SF: Neuer Moderator für die «Tagesschau»

Mario Grossniklaus wechselt von Radio DRS zum Schweizer Fernsehen. Der 33-Jährige ergänzt ab Februar 2010 das Moderationsteam der «Tagesschau».

Mario Grossniklaus arbeitet seit zehn Jahren als Redaktor, Moderator und Produzent für verschiedene Nachrichtenformate von Schweizer Radio DRS, aktuell als Produzent der Frühinformationssendung «Heute Morgen». Er wird nach einer Einarbeitungszeit – voraussichtlich ab März des nächsten Jahres – die «Tagesschau»-Ausgaben am Mittag, um 18 Uhr sowie in der Nacht moderieren.

Medienverbände gründen neuen Dachverband

Die drei Medienverbände Forum Corporate Publishing (FCP), der Fachverband Medienproduktioner (f:mp.) und die Corporate TV Association (CTVA) haben beschlossen, im ersten Quartal 2010 einen gemeinsamen Dachverband zu gründen. Die neue Verbandskonstruktion wird mehr als 700 Unternehmen und ihre Kommunikationsvertreter unter einem gemeinsamen Interessensdach bündeln.

Ziel der Vereinigung ist es, eine neue Gemeinschaft im Gesamtmarkt der Corporate Communication aufzubauen. Zusätzlich sollen gemeinsame Interessen bei gleichzeitiger inhaltlicher Autonomie der einzelnen Mitgliedsverbände durch eine integrierte Kooperationsplattform dargestellt werden. Ausgangspunkte für die Gründung seien die weitreichenden Veränderungen in der Medienlandschaft, heisst es in einem Communiqué vom Montag. Die Palette der verfügbaren Kommunikationsinstrumente erweitert sich mit erhöhtem Tempo und die verschiedenen Medienformen wachsen immer mehr zusammen. Eine Zusammenarbeit der Verbände sei deshalb eine logische Schlussfolgerung.

Über die Verbände
Im Forum Corporate Publishing sind rund 100 CP-Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie bieten Dienstleistungen für alle Bereiche der Unternehmenskommunikation. Das Forum ist Europas grösste Vereinigung von Corporate Publishing-Dienstleistern und feiert 2009 sein 10-jähriges Verbandsjubiläum. Die Corporate TV Association (CTVA) widmet sich ausschliesslich der Thematik Corporate TV und deckt über seine rund 70 Mitglieder die gesamte Bandbreite von Bewegtbild in der Unternehmenskommunikation ab. Der f:mp. ist ein unabhängiger Berufsverband mit rund 520 Mitgliedern, der den Medienproduktioner in seiner täglichen Arbeit unterstützt. Als wesentliche Aufgabe übernimmt er den Part der Aus- und Weiterbildung.

Neue Postgesetzgebung: SDV lädt zur Diskussion ein

Als Versender von Werbung auf dem Postweg sind die Mitglieder des Schweizer Direktmarketing Verbandes SDV und ihre Werbeauftraggeber direkt von der neuen Postgesetzgebung betroffen. Der SDV lädt deshalb zum Themenanlass «Zwischen Monopol und Markt: Neue Postgesetzgebung» ein.

Der Anlass findet am Donnerstag, 3. Dezember 2009, im Mövenpick Hotel Zürich-Regensdorf statt. Weitere Informationen und Anmeldung: Sdv-asmd.ch.

Radio 1: Marc Jäggi wird Chef Moderation

Morgenmoderator Marc Jäggi übernimmt bei Radio 1 neu auch das Amt des Chefs Moderation. Die Besetzung der Chefredaktoren-Position soll in den nächsten Wochen erfolgen.


In seiner neuen Funktion als Chef Moderation wird Marc Jäggi unter anderem für Medienpartnerschaften und Promotionsaktivitäten zuständig sein, die im neuen grossen Sendegebiet massiv verstärkt werden sollen. Der 34-Jährige hat kürzlich den Lehrgang als Wirtschaftsfachmann VSK abgeschlossen.

Le Temps: Chefredaktor Jean-Jacques Roth gibt Funktionen ab

Der Direktor und Chefredaktor des Westschweizer Le Temps, Jean-Jacques Roth, gibt seine Funktionen ab. Die Geschäftsleitung übernimmt die stellvertretende Direktorin Valérie Boagno. Für die redaktionelle Leitung sucht die Zeitung einen neuen Chefredaktor.

Jean-Jacques Roth bleibe bis zur Ernennung seines Nachfolgers im Amt, teilte Le Temps am Freitag mit. Seine Aufgabe wird es insbesondere sein, den in diesem Herbst in Angriff genommenen Prozess der Umgestaltung der Redaktionstätigkeiten fortzusetzen. Roth hatte seit fünf Jahren sowohl die Geschäfts- wie auch die Redaktionsleitung inne. Diese beiden Funktionen werden nun getrennt. Weil die Belastung zu gross geworden sei, habe er selbst dem Verwaltungsrat die Aufteilung vorgeschlagen, sagte Roth der Nachrichtenagentur SDA. Die neue Struktur erlaube es ihm, sich voll auf die redaktionelle Arbeit zu konzentrieren. Roth liess offen, ob er nach der Abgabe der Chefredaktorenfunktion beim Le Temps bleiben werde. Die Westschweizer Zeitung mit Sitz in Genf befindet sich im Umbau – sowohl was die Struktur wie auch die Inhalte betrifft.
Jean-Jacques Roth und Valérie Boagno waren 1998 an der Gründung von Le Temps beteiligt und haben das Unternehmen während der letzten fünf Jahre in enger Zusammenarbeit geführt: sie als Verkaufsdirektorin und dann als stellvertretende Direktorin und er als stellvertretender Chefredaktor, dann ab 2002 als Chefredaktor und schliesslich seit 2004 als Direktor und Chefredaktor.

Kreativ-Ranking 2009

In der Werbewoche vom 17. Dezember erscheint das alljährliche Kreativ-Ranking. Agenturen oder Agenturgruppen können ihre gewonnen Auszeichnungen bis 7. Dezember eintragen.

Unter dem Link Kreativ-Ranking kann ein Excel-File downgeloadet werden, in dem die gewonnen Auszeichnungen pro Agentur oder Agenturgruppe eingetragen werden können. Jede Agentur kann zusätzlich zu den vorgegebenen Wettbewerben (siehe Liste) aus zwei internationalen und zwei nationalen Awards für sich diejenigen zwei auswählen, die ebenfalls für das Ranking zählen sollen. Es sind dies: Epica, London International Award, Swiss Poster-Award und Edi. Das ausgefüllte Excel-File muss bis spätestens bis 7. Dezember bei der Werbewoche eingereicht ([email protected]) werden.

Zu guter Letzt: Gehören Homestories bald der Vergangenheit an?

Homestories, Bilder von der Hochzeit und später vom Nachwuchs – Hauptsache man ist in den Medien. Genau das scheint das Credo vieler Schweizer Politiker zu sein. Eine, die es ohne diese Tricks nach oben geschafft hat, ist die frisch gekürte Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. Ist eine Trendwende in Sicht?

Chantal Galladé und Christoph Blocher sind nur zwei Beispiele aus der Politlandschaft, die sich nicht scheuen, den Medien die Haustüre zu öffnen und Einblick in ihr Privatleben zu gewähren. Präsentation und Inszenierung ist das A und O. Wer Karriere machen will, der muss die Ich-AG vermarkten. Aber wie hat denn Pascale Bruderer den Weg nach oben geschafft? Für Homestories ist sie nicht zu haben, der Schweizer Illustrierten hat sie wiederholt abgesagt und von ihrer Hochzeit gab es nur eine Kurzmitteilung in der Zeitung Sonntag ohne Fotos. Ihre höhere Medienpräsenz verdanke die Jungpolitikerin vor allem ihrer Wahl zur jüngsten Nationalrätin 2002, so das Blatt. Ansonsten hätte ihr die Zurückhaltung wohl nicht mehr Medienaufmerksamkeit gebracht. Bruderer dürfte deshalb ein Einzelfall bleiben, von einer Trendwende kann keine Rede sein. Wer also kein anderes Ass im Ärmer hat, der muss wohl auch weiterhin auf herkömmliche Mittel zurückgreifen. Die Konsumenten dürfen aufatmen, für Spannung ist gesorgt.

Comedia: Grünes Licht für Fusion mit Gewerkschaft Kommunikation

Die Mediengewerkschaft Comedia hat an ihrem Kongress am Samstag in Bern der Fusion mit der Gewerkschaft Kommunikation deutlich zugestimmt. Von den 93 Delegierten sprach sich nur einer gegen ein Zusammengehen aus. Zudem wurde das Co-Präsidium Danièle Lenzin und Roland Kreuzer für ein weiteres Jahr bestätigt.

Das Fusionskonzept sei nach intensiven Diskussionen gutgeheissen worden, teilte Comedia mit. Nun sind die Mitglieder der grösseren Gewerkschaft Kommunikation am Zug. Diese treffen sich Anfang kommender Woche in Bern und befinden ihrerseits über eine mögliche Fusion. Durch einen Zusammenschluss der beiden Gewerkschaften entstünde gemäss Unia die zweitgrösste Gewerkschaft innerhalb des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Die vereinte Gewerkschaft soll gemäss Fusionskonzept per 1. Januar 2011 gegründet werden. Sie würde 48’000 Mitglieder zählen.
Die Gewerkschaft Comedia ist in der grafischen Industrie, in der Verpackungs-, Medien- und der Buchbranche verankert. Sie hat rund 13’000 Mitglieder. Die Gewerkschaft Kommunikation ihrerseits hat ihre Wurzeln bei den Angestellten von Betrieben der ehemaligen PTT. Ihr gehören rund 35’000 Mitglieder an.

Dreierfusion im März 2009 gescheitert
Im März war eine Dreierfusion zwischen dem Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod), der Gewerkschaft Kommunikation und der Comedia gescheitert. Die Strukturen und Bedürfnisse der drei Gewerkschaften seien zu unterschiedlich, hiess es damals. Während die Gewerkschaft Kommunikation und Comedia national und überregional arbeiteten und bestimmte Branchen verträten, organisiere der vpod hauptsächlich das Personal regionaler und lokaler Arbeitgeber, die branchenübergreifend tätig seien.

Eurobest 2009: Beste Printwerbung stammt von Euro RSCG

Die Gewinner des diesjährigen Kreativwettbewerbs Eurobest 2009 stehen fest: Die Zürcher Agentur Euro RSCG gewann mit ihre Kampagne für das Zürcher Kammerorchester in der Kategorie «Print» einen Grand Prix. Als weitere Schweizer Agenturen wurden Saatchi & Saatchi, SFLB und Futurecom ausgezeichnet.

Saatchi & Saatchi schaffte es gleich in mehreren Kategorien aufs Podest: Für ihre Arbeiten für Novartis wurde die Agentur in der Kategorie «Outdoor» mit Silber sowie mit Bronze ausgezeichnet. Auch in der Kategorie «Radio» konnten sich die Werber Bronze sichern. Die Aktion von SFLB für das Cabaret Voltaire wurde in der Disziplin «Media» mit Gold, die Arbeit von Futurecom für Reporter ohne Grenzen mit Bronze belohnt. Die mit dem Grand Prix ausgezeichnete Kampagne von Euro RSCG wurde zudem in der Kategorie «Outdoor» mit Silber ausgezeichnet.
Die Jury musste dieses Jahr über 4’200 eingereichte Arbeiten bewerten. Rund 665 schafften es auf die Shortlist, insgesamt 282 wurden ausgezeichnet: 37 in der Kategorie «TV/Cinema», 30 in «Print», 34 in «Outdoor», 25 in «Direct», 13 in «Sales Promotion», 9 in «Radio», 37 in «Interactive», 48 in «Media», 22 in «Design», 21 in «Craft» und 6 in «Integrated».

>Zu den Gewinnern

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SRG: Jährlich fehlen über 50 Millionen Franken

Der SRG fehlen zur Erfüllung ihres Leistungsauftrags in der Periode 2011-2014 durchschnittlich 54 Millionen Franken pro Jahr. Zu diesem Schluss kommt der Bericht Finanzbedarf 2011-2014, den die SRG am Freitag dem Bundesrat eingereicht hat.

Ohne bereits eingeleitete Sparmassnahmen und Effizienzprojekte würde die durchschnittliche Finanzierungslücke mehr als doppelt so hoch ausfallen, teilte das Unternehmen laut SDA mit. Der Bundesrat müsse nun entscheiden, mit welchen einnahme- oder ausgabeseitigen Massnahmen die SRG ihre Finanzen wieder ins Lot bringen soll.
Zur Finanzierungslücke tragen laut SRG zwei Faktoren bei: Allein 40 Millionen Franken fehlen, weil viel mehr Menschen Ergänzungsleistungen beziehen und deshalb keine Gebühren zahlen müssen, als die Behörden angenommen und bei der Gebührenfestsetzung 2003 berücksichtigt haben. Zudem sei die Teuerung seit 2000 nicht mehr ausgeglichen worden. Der Bundesrat könne mit einnahmeseitigen Massnahmen der SRG ermöglichen, ihre Finanzlücke zu schliessen. Die SRG unterbreitet dem Bundesrat diesbezüglich mehrere Vorschläge. Dazu gehören rechtliche Voraussetzungen zum Generieren von zusätzlichen kommerziellen Einnahmen, beispielsweise durch Werbung und Sponsoring sowie im Online-Bereich. Weiter schlägt die SRG vor, dass die Landesregierung die Bundesbeiträge für Leistungen für das Ausland erhöht. Dies betrifft die Online- Plattform Swissinfo sowie 3SAT und TV5.
Falls die Einnahmen nicht erhöht werden können, müssten die Ausgaben weiter reduziert werden, stellt die SRG weiter fest. Mit den seit 2004 eingeleiteten und zurzeit laufenden Spar- und Effizienzprogrammen sei aber die Grenze erreicht, wo dies ohne Abstriche am Programmangebot zu realisieren sei. Die SRG werde allerdings erst in letzter Konsequenz auf angebotsstrategisch wichtige und beliebte Programme verzichten. Ein Leistungsabbau falle letztlich in die Kompetenz des Bundesrats, denn nur er könne konzessionierte Programme aufheben.
Zielorientiert und sorgfältig
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) habe in ihrem Bericht von 2006 anerkannt, dass die SRG innerhalb der gegebenen Strukturen mit den ihr zur Verfügung gestellten Mitteln zielorientiert und sorgfältig umgehe. Inzwischen habe die SRG dank der Strukturreform die Weichen Richtung Konvergenz und einer landesweiten Optimierung der Supportfunktionen gestellt. Damit könne die Effizienz der Gesamtorganisation mittelfristig erheblich erhöht werden.
Das gleichwertige Service-public-Angebot in den vier Sprachregionen verursacht der SRG SSR Kosten in der Höhe von 42 Prozent des Gesamtaufwands. Diese Kosten seien auftragsbedingt und auf die demographischen und kulturellen Besonderheiten der Schweiz zurückzuführen.
Bedrohlich für Programmqualität und Arbeitsplätze
Das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) erachtet die Tatsache, dass für die normale Weiterführung der jetzigen Programmleistungen massive Mittel fehlen, als bedrohlich für die Programmqualität und die Arbeitsplätze. Das Sparpotenzial sei bereits während den letzten Jahren komplett ausgeschöpft worden. Der zuständige Bundesrat müsse jetzt bezüglich der Frage einer Geführenerhöhung Farbe bekennen, teilte das SSM am Freitag mit. Es gebe aber auch interessante Finanzierungsmöglichkeiten, ohne dass die Gebühren signifikant erhöht werden müssen.
Die Medienkonsumentenorganisation Arbus hält die Einnahmensteigerung mittels mehr Werbung für falsch. Wenn die SRG weitere rechtliche Voraussetzungen zum Generieren von Einnahmen fordere, begebe sie sich auf einen nicht nachvollziehbaren Weg, teilte Arbus mit.
Aktion Medienfreiheit gegen Gebührenerhöhung
Die Aktion Medienfreiheit hält es in der heutigen wirtschaftlichen Situation für wenig angebracht, dass die Konsumenten nach 2007 eine weitere Gebührenerhöhung verkraften müssen. Sie sieht die Lösung in zusätzlichen Effizienzsteigerungen wie sie auch bei den privaten Medienanbietern wegen der massiven Einnahmeeinbussen aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes unausweichlich sind. «Weitere Werbemöglichkeiten führen gerade in der heutigen Werbekrise dazu, dass die privaten Anbieter weiter benachteiligt werden und deshalb vermehrt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten», so die Vereinigung in einem Communiqué. Auf diese Weise würde der Wettbewerb zusätzlich zu ungunsten der privaten Anbieter verzerrt.

Weber Benteli: Konkurs beantragt

Das Druckunternehmen Weber Benteli in Brügg bei Biel hat am Freitag die Bilanz deponiert und den Konkurs beantragt. Zuvor war die Übernahme durch einen Investor gescheitert. 270 Angestellten droht der Verlust ihrer Stelle.

Direktor Martin Brawand sagte am Freitag auf Anfrage der SDA, der zuständige Richter habe den Konkurs bereits genehmigt. Am Montag erscheine ein Sachwalter. Sämtliche 270 Angestellte in 250 Stellen müssten mit der Entlassung rechnen. Das Unternehmen war zuletzt nicht mehr liquide und kann die Novemberlöhne nicht bezahlen. Dafür wird nun voraussichtlich die kantonale Arbeitslosenkasse aufkommen, wie das kantonale Amt für Wirtschaft Beco am Freitag mitteilte. Laut Hans-Peter Graf von der Gewerkschaft Comedia begab sich eine Gruppe von Angestellten am Freitag vor das Gebäude, um dort ihre Wut über die neue Situation auszudrücken. Comedia sei nicht überrascht – man habe von den Schwierigkeiten gewusst, so Graf.
Mit Sanierungsprogramm alles für Kostensenkung unternommen
In Schwierigkeiten geriet das Unternehmen wegen sinkender Auflagen von Zeitschriften und weil viel weniger Aufträge für Prospekte eingingen, wie Brawand weiter sagte. In einer Mitteilung spricht das Unternehmen von einer schwierigen konjunkturellen Lage mit einem Umsatzrückgang von 30 bis 40 Prozent. Die Geschäftsleitung habe mit einem «massiven Sanierungsprogramm alles unternommen», um die Kosten zu senken. Wegen der «dramatischen Margenerosion» sei eine weitere Anpassung der Kosten an das niedrige Ertragsniveau aber nicht mehr möglich. Deshalb müsse die Geschäftstätigkeit eingestellt werden. Aufgrund des konjunkturellen Umfelds und der «ruinösen Wettbewerbssituation» seien auch die Verhandlungen zur Übernahme des Unternehmens gescheitert. Der Konkursantrag sei unausweichlich geworden, weil aus den Vorjahren eine hohe Verschuldung bestehe.
Zu grossem Teil in deutschem Besitz
Weber Benteli produziert Image-, Werbe-, Geschäfts- und Verlagsdrucksachen für Agenturen, Dienstleistungs-, Handels- und Produktionsbetriebe in der Schweiz und in Europa sowie für die öffentliche Hand. Die Firma entstand 2008 aus dem Zusammenschluss des Bieler Unternehmens Farbdruck Weber und der Berner Benteli Hallwag. Letztere war ein Fusionsprodukt der aus dem Jahr 1899 stammenden Benteli AG Bern und der Druckerei Hallwag. Zwischen 2006 und April 2009 gehörte die Farbendruck Weber respektive die Weber Benteli AG der deutschen Beteiligungsgesellschaft Arques Industries. Sie verkaufte das Unternehmen im letzten Frühling den Münchner Finanzinvestoren ValueNet Capital Partners und dem Management. Den Finanzinvestoren aus Deutschland gehört laut Brawand der grösste Teil des Aktienkapitals.

Zürcher Regierungsrat ist «befremdet» über Konzessionsübertragung

Der Zürcher Regierungsrat ist «befremdet» über den Handel mit UKW- Radiokonzessionen. Er lehnt aus «grundsätzlichen Überlegungen» die Genehmigung der Konzessionsübertragung von Radio Monte Carlo Züri (RMC Züri) an Radio Energy Zürich ab.

Der Regierungsrat schlägt eine Neuausschreibung der Konzessionsvergabe vor. Zudem findet er, man müsste beim Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) ansetzen. Das Gesetz erscheint ihm «weder kohärent noch rechtsstaatlich erwünscht, wenn es nach aufwendigen Konzessionsverfahren derartige Transaktionen ermöglicht». Dies ist laut SDA dem am Freitag publizierten Schreiben des Regierungsrates an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zu entnehmen. Dieses hat ihn im Rahmen der Anhörung zur möglichen Konzessionsübertragung von RMC Züri an Radio Energy Zürich um eine Stellungnahme gebeten.
Energy Zürich war bei der UKW-Konzessionsvergabe vor einem Jahr leer ausgegangen. Somit müsste der Ringier-Sender den Betrieb Ende 2009 einstellen. Mit dem Kauf der Konzession von Giuseppe Scagliones RMC Züri könnte dies verhindert werden.
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