Die Kunst schöner Werbung

Kunst Die Agentur Cosmic in Bern hat für das Zentrum Paul Klee eine Kampagne mit viel Kunst realisiert.

 
Kunst Die Agentur Cosmic in Bern hat für das Zentrum Paul Klee eine Kampagne mit viel Kunst realisiert. 
Kunst, Design, Werbung. Das sind drei Elemente, die sich bei Cosmic immer wieder in idealer Weise befruchten. Kunst fliesst in das Design. Und Werbung beflügelt die Kunst. Zu entdecken gibt es diese interaktive Kreativität aktuell in einer neuen Kampagne von Cosmic für das Zentrum Paul Klee in Bern. Mit neuen Bildwelten hat das Team um CD Thom Pfister für jeden Aktivitätsbereich des Museums eine Serie eigenständig starker Sujets gestaltet.Zum Auftrag ist es gekommen, nachdem Cosmic im letzten Sommer ein «Kulturmailing» verschickt hat, in welchem sich die Agentur speziell für Werbung rund um Museen ins Gespräch bringen wollte. Den Kommunikationsleuten im neuen Berner Kulturtempel hat die Eigenwerbung gefallen, und sie erteilten Cosmic gleich einen ersten Auftrag.
Das Zentrum Paul Klee verfolgt seit seiner Eröffnung vor drei Jahren einen eigentlichen Zentrumsgedanken mit dem Angebot verschiedener Aktivitäten von Ausstellungen über Vermittlung und Workshops bis zu Tanz, Theater und Literatur.
Zur Kommunikation der vielseitigen Sparten galt es nun, eine neue markante Bildwelt zu gestalten. Dafür setzten sich die Grafiker Roland Zenger  und Tamara Janes von Cosmic eingehend mit Klees Werk auseinander und kombinierten typische Klee-Motive mit spartenspezifischen Protagonisten zu vielschichtigen Sujets. In den Anzeigen und Plakaten hat CD Thom Pfister auch Elemente aus den Kunstwerken des Malers auf raffinierte Weise mit zeitgenössischen Fotos kombiniert.
Die zehn neuen Bildwelten werden jetzt auf Kulturplakaten, Monats- und Halbjahresprogrammen, Fahnen und weiteren Kommunikationsmitteln angewendet.
 
Andreas Panzeri

Und sie reden wieder

Ferien Jung von Matt/Limmat lässt für die Tourimusregion Graubünden erneut die Steinböcke sprechen. Diesmal meckern sie über die amateurhaften Mountainbiker.

 
Ferien Nachdem die sprechenden Steinböcke Graubündens bereits für die Schönheit ihrer Heimat und deren Schneesicherheit geworben haben, preisen sie nun die Biker-Region Graubünden an. Als Kletterprofis ist ihnen allerdings unverständlich, wie die Biker trotz modernster Ausrüstung immer noch eine derart schlechte Falle machen. Mit dem Spot wirbt Graubünden Ferien per sofort im Fernsehen für die Bike- und Wanderregion Graubünden. Realisiert hat den Spot die Agentur Jung von Matt/Limmat.

Zürichs Designführer

Design Der Abstieg des Zürcher Langstrassenquartiers zur Trendmeile lässt sich nicht aufhalten. Für jene, denen das gefällt, gibts neu einen Designführer.

 
Design Das Zürcher Langstrassenquartier ist ein buntes Viertel. Nun machen über 60 Läden und Ateliers der Zürcher Stadtkreise 4 und 5 am 17. und 18. Mai in einer gemeinsamen Aktion auf sich aufmerksam. Dazu gibt es jetzt den «Kreislauf 4+5 Guide», der die ganze Palette der beteiligten Läden porträtiert. Neben einer Vielzahl von Illustrationen enthält er Informationen rund um Akteure und Designs sowie einen Quartierplan. Das Büchlein liegt in vielen Geschäften und Lokalen der ganzen Stadt auf. Realisiert hat das Werk das Büro René Grüninger PR.

Publicis gewinnt mit «M08» den Crossmedia Award

Die Kampagne «M08» für Migros wurde aus 37 eingereichten Crossmedia-Arbeiten auf den ersten Platz beim Crossmedia Award gewählt. Silber ging an Advico Young & Rubicam mit der heiss diskutierten Kampagne «Free Internet» für Sunrise, Bronze an Jung von Matt/Limmat mit «Entdecken Sie die Schweiz» für die SBB.

Die Kampagne «M08» für Migros wurde aus 37 eingereichten Crossmedia-Arbeiten auf den ersten Platz beim Crossmedia Award gewählt. Die Werbeagentur Publicis konnte den «goldenen Kompass» am Mittwoch anlässlich der Goldbach Mediarena in Empfang nehmen. Silber ging an Advico Young & Rubicam mit der heiss diskutierten Kampagne «Free Internet» für Sunrise, Bronze an Jung von Matt/Limmat mit «Entdecken Sie die Schweiz» für die SBB. Intelligente Verknüpfung, Innovationsgrad, gestalterische Umsetzung, Erfolgsausweise und Gesamteindruck waren die Kriterien, welche die Jury zur Bewertung der Arbeiten anwendete. Die Kampagne «M08» von Publicis hat die Jury am Meisten überzeugt. Geri Aebi, der Vorsitzende der Jury: «Dieser Aufsehen erregende neue und crossmediale Ambush-Marketing-Benchmark hat es eindeutig geschafft.» Der Crossmedia Award ist mit 10`000 Franken dotiert. Der Scheck wurde Marion Marxer und Jean Etienne Aebi von Publicis feierlich von Viola Tami übergeben.
Die Vermarkterin Goldbach Media hatte im Jahre 2005 den Crossmedia Award ins Leben gerufen. Damit soll das vernetzte Denken und Handeln in der Kommunikation gefördert werden. Der Crossmedia Award zählt neu für das Kreativranking der Werbewoche.
Die Gewinner:
Gold: «M08» von Publicis für Migros
Silber: «Free Internet» von Advico Young & Rubicam für Sunrise
Bronze: «Entdecken Sie die Schweiz» von Jung von Matt/Limmat für SBB
Die Shortlist 2008 in alphabetischer Reihenfolge:
FreeInternet Sunrise, Advico Young & Rubicam
Migros – M08, Publicis
Mobiliar – MobiJeunes, Wirz Werbung AG
Persil Traumhochzeit, OMD Schweiz AG
SBB Personenverkehr, Jung von Matt/Limmat AG
Schweizer Illustrierte Style, Jung von Matt/Limmat AG
Swisscom Online-Karaoke, Contexta AG
Die Jury des Crossmedia Award 2008:
Geri Aebi, Wirz Werbung AG (Präsidium)
Claudio Dionisio, Neuronics AG
Regula Fecker, Rod Kommunikation AG
Markus Gut bzw. Philipp Skrabal, Y&R Gruppe Schweiz
Dr. Beat Lauber, NZZ Gruppe
Georg Redlhammer, Volvo Automobile (Schweiz) AG
Urs Renner, Optimedia AG
Jürg Siegrist, SWA-ASA
Walter Tagliaferri, Euro RSCG Zürich
Dr. Dominique von Matt, Jung von Matt/Limmat AG
Franziska von Weissenfluh, Berner Zeitung AG

Welsche Braut sucht Bräutigam

Wirtschaftspresse L’agefi wird auf rosa Papier gedruckt. Ob die Zukunft des Blattes ebenso rosig ist, liegt derzeit in den Händen einer Grossbank.

 
Wirtschaftspresse L‘ agefi wird auf rosa Papier gedruckt. Ob die Zukunft des Blattes ebenso rosig ist, liegt derzeit in den Händen einer Grossbank.  
Die Crédit Suisse prüft «verschiedene Entwicklungsoptionen» für die Zeitung. Diese gehen bis zum Verkauf der Gruppe. Der Westschweizer Wirtschaftstitel L’agefi sticht zweifellos in die Augen. Mit ihrer lachsrosa Farbe signalisiert die von grossen Pressegruppen unabhängige Tageszeitung, dass sie zur Finanzfachpresse gehört. Sie pflegt eine dezidiert wirtschaftsliberale Linie und betont damit den Unterschied zur Konkurrenz, dem überregionalen Edipresse-Blatt Le Temps und seinem gut ausgebauten Wirtschaftsteil. Wirklich von sich reden machte sie aber letztes Jahr mit dem Kauf der Westschweizer Privatspitalgruppe Genolier Swiss Medical Network (GSMN). Das kleine Presseunternehmen (siehe Kasten) kaufte die riesige Privatspitalgruppe GSMN auf. In Wirklichkeit erlaubte die an der Börse kotierte Agefi-Gruppe der Spitalgruppe einfach, durch die Bildung einer Holding zu günstigen Konditionen an die Börse zu gehen. Der Deal löste bei Finanzspezialisten weitherum Kopfschütteln aus, denn zwischen dem Medien- und dem Gesundheitsbereich sind keinerlei Synergien ersichtlich.
Immerhin stiess das ungleiche Paar unter dem Dach einer Holding, die sich Agen nennt (Zusammenzug von Agefi und Genolier), auf das Interesse von angloamerikanischen Investmentfonds. Ende 2007 erhöhte der Fonds Lincoln Vale seinen Aktienanteil auf 5,49 Prozent des Kapitals, gleichzeitig gab Schroders London eine Erhöhung seiner Anteile auf 4,27 Prozent bekannt. Die Fonds dürften hauptsächlich am Gesundheitsbereich der Gruppe interessiert sein, gelten doch im Moment Privatspitäler und nicht Presseerzeugnisse als Wachstumsmarkt. Wie auch immer: Die Agen Holding schaffte es, prestige- und beziehungsreiche Persönlichkeiten in die Führung einzubeziehen. So ist etwa der CVP-Politiker Raymond Loretan, ehemaliger Generalkonsul der Schweiz in New York, zum Verwaltungsratspräsidenten ernannt worden.
Die Zeitung weist dieses Jahr erstmals seit 2002 eine ausgeglichene Bilanz aus, wirkt aber im Vergleich zum Gesundheitsbereich als «parent pauvre», als arme Verwandte: Die Holding erzielte 2007 einen Umsatz von 130 Millionen, das heisst zehnmal mehr als der Pressebereich für sich genommen. Kein Wunder, dass der Verwaltungsrat der Holding Ende April beschloss, die «Anstrengungen der Gesellschaft inskünftig auf den Gesundheitsbereich» zu konzentrieren. Das heisst: L’agefi steht zum Verkauf an den Meistbietenden.
So offen will man das allerdings nicht sagen. Das Schicksal des Pressebereichs werde in die Hände der Crédit Suisse gelegt, kommuniziert die Holding. Die Bank soll verschiedene Optionen prüfen, die von der Beibehaltung des Status quo über die Öffnung des Kapitals für neue strategische Aktionäre bis zum Verkauf des Pressebereichs gehen. Auch die Option eines ganzen oder teilweisen Verkaufs an die Kader wird geprüft.
Da L’agefi die einzige auf ökonomische Fragen spezialisierte Tageszeitung der Westschweiz ist, läge ein Zusammengehen mit einem Deutschschweizer Presseerzeugnis wie etwa der Finanz und Wirtschaft und deren nach Expansion strebendem Mutterhaus Tamedia nahe. Auch ein Schulterschluss mit einem französischen Kapitalgeber scheint nicht ausgeschlossen, ebensowenig ein reiner Verkauf an jede Gruppe, die genügend Geld auf den Tisch zu legen bereit ist. Als «worst case»-Szenario gilt ein Verkauf an Edipresse. In diesem Fall wären die Tage der kleinen, aber doch lästigen Konkurrenz des Edelblattes Le Temps wohl gezählt. Das Haus Edipresse steht allerdings wegen seiner marktbeherrschenden Position in der Romandie unter Dauerbeobachtung der Wettbewerbskommission.
«Es ist logisch, dass man neue Aktionäre sucht, die etwas von Medien verstehen», sagt ein Insider, der an das Überleben und an die Entwicklung der Zeitung glauben will. Zumindest für die Zeit, die es brauche, um «die Braut zu schmücken». Bei den Verantwortlichen herrscht allerdings Informationssperre: «Der Verwaltungsrat wird eine optimale Lösung treffen, die die Zukunft der Zeitung sichert», übt sich Verlagsleiter Eric Valette in Diplomatie. Ebenso wenig lässt sich Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan in die Karten blicken. «L’agefi steht gut da, wir müssen uns mit unserem Entscheid über seine Zukunft nicht beeilen», sagt er und fügt an: «Alle Optionen sind offen.»
Helen Brügger
Die Agefi-GruppeZur Agefi-Gruppe
gehört die Finanz- und Wirtschaftstageszeitung L’agefi (Abkürzung von agence économique et financière) mit einer Auflage von 9’695 Exemplaren. Weiter die periodisch erscheinende Beilage Agefi Magazine mit 17’000 Exemplaren Auflage, die sich für kleine und mittlere Unternehmen interessiert sowie die ebenfalls periodisch erscheinende Beilage Evasion mit Lifestylethemen und einer Auflage von 39’000 Exemplaren. Durch Zukauf kam das Frauenmagazin Profil mit 24’500 Exemplaren zur Agefi-Gruppe, es wurde vor zehn Jahren vom heutigen Agefi-Verlagsleiter Eric Valette unter dem Namen Profil Femme gegründet. Evasion soll in Zukunft als männliches Gegenstück zu Profil weiterentwickelt und am Kiosk angeboten werden. (Alle Auflagenzahlen gemäss Mediaprint, nicht Wemf-geprüft). (hb)

Investitionen schlagen auf den Gewinn bei AZ Medien

Die AZ Medien Gruppe hat 2007 einen Gewinneinbruch erlitten, konnte dafür aber den Betriebsertrag leicht steigern. Strategische Investitionen wie die Lancierung des Titels Sonntag und der Kauf der Basellandschaftlichen Zeitung hätten zum Gewinneinbruch geführt, teilte das Medienhaus mit.

 Die AZ Medien Gruppe hat 2007 einen Gewinneinbruch erlitten, konnte dafür aber den Betriebsertrag steigern: Der Konzerngewinn sank um 24,4 Prozent auf 10,6 Millionen Franken. Der Betriebsertrag stieg um 1,6 Prozent auf 203 Millionen Franken. Strategische Investitionen wie die Lancierung des Titels Sonntag als siebte Ausgabe des Verbunds Mittelland Zeitung (MZ) und der Kauf der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) hätten zum Gewinnrückgang geführt, teilte die AZ Medien Gruppe am Mittwoch mit. Auch die Erhöhung der Beteiligung auf 35 Prozent an der Vogt-Schild Holding, Herausgeberin des MZ-Partners Solothurner Zeitung (SZ), seien aus dem Betriebs-Cashflow bezahlt worden. Daher sei das Betriebsergebnis sei um 58,7 Prozent auf 8,1 Millionen Franken gesunken.
Der Ertrag aus dem Zeitungsgeschäft stieg auf 117,8 Millionen Franken und trug mit 58 Prozent zum Betriebsergebnis bei. Radio Argovia und die TV-Sender Tele M1 und Tele Tell erwirtschafteten mit 20,1 Millionen Franken 10 Prozent des Betriebsertrags.
Den leicht gesteigerten Betriebsertrag führt die AZ Medien Gruppe auf den guten Geschäftsgang bei den Fachverlagen, regionalen Anzeigern und auf den boomenden Stellenmarkt zurück. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 30 Franken pro Aktie.
Sonntag als ErfolgsgeschichteDas Ergebnis sei «durchzogen», sagte AZ-Verleger Peter Wanner in einem in der eigenen Zeitung publizierten Interview. Er sei damit «nicht zufrieden». Er kündigte an, die AZ Medien würden im lokalen Anzeigenmarkt wieder selbst aktiv werden. Man sei mit der Publicitas «gar nicht zufrieden».
Den neu lancierten Titel Sonntag bezeichnete Wanner als Erfolgsgeschichte. Rund 95 Prozent der Abonnenten des MZ-Verbunds hätten sich für ein Abonnement entschieden. Der Inserateverkauf laufe besser als budgetiert. Der MZ-Verbund sei «offen für weitere Kooperationen».
Noch immer nicht entschieden ist, ob die AZ Medien ihr Projekt für eine neue Gratiszeitung starten. Die Rahmenbedingungen hätten sich verändert, sagte Wanner. Die Konjunktur scheine sich abzukühlen. Einzig das Pendlerblatt 20 Minuten habe Erfolg. Eine Alternative sei, in die MZ zu investieren.

Neues Ostschweizer Radio FM1 ist auf Sendung

Seit Mittwochmorgen ist der neue Ostschweizer Privatsender Radio FM1 auf Sendung. FM1, mit einem Stier im Logo, ist aus dem Zusammenschluss von Radio aktuell (St. Gallen) und Radio Ri (Buchs SG) entstanden.

 Seit Mittwochmorgen ist der neue Ostschweizer Privatsender Radio FM1 auf Sendung. FM1, mit einem Stier im Logo, ist aus dem Zusammenschluss von Radio aktuell (St. Gallen) und Radio Ri (Buchs SG) entstanden. Radio FM1 beschäftigt in den beiden Studios in St. Gallen und Buchs knapp 30 Mitarbeiter. Das Programm setzt neben lokaler und regionaler Information auf einen neuen Musikmix, der exakt auf den Geschmack des Publikums in der Ostschweiz abgestimmt ist, wie die Verantwortlichen erklärten. Geschäftsleiter André Moesch und Programmchef Martin Oesch stellten die neuen Studios in St. Gallen den Medien vor. FM1 arbeitet dort mit Tele Ostschweiz (TVO) zusammen – unter anderem mit einem gemeinsamen News-Desk der beiden Redaktionen. Zwei Millionen Franken wurden in die Technik für FM1 investiert.
Neukonzessionierung Radio FM1 und Tele Ostschweiz sind im Besitz der St. Galler Tagblatt AG. Anlass zur Fusion von Radio aktuell und Radio Ri zu FM1 gab die Neukonzessionierung der Schweizer Privatradios. FM1 ist, wie seine beiden Vorgänger, zu 100 Prozent werbefinanziert und erhält keine Gebührengelder.
FM1 sendet täglich von 12 bis 14 Uhr und von 16 bis 19 Uhr lokale Fensterprogramme, die in St. Gallen und Buchs produziert werden. Der Sender erreicht in den Kantonen St. Gallen, beiden Appenzell, im Oberthurgau, im Rheintal und im Fürstentum Liechtenstein täglich rund 150’000 Hörerinnen und Hörer.

Advico Y&R zeigt, wo man die neuste Drecksmode findet

Für das neue Work Wear Center in Wallisellen hat Advico Young & Rubicam die Eröffnungskampagne inszeniert. Geworben wird für den Arbeitskleiderladen auch mit Klebern, auf denen von der neusten «Drecksmode» zu lesen ist.

 
Für das neue Work Wear Center in Wallisellen hat Advico Young & Rubicam die Eröffnungskampagne inszeniert. Mit gezielten Massnahmen soll der neue Arbeitskleiderladen unter der Zielgruppe bekannt gemacht werden. So etwa mit Stickern und POS-Plakaten, auf denen von der neusten «Drecksmode» oder den Massen «120-150-120» die Rede ist. Oder Baulatten, die mit «Work Wear Center» markiert sind. Am Strassenrand beim neuen Laden winkt zudem eine Bauarbeiterpuppe mit dem Schild «Eröffnung». Es läuft auch ein Radiospot. Darin hört man eine Frau, die einem Bauarbeiter nachpfeift, weil dieser einen neuen Faserpelz aus dem Work Wear Center trägt. Die Kampagne ist seit Ende April im Äther. Im neuen Work Wear Center finden Arbeiter das ganze Sortiment an robusten Werkkleidern wie Helly Hansen und Rukka.

Verantwortlich beim Work Wear Center:
Peter Wider (Inhaber). Verantwortlich bei AYR: Markus Gut (CCO), Isabelle Hauser (AD) und Andi Portmann (Text).

Ringier startet einen EM-Sportkanal auf Zattoo

Ringier setzt zur Euro 08 hin auf bewegte Bilder: Die Blick-Sportredaktion und das Web-Center von Ringier werden während der Europameisterschaft täglich einen eigenen Fussball-Expertentalk und eine Magazinsendung produzieren.

 Ringier setzt zur Euro 08 hin auf bewegte Bilder: Die Blick-Sportredaktion und das Web-Center von Ringier werden während der Europameisterschaft täglich einen eigenen Fussball-Expertentalk und eine Magazinsendung produzieren. Der Webkanal startet am 7. Juni 2008. Er wird auf dem TV-Distributionsdienst Zattoo ausgestrahlt und auch auf Blick.ch zu sehen sein. Die Webzuschauer erhalten im Sporttalk Analysen und Hintergründe rund um die Spiele. Im Magazin dreht sich alles um die Fans, Public Viewing, People und Fussball-Lifestyle. Berichtet wird auch über die von Ringier lancierte «Euro-WG». Deren Bewohner aus fünf verschiedenen Euro-Nationen werden mit der Kamera begleitet, wenn sie in den Public Viewings, in Szene-Lokalen oder im Stadion die Spiele verfolgen. Ringier will mit dem «Blick EM-Spezial» seine eigenen Online-Formate weiter ausbauen und erstmals in einem Branded Channel testen. Die Fernseh-Software von Zattoo kann gratis unter Zattoo.com heruntergeladen werden.

Zu guter Letzt: Gnade für Sponsoren-Verräter in der Fanmeile

Es ist bereits bekannt, dass beim Besuch der Zürcher EM-Fanzone sponsorengerechte Kleidung erwünscht ist. Doch Kopf hoch, ein kleiner Lichtblick ist in Sicht. In der sogenannten Fanmeile gelten andere Regeln.

 Es ist seit geraumer Zeit bekannt, dass beim Besuch der Zürcher EM-Fanzone am Bellvue sponsorengerechte Kleidung erwünscht ist: Wer mit seinen Klamotten die offiziellen Sponsoren zu konkurrenzieren droht, der hat in dieser Zone nichts zu suchen. Doch Kopf hoch, ein kleiner Lichtblick ist in Sicht: Auf der sogenannten Fanmeile gibt es solche Bestimmungen nicht, wie die SDA am Mittwoch meldete. «Die Fanmeile ist keine Bannmeile», so Daniel Rupf, Zürichs Euro-Delegierter. Dies sei aber das Resultat langer Verhandlungen mit dem europäischen Fussballverband. Grosszügig! Man vergesse also bitte nicht, das Carlsberg-Shirt ins Rucksäckchen zu packen, sollte man mit einem Quöllfrisch-Shirt bekleidet die Fanmeile besuchen wollen. Vorausgesetzt natürlich, man beabsichtigt, nachher noch der Fanzone einen Besuch abzustatten.

Die Mär vom User generated Content

Internet Auf YouTube wird getarnt und getäuscht. Das offenbart eine unterhaltende Webserie mit dem Namen Viralcom.

 
Internet Auf Youtube wird getarnt und getäuscht. Das offenbart eine unterhaltende Webserie mit dem Namen Viralcom. 
Jeden Tag wollen uns Tausende Benutzer auf Youtube etwas mitteilen. Wer im Internet auffallen will, stellt ein Video online. Je schriller, desto wahrscheinlicher sind die Chancen, dass die Botschaft ein Millionenpublikum erreicht. Auch die Werbeindustrie hat die Videoplattform entdeckt. Weil die User Produktlobhudeleien ablehnen, setzen clevere Werber auf die Macht der Mundpropaganda. Das Zauberwort heisst Viral Marketing.Und so funktioniert virale Werbung: Die Werber streuen einen Clip im Web und hoffen, dass ihre Idee so schrill ist, dass die Nutzer sie von selbst weiterverbreiten. Als sehr erfolgreiches Beispiel gilt der Clip über Ron Hammer. Im Oktober 2006 kursierte auf den Internet-Videoportalen ein Clip, der im Stil eines Amateurfilms einen spektakulär verunglückten Motorrad-Stunt zeigte. Der Fahrer überlebte den Sprung und winkte danach munter in die Kamera. Kaum im Netz, war die Kunstfigur Ron Hammer im deutschsprachigen Raum einem Millionenpublikum bekannt.
Eingefallen ist der Gag der Agentur Proximity Germany für die Baumarktkette Hornbach. Seit Stuntman Hammer erfreuen sich solche getarnten Werbefilme einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Marketingleute wollen das Viral-Phänomen forcieren, planen vermehrt solche Aktionen und geben entsprechend Kampagnen in Auftrag.
 
Hinter die Kulisse geschautHinter den Wackelbildvideos, die uns also täglich zum Lachen bringen sollen, steckt inzwischen ein lukratives Business. Im Kampf um Aufmerksamkeit auf YouTube, Branchenprimus aller Videoplattformen, reicht es nicht mehr aus, mit der Handykamera die missglückte Akrobatik eines Kollegen abzufilmen. Inzwischen beschäftigen sich professionelle Filmleute damit, YoutTube-Hits zu generieren. Das zeigt Warner Bros. in diesen Tagen im Internet. Der Mediengigant hat eine unterhaltende, aber traurige Doku-Folge ins Internet gestellt, die schonungslos zeigt, was wirklich hinter den angeblich erfolgreichen Videos, die den Stempel «User generated Content» tragen, steckt. Viralcom heisst die Webserie und offenbart, was der kritische User schon immer vermutet hat: Jeder Brüller auf YoutTube ist letztlich professionell umgesetzt. Keine Spur von Nerds oder sexgeilen Teenagern, die sich gelangweilt haben und dann ein Homevideo produzierten. Auf YouTube wird der Erfolg nicht dem Zufall überlassen.
 
Filmprojekt ohne TabusDie Serie Viralcom erzählt unverblümt die Geschichte eines Filmstudios, dessen einzige Mission es ist, Hits für die Videoplattform YouTube zu produzieren. Dass dies ein knallhartes und mittlerweile ein geldgetriebenes Business ist, zeigt bereits die erste Episode. Das Filmprojekt kennt keine Tabus. So wird mancher YouTube-Hit entzaubert, zum Beispiel die Erfolge um den Clip «Chocolate Rain» oder «Baby Laughing». Beide Produktionen konnten auf YoutTube ein Millionenpublikum mobilisieren. Viralcom inszeniert die Produktionen als Fakes. Der «echte» User generated Content bleibt auf der Strecke.
Die Geschichte um den Hitsong «Chocolate Rain» entpuppte sich nach seinem  Erfolg auf YouTube auch als werberischer Coup. So wurde der Sänger im Video vom Getränkehersteller DrPepper für die Lancierungskampagne eines neuen Getränkes engagiert. Der populäre Troubadour durfte ein Remake seines Schokoladenhits propagieren, der sich wieder wie ein Lauffeuer auf YoutTube verbreitete. Die virale Promotionstaktik, so die Verantwortlichen von DrPepper kürzlich in der New York Times, kann wieder als Erfolg deklariert werden.
Die Serie Viralcom, die erstmals in die Geschehnisse am Set grosser YouTube-Produktionen Einblick gewährt, startete Anfang April. Und es fehlt ihr keineswegs an Spannung. So ist gelegentlich die ruppige Art des Regisseurs im Fokus, der gern mal ausflippt und Schauspieler vermöbelt. Aber auch der geldgeile Produzent auf dem Set oder der überforderte Castingassistent sorgen für Schmunzler.
Experimentierlabor fürs WebViralcom ist eine Wochenserie. Jeden Mittwoch kann eine neue Folge auf der besagten Videoplattform oder auf
heruntergeladen werden. Verantwortlich für den Inhalt sind die beiden Drehbuchautoren Joey Manderino und David Young, die für das Studio 2.0 Comedyserien wie «14 Days in a Civic» oder «eHarmony’s Minor Matchmaker» geschrieben haben. Studio 2.0 wurde von Warner Bros. als Experimentierlabor für Internetproduktionen gegründet. Damit will der Filmriese Kurzfilme, Serien und Spielshows speziell für das Internet produzieren.Studio 2.0, das 2006 gegründet wurde, hat auch zum Ziel, stark mit der Werbewirtschaft bei der Entwicklung neuer Formate zu kooperieren. Bis heute kam allerdings auf diese Weise nur ein Ergebnis zustande, nämlich die Quizshow «Hardly News», die seit April letzten Jahres auf der von der Brauerei Anheuser-Busch finanzierten Website Bud.tv präsentiert wird.
 
Christian Lüscher
Virales Marketing hoch im KursZusammen mit dem Marktforschungsunternehmen GfK
haben die Agenturen Robert & Horst Marketing und Webguerillas Firmen nach «alternativen Werbeformen» befragt. Wie die Autoren der Studie schreiben, zeige die Mehrheit der Marketingleute in Grossunternehmen reges Interesse an viralem Marketing. Deutlich im Trend sind Werbeformen, die sich auf die kommunikative Kraft des Internets stützen. Die befragten Unternehmen sehen hierfür vor allem Videoclips als geeingnetes Mittel. 34,3 Prozent der B-to-C-Werber setzen diese bereits ein, 20,6 Prozent planen dies noch zu tun. Auch das Word-of-Mouth-Marketing wird bei bei 24,7 Prozent eingesetzt, 11,3 Prozent planen dies in naher Zukunft. Ebenfalls von grossem Interesse sind Online-Games. Jene Werbetreibenden, die ein Budget über fünf Millionen Euro haben (das sind 28,9 Prozent der Befragten), setzen auf diese spielerische Werbeform. Die Studie wurde nach 2003 und 2005 2007 das dritte Mal durchgeführt und soll einen Blick auf die Entwicklung «alternativer Werbeformen» ermöglichen. Befragt wurden branchenübergreifend 326 Marketingverantwortliche.Eine bittere Realität für WerberDer originelle Inhalt
eines YouTube-Filmchens reicht schon lange nicht mehr, um eine Millionengemeinde im Netz in Begeisterung zu versetzen. Profis helfen mit Tricks nach, um ihre Clips in der Webgemeinde prominent zu machen. Der Spot, den ein Agenturmitarbeiter an seine fünf besten Freunde versendet und in der folgenden Woche schon Tausende Zuschauer findet, gehört ins Reich der Fantasie, glaubt man den detaillierten Ausführungen von Dan Ackermann, Autor des prominenten US-Blogs «Techcrunch». In seinem Bericht «The secret strategies behind many viral videos» zeigt Ackermann unverblümt auf, dass ein viraler Prozess erst dann ins Rollen kommt, wenn man unter anderem User mit verfälschten Diskussionen täuscht und eng mit Blogautoren zusammenarbeitet. (cl)

Web2com: Ebay erweitert Werbeangebot

Der von Web2com vermarktete Online-Marktplatz Ebay bietet in der Schweiz ab sofort neue Platzierungen und ein komplett neues Pricing an. Das IAB Standard-Sortiment wird neben Rectangle und Leaderboard nun mit einem Skyscraper ergänzt.

 Der von Web2com vermarktete Online-Marktplatz Ebay bietet in der Schweiz ab sofort neue Platzierungen und ein komplett neues Pricing an. Das IAB Standard-Sortiment wird neben Rectangle und Leaderboard nun mit einem Skyscraper ergänzt, wie Web2com mitteilte. Zusätzlich habe der Werbekunde neu die Möglichkeit, eine Wochenfixplatzierung mit dem Rectangle auf der Homepage zu buchen. Diese generiere rund 500’000 Impressions pro Woche und sei für 6’000 Franken zu haben, was einem TKP von ca. 12 Franken entspreche, heisst es in der Mitteilung weiter. Alle bisherigen TKP-Preise seien stark reduziert worden und würden mit 30 Franken weniger als die Hälfte des bisherigen Preises kosten.
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