ÖKK Comedy Breaks werden auf Radio BE1 gesendet

Ab 5. Mai sendet das Berner Radio BE1 die vom Krankenversicherer ÖKK lancierte Promo-Lachpause jeweils im Morgenprogramm. Die Comedy Breaks sind Teil einer Imagekampagne nach dem Motto: Lachen ist die beste Medizin.

 
Ab 5. Mai sendet das Berner Radio BE1 die vom Krankenversicherer ÖKK lancierte Promo-Lachpause jeweils im Morgenprogramm. Von Montag bis Freitag wird ein bekannter nationaler oder internationaler Komödiant jeweils während einem Monat einen Kurzauftritt haben, darunter bekannte Grössen wie das Duo Hinterletscht, das Chaostheater Oropax, Ingo Oschmann, Blues Max, Piet Glock oder Jess Jochimsen. Bei den Themen haben die Künstlerinnen und Künstler freie Wahl. Gesendet wird jeweils um 6.45 und 8.45 Uhr auf 101.7 MHz. Die Comedy Breaks wurden als Teil einer Imagekampagne von der Krankenkasse ÖKK produziert. Die Überlegung hinter der humorvollen Kampagne: Lachen ist bekanntlich die beste Medizin, baut psychischen Stress ab und stärkt gleichzeitig das Immunsystem. Der Fokus auf Humor ist Teil der im vergangenen Jahr entwickelten Neupositionierung der ÖKK auf dem schweizerischen Krankenversicherungsmarkt.
 

New Yorker ADC versilbert Euro RSCG Zürich

Euro RSCG Zürich holt beim ADC NY mit dem Spot «Achterbahn» für das Zürcher Kammerorchester Silber in der begehrten Kategorie «Film».

 Dass Euro RSCG Zürich diese Jahr vom renommierten New Yorker ADC mit einem Cube ausgezeichnet wird, war bereits bekannt (siehe ). Seit der Verleihung am Donnerstagabend ist auch klar, in welcher Sorte Edelmetall die Agentur den Preis einheimsen kann: Der Spot für das Zürcher Kammerorchester erhielt Silber in der begehrten Kategorie «Film».

Bryan Adams eröffnet Ausstellung für Phonak-Stiftung

Der Rockstar Bryan Adams betätigt sich schon seit einer Weile für die «Hear the World Initiative» von Phonak. Am Donnerstagabend hat der Musiker in News York eine Ausstellung mit seinen Fotografien eröffnet.

 Der Rockstar Bryan Adams betätigt sich schon seit einer Weile für die «Hear the World Initiative» von Phonak, die das Bewusstsein für das Thema Hören und Hörverlust fördert. Am Donnerstagabend hat der Musiker in News York eine Ausstellung mit seinen Bildern von anderen Prominenten eröffnet. Abgelichtet hat Adams unter anderem Mick Jagger, Amy Winehouse, Plácido Domingo, Joss Stone, Lindsay Lohan, Annie Lennox und Franka Potente. Sie alle machen auf das Thema Hören aufmerksam. Die Fotografien werden während zwei Wochen in New York zu sehen sein und anschliessend in die Römischen Höfe nach Berlin kommen. Dort sind die Bilder vom 30. Mai bis 11. Juni 2008 zu sehen. Zum Abschluss wird die Ausstellung weiter nach Zürich zu ihrer dritten Station reisen.
Zur Ausstellung gibt es eine eigene Website
in deutscher und englischer Sprache. Dort können die Original-Fotografien von Bryan Adams über eine Auktion online ersteigert werden. Der Netto-Erlös der Bilder geht an die «Hear the World» Foundation.

Rose d’Or Festival 2008 hat seine Türen geöffnet

Im Grand Casino in Luzern ist am Freitag das 48. Rose d'Or Festival eröffnet worden. 75 Beiträge aus der Welt der Fernsehunterhaltung buhlen um eine der acht Goldenen Rosen. Die Awardverleihung findet am Dienstag statt.

 Im Grand Casino in Luzern ist am Freitag das 48. Rose d’Or Festival eröffnet worden. 75 Beiträge aus der Welt der Fernsehunterhaltung buhlen um eine der acht Goldenen Rosen. Nominiert ist auch «Die Zauberflöte – vor und hinter den Kulissen» des Schweizer Fernsehens. Die Shortlist war aus insgesamt 402 Fernsehprogrammen aus 34 Ländern bestimmt worden. Mit 31 Beiträgen stellt England die meisten Nominationen. Je acht stammen aus Deutschland und aus Holland. Die restlichen Nominierungen steuern das übrige Europa, Japan und Australien bei. Das Schweizer Fernsehen ist in der Kategorie Performing Arts mit ?Die Zauberflöte
Der Wettbewerb ist in acht Kategorien gegliedert: Arts Documentary, Comedy, Drama, Sitcom, Entertainment, Game Show, Performing Arts und Reality. In jeder dieser Kategorien gibt es eine der begehrten Goldenen Rosen zu gewinnen. Mit je einer Rose geehrt werden auch Best Entertainer und Best of 2008.
Bereits fest steht, dass Ben Silverman, Co-Chairman der NBC Entertainment und Universal Studios, die Ehrenrose erhält. Eine 20-köpfige Jury entscheidet in den kommenden Tagen, wer von den Nominierten an der Preisverleihung vom 6. Mai im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) einen Rose d’Or Award entgegen nehmen darf.

Bundesrat Schmid ist Kommunikator des Monats

Die Rede von Bundesrat Samuel Schmid am Tag der Werbung überzeugte auch den Gastgeber, den Verband Schweizer Werbung: Er kürt den Magistraten zum Kommunikator des Monats.

 Bundesrat Samuel Schmid richtete sich am Tag der Werbung mit Schalk und Humor an die versammelten Branchenangehörigen und liess sich auch durch die Ankündigung als «halben Bundesrat» nicht aus der Fassung bringen. Der Auftritt des als eher trocken geltenden Magistraten überraschte und überzeugte nicht nur die Werbewoche-Redaktion, sondern auch den Gastgeber, den Verband Schweizer Werbung: Er kürt den Verteidigungsminister zum Kommunikator des Monats. Schmid hatte diverse branchenspezifische Äusserungen in seine Rede eingebaut. Ein geschickter Schachzug war es bestimmt auch, über die drohenden Werbeverbote und die gesetzlichen Regelungen auf Französisch zu sprechen – so kam nicht jedes kritische Wort bei den Zuhörern an. Schmid kommentierte auch die Plakate der eigenen Partei gewieft: «Diese Plakate sind eben …plakativ. Deshalb heissen sie ja auch so. Mehr sage ich dazu nicht.» Eleganter habe noch nie ein Bundesrat Kritik geübt, schreibt SW-Sprecher Piero Schäfer in seiner Laudatio. Die ganze Rede kann nachgelesen werden. Siehe auch: . 

Erste Absagen von Public-Viewing-Arenen

Überall schossen sie aus dem Boden, die Public-Viewing-Arenen für die Fussball-EM. Nun zeigt sich aber, dass sich das Interesse des Publikums in Grenzen hält. Ein Problem könnte das schlechte Image der Uefa sein, ein anderes die hohen Preise.

 
Überall schossen sie aus dem Boden, die Public-Viewing-Arenen für die Fussball-EM. Nun zeigt sich aber, dass sich das Interesse des Publikums in Grenzen hält. Bereits werden erste Arena-Anlässe abgesagt, und auch die 16 Arenen des Uefa-Partners UBS haben bis heute erst die Hälfte ihrer Eintrittskarten verkauft. Prominenteste Absage ist bislang jene der FCB-Arena in der Basler Markthalle, wie Cash Daily am Freitag berichtete. Das als Stadion mit 2000 Zuschauern geplante Fussballereignis findet wegen des schlechten Vorverkaufs nicht statt. Begründet wird der Misserfolg von den Veranstaltern auch mit dem schlechten Image der Uefa. Weiterer Grund dürften die Preise der Billette sein, die bei 20 Franken lagen. Dem entsprechend schwer haben es im Vorfeld der EM 2008 auch die teuren VIP-Plätze.
Die UBS hat bisher keinen Anlass abgesagt. Die Grossbank hat von ihren insgesamt 440’000 Tribünenplätzen in 16 Arenen und allen Spielen jedoch erst die Hälfte verkauft. Gut besetzt sind nur Schweizer Spiele und Finalpartien. Auch regional gibt es Unterschiede. Aarau, Zug und Biel sind ausgebucht, am Zürcher Bellevue ist von 80’000 Tribünenplätzen erst ein Viertel verkauft.

Wuchtiges weltweites Werbewachstum im Jahr 2007

Die globalen Ausgaben für Werbung sind im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent gewachsen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Markt- und Medienforschungsunternehmens Nielsen hervor. Werbemedium Nummer eins bleibt das Fernsehen.

 
Die globalen Ausgaben für Werbung sind im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent gewachsen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des «Global Adview» des Markt- und Medienforschungsunternehmens Nielsen hervor. Das stärkste Wachstum verzeichnete der asiatisch-pazifische Raum mit 12,1 Prozent, gefolgt vom Raum Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) mit 4,7 Prozent. Nordamerika verzeichnet ein leichtes Minus von 0,5 Prozent. Global sind gemäss Bericht von Horizont.net die Werbeausgaben für alle Medien gewachsen. Das Fernsehen schnitt mit 5,2 Prozent am besten ab und bleibt damit führendes Werbemedium. Die Zeitschriften legten um 4,4 Prozent zu,  im asiatisch-pazifischen Raum gar im zweistelligen Bereich. Und als einziges Medium sind die Zeitschriften in Nordamerika ebenfalls gewachsen. Die Werbeumsätze der Zeitungen steigerten sich im Jahr 2007 um 3,8 Prozent, jene des  Mediums Radio um 4,7 Prozent. Über das Internet werden keine Angaben gemacht.
Über die Branchen hinweg investierten 2007 nur die Autoindustrie (minus 3,2 Prozent) und die Medien (minus 1,5 Prozent) weniger in Werbung als im Jahr 2006. Der Handel blieb auf Vorjahresniveau, alle anderen Branchen erhöhten die Aufwendungen. Den Ausgabenrückgang in der Branche Medien sieht Pressetext.ch als Indiz für die vielseits prognostizierten harten Zeiten für die Medien in den kommenden Jahren. Wenn die stark werbeabhängige Branche ihre Werbeausgaben selbst reduziert, scheint das auf schwierige Zeiten hinzuweisen.

SRG: Sendung über Fairplay im Vorfeld der Fussball-EM

Ab 5. Mai sendet die SRG in Radio und Fernsehen eine neue Serie von Kurzbeiträgen zum Thema Fairplay. Dazu wurden über 800 Kurzinterviews in allen vier Landessprachen geführt, darunter auch mit Prominenten.

 
Ab 5. Mai wird in den Radio- und Fernsehprogrammen der SRG eine neue Serie von Kurzbeiträgen zum Thema Fairplay gesendet. Im Zusammenhang mit dem kommenden Sportanlass Euro 2008 wurden in allen vier Landessprachen über 800 Kurzinterviews geführt, in denen Prominente und weniger bekannte Leute aus der ganzen Schweiz befragt wurden, was sie unter Fairplay verstehen. Unter den Prominenten sind unter anderen Bundespräsident Pascal Couchepin, Mummenschanz-Gründer Bernie Schürch, der Bündner Kabarettist Flurin Caviezel und Marco Solari, Präsident des Filmfestivals von Locarno. Zu den Beweggründen für die Sendung schreibt die SRG in der Mitteilung, Fairplay sei in unserer Gesellschaft unabdingbar, es sei die Grundlage für ein gut funktionierendes Zusammenleben im Alltag wie eben auch für den Sport. Auf SF1 läuft die Sendung «Fairplay» täglich nach «10vor10». Die Idee stammt von Regisseur Martin Uebele.

Marketing-Agentur CFG AG Zürich aufgelöst

Die vor einem Jahr gegründete Marketing-Agentur CFG AG wurde aufgrund fehlender Synergien per Ende April aufgelöst. Die drei Partner Beat Frei, Ruedi Glaus und Mario Cecchin wollen in aller Freundschaft wieder getrennte Wege beschreiten.

 Die vor einem Jahr gegründete Marketing-Agentur CFG AG wurde aufgrund fehlender Synergien per Ende April aufgelöst. Die drei Partner Beat Frei, Ruedi Glaus und Mario Cecchin wollen in aller Freundschaft wieder getrennte Wege beschreiten: Beat Frei wird weiterhin die Werbeagentur unter dem neuen Namen Freiraum Werbeagentur AG weiterführen. Ruedi Glaus wird Geschäftsführer der Aarcom Werbe GmbH mit Sitz in Baden-Dättwil. Und Mario Cecchin wird eine eigene Firma gründen und bis dahin als Agent seine Mandate weiterhin betreuen, insbesondere das Media Trend Journal, das wie die Werbewoche zur Media-Daten AG gehört. Der Zeitpunkt der Gründung der neuen Firma von Cecchin soll etwa Mitte 2008 sein. Die Mandate, welche die jeweiligen Partner innerhalb der CFG AG betreuen, werden ohne Einschränkungen durch die gleichen Bezugspersonen weiterhin in den neuen Firmen weitergeführt und beraten.

20 Minuten beglückt Junge mit einem Lifestyle-Guide

Die Gratiszeitung 20 Minuten lanciert «20’s Best», einen Lifestyle-Guide für die junge und konsumfreudige Zielgruppe. Das Heft in Hosentaschenformat wird ab Montag in einer Auflage von 350'000 Exemplaren in und um Zürich verteilt.

 Die Gratiszeitung 20 Minuten lanciert «20’s Best», einen Lifestyle-Guide für die junge und konsumfreudige Zielgruppe. Das Heft in Hosentaschenformat wird ab Montag in einer Auflage von 350’000 Exemplaren in der Stadt und Agglomeration Zürich via Zeitung, Dispensern, Läden und Restaurants verteilt. Der Guide enthält Rabatt- und Sparangebote von diversen Marken. Für die 20-Minuten-Promotionspartner springt ein Cross-Media-Promotionspaket dabei heraus: Die Distribution von 20’s Best wird mit einer vernetzten Kampagne über die Medien Print, Online, Radio und Verkehrsmittel gestützt. Der Guide kann auch online durchstöbert und heruntergeladen werden.

Köpfe der Woche: Die Pendler

Peter Eisenegger und Daniel Landolt verstärken mit ihrer Zürcher Atfront die Berner Contexta im Bereich Internet und interaktives Marketing.

 
Peter Eisenegger und Daniel Landolt verstärken mit ihrer Zürcher Atfront die Berner Contexta im Bereich Internet und interaktives Marketing. 
Sie sprudeln vor Ideen und reissen gerne neue Sachen an. Wieso also nicht mit einer Agentur zusammenspannen, die viele interessante Kunden hat, aber oft zu wenig Leute für die genau von Atfront angebotenen Kompetenzen? «Contexta war in der Situation, dass die Agentur immer mehr Kunden hatte, die interaktive und Online-Werbung machen wollten», erklären Peter Eisenegger und Daniel Landolt die «Win-Win-Situation für beide Agenturen».
Demnach gehört die Zürcher Atfront neu zur Contexta Holding. Die Berner Werbeagentur will mit diesem Schritt ihre Kompetenzen im Bereich der interaktiven Marketingkommunikation ausbauen. Ziel der Verbindung ist es, in einem sich stark verändernden Medienumfeld «innovative Dialoge mit Zielgruppen zu eröffnen, die sich messbar zu Gunsten des Auftraggebers auswirken».
Die Partnerschaft gilt rückwirkend per 1. Januar. Auf freier Basis haben die Zürcher jedoch schon früher mehrmals für die Berner die digitalen Ideen betreut, zum Beispiel für Swisslos, Calanda und Appenzeller. «Man kann viel mit Kooperationen lösen. Aber irgendwann muss man seine Kompetenzen kompakter anbieten können. Bei neuen Projekten werden wir nun gleich von Beginn weg beim Briefing mit dabei sein», freuen sich Eisenegger und Landolt. Beide Unternehmen werden aber weiterhin eigenständig agieren.
Die im Zürcher Kreis 4 tätige Atfront gibt es seit vier Jahren. Der Name soll ausdrücken, dass man immer am Puls der Zeit sein will. «Wissen, was Sache ist, was die Leute wollen und was technologisch möglich ist», meinen die Frontleute. Dazu gehöre auch, einschätzen zu können, was unter den vielen neuen Möglichkeiten für die Kunden schliesslich sinnvoll sei. In letzter Konsequenz bedeutet «Atfront» damit auch «nahe beim Kunden».
Der erste Auftrag für die Agentur war ein umfassendes Lernprogramm. Mit der CD-ROM «White Risk» wollte die Suva auf spielerische Weise vor den Gefahren der Lawinen warnen.
E-Learning oder die Wissensvermittlung mit interaktiven Medien ist seither die Kernkompetenz von Atfront. Anwenden lässt sich der weite Begriff sowohl für Dienstleistungen wie auch für ein Produkt im Marketing. «Werbung ist ja im weitesten Sinn auch E-Learning. Wenn ich etwas verkaufen will, dann muss ich dem Kunden erklären, wieso er das braucht», meint Berater Peter Eisenegger.
Und wie kommen User an die gewünschten Informationen? CD Daniel Landolt ergänzt, dass Atfront mit ihrer Kommunikation möglichst alle Sinne ansprechen will. «Die Medien verknüpfen und den Inhalt so aufbereiten, dass er möglichst einfach aufgenommen werden kann», ist die Zielvorgabe. Ein immer stärker beschworenes Kernelement ist in diesem Sinn die Interaktion. Allerdings: «Was sich heute im Internet tummelt, ist oft noch reines Fernsehschauen. Wir hingegen wollen mit Involvement arbeiten. Das führt zu wirklichen Lerneffekten», meint Atfront.
Den Zugang zu dieser «Front» haben die beiden Agenturpartner über verschiedene Wege gefunden. Daniel Landolt hat zuerst die technische Seite als Elektroniker kennen gelernt. Dann wollte er sich weiter zum Gestalter ausbilden, denn in dieser Branche ist beides wichtig. «Wer gestaltet, muss wissen, was technisch möglich ist.»
 
Nach dem Vorkurs an der F+F in Zürich wirkte Landolt zuerst drei Jahre als Webdesigner in einer Internetagentur. Dazu studierte er parallel Visuelle Kommunikation an der HFG in St. Gallen. Ein Austauschsemester brachte ihn nach Amerika. Dort belegte er die Fächer Packaging Design, Visual Communication und Interactive Design. Als Diplomarbeit konzipierte der leidenschaftliche Mountainbiker und Snowboarder die Idee für «White Risk» , weil ihn das Thema Lawinenschutz auch privat interessierte.
Bei der Rückkehr in die Schweiz zeigte er die Arbeit auch Peter Eisenegger. Dieser war eben von längeren Reisen aus Australien, den USA und Südamerika zurückgekehrt und hatte dazwischen als freier Berater gewirkt. Gemeinsam entwickelten sie dann die Idee,  das Konzept der Suva zu verkaufen. Nach rund zwei Jahren Sponsorensuche klappte das schliesslich. Aus «White Risk» wurde ein grosser Auftrag – der erste Schritt in die Selbstständigkeit.
Peter Eisenegger kommt vom Kaufmännischen her, hat als Quereinsteiger den Marketingplaner gemacht und sechs Jahre bei Wirz in Zürich als Berater gearbeitet. In dieser Zeit liess sich Eisenegger auch zum Kommunikationsleiter ausbilden. Im gleichen Kurs lernte er Nadine Borter kennen, die heutige CEO von Contexta. Der bis heute anhaltende Kontakt führte in der Folge zu immer mehr Zusammenarbeit mit Atfront und Contexta.
Eisenegger und Landolt entdeckten bereits lange vor Atfront die gemeinsame Lust an kreativen Projekten. Als ein «Hobby zum Geldverdienen» gründeten sie damals zum Beispiel ein T-Shirt-Label. «Das war erfolgreich. Aber es hat sich niemand genügend Zeit genommen, um die Marke auch zu pflegen.» Viel lieber haben sich Eisenegger und Landolt bereits in ihr nächstes Projekt, eine Trendforschungsplattform mit dem Namen «Trendguide», gestürzt. «Ist die noch online, und wer betreut sie heute?», diskutieren sie beim Interview und entdecken bei der Suche nach einer Antwort, dass das Erfinden und Anreissen von Projekten ihre grösste Leidenschaft ist. «Das hat wohl viel mit Neugier zu tun.»
Mit ihrer Agentur Atfront soll diese Neugier jetzt auch längerfristig befriedigt werden. Nach den Anfängen im Duo sind nach vier Jahren auch ein Programmierer sowie ein Designer fest angestellt worden. Dazu arbeitet Atfront mit einem grossen Netzwerk von spezialisierten Freelancern.
Das Büro will man weiter in Zürich behalten. Bei der Contexta in Bern sind aber ebenfalls Arbeitsplätze für Eisenegger und Landolt eingerichtet. «Wir pendeln regelmässig, das braucht es für eine sinnvolle Koordination.» Für grössere Projekte können sich die beiden auch vorstellen, einmal etwas länger in den Büros mit dem schönen Ausblick auf die Aare zu verweilen. Umgekehrt können die Zürcher der Contexta jetzt auch ein eigenes Sitzungszimmer mitten im Mekka der Werber anbieten.
Andreas Panzeri

Jeden Tag eine Gala!

Kolumne Sollen TV-Stationen – ob öffentlich-rechtlich oder privat – redaktionelle Gefässe entwickeln, um Spendenorganisationen die Kassen füllen zu lassen? Hans Stutz über das fragwürdige Ansinnen karitativer Institutionen.

 
Kolumne Sollen TV-Stationen – ob öffentlich-rechtlich oder privat – redaktionelle Gefässe entwickeln, um Spendenorganisationen die Kassen füllen zu lassen? 
 
Nein, nein, am guten Willen wagen wir nicht zu zweifeln. Und auch nicht am Eifer. Es ist ja auch ein grosser Jammer: «17’000 Menschen im besten Alter sterben jährlich an Krebs.» Und dies nur schon in der Schweiz.Tröstlich immerhin: Alle sterben einmal. Wenn nicht an Krebs, dann eben anders. Meist im besten Alter und fast immer viel zu früh. Für Verleger und Verlagsdirektoren jedenfalls sind Todesanzeigen ein sicherer Budgetposten. Und das wird auch so bleiben.
Aber die Eifrigen der Krebsliga und der Stiftung Krebsforschung Schweiz haben den Kampf gegen das Schicksal aufgenommen und sehen sich im Stich gelassen: «Leider steht bis heute das Schweizer Fernsehen abseits im Kampf gegen die wichtigste Todesursache in der Schweiz.»
Soll etwa das öffentlich-rechtliche Fernsehen täglich für zwei Stunden alle Sendungen einstellen und die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Wälder (Achtung Zecken!) oder auf Trainingsvelos im Keller treiben? Immerhin reduziert Bewegung die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, signifikant.
Oder soll das Schweizer Fernsehen täglich Filmchen ausstrahlen mit blutenden Teerlungen oder Kamerafahrten durch einen erkrankten Dickdarm, versehen mit Hinweisen über die Gefahren des Rauchens beziehungsweise des Wurstessens?
Nein, die Eifrigen wollen nicht Abschreckung, sondern Glamour: Eine «Krebsgala», roter Teppich, Prominenz, Kameras und schicke Kleider, alles direkt übertragen zu bester Sendezeit auf SF 1. Sie haben sich in die Vorstellung verbissen, dass Galasendungen «grossartige Möglichkeiten» seien, Spendengelder aufzutreiben und Politiker zu erreichen.
Sie haben über 20’000 Unterschriften gesammelt und diese Petition Mitte April SRG-Generaldirektor Armin Walpen überreicht. Dieser hat die versuchte Einmischung in die Programmautonomie nicht einmal kritisiert, sondern soll eine Diskussion in der SRG-Geschäftsleitung angekündigt haben.
Sollen TV-Stationen – ob öffentlich-rechtlich oder privat – redaktionelle Gefässe entwickeln, um Spendenorganisationen die Kassen füllen zu lassen?
Nein, sicher nicht.
Die «Krebsgala»-Leute wollen – getreu dem neoliberalen Zeitgeist – ganz einfach die Kosten sozialisieren. Sie seien bisher gezwungen gewesen, «auf ein privates Sendegefäss auszuweichen und sich an den Produktionskosten zu beteiligen», erklären sie denn auch ehrlich. Das bisherige «Gala»-Modell: Ringier-TV mobilisierte einen Teil seiner Cervelat-Prominenz, produzierte eine glitzernde Abendunterhaltung, in der Verleger Michael Ringier als edler Spender inszeniert wird. Ausgestrahlt wurde das Ganze auf SF 2, für das die Veranstalterin Presse TV – und indirekt damit auch die Ringier-TV – bereits einen Anteil an SRG-Gebührengeldern erhalten hat.
Und zu guter Letzt bittet Ringier-TV die «Krebsgala»- Promotoren zur Kasse, für die Sondersendung der «Gesundheit Sprechstunde» müssen diese insgesamt eine Viertelmillion Franken hinblättern. Das unangenehme Fazit für die Krebshilfe-Organisatoren: Der Spendenreinerlös ist ziemlich gering.
Aber einmal angenommen, TV-Sender gäben sich für die Ausstrahlung von «Spendengalas» hin, die von Spendenorganisationen bestellt werden. Sei es nun Krebsliga, Lungenliga, Rheumaliga (Rheuma, die «Volkskrankheit Nummer 1»), oder seien es Amnesty International, Caritas, Greenpeace oder Terre des Hommes. Bei der Stiftung Zewo, der schweizerischen Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden, sammelnde Organisationen, sind insgesamt mehrere hundert eingetragen. Alle Anliegen sind wichtig, alle Organisationen müssen die gleichen Rechte haben, so dass wir uns wohl mindestens einmal pro Woche eine Gala antun müssten. Nur: Ringiers Unterhaltungsblätter haben in den vergangenen Jahrzehnten noch nicht genug Promis aufgebaut, damit all diese «Gala»-Veranstaltungen genug Glanz erhalten, um erstens Zuschauer vor den Bildschirm zu locken und zweitens zum Spenden zu animieren. Eigentlich tröstlich! Denn frei nach Bertolt Brecht: Weh dem Land, das Promis braucht.
 
Hans Stutz ist freier Journalist
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