Die Börse reagiert ausgesprochen volatil. Anleger kaufen und verkaufen in kurzer Zeit grosse Aktienportefeuilles. Solange keine zuverlässige Börsenprognose möglich ist, werden auch grosse Inves-titionsentscheide weitgehend emotional getroffen. Darum stärkt eine solide Ausstrahlung das Vertrauen und die Investitionsbereitschaft.
Markenbilder als ReflexionJeder Investor hat über ein Unternehmen persönliche innere Bilder, die er subjektiv wahrgenommen hat. Da Aktienentscheide sehr kurzfristig erfolgen, lassen sie sich durchaus mit andern Impulsentscheiden wie etwa vor dem Verkaufsregal im Supermarkt vergleichen. Das Kaufverhalten erklärt sich hier oft als Reflexion von tief verankerten Imagewerten. Gut geführte Marken sind im Vorteil und wecken Vertrauen, welches mit zunehmendem Investitionsvolumen an Wichtigkeit gewinnt. Die innern Markenbilder entstehen durch eine Vielzahl von Eindrücken und Erfahrungen, die sich aus dem gesamten Unternehmensverhalten ergeben. Daneben ist das Image auch externen, nicht steuerbaren Einflüssen ausgesetzt. Mit einer transparenten und glaubwürdigen Informationspolitik lässt sich aber vieles aktiv beeinflussen. Einen wichtigen Part spielen dabei meinungsbildende Unternehmensmedien, die objektiv und authentisch informieren.
Stolz auf das UnternehmenIm zentralen Interesse der Investoren liegt der Geschäftsbericht. Anleger mit einem diversifizierten Portefeuille werden sich nicht allzu sehr in die Rechnungslegung vertiefen, diese lässt ja auch nur bedingt Prognosen für die künftige Entwicklung zu. Aber sie werden mit einem gewissen Stolz die Tätigkeiten jener Unternehmen verfolgen, an denen sie selber beteiligt sind. Dieses Publikum ist ausgesprochen empfänglich für positive Nachrichten und herausragende Leistungen, die im Berichtsjahr erbracht worden sind und die Grundlage für den künftigen Erfolg bilden. Wenn beim Investor positive innere Bilder dominieren, werden sie im entscheidenden Moment den Aktienkauf begünstigen.
Mehr Umfang, mehr ThemenViele Firmen erstellen ihren Jahresbericht heute nach journalistischen Kriterien, was ihn auch für ein breiteres Publikum interessant macht. Basel West hat die Geschäftsberichte der kotierten Schweizer Unternehmen untersucht und festgestellt, dass sich ihr durchschnittlicher Umfang innerhalb von zehn Jahren verdoppelt hat. Der Anteil der Firmen, die einen Ausblick in die Zukunft wagen, hat von 20 auf 47 Prozent und die journalistische Formenvielfalt um ein Drittel zugenommen, die textliche Gliederung mit Zwischentiteln, Leads und Kästchen ist gar um zwei Drittel feiner geworden. Das hohe Niveau zeigt sich auch bei Bildern und Illustrationen. Früher wurden ein Drittel mehr Agenturbilder eingesetzt als heute, wo sich die Unternehmen gezielt im individuell definierten Stil dokumentieren lassen. Eine strukturierte Leserführung trägt ihrerseits zur Lesefreundlichkeit bei. Dadurch entsteht ein Mehrwert für die Empfänger, denn nackte Zahlen verkaufen sich besser, wenn wie schön eingekleidet und journalistisch aufbereitet werden.
Markus Siegenthaler
Informationen: Basel West Unternehmenskommunikation AG
Markus Siegenthaler
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