Tamedia mit deutlichem Umsatzrückgang
Tamedia weist 2009 einen deutlichen Umsatzrückgang aus. Dafür verantwortlich macht das Medienhaus fast ausschliesslich tiefere Werbeerträge. Diese gingen 2009 um 21,7 Prozent auf 410,8 Millionen Franken zurück (Vorjahr: 524,4 Millionen Franken).
Deutliche Verluste gab es bei den regionalen Tageszeitungen. Der Umsatz sank um 18,6 Prozent auf 491,5 Millionen Franken. Der Rückgang ist dabei in erster Linie auf die hohen Umsatzverluste von Berner Zeitung, Sonntagszeitung sowie den Stellenbeilagen des Tages-Anzeigers zurückzuführen. Die im Verlauf des Jahres ergriffenen Kostensenkungsmassnahmen wurden erst zum Jahresende 2009 wirksam.
Dank der positiven Entwicklung der Zeitschriften und der Onlinemedien sowie verschiedener Kostensenkungsmassnahmen habe Tamedia im vergangenen Jahr jedoch ein befriedigendes Ergebnis erzielt, teilte der Konzern mit. Das Geschäftsfeld Zeitschriften schliesst das vergangene Jahr mit einem 6,8 Prozent tieferen Umsatz von 93,9 Millionen Franken ab. Dank stabilen Umsätzen bei der Annabelle und den Fachmedien Agrar sowie einer positiven Ergebnisentwicklung bei der Schweizer Familie ist das Betriebsergebnis aber trotz Investitionen in 20 Minuten Friday um 3,2 Prozent auf 11,8 Millionen Franken gestiegen.
Der Umsatz der elektronischen Medien nahm gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 91,2 Millionen Franken zu. Während der Umsatz aus den Radio- und TV-Aktivitäten zurückging, stiegen die On¬line¬umsätze insbesondere durch das Wachstum von 20minuten.ch, Homegate.ch und Newsnetz sowie die Akquisition von Search.ch deutlich.
Tamedia geht für das laufende Jahr trotz leichter wirtschaftlicher Erholung von rückläufigen Werbeumsätzen in den Mediengattungen Zeitungen und Zeitschriften aus. Eine eigentliche Trendwende erwartet das Unternehmen erst für Ende des Jahres oder das Folgejahr. imp







