Swiss bringt den Deutschen Mundart bei

Publicis hat für Swiss in Deutschland eine neue Kampagne lanciert. Angepriesen werden die mehrmals täglich stattfindenden Flüge von deutschen Städten in die Schweiz.

Die Zürcher Agentur Publicis hat für Swiss in Deutschland eine neue Kampagne lanciert. Angepriesen werden die mehrmals täglich stattfindenden Flüge ab Hamburg, Berlin, Hannover und Stuttgart in die Schweiz zu niedrigen Preisen. Die Werbeaktion besteht aus Inseraten und Plakaten sowie witzigen Radiospots in Form von kurzen Sprachlektionen, in denen die Deutschen zum Nachsprechen des Schweizer Dialekts animiert werden.
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Verantwortlich bei Swiss: Marcel Benz (Head of Marketing Communications), Christine Moch (Manager Advertising), Corinne Weishaupt (Advertising), Stefan Anetzeder (Advertising). Verantwortlich bei Publicis: Martin Denecke (CCO), Peter Rettinghausen (Creative Director), Ralph Halder (Creative Director), Denis Schwarz (Art Director), Stephan Lanz und Myriam Mojon (Beratung).

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Initiativkomitee wirbt mit Farben der Bundesratsparteien für Hanf-Initiative

Im Zentrum der Kampagne für ein Ja zur Hanf-Initiative stehen vier Plakate, die in den Farben der Bundesratsparteien werben. Das Initiativkomitee will damit andeuten, dass die Initiative eigentlich von allen unterstützt werden könnte. Auf ironische Weise werden die Bundesratsparteien aber auch daran erinnert, dass ihre Vertreter in Bundes- und Ständerat einer beinahe identischen Vorlage bereits einmal zugestimmt hatten. Ein frecher Wurf ists allemal.

Vier Plakate in den Farben der Bundesratsparteien stehen im Mittelpunkt der Kampagne für ein Ja zur Hanf-Initiative am 30. November. Damit will das Initiativkomitee symbolisieren, dass die Vorlage, wenn auch in abgewandelter Form und ein paar Jahre früher, eigentlich von allen Parteien einmal unterstützt worden war.
(Bilder der Plakate siehe unten)
«Sie wissen, dass unser Modell praktisch identisch ist mit dem Modell des Bundesrates, das er in seiner Botschaft im Jahre 2001 vorschlug», sagte Geri Müller (Grüne/AG), Nationalrat und Co-Präsident des überparteilichen Komitees «Ja zur Hanfinitiative», am Montag vor den Medien in Bern. «Der Bundesrat war damals die Vertretung der vier grossen Parteien. Deshalb haben wir unsere Plakatkampagne auch im Stil der grossen Parteien konzipiert.»
Nicht nur Farben und Typografie erinnern an den Auftritt der Parteien, die Kampagne wirbt auch mit den Grundsätzen der vier Bundesratsparteien, angewandt auf die Hanffrage. So wirbt etwa das Plakat in den Farben der FDP (blau, weiss und schwarz) mit dem Slogan «Stopp Verbotsstaat – Ja zur Hanf-Initiative».
Unterschrieben von den Parteien sind die Plakate nicht. «Wir wollen ja keinen Fake machen», sagte Müller. Während die FDP und die SP die Hanf-Initiative nämlich unterstützen, lehnen die CVP und die SVP die Vorlage ab.
Die vier Sujets sind einzeln, im Weltformat aber auch zusammen auf einem Plakat zu sehen. Das Konzept wurde vom Initiativkomitee zusammen mit der Kommunikationsagentur Arnold. Inhalt und Form aus Stäfa erarbeitet.

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Presserat entlastet SDA: Vorwurf wegen ungenügender Anonymität unbegründet

Ein Leser hatte wegen einer bestimmten SDA-Agenturmeldung interveniert, in der seiner Meinung nach die Anonymität einer beschriebenen Person nicht gewahrt wurde. Der Presserat hat den Vorwurf nun zurückgewiesen.

In einer Stellungnahme hat der Presserat eine Beschwerde gegen die Schweizerische Depeschenagentur SDA abgewiesen. Ein Leser war an das Kontrollorgan gelangt, weil seiner Meinung nach bei der Berichterstattung über einen Unfall in Italien die Anonymität des Schweizer Unfallverursachers nicht vollständig gewahrt worden war. Obwohl weder Name noch Bild veröffentlicht wurden, hätten, so der Kläger, andere Angaben wie Alter, Doppelbürgerschaft oder Wohnort eine Identifizierung der betreffenden Person erlaubt.
Die Erklärung der Rechte und Pflichten der Journalisten hält tatsächlich fest, dass weder Name noch Merkmale einer Person veröffentlicht werden dürfen, wenn diese wie im vorliegenden Fall in ein juristisches Verfahren verwickelt ist. Dem entgegnete der Presserat, die Ausführungen zur Person seien nicht unwichtig für das Verständnis der Leser gewesen. Zudem sei eine Identifikation ausserhalb des Familien- und Freundeskreises sowie seines Berufsumfeldes kaum möglich.
Der Unfallverursacher hatte in Mailand mit seinem Offroader einen Zusammenstoss von einem Bus mit einem Tram verursacht. Eine 52-jährige Frau starb, 26 Personen wurden verletzt.

Stöhlker übernimmt Deutschland-Management der feinsten Clubs

«The World´s Finest Clubs» (WFC) hat die Berliner Niederlassung der PR-Agentur Stöhlker & Partner mit dem Deutschland-Management beauftragt. WFC ist ein Netzwerk von über 70 exklusiven Clubs, Bars, Restaurants und Hotels in 15 Ländern.

Die Zentrale von «The World´s Finest Clubs» (WFC) in Zollikon hat die Berliner Niederlassung der PR-Agentur Stöhlker & Partner mit dem Deutschland-Management beauftragt. Ab sofort leitet die Agentur deutschlandweit den Vertrieb und die Kommunikation der limitierten Member Card.
«The World´s Finest Clubs», ein Netzwerk von über 70 exklusiven Clubs, Bars, Restaurants und Hotels in 15 Ländern, wurde 2003 in Zürich von Patrick Liotard-Vogt und Partnern mit dem Ziel gegründet, Vielreisenden den unkomplizierten VIP-Zugang zu einem weltweiten Netzwerk exklusiver Clubs zu ermöglichen. Darunter finden sich Namen wie das Armani Privé in Mailand, das Pink Elephant in New York, das Baby! in München oder der Club Rotes Cliff in Kampen auf Sylt.

Ogilvy zelebriert 60-jähriges Bestehen und gedenkt dem Gründer

Das Agenturnetzwerk Ogilvy feiert morgen Jubiläum, und dies exakt 60 Jahre nach seiner Entstehung. In rund 120 Ländern nehmen über 15’000 Mitarbeiter an einer «virtuellen Party» teil und stossen auf den Agenturgründer David Ogilvy an.

Das Agenturnetzwerk Ogilvy feiert morgen Jubiläum, und dies exakt 60 Jahre nach seiner Entstehung. In rund 120 Ländern nehmen über 15’000 Mitarbeiter an einer «virtuellen Party» teil und stossen auf den Agenturgründer David Ogilvy an, wie die Agentur am Montag mitteilte.
Ogilvy versuchte sich zuerst als Koch, Vertreter, Diplomat und sogar als Farmer. Erst mit 39 Jahren startete er seine Karriere als Werber und rief in New York die Agentur «Hewitt, Ogilvy, Benson & Mather» ins Leben. In seiner Karriere kreierte er unter anderem für Guinness, Dove und Schweppes Werbetexte, Slogans und Headlines, die zu weltberühmten Klassikern wurden.
Die wohl berühmteste Headline realisierte er für Rolls-Royce «At 60 miles an hour the loudest noise in this new Rolls-Royce comes from the electric clock». Der Werbetexter glaubte an Innovation und Veränderung – Stillstand war ihm ein Dorn im Auge. Als Autor verfasste er die beiden legendären Bücher «Confessions of an Advertising Man» und «Ogilvy on Advertising», die in der Werbebranche noch heute gelesen werden.

SFLB für SR-Hörspielreise: Wenn sogar die Schwäne horchen

SFLB hat für das Schweizer Radio DRS eine Minikampagne für die auf Schweizer Seen stattfindende Hörspielreise realisiert. Geworben wird in Bibliotheken, bei den Schifffahrtsgesellschaften und in Touristen- sowie Kulturzentren.

Spillmann/Felser/Leo Burnett hat für die Hörspielreise des Schweizer Radio DRS eine Minikampagne realisiert, die im Verlauf des Spektakels auf das Angebot aufmerksam machen soll. Die Rundfahrtschiffe mit Eigenproduktionen von SF DRS verkehren jeweils freitags und samstags. Die Hörspielreise ist am 26. und 27. September noch auf dem Vierwaldstättersee zu erleben und beendet ihren Turnus das darauf folgende Wochenende auf dem Zürichsee.
Die Kreativagentur setzte auf Plakate in Buchhandlungen und auf Flyer, die bei den Schifffahrtsgesellschaften und in Touristen- sowie Kulturzentren aufliegen.
Verantwortlich bei SR DRS: Béatrice Merlach (Leiterin Kommunikation und Marketing), Adrian Jordi (Leiter Hörerservice), Michèle Hess (Leiterin Marketing), Marlies Schüpbach (Marketing). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Diana Rossi (Text), Katja Puccio (AD), Peter Brönnimann (CD), Noemi Schmid/Andy Stäheli (Beratung), Sebahat Derdiyok (Art Buying), Marc Wetli (Fotograf), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung).

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Zu guter Letzt: Aussenminister im Redaktionsraum

Als erste Zeitung lässt das deutsche Boulevardblatt Bild während eines Monats die täglich geführten Blattkritiken filmen und auf die Webseite stellen. Geladen sind Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur. Den Anfang macht Aussenminister Steinmeier.

Das deutsche Revolverblatt Bild gewährt der Öffentlichkeit während einem Monat einen Blick in seine Redaktionsräumlichkeiten. An der am Vormittag stattfindenden Redaktionskonferenz wird jeweils ein Mitarbeiter der Redaktion oder ein Gast aus Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur die Blattkritik der Ausgabe vom Vortag machen. Und diese rund zehnminütige Rückschau können sich nun ab Montag auch alle Besucher von Bild.de als Video ansehen. Um die Sache vermarktungstechnisch ein wenig anzuschieben, hat Bild als ersten Gast den deutschen Aussenminister Frank-Walter Steinmeier eingeladen. Zur Aktion meinte Bild-Chefredakteur Kai Diekmann: «Die öffentliche Blattkritik wird uns näher an unsere Leser bringen.» Wahrscheinlich ists zwar eher umgekehrt, aber unterhaltsam wirds wohl allemal. Ab heute Montag auf Bild.de.

Vorstoss gegen Gebührenpflicht bei Internet-TV und Handy-Radio

Seit 1. September müssen für Computer und Mobiltelefone Gebühren bezahlt werden, wenn sie als Radio- oder TV-Geräte gebraucht werden können. Dagegen wehrt sich jetzt die SVP mit einer Parlamentarischen Initiative.

Diese Woche wird SVP-Nationalrätin Natalie Rickli eine Parlamentarische Initiative einreichen, um die seit dem 1. September geltende Gebührenpflicht für Internet-TV und Handy-Radio rückgängig zu machen. Es könne nicht sein, dass Computer und Handy wie herkömmliche Empfangsgeräte behandelt würden, sagte sie gegenüber der NZZ am Sonntag. Damit verkomme die Gebühr zu einer Steuer für alle.
Thomas Rudin, Sprecher des Empfangsgebühreneintreibers Billag, gab sich ob der Initiative erstaunt. Erstens zahlten bisher schon 95 der Privatpersonen und Firmen Gebühren, und zweitens stelle sich die Frage der Gleichbehandlung, sagte er gegenüber dem Sonntagsblatt. Rickli widersprach, ein Radio- oder TV-Gerät werde mit dem Ziel des Empfangs solcher Programme erworben. Das sei bei einem Computer oder Handy gerade nicht der Fall.
(Im Bild: Natalie Rickli / Bild: Keystone)

Neues Webportal und Wochenblatt für Bülach

Am Montag will die Bülacher Zeitung starten. Hinter dem ambitionierten Namen steht eine tagesaktuelle Online-Medienplattform plus eine jeweils am Freitag gratis herausgegebene, gedruckte Ausgabe. Finanzieren will sich das Projekt ausschliesslich über Inserate.

Am Montag will die Bülacher Zeitung starten, der Name für eine tagesaktuelle Online-Medienplattform und eine jeweils am Freitag herausgegebene gedruckte Zeitung. Buelacherzeitung.com soll eine vollständige Tageszeitung für die Stadt Bülach im Internet sein, wie es in einer Mitteilung heisst. Getragen wird das Projekt vom Verein Ü50-Journalisten, finanzieren will es sich ausschliesslich über Inserate. Die Inhalte von Web und Print sollen von einer dreiköpfigen Redaktion bestritten werden.
Die Printausgabe der Bülacher Zeitung erscheint jeden Freitag mit einer Auflage von 10’000 Exemplaren. Sie soll die auf dem Internetportal erschienenen Informationen der vergangenen Woche festhalten und eine Vorschau für die folgende Woche offerieren. Neben dem Newsbereich will das Webportal Serviceleistungen in den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Freizeit, Gewerbe und Veranstaltungen bieten.

Fünf Schweizer Marken unter den Top-100 weltweit

Positive Überraschung bei der soeben von Interbrand veröffentlichten Studie Best Global Brands 2008: Trotz Finanzkrise haben die 100 wertvollsten Marken der Welt im vergangenen Jahr an Wert zugelegt. Und Coca-Cola ist und bleibt die Nummer eins, Google verzeichnet die grösste Wertsteigerung und Nescafé ist die wertvollste der fünf Schweizer Marken im Ranking.

Im bereits zum achten Mal durchgeführten Markenranking von Interbrand und Businessweek haben es fünf Schweizer unter die Top-100 der weltweit wertvollsten Marken geschafft. Ganz vorne liegt Nescafé auf Platz 28 mit einem «Brand Value» von 13,05 Milliarden Dollar, gefolgt von der UBS auf Platz 41 mit 8,74 Milliarden Dollar, Nestlé auf Platz 63 mit 5,59 Milliarden Dollar, Rolex auf Platz 71 mit 4,95 und Cartier auf Platz 79 mit 4,24 Milliarden Dollar. Davon verzeichnete die UBS als einzige einen Wertverlust von minus 11 Prozent.
Liste auf der Webseite der Best Global Brands 2008
Unangefochtene Nummer eins des Gesamtrankings bleibt Coca Cola. Sie konnte ihren Wert sogar noch um 2 Prozent auf insgesamt 66,67 Milliarden Dollar steigern. Auf Platz zwei und drei folgen IBM und Microsoft mit 59,03 respektive 59,01 Milliarden Dollar. Acht der zehn Spitzenplätze werden von US-Marken belegt. Erst nach General Electric (GE) folgt mit Nokia auf Platz fünf die wertvollste europäische Marke mit 35,94 Milliarden Dollar.
Der grosse Gewinner der Liste ist – wie könnte es anders sein – der Internetriese Google mit einer Wertsteigerung von 43 Prozent und einem Vorrücken um zehn Plätze auf Platz 10. Dahinter folgen auf der Siegerliste Apple und Amazon mit 24 respektive 19 Prozent Wertsteigerung. Unter den Verlierern sind, ebenfalls wenig überraschend, vor allem Finanzunternehmen wie Merrill Lynch (mittlerweile verkauft), Morgan Stanley und Citi.
Bester Newcomer im Ranking ist H&M. Der schwedische Bekleidungshersteller belegt mit einem Markenwert von 13,84 Milliarden Dollar auf Anhieb Rang 22. Neu ins Ranking schafften es auch Thomson Reuters (Rang 44), Blackberry (Rang 73), Ferrari (Rang 93), Armani (Rang 94), Marriott (Rang 96), Fedex (Rang 99) und Visa (Rang 100).
Die 100 bedeutendsten Marken legten 2008 erneut an Wert zu: Ihr Gesamtwert stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Prozent auf rund 1,21 Billionen Dollar. (2007: 1,16 Billionen Dollar). Das Ranking «The Best Global Brands» führt die 100 wertvollsten globalen Marken auf, deren Wert mindestens 3,3 Milliarden US-Dollar beträgt.

Die Post als Verlegerin

Die Post-Tochter DMC publiziert seit Kurzem eine Art Minizeitschrift - zweimal pro Woche und bald in einer Auflage von einer Million Exemplaren.

Der Handelsregistereintrag vom 23. Juli lässt aufhorchen. In Basel wurde die Firma In-Media AG gegründet, deren Zweck wie folgt umschrieben ist: «Ausübung sämtlicher Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Vertrieb von Medienerzeugnissen jeder Art und insbesondere im Bereich des Verlagsgeschäfts (Publikationen von Zeitungen und Zeitschriften und elektronischen Medienerzeugnissen)». Besonders pikant: Als Verwaltungsratspräsident ist Markus F. Hof eingetragen, als Vizepräsident Ulrich Hurni und als Geschäftsführer René Brahier.
Im Vertriebsgeschäft sind die drei Herren nicht unbekannt. Hof ist Direktor und VR-Vizepräsident der Direct Mail Company (DMC), jene 50-prozentige Post-Tochter, die die Frühzustellung der Gratiszeitung .ch besorgt und in mehreren Regionen in der unadressierten Tagzustellung tätig ist. Hurni ist VR-Präsident der DMC und mehrerer anderer Vertriebsfirmen und vertritt dort die Post. Brahier schliesslich ist Geschäftsführer des DMC-Ablegers DMB in Biel.
In-Media ist also eine 100prozentige DMC-Tochter und somit quasi eine Enkelin der Post. Doch weshalb widmen sich die Logistiker DMC und Post plötzlich dem Verlagsgeschäft? Manch ein Verleger dürfte sich an die Deutsche Post erinnern, die den Verlagen dort seit Monaten mit dem Projekt einer landesweiten posteigenen Gratiszeitung gehörig einheizt. Hat die Schweizerische Post ähnliches vor? Will sie die Verlage im Hinblick auf die kommende Postmarktliberalisierung gefügig machen?
Ulrich Hurni winkt energisch ab. «Nein, nichts dergleichen», sagt er, «wir haben nicht die Absicht, eine Zeitschrift zu herauszugeben.» Es gehe bei In-Media lediglich darum, den Vertriebsprozess der DMC zu optimieren. Alles Weitere sei bei Markus F. Hof zu erfahren, das Konzept stamme von ihm. Hof jedoch schweigt. Trotz mehrerer Werbewoche-Anfragen antwortet er nicht.
René Brahier, sein Geschäftsführer in Biel, ist auskunftsfreudiger. Die In-Media AG, die er demnächst leiten wird, gebe seit August ein «Magazin in Miniform» namens «In-» heraus – ein vierseitiger, farbiger Folder im Tabloidformat. «In-» erscheine zweimal wöchentlich und diene der DMC als Hülle für die verschiedenen Prospekte, die sie in der unadressierten Tagzustellung verteilt. Der Folder solle etwas mehr Ordnung in die Briefkästen bringen und die Beachtung des Werbematerials erhöhen, sagt Brahier. Gleichzeitig wird so auch die Arbeit der Verträger erleichtert, weil die Mäppchen im Voraus maschinell zusammengestellt werden.
Das Redaktionskonzept von «In-» beschreibt Brahier wie folgt: Jeder Folder ist monothematisch und irgendwie aktuell. So waren die ersten Ausgaben den Themen Fruchtdrinks, City-Shopping, Olympia, Wetter und People gewidmet. Kurze, zeitlose Infohäppchen, grosse Bilder und jede Menge Responsvarianten in Form von Fotoeinsendungen, Wettbewerben und Ticketverlosungen – das ist das Strickmuster von «In-». Die Website www.in-online.ch habe nach nur drei Ausgaben bereits über 120’000 Kontakte ausgewiesen, erzählt Brahier stolz.
Für den Inhalt ist das IST-Werbeteam in Tenniken (BL) zuständig. Wobei «In-» ganz oder in Teilen von Werbekunden gebucht werden kann. In solchen Fällen richtet sich das IST-Werbeteam eben nach deren Vorgaben: Ein Wettbewerb, ein Rezept, ein Modestück – alles wird eingepasst. Die entsprechenden Tarife sind laut Brahier noch in Vorbereitung. Erst gelte es, Erfahrungen zu sammeln, sagt er. MediaDaten finden sich unter www.in-media.ch, die Website für Kunden. Derzeit wird der Folder in einer Auflage von 110 000 Exemplaren in der Region Thun und im Baselbiet verteilt, zwei Gebiete, in denen DMC tätig ist. Bis Ende 2009 will Brahier den Folder aber in der ganzen Deutschschweiz einführen und ihn auch von andern Zustellfirmen verteilen lassen. «In-» würde dann eine Million Exemplare pro Ausgabe erreichen – mehr als 20 Minuten. Geplant ist ferner die Expansion in die anderen Sprachregionen. Drucktechnisch könnte der Folder zudem auf acht Seiten anwachsen – je nach Nachfrage halt. Und vielleicht wird das Minimagazin bis dann auch von Briefkasteninhabern mit Stoppkleber akzeptiert. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Klar ist: «In-» soll vorerst für das Direktmarketing bloss eine neue Aera einläuten. Es birgt aber einiges Zusatzpotenzial.
Markus Knöpfli

Prevag-Übernahme für Weko kein ThemaIm Juni übernahm die Post von der Basler Zeitung Medien die Firma Prevag, die in der Nordwestschweiz in der adressierten Frühzustellung tätig ist. In diesem Geschäft und im Wirtschaftsgebiet 31 verfügt die Post damit über ein Monopol. Deswegen war der Branchenverband KEP&Mail an die Wettbewerbskommission (Weko) gelangt. Er verlangte, dass Übernahmen von Zustellorganisationen und anderen Logistik-Unternehmen durch die Post zwingend der Kontrolle der Weko unterstellt werden müssen. Doch der Weko-Bescheid fiel negativ aus. «Die Prevag-Übernahme ist gemäss Kartellgesetz nicht meldepflichtig», sagt Weko-Sprecher Patrik Ducrey. Dazu wäre etwa ein jährlicher Mindestumsatz von 100 Millionen Franken nötig. Ducrey: «Davon ist die Prevag weit entfernt.» (mk)

Publicitas veröffentlicht Cannes-Katalog

Anlässlich der Cannes Premiere 2008 hat die Publicitas Publimedia einen Katalog mit allen dort ausgezeichneten Anzeigenkampagnen veröffentlicht. Am Donnerstag wurde die neue sechste Ausgabe an der Cannes Premiere im ehemaligen Güterbahnhof in Zürich präsentiert.

Anlässlich der Cannes Premiere 2008 hat die Publicitas Publimedia einen Katalog mit allen dort ausgezeichneten Anzeigenkampagnen veröffentlicht. Am Donnerstag wurde die neue sechste Ausgabe an der Cannes Premiere im ehemaligen Güterbahnhof in Zürich präsentiert.
Sämtliche am internationalen Werbefestival von Cannes mit Bronze, Silber, dem Gold-Löwen sowie dem Grand Prix ausgezeichnete Anzeigenkampagnen sind im 160 Seiten umfassenden Katalog abgebildet. Ergänzt wird die Publikation mit allen Schweizer Eingaben. Der BOP erscheint wie immer in deutsch und französisch.
Der BOP – Best of Press-Katalog wurde in Zusammenarbeit mit dem Persönlich Verlag produziert. Den Druck realisierte die NZZ Fretz.
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