Flop der Woche: Zürcher Regierungsrat ist «befremdet»

Der Zürcher Regierungsrat ist «befremdet» über den Handel mit UKW-Radiokonzessionen. Er lehnt aus «grundsätzlichen Überlegungen» die Genehmigung der Konzessionsübertragung von Radio Monte Carlo Züri (RMC Züri) an Radio Energy Zürich ab. Der Regierungsrat schlägt eine Neuausschreibung der Konzessionsvergabe vor.

Der Zürcher Regierungsrat ist «befremdet» über den Handel mit UKW-Radiokonzessionen. Er lehnt aus «grundsätzlichen Überlegungen» die Genehmigung der Konzessionsübertragung von Radio Monte Carlo Züri (RMC Züri) an Radio Energy Zürich ab. Der Regierungsrat schlägt eine Neuausschreibung der Konzessionsvergabe vor. Zudem findet er, man müsste beim Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) ansetzen. Das Gesetz erscheint ihm «weder kohärent noch rechtsstaatlich erwünscht, wenn es nach aufwendigen Konzessionsverfahren derartige Transaktionen ermöglicht». Dies ist laut SDA dem am Freitag publizierten Schreiben des Regierungsrates an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zu entnehmen. Dieses hat ihn im Rahmen der Anhörung zur möglichen Konzessionsübertragung von RMC Züri an Radio Energy Zürich um eine Stellungnahme gebeten. Energy Zürich war bei der UKW-Konzessionsvergabe vor einem Jahr leer ausgegangen. Somit müsste der Ringier-Sender den Betrieb Ende 2009 einstellen. Mit dem Kauf der Konzession von Giuseppe Scagliones RMC Züri könnte dies verhindert werden.

Allink.creative realisiert Kampagne für die Six Telekurs Regulations Roadshow

Die Zürcher Agenur Allink.creative hat eine crossmediale Kampagne für die Six Telekurs Regulations Roadshow entwickelt. Die Kampagne stellt die Menschen der Finanzindustrie in den Vordergrund, die Gesetze und Richtlinien einhalten müssen.

Six Telekurs positioniert sich als Partner der Finanzindustrie für Regulations & Compliance. Im Rahmen der Regulations Roadshow beleuchtet SIX Telekurs die Hintergründe und Auswirkungen und Entwicklung diverser Regulierungen in den Finanzmärkten. Die Roadshow findet weltweit, zwischen September und Dezember 2009, in 18 Städten wie Zürich, New York, Brüssel und London statt.
Das Keyvisual der Kampagne besteht aus einer Menschenpyramide, welche Struktur, Zusammenhalt und Überblick kommuniziert. Das Thema der «Pyramide» zieht sich durch die ganze Kampagne. Die Basis bildet eine Microsite, bei der sich Interessenten informieren und anmelden können. Diese wird durch Printwerbung weltweit in Fachpresse und Wirtschaftsblättern beworben. Im Onlinebereich wird durch Webbanner sowie mit Newslettern auf die Microsite aufmerksam gemacht.
Neben dem visuellen Auftritt zeichnet Allink.creative auch für das Branding am Event sowie für Layout der umfassenden Regulations-Broschüre und das Design des Give Aways verantwortlich.
Verantwortlich bei SIX Telekurs: Christa Schwarz (Head of Marketing
Communications), Sara Ueberi (Eventmanager Marketing Communications,
Esther Zollinger (Marketing Communications). Verantwortlich bei Allink.creative: David Zangger (Creative Direction), Mike Walder (Beratung), Ron Kirchheimer (Projektleitung Online), Roswitha Brülisauer (Grafik), Monika Jagodzinski (Bildbearbeitung).
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Faire Preise für Qualitätsjournalismus

Neun Dinge, die Verleger tun oder lassen sollten, um dazu beizutragen, dass Qualitätsjournalismus im Zeitalter des Web 2.0 überleben kann. Gastkommentar von Stephan Russ-Mohl, Leiter des Europäischen Journalismus-Observatorium der Universität Lugano.

Die Katze ist aus dem Sack: Rupert Murdoch hat vor wenigen Tagen konkretisiert, zu welchem Preis er künftig seine Inhalte im Internet verkaufen möchte: Nutzer des Online-Angebots der britischen Times sollen täglich genauso viel bezahlen wie Leute, die das Blatt am Kiosk kaufen. Noch wissen wir nicht, ob dieser Schritt eine Zäsur bedeuten und das «Alles gratis»-Zeitalter beenden wird, denn als mutiger Vorreiter weiss Murdoch noch nicht, wie seine Wettbewerber reagieren werden. Nur wenn andere Grossverlage ihm schnell folgen, kann sein Coup gelingen.
Weil bei Leuten im Tagesgeschäft die Gefahr besteht, dass sie den Wald vor lauter Bäumen aus dem Blick verlieren, ist Murdochs Vorstoss ein Anlass, um vom Elfenbeinturm-Ausguck des Medienforschers neun Dinge vorzuschlagen, die Verleger tun oder lassen sollten, um dazu beizutragen, dass Qualitätsjournalismus im Zeitalter des Web 2.0 überleben kann.
1: Verleger sollten nicht Inhalte online verschenken, die sie in gedruckter Form verkaufen möchten.
2: Sie sollten nicht darauf vertrauen, dass sich Journalismus zu 100 Prozent oder auch nur überwiegend aus Werbung finanzieren lässt. Werbung wandert zwar mit den Publika ins Internet, aber nicht zwingend zu den News Sites – und vor allem das Massengeschäft mit Kleinanzeigen wird online auch in der Schweiz absehbar wegbrechen. Craigslist und Kijiji lassen grüssen.
3: Preisvorteile, die sich durch Online-Vertrieb ergeben, sollten Verleger an die User weitergeben. Wer die Kosten für Druck, Papier und Zustellung einsparen kann, sollte Kunden, die auf das Druckerzeugnis verzichten, daran teilhaben lassen. Ein Online-Abo darf also allenfalls halb so viel kosten wie ein Print-Abo. Murdochs Preis für die Online-Version der Times ist also zu teuer!
4: Wertvoll und kostbar ist aktuelle, hintergründige Information. Wenn sich in einer Zeitung, die zwei oder drei Franken kostet, Hunderte von neuen Artikeln befinden, ist es absurd, für einzelne alte Beiträge, die sich Leser aus dem elektronischen Archiv fischen wollen, ebenso viel Geld zu verlangen. Das wird als Wucher empfunden.
5: Qualitätsbewusste Verleger sollten die Schleusen für PR eher dichtmachen, als sie durch Abbau ihrer Redaktionen weiter zu öffnen. Denn auch die Kommunikationsverantwortlichen auf der Gegenseite sind kühle Rechner: Warum für teure Werbung bezahlen, solange man viele Botschaften kostengünstig und glaubwürdig über redaktionelle Angebote an seine Zielgruppen herantragen kann?
6: Verleger sollten nicht in Werbung und PR für ihre Häuser, Marken und Produkte investieren, ohne für journalistische Plattformen zu sorgen, auf denen über Medien und journalistische Produkte berichtet und diskutiert wird. Vor allem PR läuft ohne sie ins Leere. Qualitätsbewusstsein bei den Publika und damit auch Zahlungsbereitschaft für Medienprodukte wird – wenn überhaupt – durch verlässliche Information über Medien und Journalismus generiert.
7: Den Medienjournalismus zurückzufahren, mag zwar gesundem persönlichem Eigeninteresse der Mediengewaltigen entsprechen. Schliesslich möchte man als Verleger oder Chefredakteur nicht genauso vorgeführt werden, wie die eigene Redaktion tagtäglich Politiker und CEOs aus anderen Branchen an den Pranger stellt. Wer zu schneidig seine Eigeninteressen verfolgt, verhält sich indes fahrlässig gegen-über seinem eigenen Unternehmen und seiner Branche. Wie viele Autos weniger würden Premium-Anbieter wie Daimler, BMW, Audi oder Porsche verkaufen, gäbe es keine Auto-Seiten, keine Motorpresse und keine Formel-1-Berichterstattung? Und noch etwas: Von Politikern wissen wir, dass sie, um sich zu informieren, meist mehr auf Zeitungs- und TV-Berichte vertrauen als auf ihre Ministerien, Forschungsabteilungen und Geheimdienste. Womöglich wäre nicht nur den Publika, sondern auch Chefredakteuren und Medienmanagern mit solider journalistischer Information über den Medienbetrieb und die eigene Konkurrenz gedient – sie würden weniger im Nebel stochern und weniger Fehler wiederholen, die anderswo schon viel Geld gekostet haben.
8: Obschon die Netzeitung in Deutschland so-eben eingestellt wurde: Verleger, die heute qualifizierte Journalisten entlassen, müssen damit rechnen, dass sie einigen von ihnen morgen als Wettbewerber wiederbegegnen. Die Markteintritts-Barrieren im Online-Journalismus sind niedrig. Und wer nur im Netz agiert, sich also weder mit Drucktechnik, Vertriebslogistik noch mit Betriebsräten und Gewerkschaften herumschlagen muss, ist im Vergleich zu den grossen Tankern beweglich.
9: Einen Supertanker unterschätzen die Verleger indes bisher gewaltig, so wie sie lange Zeit Google und Craigslist unterschätzt haben: Im Netz, wo alle Medien konvergieren und Nachrichten-Websites künftig neben Texten und Bildern auch Podcasts und Videos anbieten müssen, wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu einem übermächtigen Wettbewerber. Die Verleger brauchen auch mehr Medienjournalismus, um eine gerechtere Verteilung dieser Gebührenmilliarden zu erreichen: weniger für Sport¬rechte, Seifenopern und Gottschalk-Shows, die sich auch übers Privatfernsehen finanzieren lassen; mehr öffentliche Gelder für Qualitätsjournalismus. Diese sollten dann allerdings nicht mehr nur einem Anbieter zugute kommen, sondern dem gesamte journalistischen «Ökosystem»: egal, ob es um die Finanzierung von Korrespondenten-Posten der NZZ in Afghanistan oder im Irak geht oder um investigative Recherchen der Südostschweiz oder des St. Galler Tagblatts im jeweiligen Kantönli.

Der Experte in den Medien

Letzte Woche in der Rubrik «Zu guter Letzt» auf Werbewoche.ch:

Wie müssen sich Experten in der Medienwelt präsentieren? Treten Fachvertreter in der «Tagesschau» auf, wirken stilbewusst gekleidete Personen oft kompetenter als ihre Kollegen mit einem etwas ausgefalleneren Kleidungsstil. Sollten Experten deshalb vor ihrem Fernsehauftritt zum Stilberater geschickt werden?
Hier die Probe aufs Exempel:
Bei dem sympathisch wirkenden Mann handelt es sich um den Politikwissenschaftler Claude Longchamp, der das Institut GFS Bern (Forschung für Politik, Kommunikation und Gesellschaft) leitet und in der Nachrichtensendung des Schweizer Fernsehens zur bevorstehenden Abstimmung eine Prognose abgibt.
Wie der Beitrag zeigt, sein Outfit ist Tarnung. Longchamp wirkt vor der Kamera souverän und seine Kleiderwahl sichert dem Auftritt die nötige Aufmerksamkeit. Ein Stilberater, vollkommen überflüssig. Je authentischer, desto besser. Und nebenbei: Etwas Pepp kann der Sendung ja nicht schaden.
Dass wir heute, nach der katastrophalen Fehleinschätzung von Politik-Prognose-Guru Longchamp zur Anti-Minarett-Initiative, noch einmal einen ähnlich wohlwollenden Kommentar schreiben würden, kann ausgeschlossen werden. Dass aber so unbedarfte Abstimmungsprognosen erst im Nachhinein von ihren Verfassern relativiert werden, ist nicht nur unschön, sondern wirft auch ein äusserst schlechtes Bild auf den gesamten Berufsstand der Prognostiker.
Die Glaubwürdigkeit von Abstimmungsprognosen wird in Zukunft gegen null tendieren, denn man wird sich noch lange an die diesjährige Flop-Prognose erinnern. Auch das Schweizer Fernsehen wird sich überlegen müssen, wie in Zukunft mit Abstimmungsprognosen umgegangen werden soll. Ganz ungefährlich sind solche Fehleinschätzungen ja leider nicht.
Ob ein etwas konservativerer Kleidungsstil von Claude Lonchamp dessen Glaubwürdigkeit in Zukunft verbessern würde, bleibe dahingestellt.
PCM
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Auflösung von Media Sales RMS: Personelle Veränderungen

Nachdem der bisherige Leiter der zentralen Ringier Online-Vermarktungseinheit Media Sales RMS, Ueli Weber, zurück zur Publigroupe wechselte, ergeben sich nun weitere Veränderunge. Wie der Verlag schreibt, übernimmt Patrick Baumberger, der die Verkaufsleitung von Media Sales verantwortet hat, im Digitalen Bereich neue Projekte unter der Führung von Thomas Trüb.

Weiter wechselte Roland Will gemäss Kleinreport.ch in die Ringier-Abteilung von Thomas Huwiler, Tommaso Porzio und Marco Spadacini sind neu bei Cash angestellt und Philipp Scheidegger wechselt auf Anfang 2010 zur Swisscom. Neu sind alle anderen, bislang bei Ringier Media Sales angestellten Personen bei der Blick-Gruppe beschäftigt.

www.kleinreport.ch

Aufgefallen

Aufgefallen ist der Werbewoche diesmal unter anderem eine neue Studie von Neo@Ogilvy, welche die Erfolgsfaktoren für Online-Vermarkter analysiert.

Kilian Gasser organisiert sich neu
Der freischaffende Werbeakquisiteur Kilian Gasser hat anstelle seiner bisherigen Einzelfirma eine GmbH unter dem Namen «Kilian Gasser Medienvermarktung» mit Sitz in Altdorf gegründet. Im Rahmen der Neuorganisation wurde das Corporate Design von Illustrator und Grafiker Samuel Jordi neu überarbeitet, die beiden Websites Kiliangasser.ch und Medienvermarktung.ch komplett neu entworfen und umgesetzt von der Mediengestalterin Barbara Hiltbrunner Bissig. Gasser betreut weiterhin die Mandate für die WOZ, inklusive der Geschäftsstelle für den Ökopool, die Unia-Mitgliederzeitung Work und das Magazin des Mieterinnen- und Mieterverbandes. Neu kommt 2010 zusammen mit Adelheid Kaegi die Betreuung der Zeitlupe von Pro Senectute dazu.
Der Kompass weist zum Erfolg
Eine neue Studie von Neo@Ogilvy analysiert die Erfolgsfaktoren für Online-Vermarkter. Dazu haben die Forscher die einschlägigen Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich befragt. Dabei zeigt es sich, dass der Preiskampf langsam an Bedeutung verliert. Mehr gewichtet wird die Qualität und die Anwendung innovative Technologien.

Risikobeurteilung – eine Chance für Ihr Unternehmen

Seit 2008 müssen Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung eine Risikobeurteilung durchführen. Doch viele Unternehmen tun sich schwer damit. Von Michael Krampf, lic. iur., Rechtsanwalt, Jurist und Redaktor beim Beobachter-Beratungszentrum.

Andreas W., Geschäftsführer einer Firma, die Software im Bereich nachhaltige Energie entwickelt und verkauft, war gar nicht begeistert, als er von der neuen Pflicht zur Risikoanalyse erfuhr. Schnell wollte er diese lästige Pflichtübung hinter sich bringen. Doch als er die Beurteilung zusammen mit seinem Treuhänder durchgeführt hatte, änderte er seine Meinung. Er erkannte Schwachstellen im Unternehmen, die ihm vor der Risikobeurteilung nicht bewusst waren, die er nun aber mit einfachen Massnahmen beheben konnte. Anhand der Gefahrenliste nimmt Andreas W. seither in regelmässigen Abständen eine Überprüfung vor.
Vielen Unternehmern geht es wie Andreas W., falls sie sich zur Risikoanalyse endlich durchringen konnten. Doch viele sehen in ihr nur einen gesetzlichen Papiertiger. Zu Unrecht, denn die Analyse bringt mehrere Vorteile:
– Schärfung des Risikobewusstseins: Häufig stossen Unternehmer erst mit der Analyse auf Risiken, derer sie sich bisher gar nicht bewusst waren.
– Optimierung der Versicherungsdeckung: Nur wer seine Risiken kennt, kann beurteilen, gegen welche er überhaupt eine Versicherung braucht. Es ist daher möglich, dass ein Unternehmen unnötige Versicherungen hat oder solche, die ein bestehendes Risiko ausschliessen, obwohl es besteht.
– Vermeiden von Leistungskürzungen: Wer es unterlässt, Risiken durch geeignete Massnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen, muss im Schadensfalls mit Leistungskürzungen rechnen.
Im Idealfall beauftragen Sie einen neutralen Versicherungsberater, Ihr Unternehmen auf mögliche Risiken zu durchleuchten. Dafür müssen Sie ein paar Tage Zeit und einige tausend Franken investieren. Sind Sie dazu nicht bereit und sind in Ihrer Firma die Verhältnisse überschaubar, genügt auch eine vereinfachte Beurteilung. Sitzen Sie mit einem Fachtreuhänder zusammen, der Ihre Branche genau kennt. Falls das nicht möglich ist, machen Sie die Analyse mit Ihrem eigenen Treuhänder. Wichtig ist, dass Sie mit jemandem diskutieren können, der Ihren Betrieb kennt und der auch bereit ist, Ihnen kritische Fragen zu stellen.
Zusammen mit dem Treuhänder gehen Sie die möglichen Risiken anhand einer Checkliste durch oder Sie verwenden dafür eine Software, die für wenige hundert Franken angeboten wird. So dauert die Analyse ein paar Stunden, wenn Sie sie das erste Mal durchführen. Später prüfen Sie nur noch, ob die aktuelle Situation noch mit dem Risikokatalog übereinstimmt. Dafür reicht eine Stunde.

Buchtipp
Buchset OR und ZGB für den Alltag
Holen Sie sich verbindliche Antworten zu Ihren alltäglichen oder speziellen Rechtsfragen: Vollständige Gesetzestexte mit leserfreundlichen Kommentaren, Gerichtsurteilen und vielen Beispielen.
Überarbeitete und aktualisierte Ausgabe September 2008
Beobachter-Buchverlag,
ISBN 978-3-85569-409-9,
2 Bände gebunden im Set
nur Fr. 99.-

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Neu für KMU: Rechtsberatung bei Fragen, die Ihr Unternehmen betreffen
Der neue Service des Beobachters: kompetente Rechtsberatung für KMU und ihre Mitarbeiter. 6 Monate für nur Fr. 99.– (Einführungspreis).
Sie erreichen die Rechtsexpertinnen und -experten montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 043 444 54 09. Zudem erhalten Sie vollen Zugriff auf die Beratungsplattform Helponline.ch und eine Beobachter-Zeitschrift alle 14 Tage. Im Preis inbegriffen ist auch ein Geschenk: das Standardwerk für KMU vom Beobachter-Buchverlag,
«So kommen Sie zu Ihrem Geld», im Wert von Fr. 48.–.
Bestellen Sie das Beratungsabonnement für KMU unter: www.werbewoche.ch oder per Telefon: 0800 83 0800.

Mission imaginable

Lösungen fürs 21. Jahrhundert könnten wir alle gebrauchen. Toto Ghali und Nico Tschanz haben sie bereits: Ihre Agentur 21solutions dreht in Operationssälen, bei Kongressen und Sportevents und produziert aus dem Material hochprofessionelle Filme für Mediziner und Sportfreaks.

Medizin und Sport passen wunderbar zusammen, sagt Toto Ghali. «Als Extremsportler im Half-Pipe-Skating habe ich 75 Frakturen überlebt. Das habe ich der Medizin zu verdanken.» Vor 15 Monaten gründete Ghali die Agentur 21solutions. Seine Idee: Videos und Clips für die Medizintechnik-Branche zu produzieren. 21solutions lässt bei Operationen und medizinischen Kongressen die Kamera laufen, holt Statements von Ärzten ein und produziert aus dem Material Filme ohne Sandmänncheneffekt. Die Videos dienen als Kongressdokumentationen oder werden für chirurgische Weiterbildungen und zum Transfer von Expertenwissen eingesetzt, beispielsweise vom weltweit führenden Medizintechnik-Ausbilder AO Foundation. Ausserdem unterstützen die Filme Ärzte dabei, sich miteinander auszutauschen, sowohl persönlich als auch über Online-Plattformen. Eine gute Portion Unterhaltung ist in den Videos durchaus gewollt. Durch Detailaufnahmen, Animationen sowie 2D- und 3D-Design wird der komplexe, nicht selten trockene Stoff leichter verdaulich. Auch Imagefilme für Medizintechnik-Unternehmen und Produkteclips hat 21solutions im Portfolio: Bewegte Bilder erklären zum Beispiel, wie ein Implantat funktioniert und wie es dem Patienten eingesetzt wird – und zwar so, dass es jeder versteht und Fachleute sich trotzdem nicht unterfordert fühlen. Dieses Standbein von 21solutions trägt das Label Medvisual.
Das Spielbein der Agentur heisst Lifestyles. Seit einem Jahr produziert 21solutions unter diesem Namen Lifestyle-Filme, insbesondere über Extremsportarten. Dabei geht es weniger ums Begreifen und Lernen, als vielmehr ums Miterleben. Und natürlich um Image. Für das Zürcher Mascotte hat die Agentur kürzlich die Europapremiere eines international mit Spannung erwarteten Mountainbike-Films organisiert. Der Chefkameramann von 21solutions begleitete für den Film einen Mountainbike-Profi nach Ligurien. Seinen Freeride vom Berg ins Dorf filmten sie aus einem Helikopter. Aus dem Material ist ein Kultfilm entstanden, mit dem das Mascotte im Oktober die Mountainbike-Szene begeisterte – und der sich perfekt als Hingucker für Outdoor-Messen oder Sportgeschäfte eignet. Aber es geht auch ruhiger: Ein stimmungsvoller Film über ein Golfturnier in Lenzerheide begeistert für den Sport auf dem löchrigen Rasen und ist eine schöne Erinnerung für die Turnierteilnehmer. Solche hochwertigen Imagefilme produziert 21solutions zum Beispiel auch für die Tourismus- und Reisebranche, für Hotels und Resorts.
Leidenschaft und Expertise
Toto Ghalis hohe Affinität zur Lifestyle-Branche stammt aus seiner Zeit als Extrem-Half-Piper. Mit 22 begann er, in der Welt herumzureisen. In Asien arbeitete er fünf Jahre im Im- und Export von Spielzeug und Sportartikeln, dann war er zwei Jahre bei einer EU-Stiftung beschäftigt, die sich für eine gute Ausbildung in der Orthopädie einsetzt. «Ich beobachtete, dass Filme und medizinische Ausbildung sich immer stärker in den digitalen Bereich verlagerten», erzählt Ghali. «Ausserdem sind in der medizintechnischen Industrie nur einige wenige Player präsent, die Werbung für ihre Implantate machen. Also kam ich auf die Idee, Videos und medizinische Bildung auf hohem Niveau miteinander zu kombinieren, und gründete 21solutions.» Als Producer mit Expertise in der Medizintechnik ist Ghali prädestiniert dafür, komplexe Sachverhalte in schlüssige Bilder zu übersetzen, unbeeinflusst von Interessen einzelner Unternehmen. Deshalb gilt 21solutions auch als Qualitätssicherer in der medizintechnischen Information.
Ghalis Partner ist Nico Tschanz. Tschanz hat Wirtschaftsinformatik studiert und über «Geschäftsmodelle in Internet und E-Business» promoviert. Er kennt das Netz wie seine Westentasche und verfügt über fundiertes Wissen im Online-Marketing. Bei 21solutions ist Tschanz der Experte für Nullen und Einsen und damit auch der richtige Ansprechpartner, wenn es Videos und Internet zu integrieren gilt. Sein Wissen ist zentral für den Erfolg der Agentur, denn E-Learning ist in der Medizinbranche kein Traum mehr, sondern Routine. «Movies gewinnen im Internet einen immer höheren Stellenwert», sagt Tschanz. «Unsere Kunden haben einen hohen Bedarf an Filmen, denn deren Zielgruppe tauscht sich sehr aktiv über Fachportale und Plattformen wie YouTube und Facebook aus. Die Anforderungen und Erwartungen steigen deshalb rasant. Endlich stimmen auch die Brandbreiten, genauso die Geräte bis in die Hosentasche. Darum können wir die Macht des bewegten Bildes nun endlich für professionelle Information, Imageaufbau und Ausbildung einsetzen.» So gesehen könnte 21solutions getrost auch 22solutions heissen, denn die Agentur hat ihre Nase hart am Wind der Zukunft.
Zum Agenturteam gehören ausserdem vier weitere Mitarbeiter: Der renommierte Kameramann Matteo Attanasio ist der Kopf der Produktion. Er hat Filme für Red Bull, MTV und Vox-Tours gedreht und kennt sich nicht nur in Kameratechnologie und Pre- und Postproduktion aus, sondern auch im Lifestyle-Bereich: 1994 war er Europameister im Half-Pipe-Skating. Hinter der zweiten und dritten 21solutions-Kamera stehen Philipp Hermann und Cesar Andrade, und für visuelle Gestaltung in 2D und 3D sowie Illustrationen zeichnet Annina Walker verantwortlich. «Mit diesen Leuten sind wir perfekt aufgestellt», sagt Tschanz. «Jeder von uns ist ein Experte auf seinem Gebiet mit einem guten Namen in der Branche. Nicht jedes Kamerateam darf in einen Operationssaal – unseres schon.» Ihre hohe Professionalität ist das wichtigste Kapital der kleinen Agentur. Denn die sechs Filmexperten treten mit keinem geringeren Anspruch an, als mit ihren Videos die Welt der Medizintechnik zu revolutionieren. Dabei wollen sie auch Themen setzen. Toto Ghali würde zum Beispiel gerne eine schweizweite Mammografie-Kampagne lancieren, die dafür sensibilisiert, wie wichtig die Früherkennung von Brustkrebs ist. Auch in der Freizeitbranche will 21solutions neue Massstäbe setzen. «Unser Ziel ist es, mit multimedialen Inhalten in die Tasche jedes Users zu gelangen», pointiert Tschanz die Vision der Agentur. Mit seinem Know-how ist 21solutions auch eine gute Wahl für Agenturen, die einen Partner für spezialisierte Filmproduktionen suchen.
Skalpell und Skateboard
Von aussen erscheint die Kombination der klinisch-weissen High-Tech-Medizin mit wildem, adrenalinschwangerem Extremsport ziemlich schräg. Genau betrachtet aber überzeugt diese Verbindung: In beiden Bereichen geht es um Faszination, Höchstleis-tung, Entschlossenheit, Selbstüberzeugung – und um Professionalität. «21solutions ist wie Schumacher», sagt Ghali. «Wir sind hoch spezialisiert in einem Gebiet und wollen diese Spezialisierung weiter ausbauen.» Die Agentur will keine verwackelten und unscharfen YouTube-Filmchen für die breite Masse produzieren, sondern Videos für die Besten in ihrer Branche. Imagefilme für Hotels drehen sie zum Beispiel ausschliesslich für Top-Resorts. «Es wird heute sehr viel gefilmt», betont Tschanz. «Wir heben uns klar von dieser Masse ab. Wir produzieren unsere Filme nicht mit Laien, sondern mit Profis, sowohl in der Medizin als auch im Lifestyle-Bereich. Wir stellen an alle unsere Movies und Clips die höchsten Qualitätsansprüche, egal, ob wir sie für Medvisual oder für Lifestyles drehen.» Trotzdem muss so eine Filmproduktion nicht gleich in die Millionen gehen. Einen kurzen Clip erarbeitet 21solutions bereits für 3’000 Franken.
In sein Produktionsequipment wie Kameras, Green- und Blue-Screen hat 21solutions nur rund 165 000 Franken investiert. Hochspezialisierte Geräte mietet die Agentur lieber, als sie zu kaufen. So arbeitet sie immer mit den neuesten Geräten. Wenn es die Projekte verlangen, engagiert 21solutions auch zusätzliches Personal. «Wir können auf einen Pool von etwa 60 Freelancern zurückgreifen», sagt Ghali. «Die Hälfte von ihnen hat einen medizintechnischen Background.»
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von 21solutions ist die Beratung der Kunden. Bevor anspruchsvolle und zugleich spannende Filme über Heliskiing oder eine besonders komplizierte Operation entstehen können, müssen Tschanz und Ghali erst einmal eine Idee dafür entwickeln. Der Weg von der Idee zum fertigen Film ist unterschiedlich lang. Am Beginn jedes Auftrags klärt 21solutions mit seinem Auftraggeber, welches Ziel er mit dem Film verfolgt. Will er einen Kongress oder ein Event dokumentieren, wünscht er einen Produktefilm, ein Weiterbildungsvideo oder einen Lifestyle-Clip? «Bei jedem Auftrag haben wir zwei Möglichkeiten», erklärt Ghali. «Entweder wir setzen die Idee unseres Auftraggebers um, oder wir entwickeln selbst ein Konzept dafür, wie die zu transportierende Botschaft am besten aufbereitet wird. Darin sind wir sehr stark.» Qualität spricht sich herum: Obwohl die sechs Köpfe erst seit fünfzehn Monaten am Markt sind, brauchen sie im medizintechnischen Bereich schon nicht mehr zu akquirieren. Trotzdem freuen sie sich über jeden Kunden, der das Potenzial von Videofilmen auf allen technischen Kanälen ausschöpfen will. Tschanz und Ghali hoffen, dass sich das Geschäft auch bei «Lifestyles so gut entwickelt. Nicht unwahrscheinlich, dass sich diese Hoffnung erfüllt.
Anne-Friederike Wilhelm
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Nico Tschanz (41) ist verheiratet und hat zwei Söhne von anderthalb und vier Jahren. In seiner Freizeit geht er am liebsten Skifahren oder Golfspielen – wenn er welche hat. «Das ehrliche Bemühen zählt», lautet Tschanz’ bescheidenes Motto.
Toto Ghali (38) ist in Marseille geboren, mit einer deutschen Künstlerin verheiratet und Vater einer vierjährigen Tochter. «Ich habe in vielen Ländern gelebt», sagt er. «Aber in geschäftlicher Hinsicht ist die Schweiz mein Traumland.»
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Der Coca-Cola-Weihnachtstruck reist wieder durch die Schweiz

Der festlich beleuchtete Coca-Cola Weihnachtstruck tourt pünktlich zur Adventszeit wieder durch die Schweiz. Daneben sorgt jeweils ein Bühnenprogramm für Unterhaltung.

Die Schweizer Tournee führt vom 6. bis zum 20. Dezember 2009 durch 17 Dörfer und Städte. Mit dabei ist gemäss Presseportal.ch auch wieder Santa Claus mit weihnachtlicher Musik sowie Geschenken für die ganze Familie. Die Tour startet in Zürich mit eine Live-Konzert der Luzerner Band «Dada Ante Portas». Mit einer Gesamtlänge von 16.5 Metern, sind Zugmaschine und Anhänger mit 310 Meter Lichtlaufleisten behängt, die den Truck im Dunkeln hell erstrahlen lassen.
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Inapa: Marco Giuoco wird neuer CEO

Marco Giuoco übernimmt ab 1. Januar 2010 die operative Geschäftsführung von Inapa Schweiz. Der 44-jährige Ökonom leitet beim Papierhersteller seit Juli 2008 den Bereich Verkauf & Marketing.

Marco Giuoco löst Erich Häuptli ab, der bei Inapa Schweiz (zuvor Biber Papier) seit 17 Jahren als Geschäftsführer tätig ist. Häuptli wird ab Januar 2010 als nichtgeschäftsführendes Verwaltungsratsmitglied tätig sein, wozu beratende Tätigkeiten für Inapa Schweiz sowie für die Inapa Firmengruppe gehören.

Contract Media: Zwei neue Mandate, neue Office Managerin

Contract Media hat zwei neue Kunden an Bord. Im Portfolio der Zürcher Kommunikationsagentur sind ab sofort Phonak Schweiz und das deutsche Numismatik-Unternehmen Fritz Rudolf Künker. Zudem ist Stella Zeco als Office Managerin zum Team gestossen.

Die Agentur wird Phonak Schweiz sowohl in der externen Kommunikation wie auch im Bereich Produkte-PR unterstützen. Parallel dazu wird das Engagement für die von Phonak initiierte Stiftung Hear the World im bisherigen Rahmen weitergeführt. Contract Media wird zudem das im (Gold-)Münzen-Handel und bei der Durchführung von Auktionen tätige Unternehmen Fritz Rudolf Künker in allen Belangen der internen und externen Unternehmenskommunikation begleiten.
Auch das Contract-Media-Team hat eine Erweiterung erfahren. Als Office Managerin neu dazu gestossen ist Stella Zeco. Sie war nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen während sieben Jahren als Media Relations Officer bei Zurich Financial Services tätig.

Ruf Lanz für SMP: Lovely die Bobbahn heruntergeschickt

In diesen Tagen startet der neuste Spot aus dem Stall von Ruf Lanz für die Schweizer Milchproduzenten SMP. Milchkuh Lovely stürzt sich darin tollkühn den Olympia Bob-Run in St. Moritz herunter und lässt dabei einen Skeleton-Topathleten ziemlich alt aussehen.

Die Spots übernehmen innerhalb der Milchkampagne die Funktion der Basiskampagne und sollen primär für Aufmerksamkeit sorgen. Sie sollen helfen, das positive Image der Milch zu festigen. In den flankierenden Printkampagnen werden dann die Kernbotschaften zum Ernährungswert von Milch kommuniziert. Entstanden ist der neuste Milchspot von Ruf Lanz in enger Zusammenarbeit mit Markenfilm Schweiz und den Animations-Spezialisten von UPP.

> Zum Spot

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Verantwortlich bei den Schweizer Milchproduzenten SMP: Charlotte Hofstetter (Leiterin Marketing), Martin Rüst (Abteilungsleiter Werbung & Media). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (CD), Lorenz Clormann (AD), Thomas Schöb, Andreas Hornung (Text), Dennis Maitzen (Beratung). Produktion: Markenfilm Schweiz. Marc Schölermann (Regie), Frank Sprung (Kamera), Marko Strihic (Schnitt), Uli Scheper (Produzent). Postproduction: UPP. Alex Kirschner (Sounddesign).

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