Berner Medienpreise 2010: Jury ehrt drei Medienschaffende – und indirekt Jacques Chessex

In diesem Jahr verleiht die Berner Stiftung für Radio und Fernsehen ihren Hauptpreis der Fernsehjournalistin Meili Dschen. Ausgezeichnet wird sie für einen Beitrag über den Mord am jüdischen Berner Viehhändler Arthur Bloch1942 in Payerne.

Dschen habe mit ihrem in der Sendung «Kulturplatz» des Schweizer Fernsehens ausgestrahlten Beitrag ein dunkles Kapitel in der Waadtländer Geschichte dokumentiert, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Anlass für Dschens Beitrag war der Roman «Un Juif pour l’exemple» des bekannten Westschweizer Autors Jacques Chessex, der im Oktober vergangenen Jahres bei einer Lesung in Yverdon tot zusammenbrach.Chessex habe mit seinem Roman einen wichtigen Beitrag zum Verständnis zwischen Romands und Deutschschweizern geleistet, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung vom Mittwoch. Sie ehre deshalb «indirekt und posthum» auch ihn.
Eines der Ziele des Schweizer Medienpreises ist die Förderung des Verständnisses zwischen den beiden Sprachregionen. Ausgezeichnet werden auch Radio- und Fernsehsendungen, die Themen aus den Kanton Bern, Freiburg und Wallis in besonderer Qualität behandeln. Mit dem Radiopreis 2010 wird Hans-Peter von Peschke für eine Sendung zum Thema Hirnschlag geehrt, den Preis für den besten tagesaktuellen Beitrag erhält Peter Maurer für eine Reportage von einer Veranstaltung der EVP in Grosshöchstetten kurz vor der Abstimmung über das Minarettverbot.

Kreativwettbewerb Best Yet: Live und exklusiv auf Twitter

Der Kreativwettbewerb Best Yet geht in den nächsten Tagen über die Bühne. Die Werbewoche berichtet am Donnerstag und Freitag live und exklusiv auf Twitter über den Anlass sowie mit einer Zusammenfassung des Tages im Newsletter.

Der Sieger des diesjährigen Wettbewerbs «Das kann nur ein Inserat», Manuel Rohrer , wird am Kreativwettbewerb für junge Kreativen aus ganz Europa teilnehmen. Ebenfalls zum Best Yet 2010 fliegen Filip Wolfensberger und Dominic Zach von der Berner Agentur Maxomedia – ein Teilnehmer-Team, das es auf die Shortlist schaffte (Nr. 5) und an der Preisverleihung vom Donnerstagabend in der öffentlich durchgeführten Verlosung das Ticket gewann.
Der jährlich stattfindenden, europäischen Nachwuchswettbewerb wurde 2002 von den wichtigsten Europäischen Vermarktungsorganisationen der Tagespresse ins Leben gerufen. Publicitas Publimedia ist seit 2006 das Schweizer Mitglied von Best Yet – best European Young Team. Das Auswahlverfahren zur Eruierung der Teilnehmerteams wird in der Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizer Presse organisiert.
Jährlich stossen neue Mitglieder zu diesem Wettbewerb. Heute engagieren sich für den kreativen Werbenachwuchs folgende Länder: Belgien, Deutschland, England, Niederlande, Kroatien, Norwegen, Österreich, Schweden und die Schweiz.

Schweizer Presse: «Das kann nur ein Inserat» – Die Kampagne 2010

Die Schweizer Presse lanciert im Rahmen der Kampagne «Das kann nur ein Inserat» die interaktive Anzeige: Inserat mit dem Handy knipsen, über das Feedback schmunzeln und an einem grossen Wettbewerb teilnehmen.

Knapp 100 Zeitungen und Zeitschriften aus allen Pressekategorien der Mitgliedsverlage der Deutschschweiz haben sich innert kürzester Zeit bereit erklärt, sich an der Kampagne zu beteiligen. Westschweiz und Tessin folgen gegen Ende Mai. Die Kampagne dauert bis November 2010. Zu gewinnen gibt es Einkaufsgutscheinen im Gesamtwert von 130‘000 Franken. Wie die Inserate aussehen, wie der Mechanismus funktioniert und wie sich die unterschiedlichen Technologien zusammensetzen, veranschaulicht die Website www.das-kann-nur-ein-inserat.ch. Die Auflösungen auf dem Handy funktionieren ab 4. Mai 2010
Die rasante Umstellung der Konsumenten auf Komfort-Handys begünstig die rasche Verbreitung von «Print ‘n‘ Mobile». Den Usern stehen Apps und zahlreiche Reader kostenlos zur Verfügung. Die Projektgruppen «Innovation», «Kampagne Inserat» und «Gattungsmarketing» im Departement Werbemarkt des Verbands Schweizer Presse verfolgen die Entwicklungen auf diesem Gebiet seit langem. Entsprechend war dieses Jahr eine breite Kampagne für Zeitungen und Zeitschriften lesende Männer und Frauen ab 15 Jahren geplant – Menschen, die ein iPhone oder ein Handy der jüngsten Generation verfügen und offen für Neues sind.
Print bekommt durch die verschiedenen Formen des Medienverbundes eine völlig neue Perspektive – das Inserat wird interaktiv und ermöglicht in Sekundenschnelle eine Reaktion. Die Leserinnen und Leser können sich vertieft informieren, eine Reservierung oder Bestellung vornehmen oder an einem Wettbewerb teilnehmen. Die Siegerkampagne von Manuel Rohrer beim diesjährigen Wettbewerb für junge Kreative thematisierte exakt diesen Medienverbund Print – elektronische Medien. Unter dem Titel «Grosses beginnt mit einer Anzeige» entstanden vier Sujets, die dazu ermuntern, mit Codes oder Bilderkennung eigene Erfahrungen zu sammeln.

Die Partner und Sponsoren:
BSW Leading Swiss Agencies
Schweizer Werbung SW
ASW ausgezeichnet
Art Directors Club ADC, Schweiz
Script
Keystone
Print Online
Publicitas
Perlen Papier
Utzenstorf Papier
Ringier Print/Swissprinters Premedia
Werbewoche
Com.in

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Grosses beginnt mit einem Inserat

Der diesjährige Sieger des Kreativwettbewerbs «Das kann nur ein Inserat», Manuel Rohrer, liefert starke Argumente für Printanzeigen – und überwindet spielend den Graben zwischen Print und elektronischen Medien.

Ab sofort sind sie in knapp 100 Schweizer Medien zu sehen, die neuen Sujets von «Das kann nur ein Inserat 2010» des Verbands Schweizer Presse. Sie beweisen: Print ist interaktiver, als man vermutet. Denn wer die Sujets mit dem iPhone oder Smartphone fotografiert, bekommt – unterstützt von spezieller Software – eine überraschende Reaktion: Aus dem Backstein wird ein Haus, aus dem Ei schlüpft ein Dinosaurier. Aber probieren Sie es am Sujet auf Seite 14 doch gleich selbst aus.
Print ’n’ Mobile heisst die Technologie, die hinter der neuen Kampagne steht. Sie arbeitet mit drei verschiedenen Techniken: mit Quick-Response-Codes, Webcams oder der Bilderkennungs-Software Kooaba. Mit der Kooaba-Applikation kann man bereits die Seiten des Blick, der NZZ am Sonntag, der Weltwoche oder von 20 Minuten durch Fotografieren speichern, archivieren und weiterschicken. Was genau der Betrachter bei den Anzeigen von «Das kann nur ein Inserat 2010» tun muss, um herauszufinden, wovon das Abgebildete nur der Beginn ist, wird unter jedem Sujet erklärt. Als Anreiz, das Neue auszuprobieren, nehmen alle Handyfotografen an einem Wettbewerb mit Preisen im Gesamtwert von 130 000 Franken teil. Eben: Grosses beginnt mit einem Inserat.
Interaktive Inserate
Die Kampagne zeigt, wohin sich Print bald entwickeln könnte: Ein Inserat hat in Zukunft nicht nur eine hohe Reichweite, es erreicht die Betrachter auch unmittelbar. Sie können sofort darauf reagieren, Hintergrundinformationen anfordern, an Wettbewerben teilnehmen sowie angepriesene Ware reservieren oder bestellen – genau in dem Moment, in dem sie die Anzeige sehen. Zuhause, im Büro oder unterwegs.
Die Idee für die Kampagne stammt von Manuel Rohrer, Grafiker bei der Berner Werbeagentur Contexta. Er traf mit seinem Einfall zufällig den Nagel auf den Kopf, denn der Verband Schweizer Presse plante für dieses Jahr bereits eine breit angelegte Mobilekampagne für Zeitungs- und Zeitschriftenleser ab 15 Jahren. Da passte Rohrers Wettbewerbsbeitrag hundertprozentig ins Konzept. Die Kampagne läuft bis November.
Anne-Friederike Wilhelm
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Chancen für Bezahlinhalte im Netz

Die Werbewoche bittet Sie um Ihre Meinung zum Thema Apps und Paid Content. Die Studie «Paid Content - Chancen für die Medienindustrie» wird von der Zürcher Digital-Beratung Transaction Consulting und Facit Digital, München, durchgeführt. Die Ergebnisse lesen Sie dann hier und in der Werbewoche.

Der iPad ist in aller Munde. Das neue Must-Have von Apple fasziniert. Begeistert sind die Apple-Fan-Gemeinde und die Verlagsmanager. Hoffen diese doch, dass das neue Gerät den Durchbruch bei Bezahlinhalten für die gedruckte Presse schafft. Dass dies gelingen könnte, ist sehr wohl möglich, denn die Integration von Text, Bild, Film, Ton und Interaktivität ist schon sehr verlockend.
Jeder, der schon mal mit einer der neuen Apps von Paris-Match oder Sports Illustrated rumgespielt hat, ist begeistert und merkt, dass eine neue faszinierende Dimension des Medienkonsums auf uns zukommt. Neben dem nostalgischen Papierrascheln der gedruckten Zeitung oder Zeitschrift tritt nun die Faszination einer neuen Medienwirklichkeit. Mit einem gestylten Gadget, das nicht nur unterwegs, sondern auch auf dem Designer-Sofa eine gute Figur macht, jederzeit und überall auf attraktive Medieninhalte zugreifen zu können, macht schon Spass. Das dürfte vielen Mediennutzern auch etwas wert sein..
> Zum Studienfragebogen: «Paid Content – Chancen für die Medienindustrie».
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Medientalente verstärkt Team und Website

Mit einer neuen Homepage hat die Agentur Medientalente gleichzeitig auch das Team verstärkt. Seit Anfang Mai ist Roger D. Müller für die Agentur tätig.

Das Unternehmen in Lenzburg hat sich darauf spezialisiert, Medientalente und Herausforderungen in der Druck-, Medien- und Verpackungsindustrie sowie Marketingkommunikation zu vermitteln.: Am 1. Mai hat Medientalente eine komplett überarbeitete und neu gestaltete Webseite online geschaltet. Dreh- und Angelpunkt ist die Datenbank mit allen offenen Stellen, die der ganzheitliche Personaldienstleister für seine Kunden aus der Druck-, Medien- und Verpackungsindustrie sowie der Marketingkommunikation besetzen will. Ausserdem stellt Rolf R. Eicher, der sich 1997 selbstständig gemacht hat, online alle Leistungen der Firma Medientalente, ihre Philosophie und das Team vor.
Neu zum Team gehört seit Mai Roger D. Müller, der als Partner die Medien- und Verlagshäuser und Kunden aus der Marketingkommunikation betreut. Müller machte nach seiner Grundausbildung die ersten Gehversuche im Verlagswesen: Zuerst als Verkäufer, dann als Teamleiter. Er bildete sich berufsbegleitend zum Kommunikationsplaner weiter, arbeitete als Werbeleiter und machte sich als Werbeberater selbstständig. Nach einer Weile kehrte er ins Verlagswesen zurück und stieg zum Verkaufs- und Anzeigenleiter auf, während er sich berufsbegleitend zum Verkaufsleiter weiterbildete. Unter anderem war Roger Müller als Geschäftsführer einer international tätigen Medienvermarktungsagentur im Airline-Business verantwortlich. Vor seinem Einstieg als Partner bei Medientalente war er als Anzeigenleiter im Zeitschriftenverlag der AZ Medien tätig.
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Rolf R. Eicher (rechts), Inhaber von Medientalente, betreut die Kunden und Kandidaten aus der grafischen Branche und Verpackungsindustrie. Roger D. Müller, der neue Partner, hat sich auf Medien, Verlage und Marketingkommunikation spezialisiert. Support erhalten die beiden seit Jahren von Patricia Simeoli.

Walker Werbeagentur erhält Verstärkung

Anfangs Mai hat die Zürcher Kreativschmiede Verstärkung durch Lisa Binkert erhalten, die von Euro RSCG London an die Blaufahnenstrasse wechselte und das Team als Beratungsleiterin unterstützt.

Die Doppelbürgerin mit schweizerischen und amerikanischen Wurzeln arbeitete bisher in den USA und in Grossbritannien für Agenturen wie JWT, Fallon und zuletzt bei der Euro RSCG in London wo sie das Chivas Regal Mandat weltweit geführt hat. Während ihrer Karriere arbeitete sie für nationale und internationale Kunden und bringt einen Bachelors of Art in Advertising von der Michigan State University mit. Sie freut sich nun bei Walker für ihr vertraute Kunden, deren Produkte und Dienstleistungen sie aus ihrer Kindheit noch kennt, zu arbeiten. Lisa Binkert wuchs in Zürich auf und lebte anschiessend 14 Jahre mit ihrer Familie in den USA.

Erfolgsfaktoren Social-Media-Marketing

Beim Einsatz von Social Media gibt es Chancen, aber auch Risiken. Was sind die Erfolgsfaktoren? Wo liegen die Risiken? Von Imre Sinka, Dotpulse Werbeagentur.

In den letzen Wochen habe ich einige Social-Media-Marketing-Veranstaltungen besucht und verschiedene Referate von Unternehmen gehört. Aus diesen Referaten habe ich die wichtigsten Erfolgsfaktoren zusammengefasst:
Social-Media-Governance vor Social-Media-Marketing
Voraussetzung für die Unternehmenspräsenz im Social Web ist die Social-Media-Governance. Formulieren Sie Ihre Social-Media-Guidelines, eine Social-Media-Strategie sowie Direktiven zur Verantwortung innerhalb des Unternehmens, bevor Sie im Social Web aktiv werden.
Relevanz zählt
Im Social Web bestimmen die Benutzer, was für sie von Interesse ist. Dieses kann auch nicht mit Media-Spending gekauft werden. Wenn Sie sich im Social Web umhören, erkennen Sie, was Ihre Konsumenten bewegt. Und wenn Sie Ihre Social-Media-Marketing-Aktivitäten auf diesen Themen richtig aufbauen, können Sie das Engagement Ihrer Zielgruppe gewinnen.
Keine Einstiegsbarrieren
Konsumenten tun sich schwer, eigene Filme zu drehen, Fotos zu inszenieren oder Kurzgeschichten zu schreiben. Ihre Aktivitäten im Social Web sind erfolgreicher, wenn Sie für das Engagement Mechanismen verwenden, die einfach und bei Ihren Konsumenten bekannt sind.
Eigene Communitys haben keine Zukunft
Eigene Community-Websites werden aufgegeben. Sparen Sie sich die Investitionen in eigene Community-Websites und seien Sie im Social Web präsent, wo sich Ihre Konsumenten aufhalten.
Twitter jetzt nutzen
Twitter hat 10-mal mehr Leser als Schreiber. Darum sollten Sie Twitter jetzt einsetzen, um relevante Informationen und Angebote zu verbreiten und so Ihre Autorität und Kompetenz zu verstärken.
Keine übertriebenen Erwartungen
Es ist für ein Schweizer Unternehmen schwer, Zehntausende von Fans auf Facebook oder Tausende von Teilnehmern für eine Social-Web-Promotion zu gewinnen. Vermeiden Sie Enttäuschungen, indem Sie realistische, messbare qualitative und quantitative Zielsetzungen formulieren.
Keine Angst vor Kontrollverlust
Viele Unternehmen fürchten sich vor dem Verlust der Dialoghoheit mit den Konsumenten. Seien Sie sich bewusst, dass auch ohne Ihr Zutun im Social Web über die Qualität Ihrer Marke und über ihr soziales und ökologisches Verhalten gesprochen wird. Wäre es nicht besser, dass dies in einem Kanal geschieht, auf den Sie Einfluss haben.
Das Social Web bietet jedem Unternehmen interessante Möglichkeiten für die Markenentwicklung. Voraussetzungen sind ein relevantes Thema, messbare Ziele, eine gewisse Risikobereitschaft sowie personelle und finanzielle Ressourcen.
Imre Sinka, dotpulse Webagentur AG
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Der Sportliche

Sponsoring generiert Mehrwert. Marc Santschi, Leiter Sponsoring bei der Post, weiss, wie das funktioniert.

Er hat einen Traumjob: Geld verteilen – und sich damit beliebt machen. «Tue Gutes und rede darüber», ist eine Maxime des Sponsorings. Doch bei einem staatlichen Betrieb, der von der privaten Konkurrenz und anderen Entwicklungen an allen Ecken und Poststellen bedrängt wird, wird das Geld nicht zum Bluffen verteilt. Sponsoring ist ein Instrument, das im Marketing ständig an Bedeutung gewinnt. Bei einem gesamten Kommunikationsbudget des Konzern von 115 Millionen Franken fliessen bei der Schweizerischen Post heute rund 16 Prozent in das Sponsoring. Mit weiteren Vergabungen wie zum Beispiel für das Museum der Kommunikation in Bern steigt der Betrag auf über 20 Millionen. Insgesamt arbeiten beim Konzern mit den Töchtern PostFinance und PostAuto rund 11 Personen in den Bereichen Sponsoring und Hospitality. Davon wirken 4,5 im Team von Marc Santschi für das Betreuen der Dachmarke. Ihre Erfolge haben der Schweiz schon viele schönen Stunden geschenkt. Ihre Arbeit rechnet sich aber auch gewinnbringend für die Werbung der Post.
Der seit sieben Jahren verantwortliche Leiter Sponsoring hat an der Universität Bern Betriebswirtschaft studiert mit Schwerpunkt Marketing. Seine Lizentiatsarbeit über «die Einflussfaktoren des Wetters auf den Schweizer Sportfachhandel» zeigte bereits damals die beruflichen Interessen auf: der Sport und seine Vermarktung. Marc Santschi spielte selber Handball – bis Stufe Nationalliga B – und jobbte für die Berner Zeitung mit Reportagen von Fussball über Eishockey bis Langlauf. Als er mit 23 Jahren seine Kräfte stärker für den Studienabschluss bündeln wollte, wechselte er vom Spielfeld in den Vorstand seines Handballvereins. Santschi half mit, Wacker Thun in der Nationalliga A zu etablieren und verantwortete in dieser Zeit auch die entsprechend mehr geforderten Aktivitäten in Marketing und Kommunikation für den Club. Seinen ersten Volljob fand er 1993 als Berater bei einer PR-Agentur. Bei Dr. Bischof warteten erstmals professionelle Sponsoring-Aufgaben mit einem Mandat für das Eidgenössische Schützenfest in Thun sowie später das Musikfest in Interlaken.
Mit dem Betreuen dieser Grossanlässe hatte Marc Santschi seine Berufung endgültig gefunden. Mit den gewonnenen Erfahrungen konnte er eine neugeschaffene Stelle als Verantwortlicher Marketing und Kommunikation bei der Nationalliga des Schweizerischen Fussballverbandes übernehmen. Drei Jahre lang bis 2000 durfte er in dieser eigenständigen Abteilung des Fussballverbandes die neue Disziplin aufbauen. Konkret hat Santschi in dieser Zeit die Drehbanden in den Stadien eingeführt. Für die neu lancierten Fussballübertragungen im Schweizer Fenster von Sat.1 musste er die Verhandlungen rund um alle Werberechte mit verschiedensten Beteiligten führen sowie auch das Einrichten der Infrastruktur in den Stadien vorbereiten. Eine dritte Neuerung war die übergreifende Vermarktung der ganzen Liga. Diese Aufbauarbeit hat schliesslich den Anpfiff zur Axpo Super League möglich gemacht. Damit wurde das Sport-Sponsoring auch in der Schweiz auf breiter Front professionalisiert.
Das Sponsoring der Post baut auf alle drei Säulen – Kultur, Sport und Soziales
Noch vor dem Versenken dieses Treffers wollte aber Santschi zu einer neuen Mannschaft wechseln, weil er beim Verband mit seinem Marketing ein bisschen zu oft die Ersatzbank drücken musste. «Das Marketing wurde nur zähflüssig ausgebaut.» Mehr Spielmöglichkeiten sah der Medienmann und Manager bei der Schweizerischen Depeschenagentur. Santschi war als Geschäftsleiter federführend für den Aufbau und die spätere Zusammenlegung der SDA AFX, einer Tochter für Wirtschaftsnachrichten, mit dem Konkurrenten AWP Finanznachrichten zuständig.
Kurz vor Weihnachten 2003 erhielt er sein schönstes Paket von der Post in Form eines Job-Angebotes. Ein neues Konzept für das Sponsoring war beim gelben Riesen geschnürt. Und Marc Santschi sollte die Ideen als neuer Leiter Sponsoring in Zukunft in die Tat umsetzen.
Im siebten Jahr wirkt er jetzt auf der Direktionsetage in der Berner Schönburg – und es ist kein «verflixtes siebtes Jahr» geworden. «Die Bedeutung des Sponsorings innerhalb der Post ist bei den Mitarbeitenden anerkannt und die Wirkung wird als sehr positiv wahrgenommen. Ebenso nach aussen sind wir mit dem Feedback sehr zufrieden», weiss San¬tschi, der als Leiter für das Sponsoring der Dachmarke und damit der eigentlichen Postbereiche zuständig ist. Die Tochter PostFinance verfügt über eine eigene Sponsoring-Abteilung und ist vor allem im Eis¬hockey sowie bei Open Airs engagiert.
Die Post möchte als Sponsor am Filmfestival in Locarno in Zukunft noch stärker auftreten
Sport, Kultur und Soziales sind die Pfeiler des Sponsorings bei der Dachmarke, der Post. Bei den sozialen Engagements gehört «2× Weihnachten» seit 14 Jahren zur schönen Tradition. Auf allen Poststellen können «überflüssige» Weihnachtsgeschenke oder auch andere Materialspenden abgegeben werden. Diese werden dann in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und dem DEZA in ärmeren Gegenden verteilt. Über 70‘000 «Päckli» sind dank gezielter Promotion auch durch die SRG in diesem Jahr gesammelt worden. Marc Santschi freut sich, Mitte Mai erstmals die Verteilung in Weissrussland mit einer Delegation direkt in Minsk begleiten zu dürfen. Beschenkt werden auch nach wie vor leidende Opfer von Tschernobyl.
«Tue Gutes und rede darüber», ist das Motto von erfolgreichem Sponsoring. Dieses Konzept erlebte eine bisher noch nie so offen gezeigte Offensive bei der Aktion «Jeder Rappen zählt». Die Post als langjährige Partnerin der Glückskette sammelte öffentlich auf dem Platz vor dem Bundeshaus und live be¬ob¬achtet von sämtlichen Medien der SRG. «Soziale Engagements haben in der Regel Mühe, die Sponsoren zu zeigen, zu inszenieren. Bei solchen Projekten ist die SRG nicht nur ein dankbarer Medienpartner, sondern gleichzeitig auch ein starker Treiber und Multiplikator», freut sich Santschi über den Erfolg. Er ist sich aber auch bewusst, dass nicht alle Hilfswerke mit solch grossen Kellen anrichten beziehungsweise einsammeln können.
Seit 2004 ist die Schweizerische Post Partnerin von Swiss Runners, der Dachorganisation der 26 grössten und schönsten Läufe der Schweiz. Dazu wird die Schweizer Lauf-Elite seit 2005 mit der Durchführung des Post-Cups unterstützt. Für eine weitere Werbewirkung nach aussen hat die Post ein eigenes Laufteam mit den Eliten der Schweiz gegründet. Die¬se sollen auch als Botschafter für den Laufsport den Nachwuchs begeistern. «Das Engagement für das Laufen ist auf den ersten Blick nicht sexy in Bezug auf die Aussenwirkung», meint Santschi. Trotzdem passt dieser Sport hervorragend zum Image. Mit ihrem Engagement will die Post die Schweizer Bevölkerung, aber auch die eigenen Mitarbeitenden zu körperlicher Aktivität motivieren. «Wer läuft, hat bessere Chancen, gut über die Runden zu kommen», ist die Philosophie. Als Sponsoring nach innen können sämtliche Mitarbeitenden der Post an allen Wettbewerben gratis mitlaufen. Dazu werden T-Shirts und andere Requisiten abgegeben. Ein weiterer Vorteil dieses Engagements sieht Santschi in der «geringen Angriffsfläche». Ein Formel-1-Sponsoring würde bei einem Staatsbetrieb in den Medien und beim Eigner kaum akzeptiert werden. Ein Silvesterlauf in Zürich oder der Grand Prix von Bern geniessen aber Sympathien auf allen Ebenen. Kommunikativ unterstützt werden diese auch von selber finanziertem Content von Text über Bild bis Video. Das TV-Bildmaterial, vom TPC realisiert, hat unter dem Titel «Swiss Runners Magazin» mittlerweile einen festen Platz gefunden auf dem Privatsender Schweizer Sportfernsehen.
Noch mehr Öffentlichkeit generiert die Post mit ihrem Engagement für den Film. An den vier wichtigsten Schweizer Festivals Solothurner Filmtage, Visions du Réel in Nyon, Zurich Film Festival und Internationales Filmfestival Locarno ist die Post massgeblich beteiligt. Santschi macht dabei unterschiedliche Erfahrungen mit den verschiedenen Organisatoren. In Solothurn vermisst er bisweilen den Willen, einen erfahrenen Sponsor auch als kompetenten Partner zu akzeptieren. «Da wird in der Organisation die Kunst stärker gewichtet als ein professionelles Marketing», bedauert Santschi. Doch das sei ein grundsätzliches Problem bei vielen Kulturanlässen: «Die Inszenierung der Sponsoren lässt zu wünschen übrig. Dies ganz im Gegensatz zum Sport.» Zwar erwartet Santschi nicht, dass es in der Kultur ähnlich laut und schrill wie beim Sport sein darf. «Aber ein Sponsor will gesehen werden. Auch die Kultur würde hierfür durchaus adäquate Plattformen bieten.» Denn die namhaften Gelder, welche die Post hier investiert, müssen schliesslich bei einem Betrieb mit öffentlichem Auftrag klar verantwortet und damit auch messbar bleiben.
Als geradezu ideal hat sich in diesem Bereich das Zurich Film Festival angeboten. Seit 2008 ist die Post bei diesem aufstrebenden Kulturevent dabei. «Hier werden die Sponsoren in professioneller Weise inszeniert und integriert.» Differenziert fällt das Urteil der Post auch mit ihrer Präsenz in Locarno aus. Im Tessin tut sich die UBS als Hauptsponsor «gelegentlich schwer» mit der Post als Co-Sponsor und Konkurrent – obwohl nicht PostFinance als Absender auftritt. Dessen ungeachtet möchten die Gel¬ben ihr Engagement beim Filmfestival Locarno eine Stufe höherschalten. «Wir würden gerne upgraden – vom Co-Sponsor zum Hauptsponsor – und könnten dadurch unsere Visibilität bedeutend stärken», verrät Marc Santschi. Auf der Leinwand von Locarno wäre das nach dem spannenden Finanz-Thriller der letzten Jahre für viele wohl das schönste Happy End.
Andreas Panzeri

Schweizer Sportfernsehen kooperiert mit Tele Züri

Ein Jahr nach dem Start des Vollprogramms verlagert das Schweizer Sportfernsehen SSF seinen Produktionsstandort in die Studios von Tele Züri. Damit erhält das SSF Zugriff auf modernste Fernsehtechnik. Tele Züri seinerseits kann mit dieser technischen Kooperation das bestehende Angebot im Bereich TV-Dienstleistungen weiter ausbauen.

Ab Mitte August werden die Sendungen des Schweizer Sportfernsehen SSF am Standort des führenden Schweizer Regionalfernsehens an der Heinrichstrasse in Zürich produziert, wie SSF in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Damit verlagert das SSF sämtliche bisher in Schlieren angesiedelten Bereiche wie Redaktion, Sendeablauf und Studioproduktionen in die Infrastruktur von Tele Züri. Der Regionalsender betreibt erstmals im Auftrag eines unabhängigen TV-Senders die komplette Sendeabwicklung und den gesamten Studiobetrieb.
Gleichzeitig übernimmt Tele Züri im Auftrag des Schweizer Sportfernsehen SSF ein Grossteil der technischen Produktion. Mit dieser Zusammenarbeit unterstreicht das SSF seine Kooperations-Strategie, die im Februar 2010 mit einer umfassenden Zusammenarbeitsvereinbarung mit der TV Produktionscenter Zürich AG im Bereich der Live- und Aussenproduktionen lanciert wurde.
Bereits in den kommenden Wochen sind anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaften in Südafrika sowie anschliessend am Züri Fäscht gemeinsame Produktionen geplant.

PR Suisse: Der Schweizerische Public Relations Verband

Seit 1954 setzt sich der Berufsverband für die Förderung der Public Relations sowie die Aus- und Weiterbildung in diesem Tätigkeitsbereich ein.

Der Schweizerische Public Relations Verband (SPRV) zählt als Berufsverband mit seinen sieben Regionalgesellschaften (Basel, Bern, Lausanne, Luzern, Lugano, St. Gallen und Zürich) rund 1700 Mitglieder. 1954 wurde er als Schweizerische Public Relations Gesellschaft (SPRG) gegründet. Seither setzt er sich als Berufsverband für die Förderung der Public Relations sowie die Aus- und Weiterbildung in diesem Tätigkeitsbereich ein. Zum SPRV gehören auch das Berufsregister und die Prüfungskommission.
Das Berufsregister
In das Berufsregister werden jene Berufsmitglieder der Regionalgesellschaften eingetragen, welche besonders hohe berufliche Qualifikationen erfüllen. Sie müssen den Nachweis ihrer beruflichen Qualifikation und Erfahrung erbringen sowie hauptberuflich und in leitender Position auf dem Gebiet der Public Relations tätig sein. Sie erhalten vom SPRV das Recht und die Pflicht, den Titel BR/SPRV zu führen.
Die Prüfungskommission
Die SPRV-Prüfungskommission führt unter Aufsicht des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) seit 1979 die Höhere Fachprüfung für PR-Berater und PR-Beraterinnen und seit 1984 die Berufsprüfung für PR-Fachleute durch.
Das Ausbildungsinstitut der PR-Schaffenden
Das Schweizerische Public Relations Institut SPRI wurde 1969 vom SPRV gegründet und ist heute ein selbstständiges und erfolgreich anerkanntes Weiterbildungsinstitut für Public Relations.
Das SPRI ist das einzige vom Dachverband der europäischen PR-Verbände (CERP) offiziell anerkannte Ausbildungsinstitut für die PR in der Schweiz, dessen Aus- und Weiterbildungspolitik ausschliesslich auf Public Relations fokussiert ist. Es hat sich die Verbesserung der Qualität der PR-Tätigkeit zum Ziel gesetzt und ist zuständig für die praktische Aus- und Weiterbildung von PR-Schaffenden aller Stufen. Zu diesem Zweck führt das SPRI Lehrgänge im Bereich der PR-Laufbahn (Einsteigerkurse für PR-Praktiker, Berufsprüfung für PR-Fachleute, Höhere Fachprüfung für PR-Berater/-innen/eidg. Diplom), der PR-Weiterbildung (Fachseminare und Kurse) und im Bereich der PR-Postgraduate-Studien (verschiedene CAS/Zertifikatslehrgänge und Teile von MAS-Studien) durch.
Die Public Relations sind einem ständigen Wandel unterworfen respektive müssen diesem unterworfen sein. Nur so können sie ihrer Aufgabe gerecht werden, die Kommunikation zwischen Menschen zu verbessern, deren Wertvorstellungen und Bedürfnisse ständigen Veränderungen unterworfen sind. Sich der daraus abzuleitenden Verantwortung täglich neu bewusst zu werden, ist Aufgabe aller Berufstätigen in den Public Relations. Sie in dieser Aufgabe zu unterstützen, aber auch Trends aufzuzeigen, deren Bedeutung zu erläutern und Möglichkeiten der aktiven Bewältigung zu erörtern, ist heute ebenso wie in Zukunft zentrales Ziel der Bestrebungen des SPRV. PCM
Jede der sieben SPRV-Regionalgesellschaften lädt ihre Mitglieder praktisch jeden Monat zu einer Veranstaltung ein. Sie bieten Fallbeispiele, Erfahrungsaustausch, Weiterbildung sowie Social Life und Networking. Mehr unter www.sprg.ch
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Aufgefallen

Aufgefallen sind der Werbewoche diesmal couragierte Bierbrauer und eine Aktion des Kunsthaus Zürich zu seinem 100. Geburtstag.

Couragiert: Bierbrauer warnen vor Alkohol
Werbung ohne Rücksicht auf Verluste gibt es genug. Von Mut und Imagebewusstsein zeugt, wenn Unternehmen oder Verbände gegen ihre eigentlichen Interessen werben: In Deutschland plädiert die Initiative «Prävention aus Liebe zum Kind» derzeit auf Postern und im Internet für den vollständigen Verzicht auf Alkohol in der Schwangerschaft. Getragen wird die Kampagne vom Deutschen Brauerbund und der Stiftung für das behinderte Kind.
Der Hintergrund der Aktion ist traurig: In Deutschland werden jedes Jahr 3000 Kinder mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) geboren, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol konsumierten. In der Schweiz wird die Häufigkeit von FAS auf 0,5 bis 2 Fälle pro tausend Neugeborene geschätzt. Das Wachstum betroffener Kinder ist gebremst, ihr Kopfumfang vermindert und sie haben Gesichtsanomalien, zum Beispiel eine kurze, abgeflachte Nase, eine fehlende Rinne zwischen Oberlippe und Nase sowie kleine Augenöffnungen. Ausserdem leiden die Kinder unter Schädigungen des zentralen Nervensystems, zeigen Verhaltensstörungen und kognitive Defizite.
Die crossmediale Kampagne arbeitet mit Postern, Postkarten sowie E-Cards mit dem Claim «Schwanger? Promillegrenze 0,0». Ausserdem wurde eine Website mit weiterführenden Informationen zur Wirkung von Alkohol in der Schwangerschaft eingerichtet. Das Poster liegt Fachmedien wie «Frauenarzt» und der «Deutschen Apotheker Zeitung» bei. «Wir wollen mit unserer Initiative dort ansetzen, wo sich Frauen Aufklärung wünschen: bei ihrem Gynäkologen», sagt Wolfgang Burgard, Präsident des Deutschen Brauerbundes. www.praevention-aus-liebe-zum-kind.de
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Surreales zur Kunst
Zu seinem 100. Geburtstag hat das Kunsthaus Zürich Kurzfilme an einen Werber, einen Künstler und einen Filmemacher in Auftrag gegeben. Die drei Werke sollen unterschiedliche Blickwinkel auf das Museum und sein Umfeld aufzeigen. Für die Werber hat der freie CD Ralf Kostgeld zur Kamera gegriffen. Sein Werk «Chez toi» ist eine Metapher auf den Kunstkonsum und dramatisiert damit wörtlich den «Kunstgenuss».

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