Schweizer Presse: 109 Q-Titel zertifiziert

Die Fachkommission Q-Zertifizierung beim Verband Schweizer Presse hat die Anträge zur Zertifizierung für das Gütesiegel Q-Publikation für das Jahr 2009 geprüft und zieht ein positives Fazit: Die Zahl der Q-Publikationen liegt mit 109 Titeln deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Q-Publikationen sind lesermässig fokussiert, publizistisch unabhängig, inhaltlich kompetent und mediatechnisch transparent. Bezüglich dieser Kriterien prüfte die Fachkommission Q-Zertifizierung beim Verband Schweizer Presse die Anträge zur Zertifizierung für das Gütesiegel «Q-Publikation» für das Jahr 2009. Das Fazit: Die Anzahl der Q-Publikationen 2009 liegt gemäss Mitteilung vom Donnerstag mit 109 Titeln deutlich über dem Niveau des Vorjahres (97 Titel). 15 neue Titel sind dazu gekommen. Drei Titel wurden nicht mehr angemeldet oder sie haben die Anmeldung zurückgezogen.
Die Qualität der Titel gab kaum Anlass zu Beanstandungen, die eingereichten Unterlagen sind generell besser geworden. Bei einigen Publikationen mussten Vorbehalte ausgesprochen werden, die innert nützlicher Frist bereinigt werden sollten. Das Hauptproblem lag in der Regel bei der klaren Deklaration der beglaubigten Auflagen im Impressum und in den Media-Dokumentationen. Mit der geplanten Anpassung einzelner Kriterien im aktuellen Auflagenreglement dürfte die Sicherheit bei der Handhabung der Deklaration wieder besser gewährleistet sein, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Die Kommission regte zudem an, die Ausschreibungen für das nächste Gütesiegel «Q-Publikation» für das Jahr 2010 künftig um einen Monat vorzuverschieben, damit allfällige Anpassungen betreffend der Publikation rechtzeitig in die neuen Preisdokumentationen einfliessen können.

Mitglieder der Fachkommission Q-Zertifizierung:
Roland Enz, Publicitas Publimag AG
Dr. Jaromir O. Löffler, Marketing & Kommunikation
Christian Rufener, Medialogics
Martin Stadelmann, Verband Schweizer Fachjournalisten SFJ
Ulrich Utiger, Büchler Grafino AG.

Swisscom reagiert befremdet auf Vorwürfe der Weko

Der Telekom-Konzern Swisscom weist den Vorwurf der Wettbewerbskommission (Weko) zurück, wonach er bei den ADSL-Tarifen seine Marktmacht missbraucht habe. In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Swisscom «über Inhalt und Zeitpunkt» der Publikation des Vorwurfs befremdet. Sunrise hingegen freuts.

Der Telekom-Konzern Swisscom weist den Vorwurf der Wettbewerbskommission (Weko) zurück, wonach er bei den ADSL-Tarifen seine Marktmacht missbraucht habe. In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Swisscom «über Inhalt und Zeitpunkt» der Publikation des Vorwurfs befremdet, da derzeit ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig sei. Darin werde das Gericht die Frage einer allfälligen Marktbeherrschung beurteilen. Dieses Gericht sei die Oberinstanz der Weko, so die Kritik aus dem Hause Swisscom.
Der Antrag der Weko sieht eine Busse von rund 237 Millionen Franken wegen der laut Weko zu hoch angesetzten Preise für ADSL-Vorleistungen vor. Bis in diesen Fragen Rechtssicherheit gegeben sei, werde die Swisscom aber keine Rückstellungen vornehmen, hiess es weiter.
Die Swisscom bezweifelt, den Markt überhaupt zu beherrschen. Die Konkurrenz spiele, da 80 Prozent der Schweizer Haushalte wählen könnten zwischen Breitbandinternet über Kupferkabel (ADSL) und Kabel-Internet, das von der Cabelcom und rund 200 anderen Anbietern bezogen werden könne, so Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus auf Anfrage der SDA. Die Mitbewerber hätten die Möglichkeit, Basis-ADSL anzubieten.
Gemäss Weko-Sekretariat ist dies aber genau einer der Streitpunkte: Laut den anderen Anbietern sei die technische Machbarkeit problematisch, sagte Rafael Corazza vom Weko-Sekretariat auf Anfrage.
Sunrise zufrieden
Deutlich fiel die Reaktion des Swisscom-Konkurrenten Sunrise aus. Endlich werde das illegale Verhalten staatlichen Swisscom festgestellt, heisst es in einer Erklärung. Der Antrag an die Weko sei ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Wettbewerb. Sunrise hofft, beim Breitband-Internet dank tieferen Grosshandelspreisen nun endlich schwarze Zahlen schreiben zu können. Entscheidend sei nun, welche Preise die Weko für angemessen halte.
Sunrise hofft auf «Tauwetter» im Kampf der Telekom-Konzerne. Am Dienstag hatte die Swisscom bekanntgegeben, die von der Eidgenössischen Kommunikationskommission Comcom verfügten Preissenkungen unter anderem für die sogenannte Letzte Meile zu akzeptieren.

VÖV: Roger Baumann ist neuer Kommunikationschef

Seit Anfang November 2008 ist Roger Baumann neuer Verantwortlicher Kommunikation und Mediensprecher beim Verband öffentlicher Verkehr VÖV.

Seit Anfang November 2008 ist Roger Baumann neuer Verantwortlicher Kommunikation und Mediensprecher beim Verband öffentlicher Verkehr VÖV, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Der 48-Jährige, der damit auf Ruedi Helfer folg, ist PR-Berater und war während sechs Jahren Mediensprecher der SBB in Zürich. Zuletzt war er als Head Corporate Communications bei DHL Schweiz tätig.

Draftfcb/Lowe Group bewirbt Produkte-Palette von Cablecom

Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe hat für Cablecom ein neues Printsujet realisiert. Beworben wird in der Imagekampagne die gesamte Cablecom-Produkte-Palette. Die Sujets kommen auf Plakaten und in besonderen Formaten bei 20Minuten zum Einsatz.

Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Werbeagentur Lowe hat für Cablecom ein neues Printsujet realisiert. Beworben wird in der Imagekampagne die gesamte Cablecom-Produkte-Palette. Die Sujets kommen auf Plakaten und in besonderen Formaten bei 20Minuten zum Einsatz.
Das Printsujet vermeldet, dass eine Million Kunden die Produkte getestet haben. Diese sind laut Lowe die wahren Experten für digitales Fernsehen, Internet und Telefon. Aufgelöst werden die Sujets mit dem Slogan «Und zuhause läuft was».
Verantwortlich bei Cablecom: Oli Bergmann (Head Marcom & Brand), Anna-Marie
Siroka (Marcom Specialist Broadband). Verantwortlich bei Lowe: Nicolas Vontobel (CD), Sebastian Hugelshofer (AD), Dominique Wegmann (Text), Rolf Jeger, Sarah Dovlo,
Gina Armellino (Beratung), Melanie J. Auerbach (Art Buying). Fotograf: Scheffold Vizner.
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BSSM lanciert Plakatekampagne für Demeter-Produkte

Die Werbeagentur BSSM hat für den Arlesheimer Demeter-Verband eine Plakatekampagne lanciert. Beworben werden die biologisch-dynamischen Lebensmittel Käse, Honig und Wein.

Die Werbeagentur BSSM hat für den Arlesheimer Demeter-Verband eine Plakatekampagne lanciert. Beworben werden die biologisch-dynamischen Lebensmittel Käse, Honig und Wein. Die Produkte seien, nach wissenschaftlichen Untersuchungen, nicht nur ökologischer, sondern auch vitaler, so die Werbeagentur. Die Plakatsujets von Wein, Käse und Honig sind mit dem Slogan «ausgezeichnet biodynamisch» versehen.
Verantwortlich bei Demeter Verband, Arlesheim: Susanna Küffer Heer (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei BSSM Basel: Urs Schneider (CD), Hans Peter Brugger (Text), Eveline Spitz (Grafik), Roger Berthoud, Sylvia Halbeisen (Beratung). Fotograf: Antal Thoma.
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Was versteht man eigentlich unter Empowerment?

Dr. Michael A. Grund, HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich, Leiter Center for Marketing über einen zentralen Aspekt der Beziehung zwischen Mitarbeitenden und Kunden.

Wer sich etwas eingehender mit den Themen Service Marketing, Kundenzufriedenheit oder CRM beschäftigt, wird sehr bald auf den Begriff «Empowerment» treffen. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung von Handlungs- und Entscheidungsspielräumen der «einfachen» Mitarbeitenden mit dem Ziel, vor allem die Kunden zufriedener zu machen. Zufriedener deshalb, weil Fragen oder Probleme gleich beim ersten Kontakt des Kunden mit dem Unternehmen gelöst werden können – ohne mehrfache Rückfragen bei Vorgesetzten oder Teamleitern. Ein besonderer Stellenwert kommt dem Empowerment daher im direkten Kundenkontakt zu und hierbei vor allem bei der Lösung von Problemen (Beschwerde-Management im weitesten Sinne). Ein klassisches Beispiel ist die «empowerte» Rezeptionsmitarbeiterin eines Hotels, die selbst entscheiden darf, ob sie einem Gast bei einer Beschwerde z. B. einen Zimmer-Upgrade für den nächsten Aufenthalt gewährt oder einen Blumenstrauss an die Heimatadresse sendet.
Die Mitarbeitenden sind die zweite wesentliche Zielgruppe des Empowerment. Über die Anreicherung der Tätigkeit und die erweiterten Befugnisse wird die Arbeit ein Stück verantwortungsvoller und interessanter. Dies setzt allerdings voraus, dass die Mitarbeitenden nicht nur «dürfen», sondern auch «können» und «wollen». So werden die erweiterten Spielräume nur dann die erhofften Effekte erzielen, wenn die Mitarbeitenden die Fähigkeiten haben, einen Sachverhalt kompetent zu beurteilen bzw. das Problem selbst zu lösen. Zusätzlich müssen sie die grössere Verantwortung auch gerne tragen. Manche Mitarbeitende wollen gar nicht entscheiden und würden die dermassen erweiterten Handlungsspielräume nicht schätzen. Im Gegenteil: Vielleicht fühlen sie sich sogar überfordert und unwohl. Dies zeigt einmal mehr die Notwendigkeit des «Fit» zwischen Mensch und Aufgabe bzw. die Mitarbeitenden gemäss Persönlichkeit und Fähigkeiten an den richtigen Stellen einzusetzen.
Wer fürchtet, dass Empowerment nur die Kosten steigert, sollte auch die Kosten von Unzufriedenheit berechnen. Welchen Umsatz/Gewinn verlieren wir, wenn ein unzufriedener Kunde oft wegen einer Kleinigkeit zu einem anderen Anbieter wechselt – und dort bleibt? Welchen Schaden richtet dieser Kunde an, wenn er das unerfreuliche Erlebnis in seinem Umfeld verbreitet? Und was können wir gewinnen, wenn dieser Kunde auf Grund einer unkomplizierten Problemlösung bei uns bleibt und das positive Erlebnis anderen berichtet? Das Ergebnis hat schon oft positiv überrascht.

Die Werbewoche freut sich und gratuliert

In Pforzheim werden diese Woche die Preisträger des «Deutschen Preis für die politische Karikatur 2008» gewürdigt. Unter den diesjährigen Gewinnern darf sich auch Silvan Wegmann freuen, ein Karikaturist der Werbewoche.

In Pforzheim werden diese Woche die Preisträger des «Deutschen Preis für die politische Karikatur 2008» gewürdigt. Getragen wird der Award u. a. von der Akademie für Kommunikation in Stuttgart. Unter den diesjährigen Gewinnern darf sich auch Silvan Wegmann freuen, ein Karikaturist der Werbewoche. Seine Illustration «Prosit auf Al Gore» ist im Nebelspalter erschienen.

Schawinski einigt sich mit Berliner Radiomachern

Der Streit um den Claim des Radiosenders von Roger Schawinski ist beigelegt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, haben Radio 1 aus Zürich und Radio Eins aus Berlin das Kriegsbeil begraben. Der Streit sei von Anfang an ohne Substanz gewesen, liess Schawinski mitteilen.

Der Streit um den Claim des Radiosenders von Roger Schawinski ist beigelegt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, haben Radio 1 aus Zürich und Radio Eins aus Berlin das Kriegsbeil begraben. «Wir haben uns mit Schawinski geeinigt und gehen nun nicht vor Gericht», sagt Ralph Kotsch, Sprecher von Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) auf Anfrage von 20 Minuten. Dies nachdem sich Schawinski bereit erklärt hatte, den Claim auf der Internetseite seines Senders zu ändern. In Ergänzung zum Werbeslogan «Nur für Erwachsene» wird nun der Zusatz «Die beste Musik von Zürich – die besten News von Zürich» verwendet. «Das ist ein guter Kompromiss», erklärte Kotsch. So könnten Verwechslungen mit dem Berliner Sender Radio verhindert werden. Die Chancen, vor Gericht etwas zu erreichen, seien zu gering gewesen. Er betonte weiter, dass bei der Einigung kein Geld geflossen sei. Schawinski wollte zur Beilegung der Streitigkeiten nicht Stellung nehmen.
Radio 1 stellte die Einigung in einer Medienmitteilung vom Mittwochmittag als grossen Sieg dar. «Der Streit war von Beginn weg ohne jede Substanz. Der Ausgang dieses Hornberger Schiessens mithilfe von Gebührengeldern überrascht mich in keiner Weise», liess sich Schawinski zitieren. In Europa gebe es über ein Dutzend Sender, die den gleichen Namen führen. Zum Schluss sei von den Berlinern noch moniert worden, dass im Internet eine Verwechslungsgefahr bestehe, obwohl sich die Schreibweisen der beiden Sender unterscheiden. Im Rahmen eines Redesigns hat Radio 1 den Senderstandort Zürich vor kurzem noch etwas deutlicher hervorgehoben. Daraufhin habe RadioEins die Sache einschlafen lassen.

Der Tag beginnt nach Feierabend

Scholz & Friends startet die erste Imagekampagne für Blick am Abend.

Hier steht, was geht» – mit diesem Claim geht Scholz & Friends Zürich in die zweite Runde ihrer Werbung für Blick am Abend. Die erste Kampagne startete am 24. Mai 2008 mit der augenzwinkernden Ankündigung, dass die Abendzeitung heute demnächst «gegessen» ist. Pacman frass sich dazu durch Headlines mit dem Wort «heute».
Jetzt folgt die erste Imagekampagne. Diese soll Blick am Abend als aktuellen, unterhaltsamen Begleiter in den Feierabend positionieren. Diverse Motive zeigen, warum es sich lohnt, die Abendzeitung zu lesen. Ein Paar beim Dinner wird zum Beispiel im Text mit den Worten «Den frischeren Fisch gibts im Restaurant nebenan» kommentiert. Die Situation wird durch den Claim geklärt. Die Kampagne ist in den nächsten sechs Wochen auf diversen Medienkanälen zu sehen. Den Auftakt bilden Anzeigenmotive und Tram-Hängekartons. Weiter wird die Botschaft auch direkt durch BTL-Massnahmen an die Zielgruppe kommuniziert. Das sind vorwiegend Pendler im Alter zwischen 14 und 32 Jahren. (pan)

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Kopf der Woche: Der Anreisser

Oliver Schibli ist bei Tilllate Schweiz als Head of Sales verantwortlich, dass Kampagnen verkauft und diese nachher auch erfolgreich umgesetzt werden.

Mich hat es extrem gereizt, einmal in einem Unternehmen zu arbeiten, in welchem das Internet das wichtigste Geschäftsfeld ist. Bei meinen früheren Stellen hatte immer etwas anderes Priorität», erklärt Oliver Schibli. Er musste deshalb nicht lange überlegen, als ihm vor wenigen Wochen die Chance angeboten wurde, bei Tilllate Schweiz als Head of Sales einzusteigen. Schibli führt nun ein Team von drei Verkaufsberatern und vier Kampagnenmanagern und soll die führende Stellung unter den Nightlife-Plattformen weiter ausbauen. Bei tilllate.com ist Online-Werbung die Haupt-Einnahmequelle. «Das reizt mich, und die Tendenz der Online-Werbung ist steigend. Ich bin auf dem richtigen Zug», sagt Schibli, der sich selber als «Online Junkie» bezeichnet.
Schon mit sieben Jahren bekam der kleine Oliver einst seinen ersten Computer. «Das Ding hat mich total fasziniert», erinnert er sich. Als erstes hat er die Einleitung des Handbuchs abgeschrieben. Später hat er selber Spiele programmiert. «Ich durfte keine Games kaufen und nur mit solchen spielen, die ich selber erfunden habe», lacht er. Allerdings sei dann der Spass begrenzt gewesen. Als Gestalter der Games wusste der spätere Benutzer auch über deren Mechanik Bescheid und kannte zum voraus die Lösung.
Pionier in der Online-Welt
Bereits nach seiner Lehre als Chemielaborant machte sich Oliver Schibli selbständig. Er gestaltete Video-Animationen und durfte diese an Gross-Events für Parisienne oder Sony auf Leinwände projizieren. Davon konnte er «ganz gut leben». Auch diese ganze Technik für die Shows hat er «autodidaktisch gelernt». Dazu hat der junge Erfinder ständig weiter getüftelt, zum Beispiel wie er die Bilder komprimieren konnte, um ein möglichst sauberes Bild zu erzeugen.
Während dieser ganzen Zeit war es ein Traum von Schibli, einmal beim Fern¬sehen arbeiten zu können. «Da kommt man aber nicht hin, wenn man Autodidakt ist», weiss er. Doch statt seinen Berufswunsch zu begraben, sagte er sich: «Dann mache ich halt mein eigenes Fernsehen.» So wurde Oliver Schibli zu einem Pionier in der ¬Online-Welt. Bereits 1997 hat er das erste Internet-Fernsehen der Schweiz gegründet. Schibli programmierte mit einem Kollegen zusammen eine Website. Auf dieser konnte er dank dem Know-how aus den Partyfilmen die Bilder immer besser zum Fliessen bringen. «So haben wir angefangen, Videos auf das Internet zu stellen.» Das war etwa zur gleichen Zeit, wie broadcast.com von Yahoo «auf Sendung» ging.
Schibli arbeitete für seinen Kanal mit Reuters zusammen. «Wir waren zwei Jahre lang die einzige Website weltweit, die Video-News von Reuters zeigen durfte.» Diese News hat Schibli auf einem VHS-Tape bekommen, weil er damals noch keine Satellitenschüssel hatte. Später hat sich die Technik Schritt für Schritt entwickelt, und das erste Web-TV der Schweiz zeigte zum Beispiel auch Live-Übertragungen von Modeschauen in Paris oder Pressekonferenzen des Fussballverbandes Fifa. Die ISDN-Lines erlaubten allerdings nur kleine Ruckelbilder. Finanziert haben die Netz-Pioniere ihr Experiment mit Werbung. Das funktionierte damals allerdings noch sehr rudimentär. «Wir verkauften Werbung zu einem fixen Preis, montierten diese rund um die News, und damit war das Ding für unseren Sponsor erledigt.» Der Traffic entwickelte sich aber ziemlich schnell, weil Reuters auf ihrem Newsticker regelmässig auf das neue Medium hingewiesen hat. Trotzdem realisierte Schibli 1999, dass er mit diesem Werbemodell noch zu früh für eine unternehmerisch interessante Zukunft war. «Wir mussten es also anders angehen.»
Mit einer neuen Business-Idee hat er seine Technik Firmen angeboten, die inhouse Bedarf an gefilmten Informationen hatten. Für die Fifa hat er Pressekonferenzen übertragen. Für die Credit Suisse haben Schibli und sein Team eine erste Analysten-Call-Lösung entwickelt, mit der noch sehr lange gearbeitet wurde. Bei einer Finanzierungsrunde ist dann auch die UBS in das Unternehmen eingestiegen und Schibli konnte seine ITV Media auf 35 Leute ausbauen. Seine Kompetenz war in der Folge das Business Development. Als nächs¬ter Schritt entwickelte er eine Software, mit welcher man Video-Inhalte sehr einfach in das Netz stellen konnte.
Als das drohende Platzen der Internet-Blase die tägliche Arbeit immer härter werden liess, sah Schibli, der damals seit Jahren auf vollen Touren lief, den Moment für eine Pause gekommen. Er genoss es, neun Monate lang die ganze Schweiz zu bereisen.
Wieder eingestiegen ist er bei Bluewin. Dort war Schibli im Bereich Business Development für das Bluewin-Portal zuständig. Er hat die Toolbar entwickelt und verschiedene Prozesse so optimiert, «dass es schneller und einfacher geht».
Als bei Bluewin eine Reorganisation anstand, wurde der Bereich E-Commerce frei. Später kam das Display Advertising dazu. Schibli durfte zum ersten Mal in seinem Leben zweistellige Millionenbeträge verwalten und entdeckte, dass ihm eine solche Verantwortung Befriedigung bringt. Als er nach fünf Jahren das Bluewin-Portal von allen Facetten her kannte, war trotzdem die Zeit für etwas Neues gekommen.
Bessere Infrastruktur als bei Ringier
Schibli wollte wieder zurück in die Medien und wechselte zum Blick. Die letzten 18 Monate leitete er dort das Produktmanagement für das Online-Portal und war damit im Bereich Sales auch für die Betreuung von Agenturen und Vermittlern zuständig. Vom Programmieren zum Verkauf? Für Schibli war das kein grosser Wechsel. «Man verkauft konstant etwas im Geschäftsleben. Auch wenn ich eine neue Technik entwickle, muss ich jemandem meine Idee verkaufen», erklärt er seine Beziehung zum Job.
Der Aspekt des Verkaufens ist nun noch einmal stärker geworden, seit Schibli bei Tilllate Schweiz die Verantwortung als Head of Sales übernommen hat. An diesem Nightlife-Portal lockte ihn, das tilllate.com eine sehr starke Community hat und vor allem auch international tätig ist. «Ein extrem spannender Challenge. Die Firma ist vom Brand her sehr gut aufgestellt. Und was das Kunden-Management betrifft, hätten wir bei Ringier von einer solchen Infrastruktur nur träumen können», verrät Schibli.
Seine neue Aufgabe ist es, alle Agenturen und Vermarkter zu pflegen und darüber zu informieren, was Tilllate in der Schweiz für diese bieten kann. Nach dem Re¬design ist die Plattform jetzt auf nur noch zwei gleichzeitig sichtbare Werbeformen reduziert worden. Die Anpassung hat sich bereits «sehr positiv» auf die Performance ausgewirkt. Tilllate konnte bisher in der Schweiz 500’000 Unique Clients und 35 Millionen Pageviews ausweisen. Jetzt will man sich noch mehr mit Performance auseinandersetzen und hat auch die Preise «so massiv angepasst», dass tilllate.com jetzt auf dem gleichen Preislevel ist wie die grossen Medienseiten und Portale. «Jetzt müssen wir das Verhalten unserer Kunden und User zuerst einmal beobachten, der Entwicklung Zeit geben und dann die entsprechenden Massnahmen einleiten», erklärt der neue Head of Sales.
Andreas Panzeri
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Seit Anfang Oktober zeigt sich Tillate in der Schweiz in neuem Kleid.

Tops der Woche

Ulrich Hanke ist für seinen Artikel «Energie-Mix der Zukunft» mit dem Friedrich-Vogel-Nachwuchspreis ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich um eine Titelgeschichte des Schweizer Anlegermagazins Stock von Axel Springer Schweiz.

Stocks-Redaktor gewinnt Friedrich-Vogel-Preis
Ulrich Hanke ist für seinen Artikel «Energie-Mix der Zukunft» mit dem Friedrich-Vogel-Nachwuchspreis ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich um eine Titelgeschichte des Schweizer Anlegermagazins Stock von Axel Springer Schweiz. In dem Beitrag habe der 31-Jährige die Bedeutung alternativer Energiequellen deutlich gemacht und dabei aufgezeigt, wie sich die Versorgung von Haushalten und Industrie innerhalb der kommenden zehn Jahre entwickeln werde, schrieb der Verlag in einer Pressemitteilung. Die Friedrich-Vogel-Preise werden jährlich in Erinnerung an das Wirken des «Handelsblatt»-Gründers und Verlegers Friedrich Vogel verliehen.

Newsnetz die beliebteste Schweizer Medien-Site
Erfolg für den Online-Verbund der grössten Schweizer Tageszeitungen: Drei Monate nach dem Start liegt das Newsnetz von Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger auf Platz 1 unter den Schweizer Medien-Sites. Dies zeigen die von der AG für Werbemedienforschung erhobenen Net-Metrix-Zahlen für den Monat Oktober. Wie Werbemarkt-Leiter Dominik Lämmler vermeldet, konnte das Newsnetz im letzten Monat rund 1?’638’000 Unique Clients verzeichnen. Dies entspricht einem Wachstum um 135’000 Unique Clients oder rund neun Prozent gegenüber dem Vormonat September. Newsnetz liegt damit neu um 11’000 Unique Clients vor Blick Online, um 24?’000 Unique Clients vor 20 Minuten Online und um 55?’000 Unique Clients vor NZZ Online.

Best of Corporate Publishing 2009

D ie Planungen für den BCP 2009 – Europas grösstem Corporate-Publishing-Wettbewerb – haben begonnen. Anlässlich des Zehn-Jahres-Jubiläums des Forum Corporate Publishing wird es einige Specials zum BCP 2009 geben.

Die Planungen für den BCP 2009 – Europas grösstem Corporate-Publishing-Wettbewerb – haben begonnen. Anlässlich des Zehn-Jahres-Jubiläums des Forum Corporate Publishing wird es einige Specials zum BCP 2009 geben. Der Kongress und die Preisverleihung werden am 24. Juni 2009 in Berlin stattfinden. Die Bewerbungsunterlagen für den BCP sind vom 12. Januar 2009 bis 22. Februar 2009 auf www.bcp-award.com freigeschaltet.
Seit 2003 zeichnet das Forum Corporate Publishing gemeinsam mit den führenden Branchenmagazinen Acquisa, Horizont und w&v die besten Unternehmenspublikationen mit dem BCP Best of Corporate Publishing aus.
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