> Zur Animation Credits Sound-Design: Corporate Sound AG, Basel Sound-Director: Peter Philippe Weiss Motion Design & Post Production: boutiq, Zürich Creative Directors: Philipp Zünd, Mike Huber 3-D-Artists: Michael Aerni, Joey Jones, Abe Liman
Tausche Zürich-Land gegen Thurgau
Passend zur Panini-Euphorie der Fussball-WM 2010 ist der Deal zwischen Tamedia, NZZ und der Familie Gut. Endlich kommt zusammen, was alle immer schon wollten, aber nicht erreichen konnten. Mit Tauschen gehts.
Redaktion
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21. April 2010
Ein Blick zurück: Als die Aktionäre der Thurgauer Zeitung (TZ) Anfang September 2005 den Verkauf ihres Verlages an Tamedia, die Herausgeberin des Tages-Anzeigers, bekannt gaben, war der Ärger beim St. Galler Tagblatt (SGT) gross. Denn auch der St. Galler Verlag, eine Tochter der NZZ-Gruppe, hatte mit der TZ über Kooperationen im Druck- und Inseratenbereich und später gar über eine Einbindung in das SGT-Kopfblattsystem verhandelt. «Den Zuschlag hat schliesslich überraschend der Zürcher Bewerber erhalten – aber nicht für ein Kooperationsmodell, sondern für eine vollständige Übernahme», stellte das SGT einen Tag nach Bekanntgabe des Deals ernüchtert fest. Auch der Regierungsrat des Kantons Thurgau bedauerte die Übernahme der Thurgauer Zeitung durch die Zürcher Tamedia. Dadurch verliere ein traditionsreiches Medienunternehmen seine Eigenständigkeit. In der Übernahme durch Tamedia sieht er aber eine Chance, da der Standort Frauenfeld dadurch ausgebaut werden könne und der Kanton weiterhin von zwei kantonalen Tageszeitungen versorgt werde. In einem Wocheninterview mit der Werbewoche im April 2006 antwortete Daniel Hofer, damals seit Januar 2006 Direktor Verlag und Produktion sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei der Neuen Zürcher Zeitung AG, auf die Frage, ob die NZZ ihre Beteiligungen rund um den Zürichsee gegen die Thurgauer Zeitung tauschen würden: «Ein Abtausch Thurgau gegen diese Beteiligungen ist für mich absolut kein Gesprächsthema. Im Gegenteil: Die Landzeitungen und die NZZ passen sehr gut zueinander und stellen komplementär ein sehr attraktives Produkteangebot für den Leser im Grossraum Zürich dar». Jetzt, vier Jahre später, ist alles anders. Wie kam es dazu? Im vergangenen Dezember erklärte Thedi Gut, der Verwaltungsratspräsident der Zürichsee Medien AG gegenüber der Zeitschrift Klartext, dass die Zürichsee-Zeitung zum Verkauf stehe: «Es geht um die Regelung der Nachfolge; ich bin jetzt 62-jährig. Der Verwaltungsrat und die Familie haben beschlossen, dass wir diese Nachfolgeregelung bis nächsten Sommer ausgearbeitet haben wollen.» Ende Januar bestätigte Thedi Gut gegenüber der Werbewoche: «Die Zürichsee Medien AG ist eine Familienaktiengesellschaft. Aus der Familie ist niemand willens, meine Nachfolge anzutreten. Wir haben deshalb im Verwaltungsrat beschlossen, verschiedene Varianten für diese Nachfolgeregelung zu prüfen. Eine dieser Varianten ist, dass wir einen Teil der Zürichsee Medien AG, nämlich die Zürichsee-Druckerei und unsere Mehrheit an der Zürichsee-Zeitung im Markt anbieten.» Auf die Frage, ob denn die Freie Presse Holding nicht ein Vorkaufsrecht am 60-Prozent-Anteil der Zürichsee Medien AG an der Zürichsee Presse AG habe, meinte Gut: «Sie haben ein Vorkaufsrecht an diesen 60 Prozent, aber nur, wenn wir diese allein verkaufen. So ist es in den Verträgen wörtlich formuliert.» Gut weiter: «Wir haben klare Vorstellungen, wie die Zürichsee Medien AG – das Mutterhaus – in fünf bis zehn Jahren aussehen soll. Einen einseitigen Verkauf unseres 60-Prozent-Anteils an der Zürichsee Presse AG, bei dem nur die NZZ als Käufer in Frage käme, wollen wir nicht. Ein solcher Verkauf würde unsere familieninternen Probleme nicht lösen. Diese Variante prüfen wir also gar nicht.» Entsprechend eingeschnappt war die NZZ. Albert Polo Stäheli, der CEO der NZZ-Gruppe, zur Werbewoche: «Als langjähriger Partner an der Zürichsee ¬Presse AG erstaunt uns das Vorgehen der Zürichsee Medien AG. Beide Partner der Zürichsee Presse AG verfügen über ein vertragliches Vorhand- und Vorkaufsrecht auf die Beteiligung des anderen. Ob dieses Vorhand- und Vorkaufsrecht durch das jetzt gewählte Konstrukt einer Subholding mit Beimischung von Vorstufendienstleistungen umgangen werden kann, werden allenfalls die Juristen klären müssen.» Zwei Monate später liess sich Conrad Meyer, der Verwaltungsratspräsident der NZZ-Gruppe, in seinem eigenen Blatt interviewen. Auf die Frage des Journalisten, was es zum Bieterwettbewerb von Thedi Gut zu sagen gäbe, meinte Meyer: «Wir halten 40 Prozent an der Zürichsee Presse AG. Beim Kauf wurde ein Vorhandrecht abgemacht. Wir gingen damals davon aus, dass es zum Tragen kommt, wenn die Zürichsee Presse verkauft wird. Nun soll aber die Wirksamkeit dieses Rechts mit einer juristischen Konstruktion ausgehebelt werden. Das finden wir nicht extrem nett.» Letzte Woche dann die grosse Überraschung. Die Medienhäuser NZZ-Mediengruppe und Tamedia haben sich auf den Tausch ihrer Regionalzeitungsbeteiligungen in den Kantonen Thurgau und Zürich geeinigt. Die Verlegerfamilie Gut und die FPH Freie Presse Holding verkaufen ihre Beteiligungen an den Zürcher Landzeitungen Zürcher Unterländer, Zürichsee-Zeitung und Zürcher Oberländer an Tamedia. Tamedia will damit im Kanton Zürich das «Berner Modell» mit zwei Zeitungen unter einem Verlegerdach einführen. Wer mitmacht, ist noch unklar. Neben den Landzeitungen werden auch Verhandlungen mit dem Winterthurer Landboten, der zu 20 Prozent Tamedia gehört, und den unabhängigen Schaffhauser Nachrichten geführt, wie Martin Kall, Vorsitzender der Unternehmensleitung, vor den Medien in Zürich sagte. Wohin diese Verhandlungen führen, sei völlig offen. Ein Entscheid soll bis Ende Jahr fallen. Tamedia schweben zwei Zeitungen vor, die publizistisch unterschiedlich sind, sagte Kall weiter. Er bezeichnete das «Berner Modell» als «kluges Modell». So etwas müsse auch im Kanton Zürich möglich sein. Dadurch sollen für die beteiligten Tageszeitungen vorteilhaftere wirtschaftliche Perspektiven geschaffen werden. Das gilt auch für den Anzeigenverkauf, wo eine solche Kombination (mit oder ohne Tages-Anzeiger) unter Umständen auf Interesse stossen könnte. Die Frage stellt sich, wie Kall mit der Tatsache umgeht, dass der Zürcher Unterländer und die Zürichsee-Zeitung momentan von der Publigroupe vermarktet werden. Kall gilt nicht unbedingt als deren Freund und setzt vielmehr auf Eigenvermarktung. Da müssen die Konditionen des Lausanner Vermarkters schon sehr günstig werden, um Kall umzustimmen. Die FPH Freie Presse Holding AG, eine Tochter der NZZ-Mediengruppe, übernimmt von Tamedia deren 100-Prozent-Beteiligung an der Huber & Co., der Herausgeberin der Thurgauer Zeitung. Die Thurgauer Zeitung wird ab Anfang 2011 in die Tagblatt Medien integriert. Aus der Verbindung der Thurgauer Zeitung mit der Thurgauer Ausgabe des Tagblatts soll damit eine publizistisch starke und wirtschaftlich tragfähige Stimme für den ganzen Thurgau entstehen. Und alle sind zufrieden. Ausser der Thurgauer Regierung: «Erwünscht gewesen sei Zeitungsvielfalt, jetzt sei man bei nur noch einer Zeitung im Kanton angekommen», meinte Regierungspräsident Claudius Graf. Wen kümmerts? Pierre C. Meier
Eine Agentur geht auf Tour
Numéro 10 lanciert die Tool-Box und bietet direkt beim Kunden strategische Dienstleistungen, Weiterbildungen und Workshops an.
Redaktion
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21. April 2010
Alle reden von Buzz und viralem Marketing. Was aber steckt dahinter? Im letzten Herbst hat die Werbeagentur Numéro 10 zusammen mit Ihrer Unit für dynamische Kommunikation BUZZILLA an drei Events in Zürich, Bern und Lausanne darüber aufgeklärt, wie die neuen Mechanismen einer «dynamischen Werbung» funktionieren. Als Feedback auf ihren smarten Film «Attack of the Buzz» hat Numéro 10 eine grosse Nachfrage für solche Angebote feststellen können. «Viele neue Kunden zeigten sich an unseren Ideen interessiert. Das Wissen über die Möglichkeiten der dynamischen Werbung ist aber oftmals noch sehr abstrakt», weiss Gilles Aeby. Der Event mit dem Film war ein Türöffner, jetzt wo die Tür offen ist, müsse man etwas anbieten, das den Interessen und Bedürfnissen der Kunden entspricht. Der CEO von Numéro 10 und Dozent für Buzz, Viral, Social Media und Guerilla-Marketing am Sawi will deshalb jetzt «noch mehr in das Herz der Disziplinen gehen». Die Agentur geht auf Tour und besucht potenzielle Kunden, um spezifische Weiterbildungen für deren Marketingabteilungen anzubieten. Diese Workshops erlauben es den Unternehmen, ihre Marken- und Kommunikationsstrategie besser in den Griff zu kriegen. Die Kunden werden dabei auch sensibilisiert für die Disziplinen der dynamischen Kommunikation und für die sozialen Netzwerke. Die Märkte und Tendenzen entwickeln sich sehr schnell. Viele Kunden sind aber zu stark absorbiert im daily business, um die Tendenzen selber verfolgen zu können – und vor allem auch richtig zu interpretieren. Als die Spezialisten der Branche wollen Aeby und sein Team deshalb jetzt ihr Wissen weiter öffentlich machen. «Wir verstecken uns nicht mehr im Büro, sondern gehen hinaus zum Kunden, um mit ihm zusammen die neuen Trends und Ideen zu erarbeiten.» Als Basis für diese Workshops hat Numéro 10 eine spezielle Tool-Box entwickelt, die ganz frisch online über die neu gelaunchte Website www.numero10.ch angeboten wird. Im neuen Programm von Numéro 10 finden sich strategische Dienstleistungen mit den Angeboten Brand-Box und Trend-Box. Für Weiterbildungen gibt es die Buzz-Box und Social Box sowie für Workshops die Creative Box. Alle fünf Packages werden zu Fixpreisen für die verschiedensten Themen angeboten. Der Kunde weiss genau, was er kauft und zu welchem Preis. Das gibt eine totale Kostentransparenz. «Das Interesse an Branding, Trends, dynamischer Werbung sowie Social Media ist gross. Der Markt verlangt nach neuen Ideen. Man weiss aber noch nicht, wie man mit Buzz und Guerilla umgehen soll. Deshalb zeigen viele Marketingleute Hemmungen, in solche Kampagnen zu investieren», hat Gilles Aeby festgestellt. Mit der Tool-Box will er jetzt die nötigen Entscheidungshilfen anbieten. Bevor potenzielle Kunden sich für Guerilla oder eine virale Kampagne entscheiden, können sie testen, ob solche Methoden überhaupt zur Philosophie ihrer Firma und Marke passen. Die Strategen der Agentur ziehen dabei die Lösungen nicht einfach aus einer Schublade, sondern bereiten sich individuell auf jeden Workshop vor – abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kunden und seiner Branche. An einem Workshop haben kürzlich 100 Leute teilgenommen, die generell über die neue Kommunikation ihres Unternehmens informiert werden sollten. «Da wird das Thema eben flacher gehalten», erklärt Client Service Director Cendrine Gafner. Im normalen Fall sind es zehn Leute rund um die Marketingabteilung, die sich bei solchen Workshops ausbilden lassen. Die Weiterbildung zur dynamischen Kommunikation heisst Buzz-Box. Ein solches Meeting dauert einen halben Tag mit Theorieteil und Praxis und kos¬tet fix 5‘000 Franken. Die Buzz-Box versteht sich als Weiterbildungstool für Buzz, Viral und Guerilla-Marketing. Nach dem Workshop sind die Kunden befähigt, der Agentur ein viel sinnvolleres Briefing für das weitere Vorgehen zu erteilen. «Der Kunde fühlt sich wohler. Er weiss, wo es Potenzial gibt für seine Kommunikation.» Der Kunde ist involviert und glaubt deshalb an die Idee. Und er hat bei der Agentur in Zukunft auch einen viel persönlicheren Ansprechpartner. Wenn der Kunde nach dem Workshop an die gewonnenen Ansätze glaubt, können diese weiterentwickelt werden. Dazu bietet Numéro 10 verschiedene nach einem bewährten Standard formatierte Module an. Einige funktionieren nicht mehr als Workshop, sondern können als Leistungstools eingekauft werden, mit katalogmässig deklarierten Preisen von 5‘000 bis 35‘000 Franken. Mit der Brand-Box zum Beispiel wird Mar¬ken¬identität erarbeitet. Eine Brand-Review analysiert und vergleicht die Marke im Umfeld der Konkurrenz. Hier werden die gesuchten Werte für eine Positionierung definiert. ¨ Die Trend-Box verknüpft die Marke mit den aktuellen Trands. Für die Trend-Box arbeitet Numéro 10 mit externen Instituten zusammen. Hier wird der Kunde über die neusten Trends und Resultate informiert. Dazu wird auch ein internationales Monitoring angeboten. Eine Social Box optimiert die Präsenz eines Unternehmens im Bereich Social Media. Die Creative Box ist wieder als Workshop organisiert. Hier sollen nach einer bestimmten Methode zusammen mit dem Kunden neue Ansätze für eine vermischte Kampagne entwickelt werden. «Wir wollen den Kunden klar machen, wie man klassisch und dynamisch effizient zusammen aufbauen und kombinieren kann.» Das sei schlussendlich die strategische Stärke von Numéro 10: Buzz, Viral, Social Media, Guerilla und eine klassische Kampagne sollen harmonieren und sich gegenseitig unterstützen. Im Workshop mit dem Modul der Creative Box wird mehr Schubkraft bei der Ideensuche für ein Unternehmen entwickelt. Bei der Arbeit mit der Tool-Box spielen auch Zahlen eine wichtige Rolle. Bis jetzt hatten viele Kunden noch keine Anhaltspunkte, wie dynamische Werbung gemessen werden kann. «Es fehlte der Background für zuverlässige Vergleichspunkte.» Mit über 40 dynamischen Kampagnen, die Numéro 10 bereits realisiert hat, werden solche Werte inzwischen aber fassbar für eine fachmännische Interpretation. «Oft sind die Vorstellungen von Guerilla noch sehr wild. Mit all unseren Kampagnen haben wir aber lernen können, was funktioniert und was nicht.» Andreas Panzeri Gilles Aeby, Stratege und CEO, ist seit diesem Frühling Alleinbesitzer von Numéro 10 im bernischen Bremgarten. Cendrine Gafner ist neu in die Geschäftsleitung berufen worden und wirkt weiterhin als Client Service Director. Mit einem Welschen und einer Deutschschweizerin in der GL ist die Agentur nun stärker bilingual organisiert, was die eigentliche Philosophie der Agentur optimal verkörpert. Numéro 10 bietet klassische Kommunikation und hat sich gleichzeitig mit einer eigenen Unit BUZZILLA auf dynamische Werbung – Buzz, Viral, Guerilla – spezialisiert.
Mit seiner neuen Website lanciert Numéro 10 auch ein Webradio «mit sonniger Musik und internationalen Podcasts zu verschiedenen Kommunikationsthemen». Jeden Monat werden rund 10 Podcasts in Rotation gestreut. Ebenso auf der neuen Site findet sich ein Blog über die besten internationalen Cases in Classic Advertising, Buzz und Viral sowie die neusten Guerilla-Kampagnen. Die Website und das Blog sind mit den Numéro-10-Plattformen auf Facebook, Twitter und Netvibes vernetzt.
Die Werbewoche auf Star TV: Making of «Schweizer Wochen bei McDonalds»
Am Donnerstag ab 19:45 blickt Star TV dem Regisseur Patrick Senn beim Dreh der Spot-Trilogie «Schweizer Wochen bei McDonalds» über die Schultern.
Redaktion
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21. April 2010
Wie die Kreativagentur TBWA/ Zürich die regionalen Burger-Spezialitäten mit einer ziemlich speziellen Drive-In Bestellmethode zusammenspielen lässt, sehen Sie in der Rubrik «Spot der Woche».
Dies, sowie die aktuellen Werbespots, sehen Sie bei Star TV oder jederzeit als Stream auf www.startv.ch. Die Werbewoche auf Star TV: Neu jeden Donnerstag um 19:30 Uhr auf Star TV.
Mario Aldrovandi verlässt Lobster Studios
Nach über vier Jahren tritt Mario Aldrovandi mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer und VR-Präsident zurück.
Redaktion
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21. April 2010
Grund dafür sind unterschiedliche Vorstellungen über die Strategie des Unternehmens in der Geschäftsleitung und im Aktionariat. Neuer Geschäftsführer der Lobster Studios ist André Eichholzer.
Ungeschminkte Bettgeschichten aus zerknitterter Wäsche
Seit 150 Jahren geniessen wir einen gesunden und tiefen Schlaf mit Bico-Matratzen. Neben den Betten war der Schweizer Marktleader aber die ganze Zeit hellwach, wenn es um die Entwicklung neuer Produkte ging, die auch ein aufgewecktes Branding verlangten. Jetzt hat WVC in Bubikon für Bico eine völlig neue Bildsprache gestaltet.
Redaktion
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21. April 2010
Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Seit dem Gründungsjahr 1861 ist es deshalb für Bico in Schänis ein Anliegen, als Wissensführer auf dem Gebiet des gesunden Schlafkomforts Qualität und Innovation zu garantieren. Das hat dem Unternehmen nicht nur zum Markführer verholfen. Mit dem seit Jahrzehnten sympathischen Slogan «Für ä tüüfä gsundä Schlaaf» hat es Bico auch in die Charts der populärsten Claims der Schweizer Werbung geschafft. Ein Versprechen, das offenbar gehört wird. Der Schweizer Marktleader im Bereich Premium-Matratzen geniesst bei den Konsumenten hohes Vertrauen. Der Bekanntheitsgrad von Bico hat einen Wert von über 90 Prozent gestützt und 50 Prozent ungestützt. Dazu haben in früheren Jahren sicher die beinahe zum Volksgut gewordenen Zwillinge in der Werbung beigetragen. In diesem Bereich Komik und Klamauk war später auch eine Werbung mit dem Trio Eden angesiedelt. Bei den Kommunikationsmitteln wie Handelskatalogen und Konsumentenbroschüren setzte Bico bis vor Kurzem auf die «Botschafterin» Sabrina Knechtli, Vize-Miss-Schweiz 2007. Aber nicht nur eine Miss, auch eine Bildsprache bekommt eines Morgens unweigerlich das Prädikat «Ex». WVC Communications wurde nach einer Präsentation im Sommer 2009 mit dem Neuauftritt für die Marke Bico beauftragt. Im Vordergrund stand die Neupositionierung durch eine neue Bildsprache. WVC entwickelte alternative Kommunikationskonzepte, die aber weiterhin das Ziel hatten, die Authentizität der Kernaussage «Für ä tüüfä gsundä Schlaaf» zu unterstützen sowie die Marke Bico als führende Premium-Marke zu positionieren. Warm und geborgen WVC stellte sich deshalb die Frage, ob die bisherige Bildsprache mit einer geschminkten und elegant gestylten Miss die Botschaft von einem «gesunden Schlaf» und damit das Vertrauen und die Sympathie zur Marke weiterhin optimal unterstützen kann. Die Antwort war nein und WVC hat seither verschiedene Bildwelten entwickelt, bei denen eine mehr authentische Aussage im Vordergrund steht. Natürliches Schlafen, unverfälscht und echt wird jetzt ohne Schminke und Styling sowie unrasiert und mit zerzausten Haaren visualisiert. Natürlich in zerknitterter Bettwäsche. Auch gebrauchte Pyjamas waren Attribute für den neuen Fotostil, wie CD Kurt Wettstein erklärt. Ein Minimum an Licht zaubert eine heimelige und kuschelige Atmosphäre. Die Umsetzung in Schwarz-Weiss ist ein weiterer Schritt zu einer unverkennbaren Bildwelt, welche künftig ganz klar als neue Bico-Welt erkannt wird. Der neue Auftritt wurde bei einer Marketingforschungsanalyse gezeigt und erhielt gegenüber allen Mitstreitern den Vorzug, wie Berater Yves Seiler verrät. Die Gestaltung generierte Aussagen wie «Es wirkt warm und geborgen» oder «Die Menschen sehen aus, als würden sie wirklich sehr gut schlafen». Auch der Kommentar «Einfach normal. Passt zu Bico. Kein grosser Mode-Firlefanz» bestätigt die Überlegungen von WVC. Das komplette Fotoshooting erfolgte inhouse bei WVC. Dazu gehören auch das Casting der ausschliesslichen Amateur-Modelle, die Aufnahmen durch Kurt Wettstein selber sowie die Bildbearbeitung durch Roger Sommerhalder. Der aktuelle Katalog ist im Handel erhältlich. Dazu sind Plakate und Inserate realisiert worden. Diverse POS-Materialien stehen zur Verfügung und haben an ersten Messeauftritten auch schon bestätigt, dass die neue Bildsprache verstanden wird. «Ein mutiger Schritt und ein richtiger Entscheid der Geschäftsleitung.» Andreas Panzeri
Kreativ – unbedingt
Tatort heisst die junge Berner Design- und Kommunikationsagentur, die in den letzten zwei Jahren schon über 50 kleine und grosse Auftraggeber glücklich gemacht hat. Gründer Diobe Daniel Wyss und sein Partner Francisco Rojas schiessen schnell, scharf und mitten ins Ziel. Darum kehren die meisten ihrer Kunden an den «Tatort» zurück.
Redaktion
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21. April 2010
Geboren ist Diobe Wyss (40) in Kamerun. Sein Vater geht in den 1960er-Jahren als Missionar nach Zentralafrika und beschert seinem Sohn so einen sonnigen Start ins Leben. Als Diobe zwei Jahre alt ist, kehrt die Familie in die Schweiz zurück, wo Diobe mit drei Geschwistern in Bern-West aufwächst und zur Schule geht. «Wir haben dort in einem Block im 13. Stock gelebt», erzählt Wyss. «Nach den Erfahrungen im kamerunischen Busch hat uns die Distanz zum Boden gut getan.» Diobe Wyss hat etwas Zeit gebraucht, um herauszufinden, dass er ein Werber ist. Voller Ideen, Leidenschaft und Tatendrang ist er allerdings schon lebenslänglich. Als Bub träumt Wyss davon, Buschauffeur zu werden. Das «Gummitram» fasziniert ihn einfach. Nach der Schule steuert er dann aber eine Ausbildung zum Elektroniker an und startet, mangels Lehrplatz, eine Mechanikerlehre. «Das war eine gute Zeit, denn ich habe schon als Kind gern und viel gebastelt. Aber obwohl ich die Orgelpfeifen des Basler Münsters wieder zum Klingen brachte und mein Töffli es mit einer Vespa aufnehmen konnte, merkte ich bald, dass der Mechanikerjob nicht meine Welt ist», erzählt er. Also versucht Wyss es mit einem Mikrotechnikstudium an der Berner Fachhochschule für Technik und Informatik. Doch: «Auch das war es nicht. Ich wollte nicht nur etwas mit meinen Händen machen, sondern auch mit Menschen.» Wyss ist der Spross einer Lehrer- und Pfarrersfamilie. Also liegt es nahe, dass auch er diese Richtung einschlägt. Er absolviert ein Lehramtsstudium und arbeitet einige Jahre als Pädagoge, in der Erwachsenenbildung und als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. Unter anderem bekommt Wyss als junger Lehrer eine achte Problemklasse in Burgdorf in den Griff und besteht als Hauslehrer einer Schweizer Familie auf einer indonesischen Insel in Ostkalimantan. «Die Zeit in Indonesien hat mich sehr geprägt», sagt Wyss. «Ich habe gelernt, dass alle Menschen gleich sind und dass man miteinander kommunizieren kann, ohne die gleiche Sprache zu beherrschen.» Wyss ist als Lehrer auch deshalb erfolgreich, weil er eine klare Linie verfolgt und sich nicht verstellt. «Klarheit, Authentizität, viel Humor und eine gewisse Frechheit sind auch jetzt für meine Arbeit als Werber und Gestalter essenziell», ist er überzeugt. Jedes Kaliber willkommen In der Werbebranche arbeitet Wyss seit 2000: Mit 30 Jahren gibt er sein Debüt als Werbetexter und Konzepter bei der Berner Agentur Fruitcake. «Gemeinsam mit meinem heutigen Partner Francisco Rojas war ich für grosse Kunden tätig und habe viel darüber gelernt, wie die Werbebranche und das Agenturgeschäft funktionieren.» Wyss und Rojas bekommen viel positive Resonanz auf ihre Arbeit, sodass wie von selbst die Idee entsteht, die Erfolgsstory unter eigener Regie weiterzuschreiben. Bis zur Verwirklichung dieses Wunsches dauert es allerdings noch acht Jahre: Zunächst arbeitet Wyss als freier Werbetexter und Gestalter in der Ateliergemeinschaft zwei 13 im «Berner Zentrum für Kulturproduktion Progr» und engagiert sich wieder als ¬Lehrer und Ausbilder. 2008 schliesslich gründet er die Design- und Kommunikationsagentur Tatort. Tatort heisst die Agentur nicht, weil Wyss einen Hang zu Gewalttaten hat. Eher zu Taten im Allgemeinen: «Ein Tatort ist ein Ort, an dem etwas passiert – das muss ja nicht negativ sein», erklärt der Agenturchef. «Wir wollten einen Namen haben, der aus der Masse hervorsticht, der polarisiert und im Gedächtnis bleibt. Ausserdem sollte er Fragen aufwerfen und Gesprächsstoff bieten. Tatort ist ein guter Türöffner.» Folgerichtig nennen Wyss und seine Mitarbeiter sich «Täter», ihre Arbeit bezeichnen sie als «Taten». Wyss und seine Mittäter liefern ihren Kunden alles, was mit Kommunikation zu tun hat: von der Visitenkarte bis zum Corporate-Design, von PR-Texten über Plakate und Inserate bis zur Guerillaaktion, von der kompletten Website bis zu Broschüren und Magazinen. Auch für Illustrationen ist Tatort der richtige Ansprechpartner: Francisco Rojas ist für seine Kugelschreiberporträts und -karikaturen bekannt. Auf frischer Tat Besonders stark ist Tatort in der Entwicklung von CI/CD, egal ob es das Wölkchen-Logo und der Schriftzug für das Architekturbüro Freiluft ist, eine komplette Kampagne für die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern oder das CD für Bären Haustechnik, eine Tochterfirma von Energie Wasser Bern ewb. «Wir finden für alle Fische die passenden Würmer und entwickeln sowohl für die Grossen als auch für die Kleinen treffsichere Konzepte», betont Wyss. «Es sind nicht nur die grossen, sondern auch die kleinen Taten, die uns erfolgreich machen.» Dass die «Täter» auch kleinste Aufträge übernehmen, heisst nicht, dass zwei Kreative an ihren privaten Einfällen herumwursteln und die Arbeit nehmen, die kommt. Das merken auch die Tatort-Kunden schnell. Wyss und Rojas sind Profis – vielleicht gerade weil sie Tausendsassas sind. Sie verbinden vielerlei Kenntnisse und einen breiten Horizont mit fundiertem Wissen darüber, wie Marketing, Werbung und Design funktionieren. Was herauskommt, überzeugt. Ein Beispiel: In Bern sind Bären allgegenwärtig. Das erhöht die Gefahr, das Thema bis zum Erbrechen durchzudeklinieren. Auch in den Taten von Wyss und Rojas tauchen etliche Bären auf. Ihrer aber wird man nicht überdrüssig. Nicht von ungefähr konnte sich die erst zwei Jahre alte Agentur bei Pitches bereits mehrfach gegen grosse, etablierte Agenturen durchsetzen. Das Geschäftsgebaren von Wyss und Rojas zeugt von einem klaren Blick für die Bedürfnisse ihrer Kunden: «Wenn wir eine Offerte machen, liefern wir meist gratis erste Gestaltungsvorschläge mit», sagt Wyss. «Denn am Ende sollen ja nicht Zahlen zu ¬sehen sein, sondern ein Logo, ein Magazin oder ein Plakat. Wie das aussehen könnte, kann sich unser Kunde schlecht vorstellen, wenn er nur Ziffern präsentiert bekommt.» Natürlich bergen solche Vorleistungen ein gewisses Risiko, das wissen die «Täter» genau: «Wir präsentieren natürlich kein fertiges Konzept, das wäre unklug. Wer sich für unsere Arbeit interessiert, soll einfach eine Vorstellung davon bekommen, was wir können. Bisher sind wir gut damit gefahren.» Kreatives Blut Mit diesem Tathergang konnte Tatort die Universität Freiburg, Energie Wasser Bern ewb, den Verband Swiss¬cycling, die Stadt Bern, Comedia Bern, die Bergbahnen Oeschinensee, das Laserinstitut Thun, die Stadt Bülach, den Ärzteverband VSAO und den Elektrovelohersteller Biketec in Huttwil von sich überzeugen. Unter anderen. Zum Kundenstamm von Tatort gehört sogar ein Auftraggeber aus Deutschland, der für die Autoindustrie, hochkarätige Modelabel und renommierte Verlage arbeitet. Viele Kunden kommen auf Empfehlung zu Tatort. Oder Wyss akquiriert kalt. Aktuell hängt sein Herz besonders am Produktdesign für Biolebensmittel, das die Agentur für die Mühle Schönenbühl, ein Projekt der Burgergemeinde Bern, entwickelt hat. «Nun fehlt uns nur noch ein Grossverteiler in unserem Portfolio», sagt Wyss augenzwinkernd. Derzeit stecken Wyss, Rojas und ihre freie Mitarbeiterin parallel in acht Projekten. Um das zu stemmen, sind sie voller Leidenschaft dabei. Reicht das nicht, wissen sie ein grosses Netzwerk von Experten aus verschiedenen Disziplinen hinter sich. Ausserdem haben die «Täter» ein einfaches Erfolgsgeheimnis: «Wir lassen uns zwar Zeit, denn Ideen werden nicht über Nacht geboren, jedenfalls nicht in der Qualität, die wir anstreben», sagt Wyss. «Aber wenn die Idee da ist, arbeiten Francisco und ich Hand in Hand und sehr speditiv.» Darum schaffen es die beiden frisch gebackenen Papas zu all der kreativen Arbeit auch noch, für ihre Familie da zu sein. Und weder das eine noch das andere nur nebenbei. Darauf legen sie grossen Wert. «Unsere Ideen entwickeln wir meistens gemeinsam, der eine legt das Ei, der andere brütet es aus», sagt Wyss. «Die ersten Skizzen entstehen am Tatort meist mit Papier und Bleistift.» Aus ökonomischen Gründen haben die Täter eine klare Arbeitsteilung: Wyss kümmert sich um Kundenbeziehungen sowie um Text und Konzept, Rojas um die Gestaltung. Tatort hat eine eigene klare und schlichte Bildsprache, verfügt aber genauso über eine grosse Varietät: «Wir können auch ganz anders daherkommen, je nachdem, was unser Kunde wünscht», betont Wyss. Einen thematischen Schwerpunkt hat sich Tatort noch nicht gesetzt, er kristallisiert sich aber langsam heraus: Mit ihren Projekten für Swisscycling, Pro Velo Bern, Biketec, Bioschwand Münsingen und die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern ist die Agentur mit Nachdruck dabei, sich in der Veloszene zu etablieren und sich eine Expertise beim Thema Nachhaltigkeit aufzubauen. Eine Entwicklung, die klar in die Zukunft weist. Das ist eine Tatsache. Anne-Friederike Wilhelm
Axel Springer: Gute Entwicklung auf dem Werbemarkt
Europas grösster Zeitungskonzern hat im ersten Quartal seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 48 Prozent auf 119 Millionen Euro gesteigert. Das Ebita im Vorjahreszeitraum lag noch bei 80 Millionen Euro.
Redaktion
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21. April 2010
In den ersten drei Monaten legten die Erlöse um sieben Prozent auf knapp 664 Millionen Euro zu. Im Vergleich dazu: die Erlöse im Vorjahreszeitraum lagen noch bei 620 Millionen Euro. Für den Gewinnsprung sorgten eine Belebung des Werbemarktes, insbesondere im März, sowie ein harter Sparkurs, wie das Handelsblatt Unternehmensangaben zitiert. Seine vollständige Bilanz werde der Medienkonzern Axel Springer jedoch erst am 11. Mai veröffentlichten.
European Newspaper Congress: Start am Sonntag – mit Rekordbeteiligung
Heute um 11 Uhr ist die Entscheidung gefallen: Der European Newspaper Congress findet nun doch vom 25. bis 27. April in Wien statt.
Redaktion
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21. April 2010
Durch die europaweiten Flugverbote aufgrund des Vulkanausbruches in Island war bis heute offen, ob der größte europäische Zeitungskongress verschoben werden muss. Nachdem sich nun die Lage in den letzten 24 Stunden zu normalisieren scheint, kann das Programm umgesetzt werden. Dies wurde am Mittwoch auf dem Presseportal mittgeteilt. Eines der großen Probleme sei gewesen, ob die Referenten aus allen Teilen Europas rechtzeitig nach Wien kommen könnten. Auch wenn sich bis Sonntag die Situation nochmals deutlich verschlechtern sollte, seien weitgehend Alternativen für die Anreise aus weit entfernten Ländern gefunden. Für den 11. European Newspaper Congress haben sich 600 Chefredakteure, Ressortleiter, Medienmanager und Nachwuchsführungskräfte angemeldet. Das sind erneut mehr als in den Jahren zuvor. Programmauftakt am Sonntag Abend ist der traditionelle Heurige, zu dem die Chefredaktion und die Geschäftsführung der Presse einladen. Am Montag eröffnet der Zeitungskongress im Festsaal des Wiener Rathauses mit dem «European Publishers Forum». Dieses findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Im Mittelpunkt steht die Frage «Wie bleibt Journalismus finanzierbar?» am Abend werden Europas Zeitungsmacher des Jahres geehrt. Der Dienstag startet mit dem «European Editors Forum» mit dem Generalthema «Wie unabhängig ist Journalismus?» unter der Leitung von Presse-Chefredakteur Michael Fleischhacker. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist am European Newspaper Congress der Lokaljournalismus. Außergewöhnliche Macher aus ganz Europa präsentieren ihre Konzepte und Ideen. Veranstaltet wird der European Newspaper Congress vom Medienfachverlag Oberauer und dem deutschen Zeitungsdesigner Norbert Küpper. Sponsoren sind die Stadt Wien, JTI/Austria Tabak und Vienna Insurance. Medienpartner ist die Presse.
Advico Young&Rubicam: Mit Sportplausch Wider auf Amokfahrt
Ay&R hat für Sportplausch Wider zum Beginn der Bikesaison neue Radiospots gedreht.
Redaktion
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21. April 2010
Während die Autos im Stau stehen oder vor einer der unzähligen Baustellen feststecken, flitzen die Bikes links und rechts vorbei. Denn auf dem Velo kann man sich einen Fahrstil leisten, welcher aufs Auto übertragen zu veritablen Amokfahrten führen würde. Dies wird im Spot dargestellt, mit dem Tipp für Autofahrer: «Ab zu Sportplausch Wider nach Wallisellen und selber auf ein Bike umsatteln.» Spot Mountain Bike Spot Racing Bike Verantwortlich bei Sportplausch Wider: Peter Wider. Verantwortlich bei AY&R: Markus Gut (CCO), Martin Stulz (Text), Oliver Glutz (AD), Selmi Tonstudio (Produktion).
Flop der Woche: Vulkan macht den Friends zu schaffen
Eigentlich ist der Spot, den die Hamburger Agentur Scholz & Friends kürzlich für Siemens realisiert hat, harmlos. Wäre da nicht Eyjafjallajökull. Der isländische Vulkan hat den Werbern einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Redaktion
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21. April 2010
Aufgrund der Auswirkungen des Vulkanausbruchs kommt dem neusten Spot von Scholz & Friends mehr Aufmerksamkeit zu, als den Friends lieb sein dürfte. Der Werbespot beginnt mit einem Asche spukenden Vulkan. Die Lösung für das Problem liefert der Film gleich mit: einfach alles mit dem neuen Staubsauger von Siemens einsaugen. Eigentlich witzig, doch Eyjafjallajökull wird den Werbern nun aber zum Verhängnis. Der Spot sei zynisch, heisst es. Aber ehrlich, dass der isländische Vulkan halb Europa lahmlegen würde, konnte niemand ahnen. Unglücklicher Zufall? Leider ist es nicht das erste Mal, dass eine Scholz-&-Friends-Kampagne von aktuellen Ereignissen eingeholt wird. Die Berliner Niederlassung sah sich im Januar mit einer ähnlichen Situation konfrontiert. Damals startete die Agentur gerade ihre Kampagne für den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), als in Haiti die Erde bebte. Die Bilder aus dem Imagespot zeigten, wie die Welt im wahrsten Sinne des Wortes auseinanderbröckelte.
Was Unternehmen aus dem Facebook-Krieg zwischen Greenpeace und Nestlé lernen können
Mit der «Give rainforests a break»-Kampagne haben die digitalen Aktivisten von Greenpeace Nestlé unter Druck gesetzt. Nestlé war auf die Kampagne nicht vorbereitet und hat sich zu falschen Reaktionen hinreissen lassen. Was können Unternehmen aus diesem Fall lernen?
Redaktion
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21. April 2010
Mitte März 2010 hat Greenpeace die KitKat-Facebook-Fansite mit rund 730 000 Fans infiltriert, um die «Give rainforests a break»-Kampagne ins Rollen zu bringen. Die Kampagne soll den Konzern dazu bringen, für die Produktion von KitKat kein Palmöl mehr zu verwenden, das durch Abholzung des Regenwalds gewonnen wird, der den bedrohten Orang-Utans als Lebensraum dient. Die Empörung der Community war gross. Ihr wurde nicht nur auf den KitKat- und Nestlé-Fanseiten Luft gemacht, sondern auf weiteren Fanseiten sowie über Twitter und Blogs. In der Folge liess sich Nestlé zu Reaktionen hinreissen, die das Engagement der Community noch verstärkt haben. Jedes Unternehmen muss sich bewusst sein, dass es seinen Auftritt in den sozialen Netzwerken nicht vollumfänglich kontrollieren kann. Darum muss es auf eine mögliche Eskalation vorbereitet sein. Vorbereitet sein Jedes Unternehmen hat Schwachpunkte und muss deshalb mit koordinierten, organisierten Attacken von Kritikern in den sozialen Netzwerken rechnen. Die Macht liegt bei den Communitys. Facebook-Fanseiten können von Kritikern für ihre Zwecke infiltriert werden. Es empfiehlt sich darum, zusammen mit PR-Fachleuten Massnahmenpläne für eine eventuelle Eskalation vorzubereiten. Social-Media-Monitoring Mit Social-Media-Monitoring werden Beiträge zu einem Produkt oder Unternehmen in den sozialen Netzwerken (User-Generated-Content, UGC) identifiziert, beobachtet und analysiert. Für die meisten Unternehmen sind die kostenlosen Social-Media-Monitoring-Tools ausreichend*. Die kostenpflichtigen Tools übernehmen das transparente Aufbereiten positiver und negativer Beiträge sowie das Identifizieren der Meinungsmacher nach geographischen und demographischen Kriterien. Es sieht fast so aus, als ob Nestlé kein Social-Media-Monitoring betrieben hat und somit auf die Eskalation nicht vorbereitet war. Bewusst reagieren Eskaliert die negative Stimmung, kann das Unternehmen diesem Prozess entgegenwirken, ohne die Fehler zu wiederholen, die Nestlé gemacht hat: – Die Zensur von Kommentaren und Bildern auf Fanseiten von Nestlé und KitKat war eine Provokation der Community, hat weitere Reaktionen geschürt und damit die Verbreitung der Kampagne akzeleriert – Das Abschalten des Greenpeace-Spots auf YouTube wegen Urheberrechtsverletzungen war für die Community eine Aufforderung, den Spot weiter zu verteilen – Die Meldung von Nestlé, bis zum Jahr 2015 kein Palmöl zu verarbeiten, das durch Abholzen des Regenwaldes gewonnen wird, hat bei der Community den Eindruck erweckt, dass die Anliegen der Verbraucher nicht ernst genug genommen werden – Nestlé hat erst 3–4 Tage nach dem Launch der Greenpeace-Kampagne mit einer PR-Meldung an die Facebook-Community reagiert und damit Spekulationen freien Lauf gelassen – Nestlé hat es verpasst, rechtzeitig bei einer breiten Öffentlichkeit zur Kampagne Stellung zu nehmen und die Facts auf den Tisch zu legen. Dadurch ist die Greenpeace-Kampagne ungefiltert in die Medien gelangt Ein Unternehmen, das soziale Netzwerke als Marketing-Instrument einsetzt, muss sich bewusst sein, dass es sich in ein Umfeld begibt, das von der Community kontrolliert wird. Imagepflege und -kontrolle erfordern besondere Aufmerksamkeit. Imre Sinka, dotpulse Webagentur AG > Links zu den Social Monitoring-Instrumenten sowie zur Greenpeace-Kampagne