Basler Prestige fürs Ausland

Zeitschriften Seit zwei Jahren gibt der Basler Verleger Francesco J. Ciringione (C.F. Verlag) das Magazin Prestige heraus. Damit war er so erfolgreich, dass er am 1. März 2008 auch eine Ausgabe für Deutschland lancierte. Nun hat er die deutsche Ausgabe bereits wieder los.

 
Zeitschriften Seit zwei Jahren gibt der Basler Verleger Francesco J. Ciringione (C.F. Verlag) das Magazin Prestige, eine vierteljährliche Zeitschrift für «exklusiven Lebensstil» in einer Auflage von 15’000 Exemplaren heraus. Damit war er so erfolgreich, dass er am 1. März 2008 auch eine Ausgabe für Deutschland lancierte – mit 50’000 Exemplaren, die er an Clubs, Hotels und reiche Familien verschickte.Nun hat Ciringione die deutsche Ausgabe bereits wieder los. Verkauft. Ein Immobilienunternehmer aus Lörrach, der mit Villen handelt, habe ihm die Heftlizenz abgekauft, sagt er. Der C.F. Verlag produziert also die deutsche Ausgabe, die zu 70 Prozent mit der Schweizer Ausgabe identisch ist, weiter, Inserateakquisition und Vertrieb sind aber Sache des Lizenznehmers. Dieser will die Auflage vorerst etwas runter fahren.
Ciringione will nun weitere Länderlizenzen verkaufen. Bereits verhandle er mit Interessenten aus der Slowakei, Russland und Rumänien. Die Schweizer Ausgabe will er aber behalten. Er hat das Heft zur Auflagenbeglaubigung angemeldet und will mit der Juni-Nummer auch an den Kiosk. (mk)

Furrer: Konkurrenten der Swisscom sollen zusammenspannen

Der Telekom-Regulator Marc Furrer schlägt ein Mittel vor, um die starke Stellung der Swisscom im Mobilfunk-Markt abzuschwächen: Sunrise, Orange und Tele2 sollen ihre Infrastrukturkosten mit einem gemeinsamen Netz senken.

 Der Telekom-Regulator Marc Furrer schlägt ein Mittel vor, um die starke Stellung der Swisscom im Mobilfunk-Markt abzuschwächen: Sunrise, Orange und Tele2 sollen ihre Infrastrukturkosten mit einem gemeinsamen Netz senken. Er sehe nur diese Möglichkeit, wie die Wettbewerber der Swisscom ihre Position ausbauen könnten, sagte der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) im Interview mit der Handelszeitung vom Mittwoch. Das Netz könnte zum Beispiel in eine separate Gesellschaft ausgelagert und damit erhebliche Kosteneinsparungen realisiert werden. Die Kooperation sollte sich aber nur auf das Netz beziehen, schränkte Furrer ein, nicht auf die Angebote und Dienste.
Gemischte Reaktionen Die Idee eines gemeinsamen Mobilfunk-Netzes sei spannend, sagte Sunrise-Sprecher Dominique Reber auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Bislang seien diesbezüglich aber keine konkreten Gespräche geführt worden.
Aus Sicht von Orange müsste die Diskussion über eine allfällige Zusammenlegung der Netze nur geführt werden, wenn alle Netzarten – Kupfer, Mobilfunk und Glasfaser – von sämtlichen Anbietern miteinbezogen würden, sagte Sprecherin Therese Wenger.

Häsch es gseh?

Kongress Unter den 50 Top-Kreativen am Kongress «Gipfel der Kreativität» hat auch Frank Bodin von Euro RSCG ein Referat gehalten. Thema: «Warum die schönste Kommunikation aus der Schweiz kommt.»

 
Kongress Unter den 50 Top-Kreativen am Kongress «Gipfel der Kreativität» hat auch Frank Bodin von Euro RSCG ein Referat gehalten. Thema: «Warum die schönste Kommunikation aus der Schweiz kommt.»  
WW: «Häsch es gseh?», war der Titel Ihres Referats in Berlin. Was musste man gesehen haben?Frank Bodin:
Der Titel ist nicht von mir, sondern wurde vorgegeben. Ich habe mich deshalb ein bisschen lustig gemacht. Offensichtlich denken die Deutschen, dass wir in der Schweiz so reden. Ich habe aufgezeigt, dass diese als schweizerisch empfundene Redewendung «Häsch es gseh?» ein Vorurteil ist. Deshalb habe ich den Titel abgeändert auf «Creativity Swiss made».Welches Bild der Schweiz haben Sie damit vermitteln wollen?Ich wollte Werbung machen für den Werbestandort Schweiz und auch in dieser Hinsicht ein bisschen mit Vorurteilen aufräumen.
Welche Arbeiten haben Sie ausgewählt?Ich habe zwei Sachen gezeigt. Einerseits die neusten kreativen Arbeiten aus der Schweiz. Das sind die Ideen, die vor wenigen Wochen mit Gold, Silber und Bronze beim Schweizer ADC ausgezeichnet worden sind. Diese Arbeiten sind noch nicht in Buchform publiziert und einsehbar für die deutschen Kollegen. Weiter in der Werbe-Historie habe ich nicht zurück geblickt, denn das deutsche Fachpublikum kennt selbstverständlich die beste Schweizer Werbung der vergangenen Jahre. Die zweite Seite – und das finde ich ebenso wichtig – ist die Tatsache, dass sich Kreativität nicht nur auf unser ach so wichtiges Werbertum beschränkt. Ich wollte auch andere Aspekte einflechten – wirkliche Erfindungen aus der Schweiz. Das beginnt beim Reissverschluss und geht über das Birchermüesli bis zum WWW – denn ohne das Cern in Genf gäbe es World Wide Web nicht. Mit solchen Dingen wollte ich die Kreativität als eine der wichtigen Ressourcen und damit das wirkliche Kapital unseres Landes Schweiz darstellen.
Ist die Botschaft angekommen?Kein Deutscher wartet darauf, dass ein Schweizer ihm die Kunden ausspannt. Aber das Echo war prima, und überhaupt wurde ich ausserordentlich herzlich empfangen.
Es gibt Stimmen, die fordern, dass sich der ADC von Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammen schliessen sollen. Was halten Sie von dieser Idee?Der Deutsche ADC zeigt solche Bestrebungen und lädt seine Nachbarländer schon länger zu seinem Wettbewerb. Diesbezüglich habe ich zwei Seelen in meiner Brust. Zum einen: Jedes Land braucht seine Landesmeisterschaft. Insbesondere in der Schweiz mit ihren unterschiedlichen Sprachregionen haben wir schon genug eigene Aufgaben. Ein nationaler Wettbewerb ist auch wichtig für die eigene Identität. Zum  anderen – und aus einem globalen Blickwinkel gesehen – ist es schon so: Wir haben eine grosse Sprachregion. Dass Deutschland, Österreich und die Schweiz somit mehr die Köpfe zusammen strecken, finde ich unbedingt wichtig. Ich mache deshalb heute offiziell einen Vorschlag: Jeder ADC führt jährlich seinen Landeswettbewerb durch – darüber hinaus tritt abwechselnd jeweils einer der drei ADC als Gastgeber für den internationalen Wettbewerb auf und organisiert ein Festival.
Die Öffnung erfolgt gegenseitig?Genau. Im nächsten Jahr lädt die Schweiz zu einem solchen Wettbewerb und Kongress. Im übernächsten Jahr findet der Event in Wien statt. In einem solchen Turnus sehe ich ein bereicherndes Konzept für die deutschsprachige Werbung.
Die drei Tage in Berlin waren von einem gigantischen Aufmarsch begleitet. Sind wir in der Schweiz nicht zu klein für ein solches Projekt? In einem Land, wo derart viele Weltkonzerne wie Nestlé, Novartis, UBS, Swatch und andere ihren Sitz haben, muss so etwas doch möglich sein. Ein innovatives Beispiel für grenzübergreifende Zusammenarbeit bei Grossanlässen steht zudem vor der Tür – die EM. Meinen deutschen Kollegen möchte ich aber hier schon ein Kränzchen winden und mich für diesen Anlass in Berlin bedanken. Man sagte sich: «Think big». Wir Schweizer können das aber auch. Die letzte Veranstaltung für den Effie war zwar ein bisschen kleiner, aber es gab auch hier Glamour im Studio 1 des Fernsehens, und das Schweizer ADC-Fest ist auch immer ein grosses Ereignis. Ich denke, die Deutschen und Österreicher kämen sehr gerne auch mal zu uns …
Zum Arbeiten kommen sie ja bereits …Genau. Wieso sollen sie nicht auch noch für einen Kongress und Wettbewerb kommen? Die Welt ist globaler geworden. Wir Schweizer müssen uns ein bisschen öffnen. Es muss zumindest eine Diskussion geben, wie weit sich der Schweizer ADC auch für ausländische Beiträge öffnen soll.
Sie haben jetzt in Berlin Gold für die Kampagne mit Greenpeace gewonnen. Haben Sie schon früher grenzüberschreitend eingereicht?Gewonnen habe nicht nur ich, sondern in erster Linie Greenpeace und dann das Team von Euro RSCG Zürich, das zusammen mit mir involviert war. Dass mein allererster internationaler Preis, den ich praktisch für mich allein beanspruchen durfte, auch vom ADC Deutschland kam, ist eine schöne Koinzidenz. Das war die damalige Kreuzchen-Kampagne für Tibet, und wir haben gleich mehrere Nägel geholt. So viel, dass wir mit einer einzigen Kampagne auf Rang sechs im Agentur-Ranking gelandet sind. Das war der Anfang einer weltweiten Award-Flut von New York bis Cannes.
Interview: Andreas Panzeri

Hoher Anmeldestand

Messe Fünf Monate vor der Eröffnung der Suisseemex’08, Fachmesse für Marketing, Kommunikation, Events und Promotion, die am 26. August 2008 im Messezentrum Zürich eröffnet wird, haben sich über 200 in- und ausländische Aussteller angemeldet.

 
Messe Fünf Monate vor der Eröffnung der Suisseemex’08, Fachmesse für Marketing, Kommunikation, Events und Promotion, die am 26. August 2008 im Messezentrum Zürich eröffnet wird, haben sich über 200 in- und ausländische Aussteller angemeldet. Daneben werden sich nach Angaben des Messeveranstalters Emex Management GmbH über 80 Branchenfachverbände, Medienpartner und Supportpartner an der Messe beteiligen, die nach 2007 zum zweiten Mal stattfindet. Die Messe ist in die drei Hauptbereiche Marketing/Kommunikation, Event und Promotion aufgeteilt.

Ein Schweizer wird Vizepräsident bei der IAA

Am Weltkongress der International Advertising Association (IAA), der vor kurzem in Washington D.C. stattgefunden hatte, wurde mit Pascal Staub ein Schweizer als Vice President in den Vorstand gewählt.

 Am Weltkongress der International Advertising Association (IAA), der vor kurzem in Washington D.C. stattgefunden hatte, wurde mit Pascal Staub ein Schweizer als Vice President in den Vorstand gewählt. Er ist für das Ressort «Young Professionals» und somit weltweit für zurzeit rund 750 Nachwuchsführungskräfte der Branche zuständig. Staub ist CEO von M.A.D. Brand Care, einer auf Markenführung für KMU spezialisierten Werbeagentur in Basel. Die IAA ist die weltweit grösste und bedeutendste Vereinigung der Marketing- und Kommunikationsbranche mit rund 4’000 Mitgliedern in 76 Ländern. Zum neuen weltweiten Präsidenten wurde Indra Abidin aus Indonesien gewählt. In der Schweiz umfasst die IAA unter Sektionspräsident Urs Beer rund 230 Mitglieder aus Wirtschaft, Medien und Werbung. Der 41. Weltkongress der IAA ging vom 7. bis zum 9. April 2008 unter dem Titel «What’s coming next?» in der US-Hauptstadt über die Bühne.

Die Marke Schweiz braucht eine Lobby

Kolumne Das helvetische Selbstzerfleischungsritual ist wohl kaum die adäquate Reaktion auf die Bankenkrise und schadet dem Marktplatz und der Marke Schweiz.

 
Kolumne Das helvetische Selbstzerfleischungsritual ist wohl kaum die adäquate Reaktion auf die Bankenkrise und schadet dem Marktplatz und der Marke Schweiz. 
Wenn von all den Kommunikationsdisziplinen die Rede ist, die eine Marke prägen, formen und beeinflussen, dann kommt Lobbying praktisch nie vor. Lobbyisten werden argwöhnisch betrachtet als die Zauberlehrlinge eines tendenziell korrupten oder zumindest klientelistischen Systems, von dem man lieber die Finger lassen sollte.Diese Berührungsängste kennen unsere europäischen Nachbarn, insbesondere unsere Freunde von der englischen Insel, die wie wir gerne ihre Eigenheiten und ihre gänzlich unvergleichliche nationale Seele betonen, nicht. Ein besonders schönes Beispiel dafür lieferte die Berichterstattung über die Milliardenabschreiber bei der UBS.
Während die veröffentlichte Meinung in helvetischen Landen mit Inbrunst und ungebremstem moralischen Impetus ihren ausgestreckten Zeigefinger auf die Verantwortlichen richtete und mit vereinten Kräften den Schweizer Bankenplatz ins Visier nahm, erkannte die publizierende Zunft im englischen Königreich sofort die Chance und lobbyierte punktgenau für die Londoner City.
«Was ist bloss los mit den einst als Fort Knox der Finanzwelt gepriesenen Schweizer Banken?», höhnte BBC World in ihren Hauptnachrichten. Genüsslich labten sich die journalistischen Profis an den Pleiten-Pech-und-Pannen-Nachrichten vom Paradeplatz. Und sie lobbyierten hemmungslos für die einheimischen Geldhäuser, selbstverständlich die Tatsache vernachlässigend, dass einige britische Banken nur mit freundlicher finanzieller Unterstützung des Staates ihre Schalter überhaupt noch offen halten können.
Ganz anders wir Schweizer. In einer denkwürdigen Arena lassen wir uns nach all den ungemütlichen Nachrichten über zusammenkrachende Bankenkurse auch noch von einem ehemaligen deutschen Finanzminister (der übrigens weitere Milliarden auf dem ohnehin schon hohen deutschen Schuldenberg abgeladen hatte) als habgierige, semikriminelle Gnomen vorführen, die den reichen deutschen Heuschrecken helfen, ihr Angespartes am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen.
Dienstfertig sekundiert wurde der ehemals oberste deutsche Kassenwart von der Hüterin des sozialdemokratischen Grals, Hildegard Fässler, die in einem spektakulären Akt der Selbstgeisselung auf die Schweiz und letztendlich in der Konsequenz auch auf sich selber einprügelte, dass es jedem Katholiken warm ums Herz wurde.
Vor lauter Selbstkritik und Asche-aufs-eigene-Haupt-Streuen wurde aber leider vergessen, dass wir alle vom Finanzplatz Schweiz und seiner Reputation übermässig profitieren. Es ist schon immer wieder ein bewundernswertes Spektakel, wie die empörten Medien und die naturgemäss profilsuchende Politik der sonst ach so hochgelobten Marke Schweiz einen Tiefschlag nach dem anderen versetzen.
Die globalisierte Finanzwirtschaft und die Konkurrenten der hiesigen Banken reiben sich erstaunt und erfreut die Augen und machen den verängstigten Kunden verlockende Offerten. Anstatt der üblichen Expertenbefragung über die Auswirkungen der Bankenkrise auf das Ansehen der Marke Schweiz in der weiten Welt wäre vielleicht ein kurzes Innehalten angebracht und eine etwas tiefere und ehrlichere Analyse von allen Seiten, was dieses sporadische helvetische Selbstzerfleischungsritual langfristig für den Marktplatz und die Marke Schweiz bedeutet.
Es könnte sich ja die Erkenntnis durchsetzen, dass eine kritische Betrachtung der Performance einzelner Exponenten der Wirtschaft nicht immer gleich zu einer hoch moralischen Generalattacke auf einen Industriezweig führen muss, der einen entscheidenden und messbaren Beitrag zum Brand Value der Eidgenossenschaft leistet.
Weder in den USA noch im englischen Königreich noch in den aufstrebenden BRIC-Staaten wird permanent die Frage gestellt, ob man sich einen so dynamischen Finanzplatz – mit all seinen Risiken – leisten kann und soll. Die Frage ist müssig: Wir müssen uns den Finanzplatz nicht nur leisten, wir sind von ihm in einer Weise abhängig, dass die Infragestellung selber die Marke Schweiz in ihrem Kern trifft.
Lobbyieren statt demontieren ist die einzig mögliche Schlussfolgerung, wenn man die Realitäten einer globalisierten Finanzwelt nüchtern betrachtet. Für die Marke Schweiz wird es am Ende des Tages hundertmal wichtiger sein, dass wir diesen einmaligen Vorteil pflegen und fördern als jeder hilflose, harmlose Gastfreundschaftsspot für die Euro 08, die kommt und geht. Der Finanzplatz Schweiz bleibt. Hoffentlich.
Kaspar Loeb ist CEO der Schweizer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko

Turm zu Toblerone

Wettbewerb Toblerone feiert dieses Jahr das 100-jährige Jubiläum. Dazu lädt die bekannte Schweizer Schokolade zum besonderen Ereignis.

 
Wettbewerb Toblerone feiert dieses Jahr das 100-jährige Jubiläum. Dazu lädt die bekannte Schweizer Schokolade zum besonderen Ereignis. Toblerone führt in den Städten Zürich, Bern, Basel und Genf einen Turmbau-Wettbewerb durch. Gesucht wird die «schnellste Stadt der Schweiz im Toblerone-Turmbau». Die Stadt, welche am schnellsten einen fünf Meter hohen Turm aufbaut, gewinnt das Toblerone-Geburtstagsfest im September. Das Städteduell endet in Zürich am 3. Mai.

Adlink Media hat Junge und Silver Surfer im Visier

Die Goldbach-Media-Tochter Adlink ergänzt ihr Behavioral Targeting-Angebot um zwei neue Zielgruppen und Werbeformen.

 Die Goldbach-Media-Tochter Adlink führte vor einem halben Jahr ein sogenanntes Behavioral Targeting-Angebot ein. Dieses ergänzt die Vermarkterin nun um zwei neue Zielgruppen und Werbeformen. Neu dazu kommen die Zielgruppen der Jungen (14- bis 19-Jährige) und der Silver Surfer (älter als 50 Jahre). Neben den bestehenden Werbemitteln können neu auch die aufmerksamstarken Werbemittel Leaderboard und Floating Ad eingesetzt werden. Mit Behavioral Targeting sollen Werbekunden die Nutzer online umfeldunabhängig erreichen können. Die Planungs- und Steuerungstechnologie macht sich die Messbarkeit des Internets zunutze und teilt die Konsumenten aufgrund ihrer registrierten Angaben sowie ihres Surf-Verhaltens in bestimmte Zielgruppen ein.

Zürcher mögen 20 Minuten

Pendlerpresse 20 Minuten ist in Zürich besonders beliebt. Ein Drittel seiner Leserschaft ist dort. Gemäss Mach Basic 2008-1 hat das Blatt gegenüber Vorjahr erneut signifikant zugelegt und weist nun 1,243 Millionen Deutschschweizer Leser aus.

 
Pendlerpresse 20 Minuten ist in Zürich besonders beliebt. Ein Drittel seiner Leserschaft ist dort. Gemäss Mach Basic 2008-1 hat das Blatt gegenüber Vorjahr erneut signifikant zugelegt und weist nun 1,243 Millionen Deutschschweizer Leser aus – 206’000 Leser mehr als gemäss 2006-1. Doch wo hat denn die Gratiszeitung in den letzten zwei Jahren am meisten Reichweite gewonnen? 104’000 neue Leser kommen allein aus der Ostschweiz (Thurgau, St. Gallen und Rheintal), also aus jener Region, wohin das Pendlerblatt zuletzt expandiert hatte. Im WG 26 (St. Gallen) kommt es nun auf 100’000 Leser. Zum Vergleich: In Luzern, wo es schon länger präsent ist, erreicht 20 Minuten 91’000 Personen. Überraschender aber ist, dass die Grossagglo Zürich nach der Ostschweiz der zweitgrösste Neuleser-«Lieferant» ist: Innert zweier Jahre kamen dort 39’000 Personen hinzu. Mittlerweile greifen täglich knapp 400’000 Zürcherinnen und Zürcher zum Pendlerblatt. An dritter Stelle steht das WG 22 (Berner Oberland) mit 14’000 Neulesern. Der Rest verteilt sich. Mancherorts aber stagniert die Reichweite (Schaffhausen, Aargau) oder geht gar zurück, so in Basel. (mk)

Annabelles Mann zieht sich ein neues Gewand an

Die an die Herren der Schöpfung adressierte Annabelle-Beilage «Mann» erscheint ab 23. April mit aufgefrischtem Look und mit neuem inhaltlichem Konzept. Die erste neue Nummer widmet sich dem runden Leder.

Die an die Herren der Schöpfung adressierte Annabelle-Beilage «Mann» erscheint ab 23. April mit aufgefrischtem Look und mit neuem inhaltlichem Konzept. Das monothematische Special widmet sich dem europäischen Fussball und der Euro 08. Zu den Autoren der Fussball-Nummer gehören der Sportjournalist Ronald Reng, Times-Sportchef Samuel Martin und Schriftsteller und Kolumnist Philipp Tingler. Und ein professioneller Handleser hat die Handlinien von Köbi Kuhn gedeutet, ohne zu wissen, um wen es sich handelt. Kuhn sagt dazu: «Mich verblüfft, wie sehr die Beschreibung auf mich zutrifft.»
Konzipiert und redaktionell geleitet hat die Beilage Mann der Annabelle-Redaktor Peter Ackermann. Das neue Layout hat Art Director Dieter Röösli zusammen mit dem Grafiker Manuel Schibli entwickelt. Mann erscheint am Mittwoch, 23. April, als Beilage von Annabelle und am Sonntag, 27. April, als Supplement der Sonntagszeitung-Abos.

Verpackungs-Arbeitsabläufe von morgen

Software Das im Bereich des Verpackungs-Arbeitsabläufe führende Unternehmen Esko Artwork zeigt, wo es in Zukunft lang geht.

 
Software Das im Bereich des Verpackungs-Workflows führende Unternehmen Esko Artwork zeigt, wo es in Zukunft lang geht. 
Der aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Esko Graphics und Esko und Artwork Systems hervorgegangene belgische Konzern Esko Artwork bietet Verpackungsherstellern und Akzidenzdruckern noch mehr produktionsvorbereitende Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand. Carsten Knudsen, Präsident und CEO, hielt in einem kurzen Rückblick anlässlich einer im Vorfeld der Drupa Discovery Tour durchgeführten Pressekonferenz fest, dass die Verpackungsdruckereien wie auch deren Kunden im letzten Jahr unter grossem Druck gestanden hätten. «Produktionszyklen müssen weiter verkürzt, die Profitabilität durch Automationen gesteigert und Produktionsinseln integriert werden», führte Knudsen zur notwendigen Stossrichtung der Branche aus. Diesen Veränderungen werde der inzwischen auf allen wichtigen Märkten vertretene Hard- und Software-Konzern durch den Zusammenschluss noch besser gerecht und sei daraus als führender Systemintegrator im Verpackungs- und Akzidenzdruck sowie – im Speziellen – als bevorzugter Anbieter im Flexomarkt und in der klassischen Verpackungsindustrie hervorgegangen.
Übernahme von Gradual Als ob es mit dem Zusammenschluss noch nicht genug wäre, gab Knudsen gleich noch die Übernahme des ebenfalls belgischen und deutlich kleineren Unternehmens Gradual Software bekannt. Gradual wird in die Enfocus-Sparte integriert, die Anwender von deren Kompetenzen und Produkten im Bereich der PDF-Prüfung und -Bearbeitung kennen. Damit verfügt Esko Artwork nun über insgesamt drei unterschiedliche Verpackungs-Workflows. Diese seien für unterschiedliche Ansprüche ausgelegt, rechtfertigte Knudsen die «Dreigleisigkeit» bei den Systemen. Doch Esko Artwork wächst nicht nur durch Übernahmen.
So gab Knudsen gleich noch die Anfang März erfolgte Inbetriebnahme einer Fabrik im tschechischen Brünn bekannt. Dort werden die erfolgreichen Kongsberg-Mustertische gefertigt, womit sich Verpackungsmuster und kleine Auflagen von Verpackungen herstellen lassen.

Esko Artwork an der DrupaUnter dem Slogan «Connect more» will Esko Artwork unter anderem mit neuen Produkten und Lösungen Herausforderungen begegnen, mit denen die Verpackungsdruckereien konfrontiert sind. Hierzu zählen etwa die weltweite Fertigung und die Zusammenarbeit bei der Verpackungsentwicklung, beim Verpackungsdesign sowie bei der Optimierung der Packmittel.
Als ein Beispiel, wie Esko Artwork diesen Herausforderungen mit Produkten begegnen will, dient ein Adobe-Illustrator-Plug-in, das es erstmals erlaubt, die Packmittelproduktion mit dynamischen Textinhalten zu realisieren. Das Dynamic Content genannte Modul trennt dazu den Verpackungstext vom Verpackungsdesign. Sämtliche Produktebeschreibungen können dazu vom Markeneigner auf Basis eines PDF-Formulars erstellt und übermittelt werden und lassen sich dann auf Basis von XML in der Layoutphase mit dem Illustrator-File verknüpfen. Dieses Vorgehen erlaubt zudem ein einfacheres Aktualisieren durch den Kunden; das manuelle Übertragen von Änderungen gehört somit der Vergangenheit an, und Fehlerquellen werden wirksam eliminiert.
Studio und Studio ToolkitsWeiter stellt Esko Artwork die neue grafische Designlösung Studio vor. Studio ermöglicht zusammen mit den ebenfalls neuen, nach und nach verfügbaren Studio Toolkits unter anderem die interaktive, dreidimensionale Gestaltung von zuerst flexiblen Verpackungen und später von Faltschachteln innerhalb Adobe Illustrator. Als Vorteil von Studio lassen sich mit Illustrator erstellte Designs dank der 3D-Ansichtsumgebung sofort anzeigen. Aus der Applikation heraus können 3D-PDF-Dokumente erstellt und an die Kunden zur Prüfung und Freigabe versandt werden. Zur Drupa werden hier die ersten zwei Versionen von Studio Toolkit vorgestellt: Studio Toolkit for Flexibles ist eine flexible Designanwendung, um schnell wirklichkeitsgetreue Konstruktionsmodelle für gängige flexible Verpackungsarten zu erstellen. Das erste Toolkit unterstützt die Entwicklung von Flach- und Seitenfaltbeuteln sowie von rechteckigen Standbeuteln. Während Studio und das Studio Toolkit for Flexibles zur Drupa bereits zum Verkauf angeboten werden, müssen Interessenten der in Düsseldorf gezeigten Faltschachtellösung Studio Toolkit for Boxes noch zuwarten; das Toolkit soll kurz nach der Messe erhältlich sein.
Verpackungsvorstufe auf JDF-BasisEsko Artwork will an der Drupa, so war am Pressegespräch zu erfahren, den ersten durchgängigen JDF-Workflow für die Verpackungsproduktion zeigen. In Zusammenarbeit mit den Herstellern Dr. Lauterbach & Partner (MIS), MAN Roland (Druck), Bobst SA (Weiterverarbeitung) auf der einen sowie der Limmatdruck Zeiler AG aus Spreitenbach und dem Grossverteiler Migros auf der anderen Seite wurde eine innovative Lösung für die Prozessautomatisierung und Prozesskontrolle entwickelt. Damit will Esko Artwork in Düsseldorf beispielhaft alle Schritte von der Idee bis zur Auslieferung des fertigen Verpackungsproduktes zeigen.
Neue Flexobelichter und MustertischeAuch im Hardware-Bereich kündigt Esko Artwork zur Drupa neue Produkte an. Darunter befindet sich der Cyrel Digital Imager (CDI) Advance Cantilever, der speziell für die Bebilderung von Grossformat-Sleeves und die optionale Bebilderung von grossformatigen Flexodruckplatten entwickelt wurde. Das System ist auf Hersteller flexibler Verpackungen, Reprobetriebe und Weiterverarbeiter mit hohen Auflagen ausgerichtet. Verglichen mit dem Vorgängermodell 5080, bietet der neue Flexobelichter einen höheren Durchsatz. Während der derzeit erhältliche kleinere CDI CompactCantilever auf den Rollendruckmarkt mit mittleren Formaten ausgerichtet ist, wurde der neue CDI Advance Cantilever speziell für die Produktion von flexiblen Verpackungen auf Grossformatrollen entwickelt. Damit eigne sich, so war von Esko Artwork zu erfahren, der CDI Advance Cantilever für Hersteller flexibler Verpackungen, die einen möglichst hohen Durchsatz bei der Produktion von grossformatigen Flexodruckplatten verlangen. Der Belichter ist mit einem freitragenden Luftzylinder ausgestattet, der einen sehr schnellen Wechsel der Sleeves ohne zusätzliche Geräte ermöglicht. Benutzer des CDI-Advance-Plattenbelichters können Trommeln für Platten mit einem Format von 127 x 203,2 cm oder 106,7 x 152,4 cm sowie für Sleeves mit einer Länge von bis zu 211 cm wechseln. Der CDI Advance Cantilever gewährleistet ausserdem eine schnelle Bebilderung (bis 8 m2/h). Esko Artwork kündigte weiter die Einführung des Esko Cyrel Digital Imager (CDI) Spark 4260 Auto zur Drupa an. Der neue digitale Flexoplattenbelichter ist mit einer vollautomatischen Lade-, Bebilderungs- und Entnahmefunktion für die Platten ausgestattet. Zusätzliche Automatisierungs-Tools reduzieren darüber hinaus die bis anhin erforderlichen Verarbeitungsschritte. Der CDI Spark 4260 Auto kann drei Druckformen in voller Grösse gleichzeitig verarbeiten und soll höchste Qualitätsanforderungen bei flexiblen Verpackungen und Faltschachteln erfüllen. An der Drupa 2008 will Esko Artwork den Belichter in einer Konfiguration mit automatisierter Lade-, Bebilderungs- und Entnahmefunktion in Kombination mit der integrierten Inline-UV-Main-Exposure- und Back-Exposure-Einheit zeigen. Mit der Einführung der Kongsberg-XPProduktreihe adressiert Esko Artwork die Bedürfnisse der Hersteller von Wellpappeverpackungen und Verkaufspunkt- bzw. POP-Displays. Esko Artwort positioniert die insgesamt drei neuen digitalen Schneidetische als echte Produktionsmaschinen – und damit nicht primär als Mustertische. Die Tische wurden erstmals speziell für den Endlosbetrieb und für Umgebungen entwickelt, in denen rund um die Uhr produziert wird. Dazu gewährleisten die neuen Kongsberg-XP-Modelle eine effektive Weiterverarbeitung von einer Vielzahl an Verpackungs- und Displaymaterialien, darunter alle Arten von Wellpappe, Displaykarton, Wellkunststoff, Schaumstoffplatten sowie starre Displaymaterialien wie MDF, Sperrholz, Acryl, ACM und Forex. Die Schneidetische der XP-Reihe sind für drei Formatbereiche konzipiert: Der Kongsberg XP24 für den maximalen Arbeitsbereich von 168 x 320 cm, der Kongsberg XP44 eignet sich für 220 x 320 cm grosse Anwendungen und der Kongsberg XP46 für Grossformatanwendungen bis zu 220 x 480 cm. Mit einer maximalen Schnittgeschwindigkeit von 100 m/min. setzt die neue Baureihe auch bei der Geschwindigkeit neue Massstäbe in der digitalen Weiterverarbeitung.
 
Jürgen Franck
PrePressEsko-Artwork-PreDrupa-Facts.
Esko Artwork stellt zur Drupa die neue Software-Suite «Studio» vor
– Studio Toolkit for Flexibles und Studio Toolkit for Boxes erlauben das dreidimensionale Packmitteldesign in Adobe Illustrator
– neuer Schneidetisch Kongsberg XP als Produktionsmaschine
– mit dem Esko Cyrel Digital Imager Spark 4260 Auto bringt Esko Artwork einen vollautomatischen Flexoplattenbelichter auf den Markt
– Esko Artwork zeigt zur Drupa erstmals vollständigen JDF-Workflow für das Verpackungssegment.

Draussen vor der Stalltür

Food I KSB/SJ zeigt für Coop, wie Tiere sich dank Naturafarm (fast) wunschlos glücklich fühlen können.

 
Food I KSB/SJ zeigt für Coop, wie Tiere sich dank Naturafarm (fast) wunschlos glücklich fühlen können. 
Auslaufhaltung für Schweine und Kälber, Mutterkuhhaltung für Natura-Beef-Jungtiere, Hühner in einem freien Land: Vor gut einem Jahr hat Coop die Linie Naturafarm lanciert. Die Produkte sind ideal für alle, die feines Fleisch oder gute Eier geniessen und dabei gleichzeitig an das Wohl der Tiere denken möchten.  Um auch den Konsumenten einen aufklärenden Einblick in eine anders als bei Orwell tatsächlich funktionierende Animalfarm geben zu können, hat sich das Kreativteam von Krieg Schlupp Bürge/ Springer & Jacoby bei der Ideenfindung in die Welt der Tiere versetzt und sich gefragt: Welche Wünsche kann ein Tier, das den ganzen Tag draussen verbringen darf, denn überhaupt noch haben?
Die Antwort ist bestechend einfach: Die Tiere würden vielleicht gern wieder mal in ihren Stall zurückkehren. Ins Trockene, an die Wärme, auf das weiche Stroh. Denn auch die Ställe der Tiere sind bei Naturafarm ganz besonders tierfreundlich «eingerichtet».
Deshalb sehen wir in den Sujets die Kuh, das Schwein und das Huhn draussen stehen und ein wenig sehnsüchtig zum Stallfenster herein schauen. Wartend, bis es endlich wieder Zeit ist, hineinzugehen. Denn schliesslich wollen auch Tiere, die draussen daheim sind, nicht immer nur draussen sein.
Die drei humorvollen Anzeigensujets erscheinen in der nationalen Sonntags- und Publikumspresse.   
Andreas Panzeri
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