Die IV ist Auftraggeberin der umstrittenen Plakatkampagne
Hinter der umstrittenen Plakatserie mit Sätzen wie «Behinderte kosten uns nur Geld», «Behinderte sind dauernd krank» oder «Behinderte liegen uns auf der Tasche» steht die IV.
Am Donnerstag wurden die umstrittenen Plakatsprüche mit Zusätzen ins richtige Licht gerückt. So prangt unter dem oben zitierten Spruch seither in einer anderen Farbe der Zusatz: «Wenn wir ihre Fähigkeiten nicht nutzen».
Der Leiter des Geschäftsfelds IV des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) zeigte sich überzeugt, mit der Art der Kampagne richtig zu liegen. Ziel der IV sei die Wiedereingliederung von möglichst vielen Behinderten in die Arbeitswelt, erklärte du Bois-Reymond. Um das zu erreichen, müsse bei den Nichtbehinderten ein Denkprozess ausgelöst werden. Vertreter von Behindertenorganisationen befürchten gegenteilige Reaktionen. Mit diesen Sprüchen würden die Vorurteile noch zementiert. Die IV-Verantwortlichen räumten ein, dass dieses Risiko bestehe, dass man im Dienste der Sache aber damit leben müsse. Auch sei die Akzeptanz der Kampagne bei Behinderten nicht breit getestet worden.
Nicht alle Behinderte stossen sich an der Kampagne. Der Leiter des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Peter Wehrli, der selber auf den Rollstuhl angewiesen ist, beglückwünschte die IV für den Mut. «Endlich hat die IV den Stier bei den Hörnern gepackt», sagte er.
Der Leiter des Geschäftsfelds IV des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) zeigte sich überzeugt, mit der Art der Kampagne richtig zu liegen. Ziel der IV sei die Wiedereingliederung von möglichst vielen Behinderten in die Arbeitswelt, erklärte du Bois-Reymond. Um das zu erreichen, müsse bei den Nichtbehinderten ein Denkprozess ausgelöst werden. Vertreter von Behindertenorganisationen befürchten gegenteilige Reaktionen. Mit diesen Sprüchen würden die Vorurteile noch zementiert. Die IV-Verantwortlichen räumten ein, dass dieses Risiko bestehe, dass man im Dienste der Sache aber damit leben müsse. Auch sei die Akzeptanz der Kampagne bei Behinderten nicht breit getestet worden.
Nicht alle Behinderte stossen sich an der Kampagne. Der Leiter des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Peter Wehrli, der selber auf den Rollstuhl angewiesen ist, beglückwünschte die IV für den Mut. «Endlich hat die IV den Stier bei den Hörnern gepackt», sagte er.
















