Jekami

René Worni schreibt in dieser Woche über die führungslose Regionalpresse der NZZ.

 
René Worni über die führungslose Regionalpresse der NZZ 
Was macht eigentlich die NZZ mit ihren Regionalzeitungen? Im Gegensatz zu Konkurrentin Tamedia (fast) gar nichts. Zuständig für ihre Regionalblätter ist die Tochtergesellschaft Freie Presse Holding (FPH). Über die FPH ist die NZZ zum Beispiel am St. Galler Tagblatt, an der Neuen Luzerner Zeitung und an den Blättern der Züriland-Zeitung (Unterländer, Oberländer, Zürichsee Zeitung) beteiligt. Und regelmässig treffen sich Führungsleute der Regionalblätter zum Ideenaustausch. So gesehen ist die FPH eine mehr oder weniger geschätzte Schnittstelle. Und damit hat es sich auch schon. Zu einem Konsens, wie sich die Regionalpresse im Schatten der NZZ und im umkämpften Regionalmarkt strategisch entwickeln oder wenigstens verhalten sollte, kam es bis heute nicht.Die FPH ist im Hause NZZ (untergebracht in einem Nebengebäude) ein stiefmütterlich behandeltes Gebilde. Denn wer in den publizistischen Höhenlagen eines Weltblattes arbeitet, hat wohl kaum Interesse für die Sorgen von ein paar versprengten Regionaltiteln. Die sollen selber schauen, wie sie zurechtkommen. Deshalb mangelt es auch weitgehend an Orientierungshilfen und Leitsignalen von der Falkenstrasse. So passiert es denn einfach, dass die Luzerner jetzt mit einer eigenen Sonntagsausgabe auf den Sonntagsmarkt kommen und sich in direkter Konkurrenz zur NZZ am Sonntag ihre Kooperationspartner (aktuell die AZ Medien) selber aussuchen. Nicht nur, dass Luzern und Baden sonntags redaktionell und auf dem Inseratemarkt kooperieren wollen, auch der neue Sonntagstalk auf den AZ-Sendern Tele Tell und Tele M1 wird redaktionell mit den beiden Sonntagsblättern verknüpft. Zwar heisst es bei der NZZ, der Fall Luzern passe hervorragend in die Strategie des Hauses. Doch dieses hat es selbst als Mehrheitseignerin der Neuen Luzerner Zeitung und des
St. Galler Tagblatts nicht geschafft, beide Blätter von einer gemeinsamen Sonntagausgabe zu überzeugen beziehungsweise das Vorhaben mit der NZZ am Sonntag abzustimmen. Ein strategischer Gau und für die NZZ-Regionalpresse ein beliebiges Jekami. AZ-Verleger Peter Wanner, durch Tamedias News-Offensive im Mittelland in der Bredouille, ist da ein idealer Katalysator für allerlei Kooperationen. Wie ernst es dabei der NZZ mit notwendigen kommerziellen Interessen ist, bleibt ein Rätselraten.
René Worni, Redaktor

Sherlock Holmes in der Blogosphäre

Teaser-KampagneDie angebliche Interessensgruppe Free Internet sorgte unter Bloggern für Aufregung. Nun scheint das Rätsel gelöst.

 
Teaser-Kampagne Free Internet sorgte unter Bloggern für Aufregung.  
Letzte Woche sorgte die angebliche Interessengruppe «Free Internet» bei Bloggern für Diskussionen. Die Gruppe gab vor, dass sie sich für kostenlose Internetzugänge einsetzen wolle. Nachdruck verschaffen will die Gruppe dieser Forderung etwa mit einer Nacktdemo im Zürcher Niederdorf, daneben sind auch Onlineanzeigen sowie TV- und Radio-Spots im Einsatz. Blogger spekulierten aber rasch darüber, ob es sich dabei nicht vielmehr um eine Teaser-Kampagne eines Unternehmens handle. Im Verdacht stand Sunrise, wobei Klartext-Chefredaktor Nick Lüthi den ersten Hinweis gab, dass die Telekomfirma dahinter stecken könnte. Der Swiss Metablog fand dann heraus, dass die Website Freeinternet.ch schon vor Jahren Inhalte von Sunrise enthalten hatte. Und BloggingTom klapperte einige Telekomunternehmen ab: Ausser Sunrise dementierten alle, dass sie etwas mit der Sache zu tun haben. Auch gegenüber der Werbewoche sagte Sunrise-Sprecher Konrad Stokar, dass er zu der ganzen Sache «nichts sagen könne». Diese enigmatische Antwort heizte die Spekulationen natürlich zusätzlich an.
Ein weiterer Hinweis erfolgte auf dem Blog Tou: Dessen Betreiber wurde von «einer Person aus dem Medienbereich» informiert, dass Spots von «Free Internet» mit Sunrise angeschrieben seien. Die Abendzeitung Heute lieferte dafür den Beweis: In der Spotdatenbank der Publisuisse waren die Clips von Free Internet tatsächlich mit Sunrise benannt. Am Dienstag verschwanden die Spots aber aus der Datenbank. Wie Peter Kaufmann von Publisuisse sagte, habe der betreffende Auftraggeber vom Recht Gebrauch gemacht, die Spots entfernen zu lassen.
Das Rätsel um «Free Internet» scheint nun also gelöst, auch wenn von Sunrise weiterhin nur so viel zu erfahren ist: «Kein Kommentar». Man darf auf die Auflösung gespannt sein – und darauf, ob die vielen Fährten zu der Rätsels Lösung vielleicht gar absichtlich gelegt wurden.
Carole Scheidegger

TPC legt für 2007 ein positives Finanzergebnis vor

Die SRG-Tochter TV Productioncenter Zürich (TPC) beschliesst ein nach eigenen Angaben schwieriges Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis, das durch Mehrumsatz mit SF und Sparmassnahmen möglich wurde.

 Die SRG-Tochter TV Productioncenter Zürich (TPC) beschliesst ein nach eigenen Angaben schwieriges Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis von 311’000 Franken. Der Umsatz lag bei 128,68 Millionen Franken, der Aufwand bei 127,59 Millionen Franken. Das Ergebnis in den schwarzen Zahlen sei durch einen Mehrumsatz mit dem Schweizer Fernsehen, konsequent umgesetzte Sparmassnahmen und den grossen Einsatz aller Mitarbeitenden möglich geworden, teilte TPC mit. Die grösste Schweizer Produzentin von audiovisuelle Medien war mit einer Preissenkung von durchschnittlich 5 Prozent auf allen Dienstleistungen in das Jahr 2007 gestartet. Diese Preissenkung habe das Unternehmen insgesamt wettbewerbsfähiger gemacht und beim grössten Kunden SF zu deutlichen Mehrumsätzen geführt, heisst es im Communiqué weiter. Für das Jahr 2008 zeigt sich CEO Alexander Krombholz optimistisch. Neben sportlichen Grossanlässen wie die Euro 08 und die olympischen Sommerspiele in Peking nimmt das TPC die HD-Migration, Umstellung der Newsproduktion auf bandlosen Betrieb und ein Weiterausbau der IT-basierten Produktion in Angriff.

APG und Diesel bringen UV-Plakate zum Leuchten

Die Affichage-Tochter APG realisierte in enger Zusammenarbeit mit Christinger Partner und Diesel Swiss das nach eigenen Angaben erste UV-Plakat der Welt. Exemplare der leuchtenden Plakate sind noch bis zum 15. Februar in Zürich zu sehen.

 Die Affichage-Tochter APG realisierte in enger Zusammenarbeit mit Christinger Partner und Diesel Swiss das nach eigenen Angaben erste UV-Plakat der Welt. Exemplare der leuchtenden Plakate sind noch bis zum 15. Februar in Zürich am Löwenplatz, in der Gessnerallee sowie an der Bahnhofstrasse/VBZ Bürkliplatz zu sehen. Das Projekt basiere auf der Idee, mittels Schwarzlichttechnologie und spezieller Bearbeitung der Plakate einzelne Elemente hervorzuheben, heisst es in einer Mitteilung. Ein passender Zusatz zu den F200-Leuchtkasten wurde von APG konstruiert. Der Druckspezialist Christinger Partner in Schlieren seinerseits brachte Fachwissen im Bereich Drucktechnik ein, um die Plakate den Gegebenheiten anzupassen. Geworben wird auf den ersten Exemplaren dieser UV-Plakate für Diesel.

Zehnder lanciert kostenlose Wochenzeitung für Zofingen

Das Zehnder Verlagshaus lanciert am Donnerstag dieser Woche die Gratis-Wochenzeitung Zofinger Nachrichten. Es handelt sich dabei um einen Schwestertitel der Aarauer Nachrichten.

 Das Zehnder Verlagshaus lanciert am Donnerstag dieser Woche die Gratis-Wochenzeitung Zofinger Nachrichten. Es handelt sich dabei um einen Schwestertitel der Aarauer Nachrichten, wie Zehnder mitteilte. Das Blatt wird via Post in Zofingen, Oftringen, Rothrist und Safenwil in alle Haushaltungen geliefert. Die beiden Schwestertitel erscheinen in einer Gesamtauflage von 35’000 Exemplaren. Bis anhin wurden die obengenannten Ortschaften mit den Aarauer Nachrichten beliefert. Mit der Lancierung der Zofinger Nachrichten soll nun eine umfassendere, regionale Berichterstattung für die Region Zofingen ermöglicht werden.

Internationaler Masterstudiengang für Journalismus startet im Herbst

Vier Ausbildungsstätten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten einen neuen Masterstudiengang in New Media Journalism an. Daran beteiligt ist auch die Schweizer Journalistenschule MAZ. Der erste Kurs startet im kommenden Wintersemester.

 Vier Ausbildungsstätten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten einen neuen Masterstudiengang in New Media Journalism an. Daran beteiligt ist auch die Schweizer Journalistenschule MAZ. Es handelt sich dabei um ein berufsbegleitendes Studium für Journalisten, Medienmanager und Web-Profis. Den Abschluss bildet ein international anerkannter Master-Titel. Das viersemestrige Studium besteht aus zehn Modulen, einem Praktikum und der Masterarbeit.
Die länderübergreifende Zusammenarbeit ist laut Mitteilung Konzept: internationale Inhalte, Netzwerke als Arbeitsumfeld, Qualitätsmedien und Referenten aus allen drei Ländern. Das Studium soll künftigen Medienmachern die Möglichkeit bieten, auf akademischem Niveau Crossmedia-Kenntnisse, Führungskompetenzen und neue Managementtechniken zu erwerben. Neben dem MAZ wird der Studiengang von der Universität Leipzig, der Akademie für Publizistik in Hamburg und dem Kuratorium für Journalistenausbildung in Salzburg durchgeführt.
Der Lehrgang startet im Wintersemester 2008. Teilnehmen kann, wer bereits einen Hochschulabschluss besitzt, Berufserfahrung mitbringt und bei einem Auswahlgespräch überzeugt. Bewerbungsschluss ist Ende August 2008. Die Studiengebühren betragen pro Semester 3’000 Euro (plus Prüfungsgebühren).

Zu guter Letzt: Von der Paarung der Vögel zum virtuellen Blumenstrauss

Wenn sich Verliebte üppige Blumensträusse schenken oder sich Pralinenschachteln in Herzform unters Kopfkissen legen, dann ist es wieder soweit: Der Valentinstag lässt die Kassen klingeln. Dabei hatte im Jahr 1382 alles so schön begonnen.

 Wenn sich Verliebte üppige Blumensträusse schenken oder sich Pralinenschachteln in Herzform unters Kopfkissen legen, dann ist es wieder soweit: Der Valentinstag lässt die Kassen klingeln. Dabei hatte im Jahr 1382 alles so schön begonnen, als Geoffrey Chaucer dichtete, am Valentinstag paarten sich die Vögel – die Menschen bezogen dies auf sich, und der Tag der Verliebten war geboren. 1949 wurde er dann auch in der Schweiz eingeführt – natürlich von den Floristen. Und es scheint sich gelohnt zu haben: Durchschnittlich 20 Millionen Blumen gehen jeden Valentinstag über die Schweizer Verkaufstheken. Doch nicht nur die Blumenhändler profitieren vom 14. Februar: Auch der Mobiltelefonbranche dürfte der Tag nicht ungelegen kommen, denn Herr und Frau Schweizer drücken ihre romantischen Gefühle gern auch via SMS aus: Rund 18 Millionen der kurzen Mitteilungen werden jedes Jahr am Valentinstag verschickt. Es scheint allgemein im Trend zu liegen, Gefühle lieber zu tippen als auszusprechen: Laut einer Valentinstag-Studie von Microsoft flirten Männer und Frauen europaweit am liebsten «mit ihren Fingern», weil es sie vor Sprachlosigkeit und peinlichem Erröten bewahrt.
Ebenfalls ein bisschen mehr Umsatz erhofft sich die Milchprodukte-Branche vom grossen Tag der Liebe: So gibt es bei Floralp ein Romantico-Weekend für Verliebte zu gewinnen, mit Valentinsrezepten soll es in der Küche zum Knistern kommen, und wer den neuen Milch-Werbespot von SMP mit der Kuh Lovely zu Ende führt, kann 20’000 Franken gewinnen.
Und auch die St. Galler Agentur Complecta springt auf den Zug der Liebe auf – mit einer Aktion in Second Life. Dort kann nämlich im Office ein Blumenstrauss gewählt und eine Karte geschrieben werden. Die Grüsse werden dann am Valentinstag von einem Compecta-Mitarbeiter dem gewünschten Avatar überbracht.
Es sind also längst nicht mehr bloss die Floristen, die vom Valentinstag profitieren – manch andere Branche hat unterdessen vom wirtschaftlichen Potenzial der Liebe Wind bekommen. Und versucht, diese so gut wie möglich zu vermarkten.

Schlacht der Giganten

Wahlwerbung Amerika liegt im Wahlkampf-Fieber. Das Rennen um die US-Präsidentschaft bringt allen voran den TV-Anstalten satte Milliardengewinne.

 
Wahlwerbung Amerika liegt im Wahlkampf-Fieber. Das Rennen um die US-Präsidentschaft bringt allen voran den TV-Anstalten satte Milliardengewinne. 
Der Wahltag des Super Tuesday ist vorbei, und ausser dem republikanischen Senator John McCain, der wahrscheinlich der Präsidentschaftskandidat seiner Partei werden wird, ist nichts entschieden. Das ganze Land und mit ihm die ganze Welt verfolgt fasziniert das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Demokraten Hillary Clinton und Barak Obama und fragt sich, wie lange das noch in diesem Tempo weitergehen soll. Ein langer Wahlkampf bedeutet jede Menge Ausgaben für Marketing. Jeder der Kandidaten gab vor dem Super Tuesday über 100 Millionen Dollar aus. Die Gesamtsumme für politische Werbung wird in diesem Jahr, laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Borrell Associates, bei der Rekordsumme von 4,8 Milliarden Dollar liegen. 60 Prozent davon werden die Fernsehsender einheimsen. Eher enttäuschend fallen die Einnahmen für Onlinewerbung aus, für die lediglich 20 Millionen Dollar oder ein halbes Prozent vorhergesagt werden.
Dass Wahlwerbung allein jedoch nicht ausreicht, wurde am Beispiel des Republikaners Mitt Romney deutlich. Er gab rund 30 Millionen Dollar allein für TV-Werbung aus und schied dennoch vergangene Woche aus dem Rennen. Weitaus besser lief es für John McCain, der sich schon früh auf den entscheidenden Staat New Hampshire konzentrierte und nach dem dortigen Sieg wieder reichlich an Spenden für die nächsten Ziele gewann.
Randgruppen profitieren
Komplizierter verhält es sich auf demokratischer Seite. «Wir haben zwei Kandidaten, die ihre Etats zusammen haben und das gesammelte Geld umgehend ausgeben», sagt Evan Tracey von der Campaign Analysis Group des Medienforschungs- unternehmens TNS Media Intelligence. «In den nächsten Wochen werden die Ausgaben sehr gezielt gemacht werden und sich auf die heiss umkämpften Bundesstaaten konzentrieren.» Diese «Battleground States» sind vor allem bevölkerungsreiche Staaten wie Ohio und Texas, wo Anfang März gewählt wird und wo zunehmend Geld in spanischsprachige Medien gesteckt wird. Es wird erwartet, dass die Wahlkampfausgaben mit den Vorwahlen in Pennsylvania Ende April allmählich abflauen werden.
Besorgnis erregend für Hillary Clinton war Ende Januar ein wahrer Spendenregen zugunsten von Obama, der dies umgehend ausnutzte und zahlreiche TV-Spots in den Super-Tuesday-Staaten schaltete. Während Obama 16 Millionen Dollar zur Verfügung hatte, konnte Clinton in dieser Woche nur 12 Millionen ausgeben. Clinton musste vorübergehend sogar 5 Millionen Dollar aus ihrem Privatkonto locker machen. Bezeichnend ist, dass Clinton mit 4 Millionen Dollar mehr Geld für politische Consultants und Medienberater ausgab als Obama mit lediglich 1,4 Millionen. Obama bestätigt damit seinen Ruf, für die Medien weniger zugänglich zu sein als Clinton, die regelmässig mit dem mitreisenden Pressetross auf Schmusekurs geht.
Trotz der geringen Wahlwerbung im Internet spielt dieses Medium im Wahlkampf durchaus eine Rolle. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SS&K ergab, dass 40 Prozent der Wähler in New Hampshire die Webseiten mindestens eines Kandidaten besucht haben, und 25 Prozent schauten sich deren Profile auf Networkingseiten wie MySpace an. Die Wahlkampf-strategen behalten für künftige Rennen vor allem die Mediennutzungsgewohnheiten der Zielgruppe unter 30 Jahren im Auge, von denen 52 Prozent der Befragten durch die Webseiten der Kandidaten surften, die unter anderem Blogs, YouTube-Kanäle und Facebook-Seiten hatten.
Wenig in Erscheinung getreten sind bisher die so genannten 527-Gruppen, Special-Interest-Organisationen, die auf eigene Initiative für oder gegen einen Kandidaten Stimmung machen. Wie auch vor vier Jahren, als vor allem der demokratische Kandidat John Kerry Attacken aus dem rechten Lager ausgesetzt war, wird erwartet, dass sie erst dann eine Rolle spielen werden, wenn die beiden Präsidentschaftskandidaten klar sind. «Was wir dann sehen werden, sind die Specialinterest-Rufmord-Kampagnen», sagt Tobe Berkovitz, Kommunikations- professor an der Boston University.
Die Frage ist, ob das demokratische Wettrennen bis in den August hinein laufen könnte, wenn die demokratische Konvention stattfindet, und ob dies dem späteren Kandidaten schaden könnte, weil dann nur noch gut zwei Monate Zeit bis zur Wahl Anfang November ist. Der Parteivorsitzende Howard Dean will dem entgegenwirken: «Die Idee, dass wir auf der Konvention eine grosse Schlacht ausfechten werden und dann in acht Wochen die Wahl gewinnen müssen, ist kein gutes Szenario.»
Gerti Schön, New York
«Fernsehen ist unschlagbar»Im Gespräch mit der Werbewoche sagt Todd Gitlin, Komunikationsprofessor an der New Yorker Columbia-Universität, was die Berichterstattung auszeichnet und warum Fernsehen beim Horserace der Präsidentschaftsanwärter für Wahlwerbung der wichtigste Kanal ist.
WW: Was zeichnet die Berichterstattung in diesem Wahlkampf aus?Todd Gitlin: Es wird schon seit langem beklagt, dass sich die Berichterstattung auf das sogenannte Horserace konzentriert, also den Wettkampf, welcher der Kandidaten liegt vorne, wer gewinnt wo und so weiter. Je länger die Kampagne dauert, desto schwieriger ist es, das Publikum zum Zuschauen zu bewegen, und der Druck frischen Stoff zu liefern wird mit der Zeit grösser. Das Gute daran, dass sich alles so in die Länge zieht, ist, dass sich eine Nische für investigativen Journalismus öffnet, für den man Zeit und Ressourcen braucht. Auf diese Weise besteht die Chance, endlich vom Horserace wegzukommen und sich auf substanzielle Recherchen zu konzentrieren.
Was halten Sie von der bisherigen Wahlwerbung?Sie ist bisher weniger von den gegenseitigen Attacken geprägt, wie es im letzten Wahlkampf am Ende der Fall war. Das heisst aber nicht, dass sie inhaltlich nicht genauso manipulativ ist. John McCain etwa hat eine TV-Werbung gelauncht, in der er als Erbe von Ronald Reagan dargestellt wird, der schon während seiner Kriegsgefangenschaft in den 60ern von ihm beeinflusst wurde. Das ist lächerlich, weil Reagan zu dieser Zeit Gouverneur von Kalifornien war und bis dahin wenig politische Weitsicht demonstriert hatte.
Statistiken besagen, dass die Kandidaten noch immer hauptsächlich TV-Werbung schalten. Überrascht Sie das?Keineswegs. Die Kandidaten entscheiden sich für das Fernsehen, weil es immer noch am besten eine Stimmung, eine Atmosphäre widergeben kann und das ist das Hauptziel von Wahlwerbung. Darin ist das Fernsehen noch immer unschlagbar.
 
Interview: Gerti Schön
 
 

Eine Million für die Romandie

Vermarktung Publisuisse weibelt äusserst erfolgreich für Westschweizer Privat-TVs.

 
Vermarktung Publisuisse weibelt äusserst erfolgreich für Westschweizer Privat-TVs.Netto 309 Millionen Franken generierte die Publisuisse 2007 allein aus der TV-Werbung auf den sechs SRG-Sendern. Dies teilte die TV-Vermarkterin diese Woche mit. Gegenüber 2006 betrug die Steigerung immerhin 1,3 Prozent.Besonders bemerkenswert ist aber die Entwicklung bei den «übrigen Geschäftsfeldern». Deren Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf 33 Millionen Franken, womit der Bereich zum wiederholten Mal nicht nur das am stärksten wachsende Geschäftssegment der Publisuisse darstellt, sondern bereits rund zehn Prozent zum Nettoumsatz der SRG-Tochter beiträgt (Total: 342 Millionen Franken).
Unter «übrige Geschäftsfelder», die 2007 zwei Millionen Franken zulegten, subsummiert die Publisuisse Radio- und TV-Sponsoring, den Werbeverkauf für AdScreens an Naville-Kiosken sowie die Vermarktung des Tele News Combis. Alle diese Tätigkeitsfelder hätten letztes Jahr ihr Scherflein zum Umsatzzuwachs beigetragen, sagt Peter Kaufmann, Leiter PR der Publisuisse, auf Anfrage. Den Hauptanteil am Plus hat aber eine Tätigkeit, die die Publisuisse erst seit letztem März im Portfolio hat: die Vermarktung des Tele Romandie Combis (TRC). Gemäss Kaufmann konnte die Publisuisse für den jungen Westschweizer Privat-TV-Pool, dem sieben Lokalsender angehören, in den ersten zehn Monaten netto knapp eine Million Franken generieren. «Das entspricht durchaus den Erwartungen», kommentiert er die Zahl. Aus der Romandie war dazu bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme erhältlich. Das TRC umfasst das Genfer TV Léman Bleu, TVRL in Lausanne, ICI-TV in Vevey, Canal 9 in Sierre (VS), Canal Nord-Vaudois in Yverdon, Tele Bielingue in Biel, MaxTV (Morges) und Canal Alpha in Cortaillod (NE).
Das zweite Neugeschäft, das die Publisuisse aber erst seit Herbst 2007 aktiv betreibt, ist die Vermarktung von Privatradiowerbung (Swiss Radio Pool). Hier dürfte sie jedoch noch keine Viertelmillion Franken Umsatz erzielt haben.
Markus Knöpfli

Meisterwürde für die Werber

Ausbildung II Im August startet die Hochschule für Wirtschaft mit einem Lehrgang für Werber.

 
Ausbildung II Im August startet die Hochschule für Wirtschaft mit einem Lehrgang für Werber.  
An der Hochschule für Wirtschaft Zürich HWZ startet im August der Lehrgang «Kundenkommunikation». Das berufsbegleitende Studium auf Master-Stufe soll auf kompakte Weise die gesamte Spannbreite moderner Kundenkommunikation abdecken. Mit der neuen Ausbildung wolle man eine Lücke in der schweizerischen Marketing- und Kommunikationsweiterbildung schliessen, schreiben die Schöpfer des Studiengangs in einer Medienmitteilung. Mit dem neuen Ausbildungsangebot hat die Werbewirtschaft nämlich einen Hochschul-Lehrgang mit internationaler Anerkennung (siehe Kasten).Entstanden ist die Idee eines solchen Lehrgangs unter anderem deshalb, weil es für Kreative bis heute keine Ausbildungsmöglichkeiten auf Stufe Hochschule gab. «Es besteht jedoch eine grosse Nachfrage», so Studiengangleiter Rainer Bühler. Grund dürfte zum einen die internationale Anerkennung des Abschlusses sein. «Mit dem Abschluss kann man sich international vergleichen, was mit einem Sawi-Diplom nicht möglich ist», sagt Rainer Bühler. Zum anderen hätten viele Agenturmitarbeiter nicht die Möglichkeit, eine Hochschule zu besuchen, weil ein Sawi-Diplom dies nicht zulässt. Der neue Studiengang öffnet die Türen in die akademische Welt: Personen mit eidgenössischem Diplom können «sur dossier» aufgenommen werden.
Tiefe AkademikerquoteDie Akademisierung des Werbehandwerks hält Rainer Bühler für eine notwendige und wichtige Entwicklung. «Das Ausbildungslevel in den Agenturen könnte höher sein», meint Bühler. Es gäbe in den Agenturen zu wenig akademisch ausgebildete Mitarbeiter. Die Folge: Gerade in der Beratung kann man die Tendenz beobachten, dass die Agenturen um ihre Kompetenz kämpfen müssen. Wie Bühler sagt, sei es enorm wichtig, dem Kunden auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. «Auf Kundenseite ist sehr viel Theorie und akademisches Wissen vorhanden.» Deshalb will Bühler den künftigen Studenten auch beibringen, mit der richtigen Sprache Fälle zu vertreten und mit der richtigen Rhetorik Kunden mit Ideen zu überzeugen. Die ersten Infoveranstaltungen geben Bühler recht. So interessieren sich vorwiegend Leute, welche die Schnittstellen zwischen Agentur und Kunden besser verstehen wollen.
Richtet sich das Studium nur an Berater? «Keineswegs. Das Studium ist auch für Kreative wie Grafiker geeignet», so Rainer Bühler. Grundsätzlich richte sich die Ausbildung an Leute, die in der Agentur weiter kommen und schlauer auf Top-Management-Ebene auftreten wollen. Bühler verweist diesbezüglich auf die Inhalte, die man den Teilnehmern anbieten will. «Wir wollen nicht nur Theorie vermitteln, sondern mit den Studenten aktuelle Fälle besprechen. Die Ausbildung soll dynamisch gestaltet werden.»
Hoch qualifizierte DozentenInteressant ist die Ausbildung für diejenigen, welche die Arbeit als Agenturstrategen ins Auge fassen. Ein Blick auf die Dozentenliste macht deutlich, dass branchenbekannte Strategen ihr Wissen vermitteln werden. So zum Beispiel Peter Felser von Spillmann Felser Leo Burnett oder Pascal Schaub, Stratege bei Sachti & Satchi und Präsident der Account Planning Group Switzerland. Der Dozentenkreis des Studiengangs rekrutiert sich aber nicht nur aus der Agenturszene. Auch Vertreter von Markenartiklern wie der Marketingchef von Unilever, Frank Hauerken, werden an der HWZ dozieren. Der neue Werberlehrgang startet im August. Generelle Informationen zum Studium und HWZ erhalten Interessierte im Internet unter fh-hwz.ch.
 
Christian Lüscher
Certificate of Advanced Studies in KundenkommunikationDer Lehrgang CAS
Kundenkommunikation kann einzeln oder als Wahlmodul des MAS Business Communications an der HWZ belegt werden. Er umfasst 22 Studientage und legt den Schwerpunkt auf die Kundenbeziehungs-Thematik. Digitale Medien sollen bei allen Überlegungen eine zentrale Rolle spielen. Die Teilnehmerzahl beträgt maximal 30 Personen. Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Hochschulzertifikat der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Der Studiengang beinhaltet 12 ECTS-Kreditpunkte. ECTS steht für «European Credit Transfer System» und ermöglicht die internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen. Ein ECTS-Kreditpunkt entspricht einer zeitlichen Studienleistung von 30 Arbeitsstunden. Der CAS Kundenkommunikation steht unter dem Patronat des BSW. Der Verband stellt Dozenten. Die enge Verbindung des BSW zum Sawi ist durch diese neue Kooperation nicht tangiert.

Neue Marketingleiterin für Radio 24 und TeleZüri

Bei Radio 24 und TeleZüri, wo es in den letzten Monaten zu gewichtigen Abgängen auf der Verkaufsseite gekommen ist, tritt eine neue Marketingleiterin ihr Amt an: Mónica Gómez wechselt per 1. Mai vom Privatsender 3+ zur Belcom.

  Bei Radio 24 und TeleZüri, wo es in den letzten Monaten zu gewichtigen Abgängen auf der Verkaufsseite gekommen ist, tritt eine neue Marketingleiterin ihr Amt an: Mónica Gómez wechselt per 1. Mai vom Privatsender 3+ zur Belcom. Sie wird direkt Andrea Haemmerli unterstellt sein, die nun die kommerzielle Leitung der beiden Sender innehat. Gómez vervollständige neben dem neuen Verkaufsleiter Philip Hofmann den Werbemarkt der beiden Sender, teilte Tamedia mit. In ebenfalls neuer Funktion ergänzt Carole Stulz das Marketingteam als Projektleiterin Marketing. Die 34-jährige Gomez war von 1998 bis 2002 für den Fernsehsender Eurosport tätig. Im Anschluss arbeitete die eidgenössische Marketingplanerin über drei Jahre als Product Managerin für IP Multimedia, zuletzt als Head of Product Management. Bevor Gómez 2006 als Marketing-Verantwortliche zum Fernsehsender 3+ wechselte, war sie für die Marketing-Kommunikation beim Beratungsunternehmen 3D Capital zuständig.

Kopf der Woche: Das Alpha-Tierchen

Patrizia Lehmann will als Geschäftsführerin der Internetagentur mitLinks Werbeagenturen bei der Entwicklung von Onlinestrategien noch stärker begleiten.

 
Patrizia Lehmann will als Geschäftsführerin der Internetagentur mitLinks Werbeagenturen bei der Entwicklung von Onlinestrategien noch stärker begleiten. 
«Der Webauftritt ist das heutige Schaufenster eines Unternehmens», ist Patrizia Lehmann überzeugt. Der berufliche Ansporn der neuen Geschäftsführerin von mitLinks ist es deshalb, ihren Kunden im Netz «eine möglichst optimale Präsenz zu bieten». Die Online-Agentur in Zürich ist fokussiert auf Design, Beratung und Projektleitung. «Wir haben eine sehr hohe Design-Kompetenz», weiss die Managerin die Arbeit ihrer Kreativen zu schätzen. Als neuer CD und Mitglied der Geschäftsleitung bei mitLinks wirkt seit kurzem Lorenzo Mutti. Für das technische Know-how ist seit Beginn dieses Jahres Lars Frassek als neuer Software-Entwickler zuständig. «Für die Beratungskompetenz sind wir damit ein sehr gutes Team.» Insgesamt arbeiten bei mitLinks in Zürich 13 Leute. Dazu kommen 20 Programmierer in Minsk. «Seit kurzem haben wir dort ein Produktionszentrum, wo wir kostengünstig die Standard-Lösungen umsetzen, zum Beispiel im Bereich Content-Management», verrät Lehmann. In Weissrussland ist das Qualitätsbewusstsein inzwischen sehr hoch entwickelt und das Preis-Leistungs-Verhältnis trotzdem noch interessant. «Dadurch können wir auch in der Schweiz konkurrenzfähige Konditionen anbieten», rechnet Lehmann. Der Austausch soll aber nicht einseitig sein. Die Schweizer Agentur mitLinks überlegt sich, in Zukunft auch mit eigenen Leistungen in den russischen Markt einzusteigen. «Dazu braucht es jemanden vor Ort, um die Ansprüche und Mentalitäten der Kunden richtig bedienen zu können», weiss die frisch ernannte Geschäftsführerin, die demnächst auch selber zum ersten Mal in den Osten reisen will.
Bis jetzt wurde der Aufbau dieses Kompetenzzentrums vor allem durch den langjährigen mitLinks-Geschäftsführer und heutigen Verwaltungsratspräsidenten Michael Baumgartner betreut.
Im Mai 2006 haben Christian Klinner und Romano Strebel neu die Geschäftsführung der 1999 gegründeten Webagentur mitLinks übernommen. Die beiden wollen sich in Zukunft vermehrt dem Aufbau ihres 2004 gegründeten Online Verlagshauses Ron Orp’s Mail widmen und haben sich mit Lehmanns Berufung jetzt aus der operativen Geschäftsleitung zurückgezogen.
Patrizia Lehmann ist erst im vergangenen November zu mitLinks geholt worden. Dies aber bereits mit dem gemeinsamen Plan, dass sie die Geschäftsführung übernimmt. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem auch die Betreuung der Key-Accounts. Dazu ist sie aktuell damit beschäftigt, die Projektabläufe zu strukturieren und die Ressourcen richtig einzuteilen, damit die Agentur für die Zukunft gut gerüstet ist. «Wenn sich das Onlinebewusstsein in der Schweiz zukünftig zeitgemäss zu den technischen Möglichkeiten entwickelt, sind wir in der Lage, attraktive Angebote für den Markt bereitzustellen.» Bis jetzt hat Lehmann den Schweizer Markt «grundsätzlich eher konservativ» empfunden. Man bekomme als Webspezialist immer noch viele Vorgaben von Agenturen, die im Grunde für Printumsetzungen entwickelt worden sind. Die können dann für das Web lediglich adaptiert werden.
Als ein gelungenes Beispiel, wo mitLinks sowohl technisch wie kreativ aus dem Vollen schöpfen konnte, gefällt Lehmann besonders die Shoplösung von mytheresa.ch. Andere Referenzen von mitLinks sind zahlreiche Arbeiten  im öffentlichen Verkehr. Für den Zürcher Verkehrsverbund ZVV hat die Agentur eine Ticket-Shop-Lösung entwickelt und arbeitet momentan am Redesign der Webseite. Für die Rheinbahn Düsseldorf durften die Zürcher für die Leitstelle ein Meldungssystem realisieren. Störungen im Liniennetz können so eingegeben werden, dass sie dann auf Bildschirmen am Bahnhof oder als Meldung direkt in den Verkehrsmitteln effektiv kommuniziert werden.
Im Markenbereich ist mitLinks für das Migros-Kulturprozent engagiert, wo man das Tanzfestival Steps alle Jahre wieder mit einem Redesign betreut. Weitere Kunden sind Cardinal, Hyundai, Sinalco, Melanie Winiger oder das Jobvermittlungsportal Mediaforum.
All diese Aufgaben bieten für Patrizia Lehmann die ideale Kombination von dem, was sie schon immer beruflich verwirklichen wollte.
Nach der Matura 1995 in Solothurn wollte sie zuerst Wirtschaft studieren. Nach zwei Semestern an der Uni Bern realisierte Lehmann aber, dass ihr Wirtschaft zwar liegt, das Studium sie aber nicht vollständig ausfüllt. Da sie ebenfalls ein Zahlenmensch ist, fand sie im Wirtschaftsinformatikstudium schliesslich die ideale Kombination, um ihre Interessen umzusetzen.
Lehmann studierte berufsbegleitend an der Fachhochschule in Olten. Daneben jobbte sie in einer Computerfirma. Im ersten Jahr musste sie Computer auseinander schrauben und entdeckte so auch, wie diese Wunderwerke eigentlich von innen ausschauen. Im zweiten Jahr hat sie programmiert. Im letzten Studienjahr arbeitete sie in einer Softwarefirma im Marketing, wo sie auch ihre Diplomarbeit im Bereich Messeauftritt entwickeln konnte.
«Das war meine Welt: Marketing, um Produkte möglichst gut strukturieren und präsentieren zu können.» Eine erste Stelle nach dieser Diplomarbeit fand Lehmann bei einer Hosting-Agentur in Biel. Bei diesem Start-up war sie von Beginn weg mit dabei. Als Key-Account-Betreuerin wirkte sie als Schnittstelle zwischen Informatik, Marketing und Kunden. Zu diesen gehörten zum Beispiel Mövenpick und die Swiss Bankers Travellers Cheques.
Später erweiterte Lehmann ihre Erfahrungen auch im Verkauf von Hardware, in der Marketingabteilung einer Freizügigkeitsstiftung und schliesslich in einer kleinen Werbeagentur in Zürich. Hier wirkte sie bereits in der Geschäftsleitung, denn es war schon immer ihr Ziel, dass sie einmal Verantwortung tragen und möglichst selbständig arbeiten wollte. «Ich war schon immer ein Alpha-Tierchen und bin überall schnell in die Projektleiter-Rolle hineingerutscht.»
Bei mitLinks hat Lehmann jetzt eine Agentur «mit einer idealen Grösse» gefunden. Es ist genug Kapazität vorhanden, um wirklich spannende Aufgaben zu lösen. Man ist aber «auch klein genug, um sehr flexibel reagieren zu können». Genau das Richtige also, um im Onlinebereich zukünftig für alle Entwicklungen gewappnet zu sein.
Andreas Panzeri
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