Cablecom mit gutem Quartalsumsatz

Der Kabelnetz-Betreiber Cablecom hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2008 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,2 Prozent auf 269 Millionen Franken steigern können. Beim Digital-TV wurde Ende März die Marke von 300’000 Kunden überschritten.


 Der Kabelnetz-Betreiber Cablecom hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2008 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,2 Prozent auf 269 Millionen Franken steigern können. Beim Digital-TV wurde Ende März die Marke von 300’000 Kunden überschritten. Im Vergleich zum Dezember hat die Cablecom nun 47’000 Kunden mehr in diesem Bereich. Allerdings wurden erstmals nicht nur die vermieteten, sondern auch die verkauften Set-Top-Boxen eingerechnet, wie die Cablecom am Donnerstag mitteilte.  
Die Zahl der Analog-TV-Kunden ging hingegen um 41’000 zurück. Ein Grossteil davon habe zum Digitalfernsehen gewechselt, erklärte Cablecom. Unter dem Strich sei die Zahl aller TV-Kunden leicht gewachsen. Die Zahl der Internet-Kunden stieg um 13’000 auf 468’000. Bei der Festnetztelefonie verzeichnete Cablecom ein Zuwachs von 10’000 auf nunmehr 298’000 Kunden.

Y&R Gruppe gewinnt Gesamtbudget der Publicitas

Die Y&R Gruppe konnte sich in einer mehrstufigen Präsentation gegen die Konkurrenz durchsetzen und betreut ab sofort das gesamte Kommunikationsbudget der neuen Publicitas.

 
Die Y&R Gruppe konnte sich in einer mehrstufigen Präsentation gegen die Konkurrenz durchsetzen und betreut ab sofort das gesamte Kommunikationsbudget der neuen Publicitas. Gemäss Angaben von Michael Schaefer, Leiter Marketing Services bei Publicitas, habe neben der innovativen Idee vor allem der integrierte Vorschlag überzeugt, heisst es in einer Mitteilung der Gruppe.Die weltweiten Medienvermarktungsaktivitäten der PubliGroupe treten ab 2008 unter der neu gestalteten Marke Publicitas auf. Die «neue» Publicitas umfasst in der Schweiz die bisherige Publicitas, Publimedia, Publimag, Mosse, Publiconnect, Radiotele, Cinecom sowie Web2com und im Ausland die Gesellschaften des Publicitas Promotion Network.

Suva: Ruf Lanz sorgt für Sicherheit am Arbeitsplatz

Die Zürcher Agentur Ruf Lanz hat seit 2002 für die Suva zahlreiche Publikumskampagnen entwickelt, beispielsweise für das Velohelm-Tragen oder gegen das Rasen auf den Skipisten. Die Suva arbeitet nun auch im Bereich Fachkampagnen mit der Agentur zusammen.

 
Die Zürcher Agentur Ruf Lanz hat seit 2002 für die Suva zahlreiche Publikumskampagnen entwickelt, beispielsweise für das Velohelm-Tragen oder gegen das Rasen auf den Skipisten. Die Suva arbeitet nun auch im Bereich Fachkampagnen mit der Agentur zusammen, wie es in einer Mitteilung heisst. Fachkampagnen richten sich gezielt an bestimmte Berufsgruppen, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen. Erstes Beispiel soll die Inserate-Kampagne «Sichere Arbeitsgerüste» sein, die im September anläuft.

Sunrise verzeichnet Gewinneinbruch

Der Telekomkonzern Sunrise verliert trotz mehr Kunden bei Gewinn und Umsatz. Schuld am rückläufigen Geschäftsgang seien Preissenkungen im Mobilfunk und Kundenverluste im Festnetzgeschäft, gab Sunrise am Donnerstag bekannt.


 Der Telekomkonzern Sunrise verliert trotz mehr Kunden bei Gewinn und Umsatz. Der Reingewinn brach im ersten Quartal um 40 Prozent auf 27 Millionen Franken ein. Der Umsatz ging um 4,9 Prozent auf 447 Millionen zurück. Schuld am rückläufigen Geschäftsgang seien Preissenkungen im Mobilfunk und Kundenverluste im Festnetzgeschäft, gab Sunrise am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Die Verluste im Festnetzgeschäft lastet Sunrise der Swisscom an. Diese verlange noch immer überhöhte Preise für den Netzzugang, zum Beispiel für den Breitbandanschluss fürs schnelle Internet. Die Direktzahlungen an die Swisscom sanken allerdings gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,2 Prozent auf 77 Millionen Franken. 

Einzig die Kundenzahl entwickelte sich gegenüber dem Vorjahresquartal positiv. Sie nahm um 1,8 Prozent auf 2,28 Millionen zu. Besonders in der Sparte Mobilfunk konnte zugelegt werden. Dort hat Sunrise nach einer Steigerung von knapp 10 Prozent nun 1,55 Millionen Kunden zu betreuen. Das Wachstum von 138’000 Kunden führt das Unternehmen auf die Abschaffung der Grundgebühr beim Mobilfunk zurück. 

Die Sunrise bekräftigte am Donnerstag ausserdem ihr Vorhaben, die Infrastruktur weiter auszubauen. Die Investitionen haben im ersten Quartal 2008 allerdings um 17,2 Prozent nachgelassen. Die Gründe lägen bei den erschwerten Baubedingungen bei Mobilfunkantennen sowie beim erschwerten Zugang zum Datennetz durch die Swisscom, teilte das zur dänischen Telekomgesellschaft TDC gehörende Schweizer Unternehmen mit. Um die rasche Liberalisierung des Telekommarkts in der Schweiz sicherzustellen, fordert Sunrise nun den Aufbau einer Gesellschaft, die den diskriminierungsfreien Zugang zum Netz der Swisscom sicherstellen soll.

Mitgliederversammlung: ADC ändert Juryreglement

An der 33. Mitgliederversammlung vom 7. Mai 2008 hat der Art Directors Club (ADC) Schweiz auf die Kritik an seiner letzten Preisverleihung reagiert und entsprechende Änderungen des Juryreglements beschlossen.

 An der 33. Mitgliederversammlung vom 7. Mai 2008 hat der Art Directors Club (ADC) Schweiz auf die Kritik an seiner letzten Preisverleihung reagiert und entsprechende Änderungen des Juryreglements beschlossen. So werden unter anderem zukünftig nur Arbeiten ausgezeichnet, für die eindeutig eine Schweizer Agentur verantwortlich zeichnet, und dies auch in ihren Einsendungen zu ausländischen Festivals. Damit soll laut Mitteilung vermieden werden, dass Arbeiten, die kaum etwas mit dem Schweizer Werbeschaffen zu tun haben oder sogar hierzulande gar nicht eingesetzt wurden, den Leistungsvergleich verfälschen.Die vom Generalsponsor Publigroupe und Multisponsor Publisuisse angeführte Reihe namhafter Sponsoren hat im Vereinsjahr 2007/08 um drei weitere auf 18 zugenommen, darunter Axel Springer mit Handelszeitung und Bilanz. Ausserdem konnten zehn neue Fördermitglieder gewonnen werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Damit unterstützen heute 25 Unternehmen den Club aktiv.
Die Cashleistungen aus Sponsoring, Fördermitgliedschaften und Veranstaltungsteilnahmen konnten im Berichtsjahr auf 310’000 Franken gesteigert werden, die Gratisleistungen aus Medien- und Realisationspartnerschaften plus Sponsorenaktivitäten auf 210’000 Franken. Dies ist insgesamt eine Zusatzfinanzierung von rund einer halben Million Franken gegenüber der Zeit vor Marktöffnung des ADC im Frühjahr 2006.
Anstelle des aus beruflichen Gründen zurücktretenden Beat Mühlemann wurde Marion Marxer neu in den Vorstand berufen und der gesamte Vorstand bestätigt.

Rod und 20 Minuten liefern Gesprächsstoff

20 Minuten wird jeden Tag von mehr als eineinhalb Millionen Schweizerinnen und Schweizern gelesen. Das macht die Pendlerzeitung zu einer wichtigen Versorgungsquelle für News aus allen Lebensbereichen. Diese Tatsache versucht Rod Kommunikation mit der Kampagne «Bringt Gesprächsstoff» herauszuarbeiten.


  20 Minuten wird jeden Tag von mehr als eineinhalb Millionen Schweizerinnen und Schweizern gelesen. Das macht die grösste Pendlerzeitung der Schweiz zu einer wichtigen Versorgungsquelle für News aus allen Bereichen des täglichen Lebens.
 

Diese Tatsache versucht die Zürcher Werbeagentur Rod Kommunikation seit Anfang dieses Jahres in der Kampagne «Bringt Gesprächsstoff» für 20 Minuten herauszuarbeiten. Neu hat die Agentur einen TV- und Kinospot entwickelt, der per sofort an diversen Festivals, im Kino und TV in der Deutsch- und Westschweiz zu sehen ist und darstellt, wie tragisch es sein kann, wenn man sich Mann und Frau einfach nichts zu sagen hat. 
Verantwortlich bei 20 Minuten:
Marcel Kohler (Geschäftsführer), Annina Flückiger (Marketingleiterin), Xavier Müller (Chef Marketing 20 minutes). Werbeagentur: Rod Kommunikation, Produktion: Visualpark, Regie: Alex E. Kleinberger. 
>> zum
(wmv) / zum (quicktime)

JWT+H+F vergleicht Coca-Cola mit Fussball

Am Donnerstag, 8. Mai 2008 feiert Coca-Cola den 122. Geburtstag. Aus diesem Anlass entwickelte die Zürcher Agentur JWT+H+F eine doppelseitige Anzeige.

 Am Donnerstag, 8. Mai 2008 feiert Coca-Cola den 122. Geburtstag. Aus diesem Anlass entwickelte die Zürcher Agentur JWT+H+F eine doppelseitige Anzeige. Da die Euro 08 bald startet und Coca-Cola ein Sponsor dieses Events ist, lag es nahe, auf die Historie von Fussball und Coca-Cola zurückzublicken. Dabei wurden die Ähnlichkeiten hervorgehoben: So würden zwischen der Erfindung des Fussballs und der von Coca-Cola knapp 14 Jahre liegen, und beides habe die Welt bewegt und verändert, heisst es in der Mitteilung der Agentur. Ausserdem seien beide seit Jahrzehnten Partner. Hier sei also vergleichende Werbung für einmal erlaubt.
Verantwortlich bei Coca-Cola:
Alessandra Nicoletti (Senior Brand Manager Sparkling Beverages), Barbara Hagmann (Brand Manager). Verantwortlich bei JWT+H+F: Mike Krüll (CD/Text), Paolo Tonti (AD), Sebastian Day (Grafik), Vanessa Lehmann-Spalleck, Franco Elsener (Beratung).

Der Mehrwert liegt im Detail

Fachzeitungen Finanz und Wirtschaft blickt durch bis ins Detail: Wirz inszeniert diese Kernkompetenz.

 
Fachzeitungen Finanz und Wirtschaft blickt durch bis ins Detail: Wirz inszeniert diese Kernkompetenz. 
 
Um die komplexen Zusammenhänge von Wirtschaftsmechanismen und Finanzmärkten zu verstehen, muss man die Details kennen. Finanz und Wirtschaft, die führende Anlegerzeitung der Schweiz, «kennt sie alle. Und kann deshalb darüber schreiben», wie Martin Coninx beim Verlag überzeugt ist.Bei Wirz Werbung hat man diese Vorgabe wörtlich genommen und provokant überraschend umgesetzt: Stellvertretend für Finanzen, Wertanlagen, Immobilien, Kunst und Antiquitäten oder andere Bereiche, über die Finanz und Wirtschaft schreibt, zerlegten die Kreativen von der Uetlibergstrasse Gegenstände aus dem Alltag fein säuberlich in ihre Einzelteile.
Und zwar nicht so, wie man es von den technischen Explosionszeichnungen her kennt, sondern fotografisch. Entstanden sind dabei im Team von CD Matthias Freuler und AD Kim Sokola faszinierend irritierende Bilder, die man gerne länger und vor allem detailliert anschaut. Ganz im Sinne von: Um das Ganze zu verstehen, muss man die Details kennen. Fotografiert hat Roger Schneider. Der Modellbau stammt von Gruber Forster. Die Bilder sind von Andreas Roovers bearbeitet worden.
Die aufwändigen Anzeigen sind seit Mitte April in verschiedenen Wirtschaftstiteln, im Tages-Anzeiger und ausserdem in der Sonntagspresse zu sehen.
Die Zeitung Finanz und Wirtschaft aus dem Hause Tamedia bietet Entscheidungshilfen für private und institutionelle Anleger. Zweimal wöchentlich – jeweils am Mittwoch und am Samstag – berichtet die Zeitung über das Börsengeschehen und kommentiert Ereignisse und Trends. Um den wachsenden Informationsbedürfnissen gerecht zu werden, unterhält der Verlag ausser der grössten Fachredaktion am Hauptsitz in Zürich eigene Redaktionen in Bern, London, Paris und New York. Langjährige, bekannte Korrespondenten auf der ganzen Welt ergänzen die redaktionelle Eigenleistung der Finanz und Wirtschaft. Sie ist die einzige Finanzzeitung in der deutschen Schweiz und weltweit in 64 Ländern vertreten. Die Auflage beträgt 34’803 gemäss Wemf 2007.
Andreas Panzeri

Ein Schiff mit Beibooten

Lokalstrategie Abo-Zeitung, wöchentliche Grossauflage und fünf kleine Wochenblätter: Der Zürcher Oberländer will sein Gebiet neu auf drei Ebenen abdecken.

 
Lokalstrategie Abo-Zeitung, wöchentliche Grossauflage und fünf kleine Wochenblätter: Der Zürcher Oberländer will sein Gebiet neu auf drei Ebenen abdecken. 
Beim Wort Kiebitz denken die meisten wohl zuerst an eine Vogelart. Doch Kiebitz ist auch der Titel einer kleinen Wochenzeitung, die bisher in den Gemeinden Illnau-Effretikon und Lindau im Zürcher Oberland verteilt wird. Dieser Kiebitz hat eine Auflage von 9’500 Exemplaren und gehört zu 100 Prozent der Zürcher Oberland Medien (ZOM). Allerdings erst seit vergangenem Oktober. Zuvor war auch der Landbote-Herausgeber Ziegler Druck und Verlag in Winterthur zur Hälfte beteiligt. «Früher druckten wir den Kiebitz noch. Doch seit wir den Zeitungsdruck an Tamedia abgetreten haben, machte für uns eine weitere Beteiligung strategisch keinen Sinn mehr», sagt Lothar Dostal, Ziegler-Geschäftsführer. Dem kleinen Kiebitz weint er keine Träne nach. Für Dostal ist der Titel eine «Marginalie».Das sieht ZOM-Direktor Peter Edelmann anders. Wirtschaftlich sei das Blatt zwar «nicht gerade berühmt», gesteht er. «Aber es ist selbsttragend und wirft einen kleinen Gewinn ab.» Zudem sei die Akzeptanz sehr gut. «Als amtliches Publikationsorgan von Illnau-Effretikon wird der Kiebitz gelesen», weiss Edelmann. Er ist denn auch überzeugt: «Beim Kiebitz liegt noch einiges drin, umso mehr, als wir den Markt bisher nicht stark bearbeitet haben.»
Sieben auf einen StreichDie funktionierende «Marginalie» inspirierte deshalb die ZOM zu einem Konzept, mit dem sie sich und ihre Tageszeitungen Zürcher Oberländer und Anzeiger von Uster ab Herbst 2008 noch besser im lokalen Markt abstützen will – quasi auf drei Ebenen. Die ersten zwei Ebenen stellt der Zürcher Oberländer (ZO) her, indem er schon heute einen Teil des Publikums in seinem Gebiet als abonnierte Tageszeitung erreicht – mit einer verkauften Gesamtauflage von 38’663 Exemplaren. Doch gelangt er einmal pro Woche dank Grossauflage (102’063 Exemplare) auch in alle Haushalte. Die dritte Ebene, welche die ZOM nun vorsieht, ist dagegen kleinräumiger. Dazu hat sie das ZO-Verteilgebiet, das von Dübendorf bis Bauma und von der Winterthurer Stadtgrenze bis nach Bubikon reicht, in sieben Kleinregionen aufgeteilt. «Jede von ihnen besteht aus mehreren Gemeinden, die miteinander in Verbindung stehen: geografisch, politisch, verkehrsmässig und wirtschaftlich. Zum Beispiel bezüglich der Einkaufsströme», sagt Edelmann. Man habe darauf geachtet, dass in jedem Gebiet mindestens eine grössere, städtische Gemeinde liege.
Für fünf der sieben Kleinregionen will die ZOM ab Herbst einmal pro Woche eine Gratiszeitung im Tabloidformat produzieren, die ebenfalls in alle Haushaltungen verteilt wird. Diese berichten dann in Ergänzung zur Tageszeitung und zur ZO-Website über das Geschehen in ihrem klar begrenzten Raum. «Zudem werden bedeutende lokale Themen, die schon im ZO-Online und in der Tageszeitung veröffentlicht wurden, für die betreffende Kleinregion nachbearbeitet und vertieft», sagt Edelmann. Eine minimale Absprache mit der ZO-Redaktion und untereinander wird deshalb unabdingbar sein.
Zwei Lokaltitel bestehen schonEine der fünf beteiligten Zeitungen wird der Kiebitz sein. «Er wird aber eine Ausweitung auf die Gemeinden Weisslingen und Kyburg erfahren», sagt Edelmann. Ob er Titel und Layout behält, ist dagegen noch offen. In der Stadt Wetzikon besteht mit dem Wetziker Spiegel (11’000 Exemplare) noch ein zweiter Titel in ZOM-Besitz, der ebenfalls ins neue Konzept eingebunden wird. Dieser erscheint bisher nur einmal monatlich, erhält deshalb ab kommendem Herbst einen Wochenrhythmus und wird in fünf zusätzlichen Gemeinden verteilt. In den drei anderen Kleinregionen stehen Neugründungen an, die alle grundsätzlich eigenständig funktionieren werden – nach Möglichkeit auch als amtliche Publikationsorgane der entsprechenden Gemeinden. Dazu finden derzeit Verhandlungen mit den Behörden statt.
Beim Anzeigenmarkt denkt Edelmann natürlich an das lokale Gewerbe, KMUs, Gemeindebehörden oder Vereine, Inserenten also, die nur kleinräumig werben und denen der ZO zu viel Streuverlust verursacht. Sie lassen sich mit den kleinen Wochentiteln besser abholen. Selbstverständlich werden die fünf Titel auch im Kombi buchbar sein. Noch stehen die Kombinationsmöglichkeiten und Tarife nicht fest, doch Edelmann will das Kombisystem so offen und flexibel wie möglich gestalten. Zudem werde der Tarif «ausgesprochen günstig» sein. Zur Orientierung: Beim Kiebitz kostet derzeit eine vierfarbige Seite brutto 2’782,80 Franken. Dass der Wiler Gratiszeitungsverlag Zehnder diese Woche seine Uster Rundschau einstellt (siehe Seite 1), kommt dem ZOM-Projekt dabei sehr entgegen. «Das ist nach so kurzer Zeit zwar überraschend, doch wir haben es so einfacher», meint Edelmann.
Rücksicht auf mögliche PartnerMit dem Wochenzeitungsprojekt schafft die ZOM mehrere neue Arbeitsplätze, gemäss Edelmann werden es am Ende etwa 13 Vollstellen sein, 7 davon im Bereich Redaktion, der Rest im Verkauf. Denn die Zeitungen werden in Eigenregie vermarktet, wie der ZO, der einzig im überregionalen und im nationalen Markt mit der P zusammenspannt. Dass von diesem Konzept zwei Kleinregionen – der untere Bezirksteil Uster und das Tösstal – ausgenommen sind, hat einen klaren Grund: In beiden Gebieten existieren bereits die ähnlich gelagerten Blätter Glattaler und Tössthaler. «Sie gehören zwar nicht zur ZOM, sie erfüllen aber eine ähnliche Funktion wie unsere Wochenzeitungen», sagt Edelmann. Der Glattaler, der wöchentlich knapp 26’000 Exemplare gratis verteilt, gehört der Zürcher Unterland Medien, mit der die ZOM im Verbund Zürcher Landzeitung eng
liiert ist.
Der Tössthaler erscheint dreimal wöchentlich mit fast 4’500 Exemplaren und gehört der Buchdruckerei Turbenthal. Offensichtlich will die ZOM die beiden Titel nicht bedrängen und möglicherweise sogar ins Konzept einbinden. «Beim Start sicher nicht, wir haben noch keine Fühler ausgestreckt», sagt Edelmann und lässt damit alle Türen offen. Beide Verlage sind jedenfalls über das ZOM-Vorhaben orientiert.
Massgeschneidertes KonzeptAls Gegenreaktion zur Grossauflage des Tages-Anzeigers und zu dessen Regionalisierungsstrategie will Edelmann das neue ZOM-Konzept nicht verstanden wissen. Zumal die potenziellen Inserenten, die mit den neuen Wochenzeitungen angesprochen werden sollen, ohnehin kaum grossräumig werben wollen – weder im ZO noch im entsprechenden Tagi-Split. «Nein, wir wollen einfach tiefer in unseren Markt vordringen und hier noch stärker präsent sein», sagt Edelmann.
In gewisser Hinsicht erinnert das Konzept auch an das Mikrozeitungs-konzept von Urs Gossweiler in Brienz mit seiner JungfrauZeitung (siehe Kasten unten). Doch auch diesmal winkt Edelmann ab. Er habe keinen Kontakt ins Berner Oberland gehabt, er könne sich deshalb auch nicht über Parallelen oder Unterschiede zu Gossweilers Idee äussern. «Unser Projekt ist massgeschneidert auf unsere Situation und leitet sich wesentlich von den Erfahrungen beim Kiebitz ab», sagt Peter Edelmann.
Einer, der Gossweilers Konzept bestens kennt, ist Beat Lauber, Leiter Regionalmedien bei der NZZ-Gruppe und Mitglied im Verwaltungsrat der ZOM. Er habe jedoch nicht am ZOM-Konzept mitgearbeitet, sagt Lauber. «Aber als ich es las, habe ich zuerst auch an die JungfrauZeitung gedacht.» Allerdings bestehe ein wichtiger Unterschied zu Gossweilers Idee: «Sein Mikrozeitungskonzept kennt keine zugehörige Regionalzeitung.» Das ZOM-Konzept sei lokal ausgerichtet, aus der Erkenntnis, dass der lokale Markt für eine Regionalzeitung das absolut Wichtigste ist. «Es geht darum, dort niemanden reinzulassen und die lokale Leserschaft und die Kunden gut zu pflegen», sagt Lauber.
Werden sich denn die Zürcher Unterland Medien oder die Zürichsee-Zeitung, bei denen Lauber ebenfalls mitredet, bald dem ZOM-Konzept anschliessen? Laubers Antwort fällt pragmatisch aus: «Natürlich beobachten wir, was bei der ZOM passiert. Falls die Idee dort Wirkung zeigt, können wir relativ schnell kooperieren oder das Konzept bei andern Titeln umsetzen.»
Markus Knöpfli
Kleinvieh macht auch Mist«Verleger, pflegt eure lokalen Kunden in guten Zeiten.
Denn sie sind euer Fundament in Krisenzeiten.» So etwa lautete ein Rat, den die Verleger in den letzten Jahren immer mal wieder aus Publicitas-Kreisen zu hören bekamen. Auch vom heutigen NZZ-Verlagsleiter Daniel Hofer. An der P-Verlegertagung 2002 in Bern sagte er – damals als CEO von Publicitas Promotion Network: «Die Zeiten sind vorbei, in denen man mit 10 oder 15 Top-Kunden 40 bis 50 Prozent des Umsatzes generieren konnte.» Hofer empfahl der Verlegergilde deshalb, den Kontakt zu lokalen Kunden auch in der Hochkonjunktur zu suchen.Auf sein damaliges Referat angesprochen,
sagt Hofer, dass er noch immer dezidiert dieselbe Meinung vertrete. «Letztlich muss sich eine Regionalzeitung aus ihrer Region heraus refinanzieren. Was aus dem nationalen Markt kommt, ist bloss nice to have.» Das ZOM-Konzept kennt Hofer nicht im Detail. Auch sieht er keinen direkten Zusammenhang mit seinem Appell. «Dennoch freue ich mich, wenn die Saat aufgeht», lacht er.Tatsächlich scheint das ZOM-Projekt
etwas vom Innovativsten, was in den letzten Jahren von Verlegern für die Lokalmarktpflege konzipiert wurde. Vorausgesetzt, die Rechnung geht auf, könnte es auch andern Regionalzeitungen als Überlebensmodell in konjunkturell schwierigen Zeiten dienen. (mk)Die MikrozeitungGeschaffen und geprägt hat die Mikrozeitung Urs Gossweiler
, der umtriebige Verleger der JungfrauZeitung in Brienz. Sein Konzept konzentriert die publizistischen Inhalte rigoros auf den Lokalbereich, auf den so genannten Mikrokosmos Jungfrau im Berner Oberland und verzahnt dabei Online und Print praktisch nahtlos. Das Blatt erscheint im achten Jahrgang im Web und in gedruckter Form auf Zeitungspapier als sogenannter Printout zweimal die Woche.Die JungfrauZeitung hat sich im Markt bei 67 Prozent der um 50’000 Einwohnerinnen und Einwohner der Region etabliert und erwies sich selbst in den schwersten Jahren der Printbranche als vergleichsweise krisenresistent.
Gossweiler hatte sich schliesslich Ende 2006 von der Idee verabschiedet, für sein Konzept auch ausserhalb der Jungfrauregion Partner zu finden (darunter die NZZ). Dies nach drei Jahren intensiver, aber vergeblicher Suche. (rw)

Kopf der Woche: Der Rückkehrer

Walter Tagliaferri zeigt sich als neuer Client Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Euro RSCG Zürich überzeugt vom «Power of One».

Walter Tagliaferri zeigt sich als neuer Client Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Euro RSCG Zürich überzeugt vom «Power of One».
Er wirkt erst seit wenigen Wochen im Haus und hat schon drei Konkurrenzpräsentationen hinter sich. «Es läuft im Moment auf Hochdruck», freut sich der neue Client Service Director bei Euro RSCG Zürich. «Genau die richtige Agentur» hat Walter Tagliaferri demnach gefunden, um von der Kundenseite als Kommunikationsleiter bei Manor wieder zurück in die Werbung zu wechseln. Ein Happy-End nach einem längeren Reifungsprozess. Doch gehen wir der Reihe nach.«Was mich bei Euro RSCG überzeugt hat, waren die Gespräche mit Frank Bodin, dann die Ansichten der Leute, die ich im Verlauf der längeren Evaluation kennenlernen durfte, die kompetente, breit abgestützte Führungscrew und schliesslich das einzigartige Agenturmodell», begründet Tagliaferri, wieso er jetzt nach mehr als 20 Jahren in der Kommunikationsbranche auf dem richtigen Stuhl gelandet ist.
Bei Euro RSCG gefällt ihm, «was diese Agentur verkörpert und wie man das sowohl nach innen wie nach aussen trägt». Die Rede ist von einem Agenturmodell mit einer neuen Systematik der Zusammenarbeit. Nach dem Konzept «The Power of One» (Po1) gibt es integrierte Units für Dialog & Digital, Media und Produktion im Haus, die über sämtliche Arbeitsprozesse hinweg schon von Beginn weg zusammenarbeiten. «Eine Leitidee wird auf sämtliche Kommunikationsdisziplinen dekliniert», schwärmt der neue Mann bei Euro RSCG von diesem Konzept. In der Umsetzung gibt es dazu für jeden Kunden eine so genannte Produktgruppe. Diese besteht aus einem Account-Manager, einem Krea-Team, einem Planer und einem Spezialisten, der die Ideen «through the line» bringt.
Tagliaferri als Client Service Director hat die Gesamtverantwortung für die Beratung – was Kundenkontakte, organisatorische, personelle und die Budgetverantwortung bedeutet. Dazu leitet er selber noch eine Beratungsgruppe mit den beiden Key-Accounts Swiss und SBB. Als dritte Aufgabe ist er für das Neugeschäft mitverantwortlich. Hier hat der neue Mann in der Geschäftsleitung dank seiner langjährigen Erfahrung in der Branche sowie vielen Kontakten überzeugen können. Er wirkte früher in der Aufnahmekommission des BSW mit und war in diesen Tagen auch wieder in der Jury des Crossmedia-Awards engagiert.
Für Swiss macht Euro RSCG Dialog & Digital sämtliche Below-the-line-Massnahmen. Aktuell stehen zudem ein paar klassische Aufgaben an, bis der Pitch um das klassische Mandat entschieden ist.
Besonders freut sich Tagliaferri auch auf sein zukünftiges Mitwirken bei Hyatt International Hotels. Für diesen Kunden ist Euro RSCG Zürich gemeinsam mit Euro RSCG New York weltweit verantwortlich.
Solche Werbung zu machen, war schon früh sein Traum. Angefangen hat Tagliaferri mit der kantonalen Handelsschule in Zürich. Nach 13 Jahren «Schulbank drücken» war aber zuerst einmal Praxis angesagt. Bei einem Handelsunternehmen, das Schuhe importierte, durfte er ein Trainingsprogramm durch sämtliche Abteilungen absolvieren. Das Ziel war Aussendienstmitarbeiter. Als der Wechsel nach zwei Jahren anstand, fühlte sich der kaum Zwanzigjährige aber noch «zu jung» für eine solche Laufbahn. Er wollte weitere Branchen kennenlernen und jobbte temporär. Als «lässig, unkompliziert und sicher lockerer als eine Bank» entdeckte er dabei auch die Welt der Werbung.
Sein Einstieg in die Kommunikationsbranche eröffnete sich beim Israelitischen Wochenblatt. Nach dem Verlag folgte mit J. Walter Thompson eine richtige Werbeagentur. Tagliaferri wurde von Ronny Schmid im Bereich Media ausgebildet. Als sein Mentor nach zwei Jahren die Agentur am Zürcher Weinplatz verliess, wollte auch Tagliaferri seinen Horizont erweitern. Er wechselte zu Wirz und damit in die Beratung.
In den folgenden fünf Jahren betreute er Kunden wie Eurocard (Switzerland) SA, Toyota oder den Verband Schweizerischer Kantonalbanken. Er liess sich zum Werbeassistenten weiterbilden und hängte ein Jahr nach dem Abschluss auch noch den Marketingplaner an. Später folgte ein Intensivseminar für Kommunikationsmanagement an der Universität St.Gallen. In den letzten beiden Jahren hat Walter Tagliaferri jetzt auch noch ein Nachdiplomstudium Executive-MBA-Marketing absolviert, welches er 2007 mit der Diplomarbeit «Integrierte Kommunikation für den UBS KeyClub» erfolgreich abschliessen konnte.
Vor dieser Zeit wirkte Tagliaferri insgesamt elf Jahre bei Lesch+Frei, unterbrochen von einem Jahr bei Weber, Hodel, Schmid. Dieser «spannende Abstecher» war ein «Entscheid für die Karriere», weil WHS einen Beratungsgruppen-Leiter suchte. Als die Aufstiegschancen auch bei Lesch+Frei plötzlich offener wurden, liess sich Tagliaferri von Peter Lesch zurückholen und wirkte die zweite Halbzeit in dieser Agentur als Geschäftsführer Beratung. Bucherer, Panalpina oder Eichhof waren ein paar seiner Kunden. In dieser Phase hat Tagliaferri auch sein Nachdiplomstudium aufgenommen. «Mit 40 Jahren kommt das Gefühl, dass man noch einmal etwas Neues wagen soll.» Er wollte sein Wissen auf den neusten Stand bringen, neue Leute kennenlernen und seine Fähigkeit testen, noch einmal «eine Schulbank drücken zu können». Tagliaferri zeigt sich heute stolz auf seine Disziplin, denn tatsächlich war es nicht immer leicht, neben Job und Familie auch noch Zeit für die Prüfungen zu finden.
Der mit dem Studium anvisierte «Tapetenwechsel» führte ihn zuerst in die Kreativ-Boutique von Ruf Lanz, bevor dann «eine besonders attraktive Gelegenheit» als Leiter Marketingkommunikation bei Manor winkte.
Walter Tagliaferri, der als Italiener «schon immer eine grosse Affinität zur Mode hatte», durfte hier den soeben erfolgten Marken-Relaunch betreuen, mit welchem sich das Warenhaus vermehrt auch im modischen Bereich positionieren will. Das Branding für die neue Manor hat eine Branding-Agentur in London gestaltet. Tagliaferris Aufgabe war es, diese neuen Ideen zu implementieren und dazu eine modisch versierte Leadagentur zu suchen. In einem internationalen Pitch hat 2007 schliesslich Wirz das Budget gewinnen können. «Eine spannende Ausgangslage, denn bisher wurde hochstehende Modewerbung vorwiegend im Ausland gestaltet.»
Tagliaferri wollte die Fortsetzung dieser Geschichte allerdings aus den Händen geben. «Die täglichen drei Stunden Pendeln von Zürich zu Manor nach Basel und wieder zurück habe ich unterschätzt.» Nach der bereits sehr aufreibenden Zeit mit dem MBA wollte er sein Familienleben nicht noch einmal weiter leiden lassen. Auch seine Frau arbeitet mit Leidenschaft noch 40 Prozent in der Marketingabteilung für eine soziale Institution. Und seine beiden Kinder aufwachsen zu sehen, bedeutet dem Secondo sehr viel.
Da auch die Mutter eine Seconda ist, wird mit den Kleinen zu Hause vorerst Italienisch gesprochen. Im Gegensatz zu Mamma hat der Papà auch keinen Schweizer Pass beantragt. «Das ist aber eher zufällig so gekommen und hat sich mit der Heirat inzwischen ohnehin erledigt», meint Tagliaferri in breitem Zürcher Dialekt. Und er fügt schmunzelnd bei, dass es mehr ein Lifestyle-Gag eines Werbers denn überzeugter Patriotismus ist, wenn er nach diesem Interview jetzt stilecht mit einer Vespa ans Zucchero-Konzert nach Oerlikon fahren wird.
Andreas Panzeri

Schwerwiegende Indiskretionen sollen strafbar bleiben

Der Bundesrat will jene Strafnorm revidieren, welche die Veröffentlichung geheimer Dokumente unter Strafe stellt. Gänzlich abschaffen will er den berüchtigten Artikel 293 des Strafgesetzbuches aber nicht.

 Der Bundesrat will jene Strafnorm revidieren, welche die Veröffentlichung geheimer Dokumente unter Strafe stellt. Gänzlich abschaffen will er den berüchtigten Artikel 293 des Strafgesetzbuches aber nicht. Eine Motion des Zuger Nationalrats Josef Lang (Grüne), die den Gesetzespassus abschaffen will, lehnt die Landerregierung ab (siehe ). Der Gesetzesartikel bedroht Medienschaffende, die «amtliche geheime Verhandlungen» veröffentlichen, mit Haft oder Busse. So riskiert nicht nur der Geheimnisverräter, sondern auch der Veröffentlicher eine Strafe.
In seiner am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme schreibt der Bundesrat, die Meinungsäusserungsfreiheit gelte nicht absolut. So habe der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg festgehalten, eine auf Grund von Artikel 293 ausgefällte Busse gegen einen Journalisten verletzte die Meinungsfreiheit nicht. Die Urteilserwägungen zeigten aber, dass die bisherige Auslegung von Artikel 293 kaum haltbar sei, so der Bundesrat weiter. Deshalb fasst der Bundesrat eine Revision von Artikel 293 ins Auge: Die Strafbestimmung soll besser auf die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs ausgerichtet und damit die Rechtssicherheit erhöht werden.

Contract Media kommuniziert für Dim in der Deutschschweiz

Die Zürcher Agentur Contract Media übernimmt neu die Kommunikation und PR für das französisch-amerikanische Modeunternehmen Dim in der Deutschschweiz.

 
Die Zürcher Agentur Contract Media übernimmt neu die Kommunikation und PR für das französisch-amerikanische Modeunternehmen Dim in der Deutschschweiz. Die Lingerie und Feinstrumpfmode des zur US-Gruppe DB Apparel Company gehörenden Unternehmens stehe für Pariser Chic und sei derzeit in über 60 Ländern vertreten, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Erhältlich sind Dim-Produkte in der deutschen Schweiz bei Manor, Globus und Coop City.
get_footer();