SDA: Bund verlangt Einhaltung der Qualität

Der Bund will die Nachrichtenagentur SDA auf Qualität verpflichten. Die Bundesverwaltung bezieht von ihr jährlich Meldungen in drei Sprachen in der Höhe von rund einer Million Franken.

Jetzt pocht die Bundesverwaltung laut Sonntagszeitung bei den laufenden Verhandlungen für den neuen Vertrag ab 2011 auf Einhaltung der Qualität: «Uns ist wichtig, dass die drei Sprachdienste in derselben hohen Qualität angeboten werden», wird Vizekanzler André Simonazzi in der Sonntagspublikation zitiert. Deshalb werde man im neuen Vertrag eine entsprechende Klausel einbauen, so Simonazzi. Hintergrund ist die Sparrunde, bei der SDA. 10 Prozent der 140 Stellen werden abgebaut, die Romandie ist stärker betroffen als die Deutschschweiz. Damit ist die in der Leistungsvereinbarung garantierte Sprachensolidarität in Gefahr. Chefredaktor Bernard Maissen sagt, der Abbau in der Westschweiz sei «bloss minim grösser» als in der Deutschschweiz. Die SDA werde die Auflagen des Bundes erfüllen.

Tele 1 geht mit Frame Eleven auf Sendung

Tele 1, das neue Fernsehen für die Zentralschweiz, geht am 1. Februar auf Sendung. Das Erscheinungsbild des Senders stammt von der Agentur Frame Eleven.

Das On-Air-Package beinhaltet Sender-Logo, Station IDs, Promotion-Elemente sowie sämtliche Designkomponenten und Signete für mehr als 13 Sendegefässe. Vom Opener über Sendungs-Signete bis zum Werbetrenner ziehe sich als ergänzender roter Faden das Kernelement des Tele1-Logos durch und führe durch die einmaligen Landschaften und Brauchtümer der Region, schreibt die Agentur in einer Mitteilung.
Tele 1 erhielt im Oktober 2008 vom Bakom die Konzession für den Betrieb eines neuen Zentralschweizer Fernsehens. Frame Eleven gewann in einem mehrstufigen Verfahren den Pitch gegen sechs Mitbewerber.
Verantwortlich bei Tele1: Bruno Hollenweger (Geschäftsführer Tele 1 AG). Verantwortlich bei Frame Eleven: Christoph Müller und Marc Haas (Beratung / Creative Direction), Mike Frei (Art Direction), Jürg Egli (CoKonzept & Kameraregie), Pablo Kirschke (3D), Oliver Aemisegger & Thibault Mueller (Graphics / Animation), Beni Kägi (Projektleitung), Musik/Sounddesign: Kirschnermusic.

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Zu guter Letzt: Das heimliche Treiben der Professoren

Stefan Raabs Sendung «TV-Total» auf Pro Sieben und der ARD-Polittalk «Hart aber fair» mit Frank Plasberg werden beide am Mittwochabend fast zur gleichen Uhrzeit ausgestrahlt. Es gibt jedoch einen grossen Unterschied zwischen den beiden Sendungen.

Während «TV-Total» als Trash-TV verschrien ist, geniesst «Hart aber fair» den Ruf eines intelligenten Bildungsfernsehens. Was meinen Sie, welche Sendung hat das gebildetere Publikum?
Die Antwort überrascht: Raabs Zuschauer sind gebildeter als diejenigen von Plasberg. Die Gesellschaft für Konsumforschung hat laut Welt.de herausgefunden, dass «TV-Total» 56 Prozent der Menschen mit weiterführenden Schulen, Abitur und Universitätsabschluss vor den Fernseher lockt. Bei «Hart aber fair» sind es nur 48 Prozent. Die RTL-2-Realitysoap «Big Brother» liegt übrigens vom Bildungsniveau des Publikums mit 47 Prozent nur äusserst knapp hinter der ARD-Diskussionssendung… Wahrscheinlich setzt sich der eine oder andere Prof. Dr. Dr. phil. jur. med. dent. gern mal nach einem anstrengenden Arbeitstag vor die Glotze und zieht sich mit ‘nem Bier und ‘ner Tüte Chips heimlich ‘ne Sendung rein, die eigentlich so gar nicht für Professoren gemacht ist. Und dieses Vergnügen sei der Bildungselite auch gegönnt: Schliesslich muss jeder irgendwann mal abschalten können.

SF: «Deal or No Deal» wird abgesetzt

Das Schweizer Fernsehen setzt «Deal or No Deal» ab. Im Sommer wird die Spielshow trotz eines Marktanteils von über 30 Prozent vom Bildschirm verschwinden

Es sei bekannt, dass Quizshows eine beschränkte Lebensdauer hätten, wird SF-Pressesprecher David Affentranger in der Zeitung Sonntag zitiert. Die Sendung sei ursprünglich nur für zwei Jahre geplant gewesen. Ueli Haldimann habe der Redaktion schon vor einiger Zeit den Auftrag gegeben, eine Nachfolgesendung zu entwickeln. Diese Arbeit komme gut voran und werde im Herbst zu sehen sein. Über den Inhalt der neuen Show will das SF noch nichts verraten – auch nicht, wer sie moderieren wird.
«Deal or No Deal» wurde seit dem Start vor sechs Jahren von Roman Kilchsperger moderiert.

Konzessionen: Tele Säntis kritisiert Uvek-Entscheid, Radio Südost zufrieden

Radio Grischa und Tele Ostschweiz haben eine provisorische Konzession erhalten. Radio Südost begrüsst dies, Tele Säntis bedauert den Entscheid.

Radio Südost begrüsst die provisorische Konzession für Radio Grischa. Dies, weil die Übergangslösung kein Präjudiz schaffe. Im Visier haben Roger Schawinski und sein Team aber nach wie vor die Hauptkonzession für das Sendegebiet Graubünden/Glarus. Die jetzige Übergangslösung sei grundsätzlich zu begrüssen, damit Radio Grischa weiterhin auf Sendung bleiben könne, schreiben die Initianten von Radio Südost gemäss SDA in einer Mitteilung auf ihrer Internetseite. Für das laufende Verfahren sei eine Lösung geschaffen worden, die Rechtssicherheit biete und «welche das Hauptverfahren nicht präjudiziert». Deshalb verzichtet Radio Südost auf einen Weiterzug des Entscheides an das Bundesverwaltungsgericht. Man wolle die Hauptkonzession, sagt Stefan Bühler von Radio Südost unmissverständlich.
Tele Säntis bedauert Entscheid
Auch Tele Ostschweiz (TVO) hat eine provisorische Konzession erhalten. Konkurrent Tele Säntis bedauert in einer ersten Stellungnahme diesen Entscheid des Uvek. Es könne nicht sein, dass eine Übergangsregelung «ohne klare gesetzliche Grundlage» erlassen werde, kritisiert Günter Heuberger, Tele Top-Geschäftsführer, das Uvek gemäss SDA in einer Mitteilung. Dies insbesondere, weil die Kernpunkte der Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts nicht geklärt worden seien. «Dazu gehört die Gefährdung der Meinungs- und Angebotsvielfalt als Voraussetzung für eine Konzessionserteilung», so Heuberger.

Die ADC-Jurierung 2010

Die Mitglieder des Art Directors Club Schweiz haben wie jedes Jahr die Werbung des vergangenen Jahres beurteilt und das Beste davon ausgezeichnet.

Es sei wie immer hart, aber fair juriert worden, schreibt der ADC in einer Mitteilung. Die Jury-Leitung hatte Jury-Chairman Andreas Prokesch inne. Im Zuge der Öffnung des ADC nahm mit Oscar-Preisträger Xavier Koller erstmals ein Gastjuror an der gesamten Jurierung teil. Von insgesamt 755 eingereichten Arbeiten wurden 195 Arbeiten ausgezeichnet: 9 mit Gold, 23 mit Silber, 44 mit Bronze und 119 mit Shortlist. Neu wurden dieses Jahr zwei sogenannte Craft-Kategorien juriert: «Text» und «Art Direction». In diesen Kategorien konnten Arbeiten aus sämtlichen anderen Kategorien zusätzlich eingegeben werden.
> Zu den Auszeichnungen (PDF)

Kleine Auswahl an Siegerarbeiten:
Gold in der Kategorie Text:
> Zum PDF

Gold in der Kategorie Anzeigen:

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Gold in der Kategorie Low’n’no-Budget:

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Hug & Dorfmüller inszeniert Kjus by night

Hug & Dorfmüller hat für LK International ein Magazin realisiert, mit dem Händler und Partner auf die neue Kjus-Wintersport-Kollektion eingestimmt werden sollen.

Mit dem grossformatigen Magazin Kjus 10 lädt LK International zur Ispo. Um die Händler und Partner auf die neue Kjus-Wintersport-Kollektion einzustimmen, wird die Nacht in Szene gesetzt. Mit Aufnahmen von Scheinwerferkegeln in verschneiten Hängen, frisch und präzise präparierter Pisten oder einem poetisch anmutenden Schneekanonenensemble werden die Skipisten der Nacht portraitiert.
Die Publikation wird den Händlern in bandagiertem Broschürenformat zugeschickt. Am Messestand liegt sie als Zeitungsversion auf. Ganzseitige Anzeigen in Fachzeitschriften sowie ein herausragender Messeauftritt unter demselben Motto sorgen für einen einheitlichen Werbeauftritt.
Verantwortlich bei LK International: Daniel Schaffo (Marketingleitung), Silvia Huston (Projektleitung). Verantwortlich bei Hug & Dorfmüller, Luzern: Thomas Hug (Creative Direction), Christian Dorfmüller (Beratung), Robine Affentranger (Designer), Mario Mühlemann (Produktion). Text: Walter Kern. Produkt- Action- und Modellfotografie: Syn für Gestaltung, Thomas Ulrich, Christoph Gramann Fotostudio. Skiers: Lucas Swieykowski, Anje Alme Gardli, Silje Ulrich, Tim Basil Stalder.
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SDA und DDP: Kooperation im Schweizer Markt

Die beiden Nachrichtenagenturen SDA und DDP (Deutscher Depeschendienst) arbeiten künftig im Schweizer Markt zusammen. Das seit 1981 bestehende AP-Büro (heute DDP Schweiz) wird zum Korrespondentenbüro der DDP.

Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) übernimmt per 1. Februar die deutschen DDP-Textdienste sowie den Ausland-Depeschendienst der DDP (DAPD) für die Verbreitung in der Schweiz, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag bekanntgaben. Im Gegenzug erhält die DDP die Lizenz, in ihren Märkten die SDA- Dienste zu verbreiten. Die Zusammenarbeit dränge sich aufgrund der veränderten Medienlandschaft in der Schweiz und dem damit verbundenen Kostendruck auf, begründeten die beiden Partner ihre Kooperation. Die DDP-Gruppe will sich künftig auf ihr Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren.
Es sei nicht möglich gewesen, einen nationalen Schweizer Dienst mit nur 15 Personen aufrecht zu erhalten, wird Martin Vorderwülbecke, Vorstand der DDP Media, in der Mitteilung zitiert. Die DDP-Gruppe wird einen Teil des Personals der AP Schweiz in einem Korrespondentenbüro weiter beschäftigen.
Die DDP-Gruppe hatte am 7. Dezember 2009 von der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP) die Exklusivrechte für den Nachrichtendienst in deutscher Sprache für Deutschland, Österreich und die Schweiz erworben. Der Ausland-Depeschendienst wird aus dem englischsprachigen Dienst von AP International produziert. Die SDA übernimmt nun den Vertrieb dieses Ausland-Depeschendienstes der DDP für die Schweiz. Sie stellt damit sicher, dass die Schweizer Medien eine weitere unabhängige Nachrichtenquelle nutzen können. Der AP-Nachrichtendienst garantiert hohe journalistische Qualität sowie eine weltweite Abdeckung. Die SDA übernimmt keinen der bisherigen ddp-Mitarbeiter, da sie selber Arbeitsplätze abbauen muss.
Redaktion der DDP «empört und schockiert»
Die Redaktion der DDP Schweiz hat «empört und schockiert» auf die am Donnerstag angekündigte Entlassung der Belegschaft reagiert. Die Redaktion habe über den Schritt im Orginaltextservice der Konkurrentin SDA erfahren müssen. Ein Sozialplan bestehe nicht.
Erst nach der Herausgabe der Mitteilung im Orginaltextservice habe ddp- Geschäftsführer Franz Maurer die Belegschaft mündlich informiert. Die Kündigungen seien unverständlich, nachdem die neuen Besitzer der DDP Schweiz sich nach der Übernahme der AP «im Dezember noch dezidiert zum Schweizer Dienst bekannt» hätten. Unverständlich sei, warum die «Aufrechterhaltung eines nationalen Schweizer Dienstes mit nur 15 Personen» plötzlich nicht mehr möglich sein soll. AP Schweiz habe die Medien schliesslich seit bald 30 Jahren erfolgreich mit Nachrichten beliefert. Tief enttäuscht zeigte sich die Redaktion, dass sie im Vorfeld dieser einschneidenden Massnahme nicht konsultiert wurde. Zudem lägen seitens der neuen Besitzer keinerlei Zusicherungen für einen Sozialplan oder irgendwelche Abfindungen vor. Dass der Schritt «auch im Interesse der Kunden» sein soll, leuchtet der Redaktion ebenfalls nicht ein. Konkurrenz belebe schliesslich auch das Mediengeschäft. Die Mitteilung der Redaktion schliesst: «Die Entlassungen treffen uns umso mehr, als wir uns stets äusserst engagiert für einen guten Agenturdienst eingesetzt haben.»
Comedia und Impressum fordern Sozialplan
Die Mediengewerkschaft Comedia konstatiert, dass DDP die AP Schweiz nur gekauft habe, um sie zu schliessen. Das sei eine weitere Hiobsbotschaft, weitere Medienschaffende stünden ohne Perspektive auf der Strasse. Comedia fordert von den beteiligten Unternehmen einen anständigen Sozialplan für die Entlassenen.
Der Journalistenverband Impressum schloss sich dieser Forderung an. Zudem seien die Entlassungen illegal. Die beiden Eigentümer AP GmbH und The Associated Press Germany GmbH unterhielten zusammen je eine Redaktion für die Deutschschweiz und für die Romandie.
Obwohl beide Firmen verschiedenen Eigentümern gehörten, unterhielten sie doch einen einzigen Betrieb mit mehr als 20 Angestellten. Folglich – so impressum – verletzten die Entlassungen die Regelungen für Massenentlassungen im Obligationenrecht.

Senderausbau von Radio Zürisee abgeschlossen

Radio Zürisee kann sein erweitertes Empfangsgebiet ab sofort per UKW vollständig versorgen. Der Ausbau des Sendernetzes ist drei Monate nach Inkrafttreten der Konzession für das Gebiet Zürich-Glarus abgeschlossen.

Radio Zürisee sei damit der erste Sender, welcher seine Konzession in dieser Versorgungsregion komplett umsetze, heisst es in eine Mitteilung vom Freitag. Neu ist das Programm von Radio Zürisee auch im Bezirk Andelfingen auf der UKW-Frequenz 90.6 empfangbar. Der Sender Neuhausen, welcher dieses Gebiet versorgt, ist am Mittwoch in Betrieb genommen worden. Somit kann Radio Zürisee im Kanton Zürich, im Kanton Glarus sowie in Teilen der Kantone St. Gallen, Schwyz und Aargau täglich 1.5 Millionen potentielle Hörerinnen und Hörer erreichen.
Auch die Tunnelversorgung ist weiter optimiert worden. Seit wenigen Tagen ist Radio Zürisee im Gubrist-Tunnel zu hören. Damit sei auf der Zürcher Nord-Umfahrung künftig ein lückenloser Empfang Programms gewährleistet, schreibt der Sender weiter. Aus diesem Anlass sende Radio Zürisee in der kommenden Woche jeweils um 8.10 Uhr eine Serie mit Hintergrundberichten und Reportagen rund um den Gubrist-Tunnel. Dabei sollen unter anderem Aspekte der Sicherheit und des Unterhalts beleuchtet werden. Zudem erhalten die Hörerinnen und Hörer von Radio Zürisee Tipps, wie sie legal am schnellsten durch den Gubrist-Tunnel kommen.

BSSM: Anzeigensujets für Mezger Uhren und Juwelen realisiert

Das Uhren- und Juwelengeschäfts Mezger in Basel hat bei BSSM eine neue Anzeigenserie in Auftrag gegeben.

Mit pointierten Headlines wirbt er um kaufkräftige Kundschaft. Die ganzseitigen Inserate werden punktuell in ausgewählten Special-Interest-Magazinen, Kundenzeitschriften im Luxussegment und regionalen Medien eingesetzt.
Verantwortlich bei Mezger, Uhren und Juwelen, Basel: Urs Mezger (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei BSSM, Basel: Urs Schneider (CD), Hans Peter Brugger, Hannes Müller (Text), Pascal Rehmann (AD), Roger Berthoud, Claudia Paganini (Beratung). Fotograf: Eugen Leu & Partner, Archiv.
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Publikumsrat mehrheitlich zufrieden mit «Benissimo»

«Benissimo» ist gemäss Publikumsrat vielfältig und unterhaltend. Die mit dem Relaunch eingeführten Änderungen kommen im Rat mehrheitlich gut an.

Das Dekor wird von einer Ratsmehrheit als «frisch und übersichtlich» begrüsst. Die Neuerungen im Spielkugelmodus, insbesondere die Einführung der Niete, polarisieren die Ratsmitglieder. Für die einen erhöht sich damit die Spannung, andere erachten die Niete als bedauerlich und sinnlos.
Von einer Mehrheit wird der Mix von Showeinlagen und lotterieteil als gelungen beurteilt. Die Showacts und das neu eingeführte «Telefon ins Bundeshaus» mit Birgit Steinegger und Walter Andreas Müller empfinden die meisten im Rat als Highlight der Sendung. Die Darbietungen der Schauspiel-Friends bereiten der Ratsmehrheit hingegen Mühe. Die Sketches seien zwar gut inszeniert, die Gags jedoch seicht und oft alt und bekannt.
Moderator Beni Thurnheer ist gemäss Publikumsrat untrennbar mit «Benissimo» verbunden. Besonders bei den Telefongesprächen gelinge es ihm, zu allen einen Draht aufzubauen. Etwas unbeholfen wirke er teilweise im Umgang mit Megastars.

Provisorische Konzession für Tele Ostschweiz und Radio Grischa

Tele Ostschweiz erhält vom Uvek eine provisorische Regionalfernseh- Konzession, Radio Grischa eine provisorische UKW-Radio-Konzession. Tele Säntis und Roger Schawinskis Radio Südost gehen damit bis zur definitiven Konzessionserteilung leer aus.

Das Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) begründet die provisorische Konzessionserteilung damit, dass Tele Säntis und Radio Südost noch nicht auf Sendung sind. TVO erbringe bereits jetzt zu einem bedeutenden Teil regionale Service public Leistungen, schrieb das Uvek gemäss SDA am Freitag in einer Medienmitteilung. Die Einstellung beziehungsweise Reduktion der Informationsangebote von Tele Ostschweiz (TVO) und Radio Grischa hingegen würden sich «für die Öffentlichkeit nachteilig auswirken». Ohne Übergangslösung hätten auch die Belegschaften «nicht leicht wieder gutzumachende Nachteile» zu tragen.
TVO und Radio Grischa sind nach diesem Uvek-Entscheid verpflichtet, einen regionalen Service public zu erbringen. Dafür erhalten das Regionalfernsehen und das Lokalradio im Sinne einer Übergangslösung 80 Prozent der Gebührengelder. Konkret erhalten sie je etwas mehr als 1,7 Millionen Franken. Das Uvek betont jedoch, dass diese Übergangslösungen nur bis zur «rechtskräftigen Erteilung der Konzession in den entsprechenden Versorgungsgebieten» gelten. Mit dieser sei nicht vor 2011 zu rechnen.
Hintergrund für die Übergangslösungen sind Urteile des Bundesverwaltungsgerichts. 2008 hatten TVO und Radio Grischa vom Uvek je eine Konzession erhalten. Tele Säntis und Radio Südost gingen dabei leer aus. Sie erhoben Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Dieses wies im Dezember die Entscheide ans Uvek zurück mit dem Auftrag, in beiden Regionen die Konzessionsvoraussetzungen nachmals zu prüfen. Keiner der Bewerber dürfe über eine marktbeherrschende Stellung verfügen und diese missbrauchen.
Lebrument gegen Schawinski
Um die Radiokonzession buhlen Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument mit seinem Radio Grischa und Radio-1-Chef Roger Schawinski, der mit Radio Südost Lebrument im Graubünden konkurrenzieren will. Vor zwei Wochen hatte Lebrument gedroht, die beiden Bündner Tageszeitungen Bündner Tagblatt und La Quotidiana zu verkaufen oder einzustellen, damit Radio Grischa weiter senden kann. Schawinski warf ihm darauf vor, dass Lebrument die zwei Millionen Franken aus dem Gebühren-Splitting für die Zeitungen einsetzen wolle. Schawinski will nun im neu aufgerollten Konzessions-Verfahren den Beweis erbringen, dass Lebrument seine marktbeherrschende Stellung missbrauche. «Ich habe mein ganzes Leben gegen Monopole gekämpft. Und das Monopol von Lebrument ist wahrscheinlich das hässlichste von allen.»
Lebrument gibt neben dem Bündner Tagblatt und La Quotidiana auch die Zeitung Die Südostschweiz heraus und betreibt Tele Südostschweiz, Radio Grischa und Radio Engadina.
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