Jobtausch bei «Arena» und «Rundschau»

Die Nachfolge von Urs Leuthard als Moderator und Redaktionsleiter der Sendung «Arena» auf SF 1 steht fest. Reto Brennwald wird die Polit-Diskussionssendung ab Frühjahr 2008 moderieren.

 Die Nachfolge von Urs Leuthard als Moderator und Redaktionsleiter der SF-Sendung «Arena» steht fest: Reto Brennwald, der seit 2001 durch die «Rundschau» führt, wird die Polit-Diskussionssendung ab Frühjahr 2008 moderieren. Dies teilte das Schweizer Fernsehen am Donnerstag mit. Urs Leuthard seinerseits wechselt als Moderator zur «Rundschau», die beiden tauschen also ihre Plätze. Die Redaktionsleitung der «Arena» wird Marianne Gilgen übernehmen. Sie ist bei dieser Sendung seit 2001 Redaktorin und Produzentin. Nach Angaben des Schweizer Fernsehens ist auf Ende der Sommerpause 2008 ein Relaunch der Sendung geplant.Auch beim Wissensmagazin «Einstein», das ebenfalls auf SF 1 ausgestrahlt wird, gibt es eine personelle Veränderung: Silvia Zwygart übernimmt die Leitung der Redaktion. Die 42-Jährige arbeitet bereits als Produzentin und stellvertretende Redaktionsleiterin bei «Einstein» und übernimmt ihre neue Aufgabe am 1. Januar 2008.

Zu guter Letzt: Mädels, jetzt ist Schluss mit Knutschen!

Der Tessiner Wintersport-Ort Airolo hat mit zwei Frauen, die sich im Schnee küssen, in Italien um Touristen geworben. Doch dies gefiel den Tessinern gar nicht, den Italienern aber schon, und die Kontroverse ging los. Nun wird die Lesben-Werbung zurückgezogen.

 Der Tessiner Wintersport-Ort Airolo hat mit zwei Frauen, die sich im Schnee küssen, in Italien um Touristen geworben. Doch dies gefiel den Tessinern gar nicht, und die Kontroverse ging los (siehe ). Vor allem Marco Solari, der Präsident von TicinoTurismo, war entsetzt ob der Obszönität, mit welcher für das Skigebiet im brav katholischen Tessin geworben wurde. Die verantwortliche PR-Agentur hielt jedoch an der Kampagne fest – die Italiener seien für diese Art von Schmusereien offener als die Tessiner. Nun scheinen sie aber doch kapituliert zu haben: Die Lesben-Werbung wird mit sofortiger Wirkung zurückgezogen, wie die SDA am Donnerstag meldete. Die Botschaft, die auf dem italienischen Markt gut anzukommen scheine, werde im Tessin halt wirklich nicht verstanden. Würde irgendwie logisch klingen, handelt es sich doch um zwei verschiedene Länder. Stellt sich bloss die Frage nach den kulturellen Unterschieden zwischen Italien und dem Tessin. An der Konfession kann es jedenfalls nicht liegen. An der Sprache auch nicht. Am Klima wohl auch eher nicht. Vielleicht können die Italiener einfach ein bisschen besser zu ihrer Vorliebe für das Dolce Vita stehen als ihre Schweizer Kollegen?

Bilanz: Jubiläumsausgabe zum 30. Geburtstag

Die von Axel Springer Schweiz herausgegebene Wirtschaftszeitung Bilanz wird 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass erscheint am 7. Dezember 2007 eine Jubiläumsausgabe mit einem Rückblick auf drei Jahrzehnte Schweizer Wirtschaftsgeschichte.

 Die von Axel Springer Schweiz herausgegebene Wirtschaftszeitung Bilanz wird 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass erscheint am 7. Dezember 2007 eine Jubiläumsausgabe mit einem Rückblick auf drei Jahrzehnte Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Das Jubiläumscover sei dabei als einmalige Aktion konzipiert und mit den Unterschriften führender Persönlichkeiten der Schweizer Wirtschaft aus den letzten drei Jahrzehnten gestaltet, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Mitgemacht bei der Aktion haben unter anderem Christoph Blocher oder SNB-Präsident Jean-Pierre Roth.Das 148-seitige Heft, das heute über 233’000 Leser verfügt, ist die 391. Ausgabe des 14-täglich erscheinenden Titels. Die damals zur Jean Frey-Verlagsgruppe gehörende Weltwoche AG hatte Bilanz 1977 gegründet. Im Januar 2007 übernahm das Schweizer Tochterunternehmen von Axel Springer die Mehrheit an der Jean Frey AG.

Der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen erhält Zuwachs

An seiner letzten Verbandssitzung hat der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ) acht neue Mitglieder aufgenommen. Damit zählt der Verband neu 18 Mitglieder.

 An seiner letzten Verbandssitzung hat der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ) acht neue Mitglieder aufgenommen. Damit zählt der Verband neu 18 Mitglieder, wie VSGZ-Präsident Thomas Akermann mitteilte. Neu hinzugestossen sind der Baslerstab, der Berner Bär, der Bündner Anzeiger, das Quartier-Echo (Zürich), der Stadtanzeiger Winterthur und die Zuger Presse sowie in der Westschweiz der Arc Hébdo und der Courrier Neuchâtelois. Ein Ziel des erstarkten Verbandes ist es laut Akermann, sich künftig stärker von den Pendlerzeitungen abzugrenzen. Denn die Übersättigung in diesem Markt und vor allem das durch Pendlerzeitungen verursachte Abfallproblem beeinträchtige zunehmend das bislang positive Image der VSGZ-Mitglieder, meinte Akermann.
Die bisherigen, teils langjährigen VSGZ-Mitglieder sind der Anzeiger Luzern/Luzerner Woche, Biel-Bienne, der Berner Landbote, der Fridolin (Glarus), die Obersee Nachrichten, der Schaffhauser Bock, das Tagblatt der Stadt Zürich, das Wochenblatt für das Emmental und Entlebuch sowie in der Romandie GHI (Genf) und Lausanne Cités. Akermann selbst ist Direktor des Anzeigers Luzern/Luzerner Woche.
Markus Knöpfli

McCann Erickson für Terre des hommes: Kein Märchen

Die Agentur McCann Erickson Zürich hat für das Kinderhilfswerk Terre des hommes eine Kampagne in Anlehnung an die Geschichten der Gebrüder Grimm entwickelt. Die Sujets zeigen Szenen in bekannten Märchen, allerdings in abgewandelter Form.

Die Agentur McCann Erickson Zürich hat für das Kinderhilfswerk Terre des hommes eine Kampagne mit drei Sujets in Anlehnung an die Geschichten der Gebrüder Grimm entwickelt. Sie vermitteln, dass das Elend von Kindern in der Dritten Welt kein Märchen ist. Die Kampagne soll helfen, Paten und Patinnen zu gewinnen, die durch ihre Spenden Strassenkindern aus der Misere helfen und Projekte unterstützen gegen Kinderarbeit und Kinderhandel.
Die Sujets zeigen Szenen in bekannten Märchen, allerdings in abgewandelter Form. So muss beispielsweise ein dunkelhäutiges Aschenputtel im Haushalt schuften. Dazu heisst es: «Und wenn sie nicht an Erschöpfung gestorben ist, versklavt man sie heute noch».
Parallel zur Printkampagne wurde eine thematisch entsprechende Microsite erstellt, auf der sich zukünftige Patinnen und Paten ausführlich über die Projekte von Terre des hommes informieren und Patenschaften eingehen können.
Verantwortlich bei Terre des hommes:
Chantal Hodler und Andreas Herbst. Verantwortlich bei McCann Erickson: Peter Rettinghausen, Brigit Bauer (CD), Peter Rettinghausen (Text), Brigit Bauer (Art Director), Susanne Jungbluth (Group Account Director), Luzia Zurfluh (Junior Account Executive). Internet: Netvertising.

Gratisblätter-Müll: Verleger sollen zahlen

Durch die vielen weggeworfenen Gratisblätter entstehen zusätzliche Reinigungskosten, welche die Städte zu tragen haben. Diese fordern nun eine vorgezogene Abfallgebühr von den Verlegern der Gratiszeitungen.

 Durch die vielen Gratisblätter, die auf Strassen und Plätzen weggeworfen werden, entstehen zusätzliche Reinigungskosten, welche die Städte zu tragen haben. Diese fordern nun eine vorgezogene Abfallgebühr von den Verlegern der Gratiszeitungen, wie die SDA meldete. Die Vermüllung der Städte durch die Gratisblätter werde immer grösser, sagte Urs Geissmann, der Direktor des Schweizerischen Städteverbands, am Mittwochabend in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens. Ein grosser Teil der Entsorgung werde jedoch nicht von den Verursachern, sondern von den Steuerzahlern bezahlt. Jetzt brauche es neue Lösungsansätze. Es sei dabei von rund zwei Rappen Entsorgungsgebühr pro Exemplar auszugehen. Er hoffe auf ein freiwilliges Einlenken der Verleger.
Das Verlagshaus Tamedia, das zusammen mit den Verlagen von Basler Zeitung und Berner Zeitung Verleger der Gratisblätter 20 Minuten und News ist, lehnt die Forderung jedoch ab. Man trage schon jetzt aktiv zur Lösung des Abfallproblems bei, erklärte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer in der Fernsehsendung.
Mit der am Mittwoch lancierten Gratiszeitung News erscheinen neu fünf Pendlerblätter in der Deutschschweiz. Die Gesamtauflage aller fünf Titel steht laut SDA bei 1,6 Millionen Exemplaren.

Neue Dachmarke für die AZ Medien Gruppe

Eine neu gestaltete Dachmarke begleitet fortan die Produkt- und Dienstleistungspalette der AZ Medien Gruppe. Mit dem neuen Dachmarken-Logo würden insbesondere Dienstleistungsbereiche auftreten, welche überdachenden Service erbringen.

 Eine neu gestaltete Dachmarke begleitet fortan die Produkt- und Dienstleistungspalette der AZ Medien Gruppe. Mit dem neuen Dachmarken-Logo würden insbesondere Dienstleistungsbereiche auftreten, welche überdachenden Service erbringen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Unternehmenskommunikation, Personal, Finanzen und Informatik. Die Produktmarken der verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und elektronischen Medien, welche in der AZ Medien Gruppe vereinigt sind, würden in der Öffentlichkeit auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen. Die Dachmarke habe lediglich begleitenden Charakter und stehe bei den Produkten im Hintergrund. Die Einführung der Dachmarke im Sinne einer einheitlichen Corporate Identity auf den internen und externen Kommunikationskanälen soll laut Mitteilung bis Mitte nächsten Jahres erfolgen.

SRG: Erstmals Preis «Pacte Multitmédia» verliehen

Die SRG und ihre Partner verliehen am Donnerstag zum ersten Mal den Preis «Pacte Mulitmédia» zur Förderung der Innovation im Bereich neuer Kommunikationstechnologien.

 Die SRG und ihre Partner verliehen am Donnerstag zum ersten Mal den Preis «Pacte Mulitmédia» zur Förderung der Innovation im Bereich neuer Kommunikationstechnologien. Aus rund 100 eingereichten Multimedia-Projekten aus allen Sprachregionen der Schweiz hat die aus namhaften Persönlichkeiten aus den Bereichen Informationstechnologie, Bildung und Medien bestehende Jury die Gewinner bestimmt. Die drei Hauptpreise zu je 20’000 Franken gingen an Olivier Crochat und sein Team für die interaktive Web-Agenda Mixin.com, an Thomas Lehmann für das Online-Spiel Reverse/Foreward und an Dominik Petko und Thomas Moser für das virtuelle Fotoalbum Schweiz.ch – suissr.ch – svizzr.ch. Je 10’0000 Franken als Anerkennungspreis erhielten Richard Charrier, Pierre-Yves Borgeaud und Laeticia Dosch sowie Gianluca Giuliani und Danila Nussio.Der Preis «Pacte Multitmédia» sowie die Internetplattform Pactemultimedia.ch sind die Bestandteile des im Frühjahr 2007 unterzeichneten Pacte Multimédia, einer Partnerschaft der SRG, des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBF), des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Ziel dieser Partnerschaft sei es, sich gemeinsam für die Förderung der Innovation, die wissenschaftliche Forschung im Medienbereich und die Bildung einzusetzen, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag.

Radio-Konzession: Südostschweiz verteidigt ihr Revier

Silvio Lebrument, Geschäftsführer der Südostschweiz Radio/TV, will die Radio-Konzession trotz Konkurrenz von Schawinski und Co. erneuern.

 Silvio Lebrument, Geschäftsführer der Südostschweiz Radio/TV, will die Radio-Konzession trotz Konkurrenz von Schawinski und Co. erneuern (siehe ). Er habe weitere Konzessionseingaben erwartet, sagte Lebrument auf Anfrage der SDA. Doch die Konkurrenz werde es schwer haben, denn sie trete gegen ein renommiertes Lokalradio an.Die Südostschweiz-Gruppe betreibt die Radios Grischa und Engiadina. Im neuen Gesuch sind die beiden Sender in einer Konzession vereint. Laut Lebrument hat die Südostschweiz überdies ein Konzessionsgesuch für Tele Südostschweiz beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) gestellt.

Ruf Lanz steigt in die Landwirtschaft ein

Die Agentur Ruf Lanz hat den Geflügelproduzenten Frifag als neuen Kunden gewonnen. Die Zürcher haben sich im Pitch gegen drei weitere Agenturen durchgesetzt.

 Die Agentur Ruf  Lanz hat den Geflügelproduzenten Frifag als neuen Kunden gewonnen. Die Zürcher haben sich im Pitch gegen drei weitere Agenturen durchgesetzt, wie es in einer Mitteilung heisst. Ruf Lanz habe durch ihre Effizienz im Mittel- und Massnahmeneinsatz mit kreativen Umsetzungsvorschlägen überzeugt, so Frifag-Geschäftsleiter Andi Schmal. Und natürlich habe auch die zwischenmenschliche Chemie bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. 

Ein Medien-Turm ragt in die Zukunft

Presse Die New York Times hat die totale Integration von Print- und Online-Nachrichten auch räumlich vollzogen. Damit verbunden sollen die Journalisten von Web und Print dazu gebracht werden, sich gemeinsam an der Gestaltung einer Geschichte zu beteiligen.

 
Presse Die New York Times hat die totale Integration von Print- und Online-Nachrichten auch räumlich vollzogen. 
Noch vor wenigen Jahren beäugten sich die Belegschaften der Print- und der Online-Ausgaben vieler amerikanischer Zeitungen in der Regel mit Misstrauen. Eifersüchtig versuchte man, seine Pfründe zu sichern und der potenziellen Bedeutungslosigkeit zu entgehen. Doch allein in den letzten zwei Jahren kündigten Branchenkolosse wie das Wall Street Journal, USA Today und die New York Times an, die Redaktionen beider Ausgaben zusammenzulegen, oder zumindest zu koordinieren – ein Schritt, der als unabdingbar für die Überlebensfähigkeit der Zeitungsverlage angesehen wird.Eine der Zeitungen, wo die Integration mit am weitesten fortentwickelt wurde, ist die New York Times. Sie begann damit 2000 und vollendete die Zusammenlegung von Print und Online in diesem Jahr zumindest räumlich mit dem Umzug in den neu gebauten New York Times Tower.
«Endlich haben wir genug Platz, so dass unsere Web-Producer mitten unter den anderen Redaktionen sitzen können», meint Richard Meislin, Managing Editor der Internet-Ausgabe. «Wir versuchen damit die Leute  anzuhalten, über Begriffe wie Zeitungs- oder Internet-Redaktor hinaus zu denken. Sie sind Redaktoren ihrer Sektion, egal ob von der Print- oder der Online-Ausgabe». Vor allem Korrespondenten im In- und im Ausland haben sich als Erstes an die Integration gewöhnt. «Sie haben schnell gemerkt, dass die Leute, über die sie berichten, davon auch in der Online-Ausgabe erfahren», so Meislin.
Der Kern der Zeitungsredaktion sitzt im Times Tower in den unteren drei Etagen. Sie sind durch Innenraumtreppen miteinander verbunden. Rund 40 Web Producer sitzen über diese drei Etagen verstreut direkt neben den Redaktoren von Nachrichten-, Inland-, Ausland- und Stadtredaktion und bekommen auf diese Weise jede Konferenz und jedes Gespräch mit, das zwischen den würfelartig zugeschnittenen Schreibtisch-«Cubicles» stattfindet. 20 weitere Online-Redaktoren sitzen im neunten Stock, wo die Webdesigner angesiedelt sind. Offenheit und Transparenz sollen diejenigen Büros ausstrahlen, die von einer Glaswand umschlossen sind: Viele davon haben keine festen Platzhalter, sondern jeder, der ein privates oder vertrauliches Telefongespräch führt oder eine spontane Konferenz einberufen will, kann vorübergehend darauf zurückgreifen.
Weniger systematisch als die räumliche Integration sieht der Einbezug von Multimedia-Elementen bei der Content-Gestaltung aus. «Wir versuchen, die Schranken des üblichen Wer-macht-was aufzubrechen, und wollen die Journalisten der Web- und der Printausgaben dazu bringen, sich gemeinsam an der Gestaltung einer Geschichte zu beteiligen», sagt Fiona Spruill, Chefin der Online-Nachrichtenredaktion. So steuern etwa Fotografen genauso Videomaterial zur Berichterstattung bei wie Reporter, und Web-Producer schneiden den Content ebenso wie die Autoren. Manchmal filmen sich Reporter selbst, etwa wenn sie ein neues Technospielzeug ausprobieren oder eine besonders teuere Immobilie begehen, dann hört man sie auch die Geschichte dazu erzählen. Was nicht unbedingt heisst, dass sie in der Lage sind, den Content selber zu schneiden. «Multimedia gehört mit zum Recherchieren dazu», sagt Meislin. «Das heisst nicht unbedingt, dass wir massenweise Reporter haben, die ihre eigenen Videos machen.»
Wer sich bei der Times als Web-Producer bewerben will, muss neben einer journalistischen Ausbildung auch fundierte technische Kenntnisse im Bereich Internet-Publishing mitbringen. Eine immer wichtigere Rolle spielen dabei die Blogs. «Wir haben das Glück, eine extrem informierte, leidenschaftliche und meinungsstarke Leserschaft zu haben», sagt Spruill. «Indem wir ihnen die Möglichkeit geben, ihre Kommentare neben den Blogs zu posten, demonstrieren wir, wie klug unserere Leser sind.» Einige Redaktionen, so etwa die Film- und die Reiseseite, fordern die Leser auf, ihre eigene Filmbesprechung beziehungsweise einen Reisetipp abzugeben. Sogar Fotos von Lesern, wie etwa von den jüngsten Entwicklungen in Pakistan, wurden im Internet veröffentlicht, was die Leserbindung an das Blatt weiter verstärkt.
Den gleichen Effekt dürfte die Aufhebung der Bezahlschranken für die New-York-Times-Kolumnisten im Rahmen von «Times Select» gehabt haben. Laut dem Medienforschungsinstitut Nielsen NetRatings zählte die Times online im Oktober 17,5 Millionen Unique Visitors, 19 Prozent mehr als im Vormonat. Im internationalen Zeitungsvergleich lag die Times damit dennoch nicht an der Spitze. Die Top-Position sicherte sich im Oktober der englische Guardian, der im gleichen Monat seine US-Online-Ausgabe Guardian America launchte. Die Zeitung erreichte mit dieser Erweiterung 18,4 Millionen Besucher weltweit.
Gerti Schön, New York
New York Times TowerIm April dieses Jahres
zog die Redaktion der New York Times aus ihrem historischen Hauptquartier am nach dem Blatt benannten Times Square in Manhattan aus. Die Crew bezog im November nur einige Blocks südlich davon einen neuen Büroturm.  Der schlanke 52-stöckige Glaspalast wurde vom Genueser Architekten Renzo Piano entworfen. Die Zeitung belegt die unteren 28 Stockwerke des New York Times Tower, die obere Hälfte befindet sich im Besitz eines Immobilienunternehmens. (gs)

Y&R Gruppe Schweiz wirbt neu für die Feriendestination Frankreich

Die Gesamtkampagne zur Bewerbung Frankreichs liegt neu in den Händen der Y&R Gruppe Schweiz. Die neu strukturierte Werbeagentur setzte sich in einer Konkurrenz-Präsentation durch und sicherte sich den Gesamtetat des Maison de la France en Suisse.

 Die Gesamtkampagne zur Bewerbung Frankreichs liegt neu in den Händen der Y&R Gruppe Schweiz. Die neu strukturierte Werbeagentur setzte sich in einer Konkurrenz-Präsentation durch und sicherte sich den Gesamtetat des Maison de la France en Suisse. Laut einer Mitteilung der neu aus den drei Pfeilern Advico Young & Rubicam, Futurecom und Wunderman bestehenden Agentur überzeugte die französischen Tourismusverantwortlichen das vorgeschlagene Kreativ-Konzept. Bereits arbeiten die Werber von Y&R an der Umsetzung einer crossmedialen Kampagne mit Broschüren, Promotionsaktionen und Online-Massnahmen.
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