Wer bisher gewann: Die Werberinnen und Werber des Jahres von 1977-2009

Am Mittwochabend fand im Zürcher Kaufleuten die Verleihung des Titels Werber des Jahres statt. Sehen sie hier eine Auflistung jener Leute, die seit 1977 einen unserer Egons mit nach Hause nehmen durften.

Am Mittwochabend fand im Zürcher Kaufleuten die Verleihung des Titels Werber des Jahres statt. Sehen sie hier eine Auflistung jener Leute, die seit 1977 einen unserer Egons mit nach Hause nehmen durften. Auffallend: Annähernd die Hälfte der Preisträgerinnen und Preisträger kommt nicht aus dem Kreativbereich.
1977: Doris Gisler-Truog, André Hofer
1978: Jörg Kissling
1979: Jörg Steiner
1980: Peter Lesch, Aldo Frei
1981: Hans Gfeller
1982: Peter Marti
1983: Ruedi Wyler
1984: Jean Etienne Aebi
1985: Fredy Collioud
1986: Hans Ulrich Schweizer, Jost Wirz
1987: Reinhold Weber
1988: Andy Steiner
1989: Adolf Wirz
1990: Yvonne Hodel
1991: Reinhold Weber
1992: Hansjörg Zürcher
1993: Yvonne del Medico
1994: Walter Bosch
1995: Martin Denecke
1996: André Benker
1997: Liliane Lerch
1998: Bruno Widmer
1999: Danielle Lanz
2000: Markus Ruf
2001/2002: Dominique von Matt
2003: Ruedi Wyler
2004: Martin Spillmann
2005: Beat Mühlemann
2006: Markus Ruf
2007: Peter Felser
2008: Pius Walker
2009: Frank Bodin

Gmx hat die Schweiz entdeckt

Seit einer Woche ist der Maildienst Gmx mit einem eigenen Schweizportal online. Unter Gmx.ch können Mailnutzer nicht nur den Freemail-Dienst nutzen, sondern werden auch mit landesspezifischen Informationen und Services versorgt. Auf dem Portal geschaltete Werbung spricht gezielt Konsumenten in der Schweiz an.

Schweizer Besitzer eines Gmx-Postfachs bekamen bisher rund um die Log-in- und Log-out-Seiten Nachrichten aus Deutschland und Buntes aus aller Welt geboten. Ab heute können sie auf dem Weg zum und vom elektronischen Briefkasten deutschsprachige Infos über Basel, Blocher, Bligg und Beromünster lesen. Ausserdem stehen ihnen schweizspezifische Services zur Verfügung, zum Beispiel die Wettervorhersage für alle Schweizer Kantone und das Fernsehprogramm.
Geliefert werden die Schweizer Nachrichten von der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA). «Wir bauen für das Schweizportal keine eigene Redaktion auf», sagt Matthias Ehrlich (53), Vorstand der United Internet Media AG, dem Mediavermarkter von Gmx. «Denn wir finden es sinnvoller, dass die Meldungen für die Schweiz auch aus der Schweiz kommen.» Noch hat United Internet Media die redaktionelle Hoheit bei der Freischaltung der Meldungen, die SDA liefert. «Auf Dauer wird es auf Gmx Schweiz aber eine Klickdemokratie geben», sagt Ehrlich und stellt in Aussicht: «Unsere Nutzer wählen mit ihren Klicks aus, was sie lesen wollen und was nicht.»
Hohe Qualität und Pop-up-Tabu
Als Konkurrenz zu etablierten Schweizer Nachrichtenportalen sieht Ehrlich Gmx.ch nicht. «Wer gezielt Informationen sucht, geht eher auf die Webseiten der Schweizer Zeitungen», weiss er. «Wir bedienen eine andere Klientel, nämlich die Nutzer, die zum Beispiel in der Mittagspause schnell ihre E-Mails abrufen und auf diesem Weg noch die eine oder andere Meldung vom Tag mitnehmen.» Fastfood seien die Gmx-Meldungen dennoch nicht. «Wir wollen dem Tagesjournalismus keine Konkurrenz machen, trotzdem ist Qualität für uns sehr wichtig», betont Ehrlich. «Die Nachrichten sind als Ergänzung zu unserem E-Mail-Angebot gedacht, ein zusätzlicher Service für unsere Nutzer. Und die sollen unseren Service mögen. Das erreichen wir – abgesehen von dem verlässlich funktionierenden E-Mail-Account – nur mit einem fundiert recherchierten und gut geschriebenen Nachrichtenmix.»
Diesem Massstab will Ehrlich auch mit der Werbung auf Gmx Schweiz gerecht werden. Pop-up-Fenster, die Gmx-User beim E-Mail-Schreiben stören, sind für ihn tabu. Auch Newsletter erhalten Inhaber eines Accounts höchstens zweimal pro Woche. Statt Werbung mit Guerillamethoden zu betreiben, versucht United Internet Media, der klassischen Print- und TV-Werbung das Geheimnis ihrer Durchschlagskraft zu entlocken und diese Wirkungsweisen auf das Internet zu transponieren. «Wir bieten zum Beispiel möglichst grossformatige Werbeflächen an», sagt Ehrlich. «Unsere Log-out-Seite mit der Möglichkeit, eine Anzeige im Maxi-AD+-Format zu schalten, ist bei Unternehmen sehr beliebt. Ausserdem arbeiten wir auf fest definierten Platzierungen mit Spots in TV-Qualität, Votings sowie Bannern und wir setzen Targeting ein.»
Targeting ermöglicht die anonyme und direkte Auslieferung von Werbung an definierte Zielgruppen. Und das vollautomatisch und mit geringen Streuverlusten. United Internet Media hat selbst mehrere Targetingprodukte entwickelt. Die sogenannte Target-Group-Planning-Technologie verknüpft anonyme, statistisch hochgerechnete Nutzungsinformationen von Usern mit Offline-Daten wie zum Beispiel deren Kaufverhalten. «So können wir unseren Werbepartnern eine ausreichend genaue Zustellung ihrer Werbung garantieren», erklärt Ehrlich. «Wir werten allerdings keinerlei Daten aus privater Kommunikation aus, denn das halten wir für datenschutzrechtlich bedenklich.»
Hoher Druck und wirksame Werbung
Dass in Zeiten der viel beschworenen Wirtschaftskrise kein Unternehmen mehr Geld für Werbung ausgeben mag, kann Ehrlich so nicht bestätigen. Im Gegenteil: Print leidet zwar stark unter der Werbeflaute, Online aber holt auf. «Wenn das Geld knapp wird, muss Werbung effizienter und wirksamer werden und eine hohe Reichweite haben», sagt der Werbeprofi. «Immer mehr Unternehmen entdecken deshalb Online als gute Alternative zu Print und TV und wagen jetzt erste Schritte in der Online-Werbung.» Die Delle im Wirtschaftswachstum ist für die Werbung im Internet also eine riesige Chance: «World Wide Werbung» lautet das Gebot der Zukunft. «In der Schweiz ist der Online-Werbemarkt derzeit noch unterentwickelt», sagt Ehrlich. «Aber der Markt zieht jetzt an. Die Krise baut einen hohen Druck auf, mitzuziehen. Das ist natürlich für unser neues Schweizportal eine optimale Ausgangsbedingung.»
Im Vorfeld der Liveschaltung von Gmx Schweiz konnte United Internet Media bereits einige grosse Schweizer Unternehmen als Werbepartner gewinnen: Swiss, Swisscom, Ricardo, Coca-Cola Schweiz und Feldschlösschen werben auf dem neuen Portal. Die lokale Vermarktung der Werbeplätze hat United Internet Media der AdLink Internet Media AG Schweiz übertragen.Hohe Reichweite und Vorteile
Gmx Schweiz ist ein Angebot in deutscher Sprache. Eine französische und eine italienische Version für die anderssprachigen Teile der Schweiz sind nicht geplant. Es sei problematisch, so Ehrlich, ein Angebot in dieser Qualität und mit dieser Reichweite auch noch in mehreren Sprachen aufzubauen. Die Beschränkung auf die deutsche Sprache bietet zudem Vorteile: Die Werbereichweite von Gmx.ch ist durch die Verknüpfung mit dem deutschen und dem österreichischen Gmx-Portal besonders hoch. «So können wir mit dem E-Mail-Dienst und den jeweils landesspezifischen Meldungen und Services den gesamten deutschsprachigen Raum ansprechen», sagt Ehrlich. «Als Werbeplattform ist das Schweizer Portal damit sowohl für alle in der Schweiz ansässigen werbetreibenden Unternehmen mit Zielgruppen im deutschsprachigen In- und Ausland spannend als auch für internationale Konzerne mit schweizerischen Zielgruppen.»
Ohne die Kopplung mit dem deutschen und dem österreichischen Gmx-Portal gäbe es Gmx.ch vermutlich gar nicht. «Ein komplexes Werbetool wie Targeting nur für einen kleinen Wirtschaftsraum wie die Deutschschweiz anzubieten, wäre nicht rentabel», betont Ehrlich. «In Verbindung mit Gmx.de und Gmx.at jedoch entstehen Synergien und das Targetingangebot auf dem Schweizportal rechnet sich. So können wir der Schweiz eine Werbeplattform mit ganz neuen Möglichkeiten und Reichweiten anbieten.»
Vorläufer von Gmx.ch ist das Österreichportal von Gmx, das seit März 2008 online ist. Die Reaktionen von Nutzern und Werbepartnern auf die Einführung von Gmx Österreich seien sehr positiv gewesen, berichtet Ehrlich: «Die Nutzungsfrequenzen und die Verweildauern der User stiegen deutlich – und damit auch die Werbeumsätze. Und das gleich um zirka 300 Prozent.» Heute ist Gmx.at das grösste österreichische Serviceportal und das zweitgrösste Online-Angebot im österreichischen Internet. Eine ähnlich positive Entwicklung erwartet United Internet Media auch für die Schweiz.
Anne-Friederike Wilhelm

Gmx – Fact & Figures
Der Freemail-Pionier Gmx (Global Message Exchange) ging vor elf Jahren in Deutschland als Maildienst online. Ein Jahr später haben bereits 250’000 Menschen einen Gmx-Account, im April 1999 zählt Gmx.de mehr als eine Million Mitglieder. Ende 2008 erreicht Gmx in Deutschland monatlich 8,7 Millionen Unique User und ist die Nummer fünf der meistbesuchten Online-Angebote (AGOF internet facts 2008-III).
Im März 2008 startet das österreichische Portal von Gmx. Das E-Mail-Angebot wird um landesspezifische Inhalte und Services erweitert. Gmx.at entwickelt sich in kurzer Zeit zum grössten österreichischen Online-Serviceportal und zum zweitgrössten Online-Angebot im österreichischen Internet.
In der Schweiz ist Gmx derzeit mit rund 750’000 Postfächern der drittgrösste Maildienst hinter Hotmail und Bluewin. Von der Einführung des Schweizer Portals verspricht sich das Unternehmen einen raschen Zuwachs an Gmx-Nutzern und steigende Werbeumsätze. Angestrebt ist ausserdem ein Platz unter den Top 5 der Schweizer Internet­portale. (afw)

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Schweizer Nachrichten auf der Gmx-Startseite werden mit Bannerwerbung von Feldschlösschen unterstützt.

In Angst untergehen … oder …?

Was uns das noch junge Jahr 2009 bringen wird, wissen wir heute nicht. Wird es, wie von einer breiten Öffentlichkeit und den Me¬dien seit Monaten prognostiziert, ein schwieriges Jahr oder steht uns gar eine Krise bevor? Gastkommentar von Uwe Tännler, Präsident Swiss Marketing (SMC).

Was uns das noch junge Jahr 2009 bringen wird, wissen wir heute nicht. Wird es, wie von einer breiten Öffentlichkeit und den Medien seit Monaten prognostiziert, ein schwieriges Jahr oder steht uns gar eine Krise bevor? Lassen wir uns von solchen Botschaften einschüchtern und lähmen? Oder besinnen wir uns auf unsere Stärken und stemmen uns mit aller Kraft dagegen?
Wir als Berufsverband für Marketing und Verkauf werden uns auch im bevorstehenden Jahr nicht von solchen Bad News beeinflussen lassen und die kommenden Aufgaben hochmotiviert und engagiert angehen.
Ich bin sehr zuversichtlich und prognostiziere für unseren Verband auch für das Jahr 2009 eine erfolgreiche Zukunft.
Warum?

  • weil wir überzeugt sind, dass Aus- und Weiterbildung gerade in wirtschaftlich kälteren Zeiten von hoher Wichtigkeit ist
  • weil aktives Networking, Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer berufliches Fortkommen unterstützen
  • weil die internationale Anerkennung unserer Berufsbilder Realität wird und
  • weil wir auf unsere treuen Mitglieder, Partner und Wegbegleiter zählen können.

Anfang Februar werden wir mittels einer Online-Umfrage bei unseren Mitgliedern die Stimmung abholen und deren Anregungen, Wünsche und Inputs in unsere Strategie einfliessen lassen.
Der Wunsch nach Identität, internationaler Anerkennung des Berufsstandes, Mitgliederwachstum und qualitative Nachfolgeregelungen in den Vorständen sind dabei nur einige Schwerpunkte unseres Schaffens.
Wir sind noch lange nicht am Ziel, kommen Sie an Bord und machen Sie mit! Wir sind auf dem Weg, Swiss Marketing zu einem anerkannten Berufsverband zu formen, der mit Recht den Titel Swiss Marketing trägt.
Die Liste der Vorzüge von Swiss Marketing ist lang. Um sie aufrechtzuerhalten und noch weiter auszubauen, brauchen wir Ihre Unterstützung.
Kommen Sie zur Nummer 1 im Marketing! Swissmarketing.ch Rubrik Mitglieder! Mit uns haben Sie den Wind im Rücken. Herzlich willkommen.

Publicitas zwinkert der BaZ zu

Die P Basel lanciert für Basel ein Mehrwert-Tool, das lokale Kunden motivieren soll, wieder über den P-Kanal statt direkt bei der BaZ zu buchen.

Seit die Basler Zeitung Medien (BZM) vor einem Jahr von der Publicitas-Pacht in die Eigenregie wechselte und zudem – je nach Terminologie – einen Direktbuchungsrabatt beziehungsweise eine Direktbuchungsentschädigung von 1,5 Prozent gewährt, verliert die P am Rheinknie Umsatz. Diese macht daraus kein Geheimnis. «Ausgehend vom Umsatz 2007 haben wir letztes Jahr im Lokalmarkt Basel mehr Umsatz verloren als in der übrigen Schweiz», sagt René Gehrig, seit August 2008 bei Publicitas Schweiz Managing Director Region Mitte und somit auch für das WG 31 zuständig.
Jetzt, da das Jahr 2008 abgeschlossen ist und die Trends klar sind, möchte Gehrig aber zugunsten der P-Marktanteile etwas unternehmen. Konkret bietet die Publicitas Basel ab nächster Woche im lokalen Markt versuchsweise ein sogenanntes «Mehrwert-Tool» an: Allen lokalen Kunden, die letztes Jahr für mindestens 10’000 Franken über die P Basel Anzeigen in BZM-Titeln gebucht haben, erhalten eine Gutschrift von einem Prozent auf ihr gesamtes geschaltetes Netto-Nettovolumen. Zu den BZM-Titeln gehören neben der Basler Zeitung und dem Baslerstab auch News Basel sowie eine Hand voll Gemeindeblätter.
Das Ein-Prozent-Guthaben wird den Kunden zwar nicht direkt ausbezahlt, aber sie erhalten Zugang auf die Website www.publicitaspass.com. Dort sind derzeit rund 500 Sport- und andere Events sowie weitere Angebote aufgelistet – vom FCB-Match im Ausland über eine Gruppenflossfahrt oder Weinbestellung bis hin zu Hotelübernachtungen. Für diese Angebote kann der Kunde seine Gutschrift 2008 zur Anzahlung nutzen. «Wir wollen den lokalen Kunden einen direkten Mehrwert bieten, wenn sie über uns buchen», sagt Gehrig. Selbstredend kann der Kunde sein Guthaben auch in werbliche Produkte investieren, etwa in Gutscheine für das P-Tool SMS-2-Mail oder auch in neue Inserate in BZM-Titeln – die natürlich wieder via P Basel geschaltet werden müssen.
Als «Gralshüterin der Tariftreue» wolle die P nur die offiziellen Tarife der Verlage in den Markt tragen, betont Gehrig. Das neue Tool ändere daran nichts. «Damit gefährden wir den Preis nicht, im Gegenteil, wir fördern den Umsatz in BZM-Titeln – einfach über unseren Kanal.» Die Gutschrift bezahle im Übrigen die P. Gehrig: «Das geht weg von der Kommission, die wir von der BZM erhalten.»
Das neue Tool samt Gutschrift lanciert die P nun also nächste Woche als Versuchsballon. «Falls es im lokalen Markt ankommt, werden wir es vielleicht auch nationalen BZM-Inserenten anbieten», sagt Gehrig. Gegebenenfalls werde man aber auch den Mut haben, das Tool wieder vom Markt zu nehmen.
In gewisser Hinsicht erinnert das Mehrwert-Tool an die umsatzabhängige «Konto-Bonifikation» von 0,5 bis 3 Prozent, die die P Basel vor einem Jahr offeriert hatte (jedoch gleich darauf wieder einstellen musste). Auch dort ging es letztlich um die Frage, wie die P das Buchen über ihre Kanäle attraktiver gestalten und verlorene Marktanteile zurückgewinnen könnte. Gehrig, der mit der damaligen Sache nichts zu tun hatte, wehrt sich aber gegen einen Vergleich. «Die Bonifikation war in jeder Hinsicht eine Fehlkonstruktion», sagt er klar. Die neue Gutschrift dagegen bleibe mit einem Prozent in jedem Fall unter dem BZM-Direktbuchungsrabatt. Zudem will er das neue Angebot auf das Buchen bei BZM-Titeln beschränken.
Ein Ausweiten auf Insertionen bei andern Eigenregieverlagen komme aber nicht in Frage, so Gehrig. «Das Tool stellt keine Drohgebärde dar, vielmehr versuchen wir, der Preisspirale, die sich in Basel besonders schnell abwärts dreht, in spielerischer Form und mit einem gewissen Augenzwinkern zu begegnen», sagt er. Denn die Basler Situation sei für die P speziell: Da am Rheinknie die Tariftreue besonders leide, habe die P nicht nur als Inseratenvermittlerin das Nachsehen, sondern auch als BZM-Grossaktionärin. «Wir halten dort immerhin 37 Prozent», sagt Gehrig.
Markus Knöpfli

Hans im Glück

Das Schlagwort von der Ökonomisierung der Medienbranche führt in die Irre. Gastkommentar von Stephan Russ-Mohl, Leiter des European Journalism Observatory an der Universität Lugano.

Wie auf nahezu jedem Medienkongress, auf dem sich mehr als zwei Kommunikationsforscher begegnen, bestimmte zuletzt beim Mediensymposion in Zürich zur «Krise der Leuchttürme öffentlicher Kommunikation» ein Schlagwort die Diskussionen: die Ökonomisierung des Medienbetriebs. Vordergründig geht es um Sparzwänge, und um die eher triviale Tatsache, dass Journalismus und Medien nicht im luftleeren Raum und auch nicht allein in der Sphäre des Politischen agieren, sondern knappe Ressourcen die Möglichkeiten und Grenzen des Publizierens bestimmen.
«Ökonomisierung» ist indes mehr als die Beschreibung des Sachverhalts, dass auch Redaktionen rechnen und haushalten lernen müssen und dass da und dort, wie der US-Medienforscher Doug Underwood schon vor Jahren besorgt registrierte, MBAs Chefredaktoren-Sessel erklimmen. Der Begriff enthält eine Trendaussage, die mehr verschleiert als sie erhellt: In bester Tradition der Frankfurter Schule wird unterstellt, das («kapitalistische») System unterwerfe immer mehr Lebensbereiche und somit auch die Redaktionen dem Diktat des Ökonomischen und damit (überhöhten) Renditeerwartungen. So komme Journalismus als «Kulturgut» unter die Räder: Er könne seinen publizistischen Auftrag immer schlechter erfüllen, die Bürger mit hinreichend geprüften Nachrichten zu versorgen, der Demokratie zu dienen und die Mächtigen zu kontrollieren.
Bei dieser Denkweise bleibt das (Wirtschafts-)«System» eine Blackbox. Man kann oder will nicht in sie hineingucken. Allenfalls die «Schuldigen» sind schnell ausgemacht: Die Verleger und jene Finanzinvestoren, die – wie Sam Zell oder David Montgomery – in der Medienbranche investieren und in ihrer ungezähmten Gier wie «Heuschrecken» die Redaktionen kahlfressen.
Ausserdem erfolgt die Beschreibung aus der Sicht der Journalisten, also der Nachrichtenproduzenten – und nicht der Kunden. Aus dem Blickwinkel der Leser, Hörer, Zuschauer wäre zutreffender von einer Ent-Ökonomisierung des Mediensektors zu sprechen: Bis auf die Zwangsgebühr für den Rundfunk sind wir den Utopien der 68er vom Nulltarif für lebensessentielle Güter und Dienstleistungen so nahe gekommen wie nie zuvor: «Alles gratis» gilt ja nicht nur für Pendlerzeitungen wie 20 Minuten, .ch und den Blick am Abend, sondern im Internet längst auch für viele hochwertige Inhalte von der Neuen Zürcher Zeitung über YouTube bis hin zur New York Times.
Paradiesische Zustände herrschen auch für die Werbetreibenden: Sie können heute ihre Zielgruppen ohne allzu grosse Streuverluste erreichen – anders als Henry Ford, der sich sorgte, die Hälfte seines Werbebudgets sei zum Fenster hinausgeworfen, aber nicht wusste, welche Hälfte. Wer per Kleinanzeige eine neue Freundin sucht oder sein Auto verkaufen möchte, kann online inzwischen sogar gratis inserieren, wenn er nicht selber Gewerbetreibender ist.
«Ökonomisierung» – das Schlagwort vernebelt somit eher zwei elementare Veränderungen statt sie angemessen zu beschreiben: Erstens herrscht heute Wettbewerb. Dank des Internets ist der Konkurrent, der auf dieselben Publika und Anzeigenkunden hofft, nur einen Mausklick entfernt. Zuvor hatten regionale und lokale Monopole und Oligopole vielen Medienunternehmen über Jahrzehnte hinweg Traumrenditen beschert, wie sie sonst nur Spielkasinos erzielten. Aus steigenden Werbeumsätzen liessen sich auch Redaktionen grosszügig finanzieren, die ihrerseits wie die Maden im Speck lebten. Zweitens hat sich die nachwachsende Generation bereits daran gewöhnt, dass Nachrichten «nichts kosten». Null Zahlungsbereitschaft, auch das deutet eher auf Ent-Ökonomisierung hin. Den Zeitungsverlegern geht es derzeit wie Hans im Glück – sie verlieren eine Einkunftsquelle nach der anderen.
Der Trend ist indes nicht nur für die Verleger, sondern auch für die Gesellschaft verhängnisvoll – journalistische Qualität und Unabhängigkeit sind nun einmal nicht umsonst zu haben. Es ist fünf vor zwölf: Wenn wir verhindern wollen, dass nur noch Google, Microsoft und die Rundfunkanstalten des Service public als Informationsanbieter übrig bleiben, muss die Politik ordnungspolitisch einen Rahmen schaffen, der einen fairen Wettbewerb unter öffentlichen und privaten Medienunternehmen ermöglicht. Bisher hat sie nur gezeigt, dass sie mit dieser Aufgabe hoffnungslos überfordert ist. Der Staat hat weder Medienkartelle verhindert noch Marktversagen korrigiert. Aber der Staat sind letztlich wir, die Bürgerinnen und Bürger – und wenn wir weiterhin «alles gratis» haben wollen, dann ergeht es womöglich uns allen wie Hans im Glück. Hochwertiger, unabhängiger Journalismus kostet Geld – und wenn er sich über Werbung nicht mehr indirekt finanzieren lässt, müssen wir wohl oder übel für ihn direkt bezahlen, sei es am Kiosk, sei es online mit Micro-payments, sei es über gebührenähnliche Steuern. Das hat viel mit Ökonomie zu tun – aber wenig mit «Ökonomisierung».

Zu guter Letzt: Bunkerbewohner gesucht

Big Brother war gestern – «Pfahlbauer von Pfyn» und «Leben wie zu Gotthelfs Zeiten» ebenso. Für die neuste Reality-Soap des Schweizer Fernsehens werden «wehrhafte Frauen und Männer» gesucht, die sich freiwillig in einer kalten Bunkeranlage einsperren lassen.

Big Brother war gestern – «Pfahlbauer von Pfyn» und «Leben wie zu Gotthelfs Zeiten» ebenso. Dieses Mal fährt das Schweizer Fernsehen schweres Geschütz auf: Für die neuste Reality-Soap werden «wehrhafte Frauen und Männer» gesucht, die sich für drei Wochen freiwillig mit 29 anderen Personen in einer kalten Bunkeranlage einsperren lassen, um das harte Leben der Schweizer Bevölkerung währen den Kriegsjahren kennen zu lernen.
Im Zentrum der Serie «Alpenfestung – Leben im Réduit» stehen nicht die militärischen Aspekte der Kriegszeit, sondern vielmehr Alltagsprobleme der damaligen Zeit. So müssen es die Kandidaten mit kratzenden Uniformen oder rostigen Karabinern aufnehmen. Wer den idyllischen Traumurlaub in 200 Metern Tiefe geniessen möchte, kann sich ab sofort unter Sf.tv/sf1/alpenfestung für einen der – womöglich heiss begehrten – Plätze in der Doku-Soap von «Schweiz Aktuell» bewerben. In der Festung Fürigen bei Stansstad soll es den Teilnehmern an nichts mangeln. Die Anlage verfügt über alles, was das Herz begehrt – Geschützstände, Funkraum und eine Krankenstation mit Operationssaal. Überzeugt? Dann nichts wie los. Und übrigens: Für das Abenteuer werden nicht nur starke Männer, sondern auch Frauen, Paare oder ganze Familien gesucht!

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(Quelle: www.stansstad.ch)

Zur Sache: Wir gratulieren

Schon zum 33. Mal verleiht die Werbewoche die Auszeichnung «Werber des Jahres». Gewählt haben ihn die Abonnentinnen und Abonnenten der Werbewoche. Nominiert waren sechs Persönlichkeiten der Schweizer Werbeszene. Im Gegensatz zum letzten Jahr schafften es dieses Jahr weder eine Frau noch ein Vertreter aus der Romandie unter die Nominierten.

Schon zum 33. Mal verleiht die Werbewoche die Auszeichnung «Werber des Jahres». Gewählt haben ihn die Abonnentinnen und Abonnenten der Werbewoche. Nominiert waren sechs Persönlichkeiten der Schweizer Werbeszene, ausgewählt von einem prominenten Wahlgremium, bestehend aus den ehemaligen Werbern und Werberinnen des Jahres. Im Gegensatz zum letzten Jahr schafften es dieses Jahr weder eine Frau noch ein Vertreter aus der Romandie unter die Nominierten. Schade.
Der Werber des Jahres 2009 heisst Frank Bodin. Neunmal war er schon nominiert, doch bisher hatte es nie zum Sieg gereicht. Dieses Jahr konnte Bodin im Zürcher Kaufleuten die vom Schweizer Künstler Max Grüter gestaltete Trophäe namens Egon entgegennehmen. 21 Prozent der Stimmen entfielen auf den CEO von Euro RSCG. Bis heute gewann Bodin mehr als 500 Awards von praktisch allen Festivals, er war Jury-Mitglied von Cannes bis Clio und 2004 Präsident der Golden Drum. Als Präsident der BSW Swiss Leading Agencies engagiert er sich für unsere Branche.
Nur knapp dahinter mit 20 Prozent der Stimmen landete Daniel Krieg auf dem ehrenvollen, aber undankbaren zweiten Platz. Krieg ist Mitinhaber von Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby. Die 2004 gegründete Agentur beschäftigt heute über 50 Mitarbeiter und fällt immer wieder durch kreative und intelligente Werbung auf. Krieg hat an der Universität St. Gallen studiert. Vor der Agenturgründung arbeitete er nicht nur als Texter und Konzepter bei verschiedenen Agenturen, sondern auch im Investmentbanking, in der Konsumgüterbranche und im Verlagswesen.
Mit 15 Prozent der Stimmen schaffte es Alexander Jaggy auf Platz drei. Der Executive Creative Director von Jung von Matt/Limmat ist auch nicht zum ersten Mal nominiert. Seit 2004 leitet er die kreative Arbeit der Zürcher Agentur, die kürzlich in einer Umfrage der Handelszeitung zur «beliebtesten Werbeagentur» gewählt wurde.
Zum zehnten Mal verleiht eine breite Publikumsjury die Auszeichnung «Kampagne des Jahres». Zur Auswahl standen zwölf wichtige Arbeiten von zwölf Agenturen. Neben der Leserschaft der Werbewoche haben sich auch die Leserinnen und Leser der Programmzeitschrift Tele an der Wahl beteiligt. Die Wahl war eindeutig. Humor ist Trumpf: Mit 42 Prozent aller Stimmen wählten sie die Kampagne der Suva zum Sieger. Konzipiert und realisiert hat sie die Werbeagentur Ruf Lanz.
Auf Platz zwei mit elf Prozent der Stimmen liegt die Kampagne für die Sonntagszeitung Sonntag der Werbeagentur Wirz. Mit zehn Prozent schafften es Spillmann Felser Leo Burnett mit der Kampagne für Floralp auf Platz drei.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

PrintOnline holt Marktanteile

Zum ersten Mal seit langem reduziert PrintOnline seine Tarife nicht. Denn das übermittelte Inseratenvolumen nahm letztes Jahr ab – und sinkt wohl weiter.

Die Printwerbung hat letztes Jahr abgenommen. Noch sind zwar die Dezemberzahlen der Wemf-Inseratenstatistik noch nicht publiziert, insgesamt dürfte aber die Zahl der Anzeigenseiten um rund 10 Prozent gesunken sein, auch wenn etwa die Sonntagspresse nach wie vor Zuwächse verzeichnen konnte.
Etwas von diesem Inseratenrückgang bekam auch der digitale Datenkurier PrintOnline (POL) ab. POL, 1997 von Publicitas, Tamedia, Ringier und NZZ gegründet, funktioniert als «elektronischer Datenkurier» und übermittelt ganze Anzeigenkampagnen von Werbekunden und Agenturen an die angeschlossenen Verlage. 2008 ging die POL-Übermittlungsleistung nun erstmals seit 2002 zurück – um 3 Prozent auf 127’006 Einzelinserate. Damit liegt POL aber deutlich unter dem Rückgang der Gesamtbranche. «Es scheint mir, dass wir bei der Übermittlung Marktanteile gewonnen haben», sagt auch Geschäftsführer Kurt Obrist. Das gilt erst recht bei den Kleininseraten (solche unter 311 Quadratzentimeter), darunter auch Rubrikenanzeigen.
Steigerung bei Kleinanzeigen
Während die Branche gerade in diesem Bereich den Haupteinbruch hinnehmen musste, konnte POL hier sogar zulegen. Der Anteil der Kleininserate am gesamten übermittelten Volumen stieg bei POL von 58 auf neu 61 Prozent, was absolut einem Zuwachs von 1’500 Einzelinseraten entspricht. Das ist umso erstaunlicher, als POL in den letzten Jahren bei dieser Sorte Inserate Marktanteile an die spezialisierten Anbieter für Online- und Printrubrikenmärkte (Publiconnect, Scout24, Unio oder Prospective) verloren hatte. Nun scheint es zumindest bei der Übermittlung für Print zu einer Trendumkehr zu kommen. «Aber fragen Sie mich nicht, warum», sagt Obrist schmunzelnd. Vielleicht, weil POL aktiv auf Werbeauftraggeber zugehe und auch immer wieder neue Kunden gewinne, meint er.
Der Volumenrückgang hat eine preisliche Konsequenz: Erstmals seit mehreren Jahren kann POL seine Tarife nicht reduzieren, sondern belässt sie auf dem Niveau von 2008. Grossverlage bezahlen also weiterhin eine jährliche Anschlussgebühr von 15’000 Franken und pro übermitteltes Inserat 11 Franken. Kleinere Verlage ohne Anschlussgebühr bezahlen 31 Franken pro Anzeige. Sind die Inserate kleiner als 311 Quadratzentimeter (eine halbe Tabloidseite) zahlen Grossverlage auch in Zukunft 7 Franken, Kleinverlage 19 Franken.
Dass Verlage und nicht Werbeauftraggeber POL finanzieren, hat damit zu tun, dass der Datenkurier den Werbeauftraggebern das Handling der Printwerbung erleichtern soll – im Sinn einer Branchenlösung. Als Nonprofit-Unternehmen gibt POL den Verlagen aber seine Überschüsse in Form von Tarifreduktionen weiter. Seit der Gründung vor zehn Jahren konnte POL die Gebühren schon mehrmals senken – letztmals vor einem Jahr.
Mehr Aufwand für Abklärungen
Etwas bekam POL in letzter Zeit immer häufiger zu spüren: der Trend unter den Eigenregieverlagen, den Agenturen eine Direktbuchungsentschädigung (DBE) zu gewähren. Die Folge für POL: mehr Abklärungsaufwand, weil fehlerhafte Aufträge oder Doppelbuchungen zunahmen. Der Grund: Wer direkt bei einem Eigenregieverlag bucht, kann nicht mehr über das Buchungssystem der P gehen, das alle Daten der Verlage enthält. Er muss die Daten im System von POL selber erfassen. Zudem existieren noch keine direkten Schnittstellen zwischen POL und den Verlagen – derzeit verfügte einzig die P über solche.
Seit einiger Zeit arbeiten P und POL deshalb auf eine standardisierte Schnittstelle für den Datenaustausch hin. Das erfordert Investitionen auf allen Seiten. Die P hat mittlerweile den ers¬ten Schritt gemacht und ihr System angepasst, POL, Verlage und Agenturen müssen nun folgen. «Das braucht noch einige Überzeugungsarbeit», sagt Obrist. Doch künftig sollte es keine Rolle mehr spielen, auf welchem Weg die Buchung erfolgt oder ob ein Titel eine DBE gewährt oder nicht, weil dann sowohl Pacht- als auch Eigenregieverlage über eine standardisierte Schnittstelle bedient werden.

Markus Knöpfli

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Legende: Zwar nimmt die Gesamtzahl der Anzeigen ab, doch die Zahl der übermittelten Kleininserate wächst nach wie vor.

Etats der Woche

Der grösste Mediaetat der Schweiz ist unter Dach und Fach: Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) stellt die Weichen im Media-Management neu und arbeitet ab Februar 2009 mit OMD Schweiz.

OMD erhält das Mediabudget der Migros
Der grösste Mediaetat der Schweiz ist unter Dach und Fach: Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) stellt die Weichen im Media-Management neu und arbeitet ab Februar 2009 mit OMD Schweiz.
Sunrise neu mit Spillmann Felser Leo Burnett
Für den Bereich Privatkunden von Sunrise wurde neu SFLB mit den Kommunikationsaufgaben betreut. Sunrise beauftragte die Zürcher Agentur mit der Entwicklung des gesamten Auftritts. Erste Arbeiten werden bereits Ende Januar zu sehen sein.
Hirslanden im Portfolio von KSB/SJ
Nach einer intensiven Agenturevaluation und einem Pitch hat sich Hirslanden kurz vor Weihnachten 2008 dafür entschieden, Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby als neue gesamtverantwortliche Kommunikationsagentur zu wählen. Die Privatklinikgruppe Hirslanden umfasst 13 Privatkliniken mit über 100 Kompetenzzentren und spezialisierten Instituten.

KSB/SJ für Coop: Preiskampf geht in die nächste Runde

Die Agentur KSB/SJ hat für Coop nach der Lancierungskampagne «Für Discountpreise wie beim Discounter» eine weitere Werbeaktion gestartet. Ziel ist es, im Preiskampf mit der Botschaft «Wir lassen uns nicht unterbieten» nachzudoppeln.

Die Agentur KSB/SJ hat für Coop nach der Lancierungskampagne «Für Discountpreise wie beim Discounter» eine weitere Werbeaktion gestartet. Ziel ist es, nachdem die Konkurrenz mit Preissenkungen nachgezogen hat, mit der Botschaft «Wir lassen uns nicht unterbieten» nachzudoppeln.
Die Kampagne erscheint national in allen grossen Tages- und Sonntags-Zeitungen, auf TV-Sendern und Radiostationen. Zudem ist sie auf verschiedenen Online-Portalen sowie an POS präsent.

Verantwortlich bei Coop: Jürg Peritz (Leiter Direktion Marketing/Beschaffung), Roland Frefel (Leiter Category Management), Thomas Schwetje (Leiter Marketing/Services), Lydie Goltdammer (Leiterin Werberealisation). Verantwortlich bei KSB/SJ: Daniel Krieg, Uwe Schlupp (CD), Willem Baumann (AD), Adrian Hoenicke (Text), Dany Kielholz, Christoph Bürge (Beratungsleitung), Nadia Bachmann (DTP), Adriana Stepanov (Web), Combo Entertainment (Produktionsfirma), Roman Peritz, Siro Micheroli (Producer), Milos May (Visuelle Effekte), Roland Frei (Musik), NJP: Leos Gerteis (Ton, Radio), Detail (Litho, Bildbearbeitung), Coop Media: Karin Heliopoulos, Initiative Media Western (Media).

> Zum Spot

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Cosmic darf für BLS-Reisezentren werben

Die Berner Agentur Cosmic hat sich in einer Konkurrenzpräsentation den Werbeetat der BLS-Reisezentren gesichert. Bereits in Kürze sollen erste Arbeiten zu sehen sein.

Die Berner Agentur Cosmic hat sich in einer Konkurrenzpräsentation den Werbeetat der BLS-Reisezentren gesichert. Bereits in Kürze sollen neue Plakat- und Inseratsujets zu sehen sein und weitere Kommunikationsmassnahmen getroffen werden. Sie sollen auf die neusten Reise- und Veranstaltungsangebote aufmerksam machen.

Aufgefallen…

Aufgefallen ist der Werbewoche unter anderem eine Kampagne der Werbeanstalt für den Zürcher Blumenmarkt, ein Mobil-WC namens Boxi und das 80-Jahre-Jubiläum des Tempo-Papiertaschentuches.

Blumige Kommunikation
Am 29. Dezember 2008 öffnete in Wangen ZH der neue Zürcher Blumenmarkt seine Tore mit dem schweizweit grössten Sortiment an Schnittblumen, Pflanzen, Floristikzubehör und Gärtnerbedarf. Auf 52 000 Quadratmetern bekommen Floristen und Gärtner das A bis Z geboten, was sie nirgends sonst in der Schweiz in dieser Hülle und Fülle bekommen können. Die Werbeanstalt wurde vom Zürcher Blumenmarkt beauftragt, sämtliche B2B-Kommunikationsmassnahmen zu konzipieren und zu realisieren: Anzeigen, Mailings, POS-Präsenz, Internet, Medienarbeit sowie zahlreiche BTL-Massnahmen.

Geil statt geizig
Mit einer doppelseitigen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat der Zürcher Verlag Kein & Aber zwar tief in die Tasche greifen müssen. Die rund 100 000 Euro teure «Sexanzeige» mit dem Text «Was sage ich beim Sex und was besser nicht?» ist zu einem grossen Medienthema geworden, wie sich Pius Walker freuen kann. Die Bildzeitung zum Beispiel hat das Inserat noch einmal auf einer halben Seite abgedruckt. In diesem Fall aber gratis. Geworben wird übrigens für ein Buch, das mit Sex überhaupt nichts zu tun hat, nämlich für die Fibel «50 Erfolgsmodelle – ein kleines Handbuch für strategische Entscheidungen».

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Alles Holland oder was?
E-Bikes sind im Trend. Immer mehr Leute fahren auf diese Velos ab, die mit Hilfe eines Elektromotors dem Fahrer Beine machen respektive auf den Berg hinauf helfen. Eine der führenden Firmen auf diesem Gebiet ist Accubike im Zürcher Oberland. Die Werbung mit den schrägen Häusern hat Wirz aber in San Francisco fotografiert.

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Für dringende Fälle
Das dringende Bedürfnis kommt meistens im falschen Moment. Gut, wenn es dann ein Mobil-WC gibt. Scholz & Friends Zürich hat für den Sanitärsysteme-Lieferanten Boxi eine Anzeigenserie entwickelt, welche die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Boxi demonstriert.

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Jetzt aber Tempo!
Tempo, das Papiertaschentuch schlechthin, wird 80 Jahre alt – macht 80 Jahre Print- und TV-Werbung gegen laufende Nasen, im Rückblick zum Teil mit hohem Unterhaltungswert. In den 1930er-Jahren wurde das Nastüechli als echte Sensation beworben: Musste doch Frau Müller nicht mehr die Stofftaschentücher ihres verschnupften Gatten sauberrubbeln. Schluss mit dem Bazillenbad im Waschzuber. «Auf Schnupfen-Nächten liegt ein Fluch! – Da hilft das Tempo-Taschentuch» wusste in den 1950er-Jahren ein schlafloses Zeichentrickmännlein mit Triefnase. In den 1960ern warb das Unternehmen mit der patenten «Schnellentfaltung», die beim Autofahren und auf dem Bau einhändiges Naseschnupfen erlaubt. Und in den 1990ern wird das Tüchlein dann auch noch durchschnupfsicher. Wer kann da noch etwas gegen Tempo auf der Strasse haben?

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