E-Advertising verstärkt Verkaufsteam

Catia Pérez verstärkt das Verkaufsteam von E-Advertising. Sie wird vor allem Werbeagenturen und Endkunden beraten und E-Advertising im Bereich Produktentwicklung unterstützen.

Catia Pérez verstärkt das Verkaufsteam von E-Advertising. Sie wird vor allem Werbeagenturen und Endkunden beraten und E-Advertising im Bereich Produktentwicklung unterstützen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.Zuvor war Pérez mehrere Jahre als Planerin im Beratungsteam und in der Aussenwerbung-Unit von Optimedia tätig.

Medien-Sites legten im Januar zu

Die meisten Medien-Portale weisen im Januar im Vergleich zum Vormonat bei den Nutzungszahlen ein Wachstum auf. Besonders kräftig legte die Website der Handelszeitung zu. In den Top Ten änderte sich dagegen die Rangfolge nicht, wie die Audit-Zahlen von Net-Metrix für den Januar zeigen.

 Die meisten Medien-Portale weisen im Januar im Vergleich zum Vormonat bei den Nutzungszahlen ein Wachstum auf. In den Top Ten änderte sich dagegen die Rangfolge nicht, wie die Audit-Zahlen von Net-Metrix für den Januar zeigen: Punkto Visits, also der Anzahl Besuche auf einer Website, führt nach wie vor Blick Online vor 20minuten.ch, NZZ Online und Tagesanzeiger.ch. Bei den Unique Clients konnte 20minuten.ch die Pole Position unter den Mediensites halten, dann folgen Blick Online, NZZ Online und Tagesanzeiger.ch. Unique Clients bezeichnet die Anzahl verschiedener Computer, von denen aus eine bestimmte Website aufgerufen wird. Sieger in Sachen Wachstum ist, was die Visits angeht, Handelszeitung Online: Der Webauftritt der Wirtschaftszeitung gewann gegenüber dem Dezember ganze 166,6 Prozent. Stark zugelegt haben auch das Liechtensteinische Volksblatt (78,8 Prozent), Finanz und Wirtschaft (45,7 Prozent), Gesundheit Sprechstunde (47,5 Prozent), Cash.ch (38,8 Prozent) und Corriere del Ticino (35,5 Prozent). Auch die vier grossen News-Portale dürfen sich in Punkto Visits über Wachstum freuen. 20minuten.ch legte 15,4 Prozent zu, Tagesanzeiger.ch 14,4 Prozent, NZZ Online 12,0 Prozen und Blick Online 5,0 Prozent.
Insgesamt erfasste Net-Metrix im Januar die Nutzungsdaten von 171 Websites.
Top-Ten-Websites mit Werbung im Januar 2008 nach Unique Clients:
Bluewin: 4’116’000
Search.ch: 2’676’000
Directories.ch: 2’078’000
Scout24: 1’812’000
20minuten.ch: 1’579’000
Blick Online: 1’430’000
Moneyhouse: 1’337’000
NZZ Online: 1’307’000
Tagesanzeiger.ch: 912’000
MySwitzerland.com: 909’000
Top-Ten-Websites mit Werbung im Januar 2008 nach Visits:
Bluewin: 48’017’950
Blick Online: 10’836’937
Search.ch: 10’110’983
Netlog: 9’418’137
20minuten.ch: 8’661’498
Directories.ch: 7’227’789
NZZ Online: 6’981’685
Scout24: 6’448’760
Tagesanzeiger.ch: 5’529’234
PartyGuide.ch: 3’917’081

Presserat prüft Medienberichte über Priester unter Pädophilieverdacht

Der Schweizer Presserat will die Medien-Berichterstattung zu sexuellen Übergriffen von Priestern unter die Lupe nehmen. Im Zentrum der Untersuchung stehen allfällige Verstösse gegen die Unschuldsvermutung und das Recht auf Vergessen.

 Der Schweizer Presserat will die Medien-Berichterstattung zu sexuellen Übergriffen von Priestern unter die Lupe nehmen. Im Zentrum der Untersuchung stehen allfällige Verstösse gegen die Unschuldsvermutung und das Recht auf Vergessen. Die Westschweizer Kammer sei beauftragt worden, Medienmaterial zusammenzutragen und eine Vordiskussion zum Thema zu führen, sagte Presseratssekretär Martin Künzi am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Presserat ist von sich aus aktiv geworden, ohne dass eine entsprechende Beschwerde vorliegt. Bis zur öffentlichen Stellungnahme des Presserats kann es laut Künzi mehrere Monate dauern.
Auslöser war für den Presserat wohl der Fall eines Neuenburger Priesters, der am 3. Februar Selbstmord begangen hatte. Der Priester hatte Anfang der 1980er-Jahre im Verdacht gestanden, pädophile Übergriffe begangen zu haben.
In einem Abschiedsbrief nannte er die «mediale Jagd» als Grund für seinen Suizid. Die Familie des Priesters machte das Recht auf Vergessen geltend, da der Fall mehr als 20 Jahre zurück liege. Am Dienstag hatte der Generalvikar des Bistums Basel die Berichterstattung der Medien rund um sexuelle Übergriffe gescholten (siehe
).

Jean-Baptiste Felten ist neuer Faspo-Vizepräsident

Der deutsch-schweizerische Fachverband für Sponsoring Faspo hat neue Vorstandsmitglieder gewählt. Neuer Vizepräsident wird mit Jean-Baptiste Felten ein Schweizer.

 Der deutsch-schweizerische Fachverband für Sponsoring Faspo hat im Rahmen seiner diesjährigen Jahres-Hauptversammlung neue Vorstandsmitglieder gewählt. Neuer Vizepräsident wird mit Jean-Baptiste Felten von der Agentur Felten & Cie. in Tägerwilen ein Schweizer. Er löst als Vizepräsident Dieter Mussler (Mussler & Felten, Frankfurt) ab, der nach fünf Jahren in den Beirat des Verbandes wechselt. Die Schweiz wird im Faspo-Vorstand künftig auch durch Peter Küpfer (Erdgas Ostschweiz) repräsentiert, der den ausgeschiedenen Oskar Gut ablöst. Weitere neue Vorstandmitglieder sind Wichard von Alvensleben (Sportcasa GmbH/BWin, München) und Oliver Müller (Msc Sports, Karlsruhe).
Dem neunköpfigen FASPO-Vorstand unter dem Präsidenten Bernd Reichstein (Sportfive, Hamburg) gehören ferner an: Christine Angenendt (Pilot Group, Hamburg), Roland Bischof (Presented by, Berlin) und Andreas Bode (Universal, München).

Advico Young & Rubicam realisierte «Free Internet» für Sunrise

Die Telekomfirma Sunrise lanciert eine Aktion, mit der Kunden unter bestimmten Bedingungen die Gebühren für den ADSL-Anschluss sparen können. Gleichzeitig bestätigt sie, hinter der Teaser-Kampagne «Free Internet» zu stehen. Diese hat Advico Young & Rubicam realisiert. Alexandra Reich, Leiterin des Privatkundenbereichs von Sunrise, erklärte der Werbewoche, warum sie für diese Kampagne mit der Agentur zusammenarbeitete, die letztes Jahr das Sunrise-Budget verlor.

 Die Telekomfirma Sunrise lanciert eine Aktion, mit der Kunden unter bestimmten Bedingungen die Gebühren für den ADSL-Anschluss sparen können. Gleichzeitig bestätigt sie, hinter der Teaser-Kampagne «Free Internet» zu stehen. Diese hat Advico Young & Rubicam realisiert. Die Agentur, die letztes Jahr das Budget von Sunrise verloren hatte, konnte also wieder einen Auftrag für das Telekomunternehmen ausführen. Sunrise erlässt die monatliche Internet-Anschlussgebühr von 49 Franken all jenen, die sich vom 19. Februar bis zum 30. April 2008 für eine Kombination von Mobilabo und Festnetzanschluss mit Internet entscheiden. Wer von der so genannten «Free Internet»-Aktion Gebrauch mache, könne pro Jahr fast 600 Franken sparen, heisst es in einer Mitteilung. Gültig ist das Angebot auch für jene Kunden, die derzeit noch mit Verträgen an andere Provider gebunden sind.
Mit dem Angebot wolle Sunrise zeigen, was die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes den Kundinnen und Kunden bringen werde, schreibt das Unternehmen weiter. Dass mit der Bekanntmachung dieses Spar-Angebots auch die Teaser-Kampagne «Free Internet» aufgelöst wird, schrieb Sunrise zwar im Communiqué nicht. Auf Anfrage der Werbewoche bestätigt Sprecher Gottardo Pestalozzi aber: «Ja, wir stecken hinter der Teaser-Kampagne».
Die Kampagne stammt von Advico Young & Rubicam.
«Lead-Agentur von Sunrise bleibt aber weiterhin Rive Gauche», sagte Alexandra Reich, Leiterin des Privatkundenbereichs von Sunrise, der Werbewoche. «Wir arbeiten punktuell mit anderen Agenturen zusammen. Hier hatte Advico Young & Rubicam ein spannendes Angebot geliefert». Die nächste Kampagne werde aber wieder Rive Gauche realisieren. «Wir glauben daran, dass man die Lead-Agentur auch mal herausfordern soll», erklärte Reich. Sunrise hatte bis im vergangenen Jahr mit Advico Young & Rubicam gearbeitet, dann aber das Mandat abgezogen. «Man kann durchaus mit ehemaligen Partnern zusammenarbeiten – ich spreche ja auch noch mit meinem Ex-Mann», meinte Reich schmunzelnd. Es habe sich bei Advico durch die Gründung der Young & Rubicam Gruppe ja auch einiges getan. Im Rahmen der Teaser-Kampagne «Free Internet» gab eine Interessengruppe vor, sich für Gratis-Zugänge ins Netz einzusetzen. Neben Nacktdemos kamen auch Online-Anzeigen sowie TV- und Radio-Spots zum Einsatz. Dass Sunrise hinter «Free Internet» steckte, fanden Blogger und die Abendzeitung Heute heraus.
Mit der Kampagne ist Sunrise laut Alexandra Reich «im Rahmen der Erwartungen zufrieden». «Wir wollten Leute dazu bringen, über Gratis-Internetzugang nachzudenken. Dass über den Absender der Kampagne spekuliert wird, haben wir erwartet», so Reich. Man habe auch damit gespielt, dass die Leute den kommerziellen Hintergrund der Kampagne erkennen würden. «Wir wollten niemanden hinters Licht führen, aber durchaus polarisieren.»
Der Teaser wird nun von einer klassischen Kampagne abgelöst, die die Sujets aus der Teaser-Phase aufnimmt.

McCann greift für PME zur Axt

Wirtschaftsmagazine McCann Erickson begleitet den neuen Auftritt der Wirtschaftszeitschrift PME mit einer Anzeigenkampagne. Unter dem Motto «Das teilt man nicht so gerne» positioniert McCann Erickson PME als ultimativen Ratgeber.

 
Wirtschaftsmagazine McCann Erickson begleitet den neuen Auftritt der Wirtschaftszeitschrift PME aus der Verlagsgruppe Handelszeitung mit einer  Anzeigenkampagne. Unter dem Motto «Das teilt man nicht so gerne» positioniert McCann Erickson PME als ultimativen Ratgeber und als unverzichtbares Arbeitsutensil. Die Anzeigen erscheinen ab Mitte Februar in der gesamten Suisse Romandie.

Petra nimmt User unter die Lupe

Internet Web2com lanciert das Reporting-Tool Petra. Das System misst den Erfolg von Onlinekampagnen und setzt in der Branche neue Massstäbe.

 
Internet Web2com lanciert das Reporting-Tool Petra. Das System misst den Erfolg von Onlinekampagnen und setzt in der Branche neue Massstäbe.  
Wer im Internet wirbt, hat gegenüber anderen Medien einen entscheidenden Vorteil: Innert Sekunden offenbart die Technik die Leistungswerte einer Kampagne. Ein Mausklick und der Kampagnenmanager weiss alles über die Besucher einer Webseite und deren Verhalten. Noch wichtiger: Er weiss, ob seine Werbebotschaft angekommen ist und letztlich was verkauft hat. Web2com, der Platzhirsch unter den Schweizer Onlinevermarktern, will Agenturen und Werbetreibenden diese Onlinemessbarkeit besser zugänglich machen und lanciert in diesem Monat ein Reporting-Tool, das in der Branche unter anderem einen neuen Massstab setzen soll. Die Rede ist von Petra, der Kurzversion von «Performance Tracking». Das Ding misst den Erfolg einer Kampagne sehr umfangreich. Wie Web2com-Chef Philipp Scheidegger gegenüber der Werbewoche sagt, sei das System «revolutionär» und sichere dem Onlinevermarkter gegenüber der Konkurrenz einen grossen Technologievorsprung.
Mit Petra können Kampagnenmanager akribisch verfolgen, was mit der Reklame im Internet passiert. Mit wenigen Klicks könne man den Spuren der User folgen und Einfluss auf die Kampagne nehmen, damit das Werbemittel richtig platziert und somit der Werbefranken optimal investiert wird.
Gibt es schon, sagen sich Onlineexperten und haben damit nicht Unrecht. Solche so genannten Trackingsysteme sind nicht neu. Jeder Betreiber einer Internetseite weiss, wo und wie oft sich ein User auf der Webseite tummelt. Wie Philipp Scheidegger sagt, sei das Tool deshalb «state of the art», weil es bis heute für die Schweizer Werbebranche noch kein Reporting-Instrument gebe, das so viele Daten anschaulich verdichtet und den Agenturen und Werbeauftraggeber zur Verfügung stehe. Scheidegger verweist speziell auf Daten, die in der Rubrik «Richmedia Creative Reports» zusammengefasst werden. So könne man bei Videowerbung genau sagen, wie oft und wie lang ein Film beispielsweise angeschaut wurde.
Herzstück des neuen Tools ist die optische Aufmachung. Vor allem Mediaagenturen hätten gegenüber Web2com den Wunsch nach einem übersichtlichen System geäussert. Scheidegger: «Die Einfachheit des Tools war uns besonders wichtig, weil die Onlinewelt kompliziert genug ist.» Für den Grossteil sei das Onlinebusiness noch ein Rätsel. Wie der Onlinechef sagt, sei es in der Branche gang und gäbe, Onlinedaten in Excel auszuwerten. «Leider hat sich die Qualitätskontrolle nicht so schnell weiter entwickelt wie das Internet.»
Gläserne KampagnenMit Petra soll für Display-Werbung das möglich sein, was im Suchmaschinenmarketing schon üblich ist. Erstmals haben Media- und Kreativagenturen ein Lifereporting-Werkzeug, um den Verlauf einer Kampagne sekundenschnell zu verfolgen. Neben den 3D-Grafiken, die Benutzer- und Zugriffszahlen darstellen, kann sich der Benutzer in den Rubriken «Cost Reports» und «ROI Reports» ein Bild darüber machen, ob das Werbebudget optimal investiert ist oder nicht. Hinter solchen neuen Möglichkeiten sieht Scheidegger allerdings auch Schwächen, weil die Kampagne so absolut «gläsern» werde. «Der Werbeauftraggeber will Leistung. Performt eine Kampagne nicht, können die Seitenbetreiber und allenfalls der Vermarkter unter Druck kommen», so Philipp Scheidegger. Mit dem Reporting-Tool könne aber auch die Kreation auf das Userverhalten angepasst werden. Je länger, je mehr müsse der Kreatitions- und Mediaprozess ineinander gehen. Man dürfe bei einer Fehlentwicklung nicht alles auf die Webseite abwälzen, so Scheidegger.
Petra ist das letzte von drei Tools, die der Vermarkter während der letzten Monate lanciert hat. Gestartet war man mit «Knowledgebase Interactive Media», kurz Kim. Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Wissensdatenbank rund um interaktive Medien. Neben Kim ergänzte die Publigroupe-Tochter das Planungstool Vergo mit Onlinedaten (siehe Kasten). Mit dem Reporting-Tool Petra schliesst Web2com den Kreis. Scheidegger: «Wir können nun von der Information, Planung, Distribution bis zum Reporting den Kunden alles bieten.» In einem nächsten Schritt will Web2com die drei Bereiche Display-Werbung, Affiliate- und Suchmaschinenmarketing unter einen Hut bringen, was das neue Werkzeug nochmals attraktiver machen soll.
Christian Lüscher
Web2com in der OffensiveNeben Petra lancierte Web2com noch zwei andere Tools, die den Agenturen im Onlinebusiness unter die Arme greifen. Die Datenbank Kim und das Planungstool Vergo.
Kim – Knowledgebase
Interactive Media
Die Wissensdatenbank beinhaltet derzeit 1500 Studien, Präsentationen sowie Nachrichten zu den Themen Affiliate Marketing, Crossmedia, Mobile, Online, Streaming Media, Suchmaschinen und Web 2.0. Da die Datenbank auf einer Web-2.0-Applikation aufgebaut ist, können die Nutzer Diskussionen über Dokumente führen und RSS-Feeds zu bestimmten Themen abonnieren.
Vergo
Das ursprünglich von der Publimedia aufgebaute Print-Mediaplanungstool Vergo wurde von Web2com durch Leistungswerte von Onlinemedien, basierend auf der Studie NET-Metrix-Profile, ergänzt. Der integrierte Planungsprozess ermöglicht auf übersichtliche Art und Weise eine detaillierte Auswertung für sämtliche Preismodelle (TKP und Festpreis), Platzierungen (ROS, Homepage und Rubriken) und Werbemittel. Neben den Brutto- und Nettoreichweiten werden auch die Leistungswerte Affinität, GRP und Pageimpressions pro User (OTS) ausgewiesen.

Werbung, die klebt und lebt

Ausbildung I Die ADC/BSW-Kreativschule hauchte der Marke Uhu neues Leben ein.

 
Ausbildung I Die ADC/BSW-Kreativschule hauchte der Marke Uhu neues Leben ein. 
Jedes Jahr dürfen die hiesigen Werbeagenturen ihre Talente an die ADC/BSW-Kreativschule schicken. Während sieben Monaten wird den fähigen Nachwuchsleuten aus den Bereichen Text und Gestaltung das notwendige Rüstzeug vermittelt, das es braucht, um gute Werbung zu machen. Krönender Abschluss des Kurses ist jeweils ein praxisbezogener Fall, an dem die Jungkreativen ihr Wissen anwenden können. In diesem Jahr hatten die 19 Teilnehmer der Kreativschule die Aufgabe, der Marke Uhu neues Leben einzuhauchen. Uhu, das ist der zähflüssige Sekundenleim, der in jeder Schweizer Bastelstube zu finden ist. Der Klassiker unter den Alleskleber hat bei den Konsumenten ein Problem. Das Markenbild ist weg und, er ist im Vergleich zur breiten Konkurrenz im Regal sehr teuer.
Für die Kreativen galt es, eine Kampagne zu entwickeln, der den Kleber wieder ins Gespräch bringen soll. Für die Teilnehmer des Kurses kam erschwerend hinzu, dass Uhu in der Forschung mit «Uhu verso» der Durchbruch gelungen ist. Eine zweite Tube, welche zusammengeklebte Gegenstände im Nu wieder voneinander löst, soll bekannt gemacht werden. Die Botschaft, die es zu vermitteln galt: Dank «Uhu verso» hat man immer eine zweite Chance.
Keine einfache Aufgabe, die der Kreativnachwuchs lösen musste, denn die Kampagne muss in allen Massenmedien funktionieren. Die beste Lösung präsentierte das Team Peter Brunner, Marianne Friedli, Philippe Lüthi und Barney Rees. Ihre Idee zeigt den Konsumenten das Produkt gleich in Aktion und verzichtet auf sonstige Wort- und Bildspiele.
Mehr über die Arbeiten ist unter www.kreativschule.ch zu finden. Wer sich für den nächsten Kurs im August dieses Jahres anmelden will, findet dort auch die Anmeldeformulare und die Zulassungskriterien.
Christian Lüscher
Die GewinnerGold UHU verso klebt.
UHU verso löst.Peter Brunner, Stoll, Traber und Partner, Bern
Marianne Friedli, Walker Werbeagentur, Zürich
Philipp Lüthi, Cosmic Werbeagentur, Bern
Barney Rees, Euro RSCG, Zürich
Silber UHU verso. Stay or go?
Carlo Piller, Burson Marsteller, Bern
Andrea Tschirren, in flagranti, Bern
Jacqueline Wehrle, Wirz Werbung, Zürich
BronzeUHU klebt nicht mehr.
Natasha La Marca, Spillmann Felser Leo Burnett, Zürich
Franziska Langenbacher, Matter & Gretener, Zürich
Barbara Staub, Publicis, Zürich
Katja Wölfel, Sulzer Sutter, Zürichδ

Cinecom mit dem Start ins Kinojahr 2008 zufrieden

Nach einem durchzogenen letzten Jahr ist das Kinojahr 2008 laut Cinecom gut gestartet. Die Vermarkterin ist zuversichtlich, dass das Publikum trotz der Euro 08 dem Kino die Treue hält, und führt Gespräche mit der Wemf über mögliche zielgruppenspezifische Auswertungen.

 Nach einem durchzogenen letzten Jahr ist das Kinojahr 2008 laut Cinecom gut gestartet. In den ersten Wochen des laufenden Jahres haben sich laut Hochrechnungen rund 400’000 Kinofans die aktuell laufenden Blockbuster-Highlights angeschaut. Das entspreche einem Anstieg von rund 16 Prozent gegenüber dem Dreijahresschnitt, teilte die Vermarkterin mit. Sie zeigte sich ausserdem zuversichtlich, dass weitere Blockbuster das Publikum trotz Euro 08 in die Kinosäle ziehen wird. Die Preisbildungsbasis für Werbung wurde auf die effektiven Kinoeintrittszahlen umgestellt, was laut Cinecom eine positive Wirkung zeigt. Die neuen Berechnungswerte würden mehr Planungssicherheit dank geringerem Schwankungsbereich bieten. Dennoch will die Cinecom anscheinend auch auf das Bedürfnis der Werbewirtschaft nach zielgruppenspezifischen Auswertungen und Strukturdaten reagieren. Sie führt Gespräche mit der Wemf, um entsprechende Daten wieder anbieten zu können. Damit soll die Vergleichbarkeit der Zahlen und die Erfolgssicherheit gesteigert werden.

Saab ist anders – und wirbt anders

Auto Brüngger Bachmann Dialog macht für Saab ungewöhnliche Werbung. Statt auf Plakaten oder Anzeigen die Automodelle in Szene zu setzen, spielt die Werbeagentur mit drei Modelleigenschaften, die sich von der Konkurrenz klar unterscheidet.

 
Auto Brüngger Bachmann Dialog macht für Saab ungewöhnliche Werbung. 
Der schwedische Autohersteller Saab steht für Sportlichkeit, Leistung in Kombination mit umweltfreundlichem Bioethanol. Um diese Werte den Schweizer Kunden zu vermitteln, startet Saab in diesen Tagen eine Kampagne, die für einen Autohersteller eher untypisch ist. Statt auf Plakaten oder Anzeigen die Automodelle in Szene zu setzen, spielt die Werbeagentur Brüngger Bachmann Dialog mit drei Modelleigenschaften, die sich von der Konkurrenz klar unterscheidet. Beispiel: Die Biopower-Technologie. Das Kampagnensujet zeigt Benzinkanister in Reih und Glied. Mitten drin reiht sich ein Baumstumpf ein. Der Claim «Die Differenz heisst Biopower» unterstreicht somit die Innovationskraft von Saab. Die neuen Sujets, bei welchen erstmals auch Anzeigen mit Beikleber zum Einsatz kommen, verfügen zudem über eine Handlungsaufforderung, die zum Dialog führen soll. Der Konsument kann eine Probefahrt vereinbaren oder Modellliteratur bestellen. Begleitet werden die Printsujets online durch Landing-Pages und BannerWerbung. Mailings an Interessenten und Kunden, sowie Aktivitäten am POS sollen den neuen Auftritt zudem unterstützen.
Christian Lüscher

Der ultimative Verkäufer

Direct Marketing Werbung knallhart – das kann erleben, wer sich in die Fänge einer als Ausflug getarnten Werbefahrt begibt. Niemand verlässt den Raum, bevor er eine Rheuma-Decke für den späteren Nichtgebrauch erworben hat.

 
Direct Marketing Werbung knallhart – das kann erleben, wer sich in die Fänge einer als Ausflug getarnten Werbefahrt begibt. Niemand verlässt den Raum, bevor er eine Rheuma-Decke oder sonst ein völlig überteuertes Produkt für den späteren Nichtgebrauch im Alltag erworben hat. Wie man einem solchen ultimativen Verkaufsdruck auch mit Humor begegnen kann, zeigt Claudio Zuccolini in seinem neuen Programm «Kaffeefahrt». Die besonders auch für Werber bedenkenswerte und sehr witzige Show ist zur Zeit im Zürcher Hechtplatz (16.- und 21. Februar) zu sehen. Claudio Zuccolini in einer anderen, aber nicht minder überzeugenden Dreifachrolle als Jurymitglied für den kürzlichen «Werber des Jahres», findet sich inzwischen auch auf www.youtube.com, wenn man das Suchwort «Superwerber» eingibt.

Pakku im Netz

Kolumne Japanisch für Anfänger oder was von anonymen Blogkommentatoren zu halten ist.

 
Kolumne Japanisch für Anfänger oder was von anonymen Blogkommentatoren zu halten ist. 
 
Ein namenloser Wortkünstler hat kürzlich auf einem dieser jetzt so modernen, sogenannt medienkritischen Blogs behauptet, ich, Oliver Reichenstein, würde nichts leisten, ich würde überschätzt, sei ein Plagöri. Und Recht hatte er. Auf dem Weg zu meiner Freitagabend- Feierabendbar grübelte ich an einem Titel für diesen Wortkünstler herum. Wie würdigt man erhabene Zeitgenossen, die sich im Web anonym zusammentun und den Namen anderer Leute in den Schmutz ziehen? Blogheckenschützen? Pfifflibuebe? Schmutzgugge?
Ich brauchte etwas Griffiges, Lüpfiges wie der böse Moritz damals, als er die Schweizer Blogger als «einen einzigen Schrebergärtliguguus» bezeichnete und dadurch die wildesten Wutwellen auslöste. Ich suchte den sicheren Griff für einen Hosenlupf: Bisiriiber? Gloggezüügler? Fotzelchäib? Der treffende Schimpf verlangt einen Könner: Wenn der Grossvater einst polterte: «Das isch e Halungg!», dann war der betreffende Autohändler, schuldig oder unschuldig, schon so gut wie verhaftet, abgeführt, verurteilt und eingesperrt. «E rote Sauhund!» aus dem Mund des kapitalistischen Kampfonkels und der linke Seklehrer war für immer k.o. geschlagen. Löli, blödi Sieche, Glünggi oder Sürmel? Wie nennt man solche Leute?
Beim Bierchen in der Hintergassenbar habe ich meinem Feierabendbierfreund Tadashi – übersetzt «der Anständige» – die Problematik auseinandergelegt. Was denn ein Schrebergarten sei, wollte Tadashi zunächst wissen. Auf meine etwas ungeschickte Erklärung hin meinte er: «Freunde des Gartens! Was ist daran falsch? Wir sollten so was starten hier. Harajuku Schureberugaruten. Auf einem Flachdach, weisst Du, Bier trinken, Würste braten am Samstagnachmittag mit Blick über das strahlende Tokio. Wir tunken die Köpfe in den Regenwasserzuber zur Kühlung. Sugooi….»
«Nix Sugoi. Schrebergärtner sind nicht Freunde des Gartens. Die verfolgen einander mit kaltem Hass. Schleichen bei Nacht und Nebel auf Zehenspitzen zum Nachbarn, graben einander Salzsäcke neben die Erbsen und pissen heimlich über die Erdbeeren. Deshalb sagt Moritz, die Blogger seien Schrebergärtner. – Gibt es denn in den japanischen Blogs auch so eine Schrebergartenmentalität?»
«Nein, die meisten Blogs sind Gomiblogs, also Abfallblogs. Spezialisierte Onlinespammer müllen das japanische Web mit Scheininformation zu, die auf Unternehmensseiten linkt. Sie nennen das SEO, Search Engine Optimisation. Eine Riesenscharlatanerie. – Übrigens, jetzt fällt mir das Wort ein, nach dem Du gesucht hast: Gaichuu.»
«Ah ja?»
«Die Käfer des Schadens. Meinem Vater in Nagoya haben die den ganzen Pfirsichbaumgarten weggefressen.» Tadashi wollte wissen, wie man Käfer des Schadens auf Deutsch sagt.
«Hm, das passt nicht ganz genau», sagte ich, nachdem er drei-, viermal «unnugezifaru» gestammelt hatte. «Ungeziefer sind bloss die, die den Blogger selber angreifen und zersetzen wollen. Die, die den Blog anderer nutzen, um Dritte anzupöbeln, sind nicht bloss Ungeziefer, das ist…»
«Booto», rief er. «Das Wort brauchen nur Schriftsteller. Es setzt sich zusammen aus den Zeichen für sinnlos und Aufruhr. Habt ihr ein Wort dafür?»
«Pack. Wir sagen Pack. Grossväter brauchen das Wort ganz gern.»
«Pakku?»
«Genau. Einfach ohne U», sagte ich.
«Auf Japanisch heisst es: Mit Booto trinkt man keinen Sake. Aber das bedeutet dann wohl, dass man nicht auf anonyme Kommentare reagieren soll, nicht wahr?»
«Die Frage ist: Warum soll man sie überhaupt erst zulassen? Wenn Du nicht zu Deinen Worten stehen kannst, dann stimmt etwas mit Dir oder Deinen Worten nicht, oder?»
«Ohne anonyme Kommentare würden aber die meisten Blogs absterben.»
«Oder aufblühen?»
«Ah, dieser fiese Winter! Ich zähle ja die Tage bis zur Kirschblütenzeit, weisst Du. Siebenundvierzig. Warum wolltest Du das eigentlich alles wissen?» fragte Tadashi.
«Hast Du denn noch Zeit für einen letzten kleinen Sake?»
Oliver Reichenstein ist Informationsarchitekt und lebt in Tokyo
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