Ein Einklang mit der Natur

ViznerBorel präsentiert neuen Gesamtauftritt von Weleda.

Kosmetikprodukte auf natürlicher Basis liegen im Trend. Marken wie Body Shop, Clinique oder L’Oréal konkurrenzieren sich. Am stärksten mit der Kraft der Natur in Verbindung gebracht wird dabei die Marke Weleda. Der Schönheitsfehler der Schönheitsmittel: Weleda wird oberflächlich bewertet schnell einmal in die Ecke der «Alternativen» gedrängt. Dieser Eindruck soll jetzt von ViznerBorel in einem neuen Auftritt korrigiert werden – ein bisschen, aber natürlich nicht ganz.
«Wer das Ganze sehen will, muss bereit sein, sich auf das Einzelne einzulassen. Wer sich auf das Einzelne einlässt, kann das Ganze sehen und verstehen. Weleda kann man sich auf vielerlei Arten nähern.» So formuliert Weleda auf der Homepage seine Philosophie. Diese geht auf eine intensive Zusammenarbeit von Rudolf Steiner mit der holländischen Ärztin Ita Wegman zurück. In Arlesheim eröffnete Wegman 1921 das erste klinisch-therapeutische Institut. In der Nachbargemeinde Dornach hatte er die Freie Hochschule für Geisteswissenschaften gegründet. Der Begründer der Anthroposophie und die ganzheitlich orientierte Ärztin erarbeiteten 1925 gemeinsam die Schrift «Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen». Das wurde zum Grundstein für Weleda.
Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit über 1’800 Mitarbeitende auf allen Kontinenten. Seit der Gründung entwickelt und vertreibt Weleda ausschliesslich ganzheitliche Arzneimittel, diätetische Aufbaupräparate und Körperpflegeprodukte. Weleda orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Ärzte und Patienten, die nach anthroposophischen Produkten fragen. «Im Einklang mit Mensch und Natur» wurde dabei zum Leitmotiv. Der bewährte Claim sollte nun auch die Kernaussage in einem neuen Gesamtauftritt von Weleda in der Schweiz bilden. Der Auftrag dazu wurde in einem grossen Pitch ausgeschrieben. ViznerBorel hat das Budget mit einer Strategie- und Kreativ-Präsentation gewonnen. «Sehr speziell und gelungen ist die Umsetzung von unserem Claim, der nach wie vor die Grundidee der Philosophie von unserem Unternehmen bildet», freut sich Patricia Pécourt, Leiterin Werbung und Kommunikation bei Weleda, über die Idee von ViznerBorel. Diese haben echte Aufnahmen von natürlichen Ingredienzien wie Birke oder Lavendel auf den schönen Körper eines Menschen projiziert. «Uns war es wichtig, dass diese Sujets natürlich und nicht auf dem Computer entstanden sind», erklärt AD Hanna Zimmermann. Der Neuauftritt betrifft alle Kosmetik- und Pflegeprodukte sowie den rezeptfreien Bereich für die Selbstmedikation. Die Bildsprache wird durch die verschiedensten Medien durchgezogen – von Print über Kino, Broschüren und Internet bis zu POS.
Andreas Panzeri
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Aufgefallen

Aufgefallen ist der Werbewoche diesmal unter anderem ein Werbe-Baron auf der Bühne und das neue Jahrbuch des Art Directors Club.

Das Herzblut der Kreativsten
Im Januar hat der Art Directors Club die herausragenden Werbekampagnen des letzten Jahres prämiert. Nun präsentiert der ADC die Siegerarbeiten im neuen Jahrbuch. Auf 304 Seiten werden alle Kampagnen gezeigt, die letztes Jahr hinsichtlich Strategie, Idee und Umsetzung besonders gelungen sind. Konzipiert und gestaltet wurde das Buch von CD Bene Abegglen und AD Patrick Fawer bei Contexta. Das Buch «handelt von Herzblut, von inspirierenden Fiktionen und Menschen, die Risiken eingehen, um Grosses zu leisten», meinen die Macher. Herausgegeben wird das Jahrbuch beim Werd Verlag. Bis zum 31. August kan man es dort zum Subskriptionspreis von 118 statt 148 Franken bestellen unter [email protected].

Werbe-Baron auf der Bühne
Rolando Baron hats gern ungewöhnlich. Um potenziellen Auftraggebern nicht nur seine neue Agentur Büro Baron, sondern auch seine Ideen für ungeschönte und mitreissende Werbung zu präsentieren, stellte sich der studierte Kunstgeschichtler, Texter und Konzepter eine Woche lang im Quartierkino Riffraff auf die Bühne – für einen Livespot zwischen Werbung und Filmbeginn. Barons Idee: An der eigenen Marke zeigen, wie ein gekonnter Unternehmensauftritt aussieht. «Ein Unternehmen muss sich hinstellen und einfach sagen, was Sache ist, auch ohne bunte Bilder», pointierte Baron kurz vor Filmbeginn. In einer Zeit, in der diverse Blasen zerplatzen, bringt Baron sich mit authentischer Kommunikation ins Gespräch. Bis jetzt sind vor allem Werber und die Medien auf seine Aktion angesprungen. Baron rechnet aber fest damit, dass bald auch Auftraggeber ihre Marken mit seiner Hilfe ins Gespräch bringen wollen.

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Das geht nicht nur im Schlafzimmer
Werbung ist überall – jetzt auch im Flugi, im Zelt, auf dem Segelboot und neben Ihrem Bettchen. Ab kommender Woche werden die neuen Sujets der Kampagne «Das kann nur ein Inserat» allerorten ins Auge stechen. Die Idee für die Imagekampagne des Verbands Schweizer Presse stammt von Bettina Klossner und Laurie Morard. Sie hatten Anfang des Jahres den Wettbewerb gewonnen, bei dem der Verband jedes Jahr die besten Inserat-Ideen des Kreativnachwuchses kürt. Die Kampagne läuft bis Ende August.

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Marken zum Klingen bringen

Unternehmen feilen bis ins Detail an ihrem visuellen Auftritt. An akustisches Branding, das ihr Image noch weiter stärken könnte, denken sie nicht. Ein Fehler, findet Klangdesigner und Corporate-Sound-Experte Peter Philippe Weiss.

Die Kernbotschaft der Basler Agentur Corporate Sound von Peter Philippe Weiss ist «Hear your Company expand». Seine Idee: Wer nicht nur das visuelle, sondern auch das akustische Auftreten seines Unternehmens auf Firma, Produkte und Leistungen abstimmt, kann seine Marke und seine Ware optimal im Markt inszenieren – und das macht sich dann auch beim Umsatz bemerkbar. Wie Corporate Sound wirkt und wie man ihn komponiert, zeigte Weiss in einem Vortrag für die Swiss Young Professionals der IAA in Zürich. Weiss und seine Tonjongleure geben Unternehmen, Marken und Produkten ihren eigenen Klang. Sie ergänzen damit die visuelle Ebene, die durch CD, Logo, Spots und Corporate-Filme bedient wird, um eine akustische Dimension. «Geräusche und Musik aktivieren in jedem Menschen wie auf Knopfdruck ganz individuelle Vorstellungen, Bilder und Gefühle», sagt Weiss. «Das, was wir sehen, ist immer ausserhalb von uns, was wir hören, lassen wir in uns hinein und es wird Teil von uns. Studien haben nachgewiesen, dass Musik die Erinnerung um 80 Prozent steigert, die Sympathie um 36 Prozent und die Kaufbereitschaft um 24 Prozent. Deshalb sollten Unternehmen die akustische Botschaft, die sie verbreiten, bewusst gestalten.»
Gefühle und Assoziationen wecken
Die Kraft von Musik und Tönen lässt sich in verschiedenen Bereichen einsetzen: strategisch als Corporate Sound für Werbespots oder als Unterlegung der Wort-Bild-Marke, atmosphärisch für die Gestaltung von Räumen, Produkten oder Messeständen und auch im Internet. Sogar funktionale Klänge sind gestaltbar: Warum nicht das Piepsen der Herzmaschine im OP durch einen Ton ersetzen, der sich von den Geräuschen der anderen Geräte unterscheidet, zum Beispiel durch einen dem Herzklopfen verwandten Sound? Ein gutes Beispiel für einen gelungenen Corporate Sound ist das «Dididi-Didi» der Deutschen Telekom. Den Klang, mit dem das magentafarbene T unterlegt ist, kennt jedes Kind – und jeder Konsument. Dieses Sound¬logo passe klanglich zum Thema Technologie und runde das Logo perfekt ab, urteilt Weiss. Der Sound von Nokia dagegen sei gut gemeint, aber schlecht gemacht. Er transportiere in seiner Melodie nicht Dynamik, sondern Langeweile. Ein solcher hörbarer Fauxpas ist ärgerlich. Schliesslich begleitet ein Sound ein Unternehmen im Bestfall sein Leben lang und wird nicht nur in TV- und Kinospots eingesetzt, sondern auch online, an Messeständen, in Gebäuden, Stores und bei Firmenanlässen. Weiss: «Auch wenn die Melodie nach etwa fünf bis sechs Jahren modernisiert werden sollte: Der Basissound bleibt der gleiche.» So jedenfalls sollte es sein.
Marketing für alle Sinne
Weiss und seine Mitspieler haben beispielsweise für ABB, Diners Club und Tissot einen Corporate Sound entwickelt. «Dabei war uns wichtig, dass die akustische Botschaft das jeweils Typische des Unternehmens und seines Produkts transportiert», erklärt Weiss. «Am Sound muss das Business hörbar werden.» So sind die Spots von ABB mit energetisch-metallischen Tönen unterlegt, die sich aus Dreiklängen zusammensetzen. Sie stehen für die drei Buchstaben des Unternehmens. Für den Corporate Sound von Diners Club hat die Basler Agentur einen digitalen Ton, der für das Durchziehen einer Kreditkarte durch einen Kartenleser steht, mit einer Musik kombiniert, die «einen schönen Augenblick in Töne fasst», wie Weiss sagt. So abstrakt diese Erklärung klingt – der Sound funktioniert. Wie erwünscht weckt er im Hörer Bilder von Jachten, Golfplätzen und Luxuskarossen sowie jede Menge Wünsche und Sehnsüchte. Und die kann man sich dann mit der Karte des Diners Club erfüllen. Bei Tissot gibt ein tickender Sekundenzeiger den Takt des Corporate Sound vor. «Zu direkt darf die Übertragung des Unternehmensimages oder der Produkteigenschaften in Klang allerdings nicht sein», warnt Weiss. «Sonst wird es platt.» Die UBS mit klingenden Münzen zu umtönen wäre also grundfalsch – und entspräche auch nicht mehr der Realität, mit der sich die Grossbank und ihre Kunden derzeit konfrontiert sehen. Weiss will für jeden seiner Kunden dessen ganz eigenen Unternehmensklang finden. Deshalb sucht er nicht nur nach Melodien, sondern auch nach Klängen, akustischen Mustern und Symbolen und experimentiert mit den Materialien, die sein Auftraggeber herstellt oder verarbeitet. Für den Keramik- und Badeweltenproduzenten Duravit hat er einen Sound aus Keramikklängen kreiert. Je stofflicher das Produkt des beratenen Unternehmens ist, desto dankbarer ist dieses Vorgehen. Doch Weiss fragt sich auch: Wie klingt eine Versicherung? Und findet eine Lösung für diese Frage.
Suche nach dem guten Ton
Etwa drei bis vier Monate Arbeit stecken in einem Firmensound. Auf der Suche nach dem richtigen Ton taucht Weiss in die Welt des Unternehmens ein, setzt sich mit dessen Wesen, den Produkten oder Dienstleistungen und natürlich dem bestehenden CD auseinander. Der Aufwand rechnet sich. «Für die Kosten eines grossen Zeitungsinserats entsteht eine strategische Anwendung, die zehn Jahre oder länger verwendet werden kann», sagt Weiss. «Bei einem Messestand ist der Sound neben Architektur und Beleuchtung der kleinste Teil.»
Corporate Sound eignet sich nicht nur als Hintergrundmusik für TV-Spots, als Soundlogo oder für die atmosphärische Aufladung eines Messeauftritts. «Es gibt in Unternehmen viele Geräusche, die eine Kriegserklärung ans Gehör sind, die dem Image der Firma total widersprechen und ihm damit schaden», sagt Weiss. Angefangen mit der digitalisierten Kleinen Nachtmusik in vielen Telefonschleifen, die aus der Steinzeit der Klänge stamme, seien auch die Geräusche von Geldautomaten oder Fahrstühlen ein Angriff aufs Ohr. «Stellen Sie sich eine wunderschöne Lobby vor, ganz mit Marmor ausgelegt und mit edlen Möbeln», schildert Weiss. «Dann hält der Fahrstuhl und macht völlig verzerrt ‹Drrrrrrrringg›. Furchtbar! Das zerstört die ganze Wirkung der Lobby und hindert einen daran, sich wohlzufühlen.»
Klangkompositionen, Geräusche und Musik lassen vor dem inneren Auge Welten entstehen. Dass macht Sound zum wichtigen Baustein der Markenarchitektur. Unternehmen, die ihrer Marke Leben einhauchen wollen, sollten diesen freien Platz in ihrem Werbeorchester rasch besetzen.
Anne-Friederike Wilhelm

In Kürze
Peter Philippe Weiss wurde 1962 in Basel geboren. Er ist ausgebildeter Elektroniker und Violinist und hat sich selbst beigebracht, Gitarre, E-Gitarre, Keyboard, Schlagzeug und E-Bass zu spielen. 1994 gründete Weiss die Corporate Sound AG und ist damit ein Pionier auf dem Gebiet des Corporate-Sound-Designs. Mit seinem vierköpfigen Team und in Zusammenarbeit mit Sound- und Technikpartnern gestaltet er akustische Unternehmensauftritte, komponiert Filmmusik, realisiert Stadtklanginstallationen sowie Klanglandschaften für Architektur, Ausstellungen und Museen. Corporate Sound arbeitet für Kunden wie ABB, Credit Suisse, Duravit, Swiss Olympic, Swarowski, Coop und IWC.

Euro RSCG realisiert für Stop AIDS den kürzesten TV-Spot

Neue Werbespots der Love Life Stop AIDS-Kampagne von Euro RSCG machen den spontanen Sex zum Thema. Wenn kein Kondom zur Hand war, drängt sich unter Umständen ein HIV-Test auf. Darüber können sich Betroffene auf einer Internetseite informieren.

Er ging, bevor sie kam. Derart salopp könnte man die Szenen zusammenfassen, mit denen Euro RSCG Zürich zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit seit dieser Woche wieder Aufklärung in Sachen Aids betreibt. Thematisiert werden Situationen, in denen es zwischen zwei Zufallspartnern so schnell zur Sache geht, dass die Überhitzten gar keine Zeit mehr finden können, um an den bewährten Gummi zu denken.
Die neue «Love Life Stop Aids»-Kampagne des BAG geht damit in das fünfte Jahr, seit sie bei der Crew von Frank Bodin angesiedelt ist. «Ging’s zu schnell, um an Gummis zu denken?», lautet in dieser Staffel die kreative Umsetzung.
Das Team um CD Axel Eckstein hat dazu «die kürzesten Werbespots der Schweiz» realisiert: Nur eine Sekunde lang wird gezeigt, wie sich etwa in einer Bar zwei Augenpaare finden. Dann sieht man die Protagonisten bereits im Bett. Auch nur eine Sekunde lang. Zum Höhepunkt gebracht wird der Spot mit einem Drei-Sekunden-Abbinder «Ging’s zu schnell …?» und dem guten Rat, sich jetzt möglichst ebenso rasch einem Check zu unterziehen. Dieser ist neu für diese Kampagne auf www.check-your-lovelife.ch eingerichtet worden. Wer sich mit ehrlichen Antworten durchklickt, weiss, ob er nach dem schnellen Sex jetzt vielleicht einen Aids-Test machen sollte.
> Spots anschauen
Die gezeigten Risikosituationen sind Ferienflirts und sexuelle Abenteuer unter Alkoholeinfluss. Solche Abenteuer ohne Kondom erleben gemäss Statistik zurzeit am häufigsten Heteros «im besten Alter» um die 35. Diese Zielgruppe soll deshalb gewarnt werden, ein mögliches HI-Virus am Tag danach nicht einfach bedenkenlos weiterzugeben. Gleichzeitig wird dafür geworben, für nicht alltägliche Situationen stets ein Präservativ bei sich zu haben und die Safer-Sex-Regeln zu befolgen. «Wir wollen Aufmerksamkeit für die HIV/Aids-Prävention und tun dies mit einer positiven Provokation. Wir kommunizieren ohne Mahnfinger und auch ohne Schockbilder – dafür mit einem Augenzwinkern. Das kommt bei diesem Thema am glaubwürdigsten an, wie wissenschaftliche Tests bewiesen haben», erklärt Adrian Kammer, Werbeleiter beim Bundesamt für Gesundheit.
Die neue Kampagne setzt auf das Hauptmedium Fernsehen. Hier werden die Spots ihrer Kürze wegen jeweils im Doppel gezeigt. Eine verblüffende Umsetzung der Idee findet sich auf Tilllate.ch, wo ein Mausclick ein Partyfoto zur Sexszene machen kann. Für eine weitere Abstützung sorgen Inserate, Plakate sowie Promotionen und Give-aways.
Andreas Panzeri

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Schluss mit «hätte, würde, könnte»

Wirz sucht für Inobat nach faulen Ausreden der Umweltsünder.

Weil in der Schweiz alle Geschäfte, die Batterien verkaufen, auch alte Batterien zurücknehmen müssen, kann unser Land eine einzigartige Dichte von über 12 000 Sammelstellen ausweisen. Da muss man schon «eine sehr, sehr gute Ausrede haben, um seine Altbatterien nicht zurückzubringen». Wirz Werbung hat letztes Jahr diese augenzwinkernde Moral mit zwei Spots unter die Leute gebracht. Die Idee der Filme, die in einem frechen Comic-Stil mit total abs¬trusen Ausreden verblüffen konnten, soll jetzt in diesem Jahr für das Medium Print adaptiert werden.
Der bekannte deutsche Fotograf Holger Pooten hat dazu in aufwändigen Bildern die Ausreden zweier Möchtegern-Entsorger in Szene gesetzt. «Die Bilder funktionieren als echte Hingucker», ist CD Matthias Freuler überzeugt. Denn die zahlreichen Probleme, die da auf den Protagonisten einstürzen, sind so hanebüchen, dass sie fast Grund genug wären, seine Altbatterien halt für einmal nicht zu entsorgen.
Die Sujets sind in Zürich fotografiert worden. Sämtliche Details wurden in einer durchdachten Inszenierung an ein und demselben Ort aufgenommen – aber natürlich in mehreren Phasen. Anschliessend wurde das Puzzle dieses «fotografischen Protokolls» am Computer zu einem neuen Ganzen zusammengesetzt, wie die verantwortlichen AD Barbara Hartmann und Iwan Rickenbach erklären. Mit dem so entstandenen Stil eines Fotocomic schliesst man nicht nur an die Form der inzwischen preisgekrönten Filme an. Die Kampag¬ne findet damit auch ihre richtige Sprache «für ein junges und kritisches Publikum, dem man nicht mit dem Zeigefinger kommen darf», wie Texter Thomas Kurzmeyer weiss.
Max Zulliger, Geschäftsführer der Interessenorganisation Batterieentsorgung Inobat erfreut sich am gelungenen Resultat: «Regelmässig gelingt es der Agentur, die Menschen zu involvieren, ohne zu moralisieren.» Die Idee der Kampagne ist auf mehrere Jahre angelegt. Ähnlich wie bei den Schadenskizzen der Mobiliar aus der gleichen Agentur wollen die Kreativen mit immer wieder neuen «Ausreden» das Publikum zum Nachdenken animieren, bis diesem schliesslich keine eigenen Ausreden mehr zum Entsorgen ihrer Batterien einfallen. pan
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CR Basel wirbt für neue Cornèrcard

Mit einem nationalen Plakataushang und Internet-Banners lanciert CR Basel für die Tessiner Cornèr Bank die neue Cornèrcard. Cornèrcard Visa Easy Travel ist eine neue, laut Pressemitteilung besonders unkomplizierte Cash- und Shoppingkarte.

Mit einem nationalen Plakataushang und Internet-Banners lanciert CR Basel für die Tessiner Cornèr Bank die neue Cornèrcard. Cornèrcard Visa Easy Travel ist eine neue, laut Pressemitteilung besonders unkomplizierte Cash- und Shoppingkarte. Einfach aufladbar mit Schweizer Franken oder Euro, soll sie das Reisen nicht nur leichter, sondern auch sicherer machen. Als reisefreudige und vertrauenswürdige Kampagnen-Ikone tritt dabei die Helvetia an bestbekannten Destinationen in Erscheinung.
Verantwortlich bei Cornèr Bank AG, Lugano: Stefan Schindler (Corporate Communication), Beat Weidmann (Product Management). Verantwortlich bei CR Basel: Daniel Bürgi, Monika Vonstein, Andrea Kurz (Beratung), Gabriel Heuberger (CD), Roger Horvath (AD), Philipp Schweizer, Denis Bernhardt (Text), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung). Media: MC Media, Silvana Maucioni.

Neuer Leiter der französischsprachigen SDA-Redaktion

Beat Grossenbacher wird neuer stellvertretender Chefredaktor und Leiter der französischsprachigen Redaktion der Schweizerischen Depeschenagentur. Der 50-Jährige folgt auf Marc-Henri Jobin, der Mitglied der erweiterten SDA-Geschäftsleitung wird.

Beat Grossenbacher wird neuer stellvertretender Chefredaktor und Leiter der französischsprachigen Redaktion der Schweizerischen Depeschenagentur. Der 50-Jährige folgt auf Marc-Henri Jobin, der Mitglied der erweiterten SDA-Geschäftsleitung wird.
Grossenbacher, von 2001-2009 Chefredaktor des Journal du Jura, wird im Herbst 2009 zu SDA stossen. Vor seiner Tätigkeit für das jurassische Regionalblatt war er Stellvertreter des Chefredaktors und Nachrichtenchef von Radio Suisse Romande (RSR). Bei RSR war er zunächst als Korrespondent in Delsberg tätig, wobei er gleichzeitig diese Tätigkeit für das Westschweizer Fernsehen ausübte.
Anschliessend arbeitete Grossenbacher als Korrespondent für die Kantone Jura und Basel, ehe er als Inlandredaktor in die Zentrale nach Lausanne wechselte und dort zum Leiter der Regionalredaktionen ernannt wurde. Seine journalistische Laufbahn begonnen hatte Grossenbacher beim Journal du Jura mit einem Stage. Später wechselte er als Regionalredaktor zur Freiburger La Liberté.
Grossenbacher ist Vorstandsmitglied der Chefredaktorenkonferenz und Mitglied des Presserates. Er ist ferner Dozent am Westschweizer Medienausbildungszentrum
(CRFJ) in Lausanne.

Zur Sache: Glaubwürdigkeit

Auf Seite 38 finden Sie diese Woche anstelle einer Top- und einer Flop-Meldung der Woche zwei Tops der Woche. Nicht, dass uns die schlechten Nachrichten ausgehen würden. Was momentan in der Medienbranche passiert – sei es in der Schweiz oder im Ausland – würde es erlauben, ganze Ausgaben mit schlechten News zu füllen.

Auf Seite 38 finden Sie diese Woche anstelle einer Top- und einer Flop-Meldung der Woche zwei Tops der Woche. Nicht, dass uns die schlechten Nachrichten ausgehen würden. Was momentan in der Medienbranche passiert – sei es in der Schweiz oder im Ausland – würde es erlauben, ganze Ausgaben mit schlechten News zu füllen. Die zwei positiven Meldungen sollen vielmehr ein ganz kleines Zeichen setzen. Ein ganz wenig Optimismus in einer durchwegs pessimistischen Zeit.
Landauf landab wird gejammert. Das Ende der gedruckten Zeitung wird gebetsmühlenhaft heraufbeschworen. Strukturbereinigung, Marktbereinigung, Kostensenkung werden zum täglichen Mantra allzu vieler Exponenten der Medienbranche. Experten und solche, die sich dafür halten, geben unaufgefordert Ratschläge. Sind es Ratschläge zum Überleben, zur Sterbehilfe oder ist es etwa nur Selbstprofilierung? Lassen wir die Antwort offen.
Gavin O’Reilly, der Präsident des Weltverbands der Zeitungen (WAN), sagte letzte Woche an der Konferenz «Die Kraft des gedruckten Wortes» in Barcelona: «Dass diese ganze Schwarzmalerei ohne Widerspruch bleibt, ist für mich der bizarrste Vorfall vorsätzlicher Selbstverstümmelung in der gesamten Branchengeschichte.» Und weiter: «Viele überlegen gar nicht, was sie reden, sondern fallen einfach in den Chor derer ein, die behaupten, die Zukunft heisse Internet, Internet, Internet, und alles andere so gut wie ausschliessen.»
Mag sein, dass das nur präsidiale Worte an einer Branchenveranstaltung sind. Worte, die einfach nur gut tönen. Skeptiker würden dem zustimmen. Ich glaube es nicht, denn immerhin ist O‘Reilly nicht nur Präsident der WAN, sondern auch Vorstandsvorsitzender des irischen Medienkonzerns Independent News and Media. Er ist also weder Theoretiker noch Fantast. Er weiss, wovon er spricht. Das zeigt ein anderes Zitat: «Das soll nicht von der ernsten, ja sehr ernsten Lage ablenken, aber es ist und bleibt eine Tatsache, dass die Unternehmen in den anderen wichtigen Branchen ebenso betroffen sind wie die grossen Medienhäuser.»
Wenn aber Medienmanager nicht mehr an ihre Branche glauben und die Rolle der Medien in Zweifel ziehen, dann wird es zappenduster. Erlauben Sie mir hier, sehr persönlich zu werden. Wenn viele – zu unserem Glück nicht alle – Verleger, Radio- und Fernsehveranstalter nicht mehr an die Kraft der Werbung glauben, dann wird es gefährlich. Wie wollen diese Branchenexponenten ihren Kunden glaubwürdig begreiflich machen, dass klassische Werbung funktioniert, wenn sie selbst das Gegenteil tun? Sie investieren in B2B-Portale, sprechen ihre Kunden direkt an oder machen gar nichts. Gleichzeitig jammern sie, dass ihre Kunden keine oder weniger klassische Werbung schalten. Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit?
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Facebook – ein Erlebnisbericht

Facebook kann auch im professionellen Bereich eine wichtige Funktion einnehmen. Gastkommentar von Michael Kindermann, Snap-Film.

Seit geraumer Zeit nutze auch ich Facebook. Am Anfang sehr zögerlich. Zwischendurch hatte ich mich auch mal abgemeldet. Denn Statusmeldungen wie «Ich trinke Tee» oder «Fliege von einem Dreh in L.A. zurück nach Hause» sowie permanent hochgeladene Fotos mit irgendeinem unpersönlichen Mist werden auf Dauer uninteressant.
Zum Glück kann Facebook viel mehr. Auf unserer Facebook-Seite können wir schnell und leicht News, Filme und andere Inhalte an unsere Fans und Leser weitergeben. Wir setzen die Seite als reines Informationstool ein, sie dient als unterhaltende Präsentation und begleitet unser öffentliches Auftreten. Werbemails an unsere Facebook-Freunde sind absolut tabu. Die Information kann selektiv bei uns abgeholt werden und wird nicht im Streuprinzip an alle versendet. Denn nur wer die ungeschriebenen Gesetze von Facebook einhält, ist damit auch erfolgreich.
Obwohl man mit Facebook nur langsam Leute erreichen kann, da man nur über bestätigte «Freunde» Kontakte knüpfen kann, können diese aber besonders nützlich sein. Ich habe drei neue, aktive Kundenkontakte über unsere Facebook-Seite knüpfen können, bei denen ich mir seit Jahren mit klassischen Methoden die Zähne ausgebissen habe.
Zum Gebrauch ist zu sagen, dass auch hier gilt «Weniger ist mehr», denn schnell sehen Facebook-Seiten unübersichtlich und unaufgeräumt aus. Immerhin will ich ja meine Firma präsentieren und nicht zum schwarzen Brett werden. Auch achte ich darauf, dass ich keine Fotos nutze, auf denen andere Leute zu deutlich erkennbar sind. Grossaufnahmen von meinen Auftraggebern und Kunden bei Filmarbeiten werden ohne entsprechende Genehmigung nicht veröffentlicht.
Als modernes Unternehmen in der Kommunikationsbranche muss man zwangsläufig neuartige Methoden ausprobieren und nutzen. Ob sie dann den gewünschten Erfolg bringen und sich durchsetzen, bleibt abzuwarten. Jedenfalls bekommen wir immer neue Fans und auch meine privaten Freunde auf Facebook haben damit einen Einblick in mein Berufsleben.
Schon in Second Life waren wir als Pionier unterwegs und hatten als erste Schweizer Filmproduktion eine fortschrittliche Repräsentation mit eigener Insel, einem Kino und abspielbarer Musterrolle vorgestellt. Second Life schläft etwas. Nun haben wir als erste Schweizer Filmproduktion eine Seite auf Facebook. Glücklicherweise folgt uns dieses Mal die Konkurrenz nach.
Besuchen Sie uns in Facebook: www.facebook.com/pages/Zurich-Switzerland/snapfilm/67386928228. Aktuell ist unser neues Musikvideo von C. Gibbs «I Can’t Get You Off of My Mind».
Michael Kindermann, Snap-Film
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Leo Sanfilippo (l.) und Michael Kindermann.

Corporate Publishing: Rumpelstilzchen im Briefkasten

Rätselraten um den Namen erzeugt nur im Märchen Spannung. Im Corporate Publishing ist das sofortige Erkennen, mit wem man es zu tun hat, matchentscheidend für den Erfolg.

Kundenmagazine zeigen Wirkung. Sie schaffen Vertrauen und binden die einmal gewonnenen Kundinnen und Kunden emotional an die Marke. Vorausgesetzt, das Magazin spricht sie an. Dieser Entscheid dauert beim Postaussortieren nur einen Augenblick. Erfasst werden Bild, Format, Papier, Umfang, Headlines und natürlich der Name des Magazins. Die Fragen «Gefällts mir? Interessierts mich? Kenne ich den Absender?» werden spontan aus dem Bauch heraus mit Ja oder Nein beantwortet. Innert Sekundenbruchteilen. 11 Millionen Sinneswahrnehmungen in der Sekunde verarbeitet die Intuition nämlich, das Bewusstsein gerade mal 40. Kaum jemand wird sich also die Mühe machen, den bereits gefällten Entscheid zu reflektieren.
Was also braucht es, damit möglichst alle Fragen mit Ja beantwortet werden? Ein erster Schritt dahin ist, die Marke als Magazinnamen zu wählen. Bei zufriedenen Kunden ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie das Magazin als Dankeschön für ihre Markenwahl empfinden. Fantasienamen jedoch erschweren das Ziel, die Kundschaft emotional an die Marke zu binden. Sie verleiten auch inhaltlich dazu, sich in thematische Beliebigkeit zu verirren und den Fokus auf die Hauptaufgabe aus den Augen zu verlieren: nämlich die Welt der Marke zu kommunizieren. Ein Beispiel: Der Besitzer eines renommierten Uhren-&-Schmuck-Geschäfts mag Zieger. Darum will er der Glar¬ner Spezialität einen Beitrag in seinem Magazin widmen. Doch die Umsetzung, notabene ein simples Produktporträt, wirkt eher irritierend als überraschend.
Kundenmagazine sollen die Erwartungen an die Marke und ihre Welt erfüllen. Trotzdem sind im Inhalt Überraschungen erwünscht. Ein Widerspruch? Nein. Ist das Grundkonzept durchdacht und liegt der inhaltliche Fokus auf der Markenwelt, lassen sich mit ihr auch auf den ersten Blick fremd scheinende Themen verknüpfen. Beim Zieger etwa hätte man das formal attraktive Ziegerstöckli in ein Stillleben mit Smaragd-Schmuck integrieren können. Oder der Herausgeber des Magazins hätte seiner Kundschaft verraten, weshalb er Zieger liebt, und eventuell sogar eigene Ziegerrezepte preisgegeben. Et voilà! Die Verbindung zwischen der Marke und dem Fremdobjekt wäre gelungen. Überraschend und plausibel.
Die Erwartung zu erfüllen und gleichzeitig mit Ideen zu überraschen, ist nur eine der vielfältigen Herausforderungen, die ein Kundenmagazin an seine Macherinnen und Macher stellt. Dafür sind Herzblut, Know-how und viel Arbeit nötig. Oder wie Wolf Schneider, der Stillehrer der deutschen Sprache, treffend sagt: «Einer muss sich immer plagen: entweder der Macher oder der Leser!»
Christa Löpfe-Feldmann
Christa Löpfe-Feldmann ist Fachfrau für Medienprojekte und Corporate Publishing. Die ehemalige
Annabelle-Chefredaktorin ist Hauptdozentin des Studiengangs «Unternehmenspublikationen – print & online» bei Schreibszene Schweiz.

Im September 2009 startet der neue Diplomlehrgang von Schreibszene Schweiz: Unternehmenspublikationen – print & online. Der Lehrgang richtet sich an Kommunikationsfachleute, Texterinnen und Journalisten, die Unternehmenspublizistik praxisnah und fundiert erlernen wollen. Als einziger Studiengang in der Schweiz umfasst die Ausbildung neben dem theoretischen Teil auch Praxistage auf Zeitungsredaktionen und Agenturen, bei Auftraggebern und Druckereien. Vor Ort tauschen sich die Studierenden mit Chefredaktoren und Agenturleitern aus, entwickeln Konzepte oder lösen Fallstudien – und wenden so das Gelernte gleich in der Praxis an.
Zudem gewichtet die Ausbildung die modernen digitalen Unternehmenspublikationen ebenso stark wie die gedruckten Unternehmensmedien, in der Überzeugung, dass heute nur solche crossmedialen Konzepte erfolgreiches, zeitgemässes Corporate Publishing gewährleisten. www.schreibszene.ch

Youtube lanciert Interface für die Videowiedergabe auf grossen Bildschirmen

Das Videoportal Youtube hat ein neues Interface vorgestellt, welches ermöglichen soll, den Inhalt der Seite auf herkömmlichen TV-Geräten abzuspielen. Die Oberfläche Youtube XL soll die Videowiedergabe für grosse Bildschirme optimieren.

Das Videoportal Youtube hat ein neues Interface vorgestellt, welches ermöglichen soll, den Inhalt der Seite auf herkömmlichen TV-Geräten abzuspielen. Die Oberfläche Youtube XL soll die Videowiedergabe für grosse Bildschirme optimieren. Sie wurde speziell für die Wiedergabe von Videoclips auf grösseren Bildschirmen konzipiert worden und ist eine Erweiterung der im Januar diese Jahres gestarteten Version.
Das neue Interface ist im Unterschied zur traditionellen Oberfläche ausschliesslich für das Abspielen von Videomaterial konzipiert worden. Die Möglichkeit, Kommentare zu beestimmten Beiträgen zu verfassen, gibt es nicht mehr, sämtliche Community-Funktionen wurden auf der neuen Website entfernt.

Radio Energy startet deutschsprachige Kombi

Radio Energy startet in den nächsten Tagen die erste übergreifende GSA-Kombi für den deutschsprachigen Raum. GSA steht für Germany, Switzerland und Austria. Die französische Gruppe betreibt Sender in sechs Ballungsräumen in Deutschland sowie in Zürich und Wien.

Radio Energy startet in den nächsten Tagen die erste übergreifende GSA-Kombi für den deutschsprachigen Raum. GSA steht für Germany, Switzerland und Austria. Die französische Gruppe betreibt Sender in sechs Ballungsräumen in Deutschland sowie in Zürich und Wien. Man plane, die erste GSA-Kombi in den nächsten Tagen auf den Markt zu bringen, kündigte Christophe Montague, Verantwortlicher für das gesamte internationale Geschäft der französischen Gruppe und Geschäftsführer Deutschland, gegenüber Horizont.net an.
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