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Google: Fünf Millionen Dollar für Super-Bowl-Werbung
Google hat mit einem rund einminütigen Super-Bowl-Fernsehspot für Aufruhr gesorgt. Die Werbung ist der bisher grösste Schritt in Richtung klassisches Marketing. Eigentlich setzt Google vorwiegend auf Mundpropaganda oder Onlineaktivitäten, um seine Suche zu bewerben.
Keystone/AWP Video: Neuer Leiter für die Videonachrichtenagentur
Roland Schäfli übernimmt per 1. März 2010 die Leitung der von den beiden Agenturen Keystone und AWP betriebenen Unit Keystone/AWP Video. Der 41-Jährige folgt in dieser Position auf Patrick Teuscher, der als Programmleiter zu Tele Bärn wechselt.
Keystone/AWP Video ist eine gemeinsam von Keystone und AWP Finanznachrichten betriebene Videonachrichtenagentur. Sie bietet Kunden Webvideos – beispielsweise News- oder Finanzvideobeiträge – aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Videobeiträge werden sowohl für Websites als auch für private Fernsehstationen produziert und entweder als komplette Endfassung oder aber als Rohmaterial zur weiteren Bearbeitung an die Kunden geliefert.

Lauterkeitskommission: Anwalt droht mit Strafanzeige
Nimmt sich die Lauterkeitskommission einer Beschwerde gegen eine Medizinalpraxis an, droht ihr ein Strafverfahren. Die Androhung erhielt sie vom Anwalt der Fettabsauge-Praxis, gegen die sich die Beschwerde richtet.
Begründet wird die Androhung damit, dass das Vorgehen der SLK ungesetzlich sei, und dass sich die Organe der Stiftung richterliche Funktion anmassen würden. Ausserdem sei die Verfahrensordnung mit erheblichen, die Rechtsstaatlichkeit missachtenden, Mängeln behaftet. Das Schreiben, welches den Parteien am 15. Dezember 2009 zugestellt wurde, sei dazu angetan, die Parteien einzuschüchtern und zur Verfahrenseinlassung zu nötigen.
EDI soll den Vorfall prüfen
Die SLK habe von dieser Eingabe Kenntnis genommen und nach eingehender Beratung beschlossen, den Tatbestand an das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) weiterzuleiten, heisst es im Communiqué. Dieses soll im Rahmen der gesetzlichen Stiftungsaufsicht von Amtes wegen prüfen, ob die Tätigkeit der SLK unzulässig sei, wie das der Beschwerdegegner behauptet. Dies vor dem Hintergrund, dass das EDI die Statuten und das Reglement der Stiftung und der Kommission geprüft und genehmigt habe. Bis zum Entscheid des EDI erfolgt durch die SLK keine Anhandnahme im betreffenden Verfahren.
Die SKL besteht seit 1966 und bemüht sich seither als Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft um faire Werbung. Sie ist von Praxis und Lehre seit Jahrzehnten anerkannt. Ihre Entscheide werden den Parteien zugestellt. Stellt ein Betrieb seine als unlauter bezeichnete Werbung nicht ein, publiziert sie den Entscheid in den Medien. Die Kommission kann sich bei ihren Entscheiden auf rund 20 Experten aus Verwaltung, Gleichstellungsbüro, Verlagen und ähnlichem stützen. Entscheide können an die Gerichte weitergezogen werden.
AY&R für Migros: Den neuen Farmer gibt es zum Frühstück
Advico Young & Rubicam hat für das neue Farmer-Müesli der Migros zwei Sujets realisiert. Diese zeigen, anknüpfend an die bestehende Kampagne, typische Situationen am Morgen. Ein Weizenfeld steht dabei stellvertretend für die Frühstückscerealien.
Verantwortlich beim Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich: Bettina Huwyler, Désirée Strassmann (Projektleitung Marketing Kommunikation), Roland Peter (Category Manager). Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam, Zürich: Dominik Oberwiler (CD), Laurie Morard (AD), Marietta Mügge (Text), Edi Walker, Nathalie Jakober (Beratung), Verantwortlich bei Futurecom: Gabriel Tenger (AD), Rafael Tucev (Mulitmedia Programming), Jean-Philippe Persico (Beratung) Noë Flum (Fotograf), Süsstrunk&Jericke (Bildbearbeitung).




BaZ: Die Reaktionen auf den Verkauf
Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument wertet den Verkauf der Basler Zeitung Medien (BZM) als gutes Zeichen gegen eine weitere Konzentration in der Schweizer Medienbranche. Tamedia, die als mögliche Käuferin gehandelt wurde, sowie die NZZ, hüllen sich in Schweigen, ob Verhandlungen mit den BZM stattgefunden haben.
Durch den Verkauf der BZM ändere sich für Tamedia wenig. Bislang habe mit den BZM eine Partnerschaft bestanden, von der beide Seiten profitiert hätten. Die Kooperation betrifft unter anderem das Newsnetz oder den Werbeverkauf «Metropool». Ein Eigentümerwechsel bringe es mit sich, dass beide Seiten diese Partnerschaft neu beurteilen könnten. Tamedia müsse sich aber nicht zwingend an jedem Medienhaus beteilige sondern könne sich auch weiterhin Partnerschaften mit unabhängigen Medienhäusern vorstellen, so Zimmer weiter.
Peter Wanner, der Verleger der Mittelland Zeitung erklärte gegenüber der Werbewoche, dass er gespannt sei, wie sich die neue Situation auf die Schweizer Presselandschaft auswirken werde. Er hätte schon mit Matthias Hagemann Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit geführt, er sei aber auch bereit mit den neuen Eigentümern diesbezügliche Gespräche zu führen.
Bei der NZZ wollte man den Verkauf der Zeitung nicht weiter kommentieren. Die Frage, ob Verhandlungen mit den BZM stattgefunden haben, blieb auf Anfrage der Werbewoche unbeantwortet. Interesse an möglichen Kooperationen mit den neuen Eigentümern besteht aber auch hier.
Mehrheitlich positive Rückmeldungen
Hanspeter Lebrument begrüsste auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, dass in Basel weiterhin ein unabhängiger Verleger tätig ist. Da keiner der beiden grossen Konzerne Tamedia oder die NZZ-Gruppe die Basler Zeitung (BaZ) gekauft habe, verschiebe sich das Kräfteverhältnis in den Schweizer Medien nicht. Der Besitzer der Südostschweiz Mediengruppe gibt aber zu bedenken, dass der Financier Tito Tettamanti seine Medienbeteiligungen meist rasch wieder abgestossen habe – «bisher aber nicht an einen Zürcher Konzern». Es habe sich aber in der Vergangenheit auch gezeigt, dass Tettamanti die Zeitungsmacher unabhängig arbeiten lasse.
Als erfreulich bezeichnete auch der Medienwissenschaftler Stephan Russ-Mohl das Engagement eines privaten Investors bei der Basler Zeitung. Angesichts des Drucks, der auf den Schweizer Verlagen laste, halte er den Entscheid der beiden Käufer Tettamanti und Martin Wagner für mutig. Dank des Verkaufs an Unabhängige werde die Zeitungsvielfalt in der Schweiz vorerst weiter Bestand haben. «Es ist positiv, dass sich die grossen Konzerne nicht einfach weiter vergrössern», sagte der Professor für Journalistik und Medienmanagement an der Universität der italienischen Schweiz.
«Eine wichtige Tageszeitung bleibt unabhängig», so der Zürcher Publizist und Journalist Karl Lüönd. Das trage dazu bei, dass die Pressevielfalt in der Schweiz bestehen bleibe, sagte er am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Übernahme stelle den Verlag auf eine solide finanzielle Basis. Lüönd vermutet, dass hinter Wagner ein potenter Geldgeber steht. Konkret nennt er den Basler Medienunternehmer Bernhard Burgener, der neu im Verwaltungsrat der Basler Zeitung Medien Einsitz nimmt. Burgener ist Chef der Constantin Medien. Wie Lebrument vermutet jedoch auch Lüönd, dass Tettamanti bald weiterverkaufen werde. Und wenn es denn soweit sei, rückten wiederum die Grossverlage ins Blickfeld, so der Publizist weiter.
Comedia hat Bedenken
Die Mediengewerkschaft Comedia zeigt sich besorgt. Mit dem Verlag der Basler Zeitung gerate ein traditionsreiches Medienhaus in die Hände des Finanzinvestors Tito Tettamanti, so die Gewerkschaft. Es sei irritierend, dass Medienhäuser in der Krise zum Gegenstand spekulativer Aktionen werden könnten. Tito Tettamanti sei kein Garant für demokratische Öffentlichkeit, heisst es weiter. Comedia fordert die neuen Eigentümer auf, die Belegschaften der BZM nicht noch weiter auszupressen und die Redaktionen in politischer Unabhängigkeit arbeiten zu lassen.
Werber des Jahres: Die Bilder zum Anlass
Am Donnerstag feierte die Werbebranche die Verleihung des Titels «Werber des Jahres 2010». Rund 200 Vertreter der Schweizer Werbe- und Kommunikationsszene nahmen am Anlass im Lake-Side in Zürich teil. Hier die Bilder.











Walder Werber: Marktauftritt für Delta Office realisiert
Walder Werber hat für Delta Office und Delta Services den kompletten Marktauftritt konzipiert und gestaltet. Dabei sollte die neue Produktesoftware aktiv beworben werden.
Verantwortlich bei Delta Office: Thomas Fürst (Partner). Verantwortlich bei Walder Werber: Sascha Völki (AD); Michael Döös (Grafik); Alex Muster (DTP); Daniel Wegmüller (Text); Sandro Walder, Tanja Büsser (Beratung).




Basler Zeitung wird an private Investoren verkauft
Die Verlegerfamilie Hagemann und die Publigroupe verkaufen ihre Anteile an der Basler Zeitung Medien an die Investoren Tito Tettamanti und Martin Wagner. Die Basler Zeitung (BaZ) wird als eigenständige, unabhängige Zeitung weiterbestehen. Ein weiterer Stellenabbau ist nicht geplant. Chefredaktor der BaZ bleibt Matthias Geering. Beat Meyer, CEO der Basler Zeitung Medien, wird hingegen vom bisherigen Finanzchef Jürgen Hunscheidt abgelöst
Die Familie Hagemann, die vor 59 Jahren die Mehrheit am Konzern übernahm, hat seit dem vergangenen Herbst einen Käufer für die BZM gesucht. Ziel der Übernahme sei, die Basler Zeitung als unabhängige Tageszeitung zu erhalten, liess sich Martin Wagner zitieren. Man habe ein Signal gegen die Pressekonzentration in der Schweiz setzen wollen.
Das Verhältnis zwischen BZM-Verleger Matthias Hagemann und der Publigroupe, die 37 Prozent der Aktien hielt, war schon länger abgekühlt. Der Verkauf der BZM-Anteile entspreche nun der Strategie, Beteiligungen abzustossen, «die nicht mehr als strategisch gesehen werden», lässt sich Publigroupe-CEO Hans-Peter Rohner im Communiqué zitieren.
Sesselrücken
Während Matthias Geering Chefredaktor des Verlagsflaggschiffs BaZ bleibt, wird der BZM-Chef ausgetauscht: Beat Meyer muss seinen CEO-Stuhl räumen; Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Jürgen Hunscheidt. Zudem wird der bisherige Verlagsleiter Roland Steffen operativer Leiter (COO) für den ganzen Konzern.
Zur BZM-Gruppe gehören derzeit 14 eigenständige Firmen. Die Basler Zeitung
mit rund 88’000 Auflage ist das bekannteste, daneben sind es Gratis- und Gemeindeanzeiger sowie Druckereibetriebe. Die BZM hatte 2008/09 mit gegen 1‘200 Angestellten einen Umsatz von 263 Millionen Franken und einen Verlust von gut zwölf Millionen Franken erwirtschaftet.
Alte Geschäftsbeziehungen
Hagemann hat schon früher mit Tettamanti geschäftet: Als er mit der Zürcher Jean Frey AG samt Weltwoche nicht glücklich wurde, hat er diesen Verlag 2002 an den Tessiner Financier verkauft. Dieser veräusserte 2006 die Weltwoche dann an Roger Köppel.
Wagner ist seit geraumer Zeit Konzernanwalt der BZM, aber auch Verwaltungsratspräsident der Weltwoche und Verwaltungsrat der Axel Springer Schweiz. Er hatte Radio Basilisk 2007 übernommen und vor drei Wochen an die Familie Hagemann verkauft – privat, nicht an die BZM, wie betont wurde.

(Bild: Matthias Hagemann (links) und Martin Wagner (rechts) an der Pressekonferenz in Basel.)
Frame Eleven: Mit SF für Olympia eingeheizt
Frame Eleven hat für die SF-Unterhaltungsshow «unsere Helden» Schweizer Sportler in Szene gesetzt. Deren sportliche Leistungen wurden anlässlich der olympischen Winterspiele in einem Mix aus Archivbildern und moderner Grafik, dem Titel der Sendung entsprechend, heroisch visualisiert.

Verantwortlich beim Schweizer Fernsehen: Alex Hefter (CD), Thomas Gloor (AD), Ladina Engler (Projektmanagement). Verantwortlich bei Frame Eleven: Marc Haas (Beratung/CD), Mike Frei (AD), Pablo Kirschke (3D), (Graphics / Animation), Lilian Lüthi (Projektleitung).
20 Minuten Online: Verkauf unter neuer Leitung und mit Verstärkung
Per 1. Januar hat Sandro Albin die Leitung des Verkaufsteams von 20 Minuten Online übernommen. Die letzten zwei Jahre war Albin als Sales Manager Online & Crossmedia tätig. Das Verkaufsteam wurde zudem mit Marco Beccarelli und Cedrick Wolf verstärkt.
Zu guter Letzt: Den Teufel im Gesicht
Interviewfotos von Hans-Rudolf Merz gibt es zur Genüge. Nur selten wird dabei aber ein Moment erfasst, wie es dem Fotografen der NZZ am Sonntag gelungen ist. Arme und Hände, die Merz über den Kopf streckt, zaubern ihm ein mysteriöses Schattenbild ins Gesicht.

