Theater ohne Schauspieler

Wapico hat in einem Pitch das Budget für das Stadt-Theater Bern gewonnen und will alles anders machen.

Logo nicht verändern, eine Bildwelt präsentieren und die Drucksachen in ihrer Form belassen wie vorher: So lauteten die wichtigsten Briefingpunkte im Januar 2008. Wapico hat alles anders gemacht als verlangt. Und mit diesem «Ungehorsam» schliesslich in einer Konkurrenzpräsentation das Mandat des Stadt-Theaters Bern gewonnen. Ein halbes Jahr nach dem Zuschlag sind jetzt neben einer neuen Website eine Menge von Drucksachen wie Plakate, Monatsleporellos, Flyer und Programme konzipiert und realisiert worden. Ebenfalls tätig wurde die Werbeagentur im Bereich des Interior Designs, wo demnächst im Theater erste Resultate zu sehen sein werden.
Kleiner Eingriff, grosse Wirkung
Und was hat Wapico anders gemacht? Durch einen simplen Eingriff beim Logo ist ein neues Icon entstanden, und für die vorher individuell gezeichnete Schrift wurde eine einfache Times vorgeschlagen. Beim Logo sind die beiden, vorher kleinen, Doppelpunkte neu ziemlich «riesig» gestaltet worden. «Durch diese Vergrösserung zeichnet der Schriftzug besser und fällt auch viel eher auf», ist CD René Walker überzeugt.
Keine einfache Bildwelt
Bei der Bildwelt wollte Wapico «unbedingt keine Bildwelt». Aus einem einfachen Grund: «Das Stadttheater selbst und seine Darbietungen sind viel zu bunt und zu vielfältig, als dass sie sich in eine Bildwelt pressen lassen», meint Berater Olaf Pilleri. Wapico hat deshalb, von vorher komplexen Bildkompositionen, auf einfache, sehr verständliche und abwechslungsreiche Fotos gesetzt. Unterschiede innerhalb der Bilder gibt es allerdings schon. Für das Berner Dreispartenhaus werden für Schauspiel und Musiktheater die Bilder explizit ohne Schauspieler gemacht – zum Einsatz kommen nur Symbolbilder aufgrund der Stückinhalte. Für das Tanztheater hingegen wird absichtlich mit Tänzerinnen und Tänzern aus dem Ensemble gearbeitet. So ist für jedes Stück «ein Bild» entstanden, das sich durchzieht und von Plakaten über Flyer bis hin zu Programmheften und Internet-Auftritt überall zu sehen ist.
Formatmässig hat Wapico die angetroffenen Mengen reduziert und auch ein neues Format für die Monatsprogramme geschaffen, das gleichzeitig als Kleinplakat eingesetzt werden kann. Bei der Website ist visuell eine pragmatische Lösung gefunden worden, technisch jedoch ist ein «kleines Kunstwerk mit Widget-Aufruf und elektronischem Newsletter entstanden», freut sich Regula Urbanek beim Stadttheater Bern.
Andreas Panzeri
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Neues beim Neumarkt

Zürcher Theater am Neumarkt mit neuer Führung und frischem Webauftritt.

Führungswechsel im Theater am Neumarkt, Zürich. Mit dem neuen Direktorenpaar Barbara Weber und Rafael Sanchez präsentiert sich das Theater auch mit einem überarbeiteten Webauftritt. Die Zürcher Agentur mitLinks hat sich für eine übersichtliche Website mit klarer Struktur stark gemacht. Die Site baut vor allem auf Textmodule, über die man Infos zu Stücken, Ensemble und Hintergründe findet. Die Umsetzung erfolgte in einem eigens dafür entwickelten Content-Management-System und ermöglicht dem Theater am Neumarkt die selbstständige Betreuung der Website. Das Design wurde von Alain Kupper entworfen und durch mitLinks umgesetzt. Bildlich baut die neue Site auf nur eine Illustration zum Einstieg. Diese bezieht sich auf ein aktuell laufendes Stück. Da bald mehre Produktionen parallel auf dem Spielplan sein werden, wird dieses Bild rotierend wechseln. Die Idee könnte auch noch mit einer Flash-Animation weiter ausgebaut werden. Mit dem Fortschreiten der Saison können Interessierte in einer Galerie auch Fotos von der Produktion hochauflösend herunterladen. Sonst hat man bewusst auf weitere Bildelemente verzichtet, wie Projektleiter Lorenzo Mutti und Designer Watezz Bleuer bei mitLinks erklären.
Die Einbindung der Software Showsoft erlaubt das direkte Ticketing für die Zuschauer und gewährleis¬tet für das kleine Ensembletheater die beabsichtigte grosse Benutzerfreundlichkeit.
Andreas Panzeri

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Aufgefallen

Unter dem Motto« Vielleicht gibt es ja einen noch besseren Job» zeigt die Kampagne aus dem Hause Spillmann Felser Leo Burnett Menschen mit absoluten «Traumjobs», die trotz traumhafter Arbeitsbedingungen einen Blick in den Stellen-Anzeiger werfen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Vielleicht gibt es ja einen noch besseren Job
Durch die anhaltend geringe Arbeitslosenquote in der Schweiz werden Passiv-Suchende eine immer wichtigere Zielgruppe bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Deshalb steht diese Gruppe im Fokus der neuen Werbekampagne für den Stellen-Anzeiger. Denn wer weiss: Vielleicht gibt es ja einen noch interessanteren Job. Unter diesem Motto zeigt die Kampagne aus dem Hause Spillmann Felser Leo Burnett Menschen mit absoluten «Traumjobs», die trotz traumhafter Arbeitsbedingungen einen Blick in den Stellen-Anzeiger werfen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Drei Sujets kommen als Plakate in Zürich und Agglomeration, als Inserate in Tages- und Sonntagspresse und als Kinodias zum Einsatz.
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Wenn fliegen noch schöner ist
Swiss fliegt täglich x-mal aus Deutschland in die Schweiz, und zwar ziemlich günstig. Ab Hamburg, Berlin, Hannover und Stuttgart.
Die Zürcher Agentur Publicis hat zur Bewerbung dieser Flüge eine Kampagne realisiert, die jetzt in Deutschland erscheint. Sie besteht aus Inseraten, Plakaten und Radiospots. Zum Thema wurde erstens die grosse Anzahl der Verbindungen gemacht: Es gibt jeden Tag so viele, sodass man ruhig auch einmal einen Flieger auslassen und den nächsten nehmen kann. Und zweitens kommen in der Kampagne auch die kleinen Preise von Swiss zum Tragen.

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SI-Chefredaktor Dominic Geisseler tritt per sofort zurück

Dominic Geisseler ist per sofort von seinem Posten als Chefredaktor der Schweizer Illustrierten zurückgetreten. Zum Bruch zwischen Geisseler und dem Verlagshaus kam es «aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen publizistischen Ausrichtung der Schweizer Illustrierten».

Dominic Geisseler ist per sofort von seinem Posten als Chefredaktor der Schweizer Illustrierten zurückgetreten und verlässt Ringier. Zum Bruch zwischen Geisseler und dem Verlagshaus kam es gemäss Mitteilung «aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen publizistischen Ausrichtung der Schweizer Illustrierten».
Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen der beiden Parteien. Die Chefredaktion der SI wird interimistisch von Geschäftsleitungsmitglied Urs Heller übernommen, derzeit finden Gespräche für eine Nachfolge von Geisseler statt.
Bereits vor dem Antritt von Geisseler am 1. Januar 2008 war die Stelle von Urs Heller ad interim geleitet worden, und zwar seit Februar 2007 – also beinahe ein Jahr. Bei der langen vergeblichen Suche war mit Geisseler ein Ringier-Mann gewählt worden; er war bereits von 1989 bis 2000 für die SI tätig gewesen, davon die letzten fünf Jahre als stellvertretender Chefredaktor.

Springer manövriert TV-Blätter in Poleposition

Die vier Programmzeitschriften aus dem Hause Axel Springer Schweiz senken ihre Anzeigentarife um 6 bis 50 Prozent.

Angesichts der Tatsache, dass alle Deutschschweizer TV-Zeitschriften gemäss Mach Basic 2008-2 erneut und gegenüber Vorjahr zum Teil signifikant Reichweite verloren haben, ist es keine Überraschung, dass Axel Springer Schweiz nun die Tarife senkt. Das Ausmass dieser Preisreduktion zeigt jedoch, dass man an der Förrlibuckstrasse in Zürich konsequent zur Sache geht: Tele, der reichweitenstärkste Titel, senkt seinen Bruttopreis pro 1/1 Seite um 1’000 Franken, TV-Star kostet 1’400 Franken weniger, und bei TV2 und TVvier liegt der Tarif neu gar 3’000 Franken tiefer. Zumindest bei den letzten drei Titeln fällt die Preisreduktion deutlich stärker aus als der Reichweitenverlust, weshalb auch der Tausend-Leser-Preis (TLP) sinkt.
Doch damit nicht genug: Auch bei den diversen Kombis, insbesondere beim erst seit Juli bestehenden Millionenkombi (Tele, TV-Star und Beobachter) sinken durch die Preisreduktion die Preise. Und was am meis¬ten erstaunt: Die neuen Tarife gelten nicht erst per 2009, sondern bereits ab nächster Woche. Genauer:
ab dem 1. Oktober.
Jörg Tobuschat, Verlagsgeschäftsführer TV-Zeitschriften bei Axel Springer Schweiz, begründet diese Massnahme so: «Wir fahren zwar eine offensive Linie, sehen die Preisanpassungen aber in einem grösseren Zusammenhang: Ein Jahr nach der Übernahme von Tele, TV2 und TVvier von Ringier arbeiten wir weiterhin intensiv daran, unser TV-Zeitschriften-Portfolio auf Vordermann zu bringen», sagt er. Die jetzigen «Preisjustierungen» seien bloss ein weiterer Schritt in Richtung Wettbewerbsfähigkeit.
Zu den bereits umgesetzten Dingen zählt er insbesondere die Neupositionierung von Tele als «Premiumzeitschrift mit starkem TV-Bezug», während TVStar konsequent auf TV-Promis ausgerichtet bleibt. Weiter habe man bei beiden Titeln den Programmteil übersichtlicher gestaltet sowie die Redaktionen unter die Gesamtleitung von Gion Stecher gestellt. Auch im Anzeigenverkauf kam es im Juli zu einer Neuorganisation: Die TV-Zeitschriften behalten zwar eine eigene Verkaufscrew, diese arbeitet nun aber eng zusammen mit jener des Beobachters und steht auch unter der Leitung von Sandra Peiti, bisher Anzeigenleiterin beim Beobachter. All diese Dinge gingen langsam, aber stetig und für manche fast unmerklich vor sich. «Gegenüber unseren Lesern und dem breiten Publikum haben wir diese Feinarbeiten bisher nicht kommuniziert», ist sich Tobuschat bewusst. Das werde sich aber demnächst ändern: «Wir wollen auch wieder am Image der Programmzeitschriften arbeiten und planen deshalb eine Kampagne und speziell für den Werbemarkt eine eigene Nutzungsstudie», sagt er.
Zurück zu den neuen Tarifen: Egal, ob man Haushaltführende, 18- bis 49-Jährige oder Gutverdienende ansprechen will – punkto Strukturwerte, Reichweite und Tausend-Leser-Preis finden sich das Millionenkombi beziehungsweise die beiden Tele-Kombis nun in der Rangierung jeweils direkt hinter den beiden Erstplatzierten CoopZeitung und Migros-Magazin und deutlich vor der Schweizer Illustrierten und der Schweizer Familie. Sie habe das Ziel, «den TV-Zeitschriften im Werbemarkt wieder jene Relevanz zu verschaffen, die sie verdienen», sagt Sandra Peiti. «Zudem wollen wir die Kunden darauf aufmerksam machen, dass unsere TV-Zeitschriften ihnen heute spannende Themenfelder und manche kreative, individuelle Möglichkeit bieten, selbst im Programmteil, wo vor kurzem noch Werbung tabu war.»
Markus Knöpfli
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Das Millionenkombi TV-Star, Tele und Beobachter

Kopf der Woche: Der Cinergyst

Sandor Laczko ist Head of Sales & New Business bei Cinergy. Er baut eine neue Abteilung auf, über welche die Portale Cineman, Teleboy und Moonwalk in Zukunft noch aktiver bewirtschaftet werden.

Die Zahlen sind beeindruckend. Bis 660’000 Unique Clients pro Monat kann Cineman.ch auf seinem Portal für alle Infos rund um die Welt des Kinos verbuchen. Cineman ist damit «das meistgenutzte Kinoportal der Schweiz». Mit dem ähnlich wertvollen Attribut «der meistbesuchte Online-TV-Guide der Schweiz» darf sich die Website Teleboy schmücken. Ein drittes Angebot, Moonwalk.ch, gilt als die grösste Event-Datenbank der Schweiz für Konzerte, Partys und andere Action. Alle diese Rekordhalter gehören zum Reich von Cinergy. Der helvetische Pionier für zielgerichteten Content im Netz wurde 1999 von Martin Glauser und Tobias Asch gegründet. Noch heute sind die beiden führenden Köpfe einer Firma mit über 30 Mitarbeitenden aktiv im Geschäft. Die Mehrheit ihrer Cinergy-Aktien haben Glauser und Asch aber diesen Sommer an Thomas Sterchi und seine Tom Talent Holding verkauft. Kein Akt der Resignation im explosionsartig wachsenden Online-Business. Mit dem Einbinden ihrer «Internet-Perle» in das international agierende und finanzstarke «Talent»-Unternehmen von Sterchi soll Cinergy in Zukunft erst richtig durchstarten können. Dazu braucht es natürlich auch eine aktiver auftretende Vermarktung.
Seit März wirkt Sandor Laczko im Hintergrund. Jetzt macht der neue Head of Sales & New Business seine Aufgaben erstmals öffentlich. Ein guter Grund, auch beim Unternehmen Cinergy einmal etwas genauer hinter die Bildschirme zu blicken.
Das Erfolgsrezept von Cineman beruht auf einer ausgeklügelten Kombination der Kino-Spieldaten mit umfassenden Kritiken und einer ganzen Reihe von multimedialen Formaten: Neben den Trailers gibt es auch Interviews, Making-ofs und die inhouse produzierten Videoreviews zu den Neustarts. Und natürlich ist auf Cineman.ch auch das Publikum aktiv, das unter dem Namen «m&m’s Movie Charts» nicht nur die grösste Filmjury der Schweiz stellt, sondern auch für eine Erfolgsgeschichte in Sachen Sponsoring steht. Seit nunmehr 6 Jahren ist m&m’s der Sponsor des Formats.
Tägliche Tipps für mehr als 100 Sender
Mit Teleboy.ch hat Cinergy 2001 eine ähnliche Site für das Fernsehprogramm lanciert. Hier findet der User die Spielzeiten und tägliche Tipps für mehr als hundert Sender. Wie Cineman ist auch Teleboy auf dem Gebiet Marktführer. Der rasanten Entwicklung der Fernsehwelt ist man sich bewusst: Mit Teleboy.tv betreibt Cinergy seit einigen Wochen den ersten umfassenden WebTV-Guide, der eine tagesaktuelle redaktionelle Auswahl mit automatischen Feeds von verschiedenen Sendern und Medienhäusern kombiniert.
Eine weitere grosse Plattform mit dem Namen Moonwalk hat sich 2006 aus dem bereits 2002 lancierten Clubgirl.ch entwickelt. Moonwalk ist heute die grösste Events-Datenbank der Schweiz für Konzerte und Partys. Auf dem Ausgeh-Portal finden sich auch die ersten Party-Videos der Schweiz. Mit Eventbooster.ch hat Cinergy zudem eine B2B-Plattform für Kulturveranstalter entwickelt. Auf ihr können Veranstalter nicht nur ihre Events erfassen oder ergänzen, sondern auch Hervorhebungen und Anzeigen auf verschiedensten anderen Plattformen buchen und online bezahlen.
Neben diesen Eigenpublikationen («Cinergy Media») gilt die Firma auch als der grösste Content-Anbieter («Cinergy Content») in Sachen «Entertainfo». Im Kundenportfolio findet sich alles, was in der Schweiz Rang und Namen hat: Bluewin, Search.ch, Google, NZZ, Sonntagszeitung, Orange, SBB u. v. a. Für Sacha Wigdorovits’ Punkt.ch zum Beispiel produziert Cinergy druckfertig das tägliche TV-Programm im innovativen «Genre-View-Format», den Kino-Guide und den Veranstaltungskalender für alle fünf Regionen.
Zurzeit teilen sich 32 redaktionelle Mitarbeitende und IT-Leute rund 18 Vollstellen. Stark ausgebaut wird aktuell vor allem im Bereich Vermarktung.
Und hier kommt Sandor Laczko ins Spiel. Sein Job ist es, die Plattformen von Cinergy «noch besser zu bewirtschaften». In früheren Jahren hat man sich stark fokussiert auf die Produkte und ihre Qualität. Cinergy hat für seine Plattformen auch schon mehrere Auszeichnungen bekommen wie Silber beim Best of Swiss Web in diesem Jahr für Eventbooster.ch oder die «Internetperle» vom NZZ-Folio. Die aktive Verbreitung der Brands drängte sich bei diesem fast automatischen Erfolg noch nicht so stark auf. Bis jetzt wurde nur eine Kampagne für Cineman bei der APG aufgehängt sowie ein paar Inserate in 20 Minuten geschaltet. Für die Vermarktung hat Cinergy mit den gängigen Vermarktern zusammengearbeitet. «Jetzt forcieren wir die Eigenvermarktung und liegen damit im branchenweiten Trend», erklärt Laczko. In diesen Tagen hat er bereits die erste spezialisierte Mitarbeiterin für diesen Verkauf von Online-Werbung anstellen können. «Und die Abteilung wird weiter wachsen.»
Cinergy hat ein eigenes Ad-Management-System implementiert, «wo wir eng mit Vermarktern zusammenarbeiten, jedoch alles selber verwalten». Laczko will gute Kontakte zu den drei Grossen AdLink, web2com und Admazing pflegen sowie auch mit anderen Agenturen oder Direktkunden zusammenarbeiten. Mit der eigenen Vermarktung will Cinergy noch mehr auf Kundenwünsche eingehen können. «Schnell reagieren, was bei einem Vermarkter nicht so einfach möglich ist», meint Laczko. Als Beispiel erwähnt er die m&m’s Movie Charts. Diese grösste Publikums-Bewertungsdatenbank in der Schweiz wird in verschiedenen Print- und Online-Medien publiziert. Eine solche Sponsoring-Partnerschaft wäre «kaum möglich, wenn da noch eine Agentur dazwischengeschaltet ist». Und Sponsoring mit solchen speziellen Inszenierungen ist ein «grosses Thema, das wir noch forcieren werden», verrät Laczko.
Der neue Head of Sales hat den idealen Background für diesen Job. Sandor Laczko hat an der Universität Zürich Medienwissenschaft in Kombination mit Betriebswirtschaft und Informatik studiert. Lange Zeit war seine grösste Passion aber die Musik. Schon in der Mittelschule durfte der Schlagzeuger in verschiedenen Bands seiner Musiklehrer mitspielen. «Irgendwann habe ich davon gelebt», erzählt er. Aufgetreten ist er in Doppelkonzerten mit Sting, Status Quo oder auch Pierre Favre. Dazu übte er mindestens sechs Stunden pro Tag. «Entweder so oder gar nicht mehr», war dann sein Entscheid, dass er das Schlagzeug aufgeben wollte, denn «als Hobby bringt es nichts, wenn man einen solchen Anspruch hat». Die Musik spielte aber weiter eine wichtige Rolle in seinem Berufsleben. Laczko ist eng mit dem Aufbau des Zürcher Jazzclubs Moods verbunden. Später war er Marketing-Leiter beim grössten Schweizer Indie-Label Rec Rec, bevor er als Promoter und PR-Manager zu Sony BMG wechselte. In 30 Monaten bei diesem Major hat er viel Energie aufgewendet, vermehrt Schweizer Bands in die Medien zu bringen. Bei Sony BMG hat er «die erste Abteilung in der Schweiz für Sales Broader Rights Management von Künstlern aufgebaut». Also eine Betreuung, die über das herkömmliche Verkaufen der Platten hinausgeht und auch Management, Konzert-Bookings, Merchandising und Sponsoring umfasst.
Nach den MusicStars hat Laczko in diesem Modell die Band Myron von 0 auf 100 aufgebaut und in die Top 10 der Charts gebracht. «Die neuen Synergien ermöglichten uns Partnerschaften, die es bisher in dieser Form noch nie gegeben hat», erinnert sich Laczko an Gigs für McDonald’s, wo er eine halbe Million Tischsets mit dem Flyer der Band bedrucken liess. Auch über eine Krankenkasse hat er die Jungs von Myron nach oben gebracht oder mit einer Konzert-Tour für Volvo. Weil ihn diese Aufgaben mehrmals wöchentlich an eine Party, ein Konzert oder sonst einen Event verpflichtet haben, suchte der Manager jetzt wieder einen Job, wo er nicht weniger, aber konzentrierter arbeiten kann. Bei Cinergy will er alle Synergien aus seinem bisherigen Wirken nutzen.
Andreas Panzeri

Die Vorgeschichte von Cinergy reicht ins Jahr 1995 zurück. Für Bluewin (damals: The Blue Window) entwickelten Glauser und Asch eine erste Veranstaltungsdatenbank und den Kino-Guide Cinemachine. 1999 machten sie sich selbstständig, gründeten die Cinergy AG und gaben als Premiere das Produkt Cineman.ch heraus, den ersten Kino-Guide mit dem kompletten Kinoprogramm der ganzen Schweiz. Seit bald zehn Jahren ist Cineman.ch die Adresse für Kino- und Filminformation im Netz. Seit 2006 gibt es das Portal auch in französischer und in englischer Sprache, und 2007 ist in Deutschland Cineman.de erfolgreich angelaufen. Cineman.fr, .at und .it sind in Vorbereitung. Und unter Cineman.com soll noch dieses Jahr Video on Demand im grossen Stil angeboten werden.

Internet wächst weiter

Der Goldbach-Index zeigt, dass sich im Berichtsmonat August der von Media Focus total erfasste Werbedruck um einen Indexpunkt auf 199 zurückbildet. Positive Bilanz hingegen zieht zum einen das Medium Internet mit einem kontinuierlichen Zuwachs von 3 auf 295 (292) Indexpunkte.

GEMI Der Goldbach-Index zeigt, dass sich im Berichtsmonat August der von Media Focus total erfasste Werbedruck um einen Indexpunkt auf 199 zurückbildet. Positive Bilanz hingegen zieht zum einen das Medium Internet mit einem kontinuierlichen Zuwachs von 3 auf 295 (292) Indexpunkte. Radio legt um einen Indexpunkt auf 264 zu, während Teletext wiederum mit einer Zunahme von 9 Punkten auf 149 (140) aufwartet. TV sinkt stärker als im Vormonat, und zwar um 3 auf 460 (463) Indexpunkte. Damit sinkt auch der Index der elektronischen Medien insgesamt um 2 Punkte auf 437 (439).
Der von Goldbach Media initiierte Index für den Werbedruck im Gesamtmarkt und die elektronischen Medien basiert zu 100 Prozent auf den monatlich erfassten und publizierten Media-Focus-Daten.
Der GEMI informiert über die indexierte Entwicklung der diversen elektronischen Medien im Vergleich zum Gesamtmarkt seit der Einführung des ersten Werbefensters 1993 (Adscreen Dezember 2004 durch AIS, keine Erhebung).
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Bis zum Rausschmiss

Barbara Lüthi, die China-Korrespondentin von SF, ist für eine mutige Reportage mit dem Award «CNN-Journalist of the Year 2008» ausgezeichnet worden.

Die Entwicklung in China interessiert Barbara Lüthi schon seit vielen Jahren. Auf der einen Seite zeigt China eine wahnsinnige Dynamik mit einem gigantischen Wirtschaftswachstum, auf der anderen Seite sind die Bauern, die fast nichts haben und durch Landenteignungen sogar noch schlechtergestellt werden. «Diese Schere interessiert mich und gleichzeitig die Schwierigkeit, aus diesem Land zu berichten», meint die China-Korrespondentin des Schweizer Fernsehens.
Für einen «Rundschau»-Beitrag über «Landenteignung in China» ist sie jetzt von CNN als Journalistin des Jahres ausgezeichnet worden. Über 300 Beiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat eine Jury mit namhaften Chefredaktoren von Focus, SF, RTL, National Geographic, DW-World, ORF und Süddeutsche Zeitung bewertet.
Im Bereich Print hat Alexander Stefanidis mit der ersten Reportage über Barack Obamas Grossmuter in Kenia gewonnen. Die Story ist bis jetzt 40 Mal gedruckt «und endlos abgeschrieben» worden, wie Jurymitglied Ueli Haldimann in seiner Laudatio wusste. Dem letztjährigen Gewinner Chris¬toph Feuerstein wurden nach seinen Recherchen zu Natascha Kampusch «vier Buchverträge angeboten». Eine hochkarätige Runde also, in der die Schweizer Journalistin als Gesamtsiegerin hervorgegangen ist. Einen Kategoriensieg TV konnte sie bereits 2005 mit einer Reportage über die Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken verbuchen.
Barbara Lüthi hat in Zürich Wirtschaftswissenschaften sowie in Sydney Sprachen studiert. Nach dem Einstieg als VJ bei verschiedenen Stationen ist sie 2001 zur «Rundschau» gekommen und jetzt seit 2006 in Peking. Ihr Mann Tomas Etzler arbeitet als Korrespondent für das tschechische Fernsehen. Für ihre Recherchen arbeitet Lüthi mit einer chinesischen Produzentin zusammen. Sie findet es wichtig, für einheimische Kollegen im Land der beschränkten Meinungsfreiheit als Spachrohr zu wirken. Manchmal müsse sie diplomatisch sein, wenn Lüthi mit Behörden zu tun hat. «Aber ich kämpfe dafür, dass man ungerechte Dinge aufdecken kann, und dafür bin hier nominiert», erklärte sie bei der Award-Show.
Ihre Geschichten handeln meist vom Gegensatz von Stadt und Land. «Darum bin ich dort. Es gibt Dollarmillionäre und Bauern, die gar nichts haben.» Darüber zu reden macht für Barbara Lüthi Sinn. Angst hat sie keine. «Das Schlimmste, was mir passieren kann, ist, dass ich ausgewiesen werde.»
Andreas Panzeri
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Post für besten Schweizer Geschäftsbericht ausgezeichnet

Ein Team der Fachhochschule Nordwestschweiz erstellte dieses Jahr zum siebten Mal in Folge ein Rating zur Qualität der Geschäftsberichte von Schweizer Unternehmen. Zum Sieger wurde die Post erkoren, gefolgt von Georg Fischer und Holcim auf Platz 2 und 3.

Ein Team der Fachhochschule Nordwestschweiz erstellte dieses Jahr zum siebten Mal in Folge ein Rating zur Qualität der Geschäftsberichte von Schweizer Unternehmen. Zum Sieger wurde die Post erkoren, gefolgt von Georg Fischer und Holcim auf Platz 2 und 3.
Die Studie untersuchte die Geschäftsberichte der grössten Schweizer Unternehmen sowie einiger ausgewählter KMU auf ihre Unternehmensführung. Geprüft wurden soziale, ökologische und ökonomische Aspekte.
Die Studie messe der Unternehmungsführung einen hohen Wert bei und orientiere sich inhaltlich am internationalen Nachhaltigkeitsstandard der Global Reporting Initiative (GRI), so eine Mitteilung der FHNW vom Mittwoch.

Konstanter Werbemonat August

Gegenüber dem Vorjahresniveau ist der Werbedruck um 1,2 Prozent auf 231 Mio. CHF gestiegen. Das kumulierte Plus seit Jahresbeginn beträgt 5,9 Prozent.

Mediafocus Gegenüber dem Vorjahresniveau ist der Werbedruck um 1,2 Prozent auf 231 Mio. CHF gestiegen. Das kumulierte Plus seit Jahresbeginn beträgt 5,9 Prozent. Wie bereits im Juli profitierte der Schlüsselmarkt Getränke vom werbeintensiven Produktelaunch (Rivella gelb) – plus 34,8 Prozent. Der Schlüsselmarkt Unterhaltungselektronik/Foto/Film steigerte seinen Bruttowerbedruck um 38,7 Prozent. Zudem weisen die Märkte Tabak (+100,3 Prozent), Dienstleistungen (+22,4 Prozent) und Kosmetik/Körperpflege (+16,9 Prozent) im Werbemonat August 2008 eine sehr positive Entwicklung aus.
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Flops der Woche

Das kann nur ein Inserat. Nachspiel zu Schweizer Wettbewerb lässt Italien hoffen.

Auf diese Idee ist beim Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat» des Verbands der Schweizer Presse niemand aus dem Talentschuppen unserer kreativen U-28-Mannschaft gekommen. Die Idee wäre wohl nur als ein schlechter Witz verstanden worden. Tatsächlich wurden in der italienischen Presse sowie in der englischen Financial Times zu Beginn dieser Woche Inserate geschaltet, in welchen der Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi einen Käufer für die vom Grounding bedrohte Alitalia suchte. Unzählige Male wurde in den letzten zwei Jahren über das drohende Ende der Gesellschaft spekuliert, die in guten Zeiten sogar den Papst mehrmals rund um die Welt geflogen hatte. Ob jetzt am Erscheinungstag dieser Werbewoche die Wahrheit endgültig wurde, konnte bei Redaktionsschluss noch nicht verbindlich bestätigt werden.
Als Fachorgan der Kommunikationsbranche wagen wir aber zu hoffen, dass die Idee mit dem Inserat doch noch ein echt italienisches Wunder vollbringt. Ein Löwe in Gold für diese Anzeige wäre in Cannes im nächsten Frühling das Mindeste, obwohl die kreative Gestaltung des Alitalia-Inserats kaum über ein bisschen Spiel mit Typo und Logo hinausgeht, wie wir in der La Stampa sehen konnten. Auch an einen gesamteuropäischen Effie müsste man aber in jedem Fall denken, wenn mit diesem Inserat zum Verkauf der Alitalia tatsächlich Tausende von Arbeitsplätzen gerettet werden könnten.

Riposa gibts den Seinen im Schlaf

Euro RSCG hat mit Snap Film einen traumwandlerischen Spot für Rückenmatratzen der Marke Riposa gedreht.

Der Claim in der Werbung für Riposa heisst «für einen starken Rücken». Um dieses Argument zu kommunizieren, hat Euro RSCG auf die Idee «Trainieren Sie Ihren Rücken im Schlaf» gesetzt.
Für Snap Film war diese Story quasi ein gemachtes Bett, um wieder mal einen ziemlich ausgeschlafenen Spot realisieren zu können. «Mit dem Spot für Riposa können wir zeigen, dass wir nicht nur eine Produktion für lustige Comedy-Filmchen sind, sondern auch die Leute haben, um stilvolle Spots mit grossen Bildwelten zu drehen», freut sich Michael Kindermann bei Snap Film in Zürich. Das Riposa-Projekt war für ihn wie massgeschneidert für Nico Beyer. Dieser internationale Top-Regisseur ist neu im Portfolio von Snap – aber schon seit über 17 Jahren im Geschäft. Mit Kindermann hat Beyer schon 1992, damals noch in Hamburg, gearbeitet. Jetzt hat man sich wieder gefunden. Neben der Vertretung von Nico Beyer in der Schweiz ist Snap Film auch für den asiatischen Markt, den Mittleren Osten sowie für «einige europäische Länder zuständig», wie Kindermann erklärt. Da in diesen Tagen auch ein Kontrakt mit Frank Brendel abgeschlossen wurde, macht Snap seine Absicht deutlich, in Zukunft von der Schweiz aus vermehrt auch internationale Filme zu realisiseren.
>Zum Spot
Beim Riposa-Spot treiben Menschen Sport, während sie schlafen. Sie illustrieren damit den Kampagnengedanken, im Schlaf den Körper zu stärken. Gedreht wurde im Zürcher Hallenbad City und auf dem Sportplatz Sihlhölzli mit einer Highspeed-Kamera. Die Phantom ist für militärische Zwecke entwickelt worden und zeichnet 1000 Bilder pro Sekunde auf. Da in der Nacht gedreht wurde, brauchte es viel zusätzliches und gekonnt eingesetztes Licht. Im Hallenbad musste die Kamera auch unter Wasser funktionieren. Als Darsteller wirkten Sportprofis, die auch mit geschlossenen Augen ein absolut sicheres Körpergefühl zeigen konnten.
Andreas Panzeri

Nico Beyer, der für Snap Film und Euro RSCG den Riposa-Spot realisiert hat, drehte auch schon für Unternehmen wie Lexus, Mercedes, MTV, BMW, Lucky Strike, Nike, Panasonic, Nissan, Coca-Cola oder Swatch. Beyer arbeitet gern mit neuen visuellen Ideen und sucht stetig nach neuen Techniken und Umsetzungsmöglichkeiten. Beyer studierte Grafik und Design, bevor er als Video-Artist zu arbeiten anfing.

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