Publicis lanciert gestiefelte Werbung fürs Magazin «Z»

«Z» erscheint achtmal jährlich als Beilage der «Neuen Zürcher Zeitung» und der «NZZ am Sonntag». Für die Zielgruppe der Inserenten und Mediaagenturen kreierte Publicis eine Anzeige.

Die Anzeige soll mit groben Stiefeln und feinem Humor zeigen, dass das Magazin «Z» ein stilvolles und daher ideales Umfeld für die Bewerbung hochwertiger Angebote ist.
Verantwortlich bei NZZ: Corinne Truttmann (Leitung Marketing Werbemarkt), Anouk Oetiker (Marketing Werbemarkt). Verantwortlich bei Publicis: Ralph Halder (CD), Dani Kobi (AD), Sonja Gross, Romeo Bucher (Grafik), Albert Matzinger (Text); Sabrina Elsässer (Beratung), Deborah Herzig (Art Buying), Andreas Caruso (Produktion), Fabio Clerici (Bildbearbeitung), Raphaela Pichler (Fotografie).

Affichage Gruppe lanciert neue Websites

Die Affichage Holding sowie ihre Tochtergesellschaften haben ihren Internetauftritt komplett überarbeitet. Die Zürcher Webagentur Divio zeichnet sich für die Realisation der neuen Websites verantwortlich.

Die neuen Websites der Affichage Holding und deren Tochtergesellschaft sind seit dem 31. Mai in überarbeiteter Form aufgeschaltet. Einfache Nutzerführung, ein modernes Design sowie die Verwendung neuster Internettechnologien gehören dabei zu den wichtigsten Neuerungen, so eine Mitteilung der Affichage. Im neuen Webauftritt integriert sind Newsletter sowie diverse Newsflash der Tochtergesellschaften, für deren Erhalt sich der User online registrieren kann.
Die im Jahre 2001 gegründete Webagentur Divio aus Zürich ist für die Realisation der neuen Websites verantwortlich. Mit «django CMS» hat die Agentur auf ein Open Source CMS gesetzt, bei dem sie gleichzeitig Hauptentwicklerin ist. Divio ist im Besitz der Partner Christian Bertschy, Simon Zmoos sowie Maik Lustenberger und beschäftigt insgesamt 13 Webexperten.
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Globalisierte Märkte mögen Bits and Bytes

Die Kommunikationsbranche bedient die Medienvielfalt mit schlanken Publishingprozessen, setzt auf das Individualmarketing und begeistert durch Realtime-Präsenz.

Neue Akzente setzen voraus, dass der Workflow die schnellen Prozesse mit optimalen Schnittstellen, inklusive Qualitätsstandards, unterstützt. Digitalisierte Märkte entwickeln sich rasant weiter. Aufgrund dieser Realität suchen Kunden nach mehr Flexibilität und konzentrieren sich auf intelligenten Content in allen Kanälen. Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, bleiben dabei die Zeit- und Budgetressourcen auch in angespannter Wirtschaftslage die stetige Mangelware.
Informationstechnologien beeinflussen unweigerlich immer stärker die Art, wie Unternehmen mit Dokumenten und Daten umgehen, sowie das nachhaltige Marketing.
Die Suche nach der besten Lösung!
Zunehmend komplexere Prozesse in der Publishing-Industrie und zahlreiche technische Neuerungen verlangen mehr denn je nach Lösungen, die den Kunden den Nutzen und die Vorteile moderner Technologien nahebringen und sie davon profitieren lassen.
Dass dieser Wandel ein Umdenken erfordert, hat die Kreativagentur IST Werbeteam AG aus Tenniken bereits vor Jahren erkannt. Deshalb beschritt sie neue Wege. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt. «Entscheidend für unsere Kunden sind Produktivität und Effizienz, die zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit führen», wie die Agentur mitteilt. Nach ausführlicher Evaluation diverser Publishing¬sys¬teme und etlicher Testläufe habe man sich im High-End-Bereich für one2edit entschieden.
«Die Einsatzmöglichkeiten reichen über internationale Grosskunden sowie diverse nationale und regionale KMUs mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Der Erfolg bestätigt uns, richtig gewählt zu haben», betont die Agentur weiter.
Hochwertig gestaltete Dokumente wie Inserate, Kataloge, Flyer, Verpackungen oder Magazine werden einfach online – ohne jegliche Kenntnisse in einem Layoutprogramm – über einen gängigen Webbrowser CI-konform editiert, bearbeitet, korrigiert, übersetzt und freigegeben. Aufwändige Korrekturzyklen via PDF, Word und E-Mail gehören der Vergangenheit an. Der Kunde kann selbst seine Änderungen anbringen und das Dokument freigeben. Über einen gängigen Webbrowser bearbeitet der Kunde sein Dokument auf dem Produktionsserver. Dank einer einzigartigen Technologie können Dokumente in Echtzeit und selbst bei niedriger Bandbreite bearbeitet werden. Nebst der kundenspezifischen Rollen- und Rechtevergabe verfügt der Kunde über eine permanente Statusübersicht seiner Projekte.
«Durch den intelligenten Workflow werden Kunden da unterstützt, wo sie uns brauchen. So schaffen wir wertvolle Ressourcen fürs Wesentliche wie integrierte Kampagnen, erhöhte Qualität und Aufmerksamkeit durch bewegte Bilder sowie verschärften Content usw.», erläutern die Kommunikationsspezialisten des IST-Werbeteams. Deutliche Kostensenkungen durch Zeitersparnisse sind vor allem bei korrekturintensiven Prozessen erkennbar.
Fazit: Die weltweite Vernetzung, die Digitalisierung und die immer grössere Medienvielfalt rücken die Vorstufe vom Rand ins Zentrum des Publishingprozesses.
Der Kunde braucht grössere Flexibilität und höchste Automatisierung gleichzeitig und will immer stärker – und zu jeder Zeit – in den Prozess eingreifen. Er will keine harten Grenzen zwischen Print und Online. Für ihn stehen Plattform und Vertriebsmöglichkeiten im Vordergrund, welche seine Zielgruppe am besten erreichen. Publishing mit dem grössten Marktpotenzial und Wachstum sind massgeschneidert auf die Bedürfnisse der Kundschaft.
IST WERBETEAM AG
Hauptstrasse 44, CH – 4456 Tenniken
Tel.: +41 61 976 99 99; Fax: +41 61 976 99 90
http://www.istwerbeteam.ch

Macht Google Netmetrix überflüssig?

Werbewoche-Umfrage zu Entscheidungskriterien bei Online-Werbung.

Geht es in der Schweizer Medienbranche um Reichweitenzahlen für Websites, gelten die Netmetrix-Zahlen der WEMF als allgemeingültige Messlatte. Doch braucht es die monatlichen Netmetrix-Erhebungen auch künftig? Diese Frage stellt sich, seit Google mit dem AdPlanner Online-Reichweitendaten zum Nulltarif anbietet. Diese geben auch über Websites Auskunft, die bei Netmetrix nicht mitmachen (vgl. «Das führende Dutzend»).
Mehr dazu in der Printausgabe der Werbewoche.
Zur Online-Umfrage

Glückwünsche mit Überraschungseffekt

Ob für treue Abonnenten, langjährige Geschäftspartner oder neue Klienten – das Online-Portal belebt das Beziehungsnetz und ermöglicht, einmal programmiert, einen vollautomatisierten Ablauf.

Insbesondere für Unternehmen ab einem Kundenstamm von 1000 Personen liegen die Vorteile auf der Hand: Die Auswahl an geeigneten Motiven ist vielfältig und lässt sich zielgruppenspezifisch nach Geschlecht oder Interessen bestimmen, die Bildpersonalisierung sowie verschiedene Standard- oder individuelle Texte, Logos, Signaturen und Adressen werden über eine entsprechende Datenbank automatisch integriert, verwaltet und termingerecht über den Anbieter Smartmailer.ch verschickt. Die Kunden erhalten pünktlich zu ihrem jeweiligen Geburtstag A5-formatige Glückwunschkarten, die mit Sicherheit nicht so schnell in Vergessenheit geraten und beim nächsten Kontakt für Gesprächsstoff sorgen!
FO-Smartprint
Gewerbestrasse 18, 8132 Egg b. Zürich
www.fo-smartprint.ch, [email protected]
Telefon +41 44 986 35 60
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Ivo Druck AG bietet ab sofort Lentikulardruck

Die IVO Druck AG nahm kürzlich eine neue Bogen-Offset-Maschine in Betrieb. Bei der IVO Druck setzt man konsequent auf moderne Technik und innovative Produktionsmethoden, sodass die Angebotserweiterung um Lentikulardruck ein logischer Schritt ist.

Als typisches KMU sieht sich auch IVO Druck im hart umkämpften Druckmarkt vor der Herausforderung, am Markt zu bestehen und als Anbieter für die Kunden stets attraktiv zu sein. IVO Druck setzte dabei schon in den vergangenen Jahren konsequent auf moderne Technik und behält diese Richtung auch weiterhin bei.
Mit der im Herbst vergangenen Jahres in Betrieb genommenen neuen Druckmaschine, die mit einem UV-Lackwerk ausgestattet ist, erweiterte IVO Druck die technischen Möglichkeiten deutlich.
Einerseits kann nun Effektlackierung wie Matt-/Glanz, auch Drip-off-Lackierung genannt, angeboten werden. Damit werden den Kunden neue Möglichkeiten geboten, Drucksachen erheblich aufzuwerten und auffälliger zu gestalten. Ausserdem hat IVO Druck das Know-how im Bereich Lentikulardruck, oft auch Wackel¬karten oder 3D-Karten genannt, aufgebaut. Inzwischen können am Firmenstandort in Rümlang die trendigen Drucksachen innerhalb von wenigen Arbeitstagen produziert und ausgeliefert werden.
Markus Ineichen, Geschäftsführer der IVO Druck AG, hat die Investition in diese neue Produktegruppe zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Schliesslich bekräftigt man mit der Investition die Strategie, eine innovative Druckerei zu sein. «Davon darf man nicht nur reden, man muss es auch tatsächlich sein.»
Bekannt ist IVO Druck neben technischen Innovationen vor allem durch den frechen Slogan «Die schärfste Druckerei der Schweiz». Ist man denn nun nicht mehr scharf? Auch wenn Lentikulardruck umgangssprachlich oft «Wackelkarten» genannt wird, ist Schärfe hier besonders wichtig: Damit die verschiedenen Effekte wie 3D, Flip (= Wechsel zwischen zwei Bildern) oder kurze Animationen wie gewünscht erzielt werden, muss in allen Produktionsschritten mit mehr als 300stel Millimeter genau gearbeitet werden.
IVO Druck AG, www.ivodruck.ch

Neubesetzung Marketing bei Publicitas Media Sales

Othmar Fischlin übernimmt die Verantwortung für das Marketing bei Publicitas Media Sales. Er ist seit 1990 bei Publicitas und war in dieser Zeit in verschiedenen Funktionen im schweizerischen und internationalen Geschäft der Publigroupe tätig.

Der ausgebildete Werbe- und Marketing-Fachmann hat in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre den Aufbau der damaligen Publimedia mitgestaltet. Danach war er für die Publigroupe unter anderem in China tätig und ist seit 2007 für Publicitas Media Sales für den gesamten Bereich der Markt- und Medienforschung zuständig.

Im Trend und extrem getestet

Die Y&R-Gruppe ist mit einer rebellischen Kampagne für das amerikanische Brillenlabel Oakley in ganz Europa on air.

Werbung mit aktiver Beteiligung der Zielgruppe ist immer mehr der Wunschtraum trendbewusster Strategen. Ein gelungenes Beispiel präsentiert aktuell das Team um Caspar Coppetti bei Advico Young & Rubicam. In ihrer europaweiten Kampagne für das US-Brillenunternehmen Oakley kann jeder selber zum Werbestar werden – falls er das Rüstzeug zum Rebell hat.
Die angesagte Marke Oakley aus Foothill Ranch in Kalifornien ist bekannt für Uhren, Kleidung, Rucksäcke und Schuhe, die alle sportlich, aber mit einem sehr futuristischen Design daherkommen. Besonders trendy sind dabei die Brillen. Diese werden bei Oakley extremen Qualitätstests unterzogen. Gängige Industriestandards zählen dabei wenig. So schiesst man beim ambitionierten US-Unternehmen beispielsweise auf die Brillengläser, um zu zeigen, dass diese den Impact des Projektils problemlos wegstecken.
Diese radikalen Qualitätsansprüche kommuniziert das Unternehmen bis anhin in den USA mit Athleten, die ebenfalls für ihre kompromisslose Lebenshaltung bekannt sind – den Oakley-Rebellen. Nun will Oakley die Rebellen-Kampagne auch in Europa starten. Advico Young & Rubicam hat für den US-Konzern das Konzept für die Zielmärkte Frankreich und Spanien erarbeitet. Zu sehen ist der weltbeste Rally-Fahrer Sébastien Loeb, der wie selbstverständlich auf einer Dachkante steht sowie Jorge Lorenzo, Shootingstar der Moto-GP-Szene, der Paparazzi von einem Balkon aus mit Wasser übergiesst. Zu finden sind die Sujets europaweit auf Inseraten und Superpostern. In Berlin verkehren zudem beklebte Busse und einen Monat lang besetzt Oakley die gesamte U-Bahn-Station beim Potsdamer Platz. Ein weiteres Station-Branding ist für Juni in Hamburg vorgesehen.
Die Oakley-Rebellen sind auch online zu sehen: Futurecom hat eine Banner-Kampagne mit den Oakley-Rebellen und die Website Be-a-rebel.eu entwickelt. Dort kann jeder zum Rebellen werden, indem er sein eigenes Oakley-Banner kreiert. Wer ein Foto und ein persönliches Statement als «Rebell» hochlädt und sich dazu elektronisch eine passende Brille aufsetzt, bekommt die Adresse einer der Websites zugeschickt, auf der Oakley Banner gebucht hat. Dort ist dann anstelle des offiziellen Rebellen-Sujets das eigene aufgeschaltet. Mit dem Tool und möglichst viel Fantasie kann auch eine E-Card mit Action-Foto und Rebellen-Brille kreiert und an Freunde verschickt werden. Natürlich gibt es auch interaktive Wege, wie die Rebellen unter sich in Kontakt treten können.
Andreas Panzeri

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Die Zukunft oder Hype?

Beim Media Future Day des TPC wurde in die Kristallkugel für 3D geschaut.

3 D kommt, auch im Fernsehen. Ob wir das wollen oder nicht! Diese Prognose hat die vertrauenswürdige Wochenzeitung The Economist vor wenigen Tagen publik gemacht. Am Media Future Day hat sich als erster Alexander Kromholz, Gastgeber in den TV Studios und CEO des TPC, seine Gedanken zu diesem Thema gemacht. «Dass es kommt, ist keine Frage. Höchstens, wie lange es bleibt», lautete die Antwort des Technikchefs in Leutschenbach. Im Zürcher Hallenstadion soll die Fussball Weltmeisterschaft in wenigen Tagen in 3D über die Leinwand dribbeln, sofern das Experiment nicht im letzten Moment von der Fifa abgepfiffen wird. Das wäre dann allerdings kein technisches Problem. Überwältigend für eine Zukunft von 3D votierten auch die Zuschauer, die für den Film «Avatar» bis jetzt 2,5 Milliarden Franken Umsatz an der Kasse ausgegeben haben, um in das Spektakel eintauchen zu können. Aber dass die Familie in Zukunft mit zweifarbigen Brillen bestückt vor dem Fernsehen «Wetten dass…» schauen wird, ist wohl eine Saalwette, bei der Gottschalk ziemlich flach aussehen könnte. «Beim Fernsehen müsste noch eine ziemlich revolutionäre Technik erfunden werden, bei der die Zuschauer ohne technische Hilfsmittel auf der Potatoe-Coach bleiben können», war eine Erkenntnis am Future Day. Geforscht wird hier an verschiedenen Systemen. Bis jetzt hat aber kein Standard die Industrie begeistern können.
Einig waren sich hingegen alle Experten am 3D-Panel, dass die greifbaren Illusionen zumindest in der Werbung sehr bald ihre Akzeptanz finden werden. Ein 3D-Film an einer Messe oder eine virtuelle Präsentation der neusten Produkte im Raum ist «sicher ein Effekt», wie der Publizist und Consultant Albrecht Gasteiner überzeugt ist. Im Gegensatz zu früher, wo 3D noch eine Art Experimentierfeld für Exotisches war, muss die Zukunft heute auch ganz anders gedeutet werden, weil die Industrie schon bald bereit sein wird, gewaltige Mittel in die neue Technik zu investieren. Die Flachbildschirme sind verkauft. Der Markt verlangt nach neuen Spielereien. Allerdings zeigt sich auch bei diesem Thema, dass die Vorstellungen von einem gemeinsamen Standard von Japan bis Amerika noch einiges mehr auseinander liegen als die rund 6,5 Zentimeter, die es im Normalfall für die beiden Linsen vor einer stereoskopischen Filmkamera braucht.
«Ich könnte mir vorstellen, einmal im Monat einen 3D-Film zu schauen. Ich brauche es aber nicht täglich und schon gar nicht in den News», meinte Hans Hoffmann, Programm-Manager einer neugegründeten Studiengruppe für 3D-TV bei der EBU in Genf. In welchen Bereichen die räumliche Entwicklung des Fernsehens tatsächlich faszinierend wirken, zeigten am Media Day eine Skiabfahrt mit einer 3D-Helmkamera aufgenommen. Natürlich sind Tierwelten in 3D noch farbiger und lebendiger. Keine Zweifel gibt es auch an der räumlichen Zukunft von Playstation und Familie.
Einig ist sich die Branche, dass Blu Ray zum Speichern solcher Inhalte wohl bis auf Weiteres das beste Medium bleiben wird.
Bereits komplett in der 3D-Welt angekommen ist Simon Otto. Der Schweizer Designer ist Animationschef bei Dreamworks in Hollywood und hat am TPC-Event seine neuste Arbeit für den Film «How to train your Dragon» vorgestellt. Aus technischen Gründen leider nur in 2D. pan

HesseGreutert Film realisiert in der Schweiz den ersten 3D-Spielfilm von Europa: «One Way Trip»
In den USA können 3D-Filme schon in weit über 900 3D-fähigen Kinos erlebt werden. In Europa lässt die Entwicklung noch ein bisschen auf sich warten. Die Schweiz ist aber an vorderster Front mit dabei. Die Zürcher Produktion HesseGreutert Film will nämlich Europas ersten «echten» 3D-Film für das Kino produzieren. HesseGreutert Film wird mit diesem Projekt Pionierarbeit leisten, nachdem viele der heute angebotenen 3D-Filme nur nachträglich im Computer aufgemotzte 2D-Filme sind.
«One Way Trip» wurde am Media Future Day vom Produzenten Valentin Greutert zusammen mit Roger Koller von der Postproduction On Line Video sowie dem Regisseur Markus Welter vorgestellt. Die Idee für das Kino ist im Jahre 2006 als 2D-Projekt lanciert worden als «der erste Horrorfilm der Schweiz». 2008 war das Drehbuch fertig und damit nahm auch die Idee Gestalt an, «One Way Trip» als 3D-Film zu realisieren. «Unser Horror-Film funktioniert wie eine Achterbahn. Deshalb ist die dritte Dimension eine vielversprechende Ergänzung», erklärt Valentin Greutert.
Der Kinofilm ist bereits so weit finanziert, dass im September mit den Dreharbeiten begonnen werden kann. Eine Herausforderung war es, die Investoren überzeugen zu können, dass es später genügend Abspielstellen geben wird. HesseGreutert setzt auf eine internationale Vermarktung sowie auch das Homekino mit DVD und Blu Ray.
Für die technische Planung haben die Schweizer Kontakt mit Experten in den USA und Kanada aufgenommen. Umgesetzt wird das Projekt von der Zürcher On Line Video mit Roger Koller als Leiter Postproduction. Um auf Nummer sicher gehen zu können, hat vor knapp einem Jahr bereits ein Test-Dreh stattgefunden. Der Horror-Film spielt in der Nacht in einem Wald. Zwischen den Bäumen wird die Steady-Cam deshalb ein wichtiges Stilmittel sein. Um die 3D-Effekte möglichst voll ausschöpfen zu können, hat die Test-Produktion auf dem Set ein Playback installiert, um die Wirkung der verschiedenen Bilder direkt vor Ort zu analysieren.
«Diese Erfahrungen waren auch sehr wertvoll für den Workflow sowie die Berechnung der Drehzeiten», erklärt Markus Welter. Auf seine Arbeit mit den Schauspielern hat die 3D-Technik keinen wesentlichen Einfluss. Das Bild und seine räumliche Dramaturgie muss aber viel komplexer aufgebaut und im Idealfall in einem Storyboard geplant werden. Der «Point of Interest» muss präzise gelenkt werden. Für Action und Schwenks braucht es ein neues Rhythmusgefühl.
Für all diese Kunst gibt es auf dem Set einen wichtigen und neuen Spezialisten: den Stereographer. Dieser berechnet zum Beispiel den jeweils effektvollsten Abstand zwischen den beiden Kameras und damit auch die komplexen Aspekte des Blickwinkels. Für den Kameramann gilt es, die Farben seiner beiden Geräte «komplett identisch» justieren zu können.
Die gemachten Erfahrungen zeigen etwa 10 Prozent mehr Zeit für das Einrichten. Geplant sind bei der anstehenden Produktion 20 Setups pro Drehtag. Insgesamt schätzt Greutert das Budget auf rund 20 Prozent mehr als bei einem herkömmlichen Film. Dabei setzt «One Way Trip» auf ein paar sogenannte «Money Shots» – Szenen, in die man konzentriert viel investieren will, um 3D möglichst verblüffend wirken zu lassen. Viele Schlüsselszenen sollen später in der Postproduction zusätzlich mittels visueller Effekte aufgewertet werden. Auch die für die Betrachtung wichtige Screen-Ebene wird erst später in der Post festgelegt. Hier muss bestimmt werden, welche Handlung in der Tiefe bleibt und was aus dem Screen «herausspringen» soll.
Zur Analyse und Bearbeitung der Testaufnahmen hatte die Postproduction damals mangels Verfügbarkeit von professionellem Equipment mit einem Monitor gearbeitet, wie er bereits beim Gaming verwendet wird. Für die anstehende Postproduction von «One Way Trip» ist bei On Line Video mittlerweile ein kompletter Stereo-Workflow inklusive HD-Stereo-Projektion verfügbar. Und auch die Macher dieses Films können bereits heute von sich behaupten: «Wir sind im Verlaufe der Vorbereitungen von Amateuren zu Profis geworden.»
Andreas Panzeri
HesseGreutert Film hat mit «Rocksteady – The Roots of Reggae» von Regisseur Stascha Bader im Jahre 2009 den Filmpreis der Stadt Zürich gewonnen sowie 2010 eine Nomination «Bester Dokumentarfilm» beim Schweizer Filmpreis Quarz.

Test-Dreh für «One Way Trip»: Das 3D-Kamera-Rig, Brian Goff am Steadycam, Regisseur Markus Welter und Ausstatter Urs Beuter preparieren das Opfer.

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Der Unabhängige

Hans-Ueli Zürcher bietet mit The Cover Media in Basel alle Dienste von Radio-, TV- und Kinowerbung an und hat das Unternehmen, gemeinsam mit der Mitinhaberin Nicole Willinger, seit 1996 erfolgreich durch die verschiedensten Wellen der Medien steuern können.

Planen, buchen und analysieren von Radiospots ist das Kerngeschäft von The Cover Media. Gearbeitet wird beim kleinen, aber effizienten Unternehmen «zu den bestmöglichen Konditionen und Leistungswerten». Wenn es besonders schnell sein muss, «stehen wir mit unseren Dienstleistungen von heute auf heute gerne zur Verfügung», verspricht Hans-Ueli Zürcher. Das musste The Cover Media sogar schon einmal beweisen. Ein Anbieter von Unterhaltungselektronik hat am Morgen entschieden, dass er am Nachmittag mit einer nationalen Kampagne auf den Markt reagieren wollte. «Um 11 Uhr kam die Anfrage per Telefon. Von 12 bis 14 Uhr haben wir den Text geschrieben. Um 15 Uhr haben wir national gebucht mit 50 Sendern. Dann haben wir die Botschaft in die Luft gebracht», kommt Zürcher ins Schwärmen.
Eine solche Dynamik sieht der langjährige Spezialist als eine der grossen Stärken des Mediums Radio. «Deshalb begreife ich nicht, wieso sich die Radiostationen derart bekämpfen.» Das RTVG ist für ihn «zu nichts tauglich». Aber er will nicht mehr darüber diskutieren. Hans-Ueli Zürcher glaubt an die Möglichkeiten der Pools. «Die Branche schadet sich aber selber, weil sie die Pools dauernd abändert. Ständig werden neue Pools angeboten. Weil gewisse Lokalfürsten oder Verleger das Radio absolut unter dem Preis und Wert verkaufen.» Radio ist ein kostengünstiges Medium. Trotzdem sollte es nicht dauernd über den Wühltisch des Ausverkaufs angeboten werden. «Es existieren zwar Tarife, aber fast alle geben unter dem Hag durch andere Konditionen. Obwohl viele es gar nicht nötig hätten», bedauert Zürcher. Diese Situation erschwere auch immer wieder das Planen einer nationalen Kampagne. «Man muss unzählige Offerten am Telefon einholen, weil man sich nicht auf die publizierten Preise verlassen kann.»
Im Zuge der crossmedialen Entwicklungen ist die Nachfrage für Radiowerbung leicht am Steigen. Nach wie vor werden aber erst 2,8 Prozent aus dem gesamten Werbekuchen in dieses Medium investiert. «Wir haben in der Werbung noch lange nicht eine Radiokultur wie die Deutschen.» Dort dürfen auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern Spots geschaltet werden. «Das fehlt bei uns als Qualitätstreiber und natürlich auch im Gesamtbudget.» Deshalb baut The Cover Media folgerichtig auf verschiedene Standbeine.
Neben dem Kerngeschäft Radio ist The Cover Media in Basel ein unabhängiger Vermarkter von TV- und Kinowerbung mit Gesamtlösungen. Zu den Dienstleistungen gehören das Planen, das Buchen und auch das Produzieren von TV- und Kinowerbung. The Cover Media arbeitet regional, national und international.
Hans-Ueli Zürcher hat seine Laufbahn in der Schiffsspedition begonnen und dann zum Inseratenverkauf der Publicitas gewechselt. «Ich bin noch aus der Generation, die nicht so spezialisiert war und alles selber erlernen musste.» Von den aufkommenden Entwicklungen hat ihn schnell einmal das Radio fasziniert. Zürcher verkaufte Spots und hat diese meistens auch gleich selber getextet. «Radiowerbung funktioniert ja weniger auf komplexen Ideen wie zum Beispiel Imagewerbung. Gefragt ist schnelles Reagieren auf der Basis Abverkauf und Aktionen.»
Nach einer Entwicklung «step by step» wurde Zürcher Geschäftsführer einer deutschen Radiostation im Grenzbereich zu Basel. Diese musste er während 18 Monaten fit für den Verkauf machen. «Man hat damals ja gern Frequenzen verkauft.» Mit dem Erfolg hat Zürcher natürlich auch seinen eigenen Arbeitsplatz in Frage gestellt. Gerade rechtzeitig zum Abschluss des Deals ist aber eine Offerte als Verkaufsleiter von Radio Basilisk gekommen. Später wirkte er in der gleichen Funktion bei Raurach. Als dieses Radio nach ein paar Turbulenzen einen neuen Besitzer bekam, war für Hans-Ueli Zürcher der Moment gekommen, sein Schicksal inskünftig in die eigenen Hände zu nehmen.
Vor 14 Jahren hat er mit The Cover Media angefangen, «mit vier Partnern, was ich nie mehr machen würde. Viel zu viele Diskussionen.» Das Resultat war im Jahre 2000 eine Krise, die das Unternehmen fast zu einem Übernahmekandidaten machte. «Wir wollten uns aber selber rausholen», blickt Zürcher kämpferisch zurück. Zusammen mit der Geschäftspartnerin aus der Anfangsphase, Nicole Willinger, die gleich viele Anteile am Unternehmen hält, und mit neuen Mitarbeitenden ist The Cover Media nach vier Jahren aus der Talsohle wieder herausgekommen. Seither hat sich die Radiobranche in der Schweiz «enorm verändert» und es hat noch weitere Konzentrationen gegeben. The Cover Media hat sich aber sturmerprobt durch alle Wellen entwickeln können. «Jetzt sind wir ¬happy und es funktioniert.»
Acht Medialeute und Spezialisten arbeiten heute bei The Cover Media. Drei Stellen sind in Produktion/Technik engagiert. Eine eigene Verkaufsabteilung wurde bewusst nicht installiert. «Jeder von uns kann alles und betreut seine eigene Kundschaft.» Wenn Ideen gefragt sind für die Kreation, dürfen ebenfalls alle ihre Fantasie und Gedanken einbringen. Mit dem Eintritt von Sohn Michel Zürcher vor zwei Jahren hat es sich aber entwickelt, dass der Junior ein bisschen den Job eines CD oder Konzepters übernommen hat. Michel ist auch ein Spezialist für die wichtige Abteilung POS-Radio.
Die Sparte, welche unter dem Dach von The Cover Media am schnellsten wächst, sind inzwischen die Auftragsfilme. Mit dem Internet und seinen ständig besseren Leistungen im Bereich Streaming werden die alten Fotos auf den Webseiten immer mehr durch attraktive Bewegtbilder ersetzt. Die Aufträge kommen somit «fast automatisch». Kunden, die mit The Cover Media gute Erfahrungen beim Produzieren eines TV-Spots gemacht haben, wollen später auch noch einen kurzen Film fürs Netz oder einen Clip für eine Messe. Weil Zürcher weiss, dass «die Werber von Zürich» bei einem solchen «Bauchladen» schnell einmal misstrauisch in Sachen Qualität werden, hat er für die Auftragsfilme und die Spotproduktion eine eigene Unit-TCM-Produktion geschaffen. «Viele wollten nicht akzeptieren, dass wir die Produktion und die Planung im gleichen Unternehmen anbieten, oder haben unter dem Namen Media gar keine Produktion vermutet.»
Während Zürcher für die Planung und die Vermarktung der TV- und Radiospots mit The Cover Media «eine ideale Grösse» für ein flexibles Funktionieren erreicht sieht, kann er sich bei der Produktion durchaus noch etwas Wachstum vorstellen. «Die Anfragen sind da.» Und ebenfalls «nicht ganz ausschliessen» wollen die Basler, dass The Cover Media in Zukunft auch in Zürich vielleicht noch stärker vertreten sein wird. Gegenwärtig ist Felix Kilchsperger (kili) für The Cover Media im Werbezürich unterwegs. «Nicht nur meines Namens wegen, mag ich Zürich», schmunzelt Zürcher.
Andreas Panzeri

Macht Google Netmetrix überflüssig?

Werbewoche-Umfrage zu Entscheidungskriterien bei Online-Werbung.

Geht es in der Schweizer Medienbranche um Reichweitenzahlen für Websites, gelten die Netmetrix-Zahlen der WEMF als allgemeingültige Messlatte. Doch braucht es die monatlichen Netmetrix-Erhebungen auch künftig? Diese Frage stellt sich, seit Google mit dem AdPlanner Online-Reichweitendaten zum Nulltarif anbietet. Diese geben auch über Websites Auskunft, die bei Netmetrix nicht mitmachen (vgl. «Das führende Dutzend»).
Mit einer Online-Umfrage wollen wir abklären, welchen Stellenwert Reichweitendaten beim Einsatz von Online-Werbung in der Schweiz generell haben. Auch soll erkundet werden, wie gross in der Medienbranche die Bereitschaft ist, auf eine neue Währung bei der Online-Reichweiten zu setzen. Dabei legen wir diese drei Thesen zu Grunde:
1. Obwohl es zu Online-Medien scheinbar genaue Reichweitenzahlen gibt, können damit die Leistungen einer Website kaum verlässlich beurteilt werden. Die zahlreichen Messgrössen lassen zu viele verschiedene Interpretationen zu. Und zudem werden sie von den verschiedenen Analyse-Tools unterschiedlich erfasst und ausgewertet.
2. Weil Reichweitendaten in hohem Masse komplex und gleichzeitig nicht hinreichend verlässlich sind, kommt ihnen beim Entscheid über den Einsatz von Online-Werbung keine vorrangige Bedeutung zu. Sie dienen vor allem der allgemeinen Orientierung.
3. Seit Google (Ad Planner und Analytics) Reichweitendaten gratis anbietet, ist der Aufwand in der schweizerischen Medienbranche, um eigene Daten zu erheben, nicht länger sinnvoll. Dies vor allem auch, weil die Google-Gratis-Tools zusätzliche Angaben etwa zur demografischen Verteilung oder zur mobilen Nutzung liefern.
Gemäss einer Studie von Angelink Yourposition vom März dieses Jahres setzen 8 von 10 Schweizer Websites, die ein Client-seitiges Tracking Tool anwenden, Google Analytics ein. Somit ist klar, dass Googles Gratisangebot längst zum Branchenstandard geworden ist. Diese Daten auch für die Mediaplanung einzusetzen, erscheint deshalb nahe liegend. Dazu werden einfach die Google-Analytics-Daten automatisiert zusammengetragen und regelmässig veröffentlicht. So entsteht eine Lösung, die weit weniger kostet und gegenüber Netmetrix-Audit vollständiger ist, da auch Sites berücksichtigt werden, die bisher bei Netmetrix nicht angemeldet sind. Da der Google AdPlanner kleinere Sites nicht ausweist, kann diese Lücke so ebenfalls geschlossen werden.
Bereits Anfang Jahr haben wir mit der WEmad-Initiative ein ähnliches Vorgehen vorgeschlagen, um mobile Reichweitendaten veröffentlichen zu können. Je nach Umfrageergebnis kann dieser Lösungsansatz auf den gesamten Online-Bereich ausgedehnt werden.
Christoph J. Walther

Das führende Dutzend
Wer nur die Zahlen von Netmetrix-Audit berücksichtigt, kann leicht in die Irre geführt werden, da die einheimische Datenerhebung viele der grössten Web-Destinationen gar nicht erfasst. Die folgende Rangliste illustriert, wo die Aufmerksamkeit des surfenden Schweizer Publikums tatsächlich vor allem hingeht. Die Werbewoche hat dafür Daten des Google Ad Planners (Stand:
April 2010) ausgewertet. Die Reihenfolge basiert auf den Werten unterscheidbarer Benutzer pro Tag (Daily Unique Visitors, basierend auf Cookies), die von Google lediglich visuell in einer Grafik und nicht als explizite Zahlen ausgewiesen werden. Dieser Messwert gemahnt am ehesten an bekannte Grössen wie Leser pro Ausgabe oder Tagesreichweiten.
Platz 1: Google
Wer im Web etwas sucht, googelt – und das oft mehrmals täglich. Zwar veröffentlicht gerade der Suchmaschinengigant keine eigenen Reichweitenzahlen, weshalb wir uns für die Vergabe des Spitzenplatzes nicht nur auf eigene Erfahrungen und Beobachtungen, sondern auf die hierzulande wenig verbreitete Suchmaschine Alexa abstützen, die ebenfalls eine Liste der Schweizer Top Sites veröffentlicht. Unangefochten ist die Führungsposition von Google, wenn der Verkehr weiterer Google-Sites, wie vor allem des Videoportals YouTube, in die Waagschale geworfen wird.
Platz 2: Facebook
Der Überflieger bei den Sozialen Netzwerken verzeichnet täglich 1,4 Millionen Besucher aus der Schweiz und erreicht so fast 40 Prozent des hiesigen Online-Publikums. Derzeit werden monatlich 2,6 Millionen Unique Users verzeichnet, die beachtliche 2,7 Milliarden Seiten aufrufen. Während Google es sich zum Ziel setzt, Benutzer möglichst schnell an eine andere Adresse weiter zu schicken, verbringen Facebook-Benutzer durchschnittlich rekordmässige 20 Minuten pro Aufruf mit der Pflege ihres virtuellen Freundeskreises.
Platz 3: Microsoft
Der Software-Riese erreicht den 3. Rang mit seinem Online-Portal Msn.com. Nimmt man die Benutzerzahlen für den eMail-Dienst Hotmail.com und die Suchmaschine Live.com/Bing.com dazu, stösst Microsoft fast bis zu Facebook vor, liegt dann aber bei den Seitenabrufen deutlich zurück.
Platz 4: Swisscom
Vor allem dank dem Online-Portal Bluewin rückt der Technologie-Koloss auf einen Spitzenplatz vor. Die Führungsposition unter den einheimischen Angeboten wird auch von der Netmetrix-Statistik bestätigt.
Platz 5: Yahoo
Ein weiteres Online-Portal, mit Diensten wie eMail, Chat, News, Suche etc., dessen starke Nutzung erstaunt, weil es bei uns nie besonders beworben worden ist und anders als Microsoft und Bluewin nicht von Voreinstellungen bei Neuinstallationen profitiert.
Platz 6: Wikipedia
Wer etwas genau wissen will, macht sich bei Wikipedia schlau. Da dieses Bedürfnis nicht täglich auftritt, liegt die freie Enzyklopädie bei den Zahlen für tägliche Benutzer etwas zurück. Bei den monatlichen Benutzern steht sie knapp vor Msn. com und bei den Seitenaufrufen knapp dahinter.
Platz 7: Ricardo
Die grösste Auktionsplattform der Schweiz profitiert von ihrer eindeutigen Ausrichtung auf die Schweiz und lässt den Konkurrenten eBay um Längen hinter sich. Wer ein Schnäppchen sucht, bleibt durchschnittlich 15:50 Minuten auf der Site und generiert dabei so viele Seitenaufrufe, dass Ricardo gemäss diesem Kriterium (wenn auch weit abgeschlagen) gleich hinter Facebook zu liegen kommt.
Platz 8: Partypoker.com
Die Site hat in den letzten Monaten bei uns markant Benutzer gewonnen. Es steht zu vermuten, dass mit Online-Poker-Spielen mancherorts der Büroalltag mit (oft wohl nur vermeintlichen) Gewinnaussichten aufgepeppt wird.
Platz 9: Search.ch & Local.ch (ex aequo)
Die beiden Dienste für Telefonnummern und Geschäftsverzeichnisse liegen bei allen Vergleichswerten so nahe beieinander, dass sich eine Ex-aequo-Rangierung aufdrängt. Dies ist bemerkenswert, weil die beiden unterschiedliche Voraussetzungen haben: Search.ch ging zuerst an den Start und gehört inzwischen mehrheitlich Tamedia, derweil Local.ch von der Swisscom und der Publigroupe betrieben wird und direkten Zugang zu den Telefondaten sowie eine grössere Verkaufsmannschaft hat.
Platz 10: Blick
Die führende News-Site in der Schweiz liegt bei den täglichen Benutzern klar vor dem Erzrivalen 20 Minuten, doch liegen beide Newssites bei den Monatswerten für Besucher und Seitenabrufe fast gleich auf.
Platz 11: 20minuten.ch
Auch mit der Unterstützung der welschen Schwester und den Zahlen des Kleinanzeigenportals Piazza.ch, die bei Netmetrix zu 20minuten.ch geschlagen werden, ist es dem Online-Ableger der Pendlerzeitung bisher nicht gelungen, zu Blick Online aufzuschliessen.
Platz 12: Sf.tv
Dank einem Gesamtauftritt unter einer Web-Domäne kommt das Schweizer Fernsehen zum dritten Rang unter den Medienwebsites.

Auf den folgenden Rängen kommen die Websites des Bundes und seiner Betriebe zu liegen: Admin.ch, Sbb.ch und Postfinance.ch. Und um allfälligen Vorwürfen vorzubeugen: Selbstverständlich hält diese Rangliste streng wissenschaftlichen Anforderungen nicht Stand, zumal sie manuell zusammengetragen worden ist. (Ergänzungen und Kritik nimmt der Autor gerne entgegen.) So ist unklar, wie Google welche Daten für den Ad Planner zusammenrechnet. Und während Medienangebote auf nur einen Sprachraum ausgerichtet sind, werden die meisten anderen Sites mit ihrer Adresse aus allen Sprachregionen abgerufen. Auch schneiden Verlage, die einzelne Titel separat anbieten, schlechter ab als Unternehmen, die mit ihrem Firmennamen auftreten. Ebenso wie einschlägige Angebote der Erwachsenenunterhaltung wurden Sites wie Mozilla.com und Adobe.com nicht berücksichtigt, da diese vor allem zum Software-Download benutzt werden.

Ständerat will Fernsehkanal für nationalen Zusammenhalt

Der Ständerat möchte das Schweizer Fernsehen dazu verpflichte, Sendungen aus den jeweils anderen Sprachregionen zu senden, untertitelt oder synchronisiert.

Das Schweizer Fernsehen soll mehr für den nationalen Zusammenhalt tun. Dieser Ansicht ist der Ständerat. Mit 22 zu 7 Stimmen hat der Ständerat am Mittwoch eine entsprechende Motion von Theo Maissen (CVP/GR) angenommen. Laut der Motion soll die SRG angehalten werden, einen Fernsehkanal zur Stärkung der gegenseitigen Verständigung zu realisieren.
Im der Diskussion machten die Befürworter jedoch deutlich, dass sie nicht einen eigenen Kanal wünschen. Das Anliegen sei im Rahmen der bestehenden Kanäle zu erfüllen, betonte Maximilian Reimann (SVP/AG). Sollte dies nicht möglich sein, unterstütze er es nicht. Dennoch kritisierte er die SRG. Diese sende lieber teure Beiträge über den Mekong als Bilder und Berichte aus der vielfältigen multikulturellen Schweiz. Dick Marty (FDP/TI) hielt seinerseits fest, die Einheit der Schweiz müsse jeden Tag aufs Neue hergestellt werden, und das Fernsehen spiele dabei eine wichtige Rolle.
Medienminister Moritz Leuenberger machte darauf aufmerksam, dass die Motion einen neuen Fernsehkanal fordere, weswegen der Bundesrat sich dagegen stelle. In der heutigen finanziellen Situation der SRG sei ein neuer Kanal nämlich nicht realistisch. Ausserdem bestünde die Gefahr, dass sich nur jene für diesen Kanal interessieren würden, die ohnehin über den Röstigraben schauten. Das Anliegen an sich sei aber berechtigt – «so berechtigt, dass wir tatsächlich etwas machen müssen», sagte Leuenberger. Die SRG müsse sich im Sinne der bereits bestehenden Konzession mehr für den Austausch zwischen den Sprachregionen und Kulturen engagieren. «Es ist wichtig, dass die Tagesschau- Zuschauer erfahren, was in der Romandie oder im Tessin geht», so Leuenberger weiter.
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