Brav sein ist langweilig

Drinks Lowe beschwört für Burn von Coca-Cola den rebellischen Geist der Jugendlichen.

 
Drinks Lowe beschwört für Burn von Coca-Cola den rebellischen Geist der Jugendlichen. 
«Wenn die Konkurrenz den Leuten engelhafte Flügel verleiht, macht unser Energydrink ihre Geniesser zu himmlischen Schlitzohren.» So fasst Henk-Jan Menger, Brandmanager von Burn, seine Erfahrung mit dem neuen Drink aus dem Sortiment von Coca-Cola zusammen.Entsprechend dieser Erkenntnis animiert die zur DraftFCB/Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe die Teens und Twens nun in ihrer neuen Burn-Kampagne dazu, ihre «Bad enough»-Seite zu entdecken. Der Burn-Energydrink gibt Energie, um Nachterlebnisse zu entflammen und mit Konventionen zu brechen – dies das Ergebnis einer Marktstudie, welche die Marketingverantwortlichen von Burn, die Agentur Lowe und HTP Concept, im Vorfeld durchgeführt haben.
Die Untersuchung bestätigt, dass Burn von Jugendlichen im Vergleich zu den Konkurrenzgetränken «mysteriöser, stylisher und rebellischer» wahrgenommen wird. Ganz nach dem Motto: Brav sein ist langweilig.
Passend dazu haben sich die Kreativen von Lowe um CD Nicolas Vontobel eine Kampagne ausgedacht, die das Gute im Bösen aufdeckt: Die Zielgruppe wird dazu über diverse Kanäle mit frechen Tests konfrontiert.
Dabei erleben die Jugendlichen selber live, ob sie tatsächlich «bad enough» sind, um zum Beispiel unverschämte Lückenwörter zu entziffern, im «20 Minuten» manipulierte Kreuzworträtsel zu lösen oder sich von umformulierten Horoskopen für einen entsprechend unanständigen Tag inspirieren zu lassen. Wer sich dabei ertappt, wie er die Unartigkeitstests besteht, erhält auch den Beweis, dass er «bad enough» ist für Burn.
Aktuell ist Burn mit einer crossmedialen Kampagne den jungen Rebellen auf der Spur: via TV, Print und Internet. Kernstück sämtlicher Aktionen ist hier die mutwillig besudelte Website
.Andreas Panzeri

Tom Talent Holding übernimmt Mehrheit an Cinergy

Die Beteiligungsgesellschaft Tom Talent Holding übernimmt 80 Prozent des Crossmedia-Verlags Cinergy. Die restlichen 20 Prozent verbleiben bei den bisherigen Inhabern Tobias Asch und Martin Glauser, die auch weiterhin die Geschäftsführung inne haben.

 Die Beteiligungsgesellschaft Tom Talent Holding übernimmt 80 Prozent des Crossmedia-Verlags Cinergy. Die restlichen 20 Prozent verbleiben bei den bisherigen Inhabern Tobias Asch und Martin Glauser, die auch weiterhin die Geschäftsführung inne haben. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Zu einem Stellenabbau soll es laut Mitteilung nicht kommen: Cinergy plane im Gegenteil, weiter zu expandieren und mit Hilfe der Beteiligung von Tom Talent die Geschäftsfelder auszubauen, heisst es im Communiqué. Cinergy wurde vor neun Jahren gegründet und beschäftigt gegenwärtig 30 feste Mitarbeiter sowie etwa gleich viele Freelancer. Das Unternehmen betreibt das Kinoportal Cineman, den Online-TV-Guide Teleboy und die Veranstaltungs-Datenbank Eventbooster, daneben bietet es Dienstleistungen wie Content Providing und Consulting an. Zu den Kunden zählen Swisscom, SBB, Ringier, Neue Zürcher Zeitung, Tamedia und Orange.
Die Beteiligungsgesellschaft Tom Talent Holding wurde im vergangenen Jahr von Medienunternehmer und Jobs.ch-Initiator Thomas Sterchi gegründet. Sie ist unter anderem an der Condor Films AG und der neu gegründeten Filmbeteiligungsgesellschaft Millbrook Pictures AG beteiligt.

Schneiter Meier Külling macht Axpo-Geschäftsbericht

Das Schweizer Energieunternehmen Axpo hat sich nach einem mehrstufigen Konkurrenzpräsentationsverfahren für Schneiter Meier Külling als Partner für den neuen Geschäftsbericht entschieden.

 
Das Schweizer Energieunternehmen Axpo hat sich nach einem mehrstufigen Konkurrenzpräsentationsverfahren für Schneiter Meier Külling als Partner für den neuen Geschäftsbericht entschieden. Das Mandat umfasst sowohl die inhaltliche wie auch die visuell-gestalterische Konzeption und Realisation des Geschäftsberichts 2007/2008. Überzeugend seien für Axpo die Gestaltung und die magazinorientierte Neuinterpretation des Geschäftsberichts gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Zürcher Brandingagentur.

Radio Gaga

René Worni über Alternativen in Zeiten des Erwachsenenradios.

 
René Worni über Alternativen in Zeiten des Erwachsenenradios. 
Zugegeben, der wundervolle Titel (Freddy Mercury selig hat einen seiner zünftigsten Songs damit überschrieben) ist nicht von mir, sondern steht am Anfang eines Berichts des Standard. Doch davon später.Um beim Stück von Queen zu bleiben: Heutzutage, in Zeiten des Erwachsenenradios, hat man(n) und frau wohl auf Radio 1 die besten Aussichten, das Lied mit der beissenden Stimme von Mercury zu hören.
Radio 1 will bekanntlich der Sender für all jene Erwachsenen sein, die im Einerlei des gängigen Animier-Dudelfunks heimatlos geworden sind und die immer schon den Soundtrack ihrer ruhmreichen Teenagerjahre vermisst haben. Seitdem sich der Sender des nimmermüden Medienmannes Roger Schawinski zur Tagesberieselung anwählen lässt, hat das vor dem Sendestart noch glänzende Konzept des emsigen Quasi-Erfinders jedoch etwas den Lack ab.
Hat das möglicherweise mit der ernüchternden Feststellung der Mehrheit meiner Bekannten zu tun, Radio 1 unterscheide sich gar nicht so sehr von den anderen Privatradios? Unterdessen haben sich jedoch auch verdiente Journalistenpersönlichkeiten und Medienspezialisten den Sender zur Brust genommen und bestätigen diesen Eindruck. So kommt etwa Jean-Martin Büttner nach einem risikoreichen Selbstversuch im Tagi zum Schluss: «Keinerlei Widerstand, keine Entdeckung, keine Leidenschaft, stattdessen unablässige aerodynamische Gefälligkeit.»
Nach solchem Befund ist guter Rat teuer. Doch Hoffnung naht. Von Radio La Colifata aus Buenos Aires, dem Sender einer Nervenheilanstalt, gemacht von Colifatos, von Verrückten. Was dort im Rahmen eines Radio-Therapiekonzeptes abgeht, begeistert inzwischen die Massen: Bis zu zwölf Millionen Hörer lauschen den Träumen, Ansichten und Delirien der Klinik-Patienten, weiss der Standard. Die Beiträge verbreiten Privatradios bis nach Mexiko und Uruguay. Selbst Weltmusiker Manu Chao schwärmt von La Colifata als «unendlicher Quell der Inspiration. Klarheit gemischt mit Surrealismus.» Mit leichten Korrekturen und dem Claim «Radio 1 – für Verrückte, die auch schon etwas erwachsen sind» böte sich Roger Schawinski augenblicklich die sichere nationale Perspektive für seinen Sender und der Urheberrechtsstreit mit Berlins Radio Eins wäre – zack! – vom Tisch.
René Worni, Redaktor

Schräge Bilder für ein Radio

Privatradios Numéro 10 macht mit einer nostalgischen Strip-Tänzerin und anderen Promis Werbung für Radio FR.

 
Privatradios Numéro 10 macht mit einer nostalgischen Strip-Tänzerin und anderen Promis Werbung für Radio FR. 
In diesem Jahr feiert Radio Freiburg den 20. Geburtstag. Für den zweisprachigen Sender ist dieses Jubiläum Impuls für eine Wellnesskur: neues Gesicht, neues Logo und eine neue Website. Radio Fribourg/Radio Freiburg heisst jetzt kurz und griffig nur noch Radio FR.Begleitet wird diese Modernisierung von einer ebenso jugendlich auftretenden Kampagne aus der Küche der Agentur Numéro 10. Als erste Aktion hat die auf Buzz spezialisierte Agentur einen Contest organisiert. Er läuft nach dem Motto: «Jeder kann ein Star sein.»
Anders als bei TeleZüri, wo Persönlichkeiten wie Pfarrer Ernst Sieber oder Franco Knie für Sympathien werben, hat sich Gilles Aeby von Numéro 10 für etwas mehr schräge Testimonials entschlossen.
Red Hot Mary ist eine der vier Freiburger Persönlichkeiten, die für das neue Radio FR ausgesucht worden sind. Das Starlet ist bekannt und sehr beliebt für seine nostalgischen Striptease-Shows. Damit will die Kampagne mit anscheinend widersprüchlichen Aspekten spielen: die Authentizität der Region Fribourg und die glamouröse Welt der Stars und des Show-Business – die neben politischen Infos auf Radio FR ebenso präsent ist.
Image verjüngenVier Persönlichkeiten aus der Region, die alle in der Öffentlichkeit sehr gut vernetzt sind, haben je eine Woche lang «Celebrity geschenkt bekommen». Als Medien dienten Plakate und Anzeigen im klassischen Marketing, aber auch Interviews im Radio sowie Videos auf der Website im Sinne von Buzz und Viral. Ziel dieser Ideen: das Image des Radios verjüngen und die Generation 15–30 erreichen, «die gerne für Mundpropaganda sorgt».
Weitere Aktivitäten für Radio FR werden im Jubiläumsjahr noch folgen.
Andreas Panzeri

Cannes: Press bringt Silber für Saatchi & Saatchi Simko

Sieben Schweizer Agenturen standen in Cannes auf der Shortlist der Kategorie Press, gewonnen hat nur eine: Saatchi & Saatchi Simko.

 
Sieben Schweizer Agenturen standen in Cannes auf der Shortlist der Kategorie Press, gewonnen hat nur eine: Saatchi & Saatchi Simko strich mit vier Sujets der Voltaren-Kampagne für Novartis die Auszeichnung «Silver Lion Campaign» ein. Den Grand Prix darf sich DDB South Africa in die Vitrine stellen. Sie gewann ihn mit einer Kampagne für Energizer Lithium. Sie zeigt, was passieren kann, wenn beim Kinderspielzeug die Batterien ausgehen: Dann greift ein kleiner Junge schon mal zum Pinsel, um den Hund neu zu bemalen. Oder kleine Mädchen rächen sich mit einer Spuck-Attacke.

Neue Bahn auf alter Strecke

Tourismus Erdmannpeisker kreierte für die BLS eine neue Ausflugsmarke inklusive CI, Logo und Kampagne.

 
Tourismus Erdmannpeisker kreierte für die BLS eine neue Ausflugsmarke inklusive CI, Logo und Kampagne. 
Wer mit dem Zug von Bern ins Wallis fährt, kann zwar nicht zwischen verschiedenen Anbietern wählen, so wie man zum Beispiel beim Fliegen von Zürich nach Berlin bei den unterschiedlichsten Gesellschaften buchen kann. Trotzdem will sich die BLS – Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn – als eigenständiges Unternehmen gegenüber den SBB – Schweizerische Bundesbahnen – positionieren. Dem Zugreisenden kanns egal sein. Wer gerne einen gepflegten Ausflug macht, weiss aber die Anstrengungen der BLS durchaus zu schätzen.Die grösste Regionalbahn der Schweiz  will deshalb zusätzlich zu ihrem Service mit einer Imagekampagne in die Offensive gehen. Die Bieler Agentur Erdmannpeisker kreierte dazu für die BLS AG ein neues CI/CD und Logo für eine neue Ausflugsmarke «Lötschberger». Als wichtigstes Markenerlebnis für die Kunden wurde auch das Aussendesign des Ausflugszuges von Erdmannpeisker entworfen.
Für die Lötschberg-Bergstrecke entwickelt die BLS damit ein neues Ausflugskonzept, welches zum ersten Mal auf breiter Front Bahn, Ausflugsziele und lokale Anbieter unter einer Marke zusammenfasst. In einem ersten Schritt fand am 21. Mai das Rollout des ersten von insgesamt 13 neuen Triebzügen statt. Bei dieser Gelegenheit wurde Material und Konzept auch den Medien vorgestellt.
Der moderne Hightech-Zug ist innen hoch komfortabel ausgestattet und verbindet in der «fantastischen Region»  zwischen Bern und Brig gleich mehrere attraktive Ausflugsziele miteinander, wie Projektleiter Martin Gäggeler und Marketingleiter Damian Pfister bei der BLS stolz sind. Der Name «Lötschberger» wurde bewusst stark und eingängig mit klarem Bezug zur Region gewählt, erklärt CD Gabriel Peisker. Sein Retro-Design des Logos auf dem modernen Zug kommuniziert, dass die gewünschte Positionierung in der Tradition und aktuelle Kundenorientierung Hand in Hand gehen. Das Aussendesign des Zuges zeigt die Ausflugs-Hightlights entlang der Strecke in stilisierter Form. Der Zug wirkt so von weitem homogen und wird von nahem gesehen am Perron zum Geschichtenerzähler, der zum Einsteigen motivieren soll.
Andreas Panzeri

IG Adscreen will messen

Marktforschung Die Adscreen-Betreiber wollen noch dieses Jahr Reichweitenmessmethoden testen. Zur Auswahl stehen ein schweizerisches, ein französisches und ein israelisches Produkt.

 
Marktforschung Die AdScreen-Betreiber wollen noch dieses Jahr Reichweitenmessmethoden testen. 
Ohne Reichweitenmessung kommt das junge Medium Adscreen nicht recht auf Touren. Bisher behalf sich die Branche mit Passantenbefragungen, die aber selten wirklich aussagekräftig waren. Für eine wirkliche Reichweitenerhebung fehlte bisher Geld und Wille. Vor allem aber eine adäquate Methode.Nun gibt die IG Adscreen, ein Zusammenschluss von Adscreen-Herstellern, -Netzbetreibern und -Vermarktern, punkto Marktforschung Gas. Gemäss IG-Präsident Fredy Grau, Head of Business Development bei IP Multimedia (Schweiz), wurde bei drei Messsystemen sondiert, mit denen man noch dieses Jahr Tests durchführen will. In die Auswahl kamen die Firmen Mediapulse AG, die in der Schweiz Radio- und TV-Forschung betreibt, ferner TruMedia Technologies Inc. in Israel sowie das französische Unternehmen Quividi.
TruMedia und Quividi verfolgen ähnliche Ansätze und installieren über den zu messenden Adscreens Minikameras mit Gesichtserkennung. Diese sind in der Lage, in einem bestimmten Beachtungsraum alle Personen zu zählen, die sich darin befinden oder ihn passieren. Mehr noch: Bei Personen, die während mindestens einer Sekunde frontal zur Kamera schauen und somit sehr wahrscheinlich das Geschehen auf dem Bildschirm beachten, kann das System auch Geschlecht und (ungefähres) Alter bestimmen – gemäss der TruMedia-Homepage mit einer Fehlerquote von nur 10 bis 15 Prozent.
Mediapulse hingegen könnte ihr Mediawatch-Panel verwenden, also über 1’000 Uhren der neusten Radiocontrol-Generation, die täglich ohnehin für die Radioforschung im Einsatz sind. Für die Adscreen-Marktforschung müssten die Bildschirme jedoch zusätzlich mit Sendern ausgerüstet werden, die je ein individuelles, für das menschliche Ohr unhörbares Signal aussenden. Dieses kann aber dank eingebautem Mikrofon von der Mediawatch registriert werden. So lässt sich feststellen, ob und wie lange sich der Panelist im Beachtungsraum aufgehalten und welchen Spot er gesehen hat.
All diese Systeme haben Vor- und Nachteile. So können zum Beispiel aus Kostengründen nie alle rund 4’000 Adscreens in der Schweiz mit Kameras oder Sendern ausgerüstet werden. Diesbezüglich hat Mediapulse aber die Nase vorn, da die Mediawatch in grosser Zahl bereits vorhanden ist und erst noch eine ganzjährige Messung ermöglicht. Der separate Aufpreis für die Sender ist relativ klein. Zudem ermöglicht Mediawatch dank Unisource-Messung (Radio, Adscreen, teilweise auch TV) einen direkten Intermediavergleich.
Umgekehrt versprechen Trumedia und Quividi punkto Kontaktchancenberechnung mehr Präzision, weil sie ja feststellen, ob eine Person tatsächlich zum Bildschirm schaut. Die beiden Systeme kommen zudem ohne (teure) Panelistenrekrutierung aus. Andererseits werfen sie jedoch Fragen punkto Datenschutz auf. Trumedia und Quividi geben zwar an, keine Bilder, sondern nur anonyme Daten zu speichern. Die Passanten könnten damit nicht identifiziert werden. Doch gemäss Fredy Grau wird die IG Adscreen diesen Aspekt noch vor den Feldtests juristisch klären.
Markus Knöpfli

Zattoo holt den Eco-Innovationspreis

Eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., hat zum achten Mal die Internet-Awards verliehen und dabei das Webfernsehen Zattoo mit dem Innovationspreis 2008 ausgezeichnet.

 Eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., hat zum achten Mal die Internet-Awards verliehen und dabei das Webfernsehen Zattoo mit dem Innovationspreis 2008 ausgezeichnet. Der «Internet-Oscar» würdigt herausragende Leistungen, die die Welt des Internets verändern. Laut der Jury sei es Zattoo als erstes Unternehmen gelungen, echtes Fernsehen als kostenloses Angebot über das Internet zu realisieren. In der Laudatio hob der Internetverband speziell hervor, dass das IPTV-Start-up es in diesem Jahr zudem geschafft hat, die öffentlich-rechtlichen Sender an Bord zu holen. In der Schweiz läuft Zattoo seit Juni 2006. Das Senderangebot umfasst über 70 Sender. Europaweit zählt das Angebot 2,6 Millionen Nutzer.
Der Eco-Verband vergab im Rahmen einer Gala in Köln in insgesamt elf Kategorien Auszeichnungen in den Bereichen ASP, ISP, Hostinganbieter, Webportale und Mobile Services. Knapp 250 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr für den Wettbewerb beworben.

Uhrenmarke blitzt wegen Sponsoring vor Bundesgericht ab

Die Luxusuhren-Firma Montres Breguet darf beim Sponsoring von TV-Sendungen nicht mit dem Zusatz «Depuis 1775» auftreten. Laut Bundesgericht stellt die Angabe des Gründungsjahrs eine unzulässige Werbeaussage dar.

 Die Luxusuhren-Firma Montres Breguet darf beim Sponsoring von TV-Sendungen nicht mit dem Zusatz «Depuis 1775» auftreten. Laut Bundesgericht stellt die Angabe des Gründungsjahrs eine unzulässige Werbeaussage dar. Die Lausanner Richter stützten damit die vorhergehenden Urteile des Bundesamts für Kommunikation und des Bundesverwaltungsgericht. Die Swatch-Tochter Montres Breguet hatte bereits mehrfach die TV-Übertragung des «Concours de musique de Genève» gesponsert. Dabei wurde sie jeweils mit dem Logo «Montres Breguet – Depuis 1775» als Sponsorin ausgewiesen. Das Bundesgericht urteilte nun, dass Hinweise unzulässig seien, die über die Erkennbarkeit des Sponsors oder seiner Aktivitäten hinausgehen. Der Verweis auf das Gründungsjahr diene der Reklame, weil die Firma damit auf ihre traditionelle und bewährte Uhrmacherkunst hinweise.
In dieser Werbebeschränkung liege kein unzulässiger Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit, finden die Lausanner Richter weiter. Die Werbewirtschaft verfüge über hinreichende Sonderformen der Werbung, um trotz der Akzeptanzkrise bei Werbespots die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen.

Edle Tropfen für edle Geniesser

Wein Die Agentur Visucom.com aus Brig zeigt sich kämpferisch und nobel zugleich für les Vins des Chevaliers.

 
Wein Die Agentur Visucom.com aus Brig zeigt sich kämpferisch und nobel zugleich für les Vins des Chevaliers. 
Wo Rauch ist, gibt es ein Feuer. Und wo es guten Wein gibt, müssen irgendweo auch kreative Werber sein. «Es gibt Agenturen, die sich auch jenseits vom Zürcher Seefeld ihre Gedanken über kreative Werbung machen», schrieb uns jedenfalls Erich Heynen, Texter und Berater in einer Person bei der Visucom.com in Brig.
Diese Walliser Agentur ist kürzlich mit der Gesamtkommunikation des international tätigen Weinhauses Vins des Chevaliers in Selquenen/Salgesch betraut worden. Zum Mandat gehörte das Redesign des Logos, die Gesamtüberarbeitung des Corporate Design, die Kreation und Produktion des Prospektmaterials sowie die Realisierung der künftigen Kommunikationskampagne. Diese geht dieser Tage «in Diffusion», wie man im zweisprachigen Kanton sagt.
Die Kampagne baut auf fünf Grund-Visuals auf, jeweils in Deutsch und Französisch. Diese Sujets sind in erster Linie für den klassischen Einsatz im Printbereich konzipiert und dekliniert. Dazu hat Visucom diverse Mailing-Aktionen für die gesamte Deutschschweiz sowie das Welschland konzipiert. «Um sich von gängigen Visualisierungen in der Weinkommunikation abzuheben, hat sich die Agentur für unkonventionelle Umsetzungen mit jeweils einem Ritter als Protagonisten entschieden», wie CD und AD Frank Lynch erklärt. Dieser Chevalier ist auch ein integrierter Bestandteil des neuen Erscheinungsbildes. «Dass dabei mit Klischees gearbeitet wird, versteht sich von selbst», meint Lynch.
Die Firmenbezeichnung Vins des Chevaliers geht auf die Tatsache zurück, dass Salgesch von 1235 bis 1655 der Hauptsitz der Ritter des Johanniter- oder Malteser-Ordens war. Dieser 1050 gegründete Orden hatte als Hauptaufgabe, den Schutz der Pilger und Kranken zu gewährleisten. In diesem Sinne gründeten die Ritter von Salgesch eine Herberge, um die Reisenden zu empfangen und zu bewirten. «Es ist sehr gut möglich, dass sie Salgesch wegen des guten Weines als Sitz auserwählt haben», glaubt Gerhard Constantin, heutiger Inhaber der 1930 gegründeten Vins des Chevaliers. Seine Kellerei jedenfalls hat aus Respekt dieser gegenüber den Ritter schon lang als Leitmotiv für ihre Weinetiketten auserwählt.
Die fünf modernisierten Visuals werden erweitert durch ein Dutzend Umsetzungen für den eventrelevanten Einsatz (Golf/Euro 08/Skisaison/ Weihnachtsaktionen). Diese Umsetzungen kommen auch bei Messepräsenzen und in Online-Umsetzungen zur Anwendung. Da man im Sonnenkanton von der Qualität der eigenen Weine überzeugt ist, wurde auch ein eigenes Visual zur Kommunikation von gewonnenen Auszeichnungen an internationalen Weinmessen kreiert. Zur Anwendung kommen darf es bereits für drei Goldmedaillen beim Concours Mondial de Bruxelles im Mai 2008 für einen Chevalier Rouge 2006, Petite Arvine 2007 und Pinot Noire Grand Cru 2005 sowie Silber für Ermitage 2006 und Pinot Noire Reserve des Chevaliers 2006.
Andreas Panzeri

Trainer Max wollte Siege sehen

Versicherungen Trainer Max von der KPT ist trotz dem Schweizer Fussball-Fiasko nicht böse mit der Nati. Das ist nicht der Max, den wir kennen und lieben. Der wäre böse, sehr böse.

 
Versicherungen In unmittelbarer Nähe des Stade de Suisse, am Hauptsitz der KPT an der Tellstrasse in Bern, hängt immer noch eine unübersehbare Botschaft an die Schweizer Fussball- Nationalmannschaft. Auf 7 Meter mal 8 Metern Fläche äussert sich Trainer Max zu den Spielen der Euro 08. Seine Botschaft ist klar: Max will Siege sehen. Sonst wird er böse. Sehr böse. Genützt hat es nicht viel. Deshalb sind wir jetzt alle traurig. Sehr traurig. Trainer Max macht aber im Gegensatz zu Köbi trotzdem weiter und trainiert mittlerweile gegen 11 000 Personen, die sich seit letztem Herbst zum kostenlosen Coaching auf angemeldet haben.
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