Skype erhält Konkurrenz: Google integriert Videotelefonie in seinen Maildienst

Google hat seinen E-Mail-Dienst Gmail um Voice- und Video-Chat erweitert. Ab Mittwoch können kostenlose Gespräche über das Internet geführt werden, ohne in eine andere Anwendung oder ein anderes Konto zu wechseln.

Google hat seinen E-Mail-Dienst Gmail um Voice- und Video-Chat erweitert. Ab Mittwoch können kostenlose Gespräche über das Internet geführt werden, ohne in eine andere Anwendung oder ein anderes Konto zu wechseln. Für die Benutzung wird, neben einer Webcam, ein Plugin für den Webbrowser benötigt. Voraussetzung ist ein Google-Mail-Account. Freigeschaltet wird der Service über den Optionen-Button im Gmail-Chatfenster.
Der Suchmaschinenbetreiber macht mit dem neuen Chat-Dienst Skype Konkurrenz. Im Gegensatz zum Internettelefonie-Service muss für Googles Video-Chat keine neue Software heruntergeladen werden. Ausserdem bietet Skype keine weiteren Kommunikationsdienste, wie E-Mail, an. Längerfristig werde Skype seine Vormachtstellung aufgeben, oder dieses Problem lösen müssen, so der Berlecon- Research- Analyst Philipp Bohn gegenüber Pressetext.

Cannes: Neue Kategorie PR Lions ab 2009

Das internationale Werbefestival in Cannes führt im nächsten Jahr mit den PR Lions eine neue Kategorie für Public Relations ein. Präsident der ersten Jury wird der Brite Lord Tim Bell. Die Gewinner der ersten PR Lions werden am 22. Juni zusammen mit den Gewinnern der Direct und Promo Lions geehrt.

Das internationale Werbefestival in Cannes führt im nächsten Jahr mit den PR Lions eine neue Kategorie für Public Relations ein. Präsident der ersten PR-Lions-Jury wird der Brite Lord Tim Bell. Die PR Lions sollen die Kreativität im «Reputation Management» und damit bei der Schaffung von Vertrauen zwischen Individuen, Unternehmen und ihren Kunden würdigen. Eingereichte Projekte werden nach Strategie, Kreativität & Originalität, Ausführung und Resultaten bewertet und ausgezeichnet. Die Gewinner der ersten PR Lions werden am 22. Juni 2009 zusammen mit den Gewinnern der Direct und Promo Lions geehrt. Das 56. International Advertising Festival dauert nächstes Jahr vom 21. bis am 27. Juni.
Die Einführung der PR Lions kommt nicht ganz überraschend. Die Eröffnung der neuen Kategorie sei bereits eine Weile auf dem Radar der Führungsequippe in Cannes gewesen, schreibt Festival-Geschäftsführer Philip Thomas in einer Mitteilung. Doch wie jede neue Kategorie habe die Einführung Zeit benötigt, um das Niveau garantieren zu können, das man selbst erwarte und das vom Festival erwartet werde. Doch die Zeit sei jetzt reif und man fühle sich geehrt, Lord Tim Bell als ersten Jurypräsidenten zu haben.
Lord Tim Bell ist eine der bekanntesten Figuren der britischen Kommunikationsgilde. Er war 1970 beteiligt bei der Gründung von Saatchi & Saatchi und baute die Agentur bis 1981 zum grössten Agenturnetzwerk der Welt aus. 1979 und 1983 führte er die Wahlkampagne der britischen Konservativen. 1987 wandte sich Margareth Thatcher persönlich an Bell, als die Konservativen in den Wahlen grosse Verluste einzufahren drohten. Nach einem Zwischenspiel im englischen Parlament Ende der 70er Jahre wurde er 1985 stellvertretender Vorsitzender von The Lowe Group. Jetzt ist er Verwaltungsratspräsident und Grossaktionär von Chime Communications, zu der Bell Pottinger Communications (vormals Lowe Bell) und dessen Schwesteragentur VCCP gehören.

Family Publishing: Alles aus einer Familie

Ob Mitarbeiterzeitschrift oder Newsletter, Dossier oder Kundenmagazin: Family Publishing macht auf den ersten Blick ersichtlich, aus welchem Unternehmen eine Publikation stammt.

Das Münchensteiner Unternehmen EBM verfolgt für alle ihre externen und internen Print- und Online-Medien das Konzept des Family Publishing. Nicht nur der Unverwechselbarkeit und Wiedererkennbarkeit des Unternehmensauftritts wegen, sondern auch, weil in den heutigen Märkten immer grössere Mengen von Inhalten verarbeitet werden und die Ansprechgruppen immer höhere Ansprüche an die Orchestrierung der Medien stellen. Jo Krebs, Leiter Public Relations der EBM, ist überzeugt: «Family Publishing ist ein effizientes und gelungenes System, um die Kommunikation von Unternehmen, die Holding- und Konzernstrukturen aufweisen und in verschiedenen Märkten tätig sind, zu managen.»
Family Publishing bedeutet keineswegs Einheitsbrei. Im Gegenteil: Wie Geschwister ganz besonders auch ihre Unterschiede pflegen, lebt Family Publishing von der Differenzierung, von der mediengerechten Aufbereitung der Inhalte und Formen. Mit Family Publishing erreichen Unternehmen eine hohe journalistische und gestalterische Qualität.
Gleichzeitig grenzen sie sich von «handgestrickten», zufälligen Lösungen ab. Family Publishing unterstützt die stringente Information und Kommunikation, weil die integrierten Medien auf denselben Gestaltungsrastern, Datengrundlagen und Prozessen aufbauen.
Kundenservice markant verbessert
Family Publishing eröffnet den verschiedenen am Markt tätigen EBM-Gesellschaften die Chance, bestimmte Inhalte nach differenzierten Ansprechgruppen dezentral zu verbreiten. Dazu können sie je nach Bedarf ganz gezielt die verschiedenen Medien aus dem Family Publishing einsetzen. Dies verkürzt Entscheidungswege, fördert die Qualität und erhöht die Aktualität.
Insgesamt können die Effizienz gesteigert und der Informationsservice für die Kunden markant verbessert werden. Deshalb wird Family Publishing künftig an Bedeutung gewinnen. Denn Print wird auch im kommenden Jahrzehnt das Push-Medium für Online-Inhalte bleiben und sich zunehmend mit digital angebotenen Medien verzahnen. «Umso wichtiger sind feste und klare Familienbande zwischen den einzelnen Unternehmensmedien und Unternehmensbereichen», betont Jo Krebs.
Julia Dieziger und Beat Schaller
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Interne Kommunikation: Mitarbeiterzeitschrift Insider, Newsletter Insider Flash und Insider Dossier.
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Externe Kommunikation: Kundenzeitschriften Strom und Electricité und Newsletter Stromflash.

Breit, breiter und jetzt aus einer Hand

Die Y&R-Gruppe kommuniziert, wieso die Publicitas ihre umfassende Fachkompetenz unter einem Dach bündelt.

Bei der Publicitas wird umgebaut. Neu wird das Know-how sämtlicher Bereiche unter einem Dach gebündelt. Die ideale Zeit also, um die umfassende Fachkompetenz auch in einer entsprechenden Dachmarkenkampagne zu demonstrieren. Unter dem Claim «Wir kennen die Medien» lanciert die Publicitas deshalb zusammen mit der Y&R-Gruppe eine internationale, nationale und regionale Kampagne. In dieser soll «das breite Wissen, das beim neuen Allmedia-Anbieter zusammen kommt», eindrücklich dargestellt und kommuniziert werden. Die Botschaft: In Zukunft werden sämtliche Dienstleistungen der Publicitas-Firmen im Print-, TV-, Radio-, Kino-, Internet- und Mobile-Bereich aus einer Hand angeboten.
Textanzeigen und Online-Werbemittel erzählen dazu in der Kampagne Fakten und Geschichten aus der Medienwelt – Erstaunliches, Wissenswertes, Skurriles, Intelligentes, Weltrekordverdächtiges. «Jedes Sujet beweist, wie gut Publicitas die Medien kennt, und thematisiert in der Copy denn auch konkrete Angebote und Dienstleistungen des Medienanbieters», erklärt CD Philipp Skrabal bei Advico Young & Rubicam.
Der Auftritt ist nach der neuen Corporate Identity der Zürcher Agentur SNK gestaltet und breit einsetzbar. Die Inserate werden nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit zu sehen sein. Neben den Anzeigen der Dachmarkenkampagne werden adaptierte Sujets auch als Füllinserate in verschiedenen Titeln und Formaten sowie als Online-Werbung erscheinen. Zudem entstehen wöchentlich neue Spezialanzeigen. Und schliesslich ist das Konzept derart flexibel, dass es problemlos in Online-Werbemitteln, Plakaten, Mailings oder Broadcasting umgesetzt werden kann. (pan)
Verantwortlich bei Publicitas für diese Kampagne sind Michael Schaefer als Head of Marketing Services und Christian Gartmann als Direktor Marketing & Communications.
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«Die bereits entwickelten 50 Inserate-Sujets sind erst der Anfang», freut sich Markus Gut, CCO bei der Y&R-Gruppe.

Ticketcorner vermarktet das Hallenstadion

Ticketcorner wird künftig die Anlässe im Hallenstadion über ihre Vertriebskanäle vermarkten und dafür rund 50 Prozent der Billettverkaufs des Hallenstadions abwickeln. Auch wird der Kartenverkäufer mit einer Billettverkaufsstelle dauernd im Hallenstadion präsent sein.

Ticketcorner und das Zürcher Hallenstadion gehen per 1. Januar 2009 eine strategische Partnerschaft ein. Ticketcorner wird die Vermarktung der Anlässe im Hallenstadion unterstützen und dafür mit einer bedienten Billettverkaufsstelle dauernd im Hallenstadion präsent sein. Damit arbeitet einer der führenden Schweizer Kartenverkäufer mit dem im deutschsprachigen Raum grössten Veranstalter von Innenanlässen zusammen. Ticketcorner ist bereits seit vielen Jahren Ticketing-Partner von wichtigen Hallenstadion-Kunden wie Good News, Mercedes CSI, Art On Ice, Sixdays, dem Super10Kampf und weiteren.
Die Kooperation sei eine Antwort auf die grossen Umwälzungen im internationalen Live-Entertainment-Markt, insbesondere auch im Ticketing, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Neu sei Ticketcorner eine Art «Eintrittsportal» für alle Anlässe im Hallenstadion: So soll mindestens die Hälfte aller Billette für Veranstaltungen im Hallenstadion über die Ticketcorner-Vertriebskanäle verkauft werden, darunter Call-Center, Ticketcorner.com und über 1400 Vorverkaufsstellen in der ganzen Schweiz. Damit werde man die Vermarktung der Anlässe im Hallenstadion markant verbessern, und die AG Hallenstadion erhalte dadurch auch einen Anteil von der Wertschöpfung im Live Entertainment Markt, heisst es weiter.
Zur Untermauerung dieser strategischen Partnerschaft wird Ticketcorner fünf Prozent des Aktienkapitals der AG Hallenstadion übernehmen. «Die Zusammenarbeit erfolgt mit der strategischen Zielsetzung, das Hallenstadion nachhaltig als eine führende Sport- und Live-Spielstätte in Europa zu verankern und unsere Anlässe bestmöglich und kundenorientiert zu vermarkten», wird Hallenstadion-Direktor Felix Frei in der Mitteilung zitiert. Mit Ticketcorner biete das Hallenstadion den Kunden eine der besten verfügbaren Marketingplattformen der Schweiz mit grossem Potential und hoher Kompetenz im Bereich Customer Relationship.

SFLB inszeniert für Tele viel Langeweile

Kann Langeweile lustig sein – und ist sie dann noch langweilig? Spillmann Felser Leo Burnett schafft den Spagat in drei TV-Spots für die TV-Zeitschrift Tele.

Die Vorbereitungen auf den Relaunch von Tele haben bei Axel Springer Schweiz (ASS) mehr als ein Jahr gedauert (siehe nebenstehenden Artikel), diese Woche aber ist es so weit: Das Heft erscheint in neuer Aufmachung, mit neuem Logo und teils auch mit erweitertem inhaltlichem Konzept. Nun holt ASS auch werblich zu einem Paukenschlag aus: Ab 13. November startet eine Kampagne, die von der Zürcher Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett kreiert wurde und für die ASS insgesamt gut eine Million Franken aufwirft. Die Agentur konzentrierte sich in der Kommunikation für Tele dabei vor allem auf den Programmteil. «Wir rückten den direkten Nutzen von Tele in den Vordergrund», sagt CD und Agenturmitinhaber Martin Spillmann. «Das Entdecken der Änderungen überlassen wir jedoch dem Konsumenten.»
Und so zeigt die Kampagne nun den Vorteil einer qualitativ hochwertigen TV-Zeitschrift wie Tele auf: Sie verschafft Orientierung und Übersicht im täglichen und wöchentlichen (Über-)Angebot der empfangbaren TV-Programme. Und weil da Selektion not tut, ist Tele mit seinen kompetenten Informationen und Hintergrundberichten unabdingbar. «Tele, sehen, was sich lohnt», lautet der Claim, den Spillmann Felser Leo Burnett entwickelt hat. Das heisst auch: Tele bewahrt im TV-Alltag vor Frust und Enttäuschungen.
Genau hier hängt denn auch die konkrete Umsetzung in Form von drei verschiedenen TV-Spots und Inserate-Sujets ein. «Wir zeigen Beispiele von Sendungen, die man ruhig verpassen kann, weil sie schlicht nicht sehenswert sind», sagt Spillmann. Da ist zum einen die fiktive «Da-passiert-garantiert-gar-nichts-Show», in der nach der Anmoderation tatsächlich nichts geschieht: Die Moderatorin führt kein Gespräch, die vier Studiogäste schweigen sich an. Langeweile pur. Als dann einer der Gäste trinkt und das Schlucken in der allgemeinen Stille deutlich hörbar ist, wird die Sache sogar peinlich. «Mit Tele wissen Sie, was Sie getrost verpassen können», heisst es da zunächst. Und dann folgt: «Tele, sehen, was sich lohnt.»
Im zweiten Spot erlebt man eine Scherenschnitt-WM, bei der aber wegen der Kleinheit der Motive nichts zu sehen ist ausser verbissen schneidende Frauen und Männer. Wie spannend! Schliesslich wird noch eine Sendung über «Die schönsten Tiefgaragen der Schweiz» gezeigt. Während 90 Minuten, so die Ankündigung, erfährt man alles über eine 6’000 Quadratmeter grosse graue Garage in Münsingen – wohl mit viel Liebe zum Beton. Schon die Vorstellung ist öd. Reflexartig greift man nach Tele. Oder man wünscht es sich herbei.
Es sei nicht einfach gewesen, Langeweile zu vermitteln, sagt Spillmann dazu. «Denn es besteht die Gefahr, dass der Spot selbst langweilig wird.» Das aber ist nicht geschehen, die Spots sind auf eine witzige Art fad. Trotz dreifach inszenierter Langeweile resumiert denn auch Spillmann: «Uns hat die Arbeit Spass gemacht.»
Markus Knöpfli
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32 Millionen suchen das Glück

Bluespirit realisiert für Swisslos Interkantonale Landeslotterie eine umfangreiche Crossmedia Kampagne für das Millionenlos.

Am Samstag letzter Woche ist in der Schweiz ein neues Fieber ausgebrochen. An 6’000 Verkaufsstellen ist der Verkauf der Millionenlose gestartet worden. Seit 1999 lanciert die Swisslos Interkantonale Landeslotterie zum Jahreswechsel dieses Los mit den besonders verlockenden Gewinnchancen. Insgesamt werden Preise im Wert von 32 Millionen Franken unter das Volk verteilt. Hoffen dürfen Loskäufer zum Beispiel auf einen Haupttreffer von 5 Millionen Franken. Die Zahlen dazu werden am 10. Januar im Rahmen der TV-Sendung «Swiss Awards» gezogen. In dieser Galashow sitzen auch die Glücklichen, die live vor Publikum um den Gewinn von einer Millionen zittern dürfen. Weitere Millionäre oder Gewinner von Traumautos, Gold und Reisen werden im Dezember täglich neu ausgelost. Die Glückssymbole dazu werden als erstes im Blick bekannt gegeben. Auf dem Los finden sich die Chancen verborgen unter 33 Rubbelfeldern.
«Es war eine schöne Aufgabe, dieses traditionsreiche Los für dieses Jahr völlig neu zu gestalten», freuen sich Gerry Flückiger und Alban Haas bei Bluespirit. Die Agentur in Schlieren ist nach einem Evaluationsverfahren von Swisslos mit dem Re-Design des Loses sowie mit der gesamten Realisierung einer umfangreichen Crossmedia Kampagne für das Los 2008 betraut worden. Die PR-Kontakte sind von Swisslos Interkantonale Landeslotterie selbst durchgeführt worden.
Das Ziel des Briefings war «eine neuerliche Umsatzsteigerung» der limitierten Lose bis zum 10. Januar 2009. Das Los ist an Kiosken, bei der Post, an Tankstellen sowie auch vielen Gastrobetrieben in der Schweiz erhältlich. 4’000 dieser Verkaufsstellen sind in Auftrag von Bluespirit mit einem Paket voll vielseitig einsetzbarem POS-Material beliefert worden. Die restlichen 2’000 Verkaufsstellen werden von Swisslos Interkantonale Landeslotterie direkt bedient. Zusätzlich soll Bluespirit in diesem Jahr auch den Online-Verkauf aktivieren über die neue Micro-Site Millionenlos.ch.

Die Augen zum Funkeln bringen
Im Mittelpunkt der von Bluespirit realisierten Kampagne steht die fantastische Preiswelt, die sich in einem Millionenlos verbirgt. CD Peter Trüb und Konzepter Tizian Walti setzen dabei auf die Magie einer Traumwelt, die uns hinter einem solchen Losglück lockt. Die werbliche Übersetzung zeigt sich in einem grossen Film und 15 verschiedenen Tages-Spots, wo Passanten bei einem Plakat für das Millionenlos von einer nostalgischen Jahrmarkt-Musik angezogen werden. Vor lauter Neugierde stecken sie ihren Kopf in das Plakat und entdecken das fantastische Preiskarussell im Innern des Loses. Dieses Karussell voll wertvoller Preise ist denn auch das stringente Key-Visual, das sich in allen weiteren Werbemitteln zentral präsentiert. Ein wichtiges Element ist die kardinalsrote Farbe der Hoffnung.
Die eindeutige Musik mit nostalgischem Glockenspiel ist von Balz Bachmann komponiert worden. Der Jingle dazu funktioniert auch bei verschiedenen Radiospots als das verbindende Element der crossmedialen Kampagne. Das Raffinierte an dieser Musik ist auch, dass sie in der Vorweihnachtszeit zwar festlich wirkt, trotzdem aber nicht zu weihnächtlich ist, denn der Spot muss noch bis zum 10. Januar zum Kauf anheizen.
Die Entwicklung des Karussells stammt aus der Zusammenarbeit mit dem jungen Zürcher «hot shop» Elefant Studios, die kürzlich in der Werbewoche vorgestellt wurden (Nummer 37, «Köpfe der Woche»). Elefant ist für die Animation in der Traumwelt zuständig. Die Realisation der Spots in der realen Welt hat Martin Fueter von Condor übernommen.
Es war eine Herausforderung für Bluespirit, den Spot vom letzten Jahr noch einmal zu toppen. In diesem früheren Film sind alle Preise auf einem Fliessband präsentiert worden und am Ende in einem riesigen Geschenkpaket verschwunden. Mit der neuen Idee wollte man für dieses Jahr keien vollständigen Paradigma-Wechsel. Die Karussell-Idee ist tatsächlich ein idealer und noch einmal viel stimmungsvollerer Ersatz für das Fliessband, um den ganzen Reichtum der Preise auf einen Blick präsentieren zu können.
Eingesetzt wird die Idee bei einem 25-Sekunden-Film, der in der ersten Phase der Kampagne den verkauf der Lose lancieren soll sowie die allgemeine Bekanntheit der Millionenlose stärken. In der zweiten Phase kommen bis Ende Dezember Kurzspots in den Einsatz. Diese kommunizieren tagesaktuell die jeweils anstehenden Preise. In der dritten Phase wird mit einem Closer-Spot nochmals die Präsenz gesteigert und der Höhepunkt vorbereitet: die Verlosung der 5 Millionen Franken und weiterer Preise während der Millionengala mit der Sendung «Swiss Award».
Bluespirit setzt damit auf eine sehr gezielte Media-Strategie, die aus einer starken Kommunikation während der Lancierung, aus tagesaktuellen Einschaltungen während der Hauptspielzeit sowie einer Unterstützung der letzten Spielwoche besteht. Die Spots werden auf SF1, SF2, Vox, Sat.1, ProSieben, 3plus, TSI und TSI2 ausgestrahlt. Radiospots sind auf allen relevanten Sendern geschaltet. Eine neue und ebenfalls von Bluespirit realisierte Online-Präsenz rundet die integrierte Kampagne ab.
Auf einer Micro-Site können alle einzelnen Gewinne angeklickt und – Traumreisen oder Autos zum Beispiel – im Detail angeschaut werden. Dazu werden die Tagessymbole täglich ab 10 Uhr auch auf www.swisslos.ch veröffentlicht. Diese Site ist in Zusammenarbeit mit Divio entstanden. Weitere Online-Massnahmen sind animierte Karussells, die sich zum Beispiel auf der Blick-Plattform drehen.
Andreas Panzeri

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Photopress verpflichtet neuen PR-Leiter

Die Media-Relations-Agentur Photopress baut ihren PR-Bereich aus. Ab Anfang 2009 übernimmt Uwe Liebminger den neu geschaffenen Posten des Leiter PR und Business Development.

Die Media-Relations-Agentur Photopress baut ihren PR-Bereich aus. Ab Anfang 2009 übernimmt Uwe Liebminger den neu geschaffenen Posten des Leiter PR und Business Development. Liebminger war zuletzt während gut drei Jahren Bereichsleiter PR & Kommunikation der Stiftung Schweizer Sporthilfe.
Momentan absolviert der Medien- und Kommunikationswissenschaftler eine Ausbildung zum Eidgenössischen PR-Berater, die er voraussichtlich im Sommer 2009 abschliessen wird. Neben der Kundenbetreuung wird er sich hauptsächlich um die Kommunikation und PR von Photopress und um den Ausbau des Kundenportfolios kümmern.

Marketing und Weiterbildung in der Krise

W enn die Wirtschaft auf Talfahrt ist, sind es das Marketing und die Weiterbildung in der Regel auch. Das Marketing gerät so in Krisenzeiten selber in die Krise. Zusammen mit den Personalkosten gehören Marketingausgaben zu den ersten und bevorzugten Positionen, die in Unternehmen gekappt werden. Strategien werden quasi ausser Kraft gesetzt.

Wenn die Wirtschaft auf Talfahrt ist, sind es das Marketing und die Weiterbildung in der Regel auch. Das Marketing gerät so in Krisenzeiten selber in die Krise. Zusammen mit den Personalkosten gehören Marketingausgaben zu den ersten und bevorzugten Positionen, die in Unternehmen gekappt werden. Strategien werden quasi ausser Kraft gesetzt. Da helfen auch empirische Studien nichts, die belegen, dass antizyklisches Verhalten sowohl in Werbung als auch in Weiterbildung langfristig richtig ist. Darf man sich wundern? Nein, denn wir Marketer wissen schon lange, dass der Mensch nicht (nur) rational handelt. Da kann man in Weiterbildungskursen noch so viel Wert legen auf Fakten basierte Entscheidungsmethodik. Wenn man es mit der Angst zu tun bekommt, gewinnt das Kleinhirn an Boden, und wir fallen in überwunden geglaubte Reflexe zurück. Die allgemeine Unsicherheit in einer Volkswirtschaft greift auf Individuen über und trübt den klaren Blick auch in den Teppichetagen. Der Kopf ist nicht mehr frei, und Entscheidungen werden mit Sorgenfalten im Antlitz gefällt. Aber ist gibt auch die anderen, die nicht nur eine Differenzierungsstrategie fahren, sondern sie auch differenziert umsetzen. Wer in Krisenzeiten den Marketingetat nicht kürzt, gewinnt Aufmerksamkeit und kann in den guten kommenden Zeiten ernten. Das gilt auch für Unternehmen, die in angespannten Zeiten die Weiterbildungsbudgets nicht kürzen. Sie fördern eine hohe Motivation und Loyalität der Mitarbeitenden. Was tun Sie?

Zur Sache: Radio Tamtam, Folge 2

Jahrelang haben uns die linken Politiker klarmachen wollen, dass nur eine starke SRG den Service-public-Auftrag im audiovisuellen Bereich wirklich erfüllen kann. Gebetsmühlenartig wurde diese Losung verkündet. Alles, was nur ein bisschen den Anschein von Kommerz hatte, war des Teufels.

Jahrelang haben uns die linken Politiker klarmachen wollen, dass nur eine starke SRG den Service-public-Auftrag im audiovisuellen Bereich wirklich erfüllen kann. Gebetsmühlenartig wurde diese Losung verkündet. Alles, was nur ein bisschen den Anschein von Kommerz hatte, war des Teufels. Staatlich gelenkt und kontrolliert sollten Radio und Fernsehen sein. Dass man nicht auch noch die Printmedien mit der Staatsfuchtel domestizieren wollte, verbot glücklicherweise der gesunde Menschenverstand und die berechtigte Furcht, als ewiggestrige Medienzensoren zu gelten.
Wer die Beratungen über das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) im Nationalrat verfolgt hat, weiss, dass die Diskussionen über staatliche Kontrollen und Einflussnahmen langfädig und zum Teil sehr fundamentalistisch geführt wurden. Das liess nichts Gutes ahnen. Und so kam es dann auch heraus. Die Versuche, das alte RTVG wirklich zu liberalisieren, schlugen in den meisten Fällen fehl. Die Radio- und Fernsehveranstalter, in den meisten Fällen Verleger, liessen sich von den zu erwartenden Anteilen an den Konzessionsgeldern verführen. Nur ganz wenige Exponenten warnten vor diesen goldenen Fesseln. Zu verlockend schien das Gebührenmanna aus Bern zu sein.
Was schliesslich nach endlosen Debatten übrig blieb, war ein Gesetz, das die starke Stellung der SRG noch stärker zementierte. Liberalisierung gab es nur dort, wo es der SRG nicht weh tat. Der sozialdemokratische Medienminister Leuenberger, nicht gerade ein Freund der populären elektronischen Medien, konnte zufrieden sein. Auch die SRG war es, obwohl sie sich lauthals über gewisse Einschränkungen bei der Werbung und über stärkere Kontrollen durch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) beklagte. Zufrieden waren auch die meisten Politiker. Die von Links wegen des geretteten Service public und der staatlichen Kontrolle, die andern, weil man meinte, dass es nun einfacher (sprich billiger wegen den zu erwartenden Konzessionsgeldern) werden würde, erfolgreich Lokalradio und –fernsehen zu betreiben.
Die Konzessionen für die neu definierten Sendegebiete wurden ausgeschrieben. Man ahnte das Chaos, das kommen würde. Die Konzessionen wurden erteilt, das Chaos war da. Etablierte, erfolgreiche Radiosender mussten erfahren, dass sie keine Konzession mehr erhalten würden und somit ab März 2009 den Sendebetrieb einstellen müssen. Etablierte Lokalfernsehstationen wurden nicht mehr konzessioniert. An ihre Stelle traten von Kantonspolitikern favorisierte Veranstalter, die den Anti-Stadt-Zürich-Reflex nicht mehr auslösen werden, oder Lokalmonopolisten wie in Luzern.
Was jetzt folgt, ist der absolute Politschwank: Ausgerechnet die kantonale Zürcher SP will Radio Energy retten. Und zwar zulasten der SRG-Programme. Schön für Ringier. Peinlich für die Genossen und ihre Glaubwürdigkeit.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Lösungen für die Saison 2008

Die nächste Generation der Geschäftsberichte geht an den Start.

Die nächste Generation der Geschäftsberichte geht an den Start: In einem Trendsheet zeigt Infel zwölf Erfolgsfaktoren für die Geschäftsberichte-Saison 2008 auf – vom Medienmanagement über Sustainability mit einem global anerkannten Label bis zu E-Publishing mit animierten Grafiken und Bewegtbildern.
Das Trendsheet ist erhältlich bei:
Infel AG, Julia Dieziger, [email protected] .

Flops der Woche

Nicht nur der Blick kehrt mit seinen Formulierungen zum harten Boulevard zurück («Geld her Marcel»), auch Frank A. Meyer kann sich echauffieren, wenn es um seinen Intimfeind Blocher geht.

Emanzipierte Blattkritik à la Meyer
Nicht nur der Blick kehrt mit seinen Formulierungen zum harten Boulevard zurück («Geld her Marcel»), auch Frank A. Meyer kann sich echauffieren, wenn es um seinen Intimfeind Blocher geht. In seiner letzten Kolumne im SonntagsBlick schrieb FAM: «Die Weltwoche, eine ehedem renommierte Zeitung, regredierte zum publizistischen Boudoir ihres Zuchtmeisters, der Chefredaktor zu seinem journalistischen Lustknaben. Sogar die sonst so spröde Neue Zürcher Zeitung, einst selbstbewusste Denkzeitung des Freisinns, erging sich in peinlichen Ehrerbietungen und Kratzfüssen. Ein besonders ergebener Jünger machte aus dem innigen Zwiegespräch mit seinem Übervater das Blocher-Fernsehen: die perverseste Liebedienerei, die der Schweizer Journalismus seit dem Ende der Parteizeitungen je hervorgebracht hat.»
Falscher Clooney ärgert Nestlé
«Billiger. Sonst nichts». Mit diesem Spruch wirbt das Kaffee-System Martello in doppelseitigen Anzeigen, die bis ins Detail genau gleich wie die Nespresso-Sujets mit George Clooney gestaltet sind. Nur geht es bei Martello aus dem Sortiment von Coop um eine – wie der Claim sagt – billigere Marke. Die Idee zu dieser Anspielung stammt aus der Küche von KSB/SJ. Coop findet es lustig. Nestlé ein ärgerliches Plagiat. Eigentlich unnötig, denn das Zielpublikum ist ein anderes. Und mit dem Begleitlärm von Nestlé in vielen Medien wird nur noch zusätzlich Reklame für Martello gemacht.
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