Olivier Père wird neuer künstlerischer Leiter des Filmfestivals von Locarno

Der 37-jährige Franzose Olivier Père wird neuer künstlerischer Leiter des Filmfestivals von Locarno. Dies entschied der Verwaltungsrat des Internationalen Filmfestivals von Locarno am Donnerstag im Rahmen einer ausserordentlichen Sitzung. Père, zurzeit Leiter der «Quinzaine des réalisateurs» von Cannes, wird den Posten nach dem nächstjährigen Festival übernehmen.

Der 37-jährige Franzose Olivier Père wird neuer künstlerischer Leiter des Filmfestivals von Locarno. Dies entschied der Verwaltungsrat des Internationalen Filmfestivals von Locarno am Donnerstag im Rahmen einer ausserordentlichen Sitzung. Père, zurzeit Leiter der «Quinzaine des réalisateurs» von Cannes, wird den Posten nach dem nächstjährigen Festival übernehmen. Er löst Frédéric Maire ab, der ab 1. November 2009 die Leitung der Cinémathèque suisse übernehmen wird.
Olivier Père wurde 1971 in Marseille geboren und ist französischer Staatsbürger. Er studierte Geisteswissenschaften an der Pariser Sorbonne-Universität. Nach einem Wechsel 1995 zur Cinémathèque française wurde er bald Programm-verantwortlicher und organisierte zahlreiche Hommagen und Themenzyklen. Ab 1997 arbeitete er für die Kulturzeitschrift «Les Inrockuptibles», für die er regelmässig über Kino, Fernsehen und DVD schreibt. Seit 2004 ist Olivier Père Leiter der Quinzaine des Réalisateurs, der unabhängigen Programmsektion des Festivals von Cannes.
«Meine Funktion als künstlerischer Leiter des Festivals von Locarno wird es mir ermöglichen, mich der Entdeckung und Förderung des jungen internationalen Autorenfilms zu widmen», kommentierte Père seine Wahl in einem Communiqué des Festivals. «Damit ist gleichzeitig die Möglichkeit verbunden, meiner Bewunderung für die Arbeit der bedeutendsten Autoren der Filmgeschichte Ausdruck zu geben.»
Olivier Père wird seine Funktion am 1. September 2009 übernehmen.
(Bild: Festivalpräsident Marco Solari präsentiert seinen neuen Mitarbeiter am Donnerstag den Medien, Keystone)

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Weltweiter Zeitungsmarkt ist im Aufwind

Der weltweite Zeitungsmarkt ist nach Angaben des Weltverbandes der Zeitungen WAN im Aufwind. Der Umsatz der Zeitungen werde bis 2012 von 186,2 Milliarden Dollar auf 207,8 Milliarden Dollar zulegen, so der Präsident des WAN, Gavin O’Reilly, auf dem Kongress der deutschen Zeitungsverleger in Berlin.

Der weltweite Zeitungsmarkt ist nach Angaben des Weltverbandes der Zeitungen WAN im Aufwind. Der Umsatz der Zeitungen werde bis 2012 von 186,2 Milliarden Dollar auf 207,8 Milliarden Dollar zulegen, so der Präsident des WAN, Gavin O’Reilly, auf dem Kongress der deutschen Zeitungsverleger in Berlin. «Das Bild von einer kriselnden Branche führt in die Irre», wird O’Reilly in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert. Als Bedrohung könnten sich allerdings die Gratisblätter erweisen. In Europa seien schon 23 Prozent der Zeitungen kostenlos. Die Verleger sollten dies genau so ernst nehmen wie Internet oder mobile Kommunikation.
Das Internet birgt nach O’Reillys Überzeugung vor allem Chancen für Zeitungsmarken, wie in der Süddeutschen Zeitung zu lesen ist. Einerseits würden Onlinenutzer Print-Werbung als doppelt so glaubwürdig einschätzen wie Internet-Anzeigen, andererseits würden die Kombination mit Onlineauftritten den Zeitungshäusern Reichweitenzuwächse von 100 Prozent bringen – mehr als bei jeder anderen Kombination zweier Medien.

Hansgrohe ernennt Flowcube zur Pressestelle

Die Kommunikation im Hause Hansgrohe wird neu geregelt: Seit 1. September ist die Zürcher Agentur Flwocube mit dem Führen der Pressestelle des grossen Sanitäranlagenherstellers mit Hauptsitz im Schwarzwald betraut.

Die Kommunikation im Hause Hansgrohe wird neu geregelt: Seit 1. September ist die Zürcher Agentur Flwocube mit dem Führen der Pressestelle des grossen Sanitäranlagenherstellers mit Hauptsitz im Schwarzwald betraut. Neu stehen die Kommunikationsspezialisten an der Grüngasse für alle Belange im Zusammenhang mit dem Unternehmen und den Marken Hansgrohe, Axor und Pharo zur Verfügung.

Hofer Kommunikation präsentiert Kulturgut auf St. Petersinsel

Hofer Kommunikation hat zusammen mit der Burgergemeinde Bern einen Reiseführer für die St. Petersinsel realisiert. Der Guide vereint auf über 60 Seiten Texte verschiedener Autoren zu Geschichte, Kultur, Geografie, Natur, Architektur und Tourismus der Halbinsel.

Hofer Kommunikation hat zusammen mit der Burgergemeinde Bern einen Reiseführer für die St. Petersinsel realisiert. Der Guide vereint auf über 60 Seiten Texte verschiedener Autoren zu Geschichte, Kultur, Geografie, Natur, Architektur und Tourismus der Halbinsel, wie es in einer Mitteilung der Berner Agentur heisst.
Seit fast 500 Jahren ist die St. Petersinsel im Besitz der Burgergemeinde Bern. Diese investiert regelmässig Geld in den Erhalt des Kulturgutes. Jüngst wurde das zu den «Swiss Historic Hotels» gehörende Hotel im ehemaligen Inselkloster renoviert. Dies war laut Mitteilung auch der Anlass für den neuen Reiseführer.
Verantwortlich bei Hofer Kommunikation: Daniel Martin (Junior AD), Philippe Oesch (Text), Diana Brand (Beratung und Projektleitung), Mike Niederhauser (Fotograf). Verantwortlich bei der Burgergemeinde Bern: Projektkommission Buch, Martin Steiner (Leitung).

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Yahoo interessiert sich wieder für AOL

Nach der geplatzten Übernahme durch Microsoft erwägt Yahoo offenbar, die Fusionsgespräche mit AOL wieder aufzunehmen. Der neue Yahoo-Verwaltungsrat habe einer neuen Verhandlungsrunde zugestimmt, berichtete die Financial Times ohne Angaben von Quellen.

Nach der geplatzten Übernahme durch Microsoft erwägt Yahoo offenbar, die Fusionsgespräche mit AOL wieder aufzunehmen. Der neue Yahoo-Verwaltungsrat habe einer neuen Verhandlungsrunde zugestimmt, berichtete die Financial Times ohne Angaben von Quellen.
Die beiden IT-Riesen haben bereits im Frühling über eine Kombination ihrer Angebote gesprochen. Zu dieser Zeit war Yahoo akut übernahmegefährdet: Microsoft bot 40 Milliarden Dollar. Dieses Angebot wies die Führungsspitze um Yahoo-Boss Jerry Yang jedoch mehrfach zurück. Dafür lotete sie andere Möglichkeiten aus, beispielsweise eine Zusammenarbeit mit AOL. In der Folge brach Microsoft die Verhandlungsgespräche frustriert ab. Die brachte Yahoo Kritik verschiedener Grossaktionäre ein.
Am Stärksten kritisierte US-Investor Carl Icahan den geplatzten Deal mit Microsoft. Er erreichte schliesslich drei Sitze für sich und seine Vertreter im neu gewählten Yahoo-Verwaltungsrat. Über das Gremium will er Druck auf Yahoo-Chef Jerry Yang ausüben, denn er ist noch immer am Deal mit Microsoft interessiert. Im Fernsehen sagte er letzte Woche, dass Yahoo etwas mit Microsoft unternehmen müsse – oder Google würde sie beide töten.

«Tag und Nacht» ist den Zuschauern zu schnell

Die neue SF-Soap «Tag und Nacht» scheint einen schweren Start zu haben. Die letzte Folge verfolgten noch 343'000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 22,4 Prozent entspricht. SF-Direktorin Ingrid Deltenre zeigt sich darüber nicht besorgt.

Die neue SF-Soap «Tag und Nacht» scheint einen schweren Start zu haben. Die letzte Folge verfolgten noch 343’000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 22,4 Prozent entspricht. Damit fielen die Zuschauerwerte im Vergleich zu den ersten beiden Folgen rapide ab: Die Auftaktsendung verfolgte rund eine halbe Million Zuschauer, die zweite Folge lockte doch noch 445’000 Zuschauer vor den Fernseher.
«Zu austauschbar, zu wenig Swissness, und die Handlung ist für viele Zuschauer zu schnell», kritisiert der TV-Soap-erfahrene Schauspieler Gilles Tschudi laut Gratiszeitung News. Beat Schlatter, der ebenfalls bereits in einer TV-Soap mitgespielt hat, hat eine andere Erklärung für die niedrige Quote: «Eine Ärztegeschichte kann nicht eine so breite Altersgruppe abholen wie eine Familiensaga.»
SF-Chefin Ingrid Deltenre lässt die Kritik nur teilweise gelten und betont gegenüber News, dass die Ärzte-Soap zeige, was man in der Schweiz zu produzieren fähig sei: eine moderne Inszenierung. An der Tonqualität müsse jedoch noch geschraubt werden, schiebt sie ungefragt nach. Und auch am Tempo müsse noch gearbeitet werden, diese Kritik komme häufig, auch bereits bei den internen Tests. Man habe bereits das Schnitttempo entschleunigt, aber wahrscheinlich sei es für ältere Zuschauer noch immer zu schnell.
Die tiefe Quote scheint Deltenre jedoch nicht gross zu beunruhigen: «In der Lancierungsphase kann die Quote auch noch stärker sinken, ohne dass wir uns Sorgen machen müssen», so die Fernsehdirektorin gegenüber der Gratiszeitung.
Die Serie hatte bereits vor dem Start für negative Schlagzeilen gesorgt, als die Hauptautorin Katja Früh wegen zu geringen finanziellen Mitteln ihren Ausstieg bekanntgegeben hatte.
«Tag und Nacht» wird jeweils am Freitagabend um 21 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt.
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Zu guter Letzt: Als sich das Rauchen noch richtig lohnte

Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen, aber es gab Zeiten, da hielt ein Grossteil der Weltbevölkerung den Marlboro Man für den coolsten Typen überhaupt. Das Rauchen einer Zigarette bedeutete damals noch Freiheit. Mit jedem Zug fühlte man sich seinen Vorbildern in Hollywood näher.

Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen, aber es gab Zeiten, da hielt ein Grossteil der Weltbevölkerung den Marlboro Man für den coolsten Typen überhaupt. Das Rauchen einer Zigarette bedeutete damals noch Freiheit. Mit jedem Zug fühlte man sich seinen Vorbildern in Hollywood näher. Und diese wurden für die Werbewirkung ihrer Teerinhalationsgebaren fürstlich entlöhnt.
Fast 200 Hollywood-Stars standen im «Goldenen Zeitalter» der Traumfabrik an der Westküste auf der Gehaltsliste der Tabakkonzerne wie American Tobacco, Reynolds, Liggett & Myers und anderer. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie hervorgeht, wurden Stars wie Gary Cooper, Clark Gable, Joan Crawford oder Spencer Tracy dafür mit extrem hohen Beträgen geködert. Lange geheim gehaltenen Unterlagen der Tabakfirmen weisen die Crème de la Crème Hollywoods nämlich als grosszügig bezahlte Werbeträger aus.
Gemäss der in der britischen Zeitschrift Tobacco Control erschienenen Studie zahlte American Tobacco allein in der Saison 1937/38 insgesamt 218’750 Dollar an Stars, um die Marke Lucky Strike zu bewerben – das entspräche heute etwa 3,2 Millionen Dollar.
Heute ist man den Rauchern überall auf den Fersen. Sogar Clark Gable, und sogar der Marlboro Man könnten nicht mehr im Saloon rauchen, wenn am nächsten Sonntag die «Initiative gegen Passivrauchen» angenommen wird. Schlägt sich denn niemand auf die Seite der Stars und Cowboys??

Arbeiten von Publicis und Ruf Lanz ins Lürzer’s Archiv aufgenommen

Gleich zwei Schweizer Agenturen haben es ins Lürzer’s Archiv geschafft. Von Publicis wurden sowohl die Grillsaison-Kampagne für Migros als auch Die B to B Kampagne für Xeroprint archiviert. Ruf Lanz hat es mit der Airport-Outlet-Kampagne geschafft.

Gleich zwei Schweizer Agenturen haben es ins Lürzer’s Archiv geschafft. Von Publicis werden sowohl die Grillsaison-Kampagne für Migros als auch Die B to B Kampagne für Xeroprint archiviert. In Letzterer werden «kopierte» Inserate einander gegenüber gestellt. Wie sich derartige Resultate einfacher und schneller erzielen lassen, zeigt die Lösung des Spezialisten für Dokument-Management auf.
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Von Ruf Lanz wurde die Airport-Outlet-Kampagne in das Archiv aufgenommen. Sie dramatisiert den Umzug des Outlets auf das Land – anhand von echten Bäuerinnen und Bauern, welche eine erstaunliche modische Verwandlung durchgemacht haben. Die Kampagne wurde von AD Grit Wolany und Texter Torsten Maas unter der Leitung von CD Markus Ruf entwickelt. Die Fotografie stammt von Stefan Minder, die Bildbearbeitung von Süsstrunk & Jericke.
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Wenn die SVP Golf spielt …

Wenn Rechtsbürgerliche schreiben, verwandeln sich Vorurteile in Gewissheiten, unabhängig davon, ob sie sich über FAM, Golf oder Leserzahlen auslassen. Gastkommentar von Hans Stutz, freier Journalist.

Die unergiebigste Disziplin des Deutschschweizer Journalismus heisst FAM-Bashing, das Kleinschreiben von Frank A. Meyer, seit 36 Jahren Lohnabhängiger im Ringier-Konzern. Diese Textsorte, die ausschliesslich in der Region Millionen-Zürich gepflegt wird, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Journalist gestützt auf irgendwelche Infohäppchen zu Spekulationen über Meyer und den Ringier-Konzern abhebt, wobei seit längerem weder der Ausdruck Chefideologe noch Strippenzieher, noch Türöffner, noch moralisches Sprachrohr fehlen darf, auch nicht der Hinweis, dass das Boulevardblatt heute nicht mehr den hetzerischen Journalismus der 80er- und der ersten Hälfte der 90er-Jahre betreibe und folglich nicht mehr «der Geldesel» von einst sei.
Wie immer man FAMs journalistischen Leistungsausweis auch einschätzt, die gegen ihn verfassten Geschichten sind eindeutig schlechter. Eine neue Höchstleistung dieser nichtsnutzigen Tiraden veröffentlichte unlängst die Weltwoche. Redaktor Andreas Kunz wollte dort dem Leser weismachen, dass Meyer dem Ringier-Konzern einen Schaden von rund 300 Millionen Franken zugefügt habe, von allenfalls entstandenen Erträgen erwähnte er kein Wort. In seinem Ringier-Buch zitiert Karl Lüönd allerdings einen Ringier-Kadermann: «Über die Jahre hinweg hat der Nutzen den Schaden klar übertroffen.» Tatsache ist, dass Ringier in den vergangenen Jahren unermüdlich gewachsen ist (Umsatz 2007 rund 1,46 Milliarden Franken) und meist schwarze Zahlen schrieb (2007: Jahresgewinn nach Steuern rund 102 Millionen). Dem Ringier-Konzern geht es also besser als der Weltwoche Verlags AG.
Hobbypsychologen mögen das FAM-Bashing als Neid deuten, doch Kunz will Meyer kleinschreiben, weil ihm dessen politische Grundausrichtung missfällt. Sein Vorwurf: Meyer fehle «ein überaus wichtiges journalistisches Gut: Volksnähe». Nun könnten wir ja maliziös zurückfragen: Ist es Volksnähe, wenn ein Verleger/Chefredaktor durch gute Kontakte mit einem hemdsärmeligen Milliardär auffällt, ja dessen politische Agenda wöchentlich nachvollzieht?
Aber lassen wir das und überprüfen einmal die Verwendung des Begriffes «Volksnähe» in den Schweizer Printmedien. Gerade 156mal wurde das Wort in den vergangenen zwölf Monaten verwendet, vorwiegend in Texten über ausländische Politiker. Falls der Begriff im Schweizer Politjournalismus vorkommt, dann mehrheitlich im Zusammenhang mit der SVP. In durchaus erhellenden Zusammenhängen. So schreibt der Weltwoche-Medien- und SonntagsZeitung-Golfkolumnist Kurt W. Zimmermann über das Golfturnier der Eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier: Anwesend vier SVP-Männer, eine SVP-Frau und ein FDP-Mann. «Keine drei Prozent» der Volksvertreter, stellt Zimmermann konsterniert fest. Dies sei erstaunlich wenig, wenn man wisse, «dass Golf inzwischen auch in der Schweiz auf dem Weg zum Volkssport» sei. Wirklich? Als Beleg führt Zimmermann an: «Deutlich mehr als drei Prozent der Unternehmer, Spitzenmanager, Topbeamten und Bundesrichter spielen Golf.» Es sei kein Wunder, «dass im parlamentarischen Golfbetrieb die SVP-Mannen dominieren. Die SVP schaut ja dem Volk von allen Parteien am besten aufs Maul.»
Und das gilt bei Zimmermann als Kompliment. Als Medienkolumnist erweckt er ja auch den Eindruck, dass journalistischer Erfolg ausschliesslich durch Leserzahlen ausgewiesen werde. Und folglich Blätter, die ihm links und zuwider sind, dem Untergang entgegentaumeln. Der Tages-Anzeiger: Die Leser hätten «massiv Reiss¬aus» genommen wegen eines «unsinnigen Veitstanzes in der sozialistischen Ecke». Der Beobachter: Die Redaktion habe nicht mehr beraten, sondern belehren wollen: «Klimakatastrophe, Atomkraftwerke und Kriminalität» seien zu «schwerblütigen Dauerthemen» geworden. Und die Schweizer Illustrierte präsentiere sich als «Grundsatzblatt des Tiefsinnig-Ernsthaften». Und folglich seien die Blätter durch Leserverlust bestraft worden. Nicht erwähnt hat Zimmermann sein Leibblatt Weltwoche, das ja prozentual annährend gleich viel verloren hat.

60 Jahre Ogilvy

Nachdem David Ogilvy sich als Koch, Vertreter, Diplomat und Farmer versucht hat, beginnt er im Alter von 38 noch einmal eine völlig neue Karriere: als Werber. Genauer gesagt als Werbetexter.

Nachdem David Ogilvy sich als Koch, Vertreter, Diplomat und Farmer versucht hat, beginnt er im Alter von 38 noch einmal eine völlig neue Karriere: als Werber. Genauer gesagt als Werbetexter. Er gründet am 23. September 1948 in New York die Agentur Hewitt, Ogilvy, Benson & Mather und kreiert im Laufe der Jahre eine Vielzahl an heute zu Klassikern gewordener Texte, Slogans und Headlines. Darunter seine wohl berühmteste Headline für Rolls-Royce «At 60 miles an hour the loudest noise in this new Rolls-Royce comes from the electric clock».
60 Jahre nach der Firmengründung feierten in 120 Ländern über 15 000 Mitarbeitende das Jubiläum mit einer weltweiten virtuellen Party.
Ein anderer Satz, «Mut zur Innovation. Veränderungen sind unser Lebenselixier. Stillstand unsere Totenglocke», lässt erahnen, warum David Ogilvy von Anfang an so erfolgreich war und warum Ogilvy als weltweites Agenturnetzwerk auch heute noch erfolgreich ist.

Druckindustrie lädt zur Medienproduktionstagung ein

Der Verband Schweizer Druckindustrie VSD führt am Dienstag, 25. November 2008, im Kongresshaus Biel zum dritten Mal das Publishing-Forum durch. Der Fachkongress mit den Themenschwerpunkten Farbmanagement, Standardisierung und Automation wird diesmal durch eine themenspezifische Ausstellung ergänzt.

Der Verband Schweizer Druckindustrie VSD führt am Dienstag, 25. November 2008, im Kongresshaus Biel zum dritten Mal das Publishing-Forum durch. Der Fachkongress mit den Themenschwerpunkten Farbmanagement, Standardisierung und Automation wird diesmal durch eine themenspezifische Ausstellung ergänzt. Zwischen den einzelnen Vortragsblöcken zeigen Hersteller und Lieferanten in ihren Produktpräsentationen, wie Produktionsprozesse besser geplant und gesteuert werden können.
Zudem will der Anlass aufzeigen, welches Potential in der «Fehlervermeidung» schlummert, und wie optimale Arbeitsabläufe und Schnittstellen die Produktionssicherheit stärken. Das komplette Tagungsprogramm ist auf der Webseite des VSD einsehbar.

Comedia solidarisiert sich mit der Belegschaft von Tele Bärn

Vor knapp einer Woche forderten die Journalisten, Techniker und Administrationsangestellten von Tele Bärn von ihrem Arbeitgeber bessere Arbeitsbedingungen und die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen. Nun hat sich die Gewerkschaft Comedia in einem Communiqué mit der Belegschaft solidarisch erklärt.

Vor knapp einer Woche forderten die Journalisten, Techniker und Administrationsangestellten von Tele Bärn von ihrem Arbeitgeber bessere Arbeitsbedingungen und die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen. Nun hat sich die Gewerkschaft Comedia in einem Communiqué mit der Belegschaft solidarisch erklärt.
Der Zürcher Medienkonzern Tamedia stehe als Tele Bärn-Besitzer bei der Belegschaft im Wort, schreibt die Comedia. Nach der Übernahme der Espace Media Groupe Anfang 2008 habe der Espace-Chef zugesichert: «Gleiches Haus, gleiche Regeln». Nun müsse dieses Versprechen, nämlich die Anhebung der Löhne auf Tele Züri-Niveau, ohne Wenn und Aber eingehalten werden.
Die Tele Bärn-Belegschaft sei in mehrfacher Hinsicht benachteiligt: Die Löhne lägen zu tief, die Arbeitszeit-Regelung sei ungenügend und die Weiterbildungsmassnahmen seien mangelhaft.
Konkret schreibt Comedia:
«Die Löhne sind im Vergleich zu Tamedia-Sendern im Raum Zürich bis zu 800 Franken tiefer, die Einstiegslöhne liegen in Bern ab 2009 bei 4600 Franken monatlich. Diese Schlechterstellung ist nicht zu rechtfertigen und muss durch rasche Anpassungen korrigiert werden.
Benachteiligt sind die Beschäftigten in Bern auch in Bezug auf die Arbeitszeit-Regelungen. Zu Recht wird gefordert, dass Pikettdienste an die Arbeitszeit angerechnet werden und dass Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit mit einem Zeitzuschlag von 25 Prozent kompensiert werden kann.
Dringend nötig sind auch Verbesserungen bei der Weiterbildung. Die permanente berufliche Weiterbildung muss während der Arbeitszeit erfolgen, für die individuelle Weiterbildung müssen alle zwei Jahre mindestens fünf bezahlte Arbeitstage gewährt werden.»
Die Gewerkschaft schliesst mit der Anmerkung, dass Tele Bärn nach der Neukonzessionierung mehr als 2,2 Millionen Franken öffentliche Gebührengelder kassieren werde und dass der Mutterkonzern glänzende Zahlen schreibe und Rekordgewinne verbuche.
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