Ad Planner: Vereinfacht Google die Planung von Online-Werbung?

In den letzten Wochen hat Google in der Schweiz Street View sowie den Ad Planner lanciert. Der Ad Planner soll die Online-Werbung zugänglicher machen und die Planung vereinfachen. Von Imre Sinka, Inhaber und Geschäftsführer der Webagentur .pulse.

Planung mit 250 Schweizer Websites
Optisch ist der Ad Planner ein attraktives Tool. Die Benutzeroberfläche ist einfach, intuitiv und gut strukturiert. Für die Planung einer Online-Kampagne stehen zwei Hauptfunktionen zur Verfügung:
– Kampagnenplanung auf der Basis von Zielgruppenprofilen
– Beurteilung von Websites, die Werbung einblenden auf Grund von Leistungsdaten.
Im Ad Planner sind gegenwärtig 250 Websites für den Schweizer Markt aufgeführt, die Banner und AdWords einblenden. Zu sehen sind nur diejenigen Werbeträger, die einen minimalen Traffic erreichen und gewisse Google-Qualitätsstandards erfüllen.
Planungsfunktionen noch nicht ausgereift
Für die Mediaplanung lässt sich das Website-Universum über Zielgruppen-Parameter eingrenzen. Unter anderem über Websites, welche die Zielgruppe besucht hat, oder über Keyword-Abfragen, welche die Zielgruppe abgesetzt hat. Da die Fallzahlen bei eingegrenzten Zielgruppen für die Schweiz (noch) zu tief sind, liefert der Ad Planner oft keine Resultate. Nach der Planung lassen sich die einzelnen Websites auf Grund ihrer quantitativen und soziodemografischen Nutzungsdaten analysieren. Der Ad Planner präsentiert u. a. die Keywords, über welche die Zielgruppe auf die Website gelangt ist, sowie Websites, die von der Zielgruppe auch aufgerufen werden.
Verbindliche Angaben zu Datenquellen fehlen
Die Nutzungsdaten im Ad Planner repräsentieren einen bestimmten, nicht definierten Monat; Back-Data stehen keine zur Verfügung. Von wo die Daten genau stammen, gibt Google nicht bekannt.
Es ist anzunehmen, dass u. a. die Google Toolbar, Suchabfragen, Google Analytics und externe Konsumenten-Panels die Nutzungsdaten für den Ad Planner liefern.
Keine direkte Buchung im Ad Planner
Ein grosser Teil der Werbeplätze kann über Google gebucht werden, allerdings nicht im Ad Planner. Hierzu müssen die Mediapläne über Export-/Import-Funktionen in das AdWords Tool übernommen werden. Wer will, kann seine Banner gleich noch mit dem kostenlosen Display Ad Builder produzieren.
Der Ad Planner steckt noch in den Kinderschuhen
Über die Qualität und Verlässlichkeit der Daten des Ad Planner ist noch nichts bekannt. Die Filterfunktionen sind nicht zufriedenstellend. Sobald der Ad Planner den Qualitätsstandard von Google Analytics erreicht, wird er in Verbindung mit dem AdWords Tool und Analytics die Online-Werbung einen Schritt voran bringen. Die Verbindung der drei Tools ermöglicht dann die Planung, den Einkauf, das Controlling und die Optimierung von Online-Kampagnen.
Trotz der schönen Aussichten stellt sich die Frage, wie weit man einem Tool vertrauen kann, das von einem Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, das beim Verkauf von Werbeplätzen Geld verdient.

Der Guerillero vom Sihlquai

2004 gründete Thomas Back die Below-the-Line-Agentur Streuplan. Heute beschäftigt er zehn feste sowie vierzig freie Mitarbeiter und betreut hochkarätige Kunden mit feinen bis fetzigen Aktionen. Und Streuplan ist auf Wachstumskurs. In der Flaute eine nicht ganz alltägliche Nachricht.

Thomas Back (33) hats gern sauber und aufgeräumt – nicht nur in der Agentur, auch in seinen Projekten. Deshalb glänzt bei Streuplan nicht nur die schwarze Marmortischplatte in der Küche, sondern auch das Geschäft. Streuplan hat sich auf Below-the-Line-Werbung (BTL) spezialisiert. BTL bedeutet, dass man seine Zielgruppe auf unkonventionellen Kommunikationswegen direkt und persönlich anspricht. Die Werbemassnahmen kommen dabei auch undercover daher und sind nicht immer auf Anhieb als Werbung erkennbar. Back und sein Team wollen aber keine Werbung «von hinten durch die Brust ins Auge» machen: «Wir begreifen BTL als unverzichtbaren Bestandteil jeder Kampagne. Ich bin kein Fan davon, Konsumenten durch die Hintertür zu überrumpeln», sagt Back. «Das geht nach hinten los. Je klarer und transparenter ein Unternehmen sagt, ‹wir machen Werbung, wir möchten verkaufen›, desto erfolgreicher ist eine Kampagne. Es bringt nichts, die Leute zu täuschen.»
Dieser Ansatz hat schon Kunden von A wie Apple über B wie Beiersdorf und C wie Credit Suisse bis Z wie Zweifel überzeugt. Und das, ohne dass Streuplan jemals für seine Leistungen geworben hätte. Insgesamt betreut die Agentur 14 grosse und mittlere Unternehmen, die auf Schweizer und internationalem Parkett Rang und Namen haben. Ausserdem binden Werbeagenturen Streuplan regelmässig als Spezialist für BTL in ihre Projekte ein: «Vor allem bei Kampagnen von Wirz sind wir immer wieder mit im Boot, aber auch mit Assai, Spillmann/Felser/Leo Burnett und Matter & Gretener arbeiten wir zusammen.» Am liebsten sitzt Back schon beim ersten Meeting mit am Tisch: «Wenn von Anfang an alle Beteiligten dabei sind, laufen Projekte am besten. Vor allem ist es wichtig, dass die Verantwortlichen für BTL und klassische Werbung eng zusammenarbeiten und den Mediaplan gemeinsam erstellen. Print-, Radio-, Plakat- und TV-Werbung und BTL-Massnahmen müssen aufeinander abgestimmt sein. Nur so wirkt eine Kampagne durchschlagend.»
Von Bäumen und Kühen
Streuplan beherrscht die ganze BTL-Palette: Die Agentur macht Ambient-, Conversational- und Crossmarketing, betreibt Guerilla- und Viralmarketing, hat Expertise im Product Placement, Sponsoring und Sampling, versteht sich auf Mobile- und Point-of-Sale-Marketing, baut Communities auf und organisiert Events und Promotionen. Am meisten liebt Thomas Back die Nacht-und-Nebel-Aktionen, die ihre Botschaften mit Augenzwinkern transportieren und den Namen Guerilla noch verdienen. 2008 hat die Agentur in Zusammenarbeit mit Wirz für Kuoni Kokosnüsse in die Bäume an der Bahnhofstrasse gehängt. Am Stamm prangte ein Plakat mit dem Slogan: «Was stimmt hier nicht?» Wer den Fehler nicht bemerkte, war eindeutig urlaubsreif. Rund um die Euro 08 steckte Streuplan für Mars braune Kühe in rote Gewänder. Auf dem Bauch trugen die gemütlichen Wiederkäuer die Botschaft: «Hopp. Power to the fans.» Leider sei solche Guerillawerbung selten, bedauert Back. «Vielen Unternehmen fehlt der Mut, solche Aktionen durchzuziehen, obwohl sie eine starke Marke und gute Produkte haben. Ein bisschen mehr Frechheit und Selbstbewusstsein wären schön.»
Oft reicht auch schon ein pfiffiger Einfall, der einen scharfen Blick für die Zielgruppe beweist: Auf der Website von Nivea können junge Mädchen ein Top ganz nach ihren Vorstellungen gestalten. Unter allen Entwürfen wird der beste ausgewählt, in Serie produziert und über die Modekette Chicorée verkauft. Die Kampagne trifft ins Schwarze, denn viele junge Frauen träumen davon, ein Star zu werden und gross rauszukommen. Mit der Promotion «Be a top Designer» sehen sie ihre Chance gekommen. Die Aktion ist die weltweit erfolgreichste Online-Kampagne des Kosmetikkonzerns Beiersdorf, entwickelt und umgesetzt wurde sie von Streuplan. In der Schweiz läuft das Designtool schon seit mehreren Jahren.
Probieren geht über Versprechen
Auch bei Samplings und Produktetests ist Streuplan stark. Die Agentur kooperiert mit Modehausketten, Verbänden und Hunderten weiteren Werbepartnern, bei denen sie regelmässig Produkte zum Ausprobieren platziert. Gerade hat Streuplan eine Promotion für ein neues Nivea-Deo ersonnen: Freiwillige Tester werden animiert, das neue Deo gleich unter der Achsel mit ihrem bisherigen zu vergleichen – eines links, das andere rechts. «Wir wollen überzeugen, nicht das Blaue vom Himmel versprechen», erklärt Back. «Und das geht am besten, wenn man die Leute das neue Produkt ausprobieren lässt.» Nahe am Konsumenten agiert Streuplan auch im Mobilemarketing: Wer früher eine Probefahrt machen wollte, ging zum Autohändler. Heute sieht man ein Plakat mit einem schneidigen Cabriolet, sendet eine SMS und bekommt binnen 24 Stunden ein seriöses Angebot für eine Probefahrt. Back und Konsorten sorgen dafür, dass das funktioniert. An MMS-Services arbeitet Streuplan auf Hochtouren. «MMS-Aktionen werden aber noch nicht richtig angenommen», räumt der Streuplan-Chef ein. «Sie kosten einfach zu viel und sind in der Umsetzung meist komplizierter als SMS- oder Online-Massnahmen.»
Die Streuplaner kennen sich auch mit Mediakreation aus: Mit feiner Spürnase und dem nötigen Fachwissen entwickeln sie Ideen, mit welchem Medium ihre Auftraggeber noch Geld verdienen könnten. Dass Fluggesellschaften Werbeplatz in Lautsprecherdurchsagen oder in von den Flugbegleitern gespiel-ten Livespots verkaufen könnten, sind nur zwei von Backs Ideen.
An Universitäten beschäftigt Streuplan so genannte Markenbotschafter. Das sind meist Marketingstudierende, die regelmässig mit gezielten Aktionen die Werbetrommel rühren. «Zu Ostern verstecken wir zum Beispiel Apple-Produkte in der ganzen Uni, zu Weihnachten bieten wir eine Art Adventskalender mit Gewinnmöglichkeit», erklärt Back. «Die Aktionen folgen einem Einsatzplan, den wir zuvor mit unseren Kunden erarbeiten.»
Gespür für Menschen
Thomas Back ist gelernter Psychatriepfleger. Er ist gut darin, sich in Menschen und ihre Bedürfnisse hineinzuversetzen. Das sei gar nicht so schwer, sagt er, man müsse nur genau hinschauen: «Warum zum Beispiel werden Give-aways immer am HB Zürich verteilt? Es gibt zig Bahnhöfe im Kanton. Passanten in Zürich bekommen jeden Tag etwas in die Hand gedrückt, es interessiert sie gar nicht mehr. Wäre es nicht cleverer, stattdessen am Bahnhof Freienbach mit einer Dame oder einem Herrn, die sowieso immer ein paar Minuten zu früh am Gleis stehen, ein kurzes Gespräch zu führen und ihnen ein Produktmuster in die Hand zu drücken? Dann steigen sie in den Zug nach Zürich und haben 15 Minuten Zeit, sich mit dem Produkt und unserer Botschaft auseinanderzusetzen.»
Mit der Frage, ob und wie ihre Aktionen wirken, klopfen Back und sein Team jeden ihrer Schritte ab. Denn sie wollen nicht nur witzige und spannende Kampagnen kreieren, sondern ihren Kunden auch belegen, dass die Massnahmen funktionieren. Gerade hat Back einen Neuropsychologen eingestellt. Er kennt sich mit der direkten und indirekten Wirkung von Werbung aus und soll Streuplan in Zukunft bei der Erfolgsmessung und der Entwicklung neuer Kommunikationsinstrumente unterstützen. «Wir versuchen, die Konsumenten zu verstehen», erklärt Back. «Wir wollen wissen, wie die Leute ticken, die bei der Migros oder beim Coop reinlaufen, und was sie von Unternehmen und Produkten erwarten.»
Werbung durch die Vordertür
Thomas Back geriet über Umwege in die Werbung. Nach seiner Ausbildung als Psychatriepfleger und drei Jahren Arbeit in der Psychiatrie sehnte er sich nach einer neuen Herausforderung. 2000 stieg er bei Face ein, einer Agentur für Kommunikationsdesign. «Face war Pionier in der Entwicklung und Vermarktung von Ambient-Medien», sagt Back. Die Kunden wollten aber mehr: integrierte Gesamtkonzepte, mutigere Werbung, die die klassischen Pfade verlässt und den Beworbenen Mehrwert bringt. «Face konnte diese Wünsche nicht erfüllen, erinnert sich Back. «Aber mich interessierte dieser Bereich. Darum habe ich Streuplan gegründet.» 2004 war Streuplan die erste Agentur, die BTL mit klassischer Werbung verknüpfte. Heute werden die Kreativen entweder als BTL-Experte engagiert, oder sie übernehmen die Entwicklung einer Kampagne als Generalunternehmer, von der Idee über Beratung und Konzeption bis zur Umsetzung klassisch und BTL, Erfolgsmessung inbegriffen. «Mit einer eigenen Kreationsabteilung im Haus können wir seit kurzem auch die Promotionsmaterialien, Inserate und Online-Auftritte zu den von uns entwickelten Konzepten selbst gestalten», freut sich Back. «Das entspricht einem grossen Bedürfnis unserer Direktkunden.»
Das Wissen, das Thomas Back als Werbeguerillero braucht, hat er sich selbst beigebracht. Eine Ausbildung, geschweige denn fundierten Lesestoff über BTL gab es vor neun Jahren noch nicht. «Ich habe mir viel theoretisches Wissen aus dem Internet geholt, war oft in Amerika und habe mir angeschaut, wie sies dort machen», erzählt Back. «Eine Menge habe ich auch meinen ersten Kunden zu verdanken. Sie hatten Mut und Vertrauen in mich. So konnte ich bei der Umsetzung von Projekten Erfahrungen sammeln und viel lernen.»
Konsumenten einbinden
Streuplan hat grossen Erfolg mit seiner Art, Konsumenten anzusprechen – und das trotz der Werbeflut, die uns täglich überschwemmt. Backs Geheimnis: «Konsumenten wissen genau, was sie wollen und was nicht. Darum müssen Unternehmen ihre Kunden einbinden und sie fragen: Wie erreichen wir dich? Wie willst du angesprochen werden? Willst du ein Plakat oder einen Newsletter? Willst du Produkte testen, bevor du sie kaufst? Erwartest du Gutscheine, Rabatte? Das alles müssen Unternehmen über ihre Kunden in Erfahrung bringen. Das braucht ein wenig Mut, aber auf dieser Basis lässt sich dann eine erfolgreiche Kampagne entwickeln – und eine dauerhafte Beziehung zum Kunden aufbauen.»
Als seinen bisher grössten Erfolg verbucht Thomas Back, für Streuplan die richtigen Mitarbeiter gefunden zu haben: «Das hat mich viel Kraft und Zeit gekostet, aber jetzt habe ich zehn super motivierte und kreative Köpfe zusammen. Und mit Oliver Schwab und Christoph Oertli, die seit kurzem als Partner am Unternehmen beteiligt sind, ist nun auch die Agenturführung hervorragend organisiert.» Back ist eben erst zufrieden, wenn alles hundertprozentig zusammenpasst.
Anne-Friederike Wilhelm
In Kürze
Thomas Back
* 27.7.1976 in Münsterlingen
1994 – 2000 Ausbildung und
Arbeit als Psychatriepfleger
1998 – 2000 Höhere Fachschule/Management im Gesundheitswesen
2000 – 2004 Face AG für Kommunikationsdesign, Frauenfeld
seit 2004 Streuplan AG, Zürich

Die alten Hasen wissen es noch: Früher hiess der Mediaplan «Streuplan» – daher der Name der Agentur. Seit Juni ist Streuplan eine AG, Backs Partner sind Christoph Oertli und Oliver Schwab.
Thomas Back arbeitet gern. Und er ist gern daheim. «Wenn ich genervt aus dem Büro komme und meine Tochter sehe, ist aller Stress sofort weg», sagt der Vater der fünfzehn Monate alten Seraina. «Schneller kann man nicht abschalten.»

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Alles Roger im Reduit

Powerplay mit Fotos und Hornberger Schiessen der Armeegegner. Was in den letzten Wochen für Erstaunen sorgte. Gastkommentar von Karl Lüönd, freier Publizist und Buchautor.

Wäre ich Nik Niethammer, würde ich hochtourig rotieren. Seit drei Wochen sind die Federer-Zwillinge auf der Welt, und noch immer strahlen sie nicht von der Titelseite seiner «Schweizer Illustrierten». Was ist da los? Es sieht so aus, als habe der clevere Tennis-Champion auch im Match mit den People-Medien den besseren Aufschlag.
Sagen wir es mal so (und natürlich ist das eine reine Vermutung, aber wohl keine unbegründete): Roger Federer und seine Mirka sind für das internationale Promi-Geschäft einen Tick zu normal, zu brav und zu anständig. Weil die beiden auch intelligent sind, haben sie das längst gemerkt. Ein Boris Becker (mit seinem ersten Ehekrach) oder ein André Agassi (mit Steffi Graf als Geschmacksverstärkung) hätten im internationalen Baby-Bildermarkt wesentlich höhere Summen erzielt. Federer mag aber nun einmal nicht Zweiter oder Dritter sein, und das Geld kümmert ihn auch nicht. Er müsste es ja ohnehin spenden. Warum soll er sich also auf Vergleiche einlassen? Lieber lässt er die Bilderblätter zappeln und zeigt ihnen, wer der Chef ist in Sachen Federer-Wahrnehmung. Öffentlichkeitsarbeit in diesen Höhenlagen ist ein Powerplay, und der Stärkste macht die Regeln. Derzeit bestimmt Roger Federer, wie Roger Federer nebst Familie auszusehen hat.
Im fernsehschwachen Sommerloch hat – und das ist wohl ein richtiger Entscheid – das Schweizer Fernsehen mit der Doku-Soap vom Reduit eine starke Marke gesetzt und entsprechende Quoten-Erfolge eingefahren. Diese sind zumindest teilweise eine direkte Konsequenz der verbissenen Proteste, die weltanschaulich gesteuerte Vergangenheitsverwalter gegen die Serie vorgebracht haben. Je umstrittener, desto beachteter!
Die GSoA (Gesellschaft für eine Schweiz ohne Armee) hat als genuin linke Organisation während vieler Jahre immer wieder die Meinungsfreiheit reklamiert und für sich in Anspruch genommen – mit Recht, meine ich, obwohl ich deren Ziele nicht im Entferntesten gutheisse und die GSoA für eine besonders schlechte und tückische Organisation halte, der man entgegentreten muss, wo immer man ihr begegnet. Aber bitte: In diesem Staat hat jeder das verbriefte Recht, sich zu blamieren, und darauf wollen wir als unverbesserliche Scheiss-Liberale denn doch bestehen, auch auf die Gefahr hin, dass so etwas wie die GSoA dabei Punkte macht.
Nun hat die GSoA aber allen Ernstes die sofortige Absetzung der Reduit-Serie verlangt. Hören wir richtig? Eine politische Lobby greift die Programmhoheit des öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehens an.
Stellen wir uns einen Moment lang vor, der putzige Parteipräsidenten-Darsteller Toni Brunner hätte etwas Analoges verlangt. Wie hätte der publizistische Mainstream aufgejault, wie hätten die de Wecks, die Meyers, die Britschgis und die ganze Bande von der Werdstrasse protestiert. Prof. Georg Kreis und Prof. Kurt Imhof hätten mit Geräusch die Augen gerollt. Die SP Schweiz und die Gruppe Olten hätten sich pflichtgemäss empört. Aber was nun, in Anbetracht der schieren Peinlichkeit der GSoA? Totschweigen ist wieder einmal die sicherste Hinrichtungsart. Und nächste Woche treiben sie wieder eine andere Sau durchs Dorf. Spekuliere nie mit der Dummheit des Publikums, probiere es lieber mit dessen Vergesslichkeit!
Mir geht die TV-Serie aus dem Nidwaldnerland, offen gestanden, am Körper vorbei. Mein Vater, der als Aktivdienstsoldat an der Gotthardlinie und im Tessin Dienst geleistet hat, hat mir seinerzeit viel plastischere und kurzweiligere Geschichten erzählt: von den Partisanen, denen sie als solidarische Schweizer Proletarier selbstverständlich geholfen haben, gegen alle Befehle. Und von den Schmugglern, die im Windschatten der Politik ihre Geschäfte machen konnten, weil die Profite der richtigen Seite zugute kamen.
Den Guisan haben sie gemocht, mein Vater und seine Kameraden, dabei haben sie über ihn gespottet: «LMG» sei seine Lieblingswaffe gewesen: Löffel, Messer und Gabel. Dass Guisan ein Antisemit war und wesentlich zur Verschärfung des schweizerischen Abwehrkurses gegen die jüdische Immigration beitrug, wissen wir zwar seit der biografischen Arbeit von Willi Gautschi, bloss interessiert es niemanden. Es könnte ja vertraute Bilder zerkratzen und die alte historische Wahrheit bestätigen: Es gibt weder Schwarz noch Weiss, es gibt nur Grautöne in verschiedenen Schattierungen.
Karl Lüönd

Spätausgabe «Tagesschau» wandelte sich heimlich zur «Tagesschau Nacht»

Seit dieser Woche zeigt sich die Spätausgabe der «Tagesschau» in neuem Kleid, auch das Konzept wurde heimlich überarbeitet. Man wolle es nicht an die grosse Glocke hängen, sagt «Tagesschau»-Chef Thomas Schäppi.

Seit dieser Woche zeigt sich die Spätausgabe der «Tagesschau» in neuem Kleid, auch das Konzept wurde heimlich überarbeitet. Man wolle es nicht an die grosse Glocke hängen, sagt «Tagesschau»-Chef Thomas Schäppi gegenüber Tele und TV-Star. Neu bietet die Sendung eine andere Atmosphäre mit einem Hintergrundbild des nächtlichen Zürich. Ausserdem begrüssen die Moderatoren ihre Zuschauer vor dem Pult und nicht dahinter, wie in anderen Ausgaben. Man wollen nun die «Tagesschau Nacht» als eigenständige Sendung positionieren.

www.tele.ch
www.tvstar.ch

20 Minuten Friday: «412‘000 Gründe zum Feiern»

Die ersten beglaubigten Leserzahlen für 20 Minuten Friday sind da. Die WEMF-zertifizierte Media-Analyse bildet den Untersuchungszeitraum vom 24. November letzten Jahres bis zum 07. Juli 2009 ab.

Die ersten beglaubigten Leserzahlen für 20 Minuten Friday sind da. Die WEMF-zertifizierte Media-Analyse bildet den Untersuchungszeitraum vom 24. November letzten Jahres bis zum 07. Juli 2009 ab. 20 Minuten Friday weist für diese Periode eine Gesamtleserschaft von 412’000 Personen aus. 20 Minuten verteilt das Freitagsblatt mit einer Druckauflage von 155’000 Exemplaren in mehr als 900 seiner Boxen. Dazu wird das Magazin über weitere Distributionskanäle in den Regionen Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich verteilt.
Weitere Informationen.

Contexta und Alex Schmid Direct arbeiten neu für die SBB

Die SBB hat ihre Leadagenturen und ihre Direct-Marketing-Agentur bestimmt: für den SBB Personenverkehr übernimmt per 1. Januar 2010 neu die Berner Agentur Contexta das Mandat. Das Direct-Marketing betreut ab 1. Januar 2010 die Agentur Alex Schmid Direct aus Zürich. SBB Cargo arbeitet weiterhin mit Euro RSCG aus Zürich zusammen.

Die SBB hat in einem zweistufigen Einladungsverfahren neue Leadagenturen für den SBB Personenverkehr und SBB Cargo gesucht. Gleichzeitig wurde in einem zweiten Verfahren für den Personenverkehr eine Direct-Marketing-Agentur ausgewählt. Als Leadagentur der SBB-Güterverkehrstochter, SBB Cargo, wird auch in Zukunft Euro RSCG tätig sein und in diesem Rahmen Kommunikationsstrategie, Marktauftritt und Marketing-Kommunikationsmassnahmen begleiten.
Die Berner Agentur Contexta konnte sich als neue Leadagentur bei SBB Personenverkehr durchsetzen und übernimmt dieses Mandat per 1. Januar 2009. Contexta überzeugte durch ihre kreative Umsetzung des Auftrags und ihrer Media-Strategie. Contexta betreut neben SBB Personenverkehr auch Kunden wie Swisscom und Appenzeller Käse.
Als neue Direct-Marketing-Agentur von SBB Personenverkehr wirkt Alex Schmid Direct aus Zürich: Die Agentur setzte sich mit einem Konzept für die neuen Herausforderungen im Stammkundenmarketing durch. Alex Schmid Direct betreut Kunden wie Migros, Post und Basler Versicherung.

www.sbb.ch
www.contexta.ch
www.alex-schmid.ch

Markom: Erfolgreiche Zulassungsprüfung

Auch die fünfte Markom Zulassungsprüfung, an welcher die Basisfächer im Bereich Marketing, Verkauf/Distribution, Werbung und PR gemeinsam geprüft werden, hat mit einer Erfolgsquote von 86.5 Prozent ihren Abschluss gefunden. Insgesamt haben seit Einführung dieser Prüfung 4'040 AbsolventInnen das MZP-Zertifikat erlangt.

Auch die fünfte Markom Zulassungsprüfung, an welcher die Basisfächer im Bereich Marketing, Verkauf/Distribution, Werbung und PR gemeinsam geprüft werden, hat mit einer Erfolgsquote von 86.5 Prozent ihren Abschluss gefunden. Insgesamt haben seit Einführung dieser Prüfung 4’040 AbsolventInnen das MZP-Zertifikat erlangt.
An der heutigen Zertifikatsübergabe anlässlich der Suisse Emex, werde der Präsident der Prüfungskommission, Heinz Egli, bekannt geben können, dass an der in der ersten August-Woche durchgeführten Markom Zulassungsprüfung (MZP) insgesamt 1’117 AbsolventInnen teilgenommen haben (634 Frauen, 483 Männer; 587 aus der deutschen Schweiz, 60 aus der Romandie und 11 aus dem Tessin), so der Verein Markom in einem Communiqué. Davon haben 966 die auf der Internetplattform stattfindende Prüfung mit Erfolg bestanden. Die Erfolgsquote von 86.5 Prozent liege etwas unter jener der im Januar durchgeführten Prüfung.
Damit haben seit Einführung der MZP vor zwei Jahren 4’040 AbsolventInnen entweder eine der Zulassungsbedingungen für das Absolvieren der Berufsprüfungen Marketing-, Verkaufs- und PR-Fachleute und Planer/-innen Kommunikation erfüllt und eine Anzahl von jungen Berufseinsteiger/-innen den Nachweis ihrer Basis-Fach-kenntnisse in den Markom-Bereichen unter Beweis gestellt.
Die Namen aller Zertifikatsinhaber/-innen sind auf www.markom.org publiziert. Die nächste Prüfung findet vom 25. – 29. Januar 2010 statt; das Anmeldeportal ist ab 19. Oktober 2009 offen, Anmeldeschluss ist der 23. Dezember 2009.
Der 2002 gegründete Verein Markom, welchem die Branchenverbände Swiss Marketing SMC, Schweizerische Gesellschaft für Marketing GfM, Verkauf Schweiz VS, Schweizer Direktmarketing Verband SDV, Schweizer Werbung SW, Schweiz. Public Relations Gesellschaft SPRG und KV Schweiz angehören, hat sich zur Aufgabe gestellt für die seit 1. Januar 2009 gültigen neuen Prüfungsordnungen auf Stufe Berufsprüfungen (mit eidg. Fachausweis) eine gemeinsame, vorgängig zu absolvierende Zulassungsprüfung, an welcher die Basisfächer geprüft werden, durchzuführen.

Kürzere TV-Spots genauso effektiv

Kurze TV-Spots mit einer Länge von 15 Sekunden sind genauso effektiv wie das gängige, etablierte Format von 30 Sekunden. Forscher sagen, kürzeren Beiträge wurden bisher weit unterschätzt.

Kürzere TV-Spots genauso effektiv
Kurze TV-Spots mit einer Länge von 15 Sekunden sind genauso effektiv wie das gängige, etablierte Format von 30 Sekunden. Forscher sagen, kürzeren Beiträge wurden bisher weit unterschätzt. In der Branche herrschte bisher der Glaube, kürzere Spots seien weniger erfolgreich, schreibt Pressetext. Eine aktuelle australische Studie räume mit diesem Vorurteil nun jedoch auf. Wie Forscher des Ehrenberg Bass Institute for Marketing Science herausgefunden haben, wirken die kurzen 15-Sekunden-TV-Spots im Grunde genauso gut wie lange Spots. Sie werden meist auch gleichermaßen in Erinnerung behalten.
Die Studienteilnehmer schauten im Zuge der Untersuchungen unter natürlichen Bedingungen diverse TV-Spots an und wurden danach auf die Punkte Erinnerung, Sympathie und korrekte Marken-Identifikation getestet. Die kürzeren Spots schnitten bei Erinnerung und Sympathiewerten im Vergleich mit den langen zu 80 bis 90 Prozent genauso erfolgreich ab. Die Markenidentifikation erzielte gar ein gleichwertiges Ergebnis.
Die kürzeren Spots könnten dazu eingesetzt werden, eine Marke noch häufiger zu präsentieren als mit langen Werbeschaltungen, so die Forscherin und Studienautorin Kate Newstead. Doch: die Studienergebnisse könnten theoretisch auch auf eine schlechte Markenführung bei den längeren Spots zurückzuführen seien, warnt sie. Die Untersuchung zeige aber in jedem Fall, dass die Werbetreibenden den 30-Sekunden-Spot als absolutes Muss in ihren Kampagnen überdenken sollten.

www.marketingscience.info
pressetext.com

SRG fördert Entwicklung von Dokumentarfilmen

Die Entwicklung von abendfüllenden Dokumentarfilmen wird von der SRG mit jährlich 80'000 Franken unterstützt. Dies sieht die die Initiative der SRG und ihrer Unternehmenseinheiten Schweizer Fernsehen (SF), Télévision Suisse Romande (TSR) und Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (RSI) vor.

Die Entwicklung von abendfüllenden Dokumentarfilmen wird von der SRG mit jährlich 80’000 Franken unterstützt. Dies sieht die die Initiative der SRG und ihrer Unternehmenseinheiten Schweizer Fernsehen (SF), Télévision Suisse Romande (TSR) und Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (RSI) vor. Die Initiative ist Teil des « Pacte de l’audiovisuel » und sieht gemäss Presseportal den Beitrag von jährlich 80’000 Franken für insgesamt sieben Projekte vor, welche unter allen Bewerbungen
ausgesucht werden.
Die Experten des «Pacte documentaire» von SF, TSR und RSI prüfen zweimal pro Jahr die eingereichten Gesuche und entscheiden gemeinsam anhand der im Reglement aufgeführten Kriterien, welche Projekte in der Entwicklungsphase finanziell unterstützt werden sollen. Die Zuschüsse werden entsprechend dem Bedarf und den besonderen Eigenheiten der eingereichten Projekte zugewiesen. Dabei werden die die Notwendigkeit intensiver Vorarbeiten (Recherchen, Vertiefung, Kontakte, Finanzierung usw.), das Engagement
des verantwortlichen Produzenten und das allfällige Interesse anderer Institutionen, die für eine finanzielle Unterstützung des Entwicklungsprojektes infrage kommen besonders berücksichtigt.
Die erste Einreichfrist für die Projekte ist der 30. September 2009.

www.srgssrideesuisse.ch
www.presseportal.ch

Eyekon/Seed: Recruiting Video-Website für Siemens realisiert

Siemens Schweiz richtet sich mit einem neuen Jobportal an potentielle Mitarbeitende. Die Zürcher Design-Agentur Eyekon hat dieses in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kommunikations-Agentur Seed konzipiert und umgesetzt.

Siemens Schweiz richtet sich mit einem neuen Jobportal an potentielle Mitarbeitende. Die Zürcher Design-Agentur Eyekon hat dieses in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kommunikations-Agentur Seed konzipiert und umgesetzt. Auf den vier wichtigsten Webpages werden dem Zuschauer kurze Videos gezeigt, in denen sich Mitarbeitende zu ihrem Arbeitgeber und ihrem Job äussern. Der User erhält einen Blick hinter die Kulisse – und lernt künftige Kollegen kennen, die für Siemens tätig sind. Die Filme sind vollständig in das Website-Design eingebettet.
Darüber hinaus umfasst das Portal aktuelle Stellen, die Möglichkeit, einen Suchagenten einzurichten sowie weiterführende Informationen über das Unternehmen. Eyekon ist für die Gesamtkonzeption verantwortlich. Die Videos wurden von Seed realisiert. Die Umsetzung auf TYPO3 erfolgte durch RTPartner.
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TBS Identity entwickelt die Neuausrichtung der Migros-Restaurants

Im letzten Jahr hat der Migros-Genossenschafts-Bund die rund 200 Migros-Restaurants durch die Einführung nationaler Angebote und durch einheitliche innenarchitektonische Massnahmen auf erweiterte Zielgruppen ausgerichtet. Im Rahmen einer Ausschreibung gewann TBS Identity das Mandat für die Konzeption der Identitäts- und Informationsstrategie von der Angebotsbewerbung im Eingangsbereich bis zur Produktbeschriftung am POS.

Im letzten Jahr hat der Migros-Genossenschafts-Bund die rund 200 Migros-Restaurants durch die Einführung nationaler Angebote und durch einheitliche innenarchitektonische Massnahmen auf erweiterte Zielgruppen ausgerichtet. Im Rahmen einer Ausschreibung gewann TBS Identity das Mandat für die Konzeption der Identitäts- und Informationsstrategie von der Angebotsbewerbung im Eingangsbereich bis zur Produktbeschriftung am POS. Das in einem ersten Schritt erarbeitete Corporate-Design-Programm diente als Basis für die Realisation sämtlicher Kommunikationsmittel. Entwickelt wurden einheitliche Informationstafeln für den Tagesaushang und ein Beschriftungssystem für die Buffets und Theken. Ein detailliertes CD-Manual, das den Auftritt bis hin zu den dezentral produzierten Displays präzise regelt, gewährleiste im Rahmen des föderalistischen Migros-Systems eine hohe gestalterische Konsequenz, schreibt TBS Idetity in einer Mitteilung.
Verantwortlich bei TBS Identity: Beat Aeschlimann (Kommunikationsberatung), Daniel Leber, Christian Tobler (CD), Marco Donada (AD), Nadia Ermert (Polygrafie), Anka Refghi, Marlen Gassler (Projektmanagement).
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Livingmedia realisiert Eröffnungsfeier für Fantoche 09

Vom 8. bis 13. September 2009 findet in Baden die siebte Ausgabe von Fantoche, dem internationalen Festival für Animationsfilm, statt. Grünbaum Koblasa Livingmedia zeichnet sich Verantwortlich für die Eröffnungsfeier und die Preisverleihung von Fantoche 09.

Vom 8. bis 13. September 2009 findet in Baden die siebte Ausgabe von Fantoche, dem internationalen Festival für Animationsfilm, statt. Grünbaum Koblasa Livingmedia zeichnet sich Verantwortlich für die Eröffnungsfeier und die Preisverleihung von Fantoche 09.
Die internationale Trickfilmschau gehört zu den weltweit herausragenden Festivals für Animationsfilm und ist in der Schweiz ein Kulturereignis, das sich ausschliesslich der Animation in all ihren technischen, inhaltlichen und medialen Fassetten widmet.
Livingmedia, der Spezialist für Live-Kommunikation wird beauftragt zusammen mit den Festivalleiterinnen Duscha Kistler und Andrea Freund die Opening-Night und die Preisverleihung in der Trafohalle in Baden zu kreieren und zu gestalten.

www.livingmedia.ch
www.fantoche.ch

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