Was schon eine alte Volksweisheit besagt, ist heute auch empirisch belegt: Hat man erst mal eine gewisse Einkommenshöhe erreicht, bringt mehr Geld nicht mehr Zufriedenheit. Weshalb streben wir trotzdem nach immer mehr Einkommen? Und welchen Preis bezahlen wir dafür? «Geld muss umgesetzt werden in Dinge, die glücklich machen», erklärte Prof. Dr. Mathias Binswanger, «und dafür braucht es Zeit, die uns oft nicht mehr zur Verfügung steht.» Ausgehend von seinem Buch «Die Tretmühlen des Glücks» führte der Wirtschaftsprofessor durch verschiedene Verhaltensweisen, die uns Glück versprechen, aber es in Tat und Wahrheit verhindern. «Wir bewegen uns immer schneller und glauben mit unserem Glück voranzukommen. Aber wie in einer Tretmühle bleiben wir dabei stets auf derselben Stelle».
Aus dem ständigen Vergleich mit anderen wachsen stets neue Ansprüche. Um sie zu erfüllen, erhöhen wir all jene Tätigkeiten, die uns mehr Belastung als Zufriedenheit bringen. «Indem wir das Einkommen statt seinen Nutzen maximieren, verhalten wir uns sehr unökonomisch, was unser Glück betrifft.» So bleiben jene Aktivitäten auf der Strecke, die gemäss Umfragen tatsächlich glücklich machen, wie zum Beispiel die Zeit mit Freunden und Familie. Oder auch, notabene an erster Stelle, der Sex. Binswanger wies auf zehn Strategien hin, welche aus diesen Tretmühlen herausführen. Von der Optimierung des Soziallebens, über den Kampf gegen die Manie, irgendwelche Ranking anführen zu wollen, bis zur Wahl des optimalen Umfeldes. Es sei schliesslich besser ein «Local Hero» zu sein als ein «Global Loser», so der Wirtschaftsprofessor.
Der Einladung folgten über 120 Personen. Mit dem Thema Glück habe die Agentur einen Aspekt des heutigen Lebens angesprochen, der alle Menschen beschäftige – insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, so Gaby Zimmerli, Managing Director von Ogilvy & Mather.
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(Bild: Mathias Binswanger und Gaby Zimmerly (Managing Director, Ogilvy & Mather).