Für mehr Professionalität im Sponsoring

Sponsoring ist eine Kommunikationsart, die heute primär auf individuellen Studien oder Bauchgefühl basiert. Mit der MA Sponsoring, die die Wemf am 8. September erstmals publiziert, soll in diesem Metier nun auch professionelle Planung Einzug halten.

Die MA Sponsoring basiert auf der bestehenden Wemf-Studie Mach Consumer, für die alle zwei Jahre 11‘000 Personen zu ihren Neigungen, Einstellungen, Konsumgewohnheiten und Markentreue befragt werden. In Kooperation mit dem Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA, ASA Association Suisse des Annonceurs) und dem Fachverband für Sponsoring (Faspo) sowie mit den Early Movers Axpo, Coop und Orange ergänzte die Wemf den Fragebogen für die Konsumstudie vor einem Jahr mit Fragen zu 21 Kulturthemen, 33 Sportarten, 12 Sportverbänden und Institutionen sowie zu den 24 führenden Sportevents in der Schweiz. Von den Befragten wollte man wissen, welche Sport- oder Kultur-Grossveranstaltungen sie live oder via Medien verfolgen. Daraus entstand die MA Sponsoring. Das Bestechende daran: der Single-Source-Ansatz und die Möglichkeiten, die sich daraus für Sponsoren und Media-Agenturen ergeben. Denn die Daten lassen sich mit jenen aus der Mach Consumer, der Mach Basic und der Mach Radar (Psychografie) verknüpfen. Ein Sponsor kann somit überprüfen, ob er mit seinem bisherigen Sponsoring-Engagement das gewünschte Zielpublikum anspricht oder ob eine andere kulturelle oder sportliche Grossveranstaltung idealer wäre. Er kann herausfinden, wofür sich seine Zielgruppe sonst noch interessiert und über welche Medienkanäle sie am besten erreichbar ist. Ferner lassen sich erstmals Planungsreichweiten errechnen, auf deren Basis ein Sponsor die Kosteneffizienz verschiedener Sponsoring-Plattformen vergleichen kann. Den Media-Agenturen könnte sich durch die Studie zudem ein neues Tätigkeitsfeld eröffnen. Und nicht zuletzt lässt sich die MA Sponsoring auch von Sponsoring-Nehmern für das eigene Marketing nutzen.
Für den Vertrieb der Studie geht die Wemf erstmals eine Partnerschaft mit der auf Sponsoring spezialisierten Beratungsfirma Felten & Compagnie in Winterthur ein. Diese verantwortet die Vermarktung und Beratung. Die MA Sponsoring wird in drei Modulen erhältlich sein: Modul 1 (für KMU) umfasst die Sponsoring-Daten und die soziodemografischen Angaben (15‘000 Franken). Modul 2 enthält auch die Daten zu Interessen und Konsum aus der MACH Consumer sowie die Psychografie aus der Mach Radar (22‘000 Franken). Und Modul 3 ermöglicht schliesslich auch noch Verknüpfungen mit der MA Strategy und den Daten aus der Mach Basic (28‘000 Franken).
Felten & Compagnie bietet Sponsoring-Nehmern und Sponsoren darüber hinaus Analysen der eigenen Plattformen oder des eigenen Sponsoring-Portfolios an – unter anderem auf Grund von Auswertungen aus der MA Sponsoring. Sponsoring-Nehmer, die ihr Marketing auf solchen Daten aufbauen, können sich diese zudem mittels eines Gütesiegels von Wemf und SWA bestätigen lassen. Dies soll in der Branche für ein professionelleres Marketing sorgen und natürlich auch die Glaubwürdigkeit der Wemf verankern. Ein eigens gegründetes Advisory Board, dem SWA, FASPO, Felten & Compagnie, die Consulting-Firma des früheren Publipresse-Direktors Otto Meier, sowie verschiedene Studiennutzer angehören, sorgt für die Optimierung der MA Sponsoring und ihre Verankerung im Markt. Vorgesehen ist, die MA Sponsoring in zwei Jahren zu aktualisieren.
Markus Knöpfli

Paroli erweitert Geschäftsleitung

Per sofort erhält die Zürcher PR-Agentur Paroli Zuwachs in der Geschäftsleitung. Tanja Hollenstein und Diego Oppenheim unterstützen das bisherige Führungstrio Claudio Rotter , Oliver Suter und Claudia Spiller.

Per sofort erhält die Zürcher PR-Agentur Paroli Zuwachs in der Geschäftsleitung. Tanja Hollenstein und Diego Oppenheim unterstützen das bisherige Führungstrio Claudio Rotter , Oliver Suter und Claudia Spiller.
Die Agentur Paroli wurde 2004 durch Claudio Rotter und Oliver Suter gegründet. Heute arbeiten 23 Fachkräfte in allen klassischen PR-Disziplinen für die Agentur. Zu den Kunden zählen Schweizer Firmen aus dem Detailhandel, dem Finanzbereich und dem Gesundheitswesen, aber auch Verbände und Non-Profit-Organisationen.
Tanja Hollenstein hat sich in verschiedenen Zürcher PR-Agenturen ein Know-how in Wirtschaftskommunikation, Produkt-PR und Medienkommunikation erarbeitet, mit Fokus im Konsumgüter- und Tourismus-Bereich. Zudem sammelte sie auf Unter¬nehmensseite Erfahrungen in der internen Kommunikation und im Eventmanagement.
Diego Oppenheim arbeitete an der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHAW) in einer Zürcher PR-Agentur mit Fokus auf politische Kommunikation und Unterhaltungselektronik. Später war er in der Marketing- und Unternehmenskommunikation bei SR Technics tätig, wo er neben der Medienarbeit auch für das Kunden- und Mitarbeitermagazin zuständig war. Weiter verfügt Diego Oppenheim über Erfahrungen bei TV-Produktionen im Bereich Sport.

www.agenturparoli.ch

Magento ernennt Unic zum Enterprise Partner

Der Internetdienstleister Unic und Varien, der Hersteller der Open Source E-Commerce-Plattform Magento, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Unic ist der erste Enterprise Partner von Varien in der Schweiz.

Der Internetdienstleister Unic und Varien, der Hersteller der Open Source E-Commerce-Plattform Magento, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Unic ist der erste Enterprise Partner von Varien in der Schweiz. Die Enterprise Partnerschaft ist die höchste Stufe einer strategischen Partnerschaft bei Varien. Auf Basis von Magento wurden von Unic bereits E-Shops für Wander, Finkid oder Cornèr Banca konzipiert und umgesetzt, mit Produkten wie Ovomaltine oder Isostar, finnische Kindermode oder CD’s von Riccardo Muti.
Varien ist ein E-Commerce-Plattform Anbieter, der 2001 gegründet wurde. Das Produkt von Varien ist Magento, die am schnellsten wachsende Open Source E-Commerce-Plattform am Markt mit 1,000,000+ Downloads. Enterprise und Professional Partner sind jene Partner, welche die Magento Enterprise Edition vertreiben dürfen und über zertifizierte Magento- Experten verfügen. In der Lizenz der Magento Enterprise Edition werden zahlreiche zusätzliche Features angeboten, wie physische und virtuelle Geschenkgutscheine, Store Credits für Kunden, Content Stageing und Merging und Private (Club) Sales.
Unic konzipiert, entwickelt und betreibt internetbasierte Lösungen für E-Business und Enterprise Content Management. Unic ist ein führender Internetdienstleister der Schweiz mit Niederlassungen in Amsterdam, Bern, Wien und Zürich. Zu den Kunden zählen Arbonia-Forster-Holding, BKW FMB Energie AG, Coca-Cola, Credit Suisse, Die Schweizerische Post, Hewlett-Packard, JURA, Kanton Bern, Mammut, Mövenpick, SBB, das Schweizer Fernsehen, Suva, Swisscom und die Zürcher Kantonalbank.
http://www.unic.com
www.magentocommerce.com

Surfen im besten Alter

Sie heissen vollmundig Silver Surfer und Golden Ager, doch so richtig interessiert sich niemand für die Konsumenten über 50, schon gar nicht im Internet. Der Versandhändler Damart führt Mode für die Generation 50 plus – und spricht seine Kunden nun erstmals mit Online-Werbung an.

Die meisten Senioren sind heute gesundheitlich fit und haben genug Geld zur Verfügung, um sich kleine bis grosse Wünsche zu erfüllen. Ausserdem interessieren sie sich sehr für die neuen Medien. Austauschplattformen wie Seniorweb.ch, Senioren.ch oder 50plus-treff.ch sowie diverse Statistiken und Umfragen zeigen: Die 50-plus-Generation informiert und unterhält sich im Internet, sucht dort nach einem passenden Lebenspartner, regelt Geldgeschäfte – und kauft online ein. Jeder dritte deutsche Senior surft regelmässig, in der Schweiz sogar jeder zweite. Und die onlineaffinen Älteren werden immer mehr: Denn für alle, die in den nächsten Jahren in die 50-plus-Generation hineinaltern, gehört der Umgang mit dem Internet heute schon zum Alltag. Trotzdem ignorieren die meisten Wirtschaftsunternehmen und Dienstleister die kaufkräftigen Senioren und verzichten damit jedes Jahr auf die eine oder andere Umsatzmillion.
«Surfing Seniors» im Blick
Der französische Versandhändler Damart hat seine Augen und sein Angebot schon seit 1953 auf die ältere Generation ausgerichtet: mit Mode für Menschen im besten Alter. Seine Schweizer Tochter Damart Swiss betreibt seit einem Jahr einen Onlineshop, beworben hat sie ihr Sortiment bislang allerdings nur offline. «Wir haben bisher in der Schweiz und in Deutschland mit traditionellen Medien wie adressierten Mailings, Postwurfsendungen und Paketbeilagen geworben», sagt Christine Ziegler, Country Manager Switzerland & Germany bei Damart Swiss. «Ausserdem haben wir Erfahrungen mit Pressebeilagen und Freundschaftswerbung gesammelt. Doch in erster Linie setzen wir auf Kataloge, die wir alle zwei bis drei Wochen an unsere Stammkunden senden. Sie werden von attraktiven Geschenken und Gewinnspielen begleitet.» Nun hat Damart das Zeitalter des Onlinemarketings eingeläutet: «E-Commerce ist ein wichtiger Treiber zukünftigen Wachstums. Damart Swiss kann also definitiv nicht darauf verzichten», sagt Ziegler. «Deshalb starten wir in diesem Sommer mehrere Onlinemarketing-Massnahmen.» Damart will auf diesem Weg seine Bekanntheit steigern und neue Kunden gewinnen, vor allem solche aus der mittleren Altersgruppe ab 40 Jahren sowie jüngere Senioren. Ausserdem erhofft sich der Modeversand, dass das Onlinemarketing den Effekt seiner Printwerbung erhöht. Die Werbung im Internet solle die Kataloge allerdings nicht verdrängen, sondern ergänzen.
Profis am Werk
Beim Onlinemarketing unterstützt wird Damart von der Zürcher Digitalmarketing-Agentur Adisfaction. Herzstück der von Adisfaction konzipierten Kampagne ist das Suchmaschinenmarketing: «Google-Ad-Words sind für uns der Basisbaustein jeder Kampagne», sagt Daniel Hünebeck, Geschäftsführer von Adisfaction. «Für Damart haben wir unter anderem die Namen begehrter, teils exklusiver Premiummarken aus dem Damart-Sortiment als Keywords gebucht. Ausserdem haben wir Cost-per-Lead-Deals zur direkten Absatzsteigerung für Damart vereinbart und schalten Onlinebanner, die unterschiedliche Angebote von Damart bewerben und auf die Kataloge und die Website aufmerksam machen.» Schliesslich bringt es nichts, eine gut gemachte Seite mit einem breitgefächerten Angebot ins Internet zu stellen, wenn niemand weiss, dass es sie gibt.
Direkte Reaktion möglich
Die Werbebanner stellt die französische Mutter des Versandhändlers fertig gestaltet und ins Deutsche übersetzt bereit. Adisfaction berät Damart bei der Gestaltung von Banner und Landingpage und kümmert sich um die Animation der Banner sowie um ihre Verzahnung mit der passenden Landingpage und der bestehenden Damart-Website. Adisfaction gewährleistet auch, dass die Banner einen unmittelbaren Call-to-Action ermöglichen. Das bedeutet, dass der Rezipient zu einer Reaktion auf das Werbeangebot aufgefordert wird, zum Beispiel durch Angabe einer Telefonnummer, einer Mailadresse oder die Hinterlegung des Banners mit einem Bestellformular. «Beim Onlinemarketing für Damart Schweiz stammen Konzeption und Marketing von Adisfaction», präzisiert Hünebeck. «Die Programmierung hat Damart selbst übernommen.» Damart Swiss plant, die Banner auch auf Senioren-Websites zu schalten. «Leider gibt es in der Schweiz nicht so viele Plattformen für Ältere, die Werbung tolerieren», bedauert Christine Ziegler. «Mit allen übrigen arbeiten wir gerne zusammen.»
Werbung mit Grenzen
Eine besondere Herausforderung für Adisfaction ist, mit den Onlinemarketing-Massnahmen für Damart Swiss an die des französischen Mutterhauses anzuknüpfen, ohne sie direkt auf den Schweizer Markt übertragen zu können. «Der Markt ist ein völlig anderer, die Benchmarks, die für Frankreich gelten, kann man nicht auf die Schweiz übertragen», erklärt Hünebeck. «In der Schweiz gibt es keinen TKP von 30 Eurocent, das ist unrealistisch. Ein Klick kostet hier mindestens einen Franken.» Adisfaction kennt diese Problematik bestens von Online-Projekten in verschiedenen europäischen Ländern. Um die Kosten des Onlinemarketings für Damart im Griff zu behalten, kontrolliert und optimiert Adisfaction die Kampagne permanent. «Nur so können wir die für Damart ergiebigsten Werbeträger identifizieren», sagt Hünebeck.
Der Ton macht die Musik
Ein Knackpunkt beim Onlinemarketing für Ältere ist die richtige Ansprache der Senioren, denn die Zielgruppe ist sehr heterogen: Sie umfasst Menschen vom älteren Arbeitnehmer über den junggebliebenen Ruheständler bis zum gebrechlichen Alten. Diese Menschen lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Die jungen Alten wollen nicht als alt, womöglich greis oder senil dargestellt werden, die älteren Alten fühlen sich durch zu junge Testimonials oder flippige Werbesprache nicht angesprochen. Für das Onlinemarketing von Damart stellt die diversifizierte Zielgruppe allerdings kein grösseres Problem dar, meint Daniel Hünebeck: «Die Senioren, die das Internet nutzen, sind überwiegend die jüngeren der Zielgruppe. Wir brauchen sie nicht mit einer besonderen Sprache anzusprechen. Wichtig ist, dass die angebotenen Waren und die Bedienung von Bannern und Bestellformularen den Bedürfnissen dieser jüngeren Senioren entsprechen. Das hatten wir bei Layout, Auswahl der Schriftgrösse und Gestaltung der Bedienelemente im Hinterkopf.» Interessierte, die auf eines der Werbebanner klicken, kommen zum Beispiel sofort auf die zum Angebot passende, aussagekräftige Landingpage und müssen nicht auf der Damart-Website nach der Offerte suchen.
Adisfaction kennt sich aus. Schliesslich betreuen Hünebeck und sein Digital Marketing Manager Alexander Tysl hochkarätige Kunden wie die Bank Vontobel, die Christoffel Blindenmission, J. P. Morgan oder den Flughafen Zürich. Auch Christine Ziegler fühlt sich in den Händen von Adisfaction wohl: «Das junge Team hat uns schnell durch seine Expertise überzeugt. Sie kennen den Markt und die Technologie so genau, dass wir uns sofort gut betreut fühlten.» Gespannt darf man erwarten, wie die surfenden Senioren auf die Ansprache im weltumspannenden Einkaufsnetz reagieren.
Anne-Friederike Wilhelm

In Kürze
Damart Swiss
Damart Swiss ist die Schweizer Tochter der französischen Mode- und Handelsmarke Damart. Die Geschichte des Unternehmens begann 1953 mit der Entwicklung der Kunstfaser Thermolactyl und den daraus hergestellten modischen Kreationen. Damart hat neben der Niederlassung in der Schweiz Filialen in Belgien, England, den Niederlanden und Deutschland. Das Unternehmen will im europäischen Seniorenmarkt eine Führungsposition erreichen.
Adisfaction
Die inhabergeführte Digitalmarketing-Agentur Adisfaction wurde 2002 in Deutschland als Online-Media-Agentur gegründet. Heute bietet Adisfaction seinen Kunden die ganze Palette des Digitalmarketings. Die Agentur beschäftigt zwölf Mitarbeiter, die an den Standorten Zürich und Meerbusch bei Düsseldorf für namhafte nationale und internationale Kunden wie die Bank Vontobel, Schober, den Künzler-Bachmann-Verlag und die Royal Bank of Scotland arbeiten.

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AADC mit neuem Geschäftsführer und neuer Kommunikationsleiterin

Die Andermatt Alpine Destination Company AADC erhält einen neuen Geschäftsführer und eine neue Kommunikationsleiterin. Am 5. Oktober 2009 übernimmt Ursi Ineichen die Funktion der Kommunikationsleiterin bei der AADC.

Die Andermatt Alpine Destination Company AADC erhält einen neuen Geschäftsführer und eine neue Kommunikationsleiterin. Ab 1.
September 2009 übernimmt Gérard Jenni schrittweise die Leitung der Unternehmung. Jenni war unter anderem Geschäftsführer der AG Hallenstadion Zürich und in dieser Funktion verantwortlich für deren Neupositionierung und Reorganisation sowie für Vorbereitung, Planung und Realisierung der «Hallenstadion Arena».
Am 5. Oktober 2009 übernimmt Ursi Ineichen die Funktion der Kommunikationsleiterin bei der AADC. Ineichen war zuletzt Leiterin Führungskommunikation bei der Schweizerischen Post.
Die AADC ist eine Tochtergesellschaft der Orascom Development Holding, Altdorf. Sie entwickelt und realisiert das Ferienresort in Andermatt.

www.presseportal.ch

SuisseEmex 2009: Kommunikation in allen Facetten

Gestern öffnete in der Messe Zürich die dritte SuisseEmex ihre Tore. Die grösste Schweizer Messe für Marketing, Kommunikation, Event und Promotion bietet alles, was im weitesten Sinn unter Kommunikation fällt.

Gestern öffnete in der Messe Zürich die dritte SuisseEmex ihre Tore. Die grösste Schweizer Messe für Marketing, Kommunikation, Event und Promotion bietet alles, was im weitesten Sinn unter Kommunikation fällt: In den Hallen 3 und 4 präsentieren sich Verlage, kleine und grosse Werbe- und Eventagenturen sowie diverse Druckereien, die alle möglichen Veredelungstricks beherrschen. Wirklich alle. Im E-Business-Park in Halle 4 gibt es eine kostenlose Twitterschulung. Lohnende 30 Minuten für alle Twitternewcomer.
In den Hallen 5 und 6 tummeln sich Hotels, Tourismusvereine, Event- und Promotionanbieter sowie Spezialisten, zum Beispiel für Corporate Music oder Raumbeduftung. Hübsch anzuschauen sind die nackten Pos der Samba-Brasil-Chicas, die zwischen den Ständen herumlaufen. Schliesslich sind wir alle Augenmenschen. Auch Schräges wie selbstspielende Musikinstrumente unterhält den Besucher. Vielleicht kann man das irgendwann mal brauchen, zum Beispiel beim nächsten Firmenanlass unter dem Motto «Oktoberfest».
100 Fachvorträge für jede Wissenslücke
Umrahmt von all diesen Angeboten findet auf sechs Bühnen ein Fachkongress mit rund 100 Vorträgen statt. Neu war der gestrige CEO-Day im Emex-Forum, bei dem Geschäftsführer und Entscheidungsträger über zentrale Branchenthemen referierten und diskutierten. Auf einer anderen Bühne sprach Andreas Rode, Industry Head von Google Schweiz, über Zukunftsstrategien für Onlineleistungen. Im Rahmen des SDV-Direktmarketingtags sinnierte Dr. Carol Franklin Engler, ehemals Swiss Re und WWF Schweiz, heute Partnerin von «Vorausdenken», über Ethik in der Werbung. Moderiert wurden die zahlreichen Vorträge von Branchenhochkarätern wie Stephan Klapproth, Moderator 10vor10, und Pierre C. Meier, Chefredaktor der Werbewoche und Publizistischer Leiter Springer Business Media Schweiz AG.
Highlights von heute und morgen dürften die Vorträge über die Medien der Zukunft (Referent: Martin Schneider, Direktor Publisuisse), Marketing in der Krise (Referent: Prof. Dr. Stefan Michel, Professor Marketing IMD International) und zielorientiertes Social-Media-Marketing (Referent: Peter Hogenkamp, Blogwerk) sein. Am Donnerstag, dem letzten Messetag, werden zudem die ersten Resultate des Emex-Trendreports 2010 präsentiert. Die Messe läuft noch bis Donnerstag, 27. August 2009.
Anne-Friederike Wilhelm

Neuer Gratis-Ratgeber für Eltern: «Baby&Kleinkind»

Ein neuer Gratis-Ratgeber für Eltern ist erschienen. Der neue kostenlose Ratgeber «Baby&Kleinkind» ist ein unabhängiges Nachfolgemagazin zu «Mein Baby», das die Journalistin Susanna Steimer Miller während mehrerer Jahre für die Migros konzipiert und produziert hat.

Ein neuer Gratis-Ratgeber für Eltern ist erschienen. Im neuen kostenlosen Ratgeber «Baby&Kleinkind» finden werdende und frischgebackene Eltern Antworten von Expertinnen und Experten zu Fragen, die sie in den ersten fünf Lebensjahren ihres Kindes beschäftigen. «Baby&Kleinkind» enthält Informationen rund um die Schwangerschaft und Geburt sowie die Gesundheit, Ernährung, Entwicklung und Erziehung des Babys und Kleinkindes. So erfahren Eltern zum Beispiel, wie sie ihr Kind optimal fördern können, was es bei der Babypflege zu beachten gilt, wie Impfungen wirken, was beim Umgang mit einem schreienden Baby hilft, wie sie ihr Kind vor Verbrennungen und Verbrühungen schützen, wann der erste Zahnarztbesuch sinnvoll ist, wie das Kind aufräumen lernt oder was es zu beachten gilt, damit es nicht dick wird.
«Baby&Kleinkind» ist ein unabhängiges Nachfolgemagazin zu «Mein Baby», das die Journalistin Susanna Steimer Miller während mehrerer Jahre für die Migros konzipiert und produziert hat. Der Ratgeber umfasst 68 Seiten und erscheint im A5-Format. An der ersten Ausgabe des unabhängigen Ratgebers haben Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen mitgearbeitet.
Ein Exklusivinterview mit der Macherin des neuen Ratgebers, Susanna Steimer Mille, wird in der Printausgabe der Werbewoche vom 24. September zu lesen sein.
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Wenn gabbe Schweisel frieben

Wie Sprache funktioniert – und wie sie nicht funktioniert. Eine Internet-Enttäuschung.

Texter und Schreiber haben Spass an Wortspielereien, Versen, Sprichworten und Gedichten. Das liegt in ihren Genen. Uns fasziniert es einfach, dsa man neien Sazt, dre lale Gamratimkeregln imssachett, trodstem lense knan. Ruf Lanz punktete im vergangenen Winter bei sprachverliebten Skifahrern mit schmerzhaft verdrehtem Kienglenek, Kruebzand und Oebrshcneekl. Ich fand das toll – zumindest sprachlich.
Sogar Worte, die laut Lexikon keinen Sinn ergeben, können uns die lebhaftesten Bilder vor Augen rufen: «Verdaustig war’s, und glaße Wieben / rotterten gorkicht im Gemank. / Gar elump war der Pluckerwank, / und die gabben Schweisel frieben. / ‹Hab acht vorm Zipferlak, mein Kind! / Sein Maul ist beiß, sein Griff ist bohr. / Vorm Fliegelflagel sieh dich vor, / dem mampfen Schnatterrind.›» Mein Zipferlake hat nadelspitze Zähne, eine chamäleonlange Zunge und messerscharfe Krallen. Er kommt bei Nebel sabbernd aus dem Dickicht und geht auf die Jagd. Ihrer auch? Die fantastische Übersetzung von Lewis Carrolls «Jabberwocky» verdanken wir Christian Enzensberger. Sie belegt, wie elastisch unser Sprachverständnis ist. Reim, Versmass und das ein oder andere «echte» Wort lassen uns einen Text verstehen, der überwiegend aus Fantasiebegriffen besteht.
Ein Gedichtgenerator im Internet machte mich kürzlich neugierig. Einfach eine Person, ein Substantiv, ein Verb und ein Adjektiv eingeben – und fertig ist das Gedicht. Anwendungsgebiete: den Liebsten überraschen, ein Brautpaar beglücken, der Grosi mal wieder etwas Gutes tun. Das musste ich einfach ausprobieren. Den Wortgoldschmied Rilke im Sinn, speiste ich das Tool mit «Panther, Stäbe, vorübergehen, müde». Das Ergebnis zeigte, dass es zwischen Unsinnsgedicht und Unsinnsgedicht Unterschiede gibt. Gewaltige: «Stäbe im Universum / Im Universum ist privat die Fratze! / Welch unsägliches Leid! / Panther / Erbebe im inneren Hass! / Im Universum! / Ja Stäbe, vorübergehen und klingen / Ist weise, / So verzehrlich und privat!» Nun ja, die verzweifelt-resignierte Stimmung des rilkeschen Panthers ist einigermassen getroffen, aber die düstere Endzeitstimmung ist doch ein bisschen zu dick aufgetragen. Und die vielen Satzzeichen erzeugen spontane Übelkeit. Schnell schliesst sich der Vorhang der Pupille.
Wahrscheinlich habe ich mit Rilke einfach zu hoch gegriffen. Also versuche ichs noch einmal, frei nach Caroll: «Zipferlake, Gemank, frieben, bohr». Aus dem Gedicht wird ein Gewicht: «Das Gewicht / Welch spöttisches Glück! / Gewicht und Chef, ja Chef. / Der Chef – frieben und sterben! / Das Gewicht – wolkig und ewig! / Wolkig! Auch du, Zipferlake, sei wolkig! / Wozu die Bazillen noch ewig?» Wozu die Bazillen? Das fragt man sich in Zeiten der Schweinegrippe tatsächlich. Insofern trifft das Ergebnis den Zeitgeist. Aber was hat mein Chef mit der ganzen Sache zu tun? Wie kommt er in mein Gedicht? Habe ich ein Gewichtsproblem? Und wo ist mein «bohr»? Wolkig bleibe ich zurück. In Zukunft keime ich lieber in mir und verschnoffe am Dudelbaum.
Anne-Friederike Wilhelm

Neue Admazing-Einheit Adservices für Kampagnen-Handling der Agenturen

Der Online-Werbevermittler Admazing gründet die neue Unit Adservices, welche zukünftig das gesamte Kampagnen-Handling für Online-Werbeplatzierungen übernimmt. Mit der neuen Unit wird die technische Abwicklung von Online-Werbeplatzierungen unabhängig von Planung und Einkauf.

Der Online-Werbevermittler Admazing gründet die neue Unit Adservices, welche zukünftig das gesamte Kampagnen-Handling für Online-Werbeplatzierungen übernimmt. Mit der neuen Unit, unter der Leitung von Philipp Hasenfratz, CTO admazing, wird die technische Abwicklung von Online-Werbeplatzierungen unabhängig von Planung und Einkauf. Die Agenturen können dabei den Einkauf von Werbeplätzen selber übernehmen. Denn «Agenturen besitzen immer mehr Online-Kompetenz und einige wollen beispielsweise Werbeplätze selber buchen», begründet Leonardo Kopp von Admazing auf Anfrage.
Die neue Unit richte sich vor allem an Agenturen, die eine hohe Online-Kompetenz besitzen und einzelne Angebote oder Kampagnen direkt planen und buchen wollen – ohne die technische Umsetzung selbst zu übernehmen, so Kopp weiter. Dieses Bedürfnis wachse rasch, da auch die Online-Kompetenz im Mediabereich schnell zunehme. Die neue Unit biete Agenturen so eine grössere Unabhängigkeit in der Kampagnen-Planung und Durchführung. Gleichzeitig bietet Admazing weiterhin die Möglichkeit für Agenturen, das technische Handling sowie die Durchführung und Optimierung zu übernehmen. Kunden können hierfür bei Admazing Techniker selbst buchen. Bei der neuen Einheit Adservices ist die Dienstleistung deshalb aufwandbasiert. Die Werbevermittlung Admazing bleibt neben der neuen Unit Adservices weiterhin bestehen, so dass Agenturen gleichzeitig auch eine gesamthafte Planung und Durchführung ihrer Kampagne in Anspruch nehmen können.
Publisher können darüber hinaus das gesamte Traffic Management auslagern. Dabei ist sowohl Eigenvermarktung, als auch die Zusammenarbeit mit Vermittlern in vollem Umfang möglich. Die anfallenden Kosten für die technische Betreuung richten sich nach Aufwand. Diese Dienstleistung wird bereits seit Ende 2008 angeboten, wegen der Nachfrage und aus administrativen Gründen, formt Admazing aber nun mit Adservices eine eigenständige Unit.
Die Admazing hat sich seit 2002 im Schweizer Onlinemarkt etabliert und beschäftigt momentan 13 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des Online-Werbevermittlers liegen bei Display-, Video-, Interaction- und Performancekampagnen sowie beim umfassenden Einsatz von Sonderformaten.

www.admazing.ch

UBS-Chefökonom Wellershoff wird exklusiver Kolumnist bei der Handelszeitung

Der ehemalige Chefökonom der Grossbank UBS Klaus W. Wellershoff wird künftig bei der Handelszeitung als ökonomischer Kommentator tätig sein. Bei der Wirtschaftszeitung von Axel Springer wird er monatlich in einem grossen Essay ökonomische und wirtschaftspolitische Themen analysieren und kommentieren.

Der ehemalige Chefökonom der Grossbank UBS Klaus W. Wellershoff wird künftig bei der Handelszeitung als ökonomischer Kommentator tätig sein. Bei der Wirtschaftszeitung von Axel Springer wird er monatlich in einem grossen Essay ökonomische und wirtschaftspolitische Themen analysieren und kommentieren. Sein erster Beitrag erscheint in der Ausgabe vom 2. September 2009. Wie Springer in einer Mitteilung schreibt, war der 45-jährige Deutsche war über viele Jahre Aushängeschild der UBS und zuvor schon beim damaligen Bankverein als Chefökonom tätig. Über seine Funktion als Chief Economist hinaus war er bei der UBS Leiter des Research und des Anlageausschusses der Schweizer Grossbank, die er Ende August verlassen wird.

www.handelszeitung.ch

Radio 105: Moderations-Team steht fest

Nun steht das Moderationsteam von Radio 105 fest. Das neue Zürcher Jugendradio setzt dabei in erster Linie auf Stimmen, die bisher im Zürcher Äther nicht zu hören waren.

Nun steht das Moderationsteam von Radio 105 fest. Das neue Zürcher Jugendradio setzt dabei in erster Linie auf Stimmen, die bisher im Zürcher Äther nicht zu hören waren. Der Tag beginnt jeweils um 06.00 mit der täglichen Morning-Show «Knallwach». Am Nachmittag sind von 14.00 bis 17.00 in den Supreme-Shows verschiedene Stimmen zu hören, die polarisieren und provozieren, so Radio 105 in einem Communiqué. Darauf folgt die tägliche Feierabend-Show Prime Time.
Radio 105 versteht sich auch als Ausbildungsradio und bildet in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Medienwissenschaften der Zürcher Hochschule IAM junge Praktikanten zu Moderatoren oder Redaktoren aus.

www.105.ch

Zu guter Letzt: Medien heute so grausam wie vor 2‘000 Jahren

Wie grausam Medien Gewaltszenen darstellen und wie man darüber diskutiert hat sich seit dem Altertum nicht verändert. Zu diesem Schluss kommt der Historiker Martin Zimmermann von der Universität München in einem kürzlich erschienenen Sammelband.

Wie grausam Medien Gewaltszenen darstellen und wie man darüber diskutiert hat sich seit dem Altertum nicht verändert. Zu diesem Schluss kommt der Historiker Martin Zimmermann von der Universität München in einem kürzlich erschienenen Sammelband. Die Diskussionen, ob man extreme Formen der Gewalt wie etwa die Folter bei Hinrichtungsopfern thematisieren soll oder nicht, ziehe sich durch die gesamte Geschichte des Abendlandes, so der Autor gegenüber Pressetext. So wie man bereits in Griechenland oder Rom darüber diskutierte, sei die Frage auch heute noch aktuell und werde in Zukunft immer bestehen bleiben. Generell sei gegenüber der Darstellung extremer Gewalt Skepsis angebracht, da dabei in erster Linie Emotionen angesprochen statt Informationen vermittelt würden. Was im Lauf der Geschichte oft als politisches Mittel verwendet wurde.
Heute sei extreme Gewalt in den Medien genauso präsent wie früher, lautet die These des Münchner Historikers. So erfolge jedoch die Darstellung von Kriegshandlungen kontrollierter und mechanischer als früher. Dies sei auf einen Funktionswandel der Medien zurückzuführen. Im Gegensatz zum Sieg im Blutrausch stehe heute die legitime Selbstverteidigung im Vordergrund der Darstellung. Die heutige Vorstellung des gerechten Krieges sieht der Historiker als konstitutiv in vielen Staaten im 20. und 21. Jahrhundert. Auch wenn dies kaum der Wirklichkeit entspreche.
Leseprobe des Buches «Extreme Formen von Gewalt in Bild und Text des Altertums» unter www.utzverlag.de

www.pressetext.de

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