Schülerzeitschrift KinderMax feiert 5. Geburtstag

Die Schweizer Primarschüler- und Kinderzeitschrift KinderMax feiert ihren fünften Geburtstag. Erstmals 2003 herausgekommen erscheint sie seit 2007 jährlich in neun Ausgaben in einer Auflage von zwischen 10'000 und 20'000 Exemplaren.

 
Die Schweizer Primarschüler- und Kinderzeitschrift KinderMax feiert ihren fünften Geburtstag. Erstmals 2003 herausgekommen erscheint sie seit 2007 jährlich in neun Ausgaben im Format A4. Davon dreimal als Magazin mit 100 Seiten in einer Auflage von 10’000 Exemplaren und sechsmal als Special mit 32 Seiten mit einer Auflage von mindestens 20’000 Exemplaren. Die Zeitschrift zum Lesen, Rätseln und Malen kann an vielen Kiosken und im Abo für 64 Franken bezogen werden. Herausgegeben wird sie von Streit Marketing & Verlag in Bischofszell. 

Agen fokussiert auf Gesundheissparte

Das Westschweizer Gesundheits- und Presseunternehmen Agen will sich in «Genolier Swiss Medical Network» umbenennen und damit die Fokussierung auf den Gesundheitsbereich betonen. Was mit der Pressesparte passieren soll, ist noch unklar.

 Das Westschweizer Gesundheits- und Presseunternehmen Agen will sich in «Genolier Swiss Medical Network» umbenennen. Damit möchte es die Fokussierung auf den Gesundheitsbereich betonen. Was mit der Pressesparte passieren soll, wird in der Medienmitteilung vom Dienstagabend nur vage angesprochen: Die Credit Suisse untersuche derzeit Entwicklungsmöglichkeiten für den Medienteil, der die Westschweizer Wirtschaftszeitung L’Agéfi herausgibt. Der Agen-Verwaltungsrat wolle die Autonomie dieser Sparte stärken, heisst es weiter. Gerüchten zufolge bedeutet diese verklausulierte Formulierung, dass die Pressesparte zum Verkauf stehe (siehe Welsche Braut sucht Bräutigam
). Daneben stehen bei Agen personelle Rochaden an: Antoine Kohler und Hans-Reinhard Zerkowski sollen neu in den Verwaltungsrat gewählt werden. Nach Agen-Angaben sollen sie das Gremium in juristischen und medizinischen Belangen stärken. Kohler ist Anwalt, Zerkowski Medizin-Professor. Sie treten die Nachfolge von Alain Fabarez und Claude Haegi an.

Ralph Kappes neu bei Vasata Schröder in Hamburg

Der Exilschweizer und Holding-Director bei Publicis Deutschland Ralph Kappes steigt bei der Hamburger Werbeagentur Vasata Schröder als Partner ein. Nach knapp sechs Jahren im Management wird er sich mit seinen Partnern um das Neugeschäft kümmern

 
Der Exilschweizer und Holding-Director bei Publicis Deutschland, Ralph Kappes, steigt bei der Hamburger Werbeagentur Vasata Schröder als Partner ein. Nach knapp sechs Jahren im Management wird er sich mit seinen Partnern um das Neugeschäft kümmern und neue Kunden operativ betreuen und führen. Mit Kappes als kreativ-fokussiertem Marketingberater habe die Agentur den Richtigen für ihre Expansionsstrategien in weitere Märkte gefunden, heisst es in der Mitteilung.Nach Anfängen als Diplom-Kaufmann im internationalen Handel und als Verlags- und Kommunikationsleiter durchlief Kappes leitende Positionen in Agenturen wie Aebi/BBDO Schweiz, Springer & Jacoby und Scholz & Friends. Er verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen klassische Werbung, Vermarktung, PR und Eventmarketing und betreute eine Vielzahl an internationalen Marken.
 

Goldbach Media vermarktet Radioprojekt Radio 11

Die nur während der Fussball-EM sendende Radiostation Radio 11 lässt sich von Goldbach Media medienübergreifend vermarkten. Mit von der Partie sind die offiziellen Partner Stimorol, Renault und Cablecom. Das temporäre Radio kann auf einer Spezial-UKW-Frequenz, Internet und Kabel empfangen werden.

 
Die nur während der EM 2008 sendende Radiostation Radio 11 lässt sich von Goldbach Media medienübergreifend vermarkten. Brands wie Stimorol, Renault und Cablecom werden diese Plattform nutzen um branchenexklusiv ihre Produkte zu inszenieren, wie die Vermarkterin mitteilte. So wird Stimorol zwei neue Kaugummiaromen vorstellen, Renault sein erstes 4×4-Crossover-Modell Koleos lancieren und Cablecom HDTV vermarkten, welches zur Euro erstmals reichweitenstark eingesetzt wird. Dabei sollen medienübergreifende Kampagnen unterschiedlichster Art zum Tragen kommen, wie es in der Mitteilung heisst. Eigenwerbung macht Radio 11 zusammen mit den Hauptsponsoren über unterschiedlichste Kanäle: von spezifischen Below-the-Line-Massnahmen und rechweitenstarken, ganzseitigen und nationalen Print-Auftritten beim Medienpartner 20 Minuten bis hin zu TV-Kampagnen auf privaten Sendern. Empfangen werden kann das temporäre Radio in den vier Gastgeberstädten Zürich, Bern, Basel und Genf auf einer Spezial-Euro-UKW-Frequenz, ansonsten über Internet oder Kabel. 

Uefa geht wegen Public Viewing vor Gericht

Im Streit um die Urheberrechtsgebühren für die Übertragung von Fussball-EM-Spielen auf Grossleinwand geht die Uefa vor das Bundesverwaltungsgericht (BVG). Dieses wird neun Tage vor Beginn der Euro über das weitere Verfahren entscheiden.

 Im Streit um die Urheberrechtsgebühren für die Übertragung von Fussball-EM-Spielen auf Grossleinwand geht die Uefa vor das Bundesverwaltungsgericht (BVG). Dieses wird neun Tage vor Beginn der Fussball-EM über das weitere Verfahren entscheiden. Damit wird ein Streit zu Ende gehen, der nun bereits seit anderthalb Monaten brodelt. Anfang April hatte die Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten die Tarife im Hinblick auf das Public Viewing jeglicher Sendungen während der Euro 2008 verabschiedet. Eine entsprechende Lizenz konnten Personen, die EM-Spiele auf Grossleinwand zeigen, ab 15. Mai bei der Urheberrechtsgesellschaft Suisa erwerben (siehe
). Seit Juli 2007 erhob aber bereits der Europäische Fussballverband Uefa Lizenzgebühren für Public-Viewing-Veranstaltungen. Die Uefa begründet dies damit, dass sie erstmals in der Geschichte der Fussball-EM die Fernsehbilder selber produziert. Deshalb will die Uefa selber Gebühren erheben dürfen, wie Euro-08-Sprecherin Pascale Vögeli gegenüber Schweizer Radio DRS sagte. Bis das BVG am 29. Mai entscheidet, hat das Rechtsmittel aufschiebende Wirkung. Der Suisa-Tarif ist also noch nicht in Kraft.
Die Suisa nimmt ihrerseits weiter Anmeldungen für Lizenzen entgegen, wie deren Sprecher Martin Wüthrich auf Anfrage der SDA sagte. Mit der Registrierung warte man jedoch zu, bis das BVG seinen Entscheid gefällt habe.

Sunrise schnappt Cablecom Grossauftrag der SRG weg

Sunrise hat der Cablecom einen Grossauftrag der SRG weggeschnappt: Sie wird das TV-Übertragungsnetz bauen, mit dem die Bilder aus den Schweizer Fussball- und Eishockeystadien in hochaufgelöster Qualität (HDTV) in die TV-Studios gesendet werden.

 
Sunrise hat der Cablecom einen Grossauftrag der SRG weggeschnappt: Der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz wird das TV-Übertragungsnetz bauen, mit dem die Bilder aus den Schweizer Fussball- und Eishockeystadien in hochaufgelöster Qualität (HDTV) in die TV-Studios gesendet werden. Das bestehende Netz mit einer Übertragungskapazität von 270 Megabit pro Sekunde reicht nur noch für Standardauflösung, für HDTV werden zwischen 1,5 bis 3 Gigabit benötigt. Unschön ist die Niederlage für die Cablecom, weil sie sich als momentane Vertragspartnerin der SRG in der Schlussrunde der Neuausschreibung für den Siebenjahresvertrag gegen Sunrise nicht durchsetzen konnte. Der Vertrag läuft gemäss SDA im Mai 2009 aus. Über den finanziellen Umfang des Auftrags wollte keine der beteiligten Unternehmen Angaben machen. 

Demoscope schloss Winterthurer Telefonlabor nach interner Untersuchung

Das Marktforschungsunternehmen Demoscope hat nach Bekanntwerden von gefälschten Interviews eine Untersuchung durchführen lassen und ein Telefonlabor in Winterthur geschlossen. Mit den Ergebnissen zeigt sich der VSMS (Verband Schweizer Markt- und Sozialforscher) zufrieden.

 Das Marktforschungsunternehmen Demoscope hat nach Bekanntwerden von gefälschten Interviews eine Untersuchung durchführen lassen und ein Telefonlabor in Winterthur geschlossen. Mit den Ergebnissen zeigt sich der VSMS (Verband Schweizer Markt- und Sozialforscher) zufrieden. Über Manipulationen bei Demoscope hatte Anfang Mai das Konsumentenmagazin K-Tipp berichtet: Es hiess, dass Mitarbeitende Fragebögen auf Geheiss der Vorgesetzten selbst ausfüllen oder sozidemographische Angaben fälschen mussten (siehe
). Eine von Demoscope zusammen mit einem externen Rechtsanwalt anscheinend schon vor dem Bericht durchgeführte Untersuchung zeigte, dass mit Wissen von Aufsichtspersonen tatsächlich Interviews in grösserer Zahl über längere Zeit verfälscht oder teilweise faktisch erfunden worden waren. Massgeblich waren im wesentlichen Führungs- und Kontrollfehler, die zu klaren Verstössen gegen interne Weisungen geführt hatten. Das schreibt der VSMS am Dienstag in einer Mitteilung. Demoscope hat die betroffenen Auftraggeber direkt informiert. Es sei gelungen, die irreführenden Interviews zu identifizieren und die Resultate der Zeitreihenuntersuchungen rückwirkend zu korrigieren, heisst es im Communiqué weiter. Auf dieser Basis konnte sich Demoscope mit den Auftraggebern einigen.
Mitte April seien die internen Untersuchungen von Demoscope abgeschlossen worden. Kurz darauf verfügte der Verwaltungsrat die Schliessung des Telefonlabors und entliess sämtliche Kadermitarbeitenden. Das Institut verfügt über zwei weitere Labors in Adligenswil und Genf. Interessanterweise hatte das Marktforschungsinstitut gegenüber dem K-Tipp, der am 7. Mai über die Missstände berichtete, die interne Untersuchung nicht erwähnt – oder der K-Tipp veröffentlichte diesen Teil der Stellungnahme nicht. In besagtem Artikel war dafür bereits schon von der Schliessung des Winterthurer Labors die Rede.
Der VSMS war von Demoscope zwischenzeitlich orientiert worden. Das Präsidium bestellte eine Arbeitsgruppe, die im Kontakt mit dem Marktforscher die Abwicklung der Angelegenheit verfolgte und verbandsintern über den Fortschritt informierte. Die Arbeitsgruppe des Präsidiums betrachtet die getroffenen Massnahmen gemäss Mitteilung als zeitgerecht und zielführend. Der Verband will aber anscheinend weiteren Missständen vorbeugen: Er will die bereits initiierte Qualitäts- und Controlling-Initiative vorantreiben. Systematische Kontrollen sollen ausgebaut und zu einem Branchenstandard werden. Der VSMS will seinen Mitgliedern innert Jahresfrist ein Paket entsprechender Massnahmen vorlegen. So soll ein weiterer «Fall Winterthur» ausgeschlossen werden.

EM 2008: Wiener Fan-Zonen schenken eigenes Bier aus

In Wien werden zwei Fanzonen ausschliesslich einheimisches Bier ausschenken statt dem Bier des offiziellen Uefa-Partners Carlsberg. Die Uefa erlaubt das zwar, allerdings dürfen die lokalen Biere in den Fanzonen nicht für sich werben.

 In Wien werden zwei Fanzonen ausschliesslich einheimisches Bier ausschenken statt dem Bier des offiziellen Uefa-Partners Carlsberg. Da es sich bei den zwei Fanzonen nicht um offizielle Fanzonen in den acht sogenannten Host Citys handelt, ist das erlaubt. Da die Zonen jedoch Bildschirme mit über drei Metern Durchmesser haben, gelten sie als Uefa-Fanbereiche. Damit steht es ihnen zwar frei, mit anderen Sponsoren zu kooperieren, die Auflagen der Uefa verbieten jedoch jede Werbepräsenz anderer Biere an Ort und Stelle. In der Public-Viewing-Zone auf der Wiener Kaiserwiese beim Prater soll es gemäss SDA Ottakringer Bier für vier Euro pro Halbliter geben, im Areal in der BA-Halle im Wiener Gasometer wird das Bier 3 Euro 50 kosten. «Wegen der Vorschriften wird es aber keine Banner, Schriftzüge, Logos oder andere Brandings von Ottakringer geben», kündigte Barbara Glowotschnig vom Veranstalter IP-Media an. Der Braukonzern selbst wirbt auf seinen Flaschenetiketten und Verpackungskartons seit einiger Zeit mit dem Slogan «inoffizielles Fanbier». Das Softdrink-Sortiment kommt aber auch beim Prater vom Coca-Cola-Konzern, einem der EM-Hauptsponsoren. Das Areal bietet Platz für 6000 Fussballfans.
 

Zu guter Letzt: Das Landleben lockt

Trotz Bauernhofsterben ist das mediale Interesse am Landleben ungebrochen. Wir wollen es nicht versäumen, Sie über die Fortschritte in Sachen Bauernberichterstattung auf dem Laufenden zu halten.

Trotz Bauernhofsterben ist das mediale Interesse am Landleben ungebrochen. Wie aufmerksame Werbewoche-Leser bereits wissen, ist derzeit die neue Ausgabe des Bauernkalenders in Produktion (siehe ). Und der Privatsender 3+ sucht für bindungswillige Bauern ein Gspänli (siehe ).
Wir wollen es nicht versäumen, Sie über die Fortschritte in Sachen Bauernberichterstattung auf dem Laufenden zu halten. Also: Die Jury des Bauernkalenders hat aus 250 Bewerbungen 14 Damen ausgewählt – eine mehr als angekündigt, die Wahl war wohl die sprichwörtliche Qual. Jüngste ist mit 16 Jahr und blondem Haar Fabienne aus dem Kanton St. Gallen, älteste mit 31 Lenzen Andrea aus dem Aargau. Zu bewundern sind die Kalenderfrauen unter
.
Und auch 3+ beziehungsweise die Produktionsfirma Faro TV war kräftig an der Arbeit: Sieben Herren der Schöpfung wurden für die Dokusoap auserkoren, nämlich der kommunikative Michael aus dem Kanton Glarus, Tier- und Naturfreund Daniel aus dem Berner Emmental, Weinbauer und Freigeist Freddy aus dem Thurgau, der bodenständige Marc aus dem rauen Wallis, Frauenschwarm Michael L. und der Weltenbummler Tobias. Ein Wunder, dass im Zeitalter von Kostenkontrolle und Synergiewut die beiden Castings nicht gleich fusioniert wurden. So bleibt uns immerhin der doppelte bäuerliche Spass. Fortsetzung folgt garantiert.
Bild: Michael L., laut 3+-Pressetext der Frauenschwarm unter den Dokusoap-Bauern

RBB: Bis anhin keine Klage gegen Radio 1 eingereicht

Vor zwei Wochen kündigte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) an, dass er wegen Namen und Claim rechtliche Schritte gegen Roger Schawinskis Radio 1 einleitet. Passiert ist aber noch nichts. Schawinski glaubt, dass sich der RBB verrannt habe.

 Vor zwei Wochen kündigte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) an, dass er wegen Namen und Claim rechtliche Schritte gegen Roger Schawinskis Radio 1 einleitet. Passiert ist aber noch nichts: Man habe Schawinskis Anwälten einen mehrseitigen Brief geschrieben und warte noch auf deren Antwort, erklärte RBB-Sprecher Ralph Kotsch gegenüber der Werbewoche. «Es ist nicht unüblich, dass die Anwälte der beiden Parteien vor dem Gang vor Gericht nochmals ihre rechtlichen Positionen austauschen», so der Sprecher. Gibt es für die Verzögerung noch andere Gründe – handelt es sich bei der Klagedrohung etwa bloss um Säbelrasseln des deutschen öffentlich-rechtlichen Medienhauses? «Nein, keinesfalls», erklärte Kotsch. «Uns ist es ernst in der Sache. Wir bestehen weiterhin darauf, dass das Zürcher Radio 1 seinen Namen und Claim ändert.» Der Rundfunk Berlin-Brandenburg, unter dessen Dach es bereits ein Radio Eins mit dem Slogan «Nur für Erwachsene» gibt, verlangt vom Zürcher Sender, den Namen und Slogan zu wechseln oder alternativ nicht mehr via Webradio zu senden. Roger Schawinski dagegen sieht keinen Grund, Namen oder Claim zu ändern: «Das haben wir in einem Schreiben dargelegt», so der Gründer von Radio 1. «Wir glauben, dass sich der RBB verrannt hat und nun keinen Weg sieht, sich ohne Gesichtsverlust aus der Affäre zu ziehen. Wir haben es von Anfang an nicht verstanden, dass man diese Sache beim ARD-Sender RBB so an die grosse Glocke gehängt hat und die Medien laufend mit Informationen bedient hat», erklärt Schawinski.

Neues ADC-Jahrbuch träumt von der Unvergänglichkeit

Der Art Directors Club Schweiz präsentiert im neuen Jahrbuch jene Ideen, die es verdient haben, auch in Zukunft als vorbildlich wahrgenommen zu werden. Gestaltet haben das Jahrbuch Timo Kirez und Amina Belkasmi von McCann Erickson

Der Art Directors Club Schweiz präsentiert im neuen Jahrbuch jene Ideen, die es verdient haben, auch in Zukunft als vorbildlich wahrgenommen zu werden. «Der Vergänglichkeit entgehen sie damit nicht», sind sich die Kreativen bewusst. Das Jahrbuch gibt ihnen aber ein bisschen die Chance, über den Moment hinaus zu wirken und zu glänzen. Damit thematisiert das Buch wenigstens für einen Augenschlag den ewigen Traum der Unvergänglichkeit. Konzipiert und gestaltet wurde das Buch von Timo Kirez (CD) und Amina Belkasmi (AD) bei McCann Erickson. Kirez hat die Figur des Frankenstein für das Titelblatt gewählt, weil dieser ideal zum Thema «den Tod betrügen» passt. Zudem gefiel den Gestaltern das von Keystone zur Verfügung gestellte Hologramm.
Das Jahrbuch wurde am Dienstagabend an der Vernissage gefeiert. Es ist bis 31. August zum Subskriptionspreis von 118 Franken erhältlich bei [email protected] oder Werd Verlag, Bestellservice, Kobiboden, 8840 Einsiedeln.

Kuoni zielt mit neuem Auftritt konsequent auf den Hochpreismarkt

Der Reiseveranstalter Kuoni hat seine Marke einer Generalüberholung unterzogen und zeigt sich nun mit neuem visuellen Auftritt und neuen Produktlinien. Abgezielt wurde auf ein emotionaleres, exklusiveres sowie einheitliches Markenkonzept. «Da haben sich kreative Köpfe mit Sinn für das Schöne und Stilvolle getroffen», sagte Kommunikationschef Peter Brun gegenüber der Werbewoche.

 
Der vor 102 Jahren am Zürcher Bellevue gegründete Reiseveranstalter Kuoni hat sich in den letzten Monaten einer Frischzellenkur unterzogen. Jetzt ist das Resultat der Marken- und Unternehmenserneuerung des umsatzstärksten Schweizer Reisekonzerns zu sehen. Es umfasst ein neues Erscheinungsbild, neue Produktlinien, eine breite Anpassung interner Abläufe an äussere Bedürfnisse sowie neue Unternehmenswerte, mit denen die Mitarbeiter des Unternehmens im Rahmen eines sogenannten Brand Campus vertraut gemacht werden sollen. Abgezielt wird auf ein emotionaleres, exklusiveres sowie einheitliches Markenkonzept.Koordiniert und entworfen wurde der neue Marktauftritt im 2007 eigens dafür geschaffenen Kuoni Future Lab unter der Leitung von Remo Masala, Head of Branding & Marketing der Kuoni-Gruppe. «Da haben sich kreative Köpfe mit Sinn für das Schöne und Stilvolle getroffen, um über das neue Branding zu sinnieren», sagt Peter Brun gegenüber der Werbewoche. «Darunter waren freie Mitabeiter wie auch kreative Agenturen.» Konkrete Namen nennt der Leiter Unternehmenskommunikation bei Kuoni keine, sicher aber hat an der Entwicklung der markenstrategischen Grundlagen und am visuellen Auftritt auch die CI- und Branding-Agentur Metadesign mitgearbeitet.
Für den neuen Auftritt wird es keine eigene Image-Kampagne geben. Abgesehen davon aber wird die Neupositionierung nun Zug um Zug weltweit umgesetzt. Auftakt dafür ist die Eröffnung des Kuoni-Flagship-Stores am Zürcher Bellevue am Dienstag. Gemäss Brun geschieht dies nach und nach in den nächsten Wochen und Monaten. «Eine eigene Kampagne ist damit nicht verbunden. Es wird aber in die nächsten Kampagnen einfliessen.» Die interne Kommunikation umfasst auch einen sogenannten Brand Campus für alle 8’800 Mitarbeitenden von Kuoni. «In einem halbtägigen Workshop lernen sie die neuen Brand Values zu verstehen, die veränderten Kundenbedürfnisse zu erfassen, die Sinne für lokale und weltweite Trends zu schärfen sowie die Marke Kuoni neu zu leben», so Brun. «Diese Workshops finden weltweit in den jeweiligen Ländern von Kuoni statt. Dies geschieht im Laufe des Jahres 2008 ab Ende Mai sowie auch nächstes Jahr.»
Mit dem neuen Erscheinungsbild sollen mit selbstbewusster Vornehmheit anspruchsvolle Kunden angesprochen werden. Dazu gehören ein neues Logo (ohne den bekannten Globus), eine überarbeitete Bildsprache sowie eine einheitliche Gestaltung aller Kuoni-Kataloge. Auch weitere Neuerungen zeigen die konsequente Ausrichtung auf das Luxussegment, so etwa die neue Produktlinie Cultimo, die «Kurzreisen zu kulturellen Highlights» bietet, welche «spannende Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten» wie Künstlern oder Winzern ermöglicht, wie der Konzern schreibt. Die zweite neue Linie mit Namen Ananea steht für verantwortungsvolles Reisen. Weitere sollen folgen.
Um Rückschlüsse auf die Ansprüche der Kunden zu ziehen, hat Kuoni einen Trendmonitor aufgeschaltet. Dabei handelt es sich um einen interaktiven und unternehmensinternen Blog, auf dem sich die Mitarbeitenden stets über alle relevanten Entwicklungen rund um die Welt des Reisens informieren und austauschen können. Auch will das Unternehmen in die Zukunft blicken und setzt deshalb auf ein sogenanntes Consumer-Board. Das ist eine Art Expertenrunde für die Tendenzen der Touristik. Darin vertreten sind bekannte und unbekannte Vielreisende. Zu den bekannteren gehören Kjell Nördström, Nigel Barley, Chris Sanderson, Nadine Strittmatter, Peaches und Henrik Vibskov.
Flagship-Store Bellevue

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