Werbewirkung kontrollieren

Welches Potenzial haben Ihre Werbemassnahmen?

Werbeerfolg objektiv beurteilen
Werbeerfolg ist, wenn Werbeziele erreicht werden. Damit ein Sujet wirken kann, muss die Zielgruppe seine Botschaft schnell und fehlerfrei wahrnehmen. Der Werbewirkungsforscher Patrik Zwahlen beurteilt alle zwei Wochen exklusiv für die Werbewoche das Überzeugungspotenzial und die Visualisierungsqualität von fünf ausgewählten Anzeigensujets – und liefert damit eine objektive Beurteilung Ihres Werbeerfolgs.
Analyse mit Methode
Diese Kurzanalyse beurteilt die Kommunikationsleistung von Anzeigen mithilfe der beiden Messgrössen «Überzeugungspotenzial» und «Visualisierungsqualität». Zur Erhebung des Überzeugungspotenzials formuliert Zwahlen zuerst messbare Ziele wie zum Beispiel «mehr verkaufen», «bekannter werden» oder «die Unfallhäufigkeit reduzieren». Damit solche Ziele erreicht werden können, benötigt das Sujet einen glaubwürdigen Wirkungsgrund, der der Botschaft entspricht. Nach der Definition eines plausiblen Ziels für jede Anzeige wird die Botschaft unverschlüsselt und schriftlich festgehalten. Ein grüner Pfeil bedeutet, dass das Sujet überzeugt, ein roter Pfeil bedeutet, dass es das nicht tut.
Mit der Visualisierungsqualität liefert Zwahlen eine Einschätzung, ob die Botschaft schnell und ohne Streuverlust wahrgenommen wird. Ein grüner Pfeil zeigt an, dass die Anzeige rasch und fehlerfrei kommuniziert. Ist das Sujet mit einem roten Pfeil gekennzeichnet, sind Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu erwarten.
Kommunikationsleistung des Sujets der «Integrationsförderung Stadt Zürich»
Angenommenes Werbeziel: Verhaltenskampagne, Frauen sollen von Migranten wie Schweizern anständig behandelt werden (Teilbereich der Integrationsförderung). Angenommener Wirkungsgrund: Weil der Aufruf sowohl Schweizer als auch Ausländer überzeugt, wird das Werbeziel erreicht.
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Hintergrundwissen: Leistung und Wirkung
Plakate transportieren eine Botschaft, deshalb spricht man von der Leistung eines Werbeträgers. Mit unserer Kurz-
analyse kontrollieren wir die Kommunikationsleistung von Sujets und betreiben damit Qualitätssicherung, damit die Botschaft wie geplant ankommt. Hätte unsere Kurzanalyse das gesellschaftliche und politische Ungemach dieser Kampagne verhindern können? Nein. Denn sie fokussiert auf die «Übertragungsleistung», und diese ist sehr gut, wie die negativen Reaktionen in der Tagespresse deutlich zeigen. Offensichtlich wurden die Plakate gesehen, gelesen und waren damit ausserordentlich werbewirksam. Posttestergebnisse würden beste Noten ausweisen. Trotz allem wurde viel Geschirr zerschlagen. Ein Beleg mehr dafür, dass Pretests und damit auch unsere Kurzanalyse nichts taugen?
Mit unserer Kurzanalyse beurteilen wir, ob eine Strategie (Wirkungsgrund) plausibel ist und ob eine Anzeige funktionieren kann (Visualisierung). Wir sehen deutlich, wo bei dieser Kampagne in Sachen Werbewirkung der Haken ist: Wer menschliches Verhalten beeinflussen will, braucht eine gute Strategie und eine professionelle Umsetzung. Das Wissen wäre vorhanden, es müsste nur genutzt werden: Verhaltensökonomie («Wie teuer ist gratis?»), Sozialpsychologie («Foot-into-the-Door-Technique») und last but not least die Kommunikationsforschung («Weshalb schauen wir etwas an?») etc.
Was wäre gewesen, wenn ausschliesslich Schweizer ihre nachahmungswürdigen Regeln preisgegeben hätten (Minimierung der Diskriminierungsgefahr)? Was wäre passiert, wenn die Regeln praktikabel und realistisch gewesen wären (Vergrösserung der in- und ausländischen Akzeptanz)? Wie hätte die politische Konkurrenz reagiert, wenn unsere immer wieder skurrilen und sicherlich liebenswerten Eigenarten mit einem Augenzwinkern auf die Schippe genommen worden wären? Mit Selbstironie können heikle Regeln gut kommuniziert werden. Nun ja, das Ergebnis wäre vielleicht einfach eine saugute Kampagne gewesen – und ein grosses Budget für nächstes Jahr.
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Lobster Studios: Blocher zieht sich aus Filmproduktionsfirma zurück

Alt-Bundesrat Christoph Blocher zieht sich aus dem Filmgeschäft zurück. Seine Finanzierungsgesellschaft Robinvest hat die Filmproduktionsfirma Lobster TV in Schlieren an sieben Mitarbeiter, unter dem Vorsitz des bisherigen Geschäftsleiters André Eichholzer, verkauft.

Die Beteiligungsgesellschaft Robinvest, die sich zu 100 Prozent im Besitz von Christoph Blocher befindet, hatte im August 2009 die Mehrheit an Lobster Studios erworben, als diese sich noch in einer Aufbau- und Restrukturierungsphase befunden hatte. Nun sei die Lobster TV saniert und gesund, das Ziel des seinerzeitigen Investments erreicht, teilte Robinvest am Dienstag mit. Lobster TV produziert unter anderem das Bildungsmagazin «Futura.TV», das auf Tele Züri ausgestrahlt wird.

Contract Media: Finanzmarktkommunikation neu im Angebot

Die auf Unternehmens- und Krisenkommunikation spezialisierte Agentur Contract Media bietet neu auch Finanzmarktkommunikation an. Zu diesem Zweck hat sie ihr Team mit Moritz Gmeiner verstärkt. Zudem gab die Zürcher Agentur neue Mandate im Publishing- und PR-Bereich bekannt.

Moritz Gmeiner ist Nationalökonom und war während knapp sieben Jahren in Frankfurt und London im Investmentbanking der Deutschen Bank tätig. 2004 wechselte er als Leiter für Unternehmenskommunikation und Investor Relations zu dem an der Zürcher Börse SIX kotierten österreichischen Halbleiterhersteller Austriamicrosystems, für den er weiterhin die Finanzmarktkommunikation betreuen wird.

Neue Aufgaben für Axpo und USA Bid Committee
Contract Media übernimmt die redaktionelle Verantwortung für die Geschäftsberichte und den Nachhaltigkeitsbericht 2011 des Energiekonzerns Axpo, für den die Agentur bereits im Bereich Medienarbeit tätig ist. Ab August 2010 wird sie zudem neu auch für die Herausgabe des Newsletters «Axpo-Energiedialog» verantwortlich sein. Die Leitung der Axpo-Publishing-Projekte hat Contract-Media-Partnerin Franziska Pedroietta. Neu betreut Contract Media ausserdem die Öffentlichkeitsarbeit von USA Bid Committee für Europa. Die Organisation möchte die Fussballweltmeisterschaft 2018 oder 2022 in die USA zurück holen.

«Lautstark» neu auch auf MTV Schweiz

MTV Networks Schweiz verstärkt seine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Privatsender Star TV. Das Musikmagazin «Lautstark» wird künftig auch auf MTV Schweiz ausgestrahlt.

MTV Schweiz hat damit neben dem Musikformat «brand:neu» ein weiteres Musikmagazin im Angebot. Der Sender könne sich damit als Plattform für die Schweizer Musikszene weiter etablieren, so Roger Elsener, Geschäftsführer von MTV Networks Schweiz, zur Kooperation. Im Magazin «Lautstark» präsentiert Star TV seit vier Jahren nationale und internationale Künstlerportraits, besucht Musiker im Tonstudio sowie auf der Bühne. Nebst Musikclips und Tipps zu legalen Downloads setzt die Redaktion auch auf eidgenössisches Musikgut.

Ausstrahlungen «Lautstark» ab 6. Juni 2010:
Star TV Erstausstrahlung Dienstag 19 Uhr (Wiederholungen Mittwoch/Samstag/Sonntag).
MTV Erstausstrahlung Sonntag, 18 Uhr (Wiederholung Mittwoch, 18.20 Uhr).

«Lautstark» kann auch Online als VOD-Stream unter
StarTV.ch/Laustark angeschaut werden.

Neuer Programmleiter bei Capital FM

Peter Scheurer übernimmt die Programmleitung des Berner Hauptstadtradios Capital FM. Der 42-Jährige folgt auf Nik Eugster, der den Sender Ende Juli 2010 verlassen wird.

Seit 1992 ist Peter Scheurer für Radio 32 in Solothurn tätig. 1998 übernahm er die Funktion des Geschäfts- und Programmleiters. Neben seinem Engagement bei Radio 32 arbeitete Scheurer von 1995 bis 1997 in verschiedenen Funktionen für Tele Bärn, unter anderem als Moderator und Redaktor. Peter Scheurer ist Vorstandsmitglied des Verbandes Schweizer Privatradios sowie Mitglied des Stiftungsrats des Medienausbildungszentrums Maz. Er wird seine neue Stelle spätestens Anfang Dezember 2010 antreten. Bis dahin übernimmt Moderationsleiter Philipp Sommerhalder ad interim die Programmleitung von Capital FM.

Genossenschaft Willisauer Bote ist neu eine Aktiengesellschaft

Die Genossenschaft Willisauer Bote Medien und Print erhält eine neue Rechtsform. Die Generalversammlung hat mit grossem Mehr entschieden, die Genossenschaft rückwirkend auf Anfang 2010 in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln.

Die neue Rechtsform soll verhindern, dass Kapital abfliesst. Bei einer Genossenschaft können die Genossenschafter Anteilsteile zurückgegeben, was zu einer Minderung des Kapitals führt. Das Aktienkapital beträgt 1,09 Millionen Franken. Zum Unternehmen gehören SWS Medien Verlag, die den Willisauer/ Wiggertaler Boten und den Seetaler Boten herausgibt sowie SWS Medien Print mit einem Druckzentrum in Sursee.

Erneuter Stellenabbau bei den AZ Medien

Die AZ Medien bauen in diesem Jahr weitere 25 Arbeitsplätze ab. Es kommt zu sechs Kündigungen, 15 Stellen werden nach Abgängen nicht mehr besetzt. Bereits in den zwei Vorjahren hatten die AZ Medien insgesamt 95 Arbeitsplätze gestrichen.

Die Mehrheit der Stellen falle vor allem in den Redaktionen und Verlagen der Tageszeitungen sowie bei den Zeitschriften weg. Unternehmenssprecherin Eva Keller bestätigte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine Meldung des Medienportals Persönlich. Es gebe auch Pensenreduktionen und Frühpensionierungen, sagte Keller. Der Abbau sei bereits Ende im März angekündigt worden. Die AZ Medien hatten im Geschäftsjahr 2009 einen Verlust von 14,8 Millionen Franken eingefahren.
Im laufenden Jahr strebt das Medienunternehmen von Peter Wanner nach eigenen Angaben eine «schwarze Null» an. Die Mediengewerkschaft Comedia kritisierte am Dienstag in einer Medienmitteilung, die Mitarbeitenden seien nicht konsultiert worden. Es gebe keinen echten Sozialplan. In den Betrieben herrsche seit Monaten «ein Klima der Verunsicherung».

BZM, Espace Media und Tamedia bleiben Partner

Die Basler Zeitung Medien (BZM), Espace Media und Tamedia setzen ihre Partnerschaft fort. Die Medienhäuser hatten nach dem Übergang der BZM an Tito Tettamanti sowie an den neuen Verleger Martin Wagner im Februar 2010 eine Überprüfung ihrer Partnerschaften vereinbart.

BZM, Espace Media und Tamedia arbeiten bei der Werbekombination Metropool von Basler Zeitung, Berner Zeitung, Der Bund und Tages-Anzeiger sowie beim Onlinenachrichtennetzwerk Newsnetz zusammen. Zudem verlegen sie gemeinsam die Wochenendbeilage Das Magazin und bieten ein Kombiabonnement von Basler Zeitung und Sonntagszeitung an. Key Media vermittelt als Werbevermarktungs-Tochtergesellschaft der BZM ausserdem Buchungen für sämtliche Medien von Espace Media und Tamedia. Die Partnerschaft sei ein starkes Zeichen für eine sinnvolle Zusammenarbeit unabhängiger Medienhäuser bei gleichzeitigem Wettbewerb, kommentieren die Medienunternehmen ihre Kooperation.

Axel Springer: Reinhard Kronenberg wird Onlinechef

Axel Springer Schweiz unterstellt die Leitung der Onlineauftritte von Bilanz, Handelszeitung, Stocks, Beobachter, Tele und TVStar einer einzigen Person. Für die neu geschaffene Stelle des Leiters Digitale Medien wurde Reinhard Kronenberg engagiert. In seiner neuen Funktion berichtet er an Ralph Büchi, CEO Axel Springer Schweiz.

Reinhard Kronenberg übernimmt die Leitung der Internetplattformen am 1. Juni, wie Axel Springer Schweiz am Dienstag mitteilte. Während zehn Jahren arbeitete er für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen, war für Carwinner.ch und Car4you.ch verantwortlich und baute für die Migros die interne Onlineabteilung auf. Vor seinem Wechsel zum Schweizer Ableger des deutschen Verlagshauses war er für den Onlineauftritt der Mittelland Zeitung zuständig.

SFLB: Neuauftritt von Swissprinters konzipiert

Spillmann/Felser/Leo Burnett hat für Swissprinters ein neues Erscheinungsbild konzipiert. Der neue Markenauftritt rückt die Kompetenzen der Mitarbeitenden in den Vordergrund. Gestalterisches Kernelement ist dabei das Pixel.

Als kleinste Bildeinheit ist das Pixel – dargestellt als farbiges Quadrat – ein unverzichtbarer Teil des grossen Gesamtbildes. Es soll die einzelnen Mitarbeitenden symbolisieren, von deren Fähigkeiten das Unternehmen lebt. Der Slogan der von SFLB kreierten Kampagne lautet dementsprechend «1000 Leistungen. 1 Unternehmen. Swissprinters. » Die Optik der Marke Swissprinters bleibt dabei erhalten.
Kreiert wurde neben Anzeigenmotiven und einem umfassenden Broschürenprogramm auch ein neuer Internetauftritt, in dem das Unternehmen erstmals sein gesamtes Angebot gebündelt präsentiert. Die Realisation übernahm Swissprinters. Das Intro wurde von den Elefant Studios in Zürich umgesetzt. Auch die Kundenzeitschrift Get More unterzieht sich einem umfassenden Wandel und erscheint am 23. Juni mit komplett überarbeiteten Inhaltskonzept und neuem Layout.

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Eclat: Geschäftsbericht für Zehnder Group

Eclat kommuniziert neu für die Zehnder Group. Die Anbieterin von Heizkörpern und Lüftungssystemen hat die auf Markenberatung und Kommunikationsdesign spezialisierte Agentur mit der Neukonzeption und Realisation ihres Geschäftsberichts beauftragt.

Ein über mehrere Jahre angelegtes Inhalts- und Gestaltungskonzept soll den Bericht zu einem Imagemedium aufwerten, das sowohl Mitarbeitende als auch diverse externe Zielgruppen anspricht. Zehnder Group ist in der vierten Generation familiengeführt und beschäftigt weltweit rund 2’900 Mitarbeitende.

Tele Züri: Kochen statt verkuppeln

Tele Züri hat ein Nachfolgeformat für die Kuppelsendung «Swissdate» gefunden: Ab dem 28. August wird jeden Samstag eine Kochsendung ausgestrahlt. In «Swiss Dinner» kochen jeweils vier Kandidaten um den ersten Platz im Kochwettstreit.

Gekocht wird jeweils bei einem der vier Kandidaten zuhause. Die anderen drei kritisieren und verteilen dem Koch Punkte. Gewonnen hat, wer nach vier Runden die meisten Punkte auf dem Konto hat. Ein Profikoch steht den Kandidaten dabei beratend zur Seite. Wer dieser Profikoch ist, wurde laut Tele Züri-Chef Markus Gilli noch nicht definitiv bestimmt. Moderiert wird das Format von einer Stimme aus dem Off, die das Treiben in den Küchen «leicht ironisch» kommentieren wird.

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Die Sendung «Swissdate» wird nach fast 15 Jahren abgesetzt, in erster Linie, weil sich keine Kandidaten mehr anmelden. In den letzten drei Sendungen bis Juli wird die Kuppel-Show noch ausgiebig verabschiedet. So werde man unter anderem Ehepaare einladen, die sich im «Swissdate»-Studio kennengelernt hätten, sagte Gilli.

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