organisatorischem Kram freihalten.GGK, Advico Young & Rubicam, WHS, Wirz, Studio Achermann, Publicis, Jung von Matt, Spillmann Felser Leo Burnett, Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby: Für all diese Agenturen hat Maria Schönbucher schon fest oder als Freie das Art Buying betreut. Seit Beginn dieses Jahres ist sie dabei immer mehr auch in der Produktion für Fotografen tätig. Ihre unsichtbare Hilfe hinter den Kameras ist aktuell zu «sehen» in Kampagnen wie der von Axpo mit Nationaltrainer Köbi Kuhn oder Migros-Engagement von Publicis.
«Es macht mir Spass, auch bei ungewöhnlichen oder schwierigen Shootings die Sets und Abläufe so zu organisieren, dass es auf allen Ebenen funktioniert», meint Schönbucher zu den Herausforderungen ihrer neuen Arbeit. Meistens beginnt eine Produktionsleitung mit dem Buchen eines Fotografen und dem Fixieren der Termine. Dann werden die Kosten bestimmt, die Locations gesucht, Models gebucht oder ein Streetcasting organisiert. Auch die Organisation der richtigen Stylistin gehört zu Schönbuchers Aufgaben.
Mit mehreren Fotografen hat diese Zusammenarbeit seither so gut funktioniert, dass Schönbucher für eine auch weiter führende Partnerschaft angefragt worden ist. Das hat jetzt zur Gründung ihrer eigenen Agentur geführt. Diese bietet auf der Website www.schoenbucherfotografen.ch die offizielle Repräsentanz der Fotografen Christian Ammann, Markus Bertschi und Noë Flum an. Diese werden von Schönbucher nicht nur an Werbeagenturen oder Printmedien vermittelt. Die neue Agentur will je nach Bedarf als Unterstützung der Bildkünstler auch einen möglichst kompletten Service bei der Produktion anbieten. «Vorher haben das meine Fotografen meist selber gemacht. Jetzt schätzen sie es, dass sie ihre Zeit für kreative Arbeiten nutzen können.» Da Fotografen öfters auch im Ausland auf Reportage sind, können sie während ihrer Abwesenheit weiter auf eine Vertretung der Agentur zählen, die bei Kunden oder potenziellen Auftraggebern den Kontakt nicht abreissen lässt.
Für eine solche Dienstleistung braucht es gegenseitig ein gutes Gefühl. «Man muss sich kennen. Die Vertrauensebene ist für mich sehr wichtig», erklärt Schönbucher. Und: «Ich baue auf langjährig gewachsene Beziehungen. Mit den drei Fotografen habe ich schon in vielen Produktionen zusammengearbeitet. Das war der Einstieg. Jetzt ist der letzte Schritt für eine offizielle Kooperation dazu gekommen.»
Mit ihren bis jetzt drei Fotografen bewegt sich Maria Schönbucher nicht in einer bestimmten Nische, sondern bietet das ganze Spektrum quer durch die Welt der Bilder an.
Noë Flum macht klassische Werbung und arbeitet auch viel redaktionell. «Diese Balance ist ihm wichtig.» Zu sehen sind seine Bilder regelmässig im Magazin oder international auch in Vanity Fair. Im Bereich Werbung hat Flum die Kampagne Migros-Engagement fotografiert sowie zum Beispiel Axpo oder Swiss Life. Für Freitag-Taschen war er eben in Japan, um ein neues Produkt abzulichten. Die Zürcher Freitags haben dort inzwischen nämlich Kultstatus.
Markus Bertschi macht neben Werbung, redaktionellen Beiträgen und Architektur vor allem Bilder im CI-Bereich wie zum Beispiel Geschäftsberichte. Zurzeit fotografiert er für das Schweizer Fernsehen eine Serie mit Mitarbeitern. Für
Geschäftsberichte von Unternehmen wie UBS und Schindler-Lifte ist er rund um die Welt gereist.
Christian Ammann arbeitet für Redaktionen und Werbung häufig in London. Zu seinen Kunden dort gehören Modeunternehmen wie Bench Streetwear und Selfridges. In diesem Bereich will er jetzt auch in der Schweiz vermehrt aktiv werden. «Das Angebot ist interessant für Werbekunden mit einem modischen und stylischen Anspruch», erklärt die Agentin.
Und wie ist Maria Schönbucher in diese vielschichtige Welt der Bilder gekommen?
Wie damals bei vielen in der Werbung hat ihre Karriere mit einem Quereinstieg als Junior-Assistentin begonnen. «Das wurde zu einer gu-ten autodidaktischen Ausbildung», blickt Schönbucher dankbar auf ihre Zeit bei GGK Zürich zurück. Nach einigen Jahren hatte Schönbucher bei Advico Young & Rubicam die Chance, ins Art Buying einzusteigen. Dazu war sie die persönliche Assistenin von Hansjörg Zürcher. Wieder zurück bei Hermann Strittmatter baute sie in der Mühle Tiefenbrunnen die Kunst des Art Buying weiter aus und wechselte dann zu WHS. Wirz Werbung und Studio Achermann waren die weiteren Stationen. Inzwischen bereits selbstständig, hat Schönbucher bei Achermann auch das Art Buying des neu lancierten Migros-Magazins betreut und zur Einführung der neuen Bildsprache im Jahre 2004 auch kurzfristig die Leitung der Bildredaktion übernommen.
Auf Ihre Arbeitsphilosophie angesprochen, bemerkt Maria Schönbucher: «Ich verstehe jeden Job als neue Herausforderung und gehe jedes Mal mit demselben Engagement an die Arbeit, unabhängig davon, wie gross oder wie klein der Job ist. Dabei kommt mir natürlich jeden Tag meine Erfahrung zugute.»
Auch pivat liebt Maria Schönbucher das Fotografieren – «aber nur als Hobby». Sie taucht auch leidenschaftlich gerne. Sportlich liebt sie das Training im Boxclub. Allerdings nur für die Fitness und ohne Absicht zum Kämpfen.
Andreas Panzeri

News in Kürze

Zeitungen Spillmann Felser Leo Burnett zeigt kurz und bündig, was die neue Pendlerzeitung News bieten will.

 
Zeitungen Spillmann Felser Leo Burnett zeigt kurz und bündig, was die neue Pendlerzeitung News bieten will. 
Seit Mitte dieser Woche ist die neue Pendlerzeitung News täglich von Montag bis Samstag in über 2000 Zeitungsboxen greifbar. In den vier Regionen Basel, Bern, Zürich und Mittelland erscheint das Blatt in einer Gesamtauflage von 334’000 Exemplaren. Wie das Konkurrenzprodukt zu 20 Minuten und Heute vom Publikum aufgenommen wird, zeigt die Werbewoche auf Seite 17. Wie die Werbung für die gemeinsame Lancierung der Verlage Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger aussieht, zeigt uns die Agentur Spillmann Felser Leo Burnett mit ersten Sujets auf dieser Seite.
Das neue Blatt ist eine reine Nachrichtenzeitung und bringt die relevanten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft klar und kompakt auf den Punkt. So enthält beispielsweise kein Textelement in News mehr als 2400 Zeichen. Die Verdichter von News haben auch für die Werber «die Zeichen der Zeit erkannt und steuern der vorherrschenden Informationsüberlastung und Reizüberflutung entgegen», wie CD Martin Spillmann das Briefing interpretiert.
Die Werbeagentur leitet aus diesem Produktversprechen das Markenversprechen «News in Kürze» ab. Auf Inseraten und Plakaten wird dieser Gedanke dramatisiert, indem Pressebilder mit einem Buchstabendschungel übersät werden. Die Schnelllesezeitung News deckt das zentrale Bildelement auf und rückt damit das entscheidende Ereignis in den Mittelpunkt. «Ganz nach dem Motto der Redaktion: «schnörkellos, direkt und relevant», wie AD Simon Staub meint. Nach dem gleichen Prinzip wird auch in TV- und Radiospots mit der Fastforward-Methode nur das relevante Geschehnis zum Thema gemacht.
Die Kampagne ist seit dem Lancierungstag auf Plakaten, Inseraten, E-
Boards, TV- und Radiospots und Webbannern zu sehen und zu hören. Im Werbekonzept ist auch integriert, dass in der Auftaktphase über 200 Kolporteure die Zeitung verteilen.
Andreas Panzeri

Mediapolis verkauft Berner und Zürcher Büro an Farner PR

Die Schweizer Wirtschafts- und Kommunikationsberatung Mediapolis gibt ihre Niederlassungen in Bern und Zürich auf. Per 1. Januar 2008 gehen die Büros an die Firma Farner PR über.

 Die Schweizer Wirtschafts- und Kommunikationsberatung Mediapolis gibt ihre Niederlassungen in Bern und Zürich auf. Per 1. Januar 2008 gehen die Büros an die Firma Farner PR über. Mediapolis operiert neu zentral von seinem Hauptsitz in St. Gallen aus. Martin Baltisser, der bisherige Geschäftsführer von Mediapolis Bern, wird neu Direktor von Farner PR in Bern und leitet von dort aus die bisherigen Mandate im Bereich Public Affairs. Farner PR werde mit der Übernahme zu einer der führenden Agenturen auf dem Platz Bern, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Ausserdem kommt es zu einem weiteren gewichtigen personellen Wechsel: Mediapolis-Verwaltungsratspräsident und Altnationalrat Peter Weigelt zieht sich per sofort aus der Kommunikationsberatung zurück und wird sich in Zukunft auf seine strategischen Führungsmandate konzentrieren. Als Senior Berater und Verwaltungsrat steht er der Mediapols aber weiterhin zur Verfügung. Für ihn übernimmt der heutige Geschäftsführer Dr. Sven Bradke das Amt des VR-Präsidenten. Als Partner und Verwaltungsrat wird auch Pascal Jenny, bisheriger Geschäftsführer der Mediapolis in Zürich, in St. Gallen tätig sein.
Im Zuge der strukturellen Veränderungen wird sich das Unternehmen künftig vermehrt auf die Wirtschaftsberatung konzentrieren.

Presserat: «Kassensturz» durfte verdeckt filmen

Mit einer verdeckten Recherche bei Schönheitschirurgen hat der «Kassensturz» nicht gegen journalistische Grundsätze verstossen. Der Presserat hiess die Vorgehensweise aufgrund des öffentlichen Interesses gut.

 Mit einer verdeckten Recherche bei Schönheitschirurgen hat der «Kassensturz» nicht gegen journalistische Grundsätze verstossen. Der Presserat hiess die Vorgehensweise aufgrund des öffentlichen Interesses gut. Für die Sendung hatte das Konsumentenmagazin eine junge Frau mit versteckter Kamera in die Sprechstunden verschiedener Schönheitschirurgen begleitet. Im Urteil des Pressrates vom Dienstag heisst es nun, die Informationen hätten durch eine andere, offene Recherche nur schwer beschafft werden können. Eine Arztpraxis sei eine Gewerberäumlichkeit. Somit könne lediglich die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten verletzt werden. Auch die verdeckte Film- und Tonaufnahme hält der Presserat im vorliegenden Fall für legitim. Die gefilmten Ärzte konnten die Ausstrahlung der Bild- und Tondokumente zudem untersagen. Von diesem Recht machten zwei der Ärzte Gebrauch.
Zu einem anderen Schluss war die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hinsichtlich einem zweiten Beitrag zum Thema Schönheitschirurgie gekommen. Dafür hatte der Kassensturz ebenfalls versteckt gefilmte Aufnahmen augestrahlt. Die UBI fand im August, die Bilder hätten nicht gezeigt werden dürfen. Die Ombudsstelle DRS urteilte hingegen, die verdeckte Recherche sei legitim gewesen.

Philippe Pfister zum Start von News

Am Mittwoch erscheint erstmals die neue Gratiszeitung News. Mit einer Startauflage von 334’000 Exemplaren wartet sie am Morgen in rund 1’500 Zeitungsboxen auf Pendler und Frühaufsteher. News-Chefredaktor Philippe Pfister gibt im Interview Auskunft zum Start seines neuen Gratisblattes.

Am Mittwoch erscheint erstmals die neue Gratiszeitung News. Mit einer Startauflage von 334’000 Exemplaren wartet sie am Morgen in rund 1’500 Zeitungsboxen auf Pendler und Frühaufsteher. News-Chefredaktor Philippe Pfister gibt im Interview Auskunft zum Start seines neuen Gratisblattes. WW: Welche Herausforderungen stellen sich Ihnen redaktionell auf den Start hin? Philippe Pfister: Wir wollen eine kompakte, auf den Punkt geschriebene Nachrichtenzeitung zu den Leuten bringen. Die grösste Herausforderung ist, dass unsere Teams und Systeme gut in einander greifen, damit News rechtzeitig in die Boxen kommt. In Zürich, Basel und Bern existieren Basistitel, die News ergänzen und nicht konkurrenzieren sollte. Wie soll dieser Seiltanz funktionieren? Das ist überhaupt kein Seiltanz.
Konkret: Sind Sie überhaupt auf Primeurs aus? Natürlich. Aber wir sind eine sehr knapp besetzte Redaktion mit beschränkten Mitteln. Wenn es uns aber gelingt, einen Primeur zu haben – und ich bin sicher, dass das uns gelingen wird – dann werden wir ihn nicht zu klein auf der Frontseite bringen. Er muss einfach relevant, spannend und für ein breites Publikum interessant sein.
Im Mittelland müssen Sie ganz anders vorgehen: Dort reüssieren Sie nur mit Primeurs. Wir haben keine spezifischen Lokalseiten, auch im Mittelland nicht. Wir machen für den ganzen Raum mehr oder weniger dieselbe Ausgabe, die sich in Bern, Basel, Zürich oder im Mittelland nicht stark unterscheidet. Also müssen wir im Mittelland nicht sehr anders vorgehen. Wenn eine Mittelland-Geschichte gut ist, dann erscheint sie überall, ebenso eine aus den drei andern Regionen. Wir müssen eine gute Nachrichtenzeitung in die Pendlerströme bringen, dann werden wir gelesen.
Wie begleiten Sie News im Onlinebereich – das geplante überregionale Portal kommt ja erst im Frühjahr 2008? Für die nächsten paar Monate wird man News nur auf www.newsprint.ch als Livepaper ansehen können. Und natürlich auch über die Websites von Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger.
Die Adresse www.news.ch ist anderweitig besetzt – ärgert Sie das? Nein, wieso auch?
Von Mediaagenturen ist zu hören, dass der Launchtermin von News ungünstig sei. Die meisten Kampagnen seien abgeschlossen. Wird News dünn starten? Ich habe eher gegenteilige Sorgen: Mir wurde für die Startausgabe ein Umfang von 48 Seiten angekündigt. Wir haben ein gutes Feedback aus dem Anzeigenmarkt und hoffen, dass wir das im Dezember und darüber hinaus halten können.
Wie wird News kommunikativ begleitet? Wir machen eine Werbekampagne mit Inseraten und mit Spots auf lokalen Radio- und TV-Stationen. In den ersten paar Wochen werden zudem Kolporteure unterwegs sein.
Interview: Markus Knöpfli

AY&R zeigt auf, wie Ovomaltine Energie spendet

Die Zürcher Agentur Advico, Young & Rubicam streicht für Wander die Funktion von Ovomaltine als Energiespender heraus. Im neuen Ovo-Spot wird der Tag einer jungen, viel beschäftigten Frau im Zeitraffer mitverfolgt, vom Erwachen am Morgen, über den Uni-Besuch, das Schwimmtraining bis hin zum Lichterlöschen am Abend.

Die Zürcher Agentur Advico, Young & Rubicam streicht für Wander die Funktion von Ovomaltine als Energiespender heraus. Im neuen Ovo-Spot wird der Tag einer jungen, viel beschäftigten Frau im Zeitraffer mitverfolgt, vom Erwachen am Morgen, über den Uni-Besuch, das Schwimmtraining bis hin zum Lichterlöschen am Abend. Immer wieder stärkt sie sich dabei mit Ovomaltine. Mal mit dem klassischen Pulver, mal mit dem Drink zum Mitnehmen. Der Claim: «Ovomaltine: Gesunde Energie, die schmeckt.» Der Spot ist seit Oktober im Fernsehen zu sehen.Verantwortlich bei Wander:
Arnold Furtwängler (Leiter Marketing und Verkauf), Björn Roncoroni (Leiter Marketing), Christof Stulz (Leiter Marketing Export), Beatrice Müller (Product Manager Ovomaltine).Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam:
Daniel Comte (Creative Direction), Roland Scotoni, Dominik Oberwiler (Art Direction), Martin Stulz (Text), Marie-Theres Ott, Pablo Koerfer (Beratung), Daniela Berther (FFF-Produktion), Heinrich Reinacher, Uli Scheper, Natascha Meislitzer (Markenfilm), Stephanie von Beauvais (Regie), Alex Kirschner (Musik).

Annabelle und Orange lancieren Fashion-Handy

Gemeinsam mit dem Mobilfunkanbieter Orange bietet die Frauenzeitschrift Annabelle neu ein Handy an, das genau zum Lebensgefühl ihrer Leserinnen passen soll. Annabelle-Leserinnen seien smarte, selbstbewusste, lifestyle- und erfolgsorientierte Frauen, umriss Marketing-Direktor Alexander Oeschger seine Leserschaft in einer Mitteilung vom Dienstag.

 Gemeinsam mit dem Mobilfunkanbieter Orange bietet die Frauenzeitschrift Annabelle neu ein Handy an, das genau zum Lebensgefühl ihrer Leserinnen passen soll. Annabelle-Leserinnen seien smarte, selbstbewusste, lifestyle- und erfolgsorientierte Frauen, umriss Marketing-Direktor Alexander Oeschger seine Leserschaft in einer Mitteilung vom Dienstag. Diesen wolle man ein modernes Fashion-Handy mit vielen Accessoir anbieten.Im Annabelle-Paket inbegriffen ist neben dem SonyEricsson s500 Bronze Slidermodell mit speziellen Inhalten ein Bluetooth-Kopfhörer, ein Umhängeband, eine Handytasche sowie eine Annabelle-Tasche.

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