Etatgewinn: Euro RSCG wirbt neu für Migros-Kulturprozent-Classics

Das Migros-Kulturprozent hat sich nach einer Konkurrenzpräsentation für Euro RSCG Zürich entschieden: Die Agentur wird Partnerin für den Relaunch von Migros-Kulturprozent-Classics, ehemals Klubhaus-Konzerte.

Das Migros-Kulturprozent hat nach einer Konkurrenzpräsentation Euro RSCG Zürich zur neuen Partnerin für den Relaunch von Migros-Kulturprozent-Classics, ehemals Klubhaus-Konzerte, erkoren. Die Agentur habe mit einer klaren strategischen Empfehlung und der Kreativumsetzung überrascht, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montag. Die Kampagne, bestehend aus einem Film, Plakaten, Inseraten sowie Onlinemassnahmen, wird diesen Frühling in der deutschen und der französischen Schweiz zu sehen sein.

Moritz Leuenberger zur Edipresse-Übernahme

Nach der Übernahme von Edipresse durch Tamedia hofft und erwartet Moritz Leuenberger, dass der Zürcher Konzern seine neue staats- und medienpolitische Verantwortung wahrnimmt. Der Medienminister macht sich Sorgen um eine Deutschschweizer Kulturdominanz über die Romandie.

Nach der Übernahme des Westschweizer Medienkonzerns Edipresse durch Tamedia hofft und erwartet Moritz Leuenberger, dass der Zürcher Konzern seine neue staats- und medienpolitische Verantwortung wahrnimmt. Er mache sich Sorgen um eine Deutschschweizer Kulturdominanz über die Romandie, sagte der Medienminister in der Fragestunde des Nationalrates am Montag.
Anderseits seien solche Fusionen in der Medienlandschaft aber auch ein Mittel, gegenüber Giganten wie Google zu bestehen und lebensfähig zu bleiben. Die Medienkonzentration sei nicht an sich schlecht, sagte Leuenberger weiter. Es könne nicht ein Ziel sein, dass möglichst viele Zeitungen in Tat und Wahrheit die selben Nachrichtenagenturmeldungen abdruckten. Ein grosses Haus könne sich mehr Journalismus leisten.
Der Bundesrat habe keine Interventionsmöglichkeit bei dieser Medienkonzentration gehabt. Jetzt sei es an der Wettbewerbskommission (Weko), die Zulässigkeit der Übernahme aus wirtschaftlicher Sicht zu beurteilen.

Zu guter Letzt: Ein Wirtschaftskrisenwunder

Bei einer sich abzeichnenden Wirtschaftskrise gibt es eine ganze Reihe von Gütern, die sich ohne jegliches Marketing plötzlich viel besser verkaufen. So etwa Pistolen und Gewehre.

Es war vor kurzem Tischgespräch: Was würdet ihr tun, wenn das gesamte Wirtschaftssystem vollständig zusammenbrechen würde? Die Antwort war schnell da: In den Waffenladen gehen. Was damals mit einem Lachen quittiert wurde, ist in den USA Realität: Die Waffenhändler vermelden Rekordumsätze. Im vierten Quartal 2008 verkaufte Smith & Wesson 40 Prozent mehr Pistolen als im dritten, wie Adage berichtet, und bei Sturm, Ruger und anderen stieg der Umsatz sogar um mehr als 80 Prozent. Beliebter waren nur noch die Gewehre, die ein Umsatzplus von über 300 Prozent verzeichneten.
Als Grund wird erstens die im 4. Quartal absehbare Wahl Obamas genannt. Demokratische Präsidenten schränken den Waffenverkauf eher ein als Republikaner. Auch die Wahl Clintons im Jahr 1992 wurde begleitet von einem 18-monatigen Umsatzanstieg bei Feuerwaffen. Es sieht ganz danach aus als wollten sich die Leute noch kurz vor Ladenschluss eine Knarre ziehen. Ein weiterer Grund sei die Jagd, die in Krisenzeiten günstiges und proteinreiches Essen verspreche, wird ein Schiesssportfunktionär zitiert. Aber natürlich ginge es bei den Waffenkäufen auch um die zunehmende Sorge der Leute um ihre Sicherheit, insbesondere – wie gesagt – in wirtschaftlich harten Zeiten.

Jenni Kommunikation übernimmt Öffentlichkeitsarbeit für Swiss TXT

Jenni Kommunikation ist künftig für die Public Relations von Swiss TXT Multimedia Solutions zuständig. Die Zürcher Agentur wird die fachliche Beratung sowie die Umsetzung der PR-Strategien übernehmen.

Jenni Kommunikation ist künftig für die Public Relations von Swiss TXT Multimedia Solutions zuständig. Die Zürcher Agentur wird für die SRG-Tochterfirma die fachliche Beratung sowie die Umsetzung der PR-Strategien übernehmen.
Swiss TXT Multimedia Solutions konzipiert, entwickelt und betreibt multimediale Kommunikationslösungen für elektronische Medien wie Mobile Web, Internet und Teletext

JvM/Limmat: Für Vögele-Shoes Models in Schuhschachteln inszeniert

Jung von Matt/Limmat lässt für den Kunden Vögele Shoes die erste Kampagne vom Stapel. Hauptmotiv sind in gebrandetes Seidenpapier gewickelte Models in Schuhschachteln, die natürlich Schuhe von Vögele tragen. Die Kampagne kommt neben der Schweiz auch in Österreich und Slowenien zum Einsatz.

Seit Juli letzten Jahres ist Vögele-Shoes im Portfolio von Jung von Matt/Limmat, nun präsentiert die Agentur die erste Kampagne für das Schuhmode-Label. Sie dreht sich um Models, die in überdimensionalen Schuhkartons posieren, analog zu in Seidenpapier eingewickelten Schuhen. Natürlich tragen die Models Vögele-Shoes und setzen diese in Szene. Dabei dominiert je nach Motiv mal das Extravagante, mal das Lässige.
Entstanden sind neun Motive für Plakate und Anzeigen. Darüber hinaus hauchen kurze Filmsequenzen auf E-Boards den Schuhkarton-Models Leben ein. Die Kampagne findet ihre interaktive Fortführung im Web, wobei Voegele-shoes.com einem kompletten Redesign unterzogen wurde. Im Vordergrund stand dabei das einheitliche Markenerscheinungsbild im Zuge des neuen Kommunikationsauftrittes, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt.
Die neuen Motive sind auch am POS präsent und zieren darüber hinaus die Seitenflächen der firmeneigenen LKWs. Die Kampagne wird am 9. März vom Stapel gelassen und neben der Schweiz auch in Österreich und in Slowenien zum Einsatz kommen
E-Board-Sequenz
Verantwortlich bei Vögele-Shoes: Daniel Widmer (Leiter Marketing), Carmela Vetsch (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Lukas Frei, Alexander Jaggy (CD), Inken Rohweder (AD), Samuel Christ (Text), Nora Vögeli (Grafik), Martin Samsel, Petra Gayko, Jasmin Schmid (Beratung), Ilonka Galliard (Art Buying), Paco Peregrin (Fotografie), Bruno Manser, Claude Eberhard (Art Direction Web), Matthias Adolf (Beratung Web) und Rene Hildebrand HiHo (Programmierung Online).

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Weber Harbeke für Migros: Vorfreude auf Ostern verbreitet

Weber Harbeke hat für Migros einen Magalog zum Thema Ostern kreiert. Ziel ist es, die Sortimentskompetenz der Migros zu demonstrieren.

Weber Harbeke hat für Migros einen Magalog, eine Mischung aus Magazin und Katalog, zum Thema Ostern kreiert. Um die Sortimentskompetenz der Migros zu demonstrieren, sind in Anlehnung an die Produktlinie Sélection Rezepte mit Fleisch, Fisch und Geflügel aufgeführt – als Ideen für einen Osterbrunch. Im 32-seitigen Heft finden Kunden ausserdem Artikel zum Eierfärben und Nestchen-Basteln.
Der Magalog wird in allen Migros-Filialen mit dem entsprechenden Sortiment gratis aufgelegt und erscheint zusätzlich als Beilage in der Schweizer Wochen- und Monatspresse sowie in einer Teilauflage des Migros-Magazins.

Verantwortlich beim Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich: Wolfgang Schuster (Projektleiter Marktbearbeitung), Mirjam Fuchs (Projektleiterin Saisonschwerpunkt), Isabel Läderach (Junior-Projektleiterin Saisonschwerpunkt). Verantwortlich bei Weber Harbeke, Zürich: Thomas Harbeke, Max Weber (CD), Christian Sidow (Text), Evelina Melchiori (AD), Michael Kaelin, Sibill Zellweger (Grafik), Dominik Abt (Beratung). Fotos: Martin Hemmi. Styling: Nina van Rooijen und Aleli Leal. Foodsyling: Christian Splettstösser.

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Orange8: Neues Agenturgeschäft in Zürich

Die Agentur für digitales Marketing Orange8 Interactive, die zur Goldbach Media Gruppe gehört, ist nun auch in Zürich vertreten. Senior Consultant Frank Lang wird mittelfristig in Zürich ein Beraterteam aufbauen.

Die Agentur für digitales Marketing Orange8 Interactive, die zur Goldbach Media Gruppe gehört, ist nun auch in Zürich vertreten. Senior Consultant Frank Lang, der im Bieler Agenturgeschäft Key-Accounts betreut, wird mittelfristig in Zürich ein Beraterteam aufbauen. Der Marketingplaner und Verkaufskoordinator bringt Erfahrungen im Direktmarketing und als Senior Account Director mit. Er arbeitete unter anderem bei der Digital-Unit von McCann Australien, wo er für Kunden wie Microsoft und Intel zuständig war.

Das Skittles-Experiment

Skittles hat seine neue Webseite beinahe vollständig ins Web 2.0 ausgelagert. Dieser (fast) neue Ansatz bescherte der Marke bisher eine breite Publizität, mittlerweile über 600'000 Fans bei Facebook und ärgerte ein paar Redaktoren bei Wikipedia.

Skittles, die Bonbon-Marke aus dem Hause Mars, hat eine neue Webseite. Eigentlich ist es zwar eher eine Nicht-Seite, denn sie besteht nur aus einem kleinen Navigationsfeld, das zu Social Networks mit Inhalten über das Produkt verlinkt. So wird man bei «Videos» auf Youtube, bei «Fotos» auf Flickr und bei den Produktbeschreibungen auf Wikipedia weitergeleitet. Auch weitere Links führen auf das Web 2.0: «Freunde» führt zu Facebook und «Geschwätz» zu Twitter. Momentane Homepage ist der Wikipedia-Artikel über Skittles.
Webseitenbesuche stiegen um 1300 Prozent
Die Webseitenlancierung– oder Imagekampagne, so klar ist das nicht – begann am 2. März, als die Seite Skittles.com nur noch aus einem News-Ticker bestand, der in Echtzeit mit Twitter-Nachrichten über Skittles gefüttert wurde. Am 3. März stiegen die Webseitenbesuche um über 1300 Prozent an. Als die neue Webseite in der Twitter-Szene innert Kürze ebenfalls bekannt wurde, häuften sich politisch unkorrekte und wenig schmeichelhafte Meldungen («Skittles verursacht Aids») in einem so rasanten Tempo, dass Skittles.com am 4. März dann auf ihre Fan-Seite bei Facebook verlinkte. Als dort die Zahl der Fans, wie bei Twitter angelockt durch die hohe Publizität ihrer Nchrichten, innert Kürze auf über 580’000 Tausend emporschoss, wechselte die Seite erneut. Jetzt ist die Homepage bei Wikipedia, also in ruhigeren Gewässern.
Haben Skittles-Leute den Wikipedia-Eintrag geändert?
Natürlich gab der Gebrauch einer Wiki-Seite als Unternehmens-Homepage unter den Wikipedia-Benutzern und -Redaktoren einiges zu reden. Kommerz und enzyklopädischer Anspruch vertragen sich schlecht. Der Lexikoneintrag selbst klang zwar nicht nach Unternehmens-PR und war insgesamt ausgewogen, die Beschreibung jeder einzelnen Geschmacksrichtung des Bonbons war jedoch so detailliert wie in einer kleinen Produktbroschüre. Deshalb wurde auf der Diskussionsseite auch der Verdacht geäussert, dass das Unternehmen Mars die Seite ausgebaut haben könnte. Nach einigem Hin und Her koppelten die Redaktoren die Produktbeschreibungen in einen separaten Artikel aus und kürzten das Original auf etwa einen Viertel. Die Frage ist jetzt, ob Skittles seine Seite neu verlinkt und damit auf diese Veränderung reagiert.
Nicht ganz neue Idee
Die Idee, sich als Brand in das Web 2.0 einzuklinken, ist zwar einfallsreich, aber nicht ganz neu. Wie Adage schreibt, erinnert die Webseite der Webagentur Agency.com stark an die im letzten Jahr lancierte Site von Modernista. Diese hat nur minimalen eigenen Inhalt und zeigt vor allem das, was im Web über Modernista so alles vorhanden ist, auf Facebook, Google oder Youtube. Sinngemäss steht auf der Modernista-Seite: «Seien Sie nicht beunruhigt! Sie sehen Modernista mit den Augen des Internets.»
Nach demselben Muster funktioniert auch die Skittles-Webseite. Dort steht allerdings: «Skittles ist nicht verantwortlich für das, was die Leute auf den verlinkten Seiten schreiben und posten.» Der kleine Unterschied zwischen einer Brandingagentur und dem Süsswarengiganten Mars. Neu an der Skittles-Seite ist dennoch, dass sich eine Konsumgüterfirma in diesem Mass durch die Social-Network-Sphäre abbilden lässt. Und es ist auch nicht ganz ohne Risiko, wenn eine Marke die Inhalte auf den verlinkten Seiten nicht sehr stark kontrollieren kann. Eine Ausnahme dazu bildet der Link zu Youtube, der zum Unternehmenskanal von Skittles führt.
Skittles-Webseite erhielt grosse Aufmerksamkeit
Das Skittles-Experiment erhielt bereits grosse Aufmerksamkeit, insbesondere in Marketing-Medien und in der Blogosphäre. Das Urteil ist weitgehend positiv. Zusammenfassend meinte ein Blogger, in positiver Hinsicht habe die Marke sicher Brand-Awareness geschaffen, wenn auch vielleicht mehr unter Werbern und Marketingleuten als unter potentiellen Kunden. Und natürlich erhielt die Seite – wie mit diesem Artikel ja auch – eine breite Gratispresse. Hingegen nannte er es eine verpasste Chance von Skittles, dass sie mit all den Besuchern nicht in Kontakt treten. Aber vielleicht kommt das ja noch, so wie es sich eben gehört im Web 2.0.
(elk)

Schweizer Filmpreis Quartz erstmals verliehen

Am Samstag wurde erstmals der Schweizer Filmpreis Quartz verliehen. Die Organisatoren Bundesamt für Kultur BAK, SRG und Swiss Films wollen mit diesem Anlass das Schweizer Filmschaffen ins Rampenlicht rücken.

Am Samstag wurde erstmals der Schweizer Filmpreis Quartz verliehen. Die Organisatoren Bundesamt für Kultur BAK, SRG und Swiss Films wollen mit diesem Anlass das Schweizer Filmschaffen ins Rampenlicht rücken. Eine Kommission des BAK hatte Filme in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Kurzfilm und Trickfilm nominiert. Ausserdem wurden Preise verliehen in den Kategorien Darstellerin und der Darsteller, Schauspielerisches Nachwuchstalent, Drehbuch und Filmmusik.
Die Gewinner:
Bester Spielfilm
Home (Ursula Meier)
Bester Dokumentarfilm
No more smoke signals (Fanny Bräuning)
Bester Kurzfilm
Un dìa y nada (Lorenz Merz)
Bester Trickfilm
Tôt ou tard (Jadwiga Kowalska)
Beste Darstellerin
Céline Bolomey Du bruit dans la tête
Bester Darsteller
Dominique Jann (Luftbusiness)
Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent
Kacey Klein Mottet (Home)
Bestes Drehbuch
Home (Ursula Meier, Antoine Jaccoud)
Beste Filmmusik
Zara (Marcel Vaid)
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Aufnahme aus Tôt ou tard (Jadwiga Kowalska).

Edipresse-Übernahme: Ringier kritisiert Tamedia

Erstmals hat sich ein Vertreter des Ringier-Verlags zur Übernahme des Westschweizer Verlagshauses Edipresse durch die Tamedia geäussert. Frank A. Meyer übte scharfe Kritik am bevorstehenden Deal.

Erstmals hat sich ein Vertreter des Ringier-Verlags zur Übernahme des Westschweizer Verlagshauses Edipresse durch die Tamedia geäussert. Frank A. Meyer übte scharfe Kritik am bevorstehenden Deal. Er halte die zunehmende Zürcher Medienherrschaft für bedenklich, wie er gegenüber dem Sonntag auf die Frage ob der Deal gut oder schlecht sei, antwortete. Ausserdem hätte Ediprese punkto Produkte ohnehin besser zu Ringier gepasst, so Meyer weiter.
Die Romands hingegen würden die Ediprese-Übernahme begrüssen. Der Chefredakteur von Le Matin und der Schweizer Illustrierten Peter Rothenbühler meinte gegenüber Kleinreport.ch, dass die diese Woche angekündigte Übernahme «erstaunlich wenig Reaktionen» ausgelöst habe.

Zu guter Letzt: «Rettet den Bund» – Jetzt erst recht

Mittlerweile haben über 11'000 Leser und Sympathisanten die Petition zur Rettung des Bund unterschrieben. Eine nicht gerade schwache Reaktion auf das Vorhaben der Tamedia, dem Traditionsblatt seine redaktionelle Autonomie zu entziehen.

Dem Bund droht seit einiger Zeit der Verlust seiner redaktionellen Eigenständigkeit als Berner Tageszeitung. Mittlerweile haben jedoch über 11’000 Leser und Sympathisanten die Petition zur Rettung des Traditionsblattes unterschrieben, wie die NZZ am Sonntag vermeldete. Eine nicht gerade schwache Reaktion auf das Vorhaben der Tamedia, dem Bund seine redaktionelle Autonomie zu entziehen. Doch mit einer Auflage von 55’000 Exemplaren und einer Bilanz, die sich generell in den roten Zahlen befindet, lässt sich die Tamedia schwer zwingen, ein solches Projekt weiterzuführen – auch nicht mit 20’000 Unterschriften. Über die möglichen Konzepte einer redaktionellen Kooperation mit dem Zürcher Tages-Anzeiger oder einem Zusammenschluss mit der Berner Zeitung scheiden sich die Geister noch. Der Vorschlag des Urner Journalisten Karl Lüönd jedoch, dass die 11’000 Petitionäre anstelle einer Unterschrift dem Bund den Betrag von 1’000 Franken als Solidaritätsbeitrag zukommen lassen könnten, überzeugt. Zumindest ist nicht von der Hand zu weisen, dass ohne einen solchen Tatbeweis von Leser- oder Medienseite die Petition eher als symbolischer Rettungsversuch anmutet – und ausserdem die Rechnung nicht besser macht.

Lebrument zur Lage der Printmedien

Die bezahlten Printmedien kämpfen zurzeit um ihr Überleben. Ob diese wirklich noch eine Zukunft haben, ist sich Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument nicht mehr sicher.

Die bezahlten Printmedien kämpfen zurzeit um ihr Überleben. Ob diese wirklich noch eine Zukunft haben, ist sich Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument laut SDA nicht mehr sicher. Aktuell sei die Presse jedoch noch das wichtigste Standbein der Verlage. So stammten 90 Prozent der Einnahmen der Verlagshäuser aus dem Printbereich.
Die Schweizer Presselandschaft befindet sich für Lebrument in einer Übergangsphase. Die Verlage versuchten zwar, das Internet in ihr Geschäftsmodell zu integrieren, doch wirklich Geld verdient werde noch nicht. Hingegen setze er Hoffnung in die Regionalzeitungen.
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