Walker: Kein & Aber als Kunde gewonnen

Walker hat den Etat des Zürcher Verlags Kein & Aber ohne Konkurrenzpräsentation gewonnen. Erste Arbeiten sollen in den nächsten Tagen zu sehen sein.

In Zukunft setzt der Zürcher Verlag Kein & Aber auf die Ideen der Walker Werbeagentur. Die Zürcher Kreativen haben den Etat ohne Konkurrenzpräsentation gewonnen. Die Zusammenarbeit hat bereits begonnen, erste Resultate werden in wenigen Tagen zu sehen sein, wie es in der Mitteilung heisst.
Peter Haag gründete Kein & Aber 1997 im Zürcher Kreis 4. Der Verlag publiziert in Deutschland und der Schweiz unter anderem die Werke von Autoren wie Truman Capote, Gerhard Polt, Harry Rowohlt, Lorenz Keiser oder Woody Allen.
Zur nun beginnenden Zusammenarbeit mit Walker hat sich Peter Haag handschriftlich geäussert:
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Axel Springer verdient in den ersten drei Monaten 2008 weniger als im Vorjahr

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat in den ersten drei Quartalen unter dem Strich weniger verdient als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Wegen getätigter Zukäufe stieg der Umsatz dennoch um 8,1 Prozent.

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer, unter anderem Herausgeber von Die Welt und der Boulevardzeitung Bild, hat in den ersten drei Quartalen unter dem Strich weniger verdient als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Bereinigt um den Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der Fernseh- Sendergruppe ProSiebenSat.1 ging der Überschuss auf 133,2 Millionen Euro gegenüber 179,6 Millionen Euro zurück, wie der Konzern gemäss SDA am Mittwoch mitteilte. Der Springer-Verlag ist auch in der Schweiz präsent. Ihm gehört unter anderen das Wirtschaftsmagazin Bilanz sowie die TV-Zeitschrift Tele.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte auf 306,6 (294,4) Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte dank der 2007 getätigten Zukäufen um 8,1 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro. «Die kommenden Monate werden die Gesamtwirtschaft und damit auch die Medienbranche vor erhebliche Herausforderungen stellen», sagte Vorstandschef Mathias Döpfner. Dennoch halte Springer an der Jahresprognose fest. Das bereinigte Ebitda soll deutlich über dem Vorjahreswert von rund 430 Millionen Euro liegen.

Kein Rückzug von Tele Oberwallis

Nach Erteilung der Konzession steht das Walliser Fernsehen Canal 9 vor grossen Herausforderungen.

Die Initianten des Projektes Valais Wallis TV akzeptieren den Entscheid des Bundesrates und gratulieren Canal 9 zum Erhalt der Konzession», schrieb Christian Stärkle, VR-Präsident von Tele Oberwallis, am 6. November in einem Communiqué. Gleichzeitig stellt er klar: Das Projekt Valais Wallis TV sei damit beendet. Abgesehen von Tele Oberwallis standen auch die Zeitungen Walliser Bote und Le Nouvelliste, das Wochenblatt Le Confédéré sowie die Lokalradios Rottu, Rhône FM und Chablais hinter dem Projekt Valais Wallis TV.
Gegen diese geballte Walliser Medienmacht hat nun also das kleine französischsprachige Canal 9 in Siders die neue Konzession für das ganze Wallis inklusive Region Chablais gewonnen. Der Trägerverein von Canal 9, das sich neu auch Kanal 9 nennt, wurde von der jungen Wirtschaftskammer von Siders gegründet. Ziel war es, die Ausbildung in den audiovisuellen Techniken zu fördern. Noch heute kann jeder Walliser bei Canal 9 das Fernsehmachen in kostenlosen Abendkursen lernen.
Trotz 25-jährigem Know-how steht Canal 9 mit der neuen Konzession vor grossen Herausforderungen: Mitte 2009 will man auch im Oberwallis vorerst an Werktagen ein 20-minütiges deutschsprachiges Programmfenster ausstrahlen. In drei Stufen soll dieses dann auf täglich eine Stunde ausgebaut werden. Zunächst aber gilt es, in Brig oder Visp ein Studio für das Oberwallis aufzubauen, eine elfköpfige Redaktionscrew anzustellen, die technische Verbreitung im ganzen Konzessionsgebiet sicherzustellen und die Vereinsstatuten anzupassen.
Gleichzeitig muss Canal 9 allerdings im Oberwallis mit Konkurrenz rechnen. Denn Christian Stärkle gibt nicht auf. «Tele Oberwallis wird als meldepflichtiges Fernsehen in der bisherigen Form vorerst weitersenden und sich dann neu orientieren», schreibt er. Der Infokanal, der gegenwärtig zwischen 6 und 19 Uhr im Programm ist, wird dabei Hauptbestandteil bleiben.
Markus Knöpfli

Neues Magazin für Hawa von Basel West

Hawa AG entwickelt und produziert hochwertige Schiebebeschlagsysteme und will ihre Positionierung im internationalen Markt weiter verstärken.

Das neue Kundenmagazin Slide dokumentiert die Kompetenz im Bereich «Schieben» und zeigt den Nutzen in jeder Ausgabe mit einem anderen Leitthema. Die Erstausgabe vertieft verschiedene Aspekte rund um das Thema Licht in einem Interview mit dem Lichtkünstler Gerry Hofstetter, in Porträts von Mitarbeitern mit deren Lieblingslicht und Referenzobjekten, wo das Schieben mit der Lichtgestaltung raffiniert zusammenwirkt. Slide erscheint auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Für Konzeption, Redaktion und Design wurde die Agentur für Corporate Publishing Basel West beauftragt.
Markus Siegenthaler
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Die Erstausgabe von Slide fokussiert das Thema Licht.

Corporate-Publishing-Studiengang jetzt auch in Deutschland

Auf dem Weg zum CP-Master – diese Möglichkeit bietet der erste Corporate-Publishing-Studiengang in Deutschland.

Nach dem beachtlichen Erfolg in der Schweiz bieten FCP und EICP gemeinsam mit der Schweizerischen Text Akademie ab März 2009 den Hochschullehrgang «Corporate Publisher» in München an. Das berufsbegleitende Studium dauert sechs Monate und besteht aus Präsenz- sowie E-Classroom-Unterricht. Es schliesst mit dem Titel «CAS Corporate Publisher» ab – verliehen von der staatlich anerkannten Hochschule für Wirtschaft HWZ Zürich.
Absolventen des Lehrgangs «CAS Corporate Publisher» erwerben höchste Fachkompetenz in der Analyse von Medienmärkten im Rahmen der Unternehmenskommunikation, in der Konzeption und Präsentation von orchestrierten Kommunikationslösungen und in der Projektführung in Verlagen, Agenturen und Unternehmen. Dozieren werden unter anderen Prof. Dr. Dr. Helmut Schneider von der Steinbeis-Hochschule Berlin sowie Andreas Lampersbach, Head Media Relations MAN AG.
Der «CAS Corporate Publisher» ist Voraussetzung, um an der Schweizerischen Text Akademie den Master-Abschluss zu erlangen. Nach einem insgesamt zwei- bis dreijährigen berufsbegleitenden Studium wird dann der Titel «MAS Master of Advanced Studies in Writing & Corporate Publishing» vergeben, der von der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur akkreditiert sowie national und international anerkannt ist.
Anmeldebogen und zusätzliche Informationen gibt es unter www.forum-corporate-publishing.de .

16 Edis haben ihre Vitrine gefunden

Der Schweizer Auftragsfilm kann sich auch international sehen lassen. Die Jury hat viel Lob ausgesprochen.

Nicht nur die Filme zeugten in diesem Jahr von einer international konkurrenzfähigen Qualität im einheimischen Schaffen. Auch die Preisverleihung gestaltet sich von Jahr zu Jahr professioneller. Im Zürcher Schiffbau ist letzte Woche zum neunten Mal der Edi für die besten Auftragsfilme vergeben worden. Die Show präsentierte sich aufwändig und war mit witzigen Theaterszenen rund um die Welt des Films gewürzt.
Grosser Gewinner des Wettbewerbs ist «Sound-Designer» für das Restaurant Hiltl aus der Küche von Ruf Lanz und OnFilm. Der Spot holte Gold bei den Commercials und dazu noch einen Spezial-Edi für den Schnitt. Doppelgewinner war auch IWC mit «The Book of Dreams» mit Silber Corporate und einem Spezial-Edi für visuelle Effekte. Die eigenwillig animierte Bildsprache kommt aus dem Räderwerk von Condor und Le Mob.
Als technisch hochstehend ist der AET-Clip von Absolutturnus und der Animation von Elefant für das Filmfestival Locarno aufgefallen. Poetische Bilder in schwarz/weiss hat Alberto Venzago für den letzten Streckenwärter im Gotthardtunnel eingefangen. Am Wettbewerb der Swissfilm Association wurden insgesamt 16 Preise vergeben, bei einem neuen Teilnehmerrekord von 282 Filmen. (pan)

Kundenmagazin Senso als E-Paper

Helsana-Kunden steht neu eine Online-Version ihres Kundenmagazins zur Verfügung.

Passend zum neuen Markenauftritt präsentiert sich das Kundenmagazin Senso und das neu konzipierte Mitarbeitermagazin Info des grössten Krankenversicherers der Schweiz im neuen Kleid. Inform zeichnet sowohl für das Redesign als auch für die Umsetzung beider Corporate-Publishing-Projekte verantwortlich.
Zahlreiche Zusatzfunktionen
Die E-Paper-Version von Senso ist neu. Die Helsana-Kunden können das Magazin nun auch online lesen und kommen in den Genuss zusätzlicher Funktionen und Features. So können sie unter anderem Weblinks direkt anklicken, einzelne Seiten weiter verschicken oder ausdrucken und mit Stichworten nach konkreten Inhalten suchen. Weitere Möglichkeiten von E-Paper sind etwa die Einbindung von Videos, Online-Umfragen und -Wettbewerben oder das Vorlesen von Artikeln.
Cédric Tribolet
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Die neue E-Paper-Version von Senso bietet zahlreiche Funktionen und Features.

Rezept für genussvolle Bitternis

Draftfcb sagt alles Nötige über Appenzeller – ohne etwas zu verraten.

Mit dem neuen Auftritt für Appenzeller knüpft Draftfcb visuell an die erfolgreiche Appenzeller- Kampagne der letzten Jahre an. Appenzeller gelten als humorvoll. Gewohnt humorvoll soll deshalb auch die besondere Qualität des legendären Alpenbitters hervorgehoben werden. Der Verbraucher beziehungsweise Geniesser erfährt, dass es viel über dessen Herstellung und Rezeptur zu sagen gibt. Was es im Detail aber zu sagen gäbe, wird nicht verraten. Was bei Coca-Cola zum Mythos wurde, funktioniert nämlich auch beim Appenzeller: Das Rezept ist streng geheim.
Die Agentur kokettiert mit diesem «Insiderwissen» aus der Flasche, indem ein ausführlicher Text auf den Sujets jeweils mit Kräuterbildern und Produktelementen wie Flaschen und Gläser unleserlich gemacht wird. Sichtbar auffallen mit diesem Trick soll dafür die Kampagne – und zwar ab sofort schweizweit mit Inseraten und Plakaten. «Alles gesagt und nichts verraten», freut sich ob dieser Idee CD Florian Birkner.
Verraten sei hier stattdessen wenigstens historisch, wie es zum Rezept für diesen Alpenbitter aus Appenzell gekommen ist. Angeregt durch die vielen Heilkräuter seiner Heimat, begann ein gewisser Emil Ebneter in seiner 1902 gegründeten Spirituosenhandlung zu experimentieren. Der «selbstbewusste und dynamische junge Mann» konnte schon bald ein Produkt präsentieren, das sogar als «ärztlich empfohlen» bezeichnet werden konnte. Der Erfolg war so gross, dass Ebneter die Produktion 1908 in die elterliche Konzerthalle verlagern durfte. Seither wuchs ein marktgerechtes Sortiment mit immer mehr Produkten. Heute arbeiten 30 Leute für Appenzeller. Das Rezept des Alpenbitters kennen aber weiterhin nur zwei.
Andreas Panzeri
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Ohne Vertrauen ist alles nichts

In der Krise feiert die Binsenwahrheit Wiedergeburt: Emotionen dominieren die Vernunft. Aber dies gilt nicht nur in schlechten Zeiten. Denn Emotionalität ist auch der Schlüssel zum Markterfolg – solange man Vertrauen in die Gefühle gegenüber einer Marke hat. Gastkommentar von Kaspar Loeb, CEO der Schweizer Werbeagentur Saatchi & Saatchi Simko.

Reason leads to conclusions. Emotion leads to action. So bringt der Professor für Neurologie an der University of British Columbia, Donald B. Calne, die Ergebnisse seiner Forschungen auf einen einfachen Nenner. In der Finanzindustrie lässt sich der Beweis seiner These jeden Tag ablesen. Nicht realwirtschaftliche Fakten, sondern der grassierende Verlust an Vertrauen führte zu einem gigantischen Verlust an den Börsen, in den Bilanzen der Banken und für die Volkswirtschaften weltweit.
In der Krise feiert eine Binsenwahrheit Wiedergeburt, die in den Hochzeiten der Konjunktur verschämt in den Hintergrund getreten war. Nicht die kühle Rationalität ist es, die uns vorantreibt, sondern unsere Emotionalität.
Wenn Kunden in wenigen Monaten über 84 Milliarden Franken von ihren Konten bei der UBS auf andere Institute oder unter ihr Kopfkissen transferieren, dann hat das nichts zu tun mit den effektiven Realitäten scheinbar verlässlicher Zahlen. Dahinter steht vielmehr die nackte Angst, das über Jahre hinweg Gesparte in wenigen Tagen zu verlieren. Da kann die Nüchternheit und Quasi-Verbindlichkeit eines Balance Sheets nichts mehr ausrichten. «Emotion leads to action…»
Notorisch ist die Aversion der Finanzindustrie, offen zu kommunizieren und damit eben das Vertrauen zu bedienen, das es unbedingt braucht, um die Kunden und damit ihre Anlagen bei der Stange zu halten. Das ist wohl verständlich, denn Diskretion und Zurückhaltung garantieren das Geschäft und das schweizerische Geschäftsmodell. Ebenso notorisch sind aber die regelmässig wiederkehrenden Verwerfungen, die oft einzig und allein auf die fehlende Souplesse in der Kommunikation zurück zu führen sind.
Es sind oft leicht und ab und an auch leichtsinnig hingeworfene Worte wie diejenigen vom ehemaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, der in der Wirtschaftskrise dem staunenden Publikum sagte, das seien «Peanuts», wenn Otto Normalverbraucher auf den Urlaub verzichten müsse, weil ihm das Kleingeld fehlt. Oder als der ehemalige Chef Robert Studer der damals noch Schweizerischen Bankgesellschaft in der Diskussionssendung «Arena» raunte, der eifrige Wachmann Meili, der Akten aus der Zeit des Dritten Reichs bei der Bank vor dem Schredder rettete, habe noch eine «versteckte Agenda». Der Schaden, der mit diesen und anderen Äusserungen für die Bank angerichtet wurde, war in Heller und Pfennig messbar.
Das Phänomen, dass Emotionen die Ratio dominieren, ist einer der Pfeiler, auf denen die kommerzielle Kommunikation fusst und die dadurch entscheidend zum Erfolg einer Marke und des dahinter stehenden Unternehmens beiträgt. Es ist faszinierend, wie wir alle rein emotionale Präferenzen für eine Marke auf eine subtile Art post rationalisieren. Ich liebe die begeisterten Hohelieder auf Pferdestärken und Beschleunigungswerte für blitzende Karrossen, die wegen ihres Designs, ihres eleganten Armaturenbretts und ihres Marken-Appeals ausgewählt werden. Im Stau stehend amüsiere ich mich immer über die Vorstellung, dass der Porsche neben mir nun eigentlich in knapp 5 Sekunden auf 100 km/h in der Stunde beschleunigen könnte.
Interessant ist freilich die Tatsache, dass wir die unbestrittene Dominanz der Emotionen in unseren Entscheidungen so akkurat verdrängen können. Lässt sich das Mass der Emotionalität schon jeden Tag an den wild oszillierenden Börsencharts ablesen, so wird dennoch versucht, mit rationaler Nüchternheit dieses Phänomen zu negieren. Permanent werden zwar Begriffe gebraucht, die hoch emotional sind, aber irgendwie sind wir nicht bereit, auch zu anerkennen, dass sie am Ende des Tages Richtschnur für unser Handeln sind. Es könnte wohl sein, dass wir selber unseren Gefühlen misstrauen, weil wir weniger Herr über sie sind als über unseren Verstand.
Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass die kommerzielle Kommunikation zwar immer auf der Klaviatur der Gefühle spielt, die alltägliche Realität aber darauf hindeutet, dass nur ganz einfache Melodien in moderater Tonart gefragt sind, die niemandem weh tun, dadurch aber auch nicht auffallen und nichts bewegen.
Wer Loyalty beyond Reason und damit eine erhöhte Sicherheit für das nachhaltige Wachstum seiner Marke haben möchte, sollte daher ganz nüchtern, sachlich zum Schluss kommen, dass Emotionalität der Schlüssel zum Markterfolg ist. Was nur fehlt, ist das Vertrauen in die eigenen Gefühle.

«Going global» für Mitarbeitermagazin

Für den Sektor Power Service des Alstom-Konzerns konzipierte Infel das Mitarbeitermagazin Service in Action komplett neu und realisiert nun jährlich vier Ausgaben in drei Sprachen.

Der französische Alstom-Konzern, ein führendes und weltweit tätiges Unternehmen in den Bereichen Kraftwerke und Schienentransport, ist mit seinem Sektor Power Service in der Wartung und der Erneuerung von Kraftwerken tätig. Das Mitarbeitermagazin Service in Action, bislang von einer Agentur in Paris betreut, wurde von Infel völlig neu konzipiert. Die Basisversion wird in Englisch verfasst, was in der Redaktion von Infel nach einem «native English speaker» verlangt. Eine Herausforderung sind die Abstimm- und Freigabeverfahren im weltweit agierenden Unternehmen.
Statt der weit verbreiteten Unterteilung in People- und Technology-Storys schlug Infel eine Dreiteilung des Heftes vor. Die drei Sektionen unterscheiden sich nicht durch den Inhalt, sondern durch ihre Form: Im ersten Teil wird klassischer Journalismus gepflegt mit Berichten, Reportagen, Kurzmeldungen, Kurzinter¬views usw. Der zweite Teil zeigt grosszügige Bilder und prägnante Kurztexte und bewirkt dadurch einen spürbaren Rhythmuswechsel. Das Stilmittel des dritten Teils ist die Ich- oder Wir-Form, was die Authentizität der Mitarbeiter betont. Dazu Silvia Brönnimann, Manager Internal Media and Events bei Alstom Power Service: «Das neue Konzept trägt dem Titel des Magazins Rechnung: Es macht ‹Action› fühlbar und erlaubt ungewöhnliche Einblicke ins Alstom-Universum.»
Lösungsorientierte Koordination
Alstom beschäftigt weltweit 76’000 Mitarbeiter, davon über 22’000 im Sektor Power Service. In über 70 Ländern die richtigen Personen zu finden für die Informations- und Bildbeschaffung sowie die Freigabe der Beiträge, ist herausfordernd. «Going global» bedeutet deshalb vor allem lösungsorientierte Koordination von Netzwerken.
Alexander Jacobi
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Das Mitarbeitermagazin Service in Action kombiniert klassischen Journalismus mit einer attraktiven Bildsprache.

Grossbaustelle Vaud Fribourg TV

Bis Vaud Fribourg TV über die Mattscheibe flimmern wird, haben die vielen Besitzer noch zahlreiche Probleme zu lösen.

Es ist eine kleine Revolution: Die Konzessionserteilung an Vaud Fribourg TV bedeutet für den Kanton Fribourg, erstmals ein eigenes Regionalfernsehen zu haben. Das Projekt ist auch in anderer Hinsicht aussergewöhnlich: Am Aktienkapital sind öffentliche Partner beteiligt.
Als die Bakom-Weisen bei der Aufteilung der Versorgungsgebiete den französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg kurzerhand zum Kanton Waadt schlugen, war der Schock gross. Das Gebiet – immerhin rund 920’000 Einwohner in den Kantonen Waadt, Freiburg und im Unterwalliser Distrikt Monthey – sei zu gross und zu uneinheitlich, war die vorherrschende Meinung. Nie könnten zwei so unterschiedliche Kulturen, so viele verschiedene Akteure und dazu noch zwei als Konkurrenten auftretende Medienhäuser unter den Hut einer gemeinsamen Konzession gebracht werden. Nun ist das Unmögliche möglich geworden.
Am zukünftigen Fernsehen beteiligen sich fünf «his¬torische» Lokalfernsehen im Kanton Waadt, die Stadt Lausanne und weitere siebzehn Waadtländer Gemeinden, das Westschweizer Medienhaus Edipresse, die Freiburger Gruppe Saint Paul mit der Regionalzeitung La Liberté und das unabhängige Freiburger Lokalradio Radio Fribourg. Die privaten Akteure sollen gemäss den Vorstellungen der Pilotgruppe von Vaud Fribourg TV etwas mehr als 62 Prozent, die öffentlichen Partner etwas mehr als 37 Prozent der Aktien innehaben.
Auch die organisatorische Struktur ist ein Paradebeispiel für helvetische Kompromissfähigkeit. Zwar sind der Sitz des Senders und die Chefredaktion in Lausanne bei Edipresse angesiedelt, daneben werden jedoch zwei stellvertretende Chefredaktoren, von denen einer in Lausanne, der andere in Freiburg arbeitet, für die gebührende Vertretung «ihrer» Region sorgen. Man spürt die Hand des Freiburger Verlegers Albert Noth: Er trug Sorge, dass das Schwergewicht Edipresse nicht allein das Sagen hat.Die ungewöhnliche Architektur des neues Senders macht aber noch kein Fernsehen aus. «Wir müssen einiges von Grund auf neu erfinden», sagt Philippe Sordet, Sekretär der Pilotgruppe. Dazu gehört vor allem das Fernsehmachen im bisherigen weissen Fleck auf der Regionalfernsehkarte, dem Kanton Freiburg. Als ersten Schritt müsse man eine Aktiengesellschaft gründen und die Führungscrew zusammenstellen, kündigt Sordet an. Man kann sich vorstellen, dass die Nomination von Direktion und Chefredaktion nochmals zu einem subtilen Austarieren von Einfluss und Bedeutung der verschiedenen Akteure wird – Sordet will denn auch à tout prix nicht ausplaudern, wer als Direktor oder als Direktorin in Frage kommen könnte: «Wir werden die Nominierung demnächst in aller Form bekannt geben.» Bis das neue Fernsehen auf Sendung gehen kann, müssen auch die Teams zusammengestellt und die Zusammenarbeit mit den betreffenden Regionalzeitungen, La Liberté und 24 Heures, aufgegleist werden. «Einen Printredaktor mit einer Fernsehkamera loszuschicken», sei nicht vorgesehen, so Sordet. Hingegen werde man eine Zusammenarbeit bei der Auswahl der Themen und beim gegenseitigen Zugriff aufs Material aufbauen müssen. Die Fernsehredaktionen sollen zudem bei oder in nächster Nähe der Printredaktionen domiziliert werden.
Die zweite grosse Herausforderung ist die Umgestaltung der Werberegie Ecran Pub & Prod, die für den Sender arbeiten wird. Sie ist bisher zu 90 Prozent in den Händen von Edipresse, erhält jetzt jedoch eine Besitzstruktur, die die Besitzverhältnisse des neuen Senders widerspiegeln soll. Die Regie besorgt heute das Werbegeschäft der fünf kleinen Waadtländer Sender, für die es den Pool VD News Combi gibt. Für das überregionale Geschäft arbeitet sie mit den andern Regionalfernsehen, das heisst mit dem Genfer Léman bleu, dem Neuenburger Canal Alpha und dem Walliser Sender Canal 9 im Pool Télé Romandie Combi TRC zusammen. Diesen Pool gilt es den Realitäten der grösseren Konzessionsgebiete anzupassen.
Doch allein schon die über 900’000 potenziellen Zuschauer von Vaud Fribourg TV dürften ein attraktives Zielpublikum ausmachen, vor allem in Verbindung mit den crossmedialen Möglichkeiten, welche die Nähe zu den Regionalzeitungen gestattet. Eine weitere grosse Herausforderung wird es sein, einen nationalen Partner zu finden. Laut Bertrand Froidevaux, Direktor von Ecran Pub, habe man mit Publisuisse, Radiotele und IP Multimedia Gespräche geführt. Für einen Entscheid sei es jedoch zu früh.
Helen Brügger

Nicht konzessioniert wurde das Radio Rouge FM, hinter dem Hugues de Montfalcon steht. De Montfalcon hatte ein «hundertprozent privates» TV-Projekt zur Konzessionierung eingereicht und polemisierte gegen das «staatlich unterstützte» Projekt der Konkurrenz. Doch nicht einmal er scheint an seine Chancen geglaubt zu haben, bereitete er doch die Lancierung von Rouge TV vor, ein digitales Musik- und Unterhaltungsfernsehen für ein Publikum zwischen 15 und 25 Jahren. Wenn das Bakom es bewilligt, will Rouge TV im Februar starten. Vaud Fribourg TV startet laut Philippe Sordet «spätestens nächsten Sommer». (hb)

Lebendiger Circus Knie

Artisten und Tiere, Manege und Backstage – die Knie Illustré mit ihrer faszinierenden Thematik wird in einem neuen Ansatz erarbeitet.

Auf Beginn der nächsten Tournee, im März des nächsten Jahres, erscheinen die Knie Illustré und das Programmheft des Schweizer National-Circus Knie in neuer Konzeption.
Die Zirkusleistungen und das Zirkusleben werden in einer bunten Themenmischung und hautnah erzählt. Ein Teil des Magazins wird neu von Alberto Venzagos Bildsprache geprägt. Die Konzeption, Heftdramaturgie und Umsetzung (Design, Redaktion) erarbeitet Primafila AG in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vom Circus Knie.
Viviane Egli
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