Nachhaltige Werbung

Wirz will den Geist für die Bank Sarasin reizen.

Nachhaltiges Investieren ist heute das grosse Modewort. Die Bank Sarasin hat diese Philosophie schon zu einer Zeit gepflegt, als es den Begriff der Nachhaltigkeit noch gar nicht gegeben hat. Heute ist «nachhaltiges Investieren» vielenorts zur abgedroschenen Floskel geworden. Nicht so für Sarasin. Die Brain-Teaser-Kampagne von Wirz Werbung vermittelt glaubwürdig und für den Leser durchaus überraschend, dass mit Investitionen in nachhaltige Unternehmen Geld verdient werden kann. Die Anzeigen in kleineren Formaten werden in der Finanz- und Tagespresse geschaltet – ganz nach dem Prinzip: «Je kleiner sich Werbung macht, desto grösser sollte der Gedanke sein, den sie kommuniziert», wie CD Hanspeter Schweizer meint.
Probleme rund um den Finanzmarkt sind aktuell ein beherrschendes Thema in den Medien. Vor diesem Hintergrund nützt die Kampagne in geschicktem Stil die Situation, indem die Anzeigen mit den prägnanten Aussagen in der Zeitung wie ein Gegengewicht zur allgemeinen Stimmung gegen Banken wirken. Da «nachhaltiges Investieren» bei der Bank Sarasin tatsächlich schon 1989 zur offiziellen Politik erklärt wurde, läuft die Kampagne nicht Gefahr, dass die kessen Texte zum Bumerang werden. Auffallen sollen die Typoinserate inmitten der anderen Finanznachrichten durch ihre Farbe. Der Brain-Stopper in der Headline muss dabei zum Weiterlesen des Kleingedruckten animieren. Geschickt gespielt wird auch mit Platzierungen.
Andreas Panzeri
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ADC Deutschland schreibt Austragungsort des ADC Gipfels aus

Erstmals in seiner Geschichte schreibt der deutsche Art Directors Club den Austragungsort für den ADC Gipfel aus. Das grösste Treffen der Kreativ- und Kommunikationsbranche in Deutschland, bislang in Berlin beheimatet, könnte somit 2010 in einer anderen deutschen Stadt stattfinden. Ebenfalls zum ersten Mal werden im nächsten Jahr die ADC Junior Days gleichzeitig mit dem ADC Gipfel veranstaltet.

Erstmals in seiner Geschichte schreibt der deutsche Art Directors Club den Austragungsort für den ADC Gipfel aus. Das grösste Treffen der Kreativ- und Kommunikationsbranche in Deutschland, das seit 1994 ohne Unterbrechung in Berlin beheimatet ist, könnte somit 2010 in einer anderen deutschen Stadt stattfinden. Ebenfalls zum ersten Mal werden im nächsten Jahr die ADC Junior Days gleichzeitig mit dem ADC Gipfel veranstaltet.
«Wir bieten mit dem ADC Gipfel die wichtigste und grösste Plattform für Kreative und Marketingentscheider in Deutschland. Das Festival lockt jedes Jahr über 7000 nationale und internationale Besucher an, liefert dabei auch Impulse für die regionale Wirtschaft. Mit der Ausschreibung geben wir neben Berlin auch anderen Städten die Möglichkeit, ihren Wirtschaftsstandort noch attraktiver zu gestalten und eine Innovationsbranche zu unterstützen», so ADC Geschäftsführerin Susann Schronen in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Der Art Directors Club sei bereits mit mehreren Städten und Regionen im Gespräch über potentielle Kooperationsmöglichkeiten, heisst es in der Mitteilung weiter.
Der Nachwuchswettbewerb soll 2010 erstmals gleichzeitig mit dem ADC Gipfel stattfinden. «Die Junior Days in München haben sich fantastisch entwickelt, gerade 2008 konnten Studenten und Junioren beweisen, dass sie konzeptionell und formal eigene Wege gehen. Deshalb ist es nur konsequent, dass wir diese Qualität im Rahmen des Hauptwettbewerbs sehen, bewerten und einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich machen», wird Stephan Vogel, im ADC Vorstand zuständig für die Nachwuchsförderung, zitiert.

Inspirator Production gewinnt Pitch um SF-Audio-Branding

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McCann Erickson entwickelt Online Game für Romande Energie

McCann Erickson Genf hat für Romande Energie ein Online Videogame entwickelt. Das unterhaltsame Spiel soll das Engagement des Konzerns für nachhaltige Entwicklung wiederspiegeln.

McCann Erickson Genf hat für Romande Energie ein Online Videogame entwickelt. Das unterhaltsame Spiel soll das Engagement des Konzerns für nachhaltige Entwicklung wiederspiegeln. Das Spiel namens «Fred L’Aspirator» (Fred Staubsauger) wurde von Kévin Nave in Flash AS2 konzipiert und von Cnoté Mobile Solutions in Martigny umgesetzt.
Im Spiel geht es darum, Fred L’Aspirator zu helfen das Festivalgelände zu säubern. Die besten Spieler der Woche erhalten je zwei Tickets für das Paléo Festival, dessen langjähriger Partner Romande Energie ist. Das attraktive Spiel ist seit dem 1. Juni online und dauert bis 12. Juli an. Eine mit «Fred l’Aspirator am Paléo» betitelte Facebook-Seite wurde ebenfalls kreiert.

ProSiebenSat.1-Aktionäre: Sorge wegen hoher Verschuldung

Die Schuldenlast in Milliardenhöhe bereitet den Aktionären von Deutschlands grösstem Privat-TV-Konzern ProSiebenSat.1zunehmende Sorgen. Durch die Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS ha sich eine Schuldenlast von 3,5 Milliarden Euro angehäuft.

Die Schuldenlast in Milliardenhöhe bereitet den Aktionären von Deutschlands grösstem Privat-TV-Konzern ProSiebenSat.1zunehmende Sorgen. Durch die Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS ha sich eine Schuldenlast von 3,5 Milliarden Euro angehäuft.
«Das ist sicher kein Ruhekissen», räumte Konzernchef Thomas Ebeling am Donnerstag an der Generalversammlung ein. «Aber es ist auch kein Anlass für schlaflose Nächte.» Ende März habe das Unternehmen über liquide Mittel von 509 Millionen Euro verfügt. «Damit haben wir viel Spielraum», sagte Ebeling.
Der Konzern wolle im schwierigen Umfeld Marktanteile gewinnen, sagte Ebeling. 2008 war der Umsatz des Unternehmens mit den Sendern ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N24 um 6 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich hatte ProSiebenSat.1 einen Verlust von 129,1 Millionen Euro verbucht. In diesem Jahr will das Unternehmen unter anderem durch die Zusammenführung der Sender rund 100 Millionen Euro einsparen. Zu diesem Zweck soll etwa Sat.1 von Berlin an den Konzernsitz in München verlegt werden.
An der Generalversammlung liess sich das Unternehmen auch grünes Licht geben für die Ausgabe einer Wandelanleihe über bis zu eine Milliarde Euro sowie für genehmigtes Kapital. Mit den Kapitalmassnahmen wolle man «den erforderlichen Handlungsspielraum für eine bestmögliche Ausgestaltung der Finanzierungsstruktur» schaffen, erklärte Ebeling. Zuvor war bereits über Pläne für eine Kapitalerhöhung spekuliert worden.

Radio 105 startet Warm-Up-Programm

Radio 105 hat am Donnerstag ein Warm-up-Programm auf der UKW-Frequenz 105,0 MHz gestartet. Ab 9. September soll dann das moderierte Vollprogramm des Jugendradios über den Äther gehen.

Radio 105 hat am Donnerstag ein Warm-up-Programm auf der UKW-Frequenz 105,0 MHz gestartet. Ab 9. September soll dann das moderierte Vollprogramm des Jugendradios über den Äther gehen, wie der Sender am Donnerstag mitteilte.
Während der nächsten drei Monate will Radio 105 das Zürcher Publikum auf ihr Musikprogramm einstimmen. Lanciert wurde auch eine «Testhörer-Kampagne». Gesucht werden junge Leute, die das neue UKW-Programm bewerten.

Bundesverwaltungsgericht erlaubt Logistep Jagd auf Internet-Piraten

Die Schweizer Firma Logistep darf im Internet weiter Jagd auf Anbieter von illegalen Musik- und Filmdownloads machen. Das Bundesverwaltungsgericht hat einem Verbot des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten nicht stattgegeben.

Die Schweizer Firma Logistep darf im Internet weiter Jagd auf Anbieter von illegalen Musik- und Filmdownloads machen. Das Bundesverwaltungsgericht hat einem Verbot des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten nicht stattgegeben.
Nach Ansicht der Richter in Bern ist das Vorgehen von Logistep zwar nicht über jeden Zweifel erhaben, es wird jedoch als einziges Mittel im Kampf gegen Internet-Piraterie betrachtet. Die Firma forscht mit ihrer Software im Auftrag von Rechteinhabern in Internet-Tauschbörsen (Peer-to-Peer-Netzwerken) nach bestimmten Film- oder Musiktiteln.
Entsprechende Angebote werden heruntergeladen, zusammen mit der IP-Adresse und weiteren Daten des Anbieters. Die Informationen übermittelt Logistep an ihre in- und ausländischen Auftraggeber, welche die identifizierten Download-Anbieter mit Strafanzeigen und Schadenersatzforderungen konfrontieren.
In seiner Empfehlung vom Januar 2008 forderte der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Logistep auf, die Datenbearbeitung einzustellen, solange keine ausreichende gesetzliche Grundlage bestehe. Durch das Vorgehen der Firma werde die Persönlichkeit einer grossen Anzahl von Personen verletzt. Nachdem Logistep die Empfehlung abgelehnt hatte, legte sie der Datenschützer dem Bundesverwaltungsgericht zum Entscheid vor, das der Anordnung nun aber seinen Segen verweigert hat. Laut dem Urteil trifft es zwar zu, dass Personendaten betroffen sind und eine Persönlichkeitsverletzung vorliegt, wenn auch keine schwere.
Diskutabel sei weiter, dass die Datenbeschaffung zu Handen der Auftraggeber in der Regel heimlich und ohne Wissen der betroffenen Personen geschehe. Daher dürfte regelmässig das im Datenschutz geltende Prinzip der Erkennbarkeit verletzt sein.
Es könne nicht hingenommen werden, dass Verletzungen von Urheberrechten stillschweigend hingenommen würden und die Täter ungeschoren davon kämen. Das Interesse der Rechteinhaber und das öffentliche Interesse würden daher insgesamt die Interessen der Personen überwiegen, deren Daten bearbeitet würden.

Das Radio sträubt sich

Im Monat April weisen sämtliche vom Index erfassten Mediengattungen ein Minus beim Werbedruck aus. Das Total aller Medien muss einen erheblichen Rückgang von 4 auf 187 Indexpunkte hinnehmen.

Im Monat April weisen sämtliche vom Index erfassten Mediengattungen ein Minus beim Werbedruck aus. Das Total aller Medien muss einen erheblichen Rückgang von 4 auf 187 Indexpunkte hinnehmen. Auch das Internet ist dieses Mal betroffen und landet mit einem Minus von 2 Indexpunkten neu auf 449. Die E-Medien insgesamt geben um 4 auf 430 Indexpunkte nach. Das Medium Radio verliert lediglich einen Indexpunkt und steht nun bei 255 Indexpunkten. Das Fernsehen verliert dagegen kräftig, der Index sinkt um 4 auf 440 Indexpunkte. Das Medium Teletext kommt mit 2 Minuspunkten auf 163 Punkte hingegen noch sehr glimpflich davon.
Bei der Beurteilung des seit 1993 ermittelten, auf den Media-Focus-Daten beruhenden Goldbach-Index ist zu beachten, dass in der Kurzzeitbetrachtung der elektronischen Medien Radio, TV, Online und Teletext jeweils die 13 vergangenen Monate saisonal geglättet werden.
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Mitarbeiterzeitschriften optimal umgesetzt

Wie gelingt es, eine Mitarbeiterzeitschrift zu gestalten, die wirklich interessiert und die jeder gerne liest? Philip Meier und Stefanie Funkat geben praktische Tipps zur Verbesserung dieses wichtigen internen Kommunikationsmittels.

Trotz Intranet und Mailverkehr nimmt die Bedeutung der Mitarbeiterzeitschrift in Unternehmen zu. Informieren, motivieren, involvieren – professionell aufbereitete News für Mitarbeiter machen Unternehmen erfolgreicher. Die Autoren haben Unternehmenspublikationen von rund 500 Unternehmen im deutschsprachigen Raum untersucht und zeigen, worauf es heute bei der internen Kommunikation ankommt. Anforderungen an moderne Unternehmenspublikationen werden mit zahlreichen und ausführlich diskutierten Beispielen aus der Praxis erläutert. Das Buch bietet konkrete Hilfestellungen und Anregungen, um Mitarbeiterzeitschriften interessant und abwechslungsreich zu gestalten – nicht nur für Kommunikationsfachleute.
Philip Meier
forscht seit 15 Jahren zum Thema interne Kommunikation. Er ist CEO der Branding- und Kommunikationsagentur schneiter meier külling AG in Zürich und war zuvor Leiter Corporate Communications & In¬ves¬tor Relations eines großen Schweizer Hightechunternehmens.
Stefanie Funkat
studierte Kommunikationsmanagement und schrieb ihre Diplomarbeit zum Thema «Mitarbeiterzeitschriften in der Schweiz. Eine repräsentative empirische Untersuchung mit Optimierungsempfehlungen».
Bibliografie
Philip Meier/Stefanie Funkat.
Mitarbeiterzeitschriften optimal umgesetzt.
Ein Handbuch für die
Praxis, Orell Füssli Verlag,
Zürich 2009, 192 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-280-05325-6, Fr. 44.–/€ 29.90, Dietzingerstrasse 3, CH-8036 Zürich,
Tel. +41 44 466 73 85,
Fax +41 44 466 74 12,
[email protected],
www.ofv.ch
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Werbedruck in freiem Fall

Die Werbeausgaben sind im April angesichts der schlechten Wirtschaftslage richtiggehend eingebrochen. Der Werbeddruck nahm im Vorjahresvergleich um 18,6 Prozent auf 323 Millionen Franken ab.

Die Werbeausgaben sind im April angesichts der schlechten Wirtschaftslage richtiggehend eingebrochen. Der Werbeddruck nahm im Vorjahresvergleich um 18,6 Prozent auf 323 Millionen Franken ab. Zwischen Januar und April gingen die Einnahmen insgesamt um 10,3 Prozent zurück, was einer Einbusse von 133 Millionen Franken entspricht. Die stärksten Rückgänge verzeichnet die Plakatwerbung (–20,5 Prozent), gefolgt von der Publikums-, Finanz- und Wirtschaftspresse (–18 Prozent). Die Mediengruppe mit Tageszeitungen und Sonntags- sowie regionaler Wochenpresse verdiente zwischen Januar und April 13 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Positiv stechen nur die Fachpresse (+7 Prozent) und die Mediengruppe Internet (+26,1 Prozent) hervor. Deren Anteil am Gesamtmarkttrend ist allerdings sehr klein. Der Schlüsselmarkt Finanzen brach im April um knapp 30 Prozent ein, Fahrzeuge um gut 21 Prozent. Die einzige Gruppe, die im April zulegte, war Energie mit gut 13 Prozent.
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Tops der Woche

16 Awards in Bronze, 8 in Silber und 2 in Gold: Dies ist die stolze Bilanz der diesjährigen Dialogmarketinpreisverleihung, die letzte Woche in einem festlichen Rahmen im Zürcher Kongresshaus stattfand. Zweites Top der Woche: m 4. Juni startet Radio 105 auf UKW. Sein Gründer, Giuseppe Scaglione, ist selbstbewusst wie eh und je.

Dialogmarketing-Preis 2009: Agentur am Flughafen holt acht Trophäen
16 Awards in Bronze, 8 in Silber und 2 in Gold: Dies ist die stolze Bilanz der diesjährigen Dialogmarketinpreisverleihung, die letzte Woche in einem festlichen Rahmen im Zürcher Kongresshaus stattfand.
Begrüsst wurden die Gäste durch Milo Stössel, den neu gewählten Präsidenten des Schweizer Direktmarketing-Verbands. In der Verleihung gab es Highlights von unterschiedlichem Format zu sehen – die überraschende Dramatisierung des Nutzens und das Erzielen eines möglichst hohen Responses sind Herausforderungen, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hohe Ansprüche stellen. Jury-Chairman Guido Wietlisbach sprach darum zu Beginn des Abends von einem eher durchschnittlichen Jahrgang, aber im Verlauf der Gewinner-Präsentation war der Optimismus schnell wieder da, und es wurde begeistert applaudiert. Einen besonderen Respekt verdienen die Gewinner in den speziellen Kategorien Publikumspreis (SAP Schweiz und Ogilvy Mather), Innovationspreis (Touch¬more GmbH) und Platin-Preis (Lufthansa und Wundermann Deutschland).
Frischer Wind fürs Medium Radio
Am 4. Juni startet Radio 105 auf UKW. Sein Gründer, Giuseppe Scaglione, ist selbstbewusst wie eh und je. So hat er es punkto Werbevermarktung nicht nötig, sich bei einem Vermarkter oder beim Swiss Radio Pool anzulehnen. «Wir werden – wie schon in den letzten zehn Jahren – auf eigenen Beinen laufen und somit unsere Sender (105, RMC, Rock Nation, alle Webradios, 105TV) selber vermarkten. Damit haben wir die letzten Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht», sagt er auf Anfrage. Für die Vermarktung von Radio 105 seien sechs Personen tätig. Trotz Eigenständigkeit sagt Scaglione aber nicht nein, wenn er von anderer Seite Spots angeboten erhält. «Natürlich sind wir aber auch für alle bestehenden Vermarkter offen und nehmen deren Buchungen gerne entgegen», sagt er. Ob 105 jemals beim Swiss Radio Pool mitmachen werde, lässt er offen. «Dies würde ohnehin nicht heute oder morgen der Fall sein, da wir momentan die Prioritäten anders setzen», sagt er. Klar, vorerst gilt es, auf eine möglichst attraktive Reichweite zu kommen. Je nachdem wird dann die Radiowerbung und der Swiss Radio Pool neu aufgemischt. Die Radioszene kann jedenfalls frischen Wind gut gebrauchen.

Mit gebündeltem Wissen in die Web-Zukunft

Kaum hat sich das Web 2.0 in die Gesellschaft eingegliedert, macht bereits sein Nachfolger von sich reden – das Web 3.0.

Das Internet – die virtuelle Welt der unbeschränkten Möglichkeiten. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass sich die gesamte Kommunikation und Werbung zusehends ins World Wide Web verlagert. Mit dem Web 2.0 haben Firmen erkannt, dass sie die Nutzer vermehrt in das Geschehen integrieren und ihnen auf den Websites die Möglichkeit bieten müssen, ihre Meinungen kundzutun und Vorschläge anzubringen. Nike beispielsweise lässt Besucher auf ihrer Website durch beliebige Modell- und Farbwahl ihren eigenen Turnschuh kreieren. Auf der Website des Brillenherstellers Ray Ban kann sich der Kunde mit einer Web-Cam einwählen, um die passende Brille mittels Vermessung des Gesichts zu finden. Anhand der Daten stellt ihm Ray Ban dann die passenden Brillen vor. Diese kann er gleich virtuell anprobieren und sich durch die Palette der vorgeschlagenen Brillen klicken. Im Gegensatz zum Web 1.0, das der Anwender lediglich zum Surfen und Browsing nutzte, ist das Web 2.0 um ein Vielfaches umfassender. Die einseitige Kommunikation zwischen Anbieter und Konsument wie einst in den 90er-Jahren wurde damit zum Auslaufmodell.
Das Web 3.0 – ein Generationenwechsel
Seit der Entstehung des Web 2.0 werden die hyperintelligenten Versionen stetig erweitert. Heute sind wir beim Web 3.0 angelangt. Es ist eine Erweiterung des WWW und steht für semantisches und intelligentes Suchen in 3D–Welten und 3D-Medien. Dazu gehört zum Beispiel das Tool Tin¬Eye, eine Suchmaschine für Bilder, welche von der Firma Idée Inc. stammt. Gibt man ein Bild oder einen Link zu einem Bild ein, gibt TinEye alle Seiten wieder, in denen das Bild oder seine veränderten Versionen vorkommen. Jedes Bild wird bei der Eingabe untersucht und durch den Mustererkennungsprozess geschickt. Das Ergebnis wird dann mit einer Datenbank verglichen. Derzeit beinhaltet die Bilderdatenbank der Suchmaschine knapp fünf Millionen Pics. Ähnlich läuft es auch bei Wikitude, einem System für Handys von T-Mobile G1, das bei Google-Handys bereits installiert sein wird. Es ist eine Mischung aus GPS-Orientierung, Reiseführer und Panoramaansichten. Indem man Orte des Aufenthaltes über eine dafür vorgesehene Tas¬te eingibt. Es erfolgt eine Kartenansicht, auf der alle Treffer aufgelistet sind. Die nähere Umgebung wird im Kartenmodus inklusive Punkten angezeigt, welche mit Wikipedia-Artikeln versehen sind und dem Nutzer Informationen liefern.
Zur Entstehung des Web 3.0 beigetragen hat Tim Berners-Lee, bereits Erfinder des World Wide Web. Im Web 3.0 geht es darum, mehr Informationen für den Anwender zu gewinnen, indem es das weltweite Wissen bündelt und daraus neues gewinnt. Heute können Computer lediglich gesuchte Begriffe wiedergeben, das semantic Web hingegen geht weiter. Es macht die Bedeutung der Informationen für den Computer brauchbar, damit Daten von Orten, Personen und Gegenständen miteinander verknüpft werden. Das semantic Web stützt sich also vielmehr auf Bedeutung und Zusammenhänge der gesuchten Begriffe als bloss auf die Vernetzung wie bisher im Web 2.0.
Zweifel an der künstlichen Intelligenz
Dem intelligenten Web trauen jedoch nicht alle über den Weg. Mit AI (Englisch: artificial intelligence) spekulieren Wissenschaftler, die Maschinen so weit zu bringen, dass sie Fehler selbstständig erkennen und umgehend korrigieren. Seit den Weiterentwicklungen des Webs werden Stimmen laut, Roboter und Computer könnten eines Tages die Menschheit kontrollieren, wenn sie über Intelligenz verfügen. Für Wissenschaftler wäre dieser Zustand die Erfüllung ihres Traums, für Skeptiker bleibt dies eine Wunschvorstellung verrückter Professoren.
Adriana Zilic
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Ein Bild suchen, viele Bilder finden: TinEye machts möglich.
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