SRG-«Superdirektor»: Tibère Adler ist Favorit

Für die Nachfolge von SRG-Generaldirektor Armin Walpen gibt es einen Favoriten: Edipresse-Chef Tibère Adler.

Er ist der aussichtsreichste Kandidat auf einer Liste des Wahlausschusses des SRG-Verwaltungsrats. Das berichten laut Sonntagszeitung mit dem Verfahren vertraute Personen. Auch FDP-Nationalrat und Medienunternehmer Filippo Leutenegger sowie Alt-Bundesrätin und Ex-Novartis-Managerin Ruth Metzler werden als Kandidaten gehandelt. Walpen selbst wünscht sich als Nachfolger offenbar Gilles Marchand, Chef der französischsprachigeen SRG-Programme.
Nicht mehr im Rennen ist Jürg Wittwer, Chef der Elvia Versicherung. Er wurde von einer Gruppe rechtsbürgerlicher Politiker um den Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner unterstützt. Er bedaure, dass seine Kandidatur nicht berücksichtigt wurde, sagt er gegenüber der Sonntagszeitung.

Zeta gestaltet neue Website für Migros Museum für Gegenwartskunst

Die Agentur Zeta hat für das Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich einen neuen Online-Auftritt entwickelt.

Die neue Website unterstreiche die Werte des Migros Museums, das sowohl Ausstellungszone, Forschungsstätte und verspieltes Experimentiertfeld sei, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Die Bildinhalte überlagern sich und stehen so für die Vielschichtigkeit und Interdisziplinarität des Museums. Die Typografie hingegen zeichne sich durch Klarheit und Aufgeräumtheit aus.
Verantwortlich bei Migrosmuseum für Gegenwartskunst Zürich: Heike Munder, Judith Welter. Verantwortlich bi Zeta, Zürich: Ibrahim Zbat (CD/Grafik). Programmierung: Taywa, Zürich. Programmierung: Taywa, Zürich
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Bluespirit: Pitch um Chevrolet-Mandat gewonnen

Blue Spirit Communications entwickelt ab sofort für Chevrolet Europe elektronische Pressemappen für europäische Medienvertreter.

Diese Webseiten werden speziell für Messen und Lancierungen von neuen Fahrzeugen für die Medien entwickelt und gebaut, wie es in einer Mitteilung der Agentur heisst. Die erste Anwendung wird bereits zum Automobil-Salon in Genf zu sehen sein.

Zu guter Letzt: Wie aus Hänschen ein Social Networking-Spezialist wird

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr – dies scheint nach Ansicht von Forschern an einer belgischen Universität auch auf das Social Networking zuzutreffen.

Damit Hans sich bereits als Baby im Twittern üben kann, haben die Forscher den sogenannten «Twoddler» entwickelt – ein Activity Center von Fisher Price, das mittels Sensoren und Bildern von Verwandten und Bekannten der Kinder zur Twitter-Maschine ausgebaut wurde. Aktivitäten des Babies werden von den Sensoren registriert, worauf die Software aktiviert wird. Spielt ein Kind für einen gewissen Zeitraum etwa mit dem Bild seiner Mutter, wird ein vordefinierter Text wie «Hänschen vermisst seine Mutter» automatisch auf dem zugehörigen Twitter-Account veröffentlicht. Aber keine Angst, liebe Zwitscherinnen und Zwitscherer: Vorerst handelt es sich beim Twoddler um einen unverkäuflichen Prototyp – in nächster Zeit sind also keine Meldungen von Nachbars schreiendem Nachwuchs zu befürchten. Und wenns doch einmal so weit sein sollte: Auf ein paar unsinnige Tweets mehr kommts dann wohl auch nicht mehr an.
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Moderiert Roman Kilchsperger auch die Nachfolgesendung von «Deal or No Deal»?

Laut der Zeitung Sonntag ist bekannt, wer die Nachfolge-Show von «Deal or No Deal» moderieren wird: Roman Kilchsperger. Glaubt man dem Sonntagsblick, muss sich der Moderator dann aber um einiges gesitteter geben als bisher.

Wie die Zeitung Sonntag schreibt, hat Ueli Haldimann gemäss einem SF-Insider seinem Schützling Kilchsperger versprochen, dass er die neue Quizshow mit Wissensfragen präsentieren könne. Die Sendung wird ab Herbst jeweils ebenfalls am Mittwochabend auf SF 1 zur gleichen Sendezeit wie «Deal or No Deal» ausgestrahlt werden.
Glaubt man dem Sonntagsblick, muss sich Kilchsperger aber in der Nachfolgesendung um einiges gesitteter zeigen als bisher: So sollen neben einem kontinuierlich sinkendem Marktanteil auch die Sprüche des Moderators zur Absetzung von «Deal or No Deal» geführt haben. Wegen ständiger Zuschauerreklamationen bezüglich der Sprüche habe Haldimann einen Imageverlust für das Schweizer Fernsehen befürchtet, heisst es aus SF-internen Kreisen. Der SF-Ombudsmann bestätigte gegenüber dem Sonntagsblick, dass es in den letzten Jahren einige Reklamationen gegeben habe. Die meisten bestrafen dabei Kilchspergers Sprüche. Diese seien zu forsch. Andere monierten, dass er die Kandidaten nicht ernst nehme. Ein der SoBli-Redaktion bekanntes Mitglied des Publikumrats soll dies bestätigt haben; von Anfang an habe das SF bei dieser Sendung mit Vorwürfen wegen Sexismus zu kämpfen. Die silbernen Perücken hätten die Moneygirls zu austauschbaren Objekten degradiert. Darauf wurde ihr Outfit angepasst. Kurzfristig habe man es sogar mit Moneyboys versucht – was der Produktionsfirma Endemol nicht passte.
Laut Sonntagsblick fürchtet man sich in der Unterhaltungsabteilung des Schweizer Fernsehens schon vor Haldimanns nächstem Streich: Die Absetzung von Sven Epineys Quizshow «5 gegen 5». Man rechnet damit, dass nach mehr als 1’000 Sendungen das Aus bald kommen könnte, heisst es aus dem Publikumsrat.

Unimase: Neuer Leiter für den Bereich Werbung und Strategie

Oliver Widmer ist seit Anfang Jahr Advertising & Strategy Director bei der Zuger Werbeagentur Unimase (United Marketing Services). In dieser Funktion wird er für die Werbung und Strategieberatung verantwortlich sein und das Team von Managing Director Harald Jacksties verstärken.

Zuvor war Oliver Widmer bei Rüegg Werbung, Advico, Young & Rubicam und Branders Group in Zürich tätig. Vor seinem Wechsel zu Unimase betreute er in den letzten Jahren Kunden wie: Die Post, Postfinance, BKW, Basellandschaftliche Kantonalbank und Novartis. Als ehemaliger Projektleiter Branding bei Manor war Widmer für Werbeagenturen als auch für Werbeauftraggeber tätig. Er studierte Sozial- und Kommunikationswissenschaften in Zürich und Luzern.

Kontrolle verloren

Vizner Borel hinter der Bühne der Winkelwiese.

Das Theater an der Winkelwiese sorgt seit Jahren zuverlässig für neue Entdeckungen rund um das deutschsprachige Autorentheater. Gefragt ist vor allem Avantgarde. Auch für den Theaterfrühling 2010 sind mehrere spannende Premieren angesagt. Die Spielzeit steht unter dem Thema «Kontrollverlust». Aktuell ist die Schweizer Erstaufführung «Kaspar Häuser Meer» in der Regie des Theaterleiters Stephan Roppel zu sehen. Beworben wird das Programm von ViznerBorel. Die Agentur, welche schon länger für die Winkelwiese auftritt, hat neben Plakaten auch ein Spielzeitmagazin «Winkel» in Szene gesetzt.
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In-Game-Advertising – Werbemedium der Zukunft

In der Schweiz fristet In-Game-Advertising noch ein Mauerblümchendasein. Das zeigt eine Bachelor-Arbeit an der Hochschule für Wirtschaft Freiburg.

In der heutigen multimedialen Gesellschaft werden Menschen täglich mit einer Unmenge von Werbebotschaften konfrontiert. Die Adressaten der Werbebotschaften reagieren meist mit einer Vermeidungshaltung gegenüber der Werbung, um die kognitive Überlastung zu reduzieren. Im Kampf um die Aufmerksamkeit der potenziellen Kunden sieht sich die werbetreibende Wirtschaft daher zunehmend dem Problem ausgesetzt, dass sich die Kunden den Botschaften entziehen und die Werbeziele somit nicht erreicht werden. Vor diesem Hintergrund gewinnen programmintegrierte Werbeformen wie zum Beispiel das In-Game-Advertising bei Werbepraktikern zunehmend an Beliebtheit, da sie die Selektions- und Abwehrmechanismen der Rezipienten umgehen können. Eine Bachelor-Arbeit an der Hochschule für Wirtschaft in Freiburg hat die Möglichkeiten und Grenzen von In-Game-Advertising untersucht. Dabei wurden Spezialisten aus dem In- und Ausland befragt.
In-Game-Advertising – Zahlen und Fakten
In-Game-Advertising ist die geplante, systematische Integration von werblichen Massnahmen in die virtuelle Spielwelt, mit welcher Kommunikations- und/oder Absatzziele der werbetreibenden Unternehmung erreicht werden sollen.
Im Auftrag von IGA Worldwide befragte Nielsen Bases und Nielsen Games 1300 Nutzer von PC-Spielen für die Studie «Consumers’ Experience with In-Game-Content & Brand Impact of In-Game-Advertising». Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt die positive Reaktion von Spielern auf Werbung in Videospielen: 82 Prozent empfinden ein Spiel mit Werbeeinblendungen genauso unterhaltsam wie eines ohne. Ausserdem stieg die positive Wahrnehmung aller im Spiel beworbener Produkte im Schnitt um 61 Prozent. Bei einem Potenzial von bis zu 20 Millionen Gamern im Alter zwischen 14 und 39 Jahren und ca. 3,7 Millionen Online-Spielern allein in Deutschland nimmt jeder Vierte ein Gamepad in die Hand.
Der durchschnittliche Gamer in den USA ist heute 35 Jahre alt, in Deutschland 33 Jahre. Letztes Jahr spielten 26 Prozent der Amerikaner über 50 Jahre Games; 1999 waren das erst 9 Prozent. 40 Prozent aller US-Gamer sind Frauen, in Deutschland geht man von 33 Prozent aus. Da ist es logisch, dass die Game
Community auch in Sachen Werbung eine interessante Zielgruppe darstellt.
Wie kann In-Game-Advertising eingesetzt werden?
Das In-Game-Advertising ist ein innovatives Marketinginstrument im Rahmen der Kommunikationspolitik, mit dem attraktive Zielgruppen angesprochen werden können. Allerdings sollte vermieden werden, In-Game-Advertising einzusetzen, um einen Brand bekannt zu machen. Werbung in Spielen ist perfekt geeignet, um eine Markenbotschaft zu transportieren, um eine Marke ins Gespräch zu bringen und stärker im Bewusstsein zu verankern. Hierbei werden oft dieselben Mechanismen verwendet, die für den Erfolg von viralem Marketing verantwortlich sind.
Doch auch hier ist zu beachten, dass das Spiel durch die eingesetzte Werbung nicht an Authentizität verliert, wodurch dem Werbetreibenden die Gefahr eines Imageverlustes droht. Bei dosiertem Einsatz kann das In-Game-Advertising das Spielvergnügen steigern. Falls in einem Spiel zuviel Werbung integriert wird, besteht im Gegensatz dazu die Gefahr der Werbeüberflutung, ähnlich wie beim TV. Nicht zuletzt wird In-Game-Advertising im Bereich Public Affairs in der Politik bei Wahlen eingesetzt. Als erfolgreiches Beispiel kann die letztjährige Kampagne von Barack Obama im Rahmen der Präsidentschaftswahl in den USA erwähnt werden.
Markus Buchs und Max Meister
Weitere Ergebnisse der Arbeit
1. Nur dynamisches In-Game-Advertising wird künftig «überleben».
2. Ausschliesslich reichweitenstarke Games mit interessanten und auch fokussierten Zielgruppen sind erfolgversprechend.
3. In-Game-Advertising bietet ausgezeichnete Targeting-Möglichkeiten.
4. Kreative Inszenierungen sind möglich.
5. Die Akzeptanz der Zielgruppen bei passenden Marken und Inszenierungen ist sehr hoch. Die Abwehrhaltung der User ist überraschend tief.
6. Intensive Kontaktmöglichkeiten mit dem Werbemittel mit imagebildendem Charakter.
Zukunft
Hier zu Lande besteht oft noch eine gewisse Hemmschwelle bei Werbetreibenden, In-Game-Advertising einzusetzen. Ganz im Gegensatz etwa zu Grossbritannien oder Deutschland. Aber über kurz oder lang wird auch hier ein Umdenken stattfinden. Auf dem Schweizer Markt wird es entscheidend sein, Standards zu kreieren und Auflagen beglaubigen zu lassen. Nur so kann In-Game-Advertising den werbetreibenden Unternehmungen als seriöser Marketing- und Kommunikationskanal schmackhaft gemacht werden.

Medidata transportiert 50 Elefanten

Medidata mit Sitz in Root (LU) hat im Jahr 2009 20,15 Millionen Dokumente auf elektronischem Weg transportiert. Dies sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit behaupte sich das Unternehmen als führender Full Service Provider für den elektronischen Datenaustausch im Schweizer Gesundheitswesen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Ein Dokument hat eine durchschnittliche Grösse von 2,6 A4-Seiten. Rechnet man das Gesamtgewicht der 20,15 Millionen Dokumente aus, ergibt dies rund 261 Tonnen. Dies entspricht laut Mitteilung ungefähr dem Gewicht von 50 Elefanten. Daniel Ebner, CEO der MediData: «Damit senken wir – zusammen mit unseren Partnern – die Administrativkosten im Schweizer Gesundheitswesen. Und schonen damit erst noch die Umwelt.» Neben Leistungs- und Prämienabrechnungen werden auch Röntgenbilder und Mahnungen zwischen Leistungserbringern und Versicherern elektronisch transportiert.

Ist CS (Crowd Sourcing) der CD (Creative Director) der Zukunft?

Die Agenturen müssen die Auslagerung kreativer Intelligenz nicht fürchten, doch sie dürfen sich nicht zurücklehnen und sie müssen damit umgehen können.

Schon in den 60er-Jahren wollte man die Befindlichkeit der Jugendlichen genau erforschen, nicht zuletzt um daraus Schlussfolgerungen für die Vermarktung bestimmter Konsumprodukte ziehen zu können. Man fragte die 12- bis 14-Jährigen in England also: «Who are you?», und erhielt die unmissverständliche Antwort: «We are rebels.» Auch wenn es ein Klischee sein mag, besser hätte die Antwort den Zeitgeist jener Epoche nicht ausdrücken können.
Fast 50 Jahre sind vergangen und in der Umfrageninflation des 21. Jahrhunderts durfte die gleiche Frage an die heutigen 12- bis 14-Jährigen natürlich nicht fehlen. Vom Geist der Rebellion ist nicht einmal mehr ein Hauch zurückgeblieben, dafür zeichnet sich deutlich ein neues Selbstverständnis ab, weil die Befragten von sich sagen, sie seien «connected», «Networking» sei ihre Leidenschaft und sie betrachten sich als «creative». Auch nicht eigentlich überraschend, aber wer mit Werbung sein Geld verdient, sollte sich ein paar Gedanken über dieses Selbstverständnis der Web2-Generation machen. In Abwandlung des berühmten Zitats von Andy Warhol könnte man sagen, «in the future everybody wants to be a creative for 15 minutes». Und wer durchs Netz surft, entdeckt neben Tonnen von Cyber-Müll auch ganz grossartige kreative Geistesblitze. Das ist natürlich auch den Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen in den Unternehmen nicht verborgen geblieben und sie beginnen schon, sich des «Crowdsourcings» zu bedienen.
So hat etwa die Bildzeitung auf dem Netz die Websurfer aufgerufen, sich kreativ mit der Marke Bild auseinanderzusetzen und Vorschläge für eine Werbekampagne zu machen. Die Profis kamen nur noch als Jury zum Zuge, die aus den Tausenden von Vorschlägen die besten auszuwählen hatte. Und die Liste der Firmen, die crowdsourcen, wird immer länger. Der Einzelhändler Tchibo oder der Schmuckhersteller Swarowski lassen Kunden, Kreative oder schlicht jedermann an der Produktentwicklung mitarbeiten. Ein Vorgehen, das auch der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) seit Längerem praktiziert.
Unsichtbare Talente im Netz
Im Herbst 2007 hatte Cisco einen externen Innovationswettbewerb unter dem Titel «I-Prize» organisiert, um eine Idee zu finden, die für Cisco zu einem Milliardengeschäft werden sollte. Das Unternehmen wollte aus seiner Tunnelperspektive ausbrechen und Ideen finden, die ihm bisher entgangen waren. Mehr als 2’500 Menschen aus 104 Ländern kreierten 1200 unterschiedliche Ideen, die in einem aufwendigen Verfahren analysiert und die erfolgversprechendsten ausgewählt wurden. Als Quintessenz des Ideenwettstreits entwickelte Cisco ein mit Sensoren versehenes intelligentes Stromnetz. Unverblümt gaben die Verantwortlichen zu, dass diese «öffentliche» Art der Ideenfindung viel komplexer war, als sie erwartet hatten, und einen enormen internen Aufwand zur Folge hatte. Dennoch bewerteten sie das Crowdsourcing als vollen Erfolg, auch und gerade weil jedes Unternehmen und jede Branche dazu neigt, die Welt aus der immer gleichen Perspektive zu sehen, die durch einen anderen Blickwinkel in Frage gestellt werden kann.
Unternehmer, Marketing- und Kommunikationsverantwortliche flirten immer mehr mit dem Gedanken, Aufträge nicht einfach an spezialisierte Zulieferer zu vergeben, sondern sich an die unsichtbaren Talente im Netz zu wenden, die ihnen inspirierter und billiger als die professionellen Kreativen erscheinen. Diese Entwicklung wird auch dadurch gefördert, dass Agenturen immer mehr zu Zuliefern degradiert werden und die engen, vertrauensvollen Partnerschaften von einst, die immer wieder zu hervorragenden kreativen Lösungen geführt haben, verloren gehen.
Die Kreativität und Inspiration der vielen anzuzapfen mag viel schwieriger sein, als sich dies nach neuen Modellen suchende Kommunikationsverantwortliche vorstellen mögen, aber wir Werbetreibenden sollten schnellstens aufhören, uns auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen und davon auszugehen, dass es auch noch in 30 Jahren eine Berufsgruppe geben wird, die sich auf ihrer Visitenkarte unter einem klingenden Agenturnahmen als Kreative ausweist. Sonst könnte es passieren, dass sich die Creative Directors nicht mehr bei der Jurierung der eigenen Kampagnen im ADC, sondern in der Jury treffen, welche die kreativsten Ideen aus einem Crowdsourcing zu beurteilen hat.

Aufgefallen

Aufgefallen ist der Werbewoche diesmal die Lancierungskampagne neue Fensterlinie von EgoKiefer sowie der neue Rhythmus des der Satirezeitschrift Nebelspalter.

Heiss auf Eis für den Klimaschutz
Wer in der Arktis überleben will, muss richtig gut sein. Eisbär, Pinguin und Polarfuchs zum Beispiel. Und damit der Lebensraum dieser Tiere nicht noch mehr zusammenschmilzt, müssen wir unseren Energieverbrauch reduzieren. Der Schweizer Fenster- und Türenbauer EgoKiefer ist auch richtig gut – denn er reduziert mit seiner neuen High-Tech-Fensterlinie «AllStar» den Energieverbrauch über das Fenster um bis zu 75 Prozent. Das brachte die Agentur Freicom auf die Idee, Eisbär, Robbe und Eisvogel in den Mittelpunkt der Lancierungskampagne für die neue Fensterlinie von EgoKiefer zu stellen. Für die Kampagne reiste Lichtkünstler Gerry Hofstetter in die Arktis und projizierte Fotos der tierischen Überlebenskünstler auf Eisberge. In nur sechs Monaten plante Freicom die Bildwelt der Kampagne und realisierte ein neues Broschürenkonzept, etliche Kleindrucksachen sowie den Auftritt von EgoKiefer auf der Swissbau 2010.
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Nebelspalter mit 10 Extra-Ausgaben
Die Schweizer Satirezeitschrift Nebelspalter verdoppelt die Zahl der jährlichen Ausgaben und verkürzt mit zehn zusätzlichen Heften die Wartezeit zwischen den Hauptausgaben. Mit dem neuen Rhythmus kommt der Nebelspalter dem verbreiteten Wunsch nach aktuelleren politischen Satiren, Cartoons und Kommentaren nach. Der Nebelspalter hat eine Auflage von 80 000 Exemplaren. Das erste «Extra»-Heft erscheint am 18. Februar.

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TV und Internet im Plus

Gemäss dem Goldbach Index Gemi sind die Medien TV und Internet im Dezember mit 7 beziehungsweise 6 Indexpunkten im Plus. Im Total des Jahres verzeichnen sie einen Zuwachs von 19 beziehungsweise 209 Indexpunkten.

Die E-Medien nahmen im Dezember um 6 Indexpunkte auf 463 (457) zu. TV steigerte den Werbedruck um 7 Indexpunkte auf 469 (462), und Internet vermochte 6 Indexpunkte auf 578 (572) zuzulegen. Radio konnte die Pace mit einer Steigerung von 2 Indexpunkten auf 261 (259) halten, während Teletext weitere 4 Indexpunkte auf 139 (143) einbüsste. Adscreen erholte sich mit einem Gewinn von 8 Indexpunkten wieder auf die Höhe von 188 (180).
Alle durch Media Focus publizierten Medien halten sich weiterhin auf 183 Indexpunkten. Die im 2009 erreichten Veränderungen sehen insgesamt damit wie folgt aus: TV +19, Radio +15, Internet +209, Adscreen -79, Teletext -16, E-Medien +32, alle Medi¬en -10 Indexpunkte.
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