Ungebremste Kreativität für sicherere Strassen

SFLB lässt für den neuen Volvo XC60 kreative Bremsen quietschen.

Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit kann schwerwiegende Folgen haben. Das müssen wir fast täglich aus den Medien erfahren. Weniger bekannt ist, dass langsames Fahren zumindest statistisch noch viel gefährlicher ist. Verschiedene Studien belegen nämlich, dass sich 75 Prozent aller Kollisionen im Geschwindigkeitsbereich von unter 30 km/h ereignen. Die häufigste Unfallform ist dabei der Auffahrunfall. Dieser passiert in 50 Prozent aller Fälle ungebremst. Bei solchen Auffahrunfällen erleiden in der Schweiz jährlich bis zu 25’000 Personen ein Schleudertraumata, wie die Suva weiss. Im schlimmsten Fall können solche Traumas bis zur Arbeitsunfähigkeit führen. Im besseren Fall entstehen bei Kollisionen im Stadtverkehr immer noch bedeutende Reparaturkosten, die grösstenteils von Versicherungen übernommen werden müssen.
Dem will Volvo jetzt Abhilfe schaffen. Als erster Fahrzeughersteller weltweit bieten die Schweden im neuen Volvo XC60 das Sicherheitssystem «City Safety» als Standard-Ausstattung an. Das einzigartige Sicherheitssystem hilft dem Fahrzeuglenker, Auffahrkollisionen im langsamen Stadtverkehr oder bei Rückstaus zu vermeiden oder deren Auswirkungen zumindest zu verringern. Droht das Fahrzeug auf ein anderes Auto aufzufahren, ohne dass der Fahrer reagiert, bremst das Auto automatisch. Das Laser-basierte «City Safety»-Bremssystem des Volvo XC60 ist aktiv bis zu 30 km/h. Liegt die Fahrgeschwindigkeit oder die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Fahrzeugen unter 15 km/h, kann «City Safety» die Kollision gar komplett verhindern.
Vor 50 Jahren hat Volvo als erster Hersteller der Welt den Drei-Punkt-Sicherheitsgurt lanciert. Dieser rangiert inzwischen auf Platz 8 der «nützlichsten Erfindungen der Menschheit». Um jetzt mit «City Safety» einen neuen Quantensprung der Autosicherheit gebührend zu kommunizieren, hat es sich Spillmann Felser Leo Burnett zur Herausforderung gemacht, eine völlig ungebremste Kreativität auf die Strasse bringen zu können. «Normalerweise steht beim Lancieren neuer Automobile das Fahrzeug im Zentrum», erklärt Rolf Zimmermann, der Gesamtverantwortliche für diese Kampagne bei SFLB. Nicht so beim Volvo XC60. Hier startete die Agentur mit einer Teaser-Kampagne, bei der es nur um eine anonym formulierte Frage ging: «Wie können Auffahrunfälle verhindert werden?» Ohne erkennbare Marke als Absender wurden witzige Print- und Online-Sujets geschaltet, die mit einem Augenzwinkern originelle Vorschläge zeigen, wie Auffahrunfälle vermieden werden können. Als Interaktion wurde die Schweizer Bevölkerung dazu aufgefordert, selber Vorschläge auf eine Website zu stellen, wie sich die Autosicherheit massiv verbessern lässt.
Entstanden ist in der Folge ein überraschend origineller Kampagnenauftakt, bei dem auch das Publikum sehr aktiv und kreativ mitgespielt hat. Schon nach wenigen Tagen wurden über hundert Vorschläge ins Netz gestellt. Auf City-safety.ch konnten diese Ideen bewertet werden, was in wenigen Tagen über 10’000 Besucher generierte. Gekoppelt war das Voten mit einem Wettbewerbsgewinn von 10’000 Franken. Weiter angereichert wurde die Aktion mit der Einbindung von Facebook sowie mit Interviews auf der Website, in der Leute von der Strasse ihre Ideen rund um die Verhinderung von Auffahrunfällen präsentierten. Der Begriff «City Safety» wurde so handfest mit dem Thema «Auffahrunfälle» in Verbindung gebracht. Dann konnte die Teaser-Kampagne aufgelöst werden.
In diesen Tagen ist nun das Geheimnis unter der Motorhaube gelüftet worden. In der Auflösungskampagne wird der Volvo präsentiert als «das erste Auto, das Auffahrunfälle selbständig verhindern kann». Um das Versprechen für potenzielle Kunden erlebbar zu machen, führte der schwedische Autohersteller letzte Woche in Bern eine Roadshow durch, weitere sollen in Zürich und Basel sowie während dem Autosalon in Genf folgen. Hier darf auf einer speziell eingerichteten Piste die «City Safety» getestet werden. Mit einem Volvo-Coach auf dem Beifahrersitz wird das automatische Bremssystem bei einem echt provozierten Auffahrunfall hautnah erlebbar gemacht. Mitfahren, zum Beispiel ab 29. Januar in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs, darf jeder, der vorher einen Blastest mit 0,0 Promille Alkohol im Blut bestanden hat.
Ihre persönlichen Eindrücke von solchen Testfahrten können überzeugte Auto-Bremser als Testimonials in einem Life-Ticker auf die Microsite City-safety.ch stellen. Dazu will die Agentur um das CD-Team von Simon Staub, Patrick Suter und Martin Spillmann auch möglichst werbewirksame Fotos und Videos von diesen Roadshows ins Netz stellen. Kommuniziert wird die Aktion mit prominent platzierten Anzeigen, zum Beispiel als Umschlag auf 20 Minuten. Diverse online und virale Marketingmassnahmen ergänzen die Kampagne. So kann auf der Website auch in einem Videogame «gebremst» werden. Wer sich von der echten Crash-Fahrt begeistert zeigt, bekommt umgehend ein Angebot für eine weitere Probefahrt von seinem lokalen Volvo-Vertreter. Weitere spezielle Massnahmen sind geplant und werden im Februar dafür sorgen, dass der Volvo XC60 und «City Safety» weiterhin im Gespräch bleiben.
Dass die automatische Bremse mehr als nur ein Werbe-Gimmick von Volvo ist, beweist im Übrigen auch die Basler Versicherung. Wer nämlich einen XC60 fährt, bezahlt in Zukunft tiefere Prämien.

Andreas Panzeri

1290582112_img090121_volvo2
So stellten sich Werber mehr Sicherheit vor: Teaser aus der Werkstatt von SFLB.
1290582112_img090121_volvo3
Auf City-safety.ch gibt es Testimonials und auch ein Videospiel rund um Auffahrunfälle.
1290582112_img090121_volvo1
Die Auflösung und Einladung zur Roadshow erfolgt mit doppelt geschalteten Anzeigen.

Flop der Woche: Aus Schaden wird Ersatz

Google ist 350’000 Euro los. Ein französisches Gericht verurteilte den kalifornischen Suchmaschinen-Betreiber zur Zahlung dieser Schadenersatzsumme an die französischen Reiseveranstalter Terres d‘aventure (150’000 Euro) und Voyageurs du monde (200’000 Euro).

Google ist 350’000 Euro los. Ein französisches Gericht verurteilte den kalifornischen Suchmaschinen-Betreiber zur Zahlung dieser Schadenersatzsumme an die französischen Reiseveranstalter Terres d‘aventure (150’000 Euro) und Voyageurs du monde (200’000 Euro). Die beiden Unternehmen hatten gegen Google Frankreich geklagt, weil ihnen aufgefallen war, dass bei der Eingabe ihrer Namen in Google Werbe-Links von Konkurrenten auftauchten. Offenbar hatten Easyjet und Co. AdWords für Begriffe buchen können, an denen die beiden Reiseunternehmen die Markenrechte besitzen. Laut dem Pariser Landgericht hätte Google das unterbinden müssen. Ausserdem seien die Konkurrenzanzeigen nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet gewesen. Im Oktober 2008 hatte Google bereits den Grundsatzprozess gegen die beiden Reisefirmen verloren. Zwar betrifft das Urteil zunächst nur Frankreich. Dennoch ist bei Werbeschaltungen via AdWords in Zukunft offenbar mehr Vorsicht geboten.

McCann Erickson sichert sich Gesamtetat von Cardinal

Nachdem McCann Erickson bereits im letzten Herbst den alkoholfreien Apéritif-Drink Angel by Cardinal im Schweizer Markt eingeführt hat, ist die Zürcher Agentur nun auch mit der Kommunikation für die beiden Getränke Eve by Cardinal und Cardinal Lager Bier aus der Feldschlösschen-Gruppe beauftragt worden.

Nachdem McCann Erickson bereits im letzten Herbst den alkoholfreien Apéritif-Drink Angel by Cardinal im Schweizer Markt eingeführt hat, ist die Zürcher Agentur nun auch mit der Kommunikation für die beiden Getränke Eve by Cardinal und Cardinal Lager Bier aus der Feldschlösschen-Gruppe beauftragt worden.
Für Eve konnte das Engagement der Ex-Miss Schweiz Mahara McKay verlängert werden, wie es in einer Mitteilung der Agentur heisst. Für Angel tritt weiterhin Christa Rigozzi als Botschafterin auf.
McCann Erickson zeichnet ab sofort bei allen drei Produkten für die gesamte Kommunikation verantwortlich. Erste Arbeiten werden ab März 2009 zu sehen sein.

Publigroupe stösst Stadtanzeiger Olten an AZ Medien ab

Die Publigroupe verkauft den Stadtanzeiger Olten. Die Marketing-, Verkaufs- und Dienstleistungsgruppe für Medien und Werbetreibende stösst 100 Prozent des Kapitals der Stadtanzeiger Olten AG, welche die gleichnamige Gratis-Wochenzeitung mit einer Auflage von 49'000 Exemplaren herausgibt, an die AZ Medien AG ab.

Die Publigroupe verkauft den Stadtanzeiger Olten. Die Marketing-, Verkaufs- und Dienstleistungsgruppe für Medien und Werbetreibende stösst 100 Prozent des Kapitals der Stadtanzeiger Olten AG, welche die gleichnamige Gratis-Wochenzeitung mit einer Auflage von 49’000 Exemplaren herausgibt, an die AZ Medien AG ab. Allerdings wird die zur Publigroupe gehörende Publicitas den Stadtanzeiger Olten weiterhin exklusiv vermarkten.
Die Publigroupe hatte den AZ Medien im Jahr 2005 bereits ihren 35-Prozent-Anteil an der Vogt-Schild-Holding, der Herausgeberin der Solothurner Zeitung, verkauft. Mit der nun erfolgten Transaktion können die AZ Medien ihre Marktposition im Mittelland weiter ausbauen. Für die Publigroupe sei der Verkauf des Stadtanzeiger Olten auch Bestandteil der von ihr seit mehreren Jahren verfolgten Strategie, ihre Verlagsbeteiligungen in der Schweiz schrittweise abzubauen, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.

Neue Sendung für Joël Gilgen

Am 3. Januar hat Joël Gilgen seine letzte Folge von «Swiss Date» moderiert. Bereits Ende Januar startet der 38-Jährige mit seiner neuen Sendung «Ganz privat».

Nachdem Joël Gilgen am 3. Januar seine letzte Folge von «Swiss Date» moderiert hat, startet er Ende Januar bereits mit der neuen Sendung «Ganz privat». Der 38-Jährige wir aber nicht aus seinem eigenen Nähkästchen plaudern: «Ich klingle bei mir gänzlich unbekannten Menschen und lasse mir ihre Wohnungen zeigen und ihr Leben erzählen», wird der Moderator in einer Medienmitteilung vom Mittwoch zitiert. «Dieses neue Format ist eine grosse Herausforderung und verlangt ein Höchstmass an Flexibilität aller Beteiligten.» Die von Prime Time produzierte Sendung wird ab Montag, dem 26. Januar 2009 täglich um 17 Uhr auf Tele Züri ausgestrahlt.
Gesponsert wird das Format von Erdgas Ostschweiz, Merkur Confiserien und Gottlieber Hüppen.
Wer die Nachfolge von Joël Gilgen bei der Kupplersendung «Swiss Date» antreten wird, entscheidet sich beim laufenden Casting. Momentan sind noch zehn Kandidaten im Rennen, die um den Moderationsjob kämpfen.

Fast Track: Für 3+ Tatorte inszeniert

Fast Track hat Zürich für den Sender 3+ zum Kriminalschauplatz gemacht. An verschiedenen Schauplätzen wurden Tatorte konstruiert, um auf das Angebot an Krimiserien auf dem Privatsender aufmerksam zu machen.

Fast Track hat Zürich für den Sender 3+ zum Kriminalschauplatz gemacht. An verschiedenen Schauplätzen, beim X-tra, an der Langstrasse sowie im Parkhaus Jelmoli, wurden Tatorte konstruiert. Hinter den Absperrungen waren aber keine Leichen, sondern TV-Geräte zu sehen, auf denen Ausschnitte aus den US-Krimiserien wie «CSI» gezeigt wurde. Ziel war es, damit auf das Angebot an Krimiserien auf dem Privatsender aufmerksam zu machen.

Verantwortlich bei 3+: Dominik Kaiser (Gesamtverantwortung), Cindy Muff (Kommunikationsleiterin). Verantwortlich bei Fast Track: Florian Beck (CD), Thomas Berger (AD), Raphael Monsch (AD).

1290582110_img090121_tatorte

Burson-Marsteller: Theo Zijdenbos übernimmt Public Affairs

Führungswechsel bei der Schweizer PR- und Kommunikationsagentur Burson-Marsteller: Geschäftsleitungsmitglied Theo Zijdenbos löst Marie-Louise Baumann als Leiter Public Affairs ab. Baumann wechselt in den Verwaltungsrat.

Führungswechsel bei der Schweizer PR- und Kommunikationsagentur Burson-Marsteller: Geschäftsleitungsmitglied Theo Zijdenbos löst Marie-Louise Baumann als Leiter Public Affairs ab. Baumann wechselt in den Verwaltungsrat.
Vor seinem Wechsel zu Burson-Marsteller war Zijdenbos für Economiesuisse tätig, wo er als Leiter der Geschäftsstelle Bern für den Aufbau und die Pflege von Kontakten zu Parlament und Verwaltung verantwortlich war. Zuvor führte er das Büro von Economiesuisse in Brüssel. Theo Zijdenbos ist in Deutschland, Tunesien, Singapur, Australien und der Schweiz aufgewachsen, hat in Bern Wirtschaft und Staatsrecht studiert und den Executive Master of Science in Communications Management der Universität Lugano absolviert.
Marie-Louise Baumann hat als Mitglied der Geschäftsleitung den Bereich Public Affairs von Burson-Marsteller seit 2000 geführt. Davor war sie viele Jahre als politische Sekretärin für die FDP Schweiz und als Sektionschefin für den Rechtsdienst der Bundeskanzlei tätig. Sie wird weiterhin als Senior Advisor für Burson-Marsteller tätig sein und wechselt von der Geschäftsleitung in den Verwaltungsrat.
Burson-Marsteller ist in der Schweiz mit insgesamt 60 Mitarbeitern in Zürich, Bern und Genf vertreten. Das weltweite Netzwerk von Burson-Marsteller International umfasst 72 Niederlassungen und 59 affiliierte Büros.

Im US-Äther wird die Luft immer dünner

Die Umsätze der amerikanischen Radios sanken 2008 massiv. Eine Entschärfung der Lage ist nicht in Sicht.

Um das Radiogeschäft in den USA ist es schlecht bestellt, schlechter noch als um das marode Zeitungsbusiness, glauben viele Branchenbeobachter. Als der Industrieverband Radio Advertising Bureau (RAB) in New York vor kurzem die Umsatzzahlen für den Monat November des letzten Jahres herausgab, hagelte es miese Schlagzeilen. Kein Wunder: Die Umsätze sanken im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 20 Prozent, bei der nationalen Werbung waren es sogar 24 Prozent. «Man muss bis ins Jahr 1954 zurückgehen, um eine ähnlich schlechte Situation zu finden», sagt James Boyle vom Marktforschungsunternehmen C. L. King & Associates.
1290582111_img090121_tabelle_radio_usa
Die Macher zerbrechen sich die Köpfe, wie sie sich von ihrer einzigen Umsatzquelle, den Radiospots, unabhängiger machen können. Deren Preise werden im gegenwärtigen Markt von den werbetreibenden Unternehmen gnadenlos heruntergehandelt. Eine Idee ist, Partnerschaften mit Sponsoren einzugehen, die ganze Sendeflächen über einen längeren Zeitraum hinweg sponsern. Man konzentriert sich ausserdem auf die so genannte Off-Air-Werbung, also mobile oder Online-Werbung sowie Konzerte, Events und Merchandising – die einzige Kategorie, die ein leichtes Wachstum aufweist. «Wir haben sehr viel mit neuen Werbeplattformen wie Sponsoring ganzer Programmblöcke und der Möglichkeit, einzelne Sendungen auf ein iPhone herunterzuladen, experimentiert», meint RAB-Kommunikationschefin Renee Cassis. «Je mehr Plattformen wir haben, auf denen Radio abrufbar ist, desto mehr Zeit werden die Leute damit verbringen.»
Darüber hinaus hat das RAB gemeinsam mit der National Association of Broadcasters eine bundesweite Marketingkampagne mit dem Titel «Radio Heard Here» gestartet, mit der «sowohl die Hörer als auch die Werbekunden an die wichtige Rolle, die das Radio im alltäglichen Leben der Amerikaner spielt, erinnert werden sollen», sagt Cassis. Immerhin geben 92 Prozent aller Amerikaner an, Radio zu hören. Die beiden Verbände wollen damit ein erhöhtes Bewusstsein schaffen, dass das Radio auf den Zug bei der Entwicklung neuer Technologien aufgesprungen ist. Doch die Massnahme ruft Kritiker auf den Plan. «Eine Marketingkampagne für ein Medium ist lächerlich», sagt David Rogers, Marketingprofessor an der New Yorker Columbia-Universität. «Vielleicht macht es Sinn, wenn man die Werbekunden damit ansprechen will, aber im Hinblick auf die Medienkonsumenten ist ein solches Projekt nutzlos.»
Wirtschaft kehrt Radio den Rücken
Eine der grössten Herausforderungen ist es, das Radio in andere Medienbereiche auszudehnen, wie das Print und Fernsehen tun. «Radiosender haben nicht die Inhalte, die gut zur Internet-Technologie passen, sie haben weder Video noch anspruchsvolle Nachrichten noch Anzeigen», sagt Gordon Borrell, Gründer der Zeitungs-Consultingfirma Borrell Associates. Also sehen sich die für das Radio traditionell wichtigsten Werbebranchen wie etwa Handel, Auto, Kommunikation und Finanzdienstleistungen nach anderen Plattformen um.
Nicht einmal der grosse Hoffnungsträger der Branche, das Satellitenradio, sorgt für Zuversicht. Die beiden Veranstalter, Sirius und XM, starteten ihren Service vor rund sieben Jahren und haben im letzten Sommer fusioniert. Dies in der Hoffnung, die horrenden Kosten eindämmen zu können. Sirius XM, wie sich der kostenpflichtige Service jetzt nennt, bietet seinen Abonnenten über 100 werbefreie Musikkanäle sowie Dutzende weiterer Stationen mit Nachrichten, Talk, Entertainment und Sport. Doch die Gesamtschulden des Unternehmens belaufen sich auf rund eine Milliarde Dollar, eine Summe, die vor allem durch die teure Transpondertechnik sowie die hohen Gehälter einiger seiner Stars zustande kam. Allein «Shock-Jock» Howard Stern, der seine Fans mit Porno-Schmonzetten und Fäkalhumor unterhält, kassierte 500 Millionen Dollar für seinen Fünfjahresvertrag. Und obwohl die Abonnentenzahlen mit 20 Millionen relativ gut aussehen und wegen der Ausrüstung vieler Neuwagen mit dem Dienst weiterhin steigen, konnte das Unternehmen bisher keinen Profit abwerfen, weil die Schuldenlast zu gross ist und auf absehbare Zeit nicht kleiner werden kann. Ob das Unternehmen angesichts dieser Herausforderung überleben kann, ist ungewiss.
Gerti Schön
1290582111_img090121_sirius1
Sirius XM (hier ein Sporttalk) hat mittlerweile rund eine Milliarde Dollar Schulden.
1290582111_img090121_sirius2
Stars wie «Shock-Jock» (hier mit Mediendiva Martha Stewart) kassieren immer noch Millionen.

Zu guter Letzt: Post und SBB sperren Facebook-Zugang

Die Macht von Mark Zuckerbergs Community-Plattform Facebook wirkt bis in unsere Staatsbetriebe. Auch Pöstler und Bähnler tauchen während der Arbeit gerne mal ins Internet zu ihren «Freunden» ab.

Die Macht von Mark Zuckerbergs Community-Plattform Facebook wirkt bis in unsere Staatsbetriebe. Auch Pöstler und Bähnler tauchen während der Arbeit gerne mal ins Internet zu ihren «Freunden» ab. Doch nun wird diesem Tun der Riegel geschoben: Ab sofort verbieten Post und SBB ihren Angestellten den Zugang – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die Post befürchtet Angriffe von Viren, die SBB Missbräuche durch ihr Personal.
Wie der gelbe Riese in seiner Personalzeitung Die Post schreibt, habe es zwar noch keinen Virenvorfall wegen Facebook gegeben. Der Schritt werde prophylaktisch getroffen. Das Risiko des Virentransports steige immer mehr. Ausserdem wird befürchtet, dass sich im sozialen Netzwerk aktive Kriminelle unter falscher Identität Zugang zu vertraulichen Daten verschaffen. Auch bei der SBB dürfen Angestellte nicht ins Facebook. Grund ist, dass das Netzwerk sehr oft für private Zwecke genutzt wurde. Wozu denn bitte sonst?

Etat-Gewinn: Amrein-Pieren erobert Soda-Club zurück

Nach drei Jahren ist Soda-Club wieder zu Amrein-Pieren zurückgekehrt. Die Agentur mit Sitz in Herrenschwanden/Bern und Genf konnte den Etat im Rahmen einer Agenturevaluation zurückerobern.

Nach drei Jahren ist Soda-Club wieder zu Amrein-Pieren zurückgekehrt. Die Agentur mit Sitz in Herrenschwanden/Bern und Genf konnte sich laut Mitteilung vom Mittwoch im Rahmen einer Agenturevaluation gegenüber der bisherigen Agentur durchsetzen und den Etat für Soda-Club Sprudelsysteme zurückerobern.
Amrein-Pieren betreut die Kommunikation des Unternehmens innerhalb der Schweiz. Erste Arbeiten werden noch im ersten Quartal 2009 zu sehen sein.

Bei Anruf: Auskunft

Die Draftfcb/Lowe Group schickt neue Spots für den Service 1818 ins Rennen.

Die Dämlichkeit der 1818-Zwillinge ist deren Erfolgsgeheimnis: Die beiden Schnauzbärte im hellblauen 70er-Jahre-Dress erhängen sich beinahe am Skilift, knäueln sich zur Lawine zusammen oder geben mit ihrer Après-Ski-Gymnastik zum Hit «Daddy Cool» eine bemerkenswert alberne Vorstellung.
Trotz ihrer Tolpatschigkeit wissen sie aber immer, wo sie anrufen müssen, wenn wieder einmal ein Missgeschick passiert: beim 24-Stunden-Auskunftsdienst. Ob Tag oder Nacht, unterwegs oder daheim, im Normalfall oder in schrägen bis kritischen Situationen – 1818 hilft immer, so die Botschaft der beiden Chaoten. Die vier neuen Spots sind seit Mitte Januar auf allen Schweizer Fernsehkanälen und im Internet zu sehen.
Die Zwillingskampagne hat seit ihrem Start 2006 durch ihre gekonnte Mischung aus schrulliger Komik und durchdachtem Marketing viele Liebhaber gefunden. Aber was mit dahingeblödelter Leichtigkeit daherkommt, ist selbstredend bis ins letzte Detail geplant: «Gerade die Wahl der Episoden ist schwieriger, als man gemeinhin annimmt», sagt Daniel Comte, Executive Creative Director bei der Draftfcb/Lowe Group. Deshalb sei es den Kommunikationsverantwortlichen von 1818 auch wichtig, gemeinsam mit ihrer Agentur nach den richtigen Ideen und Situationen für die beiden Tölpel zu suchen. Auch produktionstechnisch sind die bei Interlaken gedrehten 1818-Kampagnen anspruchsvoll: «Wir haben bei den TV-Spots immer mindestens eine Action-Szene dabei», erzählt Comte. «Der diesjährige Action-Dreh fand bei minus 14 Grad und mit einer 250 Kilo schweren, am Hang rollenden Schneekugel statt. Einige von uns sind mit Frostbeulen, Muskelkater und Prellungen vom Dreh heimgekehrt.»
Dafür haben die Werber die Lacher auf ihrer Seite. Und wer lacht, kann sich später besser an die Inhalte erinnern – denn die Emotionen bahnen den Weg ins Gedächtnis. Das dürfte der hilfreichen Nummer zugute kommen.

1290582112_img090121_1818_2
img090121_1818_3

Neue Website des Weissen Hauses als Fenster für die Wähler

Pünktlich zur Ablegung des Amtseides durch Barack Obama ist der neue Webauftritt des Weissen Hauses online gegangen. Neben aktuellen Videos, Fotos und einem Blog soll jeder Gesetzesentwurf, dessen Verabschiedung nicht eilt, fünf Tage lang auf der Seite stehen, bevor Obama ihn absegnet oder sein Veto einlegt.

Pünktlich zur Ablegung des Amtseides durch Barack Obama ist der neue Webauftritt des Weissen Hauses online gegangen. Whitehouse.gov soll ein Aushängeschild der versprochenen Transparenz werden – oder ein Fenster für alle Amerikaner in die Geschäfte der Regierung, wie auf der Seite zu lesen ist.
Neben aktuellen Videos, Fotos und einem Blog soll jeder Gesetzesentwurf, dessen Verabschiedung nicht eilt, fünf Tage lang auf der Seite stehen, bevor Obama ihn absegnet oder sein Veto einlegt. Alle Wähler sollen so die Möglichkeit bekommen, Kommentare abzugeben.
Keiner seiner Vorgänger hat sich das Internet so geschickt zu Diensten gemacht wie Obama. Bereits während des Wahlkampfes trat er mit seinen Wählern über den Kurznachrichtendienst Twitter oder Netzwerke wie Facebook in Kontakt und sammelte auf seiner Webseite Spenden in Millionenhöhe.
get_footer();