Thurgau investiert in Werbung für den Kanton

In den kommenden drei Jahren investiert der Kanton Thurgau jeweils 500'000 Franken pro Jahr in die Werbung für den Kanton. Die Regierung hat das Marketingkonzept für die Jahre 2010 bis 2012 genehmigt.

Die Kampagne schliesst nahtlos an die laufende an. Der Kanton führt seit 1998 Marketingmassnahmen durch. Damit könne das Image des Kantons als Wirtschafts-, Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum verbessert werden, schreibt die Regierung laut SDA in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die bisherige Kampagne habe sich bewährt und der Beachtungsgrad sei im Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln hoch gewesen. Dies zeige auch die zunehmende Ansiedlung von Privatpersonen und Unternehmen. Der Thurgau werde vermehrt als attraktiver Standort wahrgenommen, stellt die Regierung fest.
Ziel ist es, die Marke Thurgau als Destinations- und Herkunftsbezeichnung weiterzuentwickeln. Dafür setzen die Verantwortlichen auch künftig in erster Linie auf klassische Instrumente wie Plakate, Inserate, Events, Messe- und Webauftritte sowie Medienarbeit.

SP-Spot: Kitag verweigert Ausstrahlung

Der neue Polit-Werbespot der SP Schweiz, der ab heute in zahlreichen Deutschschweizer Kinos hätte laufen sollen, wird von einigen Betreibern boykottiert. Unter anderem auch vom Kino-Giganten Kitag.

Begründet werde der Boykott mit dem politischen Inhalt des SP-Spots, heisst es in einer Mitteilung der SP Schweiz. Der Kurzfilm erfülle von seiner Machart her sämtliche Bedingungen der Kinowerbung, so die SP weiter. Niemand werde beleidigt oder verletzt. «Gleichwohl fällt er nun der Zensur und der Willkür eines Kino-Multis zum Opfer. Sowohl die Geschäftsleitung als auch die Rechtsabteilung der Kitag weigern sich, den Spot wegen dessen politischen Inhalts zu zeigen.»
Das Nein der Kitag bedeutet, dass die SP in 85 Kinosälen in Zürich, Basel, Bern, St. Gallen und Luzern auf Werbung verzichten muss. Trotzdem wird der SP-Clip gemäss SP-Präsident Christian Levrat in rund 30 Kinos in allen grösseren Deutschschweizer Städten zu sehen sein. Er könne die Gründe für den Werbeboykott nicht verstehen, sagte Levrat am Donnerstag gemäss SDA vor den Medien. Die Kitag habe der SP lediglich mitgeteilt, dass der Rechtsdienst und die Geschäftsleitung der Firma sich gegen den SP-Spot entschieden hätten. Doch die Kitag sei nicht immer politisch neutral: Im Rahmen des Abstimmungskampfes zur Personenfreizügigkeit habe die Kinobetreiberin in ihren Sälen politische Werbung zugelassen. Die SP überprüfe die «juristische Ausgangslage», um gegen den Entscheid zu protestieren. Allenfalls werde die Partei vor den Kitag-Kinos Flyer verteilen, um auf die «Zensur» aufmerksam zu machen.
Keine Zensur, sondern grundsätzliche Haltung
Der Verzicht habe nichts mit Zensur zu tun, sondern sei eine grundsätzliche Haltung, hiess es am Donnerstag bei der Kitag: «Die Kitag macht wie Radio und Fernsehen keine politische Werbung», sagte Kitag-Direktor Philippe Täschler auf Anfrage der SDA. Die von Levrat erwähnten Spots zur Personenfreizügigkeit seien ein Fehler gewesen. «Nachdem wir davon Wind bekommen hatten, nahmen wir den Werbefilm raus», sagte Täschler. Es könne passieren, dass die für die Werbung zuständige Publicitas-Tochter Cinecom einen politischen Werbespot nicht als solchen erkenne.
Auch der SP-Spot sei keine gewöhnliche politische Werbung, hielt SP-Präsident Christian Levrat fest. Die SP sei die erste Partei der Schweiz, die einen solchen Film mache. Mit einschlägigen Aussagen und symbolträchtigen Bildern will die Partei in erster Linie ihr neues Logo und den Slogan «Ja» bekannter machen. Offensichtliche politische Botschaften enthält der Clip keine.
Ausgestrahlt wird der Spot ab sofort mit Schwerpunkt in Zürich und Bern – dies wegen den anstehenden Regierungsratsersatz- beziehungsweise Regierungsrats- und Grossratswahlen. In der Westschweiz hingegen soll der Spot erst nach den Wahlen in Genf gezeigt werden. Bis dann gelte in der Romandie noch das alte SP-Logo, erklärte Levrat die spätere Lancierung des Films.

Diebündner holt für Realisierung der Agenturzeitung die Südostschweiz an Bord

Seit dem Umzug nach Zürich Ende 2006 kommuniziert Diebündner grossformatig auf Zeitungspapier. Für die diesjährige Ausgabe der Agenturzeitung holte man sich Unterstützung bei den Zeitungsmachern der Südostschweiz Mediengruppe.

«Diebündner Zeitung» berichtet in der neuen Ausgabe über erfolgreiche Gastronomiewerbung, wichtige Dialogansätze in der Pharmaindustrie sowie über einen modernen Auftritt für ein traditionelles Kunsthandwerk. Ausserdem kommen auch die Ansprechpartner auf Kundenseite zu Wort. Interviewt wird der Projekteiter des Zürcher Frauenvereins (ZfV) zum neuen Auftritt ihres Restaurants «Piccard» im Verkehrshaus Luzern, der in Zusammenarbeit mit Diebündner Zürich entstanden ist. Und die Auftraggeberin der Notfallpraxis mediX am Stauffacher Zürich, wo die Agentur die Eröffnung im letzten Herbst kommunizierte. Ebenso der Marketingleiter von Montana Sport, für die Diebündner Zürich den Relaunch der Webseite umsetzen durfte. Wie auch der Verwaltungsrat von Orgelbau Felsberg, für welchen die Agentur eine Webseite mit integrierter Datenbank realisierte.

Bestellen kann man die Zeitung über [email protected] oder im Internet.

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Ebay: Umsatz steigt, Gewinn sinkt

Das Internet-Aktionshaus Ebay hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Die Umsätze hingegen stiegen und übertrafen die Erwartungen.

Insgesamt reduzierte sich der Überschuss zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Prozent auf 350 Millionen Dollar (234,6 Millionen Euro), wie das Unternehmen in San Francisco mitteilte. Zugleich seien die Erlöse jedoch um knapp sechs Prozent auf 2,24 Milliarden Dollar gestiegen und übertrafen damit die Analystenerwartungen. In den drei Quartalen zuvor hatte Ebay auf Jahressicht jeweils rückläufige Umsätze verzeichnet. Grund für die gegenläufige Entwicklung von Umsatz und Gewinn ist den Angaben zufolge unter anderem die zunehmende Konzentration des Unternehmens auf schnell wachsende Geschäfte mit niedrigen Margen. Bei seinem Online-Bezahldienst PayPal stieg die Zahl der Kunden zwischen Juni und September um ein Fünftel. Die Internettelefon-Tochter Skype gewann 40 Millionen neue Nutzer und zählt damit nun 521 Millionen Kunden. (dpa)

Comdays 2009: Wege aus der Medienkrise

Veränderungen in der Medienbranche standen im Zentrum des zweiten Tages der 8. Comdays in Biel. Manche Branchenkenner bezeichneten diesen Wandel als Krise, andere sehen positive Entwicklungen dank neuen Modellen. Die Comdays-Organisatoren zeigten sich über die rund 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der zweitägigen Veranstaltung zufrieden.

«Wir befinden uns in einer gigantischen Krise», wird Marc Walder von Ringier in einem Communiqué zitiert. Die neue Mediennutzung der Konsumentinnen und Konsumenten und die Konjunkturkrise hätten die Branche getroffen. Medienhäuser müssten sich auf starke Marken fokussieren, ihre Unternehmen effizienter gestalten und neue Geschäftsbereiche erschliessen. «Es gibt keine allgemeine Medienkrise, sondern eine neue Realität», sagte hingegen Professor Otfried Jarren von der Universität Zürich. Es gäbe wohl aber eine «hausgemachte Krise» der Tageszeitungen und des Verlagsmanagement. Mit hoher Qualität sollten die Medien einen publizistischen Wert schaffen, für den die Konsumentinnen und Konsumenten gerne bezahlen. Die Branche allein sei in der Lage, das Blatt zu wenden. Hans Peter Rohner von Publigroupe erklärte, dass die Zukunft «klug kalkulierenden und innovationsfreudigen Medienunternehmen» gehöre. Tradition und Grösse könnten dabei hilfreich, aber auch ein Hindernis sein.
Wege aus der Krise
Ist Online-Journalismus ein Weg aus der Krise? Er sei «leichtfüssig, flexibel und unmittelbar» und biete beste Voraussetzungen für aktuelle und hintergründige Information, schilderte Peter Knechtli von Online Reports. Die Online-Gemeinde wünsche sich eben Nachrichten in «real time». Die Werbeeinnahmen hätten sich positiv entwickelt, die Werbekrise hätten sie kaum gespürt.Die Gratis-Zeitung 20 Minuten sei nur leicht davon betroffen, sagte Geschäftsleiter Marcel Kohler. Auf dem Lesermarkt herrsche hingegen keine Krise, im Gegenteil: Die Leserzahlen würden zunehmen, insbesondere dank der für Werbekunden wichtigen Zielgruppe der 14- bis 19-Jährigen. Sinkende Leserzahlen machten hingegen der Schwedischen Zeitung Svenska Dagblat zu schaffen, bedauerten Ann Axelsson und Magnus Gylje. Um den Lesern die Informationen bedürfnisgerecht zu vermitteln, haben sie die Ausgaben gestrafft und komplexe Themen mit informativen Grafiken vereinfacht. Am Wochenende erscheint ein Magazin, das ausführlicher über bestimmte Themen berichtet. Die Bilanz sei erfreulich: Die Zeitung habe für ihr Layout einige Preise gewonnen, die Leserzahlen steigen.
Leidet die Qualität?
«Ich kann Ihnen wenig Katastrophales über die Gefährdung der Qualität unseres Journalismus berichten», ermutigte Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse, die Comdays-Teilnehmenden. Wenn wir von Krise sprechen, handle es sich um wenige Titel und wenige Leute. Lokale und regionale Medien erlebten einen Aufschwung durch ihre lokale Berichterstattung und ihre professionelle Arbeit. Dies sei der Grund, weshalb die Schweiz medial hervorragend ausgerüstet sei, und sich die Medien qualitativ verbessert hätten. Online-Journalismus sei hingegen ein «klassischer Abbau an Qualität», weil der Zeitdruck eine genauere Recherche nicht zulasse.In den USA sei Online-Journalismus der Grund, weshalb der amerikanische Qualitätsjournalismus akut gefährdet sei. «Zeitungen befinden sich in der Todesspirale», bedauerte Stephan Russ-Mohl von der Universität Lugano. Bereits seien traditionsreiche Titel verschwunden. Damit die journalistische Qualität nicht weiterhin leide, sollen die Leserinnen und Leser bezahlen. Möglich dafür seien Flatrates und Online-Abonnements.Für qualitativ hoch stehenden Journalismus müssten auch die Arbeitsbedingungen stimmen. Aus- und Weiterbildung seien unerlässlich, so Philipp Cueni von der Schweizer Mediengewerkschaft SSM. Zudem dürfe der bisherige Stellenabbau nicht vernachlässigt werden. Er sei verhältnismässig hoch und führe zum Verlust von spezialisiertem Wissen.
Nicht Inserate sondern Informationen verkaufen
An einem Panel waren Medienvertreter einig, dass man umdenken müsse: Die Leser seien die Kunden – nicht die Inserenten. Man müsse zukünftig die Leserinnen und Leser ernst nehmen und Informationen, nicht Werbeflächen verkaufen, sagte Markus Somm von der Weltwoche. Publizist Roger de Weck forderte auch mehr Leserbindung: Eine gute Zeitung sei wie ein Dialog; der Leser möchte einen guten Gesprächspartner. Dies sei das Erfolgsmodell des Bieler Tagblatts, erläuterte Chefredaktorin Catherine Duttweiler. Ihre Zeitung zeichne sich durch lokale Berichterstattung aus, berichte über Ereignisse, die die Leser bewegen und einen Dialog ermöglichen. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmenden, dass Qualität weiterhin gefragt sei und Printmedien nicht aussterben würden. Derzeit würden aber alle Medien über dasselbe berichten, bedauerte Dominique von Burg, Präsident des Schweizer Presserat. Es sei deshalb an der Zeit umzudenken.
Mediale Zukunft?
Erweiterung der Realität sei die mediale Zukunft, prophezeite Nils Müller von TrendONE zum Schluss der Comdays. Mit multifunktionalen mobilen Geräten könne bald von einer Welt in die andere springen. So könne man zum Beispiel bereits 2010 virtuell einkaufen gehen und online Kleider anprobieren. Wir werden immer online sein: «Always on, always connected» laute die Devise.

Presserat heisst Beschwerde der St. Galler Spitalverbunde gegen den Blick teilweise gut

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde des Verwaltungsrats der Spitalverbunde des Kantons St. Gallen gegen den Blick teilweise gutgeheissen. In einem Bericht über das kantonale Spital Wil und ein krankes Mädchen wurden wichtige Informationen unterschlagen.

Zum diesem Schluss kommt der Presserat gemäss SDA in seiner am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. Der Blick berichtete am 19. Februar unter dem Titel «Wir haben Angst, dass Alisha stirbt» von einem Baby, das um sein Leben kämpfe, weil im Spital Wil eine Lungenentzündung für einen harmlosen Schnupfen gehalten worden sei. Die Spitalregion Fürstenland-Toggenburg reagierte noch am gleichen Tag mit einer Medienorientierung. Dort wurde gesagt, die Mitarbeitenden der Notfallstation Wil hätten die Eltern nicht nach Hause geschickt, sondern ihnen entgegen der Blick-Story geraten, sofort das Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen zu kontaktieren.
Am 20. Februar setzte der Blick seine Berichterstattung in der Sache fort. Und dabei, so der Presserat, habe der die Boulevardzeitung in unfairer Weise den Eindruck erweckt, dem von den Eltern erhobenen Vorwurf des Ärztepfuschs begegne das Spital Wil nicht mit ernsthaften Einwänden, sondern mit «haarsträubenden Ausreden». Gestützt auf das Gebot, keine wichtigen Informationen zu unterschlagen, wäre die Zeitung jedoch verpflichtet gewesen, die Sichtweise des Spitals wenigstens gerafft und in fairer Weise wiederzugeben, schreibt der Presserat in seiner Stellungnahme.

UM: Mit Denner ins neue Jahr

Die zu Mediabrands gehörende Agentur Universal McCann (UM) wird per Anfang 2010 von Denner mit dem gesamten Mediaetat betraut.

Mit diesem namhaften Zuwachs gelinge der Agentur der erste wichtige Schritt zum angestrebten Ausbau, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Denner betreibt über 700 Filialen in der ganzen Schweiz.
Universal McCann (UM) ist Teil des IPG Netzwerkes mit 90 Agenturen in 66 Ländern. In der Schweiz betreut UM mit elf Mitarbeitenden in Zürich und Genf ein Mediavolumen von über 40 Millionen Franken.

Microsoft und Google: Echtzeitsuche bei Twitter

Twitter wird zum neuen Kampfschauplatz von Google und Microsoft. Sowohl die Google-Suche als auch Microsofts Suchmaschine Bing werden künftig Echtzeit-Informationen von Twitter indizieren.

Kurz nacheinander gaben Microsoft und Google auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco bekannt, dass ihre Suchmaschinen künftig auch die Kurznachrichten von Twitter, sogenannte Tweets, durchsuchen. In Kürze sollen also auch die Statusmeldungen der Twitternutzer unmittelbar in die Suchergebnisse einfließen. Damit zeigt sich ein weiteres Mal der zunehmende Stellenwert des sogenannten «Echtzeit-Webs». Google spricht davon, die Funktion „in den nächsten Monaten“ starten zu wollen, auch die Integration von Twitter in Bing wird wohl noch einige Wochen bis Monate dauern. Microsoft nutzt die Entwicklungszeit allerdings nicht nur, um eine Schnittstelle für Tweets zu bauen, sondern auch, um Facebook-Status-Updates in seine Suche zu integrieren. Damit kann Bing künftig die zwei angesagtesten Web-2.0-Dienste durchsuchen und wird Google offenbar einen Schritt voraus sein.

Rochat & Partenaires Lausanne wird Pleon C-Matrix Suisse romande

Die Kommunikationsagentur Rochat & Partenaires Lausanne Sàrl schliesst sich mit der Pleon C-Matrix Group in Zürich zusammen und tritt künftig unter dem Namen Pleon C-Matrix Suisse romande Sàrl am Markt auf.

Seit 2009 Mitglied im BPRA (Bund der Public Relations Agenturen in der Schweiz), beschäftigt die Pleon C-Matrix Group heute über 20 Mitarbeitende in Zürich. Sie ist die Schweizer Organisation der europäischen Pleon-Gruppe, die im Juni 2009 ihren Zusammenschluss mit dem globalen Agenturnetzwerk Ketchum zum 1. Januar 2010 bekannt gab. Aus dieser Fusion entstehen die grösste europäische Agentur für Public Relations und einer der führenden globalen Kommunikationsdienstleister. Die Pleon C-Matrix Group in Zürich und die neue Präsenz der Pleon C-Matrix Suisse romande Sàrl in Lausanne sind Teil dieses Netzwerks mit 103 Büros in 66 Ländern.
Bereits seit dem 1. Januar 2009 ist Rochat & Partenaires Lausanne exklusiver Partner der Pleon C-Matrix in der französischsprachigen Schweiz.

Sunrise: Jon Erni wird Leiter Geschäftskunden

Jon Erni wird per 18. Januar 2010 neuer Leiter des Geschäftskundensegments von Sunrise. Er übernimmt diese Funktion von René Fischer, der sich wieder seinem Beratungsunternehmen widmen wird.

Mit Jon Erni gewinne Sunrise eine profilierte Führungskraft, die sowohl mit dem Schweizer Markt als auch mit dem Telekommunikationsumfeld bestens vertraut sei, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. In seiner neuen Rolle bei Sunrise wird Jon Erni den Bereich Geschäftskunden leiten, der Grosskunden, Mittel- und Kleinunternehmen umfasst. Die Sparte Geschäftskunden ist neben dem Privatkundengeschäft das zweite Kernsegment von Sunrise.
Erni verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Schweizer Telekommunikationsbranche. Seit 14 Jahren ist er bei Alcatel-Lucent tätig, zuletzt als Interim CEO Schweiz. Zuvor verantwortete er unter anderem die Bereiche Sales and Marketing sowie Services. Der 41-jährige Schweizer Ingenieur ist verheiratet und Vater einer Tochter.
Der bisherige Leiter des Geschäftskundenbereichs, René Fischer, wird das Unternehmen nach abgeschlossener Übergabe an Jon Erni verlassen. Bis dahin bleibt er vollumfänglich in der Verantwortung als Leiter Geschäftskunden und Mitglied des Management Teams. Fischer hat das Geschäftskundensegment von Sunrise seit Anfang 2008 erfolgreich umgebaut und damit einen massgeblichen Beitrag zum Wachstum von Sunrise geleistet.

Burson-Marsteller Emea: Roman Geiser wird COO

Roman Geiser wird Chief Operating Officer für Burson-Marsteller Europe, Middle East und Africa und wechselt ins Verwaltungsratspräsidium bei Burson-Marsteller Schweiz.

Die PR- und Kommunikationsagentur Burson-Marsteller meldet einen Wechsel in der Unternehmensführung. Der bisherige CEO Roman Geiser nimmt nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit in der Schweiz eine neue Herausforderung als Chief Operating Officer für Burson-Marsteller Emea an. In der Schweiz löst er Ulrich Bollmann nach 30jähriger Tätigkeit im Verwaltungsratspräsidium ab. Die operative Führung der Schweizer Agentur mit Standorten in Zürich, Bern und Genf wird in neue Hände gelegt.
In seiner neuen Funktion wird Roman Geiser sowohl für die strategische Geschäftsentwicklung in der Emea-Region wie auch weiterhin für das Management des wachsenden Agenturnetzwerks verantwortlich zeichnen. Mit diesem Schritt wird die operative Führung der Schweizer Agentur baldmöglichst in neue Hände gelegt und die entsprechende Nachfolgeplanung ist aufgegleist. Gleichzeitig wird Geiser auch künftig als Berater tätig sein und das Präsidium des Bundes der Public Relations Agenturen der Schweiz (BPRA) wie geplant im Januar übernehmen.

Werbebranche will angekratztes Image aufbessern

Die Werbebranche macht sich Sorgen um ihr angeschlagenes öffentliches Ansehen. Ausschlaggebend hierfür ist eine aktuelle Untersuchung aus Großbritannien, derzufolge heute nur mehr weniger als 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung «ein generelles Vertrauen in Werbung» haben.

Um das angekratzte Image wieder aufzubessern, will die britische Advertising Association (AA) gemäss Pressetext nun sogar eine eigene Foundation ins Leben rufen, die mit verbreiteten negativen Vorurteilen aufräumen soll.
«Für die Werbeindustrie ist die Zeit gekommen, die eigene Reputation und den Glauben, in das, was wir tun, wieder herzustellen», erklärt Tim Lefroy, Chief Executive der AA, anlässlich des Media Guardian Changing Advertising Summit in London. Wenn sich die Branche nicht ernsthaft ihrer zunehmenden Imageproblematik annehme, bestehe die Gefahr, dass es in wenigen Jahren erstmals mehr Werbungsgegner innerhalb der Bevölkerung geben werde als Befürworter.
«Was das öffentliche Ansehen von Werbung betrifft, muss zwischen dem Image der Werbemacher selbst und dem der eigentlichen Werbungsinhalte unterschieden werden», stellt Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), gegenüber Pressetext klar. Zumindest in Bezug auf den ersten Punkt gibt der Experte den aktuellen AA-Bedenken Recht. «Werbeberufe haben in Deutschland generell ein sehr schlechtes Image und liegen in der Beliebtheitsskala nur knapp hinter Politikern», erklärt Nickel.
Ansehen der Werbeinhalte gestiegen
Das Image dessen, was die Werbefachleute produzieren, sehe hingegen ganz anders aus. «Die neuesten Daten der Verbraucheranalyse in Deutschland zeigen, dass das öffentliche Ansehen der Werbeinhalte im Laufe der vergangenen Jahre sensationell gestiegen ist», betont Nickel. Demnach stimmen 2009 rund 59 Prozent der deutschen Bürger darüber überein, dass Werbung hilfreich für den Verbraucher sein kann. Dem ZAW-Sprecher zufolge sei der entsprechende Wert 2004 noch bei lediglich 44 Prozent gelegen. Angesichts der miserablen Imagewerte befürchtet der AA-Vorsitzende, dass auch der Ruf nach stärkeren rechtlichen Rahmenbedingungen für Werbung immer lauter werden könnte. «Der Verlust des öffentlichen Vertrauens öffnet jenen Politikern die Tür, die der ziemlich arroganten Auffassung sind, dass es den Konsumenten an eigener Urteilskraft mangelt und sie deshalb vor dem, was wir mit ihnen anstellen, beschützt werden müssen», wird Lefroy vom Guardian zitiert. «Obwohl sich die Situation in Großbritannien durchaus anders darstellt als in Deutschland, sehe ich diese Gefahr prinzipiell auch hierzulande gegeben. Was das Richtlinienkorsett betrifft, in das Werbung gezwängt wird, liegt das Problem aus Sicht Deutschlands aber eindeutig in Brüssel, wo die stärksten Eingriffe stattfinden», meint Nickel.
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