Meta Design stärkt internationale Ausrichtung

Neuorganisation bei Meta Design: Kreativdirektor André Stauffer und Simon Neuner, Leiter der Beratung, wurden ins Management von Meta Design Zürich berufen. Alexander Haldemann, Partner bei Meta Design Zürich, übernimmt den Vorsitz der Geschäftsleitung in San Francisco.

Zur neuen Geschäftsleitung gehören damit Alexander Haldemann, André Stauffer, Bruno Schmidt und Simon Neuner. Die Agentur will mit diesem Schritt die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und den USA intensivieren sowie internationale Auftraggeber an den Standorten Zürich, Beijing, Berlin und San Francisco besser bedienen können. Meta Design San Francisco wurde 1992 gegründet und arbeitet mit Kunden wie Adobe, Apple, Four Seasons Hotels, Intel, Palm, Ralph Lauren, Symantec, Xerox und Yahoo zusammen.

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Bildlegende (v.l.n.r.:): Alexander Haldemann, André Stauffer, Simon Neuner und Bruno Schmidt.

Kretz: Schweizer Optiker neu im Titelportfolio

Die Kretz AG, eine Tochter der Zürichsee Medien, vermarktet ab dem 1. Januar 2010 die Fachzeitschrift Schweizer Optiker. Zeitgleich wechselt der heutige Kundenberater Daniel Baer von Publicitas Publimag zu Kretz nach Stäfa.

Der Schweizer Optiker wird vom LZ Fachverlag herausgegeben und besitzt das Gütesiegel Q-Publikation. Die Fachzeitschrift erscheint elf Mal pro Jahr mit einer Druckauflage von 2’400 Exemplaren respektive einer Wemf-beglaubigten Auflage von 1’635 Exemplaren.

SF: Mehr Zuschauer als im September – mehr Onlinenutzer

Das Schweizer Fernsehen hat im Oktober 2009 einen Marktanteil von 34,1 Prozent erreicht und liegt damit im Vergleich zum Vorjahresmonat 1 Prozentpunkte höher. Das Interesse am Multimediaangebot nimmt weiterhin zu.

Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat kam vor allem aufgrund viel beachteter Fussballübertragungen (WM-Qualifikation, Champions League, Euro League) und erfolgreicher Samstagabendshows («Benissimo», «Happy Day», «Wetten, dass..?») zustande. Ausser am Tag (minus 0,2 Prozentpunkte) legte SF in allen Zeitabschnitten zu: am Vorabend um 0,3 Prozentpunkte, am Hauptabend um 1,4 Prozentpunkte, am Spätabend um 1,5 Prozentpunkte und in der Nacht um 2,3 Prozentpunkte. Im Vergleich zum Jahresmittelwert 2008 – mit hohen Werten dank den Olympischen Spielen und der Fussball-Europameisterschaft – liegt SF im Schnitt von Januar bis Oktober 2009 um 1,0 Prozentpunkte zurück.

Nutzerzuwachs bei Onlineplattform
Durchschnittlich 258’100 Visits pro Tag zählte Sf.tv im Oktober 2009. Verglichen mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einer Zunahme von 36 Prozent. Das meistbesuchte Angebot ist die «SF Meteo»-Plattform mit 76’800 Visits pro Tag, gefolgt von «SF Sport» mit 62’700 Visits pro Tag. Die Videozugriffe haben sich gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu verdoppelt: Im Schnitt schauten sich die Internetnutzer im Oktober 2009 täglich 144’000 Mal Videos an. Hinzu kommen pro Tag 9‘500 SF-Videoviews via Youtube. Die Anzahl der Podcast-Downloads lag bei 24’300 pro Tag.

SRG: Initiative für Schweizer Dokumentarfilme

Die SRG unterstützt künftig mit rund 80'000 Franken pro Jahr die Entwicklung von bis zu sieben Schweizer Dokumentarfilmen. Ende Oktober wurden erstmals Gelder gesprochen: Drei Filmprojekte erhielten im zweiten Halbjahr 2009 einen Zustupf.

Das Selektionskomitee hatte laut einem Communiqué der SRG vom Montag die Auswahl aus 32 Projekten. Es entschied sich für «Die Reise zum sichersten Ort der Erde» von Edgar Hagen (15’000 Franken), «Schneeweisschen & Rosenrot» von Mirjam von Arx (15’000 Franken) sowie «Vaters Garten» von Peter Liechti (10’000 Franken).

Schreibszene Schweiz: Sechs neue Absolventen

Sechs Texterinnen und Texter haben den Studiengang Dipl. Texter/in Schreibszene Schweiz bestanden. Zwei davon schlossen mit dem Prädikat summa cum laude ab.

Beste Absolventinnen, mit der Bewertung «hervorragende Leistung» (summa cum laude) sind Elisabeth Frey, Communications Manager bei Haworth Schweiz und Manuela Gili Sidler, die als freischaffende Journalistin tätig ist. Der Lehrgang Dipl. Texter/in Schreibszene Schweiz dauert ein Jahr und wird in Zürich und Bern durchgeführt. In Basel und Luzern kann jeweils das erste Modul absolviert werden. Für die Leitung der Prüfungskommission wurden die Textprofis Paul Girard von Girardtext und Stefan Meier, alias Direktmeier, verpflichtet. Der nächste Lehrgang startet im Februar 2010 in Bern.

Blue Spirit: Online-Marketing ausgebaut

Blue Spirit Communications baut seine Onlinekompetenz weiter aus. Nico Podgorny übernimmt per anfangs November die Position des Director Online-Marketing bei der Agentur.

Nico Podgorny war in seiner letzten Funktion als Leiter Online-Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung bei Swissclick tätig. In dieser Funktion zeichnete er während fünf Jahren für den Aus- und Aufbau von Swissclick iSolutions verantwortlich und betreute unter anderem Kunden wie CSS Krankenkasse, Toyota Schweiz, Interhome, Jelmoli Visa Bonus Card, Cablecom, Credit Suisse, sowie Marionnaud Parfumeries im Bereich Online-Marketing.

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Das Online-Marketing Team (v.l.n.r.): Jasmin Kaltenegger (AD, Multi-Media-Designerin), Nico Podgorny (Director Online-Markting), Céline Grossenbacher (Account Manager).

Edipresse: 12 Stellen gerettet

In den Zeitungsredaktionen des Westschweizer Medienunternehmens Edipresse müssen statt 27 lediglich 15 Kündigungen ausgesprochen werden. Zwölf Stellen konnten dank Verhandlungen der Gruppe, der Koordination der Redaktionen und Impressum gerettet werden.

Solidarität unter den Journalisten habe zu dem Resultat geführt, sagte Dominique Diserens, Zentralsekretärin der Mediengewerkschaft Impressum, zu einer Mitteilung von Impressum vom Freitag. Zwischen 30 und 40 Personen hätten angeboten, ihre Pensen zu reduzieren oder gar freiwillig zu gehen. Edipresse bestätigte gemäss SDA die Angaben von Impressum. Das Ergebnis sei dank der Dialogbereitschaft, der Koordination der Redaktionen und der Gewerkschaft Impressum zu Stande gekommen, hiess es. Konkret kann die Tribune de Genève auf vier von fünf vorgesehenen Kündigungen verzichten, Le Matin auf drei von sechs und 24 Heures auf vier von elf. nEine Stelle konnte bei den übrigen Titeln von Edipresse erhalten werden. Laut Diserens werden die Kündigungen Anfang kommende Woche ausgesprochen.
Edipresse hatte am 9. Oktober angekündigt, 100 Vollzeitstellen zu streichen, 30 in den Redaktionen, 50 in der Druckerei in Bussigny und 20 bei den technischen Diensten. Für die Stellen ausserhalb der Redaktionen waren die Verhandlungen am Freitag noch im Gang.

Leuenberger nicht ganz glücklich über Konzessionshandel

Bundesrat Moritz Leuenberger zeigt sich über den voraussichtlichen Verkauf der UKW-Konzession von RMC Züri an Radio Energy Zürich nicht ganz glücklich. Seiner Ansicht nach widerspricht der Verkauf dem Sinn des Radio- und Fernsehgesetzes, nicht aber dessen Wortlaut.

Das Gesetz wolle nämlich vor allem, dass auch unabhängige Veranstalter Radio machen können, erklärte der Medienminister in einem schriftlich geführten Interview mit dem Tages-Anzeiger vom Samstag. Das funktioniere natürlich nicht, wenn sie ihre Konzession sofort weiterverkauften. Doch manche Medien seien heute rein wirtschaftliche Unternehmen. Wenn das grosse Geld locke, lasse sich manch revolutionärer Pionier seinen rebellischen Aufbruchgeist ganz gerne vergolden; das sei nicht nur bei den Medien so, wird Leuenberger von der Nachrichtenagentur SDA zitiert. Seiner Ansicht nach sollten unabhängige Veranstalter gegenüber potenten medialen Grosskonzernen bevorzugt werden, um einen möglichen Machtmissbrauch zu verhindern. Doch das Parlament habe es anders gewollt: Nur bei gleichwertigem Angebot werde der Unabhängige bevorzugt. Man müsse sich fragen, ob das Gesetz wieder geändert werden müsse, findet Leuenberger: Doch das gehe nie schnell, schon gar nicht bei Gesetzen über die Medien.
Auch positive Seiten
Als er vom Konzessionshandel erfahren habe, sei im der Spruch «Geld regiert die Welt» durch den Kopf gegangen. Positiv sei jedoch, dass die 60 Angestellten von Radio Energy Zürich ihre Stelle nicht verlieren, und dass die vielen Hörer, die sich eingesetzt hätten, ihren Lieblingssender behalten könnten. Im Programm von Radio Energy Zürich müssen laut Leuenberger die gleichen Informationsleistungen garantiert sein, wie sie im Gesuch von RMC Züri von Giuseppe Scaglione formuliert waren. Nur wenn diese Prüfung positiv ausfalle, werde die Konzessionsübertragung bewilligt. Und dann werde die Qualität der Informationssendungen regelmässig überprüft.
Leuenbergers Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat schon mehrmals Übertragungen von Konzessionen genehmigt. In diesem Jahr beispielsweise in Basel und Genf und 2007 in Zürich jene von Radio Tropic auf Radio 1 von Roger Schawinski.
Ringier hatte am Freitag mitgeteilt, dass man sich mit Giuseppe Scaglione über den Handel einig und das Übertragungsgesuch beim UVEK eingereicht worden sei. Scaglione tritt seine UKW-Konzession für den Grossraum Zürich ab. Damit könnte Energy, dessen Konzession für den Raum Zürich/Glarus Ende 2009
ausläuft, ohne Unterbruch auf derselben Frequenz weitersenden. Scaglione betreibt lediglich noch den Jugenseder Radio 105.

Plant Apple Einstieg ins TV-Geschäft?

Laut «All Things Digital», dem Weblog des Wall Street Journal, soll Apple-Boss Steve Jobs nach der Musikindustrie und Telecombranche als Nächstes das Fernsehgeschäft umkrempeln.

Mehrere Quellen sollen der Wirtschaftszeitung bestätigt haben, dass derzeit Mitarbeiter des kalifornischen Computerherstellers bei US-Sendern hausieren, um diese als Partner für ein geplantes Abo-Bezahlmodell für TV-Programme zu gewinnen. Dies schreibt die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Cablecom würde einen allfälligen Einstieg von Apple im Schweizer Markt begrüssen. Man glaube an die Vielfalt und die freie Wahl, so Sprecherin Deborah Bucher auf Anfrage der Sonntagszeitung. Die Swisscom wollte die Gerüchte nicht kommentieren.

Zu guter Letzt: Wie die EVP die Schweizer Jugend retten will

Die Evangelische Volkspartei Schweiz (EVP) will die Schweizer Jugend vor den bösen Rammstein-Buben schützen – das Cover der aktuellen CD scheint das Fass zum überlaufen gebracht zu haben.

Wie EVP-Präsident Heiner Studer der Zeitung Sonntag bestätigte, wird die Partei in der Novembersession eine dringliche Anfrage machen. Wie es in Deutschland bereits der Fall, soll das Album für Jugendliche nicht mehr zugänglich sein – in unserem Nachbarland darf die Scheibe weder ausgestellt noch beworben werden. Argumentiert wird dort damit, dass das Cover «jugendgefährdende Darstellungen von Sadomasopraktiken» zeige. Die Single mit dem skandalösen Titel «Pussy» animiere ausserdem «in Zeiten von Aids zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr». Die EVP Schweiz schliesst sich dieser Argumentation an. Ob die Verbreitung des HIV-Virus und die Anzahl jugendlicher Sadomaso-Leichen durch ein Rammstein-Verbot eingedämmt werden kann, wird sich zeigen – falls die Forderung der Partei in der Novembersession auf offene Ohren stösst.

Das Corpus Delicti:

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Nationalratskommission will Unterstützung der Medien fortführen

Die Staatspolitische Kommission (SPK) des Nationalrats sorgt sich um die kriselnde Medienbranche. Sie will deshalb, anders als der Bundesrat, die 2007 beschlossene Unterstützung der Regional- und Kleinverleger sowie der Mitgliedschaftspresse unbefristet fortführen.

Dazu will die SPK der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) einen Vorschlag zur Revision der Postgesetzgebung unterbreiten, wie die Parlamentsdienste am Freitag gemäss SDA mitteilten. Allerdings sei es wichtig, dass die Wirksamkeit der Posttaxenverbilligung überprüft und nach alternativen Mitteln der Presseförderung gesucht werde. Mit einem Kommissionspostulat will die SPK den Bundesrat beauftragen, einen entsprechenden Bericht auszuarbeiten.

Aktion Medienfreiheit zur Konzessionsübertragung

Die Aktion Medienfreiheit zeigt sich erfreut, dass sich für Radio Energy Zürich durch die Übertragung der Konzession von Radio Monte Carlo vorbehältlich der Zustimmung des Uvek die Möglichkeit ergibt, weiter zu senden. Die vorliegende Situation dokumentiere jedoch auch die massiven Defizite des neuen Radio- und Fernsehgesetzes.

Die Aktion Medienfreiheit sei erfreut über die Einigung zwischen Radio Energy und Radio Monte Carlo, heisst es in einem Communiqué. Diese Übereinkunft spreche für das Verantwortungsbewusstsein und die Umsichtigkeit der privaten Sender. Es sei erfreulich, dass die rund 60 Arbeitsplätze bei Radio Energy gerettet werden konnten und die Hörer weiterhin auf ihren Sender zählen können. «Umgekehrt zeigt diese Situation schonungslos auf, welch erhebliche Mängel das neue RTVG beinhaltet. Die Konzessionsvergabe durch staatliche Instanzen ist ordnungs- und medienpolitisch falsch, wie diverse Fehlentscheide in der Suisse Romande, in der Innerschweiz oder auch auf im Raum Zürich dokumentieren. Der Staat ist mit dieser Aufgabe überfordert.»

«Wer Radio machen möchte, sollte dies tun können»
Es sei aus liberaler Sicht, aber auch unter staatspolitischen Gesichtspunkten falsch, dass staatliche Instanzen darüber befinden, welcher Sender in welcher Region welches Programm ausstrahlen dürfe beziehungsweise soll. Dass die Programme anschließend staatlich kontrolliert und bewertet würden, sei ebenso wenig zielführend. «Wer als Unternehmer Radio machen möchte, sollte dies auch tun können. Aus diesem Grund setzt sich die Aktion Medienfreiheit seit langem für eine bessere Versorgung der privaten Sender mit UKW-Frequenzen ein. Die Aktion Medienfreiheit wird sich mit Nachdruck und Überzeugung für eine freiheitliche Medienordnung und die Teilrevision des RTVG einsetzen. »

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