Backstage of Benchmark: «Marketing ist Porno» mit Christian Blümelhuber

Der Art Directors Club Schweiz und Publisuisse laden ein zu «Marketing ist Porno» mit Professor Dr. Christian Blümelhuber.

Der international anerkannte Wissenschaftler Christian Blümelhuber versteht sich als Übersetzer zwischen Wissenschaft und Praxis. In seinem Referat präsentiert er aktuelle Forschungsergebnisse aus Marketing- und Strategiewissenschaften auf anschauliche Weise und nimmt seine Zuhörer mit auf eine Exkursion in die Zukunft des Marketings. Professor Blümelhuber ist Inhaber des InBev-Baillet Latour Lehrstuhls für Euromarketing und Professor an der Solvey Business School der Universität in Brüssel.
Der Anlass findet am Donnerstag, 27. Mai 2010 im UBS Konferenzgebäude Grünenhof, Nüschelerstrasse 9 in Zürich statt.
Beginn: 19.00 Uhr (Türöffnung 18.30).
Kosten: Fr. 100.- (am Eingang zu entrichten). Für alle ADC-Mitglieder (Aktiv-, Kollegial-, Fördermitglieder) sowie ADC-Sponsoren und Freunde des ADC mit Member Card gratis.
Information und Anmeldung:
[email protected] oder Art Directors Club Schweiz,
Oberdorfstrasse 15, 8001 Zürich

Zürich Tokio: Neue Kampagne für das Pro Sieben Love Boat realisiert

Nach den Grosserfolgen «We Love Boat» und «ProSieben Love Air» sticht das Pro Sieben Love Boat nun zum zweiten Mal in See und lädt erneut an fünf Destinationen zur Kreuzfahrt-Party. Zürich Tokio hat die Kampagne dazu entwickelt.

Die Jungfernfahrt findet am 8. Mai 2010 auf dem Bodensee statt. Die Agentur Zürich Tokio behielt das auffällige visuelle Konzept im Tiki-Style der späten 50er Jahre bei und macht nun mit nationalen Inseraten, einer Website und einem TV-Spot auf den Event und die vier neuen Protagonisten aufmerksam.
Verantwortlich bei Pro Sieben Schweiz: Karin Bardohl (Marketing Leiterin), Karin Duttweiler (Projektleiterin). Verantwortlich bei Boom Propaganda & Events: Roman Bucher/Joachim Bodmer (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Zürich Tokio: Daniel Donati (CD), Niels Schäfer (AD/Grafik), Laura Donati (Beratung), Manuel Rickenbacher (Fotografie), Laura Gerster (Styling), Karin Stefanov (Make Up & Hair), Suzi Zimmermann (Animation).
> Zum TV-Spot
1290580932_img100506_boat1
1290580932_img100506_boat2
1290580932_img100506_boat3
img100506_boat4

Kreativwettbewerb bestYET: schäumende Einfälle für belgisches Bier

Am Donnerstag und Freitag findet im Hauptsitz der Brauerei Anheuser-Busch InBev im belgischen Leuven der europäische Kreativwettbewerb Best Yet statt. Neun Zweierteams aus ganz Europa kreieren für den Titel «bestYET – best European Young Team» um die Wette. Die Werbewoche berichtet exklusiv von diesem Anlass.

Binnen der nächsten 24 Stunden müssen 36 junge Kreative aus ganz Europa eine Zeitungskampagne für die Biermarke «Stella Artois» gestalten. Denn in der Werbung zählen nicht nur gute Ideen, sondern auch das Tempo, mit denen man sie aufs Papier bringt.
Bei Recherche und Planung der Kampagne ist der Einsatz des Rechners erlaubt, für die Gestaltung des oder der Sujets darf der Kreativnachwuchs nur Papier, Schere, Kleber und ein paar Stifte verwenden – für die «Generation Mobile» eine echte Herausforderung. Neun Zweierteams wollen beweisen, dass sie das beste europäische Kreativduo unter 29 Jahren sind.

Die Aufgabe

Die Aufgabe, die die Jungkreativen in diesem Jahr lösen müssen, hat es in sich: Sie sollen eine Printkampagne gestalten, die richtig Appetit auf das Lagerbier Stella Artois macht, die Premiummarke der gastgebenden Brauerei. Dabei soll das Bier als Livestylegetränk für die Upper Class positioniert werden.

Anheuser-Busch InBev ist gemessen am Umsatz die grösste Bierbrauerei der Welt. In Leuven werden bekannte Biermarken wie Beck’s, Budweiser, Franziskaner, Leffe und eben Stella Artois produziert. Stella Artois wurde bereits 1366 in der belgischen Brauerei «Den Horen» (deutsch: Das Horn) gebraut. Das Logo des Biers erzählt noch heute von der Geschichte des süffigen Gerstentranks: Das Horn im Logo erinnert an die erste Brauerei, Artois war der Familienname der zweiten Brauergeneration, die die Brauerei führte, und der Wortbestandteil «Stella» verweist darauf, dass das erste Stella Artois ein Weihnachtsbier war. Stella Artois wird in mehr als 80 Länder exportiert.

«Ich freue mich auf überraschende, kreative Ideen», sagte der Marketingleiter von InBev beim Briefing. «Aber vergesst nicht, dass InBev Bier verkaufen muss. Also: Keep it simple.» In der Tat sind schnell funktionierende Hingucker gefragt. Denn ein Printinserat muss den Leser in weniger als zwei Sekunden fesseln, sonst wird es überblättert.

Nun qualmen die Köpfe und Bleistifte der 36 Nachwuchskreativen, die in diesem Jahr zum bestYet angetreten sind:

Die Teilnehmer
Belgien
Team 1: Kristof Goossens & Wout Geysen, Germaine
Team 2: Yannick Pringels & Antoine de Bellefroid, College of Advertising and Design Brüssel
Deutschland
Team 1: Laura Bender & Benita Buchholzer, Heye & Partner München
Team 2: Daniel Hahn & Ivo Berg, University of Graphic Arts Saar
England
Team 1: Cate Anderson, HS&P & Emily Chambers, Crayon
Team 2: Gavin Johnson, BMB & Julia Earthrowl, Grey
Frankreich
Team 1: Emmanuel Guillon & Alban Gallée, TBWA Paris
Team 2: Louis Carpentier & Cédric Hamelin, Young & Rubicam
Kroatien
Team 1: Matea Vuglac, Student at University of Rijeka & Goran Rozic, Creator IT-Agency
Team 2: Andrijana Bosnjak, University of Zagreb & Ivan Bosnjak, Freelance Designer
Niederlande
Team 1: Gijs Sluijters & Joris Tol, FHV/BBDO
Team 2: Vanessa Burgmans & Billy Witbraad, Publicis
Norwegen
Team 1: Tim Oudenstad, Bridgestone & Jörgen H. Band, Prosjektdesign
Team 2: Martine Flatlie & Marte Alstad Hansen, Westerdals School of Communications
Österreich
Team 1: Karoline Kriechbaum & Marco Peis
Team 2: Patrick Tafner & Stefan Ohner
Schweiz
Team 1: Manuel Rohrer, Contexta & Samuel Huber, Student
Team 2: Filip Wolfensberger, Maxomedia & Dominic Zach, Vorbereitung zur Selbstständigkeit
Jedes der teilnehmenden Teams hat in seinem Herkunftsland bereits einen vorgeschalteten Kreativwettbewerb gewonnen und wurde so für die Teilnahme am best YET 2010 ausgewählt. Die beiden Schweizer Teams hatten es bei «Das kann nur ein Inserat» auf den ersten und zweiten Platz geschafft.

Beim bestYet gewinnen lohnt sich: Die Kreation des bestYET-Siegerteams wird in ganz Europa publiziert. Ausserdem dürfen die Sieger für vier Tage zum Cannes-Lions-Werbefestival reisen, das vom 21. bis 26. Juni in der französischen Metropole stattfindet.
Ihre Arbeiten präsentieren die neun Teams Morgen, Freitag, den 7. Mai, auf Englisch der hochkarätig besetzten, internationalen Jury sowie den Medienvertretern der Länder. Die Jurymitglieder dürfen die Teams während ihrer Arbeit beraten und ihnen Tipps zur Umsetzung der Kampagne und zur Präsentation ihrer Ideen geben. Eine Beeinflussung der kreativen Idee ist allerdings verboten.

Die Jury
Belgien: Frank Marinus, Creative Direktor TBWA Brüssel, Vorsitzender der Jury
England: Stef Jones, Inhaber von Big Al’s Creative Emporium
Frankreich: Guillaume Chifflot, Vice President & Head of Creation Leo Burnett Frankreich
Kroatien: Branimir Klaric, Co-Art-Director Vecernji list
Niederlande: Arnout Robbe, Senior Copywriter Publicis
Norwegen: Sindre Veseth Foss, Art Director Ernø Advertising Company
Österreich: Alexander Rabl
Schweiz: Andreas Prokesch, Inhaber von Andreas Prokesch Konzepte & Texte und Präsident des Art Directors Club
Morgen um etwa 19 Uhr werden die Sieger des Kreativwettbewerbs feststehen. Auf twitter.com/Werbewoche und Werbewoche.ch lesen Sie dann, wer die besten Jungkreativen von ganz Europa sind.
Anne-Friederike Wilhelm
Die Schweizer:

1290580931_img100506_leuven2
1290580931_img100506_leuven6

Impressionen aus Leuven:

1290580931_img100506_leuven1
1290580931_img100506_leuven3
img100506_leuven4

Microsoft Schweiz lanciert Fling King

Die Schweizer Kampagne für Windows 7 geht in die zweite Runde. Microsoft hat die Fortsetzung mit einem Onlinespiel lanciert. Die Hauptfigur Fling King zeigt darin, wie man tägliche Aufgaben einfacher und schneller erledigt.

Windows 7 besteche durch Schnelligkeit und Einfachheit, heisst es in einer Mitteilung. Darauf ziele die Botschaft der Schweizer Kampagne für das Betriebssystem von Microsoft ab. Sie zeige, wie man ganz alltägliche Aufgaben auf unkonventionelle Art und Weise – und eben schneller und einfacher – erledigen könne. Die im November 2009 mit drei kurzen Internetspots lancierte Kampagne findet nun mit Fling King ihre Fortsetzung. Das webbasierte Spiel setzt den Protagonisten aus einem der drei Spots in Szene: den Zürisackwerfer. Fling King – zu Deutsch der Wurfkönig – ist der wahre Meister der Einfachheit. Betont lässig und cool meistert er seine Aufgabe eben am Schnellsten.
Drei Kurzspots auf Youtube:


1290580931_img100506_microsoft

Yahoo startet neue Werbeoffensive

Yahoo geht in eine neue Werbeoffensive. Im Zuge einer breiten Marketingkampagne will der Internetkonzern mehr Traffic auf seine Webseiten bringen und verlorene Anteile am Suchmarkt zurück gewinnen.

Im Zuge der neuen Werbeaktivitäten schießt Yahoo auch gegen den größeren Konkurrenten Google und bewirbt sich selbst als Web-Destination, auf der alles aus einer Hand zu haben ist. Laut Yahoo sollen zwischen 75 und 85 Millionen Dollar in die Werbeoffensive gepumpt werden, die sich auf verschiedene Plattformen erstrecken wird – Fernsehen, Web sowie Plakate. «Es handelt sich um eine globale Kampagne, die sich keineswegs auf die USA beschränkt. Dort starten wir aber als erstes, jetzt im Mai», erklärt Terry von Bibra, Geschäftsführer Yahoo Deutschland, auf Nachfrage von Pressetext.
Nachdem Carol Bartz die Führung bei Yahoo im vergangenen Jahr übernommen hatte, investierte Yahoo bereits 100 Millionen Dollar in eine groß angelegte Werbekampagne mit dem Titel «It’s You». Allerdings erwies sich das Projekt als wenig erfolgreich und konnte nicht dazu beitragen, dass die Suchmarktanteile des Internetkonzerns wieder anstiegen. «Unsere Mission ist es nun, Konsumenten davon zu überzeugen, dass Yahoo der eine Ort ist, von dem aus man das gesamte Web navigieren kann», sagt Jeff Goodby, Co-Chairman bei der Agentur Goodby Silverstein & Partners, die die Kampagne für Yahoo betreut. Um die Botschaft möglichst weit verbreitet zu streuen, will Yahoo seine Werbung auch auf populäre Social-Networking-Seiten wie Facebook ausrichten und nimmt Logos solcher Plattformen in der Kampagne auf.
Seitenhieb für Google
Während Twitter, Facebook und Co sozusagen mitbeworben werden, verpasst Yahoo dem Erzrivalen Google einen ordentlichen Seitenhieb. In einem Online-Video wird ein Bild der Google-Homepage ohne dem Unternehmensnamen gezeigt. «Wenn du auf diese Homepage schaust, schaut dich nichts zurück an. Du kommst hierher, damit du wieder gehen kannst», ertönt dazu eine Off-Stimme. Infolge werden dann die Vorzüge von Yahoo angepriesen. «Das ist ein Ort, der dich kennenlernen will, ein Ort, der Sachen für dich findet.»

Publicitas Luzern: Alex Stadelmann wird Key Account Manager

Alex Stadelmann wird per 1. Juni 2010 neu Key Account Manager und stv. Anzeigenleiter der Neuen Luzerner Zeitung bei der Publicitas Luzern.

Alex Stadelmann wird für die Produkte Neue Luzerner Zeitung, Zentralschweiz am Sonntag und Zisch.ch in der Beratung und im Verkauf tätig sein. Zusätzlich übernimmt der 44-Jährige auch noch die Stellvertretung des Anzeigenleiters Edi Lindegger.
Stadelmann ist eidg. dipl. Verkaufsleiter und aktuell tätig als Key Account Manager der Publicitas Publimedia in Zürich. Seine ausgeprägten Branchenkenntnisse hat er in verschiedenen Tätigkeiten wie zum Beispiel bei Ringier AG, NZZ AG und Publicitas/Publimedia angeeignet.

Adlink Media lanciert Banderole Ad

Die Goldbach Media-Tochter Adlink Media nimmt das Werbeformat Banderole Ad, das sich wie ein bedruckter Papierstreifen um den Website-Content wickelt, in ihr Portfolio auf.

Das Banderole Ad schlingt sich beim Aufruf einer Website – ähnlich einem bedruckten Papierband – um den Website-Inhalt, bevor es nach sieben Sekunden automatisch oder interaktiv per Mausklick, auf einen schmalen Streifen reduziert, seinen Platz am rechten Seitenrand einnimmt. Von dort aus kann es jederzeit durch den User wieder zur originalen Grösse aufgerollt werden. Das Format sei sehr auffällig, garantiere einen hohen Branding-Effekt und biete viel Spielraum für kreative Werbebotschaften, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Von deutschen Usern werde die Werbeform als sehr seriös eingestuft, stosse auf äusserst hohe Akzeptanz und aktiviere die User, sich näher über das beworbene Produkt zu informieren.
Das Banderole Ad wird von Adlink Media als WM- Package für die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika angeboten. Auf den vier Sport-Plattformen 442.ch, Kurzpass.ch, Sport.ch und Sportal.ch sollen mit dem neuen Werbeformat über 200‘000 Fussball-Fans in einem emotionalen Umfeld gezielt angesprochen werden. Weitere Angebote für die neue Werbeform sind geplant.

Mediapulse: Konstante Umsatz- und Kostenentwicklung

An der Medienkonferenz 2010 legte die Mediapulse Stiftung für Medienforschung ihren zweiten Geschäftsbericht als Mediapulse Gruppe vor. 2009 hat die Gruppe viele methodische Neuerungen im Forschungsbereich umgesetzt.

Sowohl im Radio- wie im Fernsehpanel können nun die regionalen und lokalen Anbieter in ihren Konzessionsräumen ausgewiesen werden, die Befragungsstudien wurden harmonisiert und wichtige Kunden- und Lieferantenverträge erfolgreich neu verhandelt und in Kraft gesetzt, wie es in einer Mitteilung heisst.
Im 2. Geschäftsjahr nach ihrer Gründung weist die Mediapulse Stiftung 2009 eine nahezu konstante Umsatz- und Kostenentwicklung aus und dies trotz zusätzlicher Leistungen für die methodische Modernisierung ihrer beiden Forschungspanel zur Erhebung der Schweizer Einschaltquoten und Hörerzahlen.
Die Nutzung von Radio und Fernsehen unterscheidet sich weiterhin deutlich zwischen den drei grossen Sprachregionen, überall aber gilt, dass fleissige Radiohörer auch eifrige Fernseher sind und umgekehrt (siehe auch Mediapulse: Wer oft vor dem TV sitzt, hört auch viel Radio Die Umstellung auf digitalen Fernseh-Empfang wurde zwar schon von zahlreichen Haushalten vorgenommen, noch aber dominiert das Live-Fernsehen deutlich, zeitversetztes Fernsehen wird noch wenig genutzt.
Neben der Datenerhebung für die klassischen Medien Fernsehen und Radio konzentrieren sich die Anstrengungen im Jahr 2010 auf die Datenintegration eines sich auffächernden Medienmarktes. Es gelte sowohl die zunehmend heterogenen Zielgruppen mit ihrem sehr ausdifferenzierten Medienkonsum als auch die Dimensionen Zeit (zeitversetzte Nutzung) und Ort (mobile Endgeräte und neue Verbreitungsmedien) übergreifend zu erfassen und auszuwerten, heisst es weiter.

Mediapulse: Wer oft vor dem TV sitzt, hört auch viel Radio

Die Nutzung von Radio und Fernsehen in der Schweiz unterscheidet sich weiter deutlich zwischen den Sprachregionen. Überall jedoch gilt: Fleissige Radiohörer sehen auch eifrig fern und umgekehrt.

Dies teilte Mediapulse am Donnerstag gemäss SDA mit. Wenn man die Radionutzung über den Tag vergleicht, findet man in den Morgenstunden mehr Hörer aus der deutschsprachigen Schweiz und der Suisse romande vor dem Lautsprecher als Hörer aus der Svizzera italiana. Diese liegen dafür über Mittag an der Spitze, während am Nachmittag wieder mehr Hörer aus der Deutschschweiz festzustellen sind. Je später der Abend, desto mehr Romands schalten das Radio ein. Das Mittagsfernsehen existiert in der Deutschschweiz praktisch nicht mehr. Und während des gesamten Abends sitzen in der Svizzera italiana am meisten Zuschauer vor dem Fernseher.
Die Deutschschweizer und die Romands konsumieren insgesamt über 4,5 Stunden täglich Radio und Fernsehen. Der Anteil, der auf das Fernsehen fällt, ist dabei in der Deutschschweiz deutlich tiefer (57%) als in der Suisse Romande (62%). Und gegenüber den Romands schauen die Südschweizer noch eine halbe Stunde mehr fern. Von den über 5 Stunden Konsum entfallen dort 65% auf das Fernsehen und 35% auf das Radiohören. Insgesamt gilt: Wer viel Radio hört, schaut auch viel fern – und umgekehrt.
Zwar hat mittlerweile die Hälfte der Schweizer Fernsehhaushalte digitale Empfangsmöglichkeiten, aber die «Digitale Revolution» findet nicht unbedingt dort statt, wo sie am ehesten vermutet werden könnte. Es sind nämlich nicht die jungen, mobilen Leute, welche die Digitalisierung in der Fernsehstube vorantreiben, sondern die vermögenderen Mehrpersonenhaushalte mit Kindern. In der Romandie haben bereits 58 Prozent der Fernsehhaushalte digitalen Empfang. In der italienischsprachigen Schweiz sind es 53 Prozent und in der Deutschschweiz 49 Prozent. Aber auch in «digitalen» Haushalten wird weiterhin zu etwa einem Drittel analog ferngesehen, und die Möglichkeiten, die Sendungen zeitversetzt anzusehen, werden noch selten genutzt. Die Daten von Mediapulse stammen aus der Befragung von 10’000 Haushalten im Jahr 2009.

Jung von Matt/Limmat: Bye Bye Hotel Mama

Junge Erwachsene genau zum Zeitpunkt Ihres Auszugs aus dem elterlichen Nest zu erreichen, ist ausserordentlich schwierig. Um diese Kommunikationshürde elegant zu überspringen, haben sich die sechs Unternehmen Swisscom, ImmoScout24, LeShop.ch, Pfister, Mobiliar und Europcar sowie Blick am Abend zusammengeschlossen und bieten auf Byebyehotelmama.ch den flügge gewordenen Jugendlichen genau die Dinge an, die bei einem Auszug im Fokus stehen.

In einer ersten Phase wird die Plattform mittels Printanzeigen, Bannern und einem Wettbewerb auf Facebook beworben. Gesucht: Das grösste Muttersöhnchen oder Papiprinzessli der Schweiz. Es winkt ein Preispaket im Wert von über 10’000 Franken, das dem Gewinner oder der Gewinnerin das Loslassen von Mamas Schürzenzipfel sicher erleichtern wird.
Angeregt und ausgeführt hat das Projekt Jung von Matt/Limmat. Ursprünglich für den Kunden Swisscom, der die Idee aufnahm und die Partnerunternehmen akquirierte. Die anschliessende Umsetzungsphase wurde gemeinschaftlich von den Vertretern aller teilnehmenden Unternehmen begleitet und pünktlich zum Beginn der Umzugssaison im Frühjahr abgeschlossen.
Verantwortlich bei Swisscom: Patrick Moeschler, Daniel Beyeler. Verantwortlich bei LeShop.ch: Dominique Locher. Verantwortlich bei ImmoScout24: Martin Koncilja, Simon Stucki. Verantwortlich bei Pfister: Roman Biehler. Verantwortlich bei Mobiliar: Beat Mosimann, Hanspeter Weber. Verantwortlich bei Europcar: Claudia Notter. Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Alexander Jaggy (CD), Thomas Engeli, Christian Schnellmann (Text), Barbara Blaesi, Bruno Manser (Art Direction), David Lüscher (Beratung), Cyrill Hauser (PR), Alexander Schradt (Screendesign), Notarmon Buchli (Programmierung), Erasmo Palomba (Art Buying), Marek Vogel (Fotografie).
img100505_jvm1

Würdigung: Adieu Pierre Joliat

Mit der deutschen Sprache ist es wie mit meiner Frau: Ich verstehe sie, aber ich beherrsche sie nicht.» Mit diesen Worten, gesprochen in einem hoch sympathischen Französisch-Akzent und mit einem Lächeln im Gesicht, hat Pierre manch eine Sitzung mit Deutsch- und Westschweizer Beteiligten begonnen und damit gleich die Brücke über den Röstigraben geschlagen.

Ja, er verstand es wie kaum ein Zweiter, die SAWI-Familie beidseits der Sprachgrenze von seinen Ideen zu begeistern. Und solche hatte er vom Start weg viele.
Pierre Joliat übernahm 1969, im jugendlichen Alter von 29 Jahren, die Direktion des Schweizerischen Ausbildungszentrums für Werbung und Information, wie das SAWI damals hiess. Kein Zweifel, Pierre war und wurde mehr und mehr zum Glücksfall für das SAWI/CSEPI. Mit seinem Antritt in Biel lancierte das SAWI die erste Generation der legendären Tagesschule. Für 40 junge Leute bedeutete das den Einstieg in die faszinierende Welt der Werbung. Noch heute sind viele Absolventinnen und Absolventen der Tagesschulen in Schlüsselpositionen der Branche tätig. Man sprach noch nicht von Kaderschmiede, aber letztlich war Pierre’s SAWI-Kind, die Tagesschule für Werbeassistenten, genau das. In Zusammenarbeit mit Prof. Richard Kühn konzipierte und lancierte Pierre die berufsbegleitende Marketingplaner-Ausbildung. Auch eine Pioniertat des SAWI. Es folgten fulminante SAWI-Jahre, die halbe Branche reiste zur Ausbildungsstätte nach Biel. Das erste, ganz grosse Jubiläum unter der Ägide von Pierre Joliat war das unvergessliche 20-jährige SAWI-Jubiläum, das im Kongresshaus Biel gefeiert wurde. Im Zuge der Expansion des SAWI und mit dem Eintritt von Jürg Engi übernahm Pierre im Jahre 1990, nach 21 Jahren Gesamtleitung, die Position des Direktors SAWI Westschweiz, die er bis zu seiner Pension im Jahr 2005 erfolgreich inne hatte. Er stand 36 Jahre im Dienste des SAWI und blieb darüber hinaus mit seinem SAWI weiter innig verbunden.
Mit dem beispielhaften «Maison de la Communication» in Lausanne konnte Pierre einen weiteren, nachhaltigen Meilenstein setzen. Zusammen mit dem Gründungspräsidenten der Stiftung, Pierre Buntschu, ist Pierre Joliat der Co-Vater dieser grossartigen Leistung, dessen Grundstein 1997 gelegt wurde. Zwischen 2005 und 2009 übernahm Pierre Joliat das Präsidium der Stiftung.
Pierre Joliat und sein SAWI prägten über Jahrzehnte die Aus- und Weiterbildungsszene der Branche. Viele Absolventinnen und Absolventen der Basiskurse sind immer wieder nach Biel gereist, sei es für eine höhere Ausbildung mit eidgenössischem Diplom oder immer häufiger auch als Dozentinnen und Dozenten. Der Geist von Biel und der Groove des SAWI wurden durch Pierre einzigartig geprägt. Er konnte viele «seiner» Schüler motivieren, das erworbene Wissen auch neuen Generationen weiterzugeben. Und wenn wieder mal ein ehemaliger SAWIaner vor einer Klasse stand, so wurde er von Pierre vorgestellt und er pflegte zu sagen: «Ein gutes Freund von SAWI». Dein berufliches Lebenswerk, lieber Pierre, hat vielen von uns den Berufsweg geebnet. Wir danken Dir.
Pierre Joliat ist am 29. April 2010 in den Ferien in Sharm-el-sheikh, Ägypten, im Alter von 70 Jahren unerwartet und leise gestorben. Wir entbieten der Familie unser tief empfundenes Beileid.
Otto Meier, SAWI-Präsident

Nahost-Korrespondent André Marty: Rückkehr in die Schweiz

Nach sechs Jahren Israel und vier Jahren Italien kehrt SF-Korrespondent André Marty in die Schweiz zurück.

Er wäre gern im Ausland geblieben, aber gemäss SF gilt: Nach zwei Auslandsposten kehren die Korrespondenten zurück. Marty arbeitet ab November für die Tagesschau und stösst dort zum Moderationsteam. Sein Nachfolger in Israel wird «10 vor 10»-Produzent Pascal Weber.
get_footer();