Kontext bestimmt über Wirkung von Fernsehwerbung

Der Kontext hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung von TV-Werbung, dies hat eine gemeinsam mit der Strategieberatung Zehnvier erstellte Studie der Publisuisse ergeben. Untersucht wurde, inwiefern die Akzeptanz von Werbung und das Erinnerungsvermögen an Werbebotschaften von der Qualität des Programmumfeldes, dem Sender selbst und der Aufnahmesituation des Zuschauers beeinflusst werden

 Der Kontext hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung von TV-Werbung, dies hat eine gemeinsam mit der Strategieberatung Zehnvier erstellte Studie der Publisuisse ergeben. Untersucht wurde, inwiefern die Akzeptanz von Werbung und das Erinnerungsvermögen an Werbebotschaften von der Qualität des Programmumfeldes, dem Sender selbst und der Aufnahmesituation des Zuschauers beeinflusst werden. Mit Hilfe einer umfangreichen repräsentativen Erhebung bei Zuschauern in der Deutsch- und West¬schweiz wurde analysiert, wie sich die einzelnen Sender in punkto Kontext unterscheiden. Ins¬gesamt wurden dazu 2’052 webbasierte Einzelinterviews mit Konsumenten zwischen 15 und 59 Jahren geführt.  Für die Deutsch¬schweiz zeigt sich, dass Werbung auf SF 1 und SF zwei positiver aufgenommen wird als bei den Privatsendern. Rund 17 Prozent der Befragten, die häufig SF 1 schauen, sehen Werbung auf diesem Sender eher gerne oder gerne, bei SF zwei sind es 16 Prozent. Bei den deutschen Privatsendern mit Schweizer Werbefenster wird Werbung von 8 bis 11 Prozent der Zuschauer eher gerne oder gerne ge¬sehen, bei 3+ sind es nur 6 Prozent. Im Einklang damit steht, dass besonders RTL und Pro 7 durch störende Werbung auffallen. Mehr als 70 Prozent der Befragten geben an, dass Werbung auf diesen Sendern ganz besonders stört, während Werbung auf SF 1 und SF zwei die Medienkonsumenten am wenigsten stört. Als Hauptstörfaktoren wurden in der empirischen Erhebung zu viele Werbeblöcke oder als zu lang empfundene Werbeblöcke genannt. So wundert es nicht, dass es die Sender der SRG sind, die von den Deutschschweizern hinsichtlich des Verhältnisses von Programm und Werbung am besten bewertet werden. 68 beziehungsweise 67 Prozent der Be¬fragten sind der Ansicht, dass SF 1 beziehungsweise SF zwei ein ausgewogenes Verhältnis von Programm und Werbung haben. Den Privaten attestiert nicht einmal jeder Siebte die Ausgewogenheit von Werbung und Programm.

Publicitas Radiotele stellt Webradiopool auf die Beine

Publicitas Radiotele lanciert mit dem Webradiopool ein neues Angebot, um Werbung im Umfeld von Webradios zu platzieren. Bereits haben elf private Schweizer Radiostationen ihre Zusammenarbeit vertraglich zugesagt.

 Publicitas Radiotele lanciert mit dem Webradiopool ein neues Angebot, um Werbung im Umfeld von Webradios zu platzieren und übernimmt dabei die technische Abwicklung und die Akquisition der Werbung. In einer ersten Phase würden Audio-Spots platziert, das Angebot könne jedoch zu einem späteren Zeitpunkt durch Video-Spots ergänzt werden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Entwickelt wurde der Pool vom «Emerging Media Network»-Team der Publigroupe.Zwar würden die On-Air-Werbeblöcke der Radioprogramme auch im Internet-Stream ausgestrahlt, zusätzlich biete der Webradiopool aber die Platzierung von Werbebotschaften als «Pre-Roll», heisst es weiter: Bevor der Radio-Stream beginnt, ist jeweils ein Single-Spot zu hören. Gleichzeitig werden auf den Webseiten der jeweiligen Radiostationen im Umfeld des Streaming-Players ein clickbares Logo und ein Textlink sichtbar.
Das Pricing erfolgt per Kontakt und ist damit leistungsorientiert.Bereits haben elf private Schweizer Radiostationen ihre Zusammenarbeit vertraglich zugesagt: Radio 24, Radio Basilisk, Radio Basel 1, Radio Canal 3, Radio Capital FM, Radio Central, Radio FM1, Radio Grischa, Radio Munot, Radio Sunshine und Radio Zürisee. Mit weiteren Sendern in der Westschweiz und im Tessin sollen Gespräche laufen.

Medienjournalist Rainer Stadler für Gesamtwerk geehrt

Der 49-jährige Medienjournalist und NZZ-Redaktor Rainer Stadler ist am Donnerstagabend in Zürich mit dem Zürcher Journalistenpreis 2008 für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Mit einem Preis bedacht wurden auch Constantin Seibt (Tages-Anzeiger), Anja Jardine (NZZ Folio) und Daniel Ryser (WOZ).

 Der 49-jährige Medienjournalist und NZZ-Redaktor Rainer Stadler ist am Donnerstagabend in Zürich mit dem Zürcher Journalistenpreis 2008 für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Mit einem Preis bedacht wurden auch Constantin Seibt (Tages-Anzeiger), Anja Jardine (NZZ Folio) und Daniel Ryser (WOZ). Alle Preise sind mit 10’000 Franken dotiert. Die Verleihung ging im Zürcher Bernhard-Theater über die Bühne, Ehrengast war Die Zeit-Chefredaktor Giovanni di Lorenzo. Rainer Stadler berichte seit Jahren in der Neuen Zürcher Zeitung kritisch, kompetent und hartnäckig über die Medienszene. Damit sei er eine löbliche Ausnahme, erklärte Jury-Präsident Fredy Gsteiger im Zürcher. Die Jury würdige mit ihrer Auszeichnung seine herausragende Leistung.
Constantin Seibt konnte den Preis in der Kategorie Zeitung für seine Berichterstattung im Tages-Anzeiger zum Swissair-Prozess entgegennehmen. Seibt sei es gelungen, die komplizierte Materie aus Sicht eines ironischen, aber präzisen Beobachters klar zu ordnen, so Laudatorin Margrit Sprecher.
Anja Jardines Reportage im NZZ Folio über eine Cyberspace-Grossfamilie, deren Kinder allesamt vom gleichen anonymen Samenspender stammen, wurde in der Kategorie Zeitschrift ausgezeichnet. Die Autorin habe die Situation bestechend und glaubhaft beschrieben, sagte Laudator Andrea Masüger.
Der Nachwuchspreis ging an Daniel Ryser für sein Interview mit dem Fussballer Ivan Ergic, das in der WOZ Die Wochenzeitung erschienen ist. Das Interview sei mitnichten eine einfache journalistische Form, sondern fordere den Schreibenden mehrfach und unerbittlich, so Laudator Marco Meier. Rysers Interview atme eine wohltuende Leichtigkeit, er verpasse aber kein Zuspiel und steche wo nötig unerbittlich in die Tiefe.
Der Nachwuchspreis für Schreibende unter 30 Jahren wurde erstmals verliehen. Der Zürcher Journalistenpreis wurde zum 28. Mal vergeben. Verantwortlich ist die Stiftung Zürcher Journalistenpreis, eine Institution des Zürcher Pressevereins (ZPV). Der Stiftungsrat hatte dieses Jahr die Preise neu strukturiert und erstmals in den vier Kategorien Zeitung, Zeitschrift, Nachwuchs und Gesamtwerk ausgeschrieben. Mit der Reduktion der Anzahl der Preise soll die Qualitätsförderung im Journalismus nachhaltiger werden.

Cablecom: 60 neue Radiosender und Euro 08-Programme

Cablecom baut das digitale Radioangebot aus. Ab sofort werden 60 neue Programme aus den Nachbarländern sowie aus England verbreitet. Während der Euro 08 sind zudem im analogen Angebot zwei spezielle Programme zu hören.

 
Cablecom baut das digitale Radioangebot aus. Ab sofort werden 60 neue Programme aus den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien sowie aus England verbreitet. Damit können insgesamt über 100 Radiosender digital übers Kabel empfangen werden, wie die Kabelnetzbetreiberin mitteilte.  
Während der Euro 08 sind zudem im analogen Angebot zwei spezielle Programme zu hören. Radio 11 liefert Ausgeh- und Lifestyle-Tipps, spielt Musik der Fussballnationen und ist zudem mit Live-Übertragungen in den Schweizer Host Cities Bern, Basel, Zürich und Genf präsent. Ein Kontrastprogramm zum Fussball sendet Radio Klotzfunk aus dem Cabaret Voltaire in Zürich. Die beiden Programme sind ab dem 1. Juni während eines Monats zu hören und sind in der ganzen Schweiz (Radio 11) beziehungsweise im Netz Zürich (Radio Klotzfunk, 100,0 Mhz) empfangbar.

Susan Baumgartner wechselt in Exxtra-Geschäftsleitung

Exxtra Kommunikation hat eine Nachfolgerin für Geschäftsleitungsmitglied Stefan Erhart gefunden: Ab Anfang August wird Susan Baumgartner gemeinsam mit CD Dieter Hofmann und Philippe Meyer die Agentur leiten.

 Exxtra Kommunikation hat eine Nachfolgerin für Geschäftsleitungsmitglied Stefan Erhart gefunden: Ab Anfang August wird Susan Baumgartner gemeinsam mit CD Dieter Hofmann und Philippe Meyer die Agentur leiten. Susan Baumgartner wechselt von Wirz Werbung ein, wo sie während den letzten neun Jahren tätig war, seit 2001 als Leiterin einer Beratungs-Unit. In dieser Rolle hat sie grosse nationale und internationale Kunden sowie Teiletats der Migros betreut, darunter Micasa. Davor sammelte sie nach einer werbefachlichen Grundausbildung auf Kunden- und Agenturseite praktische Erfahrungen gesammelt. Stefan Erhart, der per Juli als Leiter Strategische Markenkommunikation zum Migros-Genossenschaftsbund wechselt, ist glücklich mit der Wahl: «Ich freue mich, dass Exxtra mit Susan Baumgartner eine sehr erfahrene und zupackende Nachfolgerin für mich gewinnen konnte.»

Zu guter Letzt:  Werber im Liegestuhl

Viel Sonne scheint gute Ideen zu fördern: Nach Jahren in Südafrika hat sich ein Werber in den Kopf gesetzt, mitten in Luzern einen Sandstrand zu bauen.

Viel Sonne scheint gute Ideen zu fördern: Der Werber Peter Sonnekus-Williams hat nach vielen Jahren in Londoner Agenturen acht Jahre in Cape Town verbracht. Im Süden Afrikas hat er seine eigene Agentur aufgebaut. Seit zwei Jahren lebt er in der Schweiz und hat den Hauptsitz seiner Kreativschmiede nach Lausanne verlegt. Und nun hat er sich ein neues Projekt ausgedacht: Er initiert in Luzern den ersten Stadtstrand der Schweiz, welcher seine Tore am 25. Mai 2008 öffnet. Was in Städten wie Paris, Brüssel, Rom und Hamburg schon bekannt ist, soll nun also auch die Innerschweizer erfreuen: Ein sandiger Musseplatz, kombiniert mit Stadtgefühl. Man darf gespannt sein, wie die Idee ankommt. Und hofft, dass weitere Werber der Menschheit lauschige Plätzchen für die warme Jahreszeit bescheren.

Tele Züri ist fit für die Euro 08

Tele Züri sendet während der Euro 08 täglich aus der Zürcher Fanzone am Bellevue. Jeweils um 18.20 Uhr strahlt der Regionalsender vor Ort das «Hopp-Schwiiz-Magazin» aus.

 Tele Züri sendet während der Euro 08 täglich aus der Zürcher Fanzone am Bellevue. Jeweils um 18.20 Uhr strahlt der Regionalsender vor Ort das «Hopp-Schwiiz-Magazin» aus. Die Sendung liefert unter anderem aktuelle Informationen zu den Themen Fussball, Fans und Verkehr.Im «Talk Täglich» und «Sonntalk» werden laut Mitteilung die wichtigsten Begegnungen der Euro 08 vor und nach dem Spiel von Fussballexperten und –begeisterten analysiert. Im Vorfeld des Eröffnungsspiels Schweiz-Tschechien strahlt Tele Züri bereits um 17.30 Uhr ein «Talk Täglich Spezial» aus.
Sämtliche Tore der Europameisterschaften sind in aktuellen Spielzusammenfassungen in den «Züri News» zu sehen. Zudem erfolgt die Erstausstrahlung der Nachrichtensendung vom 7. bis 14. Juni bereits um 17 Uhr. Grund für die Vorverlegung sind die auf 18 Uhr angesetzten Gruppenspiele.

Druckerei Flawil parkiert MotorMedia bei sich

Das Ostschweizer Druck- und Verlagshaus Druckerei Flawil übernimmt von der Welcomedia Gruppe rückwirkend per 1. Mai 2008 die Glattbrugger MotorMedia GmbH, welche die Zeitschriften TIR TransNews, BUS TransNews und KMT KommunalTechnik herausgibt.

 Das Ostschweizer Druck- und Verlagshaus Druckerei Flawil übernimmt von der Welcomedia Gruppe rückwirkend per 1. Mai 2008 die Glattbrugger MotorMedia GmbH, welche die Zeitschriften TIR TransNews, BUS TransNews und KMT KommunalTechnik herausgibt. Damit will es das Verlagsgeschäft ausbauen. Seit vergangenem November ist die Druckerei Flawil bereits für die Produktion und den Versand der Produkte der MotorMedia GmbH zuständig. MotorMedia wird am bisherigen Standort in Glattbrugg belassen und als eigenständiges Unternehmen weitergeführt. Alle Mitarbeitenden werden weiter beschäftigt. Das 111-jährige Unternehmen Druckerei Flawil hatte im vergangenen Jahr schon den Zeitschriftenverlag von der Tamedia-Tochter Huber & Co. übernommen und als eigenständiger Betrieb weitergeführt.

OSW lädt in Golf & Country Club-Restaurant ein

Die Basler Oswald Siegfried Werbeagentur (OSW) hat für den Golf & Country Club Basel zwei Anzeigen gestaltet, welche das Restaurant des Clubs bewerben.

 
Die Basler Oswald Siegfried Werbeagentur (OSW) hat für den Golf & Country Club Basel zwei Anzeigen gestaltet, welche das Restaurant des Clubs bewerben. Vor allem soll mit den Sujets bekannt gemacht werden, dass nicht nur Clubmitglieder und Golfer willkommen sind, sondern auch die breite Öffentlichkeit, die kein Handicap hat. 
Auftraggeber:
Golf & Country Club Basel. Verantwortlich bei OSW: Michael Oswald (AD), Nadine Siegfried (Beratung), René Fisch (Text). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Euro 08: Frust statt Lust bei der Radiowerbung

Die Euro 08 rückt mit grossen Schritten näher. Wer von einer Werbeschlacht in allen klassischen Medien ausgeht, liegt aber falsch. Besonders für das Radio ist die kommende EM in kommerzieller Hinsicht kein Grund zum Jubeln: Sender und Vermarkter stellen grosse Zurückhaltung bei den Kunden fest und verzeichnen Umsatztiefs.

 Die Euro 08 rückt mit grossen Schritten näher. Sie wird, auch wenn sie in der Schweiz stattfindet, für einen Grossteil der Bevölkerung vorwiegend ein mediales Ereignis sein. Wer von einer Werbeschlacht in allen klassischen Medien ausgeht, liegt aber falsch. Besonders für das Radio ist die kommende EM in kommerzieller Hinsicht kein Grund zum Jubeln: Die Kunden zeigen grosse Zurückhaltung. Publicitas Radiotele etwa verzeichnet für den Juni einen «überdurchschnittlichen Einbruch» im nationalen Radioumsatz, wie der Radio-Verantwortliche Felix Kilchsperger sagt. Weniger davon betroffen ist das Tele News Combi, doch ansonsten muss die Vermarkterin deutlich schwächere Umsätze hinnehmen, auch im TV-Bereich. «Wir führen das vor allem auf die EM zurück, auch wenn wir die Gründe natürlich nicht mit absoluter Sicherheit aufschlüsseln können», so Kilchsperger. «Die Kunden gehen wohl davon aus, dass die Leute während der Euro-Zeit dauernd auf der Gasse und bei Grossveranstaltungen sind oder jene Sender schauen, welche die Fussballspiele übertragen.» Viele Auftraggeber würden ihre Budgets für die EM-Zeit in Events und Sponsoring investieren. Publicitas Radiotele ging von dieser Entwicklung aus und budgetierte entsprechend, dennoch untertreffen die Verkäufe im Juni die Erwartungen.
Redaktionell wird aufgerüstet «Man denkt wohl, dass während der Euro nur das Fernsehen zum Zuge kommt», sagt auch Radio 1-Gründer Roger Schawinski. «Dafür gibt es aber keinen Grund: Das Radio wird während dieser Zeit besonders intensiv genutzt, und dies vor allem wegen Background-Informationen am Morgen und am Vorabend.» Radio 1 hat für die redaktionellen Inhalte Experten verpflichtet: «Marcel Reif, den renommiertesten Fussball-Fachmann Deutschlands und Andy Egli, Ex-Nationalspieler und Kommentator mit viel Einblick ins Lager der Schweizer Mannschaft. Damit sind wir exzellent für die Euro 08 gerüstet», so Schawinski.
Nationaler Verkauf harzt Dass sich die Radios bei der Euro-Berichterstattung tüchtig ins Zeug legen, scheint den Werbekunden nicht viel Eindruck zu machen. Auch bei Radio 24 und Tele Züri ist auf der Verkaufsseite keine Euro-Euphorie zu spüren: «Kunden, die nicht offizielle Euro-Sponsoren sind, zeigen sich sehr zurückhaltend», erklärt Belcom-Verkaufsleiter Philip Hofmann. Besonders mit den Buchungen von nationalen Kunden ist Hofmann unzufrieden, während es im lokalen Bereich besser läuft. «Wir profitieren auch davon, dass Radio 24 offizielles Host City Radio ist. Das macht es leichter, auf die Sponsoren zuzugehen.» Der Zurückhaltung mancher Kunden begegnete Radio 24 mit zahlreichen Spezialaktionen. Am vergangenen Freitag beispielsweise verteilte der Sender in Zusammenarbeit mit Ochsner Sport Schweizerfähnchen. Mit ähnlichen Promotionen möchte Hofmann den Verkauf für den Juni doch noch etwas nach oben bringen: «Wir geben die Euro-Zeit noch nicht verloren. Wir hoffen bei Tele Züri und Radio 24 noch auf kurzfristige Buchungen. Im nationalen Bereich sehe ich aber nicht mehr viel Potential.»
Wird der Juni ein schlechter Werbemonat? Hofmann geht davon aus, dass der Juni ganz allgemein ein schlechter Werbemonat für die klassischen Medien wird: «Ich höre das von verschiedenen Seiten. Die Kunden überlassen entweder das Feld den Sponsoren oder setzen auf Below-the-Line-Massnahmen. Das wird sich in den Zahlen der Werbeträger niederschlagen.»
Auch Mediasense, die vor allem im nationalen Verkauf tätig ist, registriert Auswirkungen der Euro 08: «Es spüren wohl alle Medien, dass viele Unternehmen für die EM-Zeit in Below-the-Line-Massnahmen investieren statt in die klassische Werbung», erklärt Geschäftsführer Bernhard Krättli. Der Verkauf laufe bei Mediasense «harzig, wenn auch nicht katastrophal». Mit dieser Entwicklung habe man im Voraus gerechnet, da sich ähnliche Muster schon während früheren Grossanlässen gezeigt hätten. Krättli hofft aber, dass sich die Kunden in den letzten Wochen vor der Euro 08 noch für Radiowerbung entscheiden, schliesslich laufe der Radiowerbungsverkauf oft kurzfristig.
Nutzung bricht nicht ein Ein Blick auf frühere Nutzungszahlen belegt übrigens, dass sportliche Grossevents die Leute nicht vom Radiohören abhalten: In der Schweiz litt das Radio während den beiden Grossanlässen WM 2006 und EM 2004 keineswegs unter einem Nutzungseinbruch. Laut Ello Minardi von Publica Data zeigen die Radiocontrol-Daten, dass während der letzten Fussballeuropameisterschaft im Juni 04 mit einer Nutzung pro Hörer von rund 117 Minuten sogar der zweithöchste Wert des Jahres erzielt wurde. Während der WM 2006 in Deutschland war der Juni ein guter Radio-Monat, wenn er auch keine Spitzenwerte erzielte. Im Juli, also gegen Ende der WM, ging die Reichweite mit 88,8 Prozent leicht zurück. Im Vergleich mit jenen Jahren, in denen keine Grossanlässe stattfand, fallen die Zahlen nicht ab. Auch die Nutzung in Minuten blieb während der Fussball-Events in Portugal und Deutschland gleich.
Minardi weist allerdings darauf hin, dass diese beiden Events in Europa stattfanden und somit die Fussballspiele am Vorabend oder Abend stattfanden, also in der TV-Primetime. «Die Haupt-Radionutzung spielt sich jedoch von den Morgenstunden bis etwa 18 Uhr ab», so Minardi. Somit betrafen die Spiele dieser beiden Grossanlässe die Radio-Primetime nicht oder nur am Rande.
Carole Scheidegger

Mediapulse: TV-Nutzung nimmt ab, Radio legt leicht zu

An der Medienkonferenz 2008 präsentierte die Mediapulse-Gruppe die Jahresergebnisse der Fernseh- und Radioforschung 2007. Das Radio ist in der Schweiz nach wie vor das am häufigsten genutzte Medium. Die TV-Nutzung nahm 2007 in allen drei Landesteilen ab, nicht aber die TV-Werbenutzung.

 An der Medienkonferenz 2008 präsentierte die Mediapulse-Gruppe die Jahresergebnisse der Fernseh- und Radioforschung 2007. Das Radio ist in der Schweiz nach wie vor das am häufigsten genutzte Medium. 2007 hörten täglich 91 Prozent der ab 15-Jährigen Radio. Die TV-Nutzung nahm 2007 in allen drei Landesteilen ab, nicht aber die TV-Werbenutzung. Die Schweizer Bevölkerung sah durchschnittlich rund elf Minuten TV-Werbung pro Tag. Pro Kopf ist das Fernsehen nach wie vor das am längsten genutzte elektronische Massenmedium. Täglich sahen zwischen 70 und 72 Prozent der Personen in TV- Haushalten fern. Die jeweiligen ersten Programme der SRG waren die klar am besten beachteten Einzelprogramme, insbesondere am Abend in der Primetime. In der Deutschschweiz lag der Marktanteil von SF inklusive SF info bei 33,5 Prozent. Insgesamt verzeichnete jedoch die Gruppe der ausländischen Sender mit 60,4 Prozent den grösseren Marktanteil. Die höchsten Marktanteile bei den ausländischen Sendern hatten RTL (7,0), Sat 1 (6,0), ARD (5,7), ZDF (5,1) und Pro 7 (4,3 Prozent). Die Schweizer Privatsender hatten mit 5,5 Prozent einen vergleichsweise kleinen Marktanteil.
Obwohl die TV-Nutzung insgesamt abnahm, stieg die TV-Werbenutzung an. Grund hierfür ist laut Mediapulse die starke Ausweitung der ausgestrahlten Werbung. Im vergangenen Jahr sahen die Deutschschweizer pro Monat 325 Minuten TV-Werbung. Das sind rund 10 Prozent mehr als 2006. Die Westschweizer konsumierten sogar 348 Minuten TV-Werbung, rund 13 Prozent mehr als 2006.
Gesamtschweizerisch stiegen die Tagesreichweite und die Hördauer des Mediums Radio gegenüber dem Vorjahr. Per Saldo stieg die Tagesreichweite in der Suisse Romande, wohingegen der Anstieg der Tagesreichweite im 2. Semester in der Deutschschweiz sich nicht in einem Gesamtanstieg widerspiegelt. Auch im Tessin blieb die Tagesreichweite stabil. Für die SRG war das 2. Halbjahr erfolgreicher. Insgesamt blieben aber die Marktverhältnisse der Sendergruppen weitgehend unverändert. Die Programme der SRG vereinen nach wie vor nicht zuletzt aufgrund ihrer geographisch grösseren Ausbreitung die meisten Radiominuten auf sich. Spitzenzeiten über den Tag sind unverändert der frühe Morgen und die Mittagszeit sowie, in geringerem Mass, der frühe Abend.

KSB/SJ macht für Coop Heimwerker zu Umweltschützern

Nach Coop Naturaplan und Coop Naturaline erhält eine weitere Marke des Detailhändlers einen neuen Auftritt: Coop Oecoplan, die nachhaltige Kompetenzmarke von Coop Bau+Hobby.

Nach Coop Naturaplan und Coop Naturaline erhält eine weitere Marke des Detailhändlers einen neuen Auftritt: Coop Oecoplan, die nachhaltige Kompetenzmarke von Coop Bau+Hobby, zeigt sich der Öffentlichkeit in aufgefrischtem Kleid. In vorderhand vier Motiven der Agentur Krieg, Schlupp, Bürge / Springer & Jacoby (KSB/SJ) wird der neue Claim «Für alle, die zuhause die Umwelt schützen.» dramatisiert. Er soll transportieren, dass die Konsumenten mit Produkten von Coop Oecoplan der Natur Sorge tragen können – mit Farben ohne giftigen Inhaltsstoffen, Kühl- und Gefrierschränken der höchsten Energieeffizienzklasse oder mit Bauholz und Holzprodukten mit dem FSC-Gütesiegel für nachhaltige Waldwirtschaft.
Die vier Motive erscheinen seit kurzem national in der gesamten Presse sowie an jedem POS. Weitere Motive werden laut Angaben der Agentur folgen.
Verantwortlich bei Coop:
Jürg Peritz (Leiter Direktion Marketing/Beschaffung), Roland Todt (Leiter Marketing/Werbung Coop Bau+Hobby). Verantwortlich bei KSB/SJ: Daniel Krieg (Creative Direction), Beat Egger (Text/Konzept), Robin Strebel (Art Direction), Barbara Lagger (Beratungsleitung), Claudio Lurati (Beratung), Nadia Bachmann (DTP), Fotografie: Schaub Stierli, Litho: McHighEnd AG.

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