Mobitare ist neu bei Sulzer, Sutter zu Hause

In einer Konkurrenzpräsentation um den Etat von Mobitare konnte sich die Zürcher Agentur Sulzer, Sutter gegen zwei Mitbewerber durchsetzen.

 In einer Konkurrenzpräsentation um den Etat von Mobitare konnte sich die Zürcher Agentur Sulzer, Sutter gegen zwei Mitbewerber durchsetzen. Mobitare, die Design-Abteilung des Möbelhauses Pfister mit Standort Dübendorf, wolle sich künftig vermehrt im Grossraum Zürich als kompetentes Fachgeschäft für trendbewusstes Wohnen profilieren, teilte die Agentur mit. Dazu hat Sulzer, Sutter das entsprechende Kommunikationskonzept entwickelt. Die ersten Werbemassnahmen sollen im März zu sehen sein.

HD-DVD scheint im Kampf gegen Blu-ray zu unterliegen

Der Kampf um die DVD-Nachfolge zwischen HD-DVD und Blu-ray scheint entschieden: Toshiba stellt offenbar die Produktion von HD-DVD-Abspiel- und Aufnahmegeräten ein.

 Der Kampf um die DVD-Nachfolge zwischen HD-DVD und Blu-ray scheint entschieden: Toshiba stellt offenbar die Produktion von HD-DVD-Abspiel- und Aufnahmegeräten ein. Obwohl das Unternehmen die Gerüchte bislang nicht kommentiert, scheint man sich gegenüber Sony und dessen Blu-ray-Disk geschlagen zu geben. Analysten sind sich indessen einig, dass der Elektronikkonzern damit endgültig die Segel streicht und die letzten Schritte unternimmt, sich aus dem HD-DVD-Geschäft zurückzuziehen. Auch wird darüber spekuliert, dass taiwanesische Hersteller wie Asus und Lite On ihre Produktion von HD-DVD-Laufwerken einstellen könnten. Zudem stellt sich die Frage bei LG Electronics und Samsung, ob diese womöglich ihre HD-DVD-Blu-ray-Kombigeräte auf Eis legen. «Vor allem die Entscheidung des US-Einzelhandelsriesen Wal-Mart, HD-DVD-Produkte aus den Regalen zu nehmen, hat die Lage weiter zugunsten der Blu-ray-Disk verschoben. Obwohl wir derzeit erst ganz am Anfang einer letztendlichen Durchsetzung von Blu-ray stehen, ist es nur mehr eine Frage der Zeit. Den Krieg zwischen beiden Formaten sehe ich mit Blick auf Sony jedoch als endgültig entschieden», sagte Screen-Digest-Analystin Helen Davis Jayalath gegenüber Pressetext.
Vor dem Hintergrund der Entscheidung des US-amerikanischen Filmstudios Warner Bros. Entertainment, ab Juni 2008 ausschliesslich auf Blu-ray zu setzten, sahen Brancheninsider den Weg bereits vorgezeichnet. Zwar will Toshiba noch weiter HD-DVD-Geräte verkaufen, die Produktion sowie die teure Entwicklung neuer Geräte soll aber ausgesetzt werden, berichtet der japanische TV-Sender NHK. Ein weiteres Signal sehen Experten darin, dass auch der grösste amerikanische Elektronikhändler Best Buy sowie der führende Online-Videoverleih Netflix die HD-DVD fallen lassen wollen. Den Vorteil der Blu-ray-Disk gegenüber der HD-DVD sieht Jayalath vor allem in der verfügbaren Speicherkapazität.

Springer geht gegen Beschwerden des Bildblogs vor

Seit rund dreieinhalb Jahren nimmt der Bildblog die Arbeit der deutschen Boulevardzeitung Bild unter die Lupe. Nun geht der Axel Springer Verlag, der die Bildzeitung herausgibt, gegen die Website vor: Er will erreichen, dass die Betreiber des Blogs keine Beschwerden mehr beim deutschen Presserat einreichen dürfen.

 Seit rund dreieinhalb Jahren nimmt der Bildblog die Arbeit der deutschen Boulevardzeitung Bild unter die Lupe. Nun geht der Axel Springer Verlag, der die Bildzeitung herausgibt, gegen die Website vor: Er will erreichen, dass die Betreiber des Blogs keine Beschwerden mehr beim deutschen Presserat einreichen dürfen. Die Bildblogger haben seit dem Start ihres Weblogs zwölf Beschwerden beim Presserat eingereicht. Neun Fälle habe der Presserat bisher behandelt; in keinem Fall habe er eine Rüge ausgesprochen, heisst es auf dem Blog. Axel Springer will die Beschwerden beim Presserat für die Bildblogger aber grundsätzlich unmöglich machen. Er ist der Meinung, dass es den Machern der Seite bei ihren Eingaben nicht darum gehe, Misstände aufzuzeigen, sondern vielmehr um die Erhöhung des eigenen Profits.
Wie der Spiegel berichtet, ist der Medienkonzernz überzeugt, dass die Blogger mit den Beschwerden Stoff für die eigene Berichterstattung gewinnen wollen. Dadurch entstehe mehr Traffic auf der Seite, was wiederum die Werbeeinnahmen in die Höhe treibe. Es sei grundsätzlich nicht hinnehmbar, dass Presserat und Bild «Aufwand betreiben müssten», um die Attraktivität und mittelbar die Einnahmen von Bildblog zu steigern, zitiert der Spiegel eine Anwältin des Axel Springer Verlags. Der deutsche Presserat soll nun am 12. März 2008 darüber beraten, ob den Blogger die Eingaben künftig verwehrt bleiben.
Auf dem Bildblog gibt man sich angesichts der ganzen Geschichte nicht allzu besorgt: Man verfolge die Sorge von Axel Springer um das Wohlergehen des Presserates und die Bewahrung publizistischer Grundsätze wie dem der «Wahrhaftigkeit» amüsiert und lasse sich gerne von der Entscheidung des Presserates überraschen, heisst es dort.

Zu guter Letzt: Wenn der Papst und RTL in die vermeintlich gleiche Richtung ziehen

Seit Ende Januar strahlt der deutsche Privatsender RTL eine neue Staffel der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar», kurz DSDS, aus. Zum fünften Mal kanzelt die Jury um Fiesling Dieter Bohlen dort blutjunge, nach Aufmerksamkeit und Prominentenstatus lechzende Jugendliche mit knallharten, pointierten Urteilen ab.

 Seit Ende Januar strahlt der deutsche Privatsender RTL eine neue Staffel der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar», kurz DSDS, aus. Zum fünften Mal kanzelt die Jury um Fiesling Dieter Bohlen dort blutjunge, nach Aufmerksamkeit und Prominentenstatus lechzende Jugendliche mit knallharten, pointierten Urteilen ab. Im letzten Jahr leitete die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) deshalb ein Prüfverfahren wegen «möglicher sozialethischer Desorientierung von Kindern und Jugendlichen» ein. Unter Berücksichtigung der Anhörungsergebnisse entschied die KJM dann, dass RTL in bestimmten Nachmittags-Sendungen im Januar 2007 gegen die Jugendschutzbestimmungen verstossen habe. Beleidigende Kommentare der Jury sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten seien geeignet, die Entwicklung von Kindern unter zwölf Jahren zu beeinträchtigen. Es werde dort vorgeführt, wie Menschen herabgesetzt, verspottet und lächerlich gemacht werden.Nun bittet RTL selbst die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) darum, die neue Staffel unter die Lupe zu nehmen. Ab Donnerstag werde über jede einzelne Folge ein Gutachten erstellt, sagte der Jugendschutzbeauftragte des Kölner Senders, Dieter Cjaza, gegenüber der Bild am Sonntag. Scheint fast so, als schwenke RTL damit auf die Linie von Papst Benedikt XVI. ein, der vor kurzem zur Vorsicht beim Medienkonsum aufrief. Hat es die RTL-Verantwortlichen etwa kürzlich in den Kölner Dom verschlagen? – Nein, ganz und gar nicht. Der Vorstand des FSF setzt sich nämlich aus Vertretern der deutschen Privatsender zusammen und an dessen Spitze sitzt niemand anderes als Dieter Czaja selbst. RTL füllt die Werbetrommel also nur mit etwas vordergründigem Verantwortungsbewusstsein und einem Spritzer Weihwasser. Der Quote schadet das sicher nicht.

Agentur am Flughafen sucht Platzhirsche für Scuol

Die Altenrheiner Agentur am Flughafen wirbt mit einem Mailing für die HRS Hauser Rutishauser Suter AG, die im bünderischen Scoul 38 Eigentumswohungen erstellt.

 Die Altenrheiner Agentur am Flughafen wirbt mit einem Mailing für die HRS Hauser Rutishauser Suter AG, die im bünderischen Scoul 38 Eigentumswohungen erstellt. Die Agentur am Flughafen wurde mit der Aufgabe betraut, die Überbauung bekannt zu machen und Interessenten zu generieren. Dafür kreierte die Agentur ein Mailing, bei dem einer selektierten Zielgruppe im Unterland ein personifizierter Jagdschein ausgestellt und diese zum Absch(l)uss von Wohneigentum autorisiert wurde. Verantwortlich bei HRS Hauser Rutishauser Suter AG:
Géraldine May (Leiterin Verkauf), Stephan Rausch (Geschäftsleiter und Mitinhaber HRS). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen: Miriam Egli (Beratung), René Eugster (CD), Dominique Rutishauser (AD), Benita Sutter (Grafik/Illustration), Désirée Schmid (Text), Alexander Bayer, Vision Studios sowie Christoph Sonderegger (Fotografie).

Werbedruck wuchs im Januar um 10 Prozent

Unternehmen haben in der Schweiz im Januar Werbung im Wert von 279,37 Millionen Franken geschaltet. Dies entspricht einer Zunahme von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie aus den neuen Zahlen von Media Focus hervorgeht.

 Unternehmen haben in der Schweiz im Januar Werbung im Wert von 279,37 Millionen Franken geschaltet. Dies entspricht einer Zunahme von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie aus den neuen Zahlen von Media Focus hervorgeht. Das grösste Wachstum mit einem Plus von 75 Prozent (+1 Million Franken) geht auf das Konto der Uhren- und Schmuckunternehmen. Auch die Nahrungsmittel-Werbung legte um 8,8 Mio. Fr. oder 53,7 Prozent zu.
Beliebt waren die sogenannten «Schweinebauchanzeigen»: Die Produktssortimentswerbung verzeichnete bei der Nahrungsmittel-Gruppe alleine ein Plus von 3,5 Millionen Franken.
Zu den Gewinnern zählte im Werbemonat Januar auch die Unterhaltungselektronik (inklusive Foto und Film) mit einem Zuwachs von 4,9 Millionen Franken oder 57,6 Prozent.
Bei ihrer Brutto-Werbestatistik bewertet Media Focus die Werbe-Schaltungen nach dem offiziellen Tarif des jeweiligen Werbeträgers. Rabatte, die die Werbeträger gewähren, sind also nicht berücksichtigt.

Neues Portal für Schreibende

Das Institut Schreibszene Schweiz bietet unter anderem Workshops im Romanschreiben oder Lehrgänge für Texter an. Nun stellt es Schreibenden aller Art, seien es Werbe- oder PR-Texter, Übersetzer oder Schriftsteller, kostenlos ein Portal zur Verfügung.

 Das Institut Schreibszene Schweiz bietet unter anderem Workshops im Romanschreiben oder Lehrgänge für Texter an. Nun stellt es Schreibenden aller Art, seien es Werbe- oder PR-Texter, Übersetzer oder Schriftsteller, kostenlos ein Portal zur Verfügung. Auf Schreibszenenetz.ch können sich alle Interessierten mit einem Porträt vorstellen und so in Kontakt miteinander treten. Zudem können auch Stelleninserate platziert werden.

Neuer Chefredaktor beim Walliser Boten

Anfang des nächsten Jahres werden beim Walliser Boten die wichtigsten redaktionellen Posten neu besetzt. Nachfolger des 64-jährigen Chefredaktors Pius Rieder wird dann sein 13 Jahre jüngerer Bruder Thomas Rieder.

 Anfang des nächsten Jahres werden beim Walliser Boten die wichtigsten redaktionellen Posten neu besetzt. Nachfolger des 64-jährigen Chefredaktors Pius Rieder wird dann sein 13 Jahre jüngerer Bruder Thomas Rieder. Pius Rieder hatte die Redaktion seit 1984 zusammen mit seinem Stellvertreter Luzius Theler geleitet. Nun treten beide zurück. Während sich Pius Rieder in die Pension verabschiedet, will sich der 60-jährige Theler fortan voll und ganz der journalistischen Arbeit widmen. Sein Nachfolger soll zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt werden. Mit der Wahl von Thomas Rieder wolle das Wahlgremium ein klares Zeichen der Konstanz und Kontinuität setzen, teilte das Blatt am Samstag mit. Thomas Rieder ist seit 31 Jahren beim Walliser Boten tätig und empfahl sich in dieser Zeit in den Ressorts Schweiz, Ausland, Sport und Region für seinen künftigen Job.

SF plant Videoportal für Schweizer Bands

Das Schweizer Fernsehen setzt auf Interaktion und plant die Lancierung einer eigenen Videoplattform namens «Musicnight my Stage». Darauf können Schweizer Bands ihre Videoclips präsentieren.

 Das Schweizer Fernsehen setzt auf Interaktion und plant die Lancierung einer eigenen Videoplattform namens «Musicnight my Stage». Wie Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten der Neuen Luzerner Zeitung sagte, können Schweizer Bands darauf ihre Videoclips präsentieren. Die Plattform werde in den nächsten Monaten starten, bestätigte SF-Sprecher David Affentranger gegenüber der Werbewoche. Im Stil von bekannten Portalen wie My Space können interessierte Bands ihre Clips selbst hochladen. Die Besucher der Plattform stimmen anschliessend über ihre Favoriten ab, die Videos der Siegerbands werden in der TV-Sendung «Musicnight» mit Dani Beck vorgestellt. Die DRS-Radiosender sind unter der Adresse Mx3.ch im Netz bereits mit einem eigenen Musikportal vertreten. Im Unterschied zum geplanten «Musicnight my Stage» präsentieren sich dort die meisten Bands aber ohne Videoclips.

Daniel Ambühl mit Sendung bei Radio 1

Der freischaffende Künstler Daniel Ambühl hat ein neues Engagement. Ab dem 17. März wird der 49-jährige, ehemalige Radio 24- und Fernseh-Mitarbeiter eine wöchentliche Wissensshow auf Radio 1 präsentieren.

 Der freischaffende Künstler Daniel Ambühl hat ein neues Engagement. Ab dem 17. März wird der 49-jährige, ehemalige Radio 24- und Fernseh-Mitarbeiter eine wöchentliche Wissensshow auf Radio 1 präsentieren. «Radio ist ein wunderbares Medium, um hochstehende Inhalte zu vermitteln», liess der neue Schawinski-Mitarbeiter in einer Medienmitteilung vom Montag verlauten.

TV-Gebiete könnten mittelfristig geändert werden

Für all jene, die mit den von Bundesbern ausgeschriebenen TV-Versorgungsgebieten nicht zufrieden sind, gibt es einen Silberstreifen am Horizont: Das Departement Leuenberger schliesst mittelfristig gewisse Änderungen nicht aus.

 Für all jene, die mit den von Bundesbern ausgeschriebenen TV-Versorgungsgebieten nicht zufrieden sind, gibt es einen Silberstreifen am Horizont: Das Departement Leuenberger schliesst gewisse Änderungen nicht aus – bis diese allenfalls realisiert werden, geht es allerdings noch eine Weile. «Die Konzessionsvergabe und danach der Sendestart mit den neuen Konzessionen erfolgt nach den ausgeschriebenen Gebieten. Da soll man sich keine Illusionen machen», erklärte Bakom-Sprecher Bernhard Bürki auf Anfrage der Werbewoche. Danach werde man in Bundesbern prüfen, ob Anpassungen nötig seien. Kleinere Änderungen könnte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation in Eigenregie vornehmen. Grössere bedürfen der Zustimmung des Gesamtbundesrates. Unzufriedenheit regt sich schon länger in den «Ausserschwyz» genannten Bezirken im Kanton Schwyz. Diese Region hat das Bundesamt für Kommunikation dem TV-Gebiet Innerschweiz zugeteilt. Der in der Gegend beliebte Sender Tele Züri bewirbt sich aber für das Gebiet Zürich-Nordostschweiz. Sollte er dafür den Zuschlag erhalten, darf er in Ausserschwyz nicht mehr senden. Dagegen wehrte sich die Bevölkerung: Im letzten Herbst unterzeichneten laut Zürichsee-Zeitung 3141 Personen die Petition «Tele Züri für die Ausserschwyz», und am Samstag kam es in Rapperswil sogar zu einer Demonstration für den Sender. Daran nahmen laut der Zeitung Sonntag rund 500 Leute teil.
Geht Tele Züri bei der Konzessionsvergabe leer aus, darf es weiterhin in den umstrittenen Schwyzer Gebieten senden: Laut dem neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) besteht für Sender, die keine Gebührengelder beanspruchen, nur eine Meldepflicht. Allerdings entgehen ihnen neben den Gebühren auch die Garantien, dass sie über das Kabelnetz verbreitet werden. Für Tele Züri wäre das wahrscheinlich kein allzu grosses Problem: Es ist kaum davon auszugehen, dass die Netzbetreiber den grossen Regionalsender aus ihrem Netz kippen würden.

Verlag von .ch hat Strafanzeige gegen Sobli-Journalisten eingereicht

Die .ch-Verlegerin Media Punkt hat Strafanzeige gegen einen Journalisten des Sonntagsblicks eingereicht. Sie bezichtigt das Ringier-Blatt des unlauteren Wettbewerbs: Ein im Sobli veröffentlichter Artikel sei unwahr und kreditschädigend gewesen.

 Die .ch-Verlegerin Media Punkt hat Strafanzeige gegen einen Journalisten des Sonntagsblicks eingereicht. Sie bezichtigt das Ringier-Blatt des unlauteren Wettbewerbs: Ein im Sobli veröffentlichter Artikel sei unwahr und kreditschädigend gewesen. In dem besagten Sonntagsblick-Artikel vom 20. Januar hiess es, Tausende Exemplare der Luzerner Ausgabe von .ch würden jeweils vor der eigentlichen Auslieferung direkt entsorgt. Dabei nennt der Autor Zahlen von bis zu 10’000 Exemplaren, die nicht ausgeliefert würden. Unter Berufung auf «Insider» schreibt der Autor, dass in den letzten Monaten regelmässig ein beträchtlicher Teil der Luzerner Ausgabe der Gratiszeitung nicht ausgeliefert worden seien und dass die Probleme bereits seit November 2007 existieren würden.
Diese Behauptungen seien unwahr und schadeten dem Ansehen von .ch im Werbemarkt erheblich, heisst es in einer Mitteilung von Media Punkt. Insgesamt sei in dem Artikel der Eindruck erweckt worden, .ch habe seine vor dem Start der Zeitung abgegebenen Versprechen über den Vertrieb nicht eingehalten. Media Punkt hat deshalb bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich gegen den Autor des Artikels eine Strafanzeige wegen Verletzung des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb eingereicht, wie die Mitteilung des Verlags eine entsprechende Meldung in der Zeitung Sonntag bestätigt.
In der Strafanzeige werde zudem darauf hingewiesen, dass der Sonntagsblick-Chefredaktor Marc Walder «an der Schädigung von .ch ein direktes berufliches und finanzielles Interesse» haben könnte. Walder hält bei Ringier neben dem Chefredaktors-Posten die Position des Redaktionsdirektors der Schweizer Zeitungen. Dazu gehören der Blick und die Abendzeitung Heute.
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