Baz-Verleger Hagemann verteidigt Stellenabbau

Den Abbau bei der Baz-Redaktion begründet Matthias Hagemann, Verwaltungsratspräsident und mit seiner Familien Mehrheitsaktionär der Basler Zeitung Medien AG, mit der bevorstehenden Wirtschaftskrise. Trotz der Reduktion der Belegschaft um einen Fünftel soll sich am Blatt wenig ändern.

Den Abbau bei der Baz-Redaktion begründet Matthias Hagemann, Verwaltungsratspräsident und mit seiner Familien Mehrheitsaktionär der Basler Zeitung Medien AG, mit der bevorstehenden Wirtschaftskrise. Trotz der Reduktion der Belegschaft um einen Fünftel soll sich am Blatt wenig ändern.
Im Unterschied zur letzten grossen Sparrunde sei er jetzt eigentlich «mit der Zeitung sehr zufrieden», sagte Hagemann am Donnerstag gegenüber der SDA. Am liebsten würde er am Blatt nichts ändern, wäre da nicht der «wirtschaftliche Druck». Die Stellenanzeigen hätten sich bereits innert weniger Monate halbiert. Die kommerzielle Werbung hingegen sehe zurzeit noch ganz gut aus. Aber man wisse kaum, wie sich die Krise weiter auswirke. Man wisse nur, dass eine ernsthafte Krise auf die Medien zukomme.
Der Abbau sei nicht eine direkte Reaktion auf tagesaktuelle Zahlen, sondern eine Vorbereitung auf das, was zu befürchten sei. Würde man erst nach einem Inserateeinbruch handeln, wäre dies wegen der Kündigungsfristen zu spät.
Dass die Redaktion den vorgeschlagenen Sozialplan ablehnt, nimmt Hagemann zur Kenntnis; darüber werde man noch verhandeln. Er wolle einen möglichst grösszügigen Sozialplan. Mittel sollen dafür auch aus seinem Säckel fliessen.
Für die Leserschaft solle die BaZ «möglichst das gleiche Angebot wie bisher» bieten, wenn auch mit weniger Seiten. Eine solche Erhöhung der Produktivität – die üblich sei in der Wirtschaft – bedeute nicht einfach mehr Stress, denn man könne auch Abläufe vereinfachen und so Kapazitäten gewinnen. Im Weiteren verweist Hagemann auf das Budget für die Freien Mitarbeitenden der Zeitung, das mehrere Millionen Franken umfasse. Diese Tatsache relativiere die Umstände.

Basler Zeitung streicht 22 Vollzeitstellen

Die Basler Zeitung streicht 22 Vollzeitstellen. Acht Angestellte werden entlassen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In den anderen Fällen soll die Reduktion durch natürliche Abgänge und Frühpensionierungen erfolgen. Ein Sozialplan liegt vor.

Die Basler Zeitung streicht 22 Vollzeitstellen. Acht Angestellte werden entlassen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In allen anderen Fällen soll die Reduktion durch natürliche Abgänge und Frühpensionierungen erfolgen. Ein Sozialplan liegt vor.
Vor knapp drei Monaten hatte die Gruppe einen Gewinnrückgang um 13,6 Prozent auf 7 Millionen Franken ausgewiesen, dies bei leicht höherem Umsatz. Als Gründe für den Stellenabbau werden nun die Wirtschaftskrise und sinkende Erträge bei steigenden Produktionskosten genannt. Der Verwaltungsrat habe ein «umfassendes Massnahmepaket» beschlossen, um die Kosten zu senken, heisst es in der Mitteilung. Die Qualität soll aber gehalten werden.
Die Zeitung soll weiterhin im bisherigen Erscheinungsbild mit vier Bünden im Standardformat plus einem Tabloid-Kulturmagazin erscheinen. Der Mitte 2007 eingeführte samstägliche Wochenend-Bund wird ab Ende Februar nicht mehr erscheinen. Einzelne Rubriken sollen jedoch in andere Bünde verlegt werden. Das Magazin von TA Media wird der Baz am Wochenende auch in Zukunft beigelegt.

Gmx goes Switzerland

Seit einer Woche ist der Maildienst Gmx mit einem eigenen Schweizportal online. Unter Gmx.ch können Mailnutzer nicht nur den Freemail-Dienst nutzen, sondern werden auch mit landesspezifischen Informationen und Services versorgt. Auf dem Portal geschaltete Werbung spricht gezielt Konsumenten in der Schweiz an.

Schweizer Besitzer eines Gmx-Postfachs bekamen bisher rund um die Log-In- und Log-Out-Seiten Nachrichten aus Deutschland und Buntes aus aller Welt geboten. Ab heute können sie auf dem Weg zum und vom elektronischen Briefkasten deutschsprachige Infos über Basel und Blocher, Bligg und Beromünster lesen. Ausserdem stehen ihnen schweizspezifische Services zur Verfügung, zum Beispiel die Wettervorhersage für alle Schweizer Kantone und das Fernsehprogramm.
Geliefert werden die Schweizer Nachrichten von der Schweizerischen Depeschenagentur sda. «Wir bauen für das Schweizportal keine eigene Redaktion auf», sagt Matthias Ehrlich (53), Vorstand der United Internet Media AG, dem Mediavermarkter von Gmx. «Denn wir finden es sinnvoller, dass die Meldungen für die Schweiz auch aus der Schweiz kommen.» Noch hat United Internet Media die redaktionelle Hoheit bei der Freischaltung der Meldungen, die sda liefert. «Auf Dauer wird es auf Gmx Schweiz aber eine Klickdemokratie geben», sagt Ehrlich. «Unsere Nutzer wählen mit ihren Klicks aus, was sie lesen wollen, und was nicht.»
Hohe Qualität
Als Konkurrenz zu etablierten Schweizer Nachrichtenportalen sieht Ehrlich gmx.ch nicht. «Wer gezielt Informationen sucht, geht eher auf die Webseiten der Schweizer Zeitungen», weiss er. «Wir bedienen eine andere Klientel, nämlich die Nutzer, die zum Beispiel in der Mittagspause schnell ihre E-Mails abrufen und auf diesem Weg noch die ein oder andere Meldung vom Tag mitnehmen.» Fast Food seien die Gmx-Meldungen dennoch nicht. «Wir wollen dem Tagesjournalismus keine Konkurrenz machen, trotzdem ist Qualität für uns sehr wichtig», betont Ehrlich. «Die Nachrichten sind als Ergänzung zu unserem E-Mail-Angebot gedacht, ein zusätzlicher Service für unsere Nutzer. Und die sollen unseren Service mögen. Das erreichen wir – abgesehen von dem verlässlich funktionierenden E-Mail-Account – nur mit einem fundiert recherchierten und gut geschriebenen Nachrichtenmix.»
Diesem Massstab will Ehrlich auch mit der Werbung auf Gmx Schweiz gerecht werden. Pop-up-Fenster, die Gmx-User beim E-Mail-Schreiben stören, sind für ihn tabu. Auch Newsletter erhalten Inhaber eines Accounts höchstens zweimal pro Woche. Statt Werbung mit Guerillamethoden zu betreiben versucht United Internet Media, der klassischen Print- und TV-Werbung das Geheimnis ihrer Durchschlagkraft zu entlocken, und diese Wirkungsweisen auf das Internet zu transponieren. «Wir bieten zum Beispiel möglichst grossformatige Werbeflächen an», sagt Ehrlich. «Unsere Log-Out-Seite mit der Möglichkeit, eine Anzeige im Maxi-AD+-Format zu schalten, ist bei Unternehmen sehr beliebt. Ausserdem arbeiten wir auf fest definierten Platzierungen mit Spots in TV-Qualität, Votings sowie Bannern und wir setzen Targeting ein.» Targeting ermöglicht die anonyme und direkte Auslieferung von Werbung an definierte Zielgruppen. Und das vollautomatisch und mit geringen Streuverlusten. United Internet Media hat selbst mehrere Targetingprodukte entwickelt. Die so genannte Target-Group-Planning-Technologie verknüpft anonyme, statistisch hochgerechnete Nutzungsinformationen von Usern mit Offlinedaten wie zum Beispiel deren Kaufverhalten. «So können wir unseren Werbepartnern eine ausreichend genaue Zustellung ihrer Werbung garantieren», erklärt Ehrlich. «Wir werten allerdings keinerlei Daten aus privater Kommunikation aus, denn das halten wir für datenschutzrechtlich bedenklich.»
Hohe Zeit
Dass in Zeiten der viel beschworenen Wirtschaftskrise kein Unternehmen mehr Geld für Werbung ausgeben mag, kann Ehrlich so nicht bestätigen. Im Gegenteil: Print leidet zwar hart unter der Werbeflaute, Online aber holt auf. «Wenn das Geld knapp wird, muss Werbung effizienter und wirksamer werden und eine hohe Reichweite haben», sagt der Werbeprofi. «Immer mehr Unternehmen entdecken deshalb Online als gute Alternative zu Print und TV und wagen jetzt erste Schritte in der Onlinewerbung.» Die Delle im Wirtschaftswachstum ist für die Werbung im Internet also eine riesige Chance: «World Wide Werbung» lautet das Gebot der Zukunft. «In der Schweiz ist der Onlinewerbemarkt derzeit noch unterentwickelt», sagt Ehrlich. «Aber der Markt zieht jetzt an. Die Krise baut einen hohen Druck auf, mitzuziehen. Das ist natürlich für unser neues Schweizportal eine optimale Ausgangsbedingung.»
Im Vorfeld der Liveschaltung von Gmx Schweiz konnte United Internet Media bereits einige grosse Schweizer Unternehmen als Werbepartner gewinnen: Swiss, Swisscom, Ricardo, Coca Cola Schweiz und Feldschlösschen werben auf dem neuen Portal. Die lokale Vermarktung der Werbeplätze hat United Internet Media der AdLink Internet Media AG Schweiz übertragen.
Hohe Reichweite
Gmx Schweiz ist ein Angebot in deutscher Sprache. Eine französische und eine italienische Version für die anderssprachigen Teile der Schweiz sind nicht geplant. Es sei problematisch, so Ehrlich, ein Angebot in dieser Qualität und mit dieser Reichweite auch noch in mehreren Sprachen aufzubauen. Die Beschränkung auf die deutsche Sprache bietet zudem Vorteile: Die Werbereichweite von gmx.ch ist durch die Verknüpfung mit dem deutschen und dem österreichischen Gmx-Portal besonders hoch. «So können wir mit dem E-Mail-Dienst und den jeweils landesspezifischen Meldungen und Services den gesamten deutschsprachigen Raum ansprechen», sagt Ehrlich. «Als Werbeplattform ist das Schweizer Portal damit sowohl für alle in der Schweiz ansässigen, werbetreibenden Unternehmen mit Zielgruppen im deutschsprachigen In- und Ausland spannend, als auch für internationale Konzerne mit schweizerischen Zielgruppen.»
Ohne die Kopplung mit dem deutschen und dem österreichischen Gmx-Portal gäbe es gmx.ch vermutlich gar nicht. «Ein komplexes Werbetool wie Targeting nur für einen kleinen Wirtschaftsraum wie die Deutschschweiz anzubieten, wäre nicht rentabel», betont Ehrlich. «In Verbindung mit gmx.de und gmx.at jedoch entstehen Synergien und das Targetingangebot auf dem Schweizportal rechnet sich. So können wir der Schweiz eine Werbeplattform mit ganz neuen Möglichkeiten und Reichweiten anbieten.»
Vorläufer von gmx.ch ist das Österreichportal von Gmx, das seit März 2008 online ist. Die Reaktionen von Nutzern und Werbepartnern auf die Einführung von Gmx Österreich seien sehr positiv gewesen, berichtet Ehrlich: «Die Nutzungsfrequenzen und die Verweildauern der User stiegen deutlich – und damit auch die Werbeumsätze. Und das gleich um zirka 300 Prozent.» Heute ist gmx.at das grösste österreichische Serviceportal und das zweitgrösste Onlineangebot im österreichischen Internet. Eine ähnlich positive Entwicklung erwartet United Internet Media auch für die Schweiz.
Anne-Friederike Wilhelm

Gmx – Fact & Figures
Der Freemail-Pionier Gmx (Global Message Exchange) ging vor elf Jahren in Deutschland als Maildienst online. Ein Jahr später haben bereits 250’000 Menschen einen Gmx-Account, im April 1999 zählt gmx.de mehr als eine Million Mitglieder. Ende 2008 erreicht Gmx in Deutschland monatlich 8,7 Millionen Unique User und ist die Nummer Fünf der meistbesuchten Online-Angebote (AGOF internet facts 2008-III).
Im März 2008 startet das österreichische Portal von Gmx. Das E-Mail-Angebot wird um landesspezifische Inhalte und Services erweitert. Gmx.at entwickelt sich in kurzer Zeit zum grössten österreichischen Online-Serviceportal und zum zweitgrössten Onlineangebot im österreichischen Internet.
In der Schweiz ist Gmx derzeit mit rund 750.000 Postfächern der drittgrösste Maildienst hinter Hotmail und Bluewin. Von der Einführung des Schweizer Portals verspricht sich das Unternehmen einen raschen Zuwachs an Gmx-Nutzern und steigende Werbeumsätze. Angestrebt ist ausserdem ein Platz unter den Top 5 der Schweizer Internetportale. (afw)

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Die Log-out-Seite von Gmx.ch bietet Anzeigenplatz im Maxi-AD+-Format. Diesen Werbeplatz hat sich derzeit das Online-Auktionshaus Ricardo.ch gesichert.

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Schweizer Nachrichten auf der Gmx-Startseite werden mit Bannerwerbung von Feldschlösschen unterstützt.

Werber des Jahres: Die Bilder zum Anlass

Ein würdiger Rahmen: Bei einem Galadiner im Zürcher Kaufleuten wurde am Mittwochabend die Verleihung des Titels "Werber des Jahres 2009" durchgeführt. Mit dabei waren die wichtigsten Vertreter der Schweizer Werbe- und Kommunikationsszene. Hier die Bilder.

Ein würdiger Rahmen: Bei einem Galadiner mit rund 250 Personen im Zürcher Kaufleuten wurde am Mittwochabend die Verleihung des Titels „Werber des Jahres 2009“ durchgeführt. Mit dabei waren die wichtigsten Vertreter der Schweizer Werbe- und Kommunikationsszene. Hier einige Bilder, sowie der Link zur einer Reportage von Action TV. Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Werbewoche, die am 22. Januar erscheint.

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(Preisträger Frank Bodin mit seiner Lebensgefährtin, der Popsängerin Emel)

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(Pius Walker (Walker Werbung) und Alexander Jaggy (Jung von Matt/Limmat))

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(Markus Gut (Advico Young & Rubicam) und Andreas Widmer (Y&R Group))

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(Christoph Bürge, Daniel Krieg, Uwe Schlupp (alle KSB/S&J))

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(Markus Ruf, Michèle Leibacher (beide Ruf Lanz) und Urs Schaad (Leiter Sponsoring, Suva))

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(Martin Spillmann (SFLB) und Thomas Winkler (Schweiz Tourismus))

Filmchef Bideau bezeichnet die Schweizer Filmverbände als «krank»

Es brodelt in der Schweizer Filmbranche: Nachdem Schweizer Filmverbände dem obersten Filmchef Nicolas Bideau unter anderem Eigenmächtigkeit vorgeworfen haben, kanzelte er sie in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger als «krank» ab.

Es brodelt in der Schweizer Filmbranche: Nachdem Schweizer Filmverbände dem obersten Filmchef Nicolas Bideau unter anderem Eigenmächtigkeit vorgeworfen haben, kanzelte er sie in einem Interview als «krank» ab. Die Verbände seien zerstritten und ihre Mitglieder fühlten sich von ihnen nicht mehr angemessen vertreten, erklärte der Leiter der Sektion Film im Bundesamt für Kultur (Bak) in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger vom Donnerstag.
Diese Einschätzunge beruhe auf einer «nicht nachvollziehbaren, rein persönlichen Wahrnehmung von Herrn Bideau», konterten am Donnerstagabend die Verbände ARF/FDS, Garp und der Studiofilmverband SSV in einem gemeinsamen Commmuniqué. «Da Bideau Verbände nach eigenen Aussagen nicht schätzt und nachweisbar bestrebt ist, die Filmpolitik unter Umgehung dieser Berufsverbände zu gestalten, könnte seine Wahrnehmung tatsächlich getrübt sein», heisst es weiter. Die Verunglimpfung der Verbände erleichtere es dem Bak-Filmchef, «Filmpolitik ad personam zu betreiben». Bideaus Aussage, viele Mitglieder seien aus Unzufriedenheit mit den Verbänden ausgetreten, widersprach Stefan Haupt, Präsident des Verbandes Filmregie und Drehbuch Schweiz (ARF/FDS) auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das Gegenteil sei der Fall, erklärte er. Sein Verband erlebe sogar einen erhöhten Zustrom. Von Zerstrittenheit unter den Verbänden könne keine Rede sein, ergänzte Ruth Waldburger, Vorstandsmitglied der Gruppe Autoren, Regisseure, Produzenten (GARP). Obwohl die Verbände unterschiedliche Ziele verfolgten, arbeiteten sie eng zusammen.
Laut Tages-Anzeiger und Basler Zeitung haben mehrere Verbände Bideau eigenmächtiges Vorgehen vorgeworfen: Er habe unter anderem ohne vorherige Anhörung eine Änderung an der Verordnung zum Filmgesetz vorgenommen. Sein Verband habe zusammen mit dem Studiofilmverband in einem Brief an die Eidgenössische Filmkommission seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht, bestätigte Haupt. Bideau räumte in dem Interview ein, dass ihm «ein Kommunikationsfehler» unterlaufen sei.
Unterschiedliche Ansätze
Bei dem Zwist geht es auch um Geld, denn derzeit werden die Filmförderkonzepte überarbeitet. In diesem Zusammenhang gibt es Bestrebungen von Produzenten, einen höheren Anteil an der erfolgsabhängigen Filmförderung zu erhalten – auf Kosten der Autoren und Regisseure, wie Haupt im Ciné-Bulletin darlegt.
Dass Bideau künftig weniger Produzenten mit je höheren Beiträgen unterstützen möchte, hat er wiederholt dargelegt. Er sei kein Anhänger des Giesskannenprinzips, bekräftigte er. Haupt setzt einen anderen Akzent: Für eine gesunde Filmlandschaft brauche es eine breiten Humus, sagte er. Man sehe es den Keimlingen nicht auf den ersten Blick an, ob aus ihnen starke Bäume werden: „Kein Gärtner würde mit der Hochdruckspritze an drei Stellen wässern, um drei Bäume zu ziehen“.

Arzneimittelkonzern Eli Lilly akzeptiert Milliardenstrafe wegen Werbung

Der in Indianapolis ansässige Arzneimittelkonzern Eli Lilly will die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten um umstrittene Werbepraktiken für sein Schizophreniemittel Zyprexa mit einer Milliardenzahlung beilegen.

Der in Indianapolis ansässige Arzneimittelkonzern Eli Lilly will die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten um umstrittene Werbepraktiken für sein Schizophreniemittel Zyprexa mit einer Milliardenzahlung beilegen.
Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, willigte Eli Lilly ein, insgesamt rund 1,4 Milliarden Dollar zu zahlen. Der Arzneimittelhersteller räumte Fehlverhalten ein und stimmte einer Summe von 615 Millionen Dollar zur Beilegung eines strafrechtlichen Verfahrens sowie von rund 800 Millionen Dollar zur Beendung eines Zivilverfahrens zu.
Der Konzern bekannte sich schuldig, zwischen 1999 und 2001 Werbung für den Einsatz von Zyprexa bei Indikationen gemacht zu haben, für die es keine Zulassung des Mittels gab. Dazu zählte inbesondere Werbung für Zyprexa zur Behandlung von Demenz und Alzheimer bei älteren Menschen. Im Jahr 2007 setzte das Unternehmen alleine von Zyprexa 4,76 Milliarden Dollar um. Das ist rund ein Viertel des Jahresumsatzes des Konzerns. Er zählt weltweit gegen 40’000 Mitarbeiter.

Südostschweiz-Druckzentrum entlässt 12 Angestellte

Die Südostschweiz Partner AG entlässt in ihrem Druckzentrum in Haag SG 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Abbau von 60 auf 48 Personen erfolge im Frühjahr, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Die Südostschweiz Partner AG entlässt in ihrem Druckzentrum in Haag SG 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Abbau von 60 auf 48 Personen erfolge im Frühjahr, teilte das Unternehmen gemäss SDA am Donnerstag mit.
Das Unternehmen, welches seit Frühjahr 2006 den Zeitungsdruck der Südostschweiz Mediengruppe besorgt, erneuert für 4,8 Millionen Franken die Versandanlage. Künftig werden die Zeitungen nicht mehr in Postsäcken, sondern in Behältern verschickt. Eine Folge dieser Umstellung ist der Personalabbau, wie es in der Mitteilung heisst.
Der Verwaltungsrat bedauere, dass der bereits im Herbst 2007 getroffene und irreparable Entscheid nunmehr von wirtschaftlich ungünstigen Umständen begleitet werde. Doch sei er überzeugt, dass die Betroffenen in anderen Unternehmen untergebracht werden könnten. Laut eigenen Angaben soll ein grosszügiger Sozialplan bereitgestellt werden. Alle Entlassenen hätten Anspruch auf die Konsultation eines Personalberatungsbüros.

Visu’l verhilft den Bergbahnen Gstaad zu neuer Wirkung

Die Berner Agentur Visu’l hat die Bergbahnen Gstaad Mountain Ride im Berner Oberland neu positioniert. Auf den Plakaten des Skigebietes werden die Skipisten als Autobahnen bezeichnet ? allerdings als staufreie.

Die Berner Agentur Visu’l hat die Bergbahnen Gstaad Mountain Ride im Berner Oberland neu positioniert. Auf den Plakaten des Skigebietes werden die Skipisten als Autobahnen bezeichnet ? allerdings als staufreie.
Mit Plakaten, Railboards, Inseraten, Messeauftritten, Promotion und weiteren Massnahmen bewirbt die Agentur das Skigebiet noch bis März 2009. Die Sujets zeigen diverse Angebote der Bergbahnen in einem neuen Licht. Die Gondeln werden als Space Shuttle bezeichnet, Skipisten mit der Autobahn A1 verglichen. Die Sujet sind mit dem Slogan «Gstaad wirkt» unterlegt.
Verantwortlich bei Vereinigungen der Bergbahnen von Gstaad und Umgebung: Roger Seifritz (Direktor Gstaad Saanenland Tourismus), Denise Gysi (Marketingverantwortliche Bergbahnen Gstaad Mountain Rides). Verantwortlich bei Visu’l: Till Könneker, Barbara Lüthi (Grafik), Rolf Loepfe, Till Könneker, Karin Künzle (Text, Konzept und Beratung), Christian Perret (Foto), Karin Künzle (Media).

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Zu guter Letzt: Geld fürs Nichtstun

«Sun, fun and nothing to do», davon träumt nicht nur der Schweizer Blödelbarde Peach Weber. Die Aussicht auf «den besten Job der Welt» hat das Interesse von hunderttausenden Menschen aus der ganzen Welt geweckt. In Australien wird nach einer Person gesucht, die sich gerne fürs Ausspannen am Strand fürstlich bezahlen lassen möchte.

«Sun, fun and nothing to do», davon träumt nicht nur der Schweizer Blödelbarde Peach Weber. Die Aussicht auf «den besten Job der Welt» hat das Interesse von hunderttausenden Menschen aus der ganzen Welt geweckt. In Australien wird nach einer Person gesucht, die sich gerne fürs Ausspannen am Strand fürstlich bezahlen lassen möchte.
Wegen des grossen Andrangs brach die Internetseite, auf der der australische Bundesstaat Queensland einen «Island Caretaker» sucht, bereits an ihrem ersten Tag im Netz zusammen, wie die Regionalregierung diese Woche mitteilte. Rund 300’000 Menschen hätten die Webseite besucht, sagte eine Sprecherin. «Wir hatten sogar Besucher aus der Mongolei und dem Vatikanstaat auf der Internetseite.» Insgesamt hätten vor dem Zusammenbruch der Internetseite noch 350 Menschen ihre Bewerbung einreichen können. Von der Schweizer Pferdezüchterin bis zum britischen Teenager – unter den Bewerberinnen und Bewerbern um den begehrten Platz an der Sonne sei alles dabei. Zum Aufgabengebiet der auf ein halbes Jahr befristeten Stelle zählen so verlockende Tätigkeiten wie baden, schnorcheln und in der Sonne braten. Als einzige wirkliche Arbeitsleistung wird das Führen eines Internetblogs über die Vorzüge der Insel gefordert.
Der Gewinner des Auswahlverfahrens bekommt für die sechs Monate «Arbeit» umgerechnet 120’000 Franken sowie die Anreise bezahlt. Auf der Hamilton-Insel im Great Barrier Reef kann der «Island Caretaker» dann umsonst in einer millionenteuren Villa an der Küste wohnen. Bewerbungen werden bis zum 22. Februar entgegengenommen.

Euro RSCG Genève: Für Action Innocence auf Gefahren im Web aufmerksam gemacht

Action Innocence setzt sich für den Schutz der Würde und Integrität von Kindern im Internet ein. Im Januar 2009 startete die Organisation eine neue Sensibilisierungskampagne, welche von der Agentur Euro RSCG Genève realisiert wurde.

Action Innocence setzt sich für den Schutz der Würde und Integrität von Kindern im Internet ein. Im Januar 2009 startete die Organisation eine neue Sensibilisierungskampagne, welche von der Agentur Euro RSCG Genève realisiert wurde. Die beiden Sujets, Spielzeugauto und Puppenhaus, sollen gemäss Mitteilung zeigen, wie gefährlich es sein kann, Kinder ohne Aufsicht und Aufklärung im Internet surfen zu lassen.
Die Sujets wurden für verschiedene Werbemittel wie TV-Spots, Plakate, Anzeigen und Internet-Banner adaptiert. Die Kampagne ist seit dem 12. Januar 2009 in der gesamten Schweiz, ab Frühling 2009 auch in Frankreich zu sehen.
Verantwortlich bei Action Innocence: Tiziana Bellucci. Verantwortlich bei Euro RSCG Genève: Delphine Saulnier (Beratung), Pierre-Alain Brandt (CD), Yoann Cosson (AD), Thibault Michal (Copywriter). Producer: Le Studio, Genf (Nicolas Zen-Ruffinen, Julien Bourdeille). Fotograf: Pascal Habousha, Brüssel. Media: Mediatonic, Genf.
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Zu guter Letzt: Online eine Jungfrau ersteigern

Die 22-jährige Nathalie Dylan hat sich eine ungewöhnliche Art ausgesucht, um ihr Studium zu finanzieren. Um sich einen Master im Studienfach Familien- und Ehetherapie leisten zu können, bietet die junge Amerikanerin in einer Versteigerung ihre Jungfräulichkeit an.

Die 22-jährige Nathalie Dylan hat sich eine ungewöhnliche Art ausgesucht, um ihr Studium zu finanzieren. Um sich einen Master im Studienfach Familien- und Ehetherapie leisten zu können, bietet die junge Amerikanerin in einer Versteigerung ihre Jungfräulichkeit an. Die Aktion ist ein riesiger Erfolg: Bereits über 10’000 Männer haben Dylan ein unmoralisches Angebot gemacht. Die Gesamtsumme der Gebote beträgt umgerechnet mehr als 4’353’000 Franken. Das höchste Gebot stammt momentan von einem 39-jährigen Geschäftsmann aus Australien. Die Versteigerung erfolgt über die Website des Bordells Bunny Ranch in Nevada. Dort hat Nathalies Schwester drei Wochen als Prostituierte gearbeitet, um sich ihre Studien zu finanzieren. Nun unterstützt sie ihre Schwester in einem noch gewagteren Projekt. Wie sie dem Supermodel Tyra Banks in deren Sendung erklärte, sei sie allerdings nicht dazu verpflichtet den Höchstbietenden zu nehmen. Sie nehme sich Zeit, um die Männer kennen zu lernen. Sie wolle einen, mit dem die Chemie stimme. Wenn dies so sei, könne sie sich auch sexuelle Praktiken, die über das Gewöhnliche hinausgehen, durchaus vorstellen. «I’m very open minded in what they wanna do», sagte sie ganz gelassen gegenüber Tyra Banks. Das Kainszeichen, das von nun an auf ihrer Stirn prangen wird, scheint sie nicht bedacht zu haben.

Flop der Woche: Mecom stösst Verlage ab

Der Kölner Verlag Dumont Schauberg kauft die Berliner Zeitung und eine Reihe weiterer Titel. Die britische Medienbeteiligungsgesellschaft Mecom verkauft alle ihre deutschen Zeitungen an den Zeitungsverlag.

Der Kölner Verlag Dumont Schauberg kauft die Berliner Zeitung und eine Reihe weiterer Titel. Die britische Medienbeteiligungsgesellschaft Mecom verkauft alle ihre deutschen Zeitungen an den Zeitungsverlag. Mecom gehören der Berliner Verlag mit Berliner Zeitung und Berliner Kurier sowie die Hamburger Morgenpost. Zudem gehören der Gruppe zehn Websites, darunter Netzeitung.de.
Dumont zahlt 152 Millionen Euro an die Briten, wie Mecom am Dienstag in London mitteilte. Der Verkauf soll im ersten Quartal abgeschlossen werden, allerdings müssen die Kartellbehörden noch zustimmen. Laut einem Bericht der SDA ist Mecom hochverschuldet und wirtschaftlich daher stark an einem Gelingen des Verkaufs interessiert.
Der Kölner Verlag hat zudem die angeschlagene Frankfurter Rundschau übernommen. Dumont Schauberg strebt nach einem Bericht des Branchendienstes Kress eine weitreichende Fusion der Frankfurter Rundschau mit der Berliner Zeitung an.
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