Alkoholwerbung am TV: Interesse «nicht gewaltig»

Die SRG-Sender dürfen seit Montag Werbung für Bier und Wein ausstrahlen. Die ersten Werbespots flimmerten bereits über den Schirm. Das Interesse ist laut der SRG-Werbevermarkterin Publisuisse aber «nicht gewaltig».

Publisuisse rechnet damit, dass die Aufhebung des Verbots rund 3 Millionen Franken zusätzlichen Umsatz pro Jahr bei der SRG-Werbung bringen wird, wie Finanz- und Betriebschef Othmar Stadelmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Bei einem Gesamtumsatz von jährlich 300 Millionen Franken ist das ein eher bescheidener Betrag.
Es werde wohl auch eine gewisse Verlagerung stattfinden, sagte Stadelmann. Wer bisher Spots für alkoholfreies Bier schaltete, könnte beispielsweise auf diese verzichten und stattdessen für alkoholhaltiges Bier werben. Bisher hätten vor allem Bierbrauer ihr Interesse angemeldet.
Noch keine Reaktionen beim Bakom eingegangen
Auch beim Bund lief die neue Regelung ruhig an: Beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) meldeten sich im Vorfeld Interessenten für Werbespots, um die Rechtslage abzuklären, wie Sprecherin Caroline Sauser sagte. Die Beschränkungen im Gesetz sind nämlich zahlreich: So dürfen etwa Jugendliche nicht Zielgruppe der Spots sein, und es darf nicht zu übermässigem Konsum ermutigt werden. Das Bakom werde mit den üblichen Stichproben überprüfen, ob die Regeln eingehalten würden, sagte Sauser weiter. Zudem werde das Amt Meldungen von Zuschauern nachgehen. In den ersten Tagen seien aber noch keine Reaktionen eingegangen.
Die Lage genau beobachten wollen auch die Suchtverbände, wie die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme und der Fachverband Sucht mitteilten. Sie halten die Alkoholwerbung am TV für «grundsätzlich inakzeptabel».

Zu guter Letzt: Das Bundesheer und seine sexy Marketingstrategie

Ein glatzköpfiger Machotyp lehnt sich lässig an seinen Sportflitzer und wird dabei von vier Mädchen umschwärmt. Dann fährt ein Panzer vor. Ein Soldat steigt aus, fährt mit der Hand über das Geschütz und fragt: «Na Mädels, Lust auf ‘ne Spritztour?»

Dies lassen sich die feschen Mädels nicht zweimal sagen und rennen dem Panzer hinterher – der Sportwagen inklusive Besitzer ist von einer Sekunde auf die andere vergessen. Soweit die grobe Zusammenfassung eines Spots des österreichischen Bundesheers, der mit dem Satz «Das österreichische Bundesheer bietet einmalige Chancen für die Jugend ab 18. Alles andere ist Alltag.» endet.
Das Bundesheer findet den Spot ganz in Ordnung: «Unser Clip ist so deppert, dass er schon wieder genial ist», so Oberst Johann Millonig im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Keine Frage, einen gewissen Unterhaltungswert ist dem Spot nicht abzusprechen. Und lustig ist er irgendwie auch. Manche behaupten jedoch, er sei sexistisch. Und wegen dieser bösen Zungen hat Österreichs Verteidigungsminister das Filmchen von der offiziellen Website des Heeres entfernen lassen. Auch in österreichischen Medien wird es nicht mehr geschaltet. Das Bundesheer wolle im Rahmen seiner Infokampagne keine Gefühle verletzen, so die Begründung für den Rückzug.
Als Vorbild für den Spot soll übrigens ein Video des ukrainischen Bundesheers gedient haben. Dieses wurde allerdings mit ausgebildeten Schauspielern, professioneller Kameraführung und einer gesunden Portion Selbstironie gedreht. Das Verteidigungsministerium gab an, den ukrainischen Spot nicht zu kennen. Und das, obwohl sich Marketingstrategen der Nato-Mitgliedstaaten regelmässig austauschen sollen.

Draftfcb/Lowe Group: Mit Daihatsu im Premium-Segment unterwegs

Die Agentur Draftfcb/Lowe Group hat für Ascar ein Sujet realisiert. Beworben wird ein 4x4 Kompaktfahrzeug von Daihatsu.

Ascar und die Agentur Draftfcb/Lowe Group haben Kontakt zu den Premium-Autokunden aufgenommen. Denn auch in den wohlhabenden Gegenden der Schweiz gebe es immer wieder Momente, in denen man die Luxuslimousine lieber in der beheizten Garage stehen lasse und in ein praktisches Fahrzeug steige, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Zum Beispiel, wenn die Shoppingtour den Besuch einer dieser viel zu engen Tiefgaragen erforderlich macht. Oder wenn die weisse Pracht gleich zentimeterdick auf den Strassen liegt. Nicht zu vergessen die Tage, an denen der Filius samt Kollegen aus dem Sporttraining abgeholt werden muss. Für diese und viele weitere Aufgaben im Alltag der Gutsituierten sei das wahre Premium ein 4×4 Kompaktfahrzeug von Daihatsu.
Verantwortlich bei Ascar AG: Roland Hüsser (Geschäftsführer), Oscar Schwarz (Verkaufsdirektor), Simon Widmer (Marketing/PR). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Group: Daniel Comte (CD), Frédèric Nogier (AD), Samuel Knaus (Text), Christoph Bögli, Martin Rubli (Beratung).
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Obwalden will 300‘000 Franken in Eigenwerbung investieren

Die Obwaldner Regierung will in den nächsten fünf Jahren 300'000 Franken ins Kantonsmarketing investieren.

Damit will sie Private und Firmen in den Kanton locken und so die Steuerkraft und das Image Obwaldens verbessern, wie die SDA schreibt. Vorerst geht der Entwurf für einen Kantonsratsbeschluss laut Medienmitteilung vom Donnerstag bis zum 15. April in die Vernehmlassung zu den Gemeinden und Parteien.
Die 300’000 Franken sollen in den Jahren 2011 bis 2015 an die Standort Promotion Obwalden fliessen. Diese wird von Kanton, Gemeinden, Verbänden und Unternehmen getragen. Ihre Aufgabe ist es, für den Lebens- und Wirtschaftsraum Obwalden die Werbetrommel zu rühren.

Cannes 2010: die Schweizer Jury-Mitglieder sind gewählt

Vom 20. bis 26. Juni 2010 findet zum 57. Mal das International Advertising Festival in Cannes statt. Neben den Kategorien stehen nun auch die drei Schweizer Jury-Mitglieder fest.

Die international besetzte Jury der Cannes Lions erhält auch in diesem Jahr wieder hochkarätige Verstärkung aus der Schweiz, wie die Publicitas in einer Mitteilung schreibt: Sekan Kee, Managing Director Vizeum Switzerland, Peter Brönimann, Partner und Creative Director Spillmann/Felser/Leo Burnett und Markus Gut, Chief Creative Officer Y&R Group Switzerland werden diesen Sommer nach Cannes reisen und wegweisende Arbeiten bewerten.
Es stehen insgesamt 12 Kategorien zur Verfügung: Film, Film Craft, Outdoor, Press, Design, Direct, Media, PR, Promo & Activation, Radio, Cyber, Titanium & Integrated. Sekan Kee wird in der Jury der Kategorie Media mitwirken, Peter Brönimann in der Kategorie Direct und Markus Gut in der Kategorie Promo & Activation.

«Die Werbewoche» auf Star TV präsentiert «Werber des Jahres»

In der nächsten Ausgabe von «Die Werbewoche» auf Star TV wird es spannend. Die fünf Werber, welche für den Egon nominiert sind, werden vorgestellt.

In der nächsten Ausgabe von «Die Werbewoche» auf Star TV wird es spannend. Die fünf Werber, welche für den Egon nominiert sind, werden vorgestellt.
«Die Werbewoche» auf Star TV:
Neu am Donnerstag, 19.00 Uhr
oder auch als Stream auf Startv.ch

News Corp: Dank Avatar mit überraschend hohem Quartalsgewinn

Der Kinofilm Avatar hat dem Medienkonzern News Corp zu einem hohen Quartalsgewinn verholfen. Der operative Gewinn der Hollywood-Geschäfte von News Corp verdreifachte sich dank dem für neun Oscars nominierten 3-D-Film auf 324 Millionen Dollar.

Die Ticketeinnahmen für Avatar beliefen sich weltweit auf bisher mehr als 2 Milliarden Dollar. Der Science-Fiction-Film hat damit Titanic als kommerziell erfolgreichsten Film bereits abgelöst. Konzernchef Rupert Murdoch kündigte am Dienstag gemäss SDA in New York an, nun so rasch wie möglich die DVD von Avatar herauszubringen. Bis Mitte Jahr soll laut seiner Ankündigung ein Grossteil der Einnahmen fliessen. Weiter habe eine Erholung im Werbegeschäft dazu beigetragen, dass die Markterwartungen übertroffen worden seien, teilte das Unternehmen mit. Das Wachstum werde in den kommenden Monaten anhalten, so Murdoch. Die Anleger reagierten prompt: Die Aktie von News Corp stieg nachbörslich um 3 Prozent.
Einnahmen um zehn Prozent gestiegen
Der Nettogewinn für das zweite Geschäftsquartal belief sich auf 254 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte News Corp wegen Abschreibungen auf den gekauften US-Verlag und Wall Street Journal-Herausgeber Dow Jones noch einen Verlust von 6,4 Milliarden Dollar verbucht. Die Einnahmen des Medienkonzerns stiegen um zehn Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Prognosen von Analysten. In den Quartalsgewinn eingerechnet ist eine 500-Millionen-Zahlung, die News Corp nach einem Rechtsstreit an das Medien- und Marketingunternehmen Valassis Communications entrichten musste.

Seed: Für Swiss Life in den Ring gestiegen

Die Agentur Seed hat für Swiss Life einen Werbefilm entwickelt und umgesetzt. Hauptakteur ist ein Boxer, der das Unternemen symbolisieren soll.

Ein Boxer steckt eine schwere Niederlage ein. War er zu wenig gut vorbereitet? Hat er den Gegner unterschätzt? Sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht? Entscheidend ist, dass er nicht aufgibt, wieder aufsteht, hart trainiert und mit neuem Mut in den Ring zurückkehrt. Seed hat diese Geschichte für Swiss Life entwickelt und umgesetzt. Der Boxer steht für Swiss Life, welche letztes Jahr einen umfassenden Veränderungsprozess innerhalb der Gruppe in Angriff genommen hat. Mit dem Film wurden im Januar 2010 sämtliche internen Kick-Off-Veranstaltungen europaweit eröffnet. Die darauf folgende Ansprache des CEOs bediente sich ebenfalls der Boxer-Metapher.
Seed hat als Generalunternehmer das Konzept entwickelt, das Drehbuch geschrieben und den Film realisiert.
> Zum Film
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Radio 1: Daniel Plain ist neuer stv. Chefredaktor

Daniel Plain wird per sofort stellvertretender Chefredaktor des Privatsenders von Roger Schawinski. Der 41-Jährige tritt die Nachfolge von Iwan Santoro an, der seit dem 1. Januar 2010 das Amt des Chefredaktors a.i. ausübt.

Plain ist seit dem Start von Radio 1 im März 2008 als Produzent und Reporter tätig. Zuvor war er bei Radio 24, wo er zuletzt ebenfalls stellvertretender Redaktionsleiter war. «Daniel Plain ist für mich die Idealbesetzung, da er durch seine langjährige Erfahrung als Radiojournalist wesentlich dazu beiträgt, Radio 1 als führenden Newssender weiter zu profilieren.», wird Iwan Santoro in einer Mitteilung zitiert.

52 Nominationen für die Grimme-Preise

52 Fernsehproduktionen und Fernsehschaffende sind für die Vergabe der 46. Grimme-Preise nominiert worden.

Das gab das Grimme- Institut am Mittwoch gemäss SDA in Marl bekannt. Die Kommissionen wählten aus 582 Vorschlägen rund ein Dutzend Nominierungen aus dem privaten Senderangebot aus, alle übrigen Auswahlen gehen auf die öffentlich- rechtlichen Angebote zurück. Die Nominationen reichen von Käpt’n Blaubär bis zu Harald Schmidt, von der Geo-Reportage «Kambodscha» bis zum Mehrteiler «Der Seewolf».
Die Besondere Ehrung, der einzige schon feststehende Grimme-Preis, geht an den 77-jährigen Alexander Kluge. Bekannt ist der promovierte Jurist als Regisseur, Produzent, Hochschulprofessor, Kunsttheoretiker, Medienmanager und Philosoph. Seine grosse Liebe gehört den bewegten Bildern. «Filme machen ist meine Lieblingstätigkeit», hat er seine Passion beschrieben. Seit Mitte der 80er Jahre zählt Kluge zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des deutschen Fernsehens. Alle anderen Preisträger werden am 10. März bekanntgegeben.
Die Gala mit der Preisübergabe folgt am 26. März im Stadttheater von Marl. Der Adolf-Grimme-Preis gilt als die renommierteste Auszeichnung für Qualitätsfernsehen in Deutschland. Der Preis ist nach Adolf Grimme (1889-1963) benannt, der von 1948 bis 1956 Generaldirektor des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks war.

ADC: Aus Weltwoche Werbewelt gemacht

Jedes Jahr bringt der ADC als Unikat eine eigene Festzeitung heraus. Dieses Jahr stand die Weltwoche Pate, die für einmal in Werbewelt umgetauft wurde.

Unter Chefredaktor Roy Spring ist eine gehaltvolle Zeitung entstanden, mit Beiträgen namhafter Journalisten und Werber. So beschreibt Kai Michel, was wir von den Tieren über die Kunst des Imponierens lernen können, Andreas Kunz widmet sich der Schweizer Qualitätsmarke Roger Federer, Peter Keller zeigt auf, wie der Vatikan die moderne Kommunikation erfand, Mark van Huisseling erinnert sich an Reklameleute, die er kennt – und Beatrice Schlag besuchte Liliane Lerch in der südkalifornischen Mojave-Wüste. Eine gute Nase bewies auch Roy Spring, der Markus Ruf und Danielle Lanz offen über ihre private Vergangenheit und ihre Leidenschaft für gute Werbung erzählen lässt. Deren Agentur Ruf Lanz wurde dieses Jahr vom ADC zur «Agentur des Jahres» erkoren.
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CR Basel: Neue Sujets für Cornèrcard entwickelt

CR Basel hat für den Schweizer Kartenherausgeber Cornèrcard eine neue Dachkampagne realisiert.

Die Kampagne soll zum Ausdruck bringen, dass jede Cornèrcard eine Klasse für sich sei, schreibt die Agentur in einer Mitteilung – Cornèrcard biete für alle und alles die passende die Karte. Die Sujets kommen als Inserate, in einer breit angelegten Banner-Kampagne und an ausgewählten Stellen als Plakate zum Einsatz.
Verantwortlich bei Cornèrcard, Lugano: Stefan Schindler (Head of Corporate Communication). Verantwortlich bei CR Basel: Gabriel Heuberger (CD), Philipp Kropf (AD), Philipp Schweizer (Text), Daniel Bürgi (Strategie), Monika Vonstein (Beratung); Felix Streuli (Fotos). Media: mc-media, Basel, Silvana Maucioni.
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