DRS digital unterstützt Verkauf der Zürichsee Presse an die Tamedia

Die Zürichsee Medien verkauft die Zürichsee Presse an die Tamedia. DRS digital unterstützte den Verkauf mit einem virtuellen Datenraum.

Das Schweizer Kommunikations- und Medienunternehmen Zürichsee Medien konzentriert seine Geschäftsaktivitäten auf die Sparten Zeitungen, Druck, Zeitschriften, Radio und Immobilien. Zur Unternehmensgruppe gehört unter anderem auch der regionale Zeitungsverlag Zürichsee Presse, mit einer 160-jährige Unternehmensgeschichte. Mit dem Verkauf der Zürichsee Presse an die Tamedia trennt sich die Zürichsee Medien vom Zeitungsgeschäft, um eine klare Nachfolgeregelung für das Familienunternehmen zu treffen, wie es auf Presseportal.ch heisst.
Ernst & Young begleitete die Transaktion als Lead M&A Advisor, während DRS digital mit einem virtuellen Datenraum die Plattform zur Durchführung der Due Diligence stellte. Der virtuelle Datenraum von DRS digital, soll einen geschützten Datenaustausch der unterschiedlichen Parteien über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg erlauben.

Das ADC-Jahrbuch 2010 ist auch ein Kunstband

Am 1. Juni war in der Zürcher Galerie Nicola von Senger die Vernissage für das ADC-Jahrbuch 2010. Der ADC ging auch bei der Buchgestaltung neue Wege.

Denn es sind gleich zwei Bücher herausgekommen. Konzipiert und gestaltet wurden sie vom Studio Achermann in Zürich. Im ersten Band wird wie gewohnt den herausragenden Werbekampagnen des Jahres Ehre erwiesen. Im zweiten Band bringt ein branchenfremder Künstler seine persönliche Sicht zu Papier. Dabei handelt es sich um Beni Bischof, der als einer der aktivsten, umtriebigsten und produktivsten Künstler der jüngeren Generation gilt. Seine Werke für den ADC konnten an der Vernissage auch gekauft werden.

Zu guter Letzt: Bei Maxomedia geht’s mit Swiss und Blumen im Haar nach San Francisco

Ab dem 2. Juni 2010 fliegt die Schweizer Fluggesellschaft Swiss sechs Mal die Woche direkt von Zürich nach San Francisco. Zeit für Peace & Love, hat sich Maxomedia gedacht, und zur Bekanntmachung der neuen Destination eine Website im bunten Flower-Power Look erstellt:

Das Kernelement der Website ist der «Sing Francisco» Karaokewettbewerb. Musikbegeisterte San Francisco-Fans geben dabei ihre eigene originelle Version von Scott McKenzies Welthit «If you’re going to San Francisco» zum Besten. Woodstock lässt grüssen. Und natürlich gibts auch was zu gewinnen: Einen Direktflug mit Swiss in die trendige Küstenstadt – in der Economy und Business Class. Teilnehmer filmen den eigenen Song mit der Webcam posten ihn per Livestream oder via YouTube-Upload auf der Website. Wer sich da nicht unvermittelt Blumen ins Haar steckt und sich ans Singen macht, hat definitiv etwas verpasst.

Die von Maxomedia und Swiss umgesetzte «Sing Francisco»-Website dient diversen begleitenden Kommunikationsmassnahmen zur Bewerbung der neuen Destination als Zielelement. Maxomedia ist für Konzept und Umsetzung der Seite verantwortlich.
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Verantwortlich bei Swiss International Air Lines: Parand Rohani (Manager Online Marketing), Alexander Strehler (Online Marketing).

Bilanzschieberei: Ex-Vivendi-Chef Messier vor Gericht

Der frühere Chef des inzwischen aufgespaltenen Medienkonzerns Vivendi-Universal, Jean-Marie Messier, muss sich vor der Justiz verantworten. Ihm wurde am Mittwoch vor dem Pariser Strafgericht die Verbreitung von Falschinformationen, Kursmanipulation und Untreue vorgeworfen.

Der Manager soll während des Börsen- und Internetbooms zur Jahrhundertwende seine Aktionäre über den hohen Schuldenstand nach der Übernahme des kanadischen Medienkonzerns Seagram belogen und entgegen geltenden Bestimmungen massiv Aktien des eigenen Konzerns aufgekauft haben. Ende der 90-er Jahre hatte Messier den einstigen Wasserversorger durch Zukäufe, zu denen die berühmten Universal-Filmstudios gehörten, in einen Medienkonzern umgebaut. Die dadurch angehäuften Schulden von 35 Milliarden Euro brachten die Gruppe an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Messier wurde im Juli 2002 entlassen.
Der Prozess ist bis zum 25. Juni angesetzt. Jean-Marie Messier – in Frankreich kurz J2M genannt – drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine hohe Geldstrafe. Allerdings hatte die Pariser Staatsanwaltschaft den Fall eigentlich zu den Akten legen wollen. Der zuständige Untersuchungsrichter, der das letzte Wort hat, bestand aber auf einem Prozess.
Mit Messier sind in Paris jetzt fünf weitere ehemalige Manager von Vivendi Universal sowie ein Finanzberater angeklagt. Vivendi-Universal musste nach der Ära Messier einen harten Sparkurs einschlagen. Nach dem Verkauf seiner Film- und Unterhaltungssparte heisst der Konzern heute nur noch Vivendi. Sein Tätigkeitsbereich liegt Mobilfunk, Pay-TV, Musik und Videospielen.

Top der Woche: Neuer Schweizer TV-Sender Joiz

In der Deutschschweiz geht am 1. Februar 2011 ein neuer Fernsehkanal auf Sendung. Er nennt sich Joiz und richtet sich an Zuschauer im Alter von 15 bis 30 Jahren.

Der Sender verbindet sein Programm mit Anwendungen auf dem Internet und dem Handy. Viele Junge nutzen Internet und TV parallel, Joiz soll nun die beiden Medien näher zueinander führen. Beispielsweise soll ein Zuschauer auf der Homepage des Senders eine Moderation aufnehmen können. Initiatoren sind Kurt Schaad und Alexander Mazzara, wie die NZZ am Sonntag schreibt. Das Unternehmen mit gegründet habe der Multimedia-Experte Peter Schulz, der jetzt als Technischer Leiter fungiert.
Das Bundesamt für Kommunikation entscheidet in den nächsten Monaten, ob der Kabelnetzbetreiber Cablecom den Sender ins analoge Netz aufnehmen muss. Denn dieser will den Sender nicht ins analoge Netz aufnehmen. Daher hat das Unternehmen 7 Screens beim Bundesamt für Kommunikation Bakom ein Gesuch für eine Aufschaltverfügung gestellt. Es wäre zu wünschen, dass ein solch innovatives Produkt ohne allzugrosse administrative Hindernisse realisiert werden könnte.

Kundenbindung leicht gemacht

Gute Geschäftsbeziehungen sichern bekanntlich den langfristigen Erfolg eines Unternehmens, vorausgesetzt: Das Kaufverhalten wird mit kleinen Aufmerksamkeiten belohnt und der Kontakt regelmässig gepflegt.

Kundenzeitschriften, Newsletter und Weihnachtsgeschenke gehören längst zum guten Ton – aber wie steht es mit Geburtstagsgrüssen? Hier hat die FO-Smartprint, ein Geschäftsbereich der FO Print & Media AG, in Zusammenarbeit mit der Cyberfactory AG Bedarf entdeckt und ein entsprechendes Instrumentarium entwickelt. Was einige Firmen bisher an Zeit und Arbeit beim Versenden von Glückwunschkarten an ihre Kunden in¬ves¬tier¬ten, hat nun ein Ende. Erstmals kommt mit der B-to-B-Lösung smartmailer.ch ein Tool auf den Markt, das eine Kundenbindung auf Knopfdruck garantiert.
www.smartmailer.ch auf einen Blick
– Postkarte Format A5
– Bildpersonalisierte Vorderseite
– Diverse Auswahl an Sujets
– Kundenspezifischer Text auf Rückseite
– Firmenlogo auf der Rückseite
– Signatur auf der Rückseite
– Automatische Adressierung
– Zustellung am Geburtstag
Karten (eines Jahres) Preise (pro Karte*)
1000 Ex. CHF 6.10/Karte
2500 Ex. CHF 4.10/Karte
5000 Ex. CHF 3.70/Karte
*Preise inkl. Druck & Porto

Erhebung: Werbeumsätze im Jahr 2009 stark gesunken

Die Werbeumsätze sind im Jahr 2009 in der Schweiz um 11.4 Prozent auf 5.13 Millarden Franken eingebrochen. Im Krisenjahr 2009 fielen die Werbeeinnahmen der Medienhäuser wieder auf das Niveau von 2003 zurück

Die Erhebung basiert auf einer Befragung der Schweizer Medienhäuser und Rundfunkgesellschaften, berücksichtigt aber auch Kino- oder Messewerbung. Diese wurde von der Stiftung für Werbestatistik durchgeführt. Nicht enthalten in der Erhebung sind Websites als Werbeträger, wie die Stiftung am Mittwoch in Zürich bekannt gab. Gemessen werden die Frankenaufwendungen für klassische Werbung und das Sponsoring.
Bezahlte Titel verloren 2009 fast einen Viertel Einnahmen. Bei der Wirtschafts- und Finanzpresse betrug der Einnahmerückgang gar rund 35 Prozent. Die Kürzung der Werbebudgets bescherte der Sonntagspresse fast 29 Prozent weniger Einnahmen. In der Fach- und Spezialpresse wurden 17 respektive 12 Prozent weniger inseriert, wie die Stiftung am Mittwoch in Zürich bekannt gab.
Für Reklame wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz insgesamt 5.13 Milliarden Franken ausgegeben. Das sind 11.4 Prozent weniger als 2008 und der grösste Rückgang seit 1982, wie die Stiftung für Werbestatistik erhoben hat. Mit 37.3 Prozent respektive 1.92 Milliarden Franken ging das grösste Stück des Kuchens wie seit jeher an die Printmedien. Doch der Anteil der gedruckten Medien an den Gesamtumsätzen ist dennoch erstmals unter 40 Prozent gefallen. Der Rückgang zeigte sich auch deutlich bei den Gratismedien: Sie verloren rund 13 Prozent. In der Statistik zeigt sich jedoch auch das Verschwinden von Titeln wie Punkt.ch, News und Le Matin Bleu. Am dramatischsten zeigte sich die Krise bei den Stellenanzeigen: Mit Inseraten für Stellenangebote nahmen die Printmedien noch 192 Millionen Franken ein, 45 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit waren die Einkünfte noch tiefer als in den schwachen Jahren 2002 und 2003.
Den elektronischen Medien erging es besser: Fernsehwerbung und Sponsoring brachten den TV-Anstalten 595 Millionen Franken ein, das sind gerade mal 5 Prozent weniger als 2008. Der Rückgang traf allerdings nur die öffentlich-rechtlichen Sender. Die privaten Schweizer Stationen verbuchten ein Plus, die ausländischen Privatsender blieben gleich.
Die Radiosender gewannen indessen 3 Prozent hinzu und erhöhten ihre Einnahmen auf 135 Millionen Franken. Bei der Kinowerbung ergab sich schon zum dritten Mal in Folge ein Rückgang: Die Investitionen in Kino-Werbung fielen um 13 Prozent auf 26 Millionen Franken.

Eventagentur.ch macht Dienstleistungen und virtuelle Produkte von Swisscom KMU sichtbar

Wie erklärt man komplexe technische Dienstleistungen & Produkte in der Telekommunikation? Genau dieses Kernproblem galt als Ausgangslage für die Eventagentur, um diverse Verkaufs-Beratungs-Tools zu kreieren, welche vorerst im Swisscom KMU Shopkanal und an eigenständigen Sales-Events zum Einsatz kommen.

So der 3-D Screen, welcher ohne zusätzliche Brille Objekte vor dem Bildschirm anzeigt. Dieser weckt die Aufmerksamkeit der Betrachter mit gleichzeitiger Informationsvermittlung. An dem Multi-Touchscreen können sie sich anschliessend beraten lassen. Diese so genannte «Experience» Station ist in der Lage physisch vorhandene Geräte in Ihrer Nähe zu erkennen und – wie in einer virtuellen Bedienungsanleitung – sämtliche Spezifikationen visuell darzustellen. Gleichzeitig können aktuelle Abo-Tarife und Aktionen real time eingeblendet werden. Auf dem 46 Zoll Screen werden zusätzlich sämtliche Kommunikations-Mittel wie Image- und Werbefilme, Verkaufsprospekte, Website. dargestellt.
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Speziell herausgehoben sind die Dienstleistungen von Swisscom KMU: Hosted Services und Mobiles Büro, deren Nutzen und Funktion nun sichtbar dargestellt werden können. Somit ist Swisscom KMU in der Lage, am POS sämtliche Produkte und Dienstleistungen auf moderne und doch leicht verständliche Art interaktiv darzustellen und ins Beratungsgespräch aufzunehmen. Als Suplément animierten die Filmspezialisten von der Boutiq einen 90-sekündigen Film «Eine kurze Geschichte der Kommunikation». Der Film dramatisiert die rasante Entwicklung der Technologien und regt zum Nachdenken an.
Die neuen Tools kommen im Shopkanal in der ganzen Schweiz zum Einsatz. Parallel dazu finden zusätzliche Veranstaltungen statt bei denen die neuen Verkaufstools vorgestellt werden.
Zum Film
Verantwortlich bei Swisscom: Giuseppe Luciano (Leiter Marketing Kommunikation KMU); Barbara Sahli (Communication & Fundraising). Verantwortlich bei Eventagentur.ch: Elmar Schäfer (Managing Director), Conrad Eigenmann (Beratung/Projektleitung). Verantwortlich bei Lüscher & Hirschmüller: Christian Hirschmüller (Planung). Verantwortlich bei planBmedia: Dominique Schärer (CEO). Remo Rodondi.
Verantwortlich bei Boutiq: Philipp Zünd (Director), Martin Fuchs (Concept), Daniel Wyss (Post Supervision), Sebastian Harms, Pascal Schelbli, Christoph Gabathuler (Motion Artists), Alex Kirschner (Composer).

Media Trend Journal: 5,1 Milliarden Franken Netto-Werbeumsätze im Jahre 2009

Im vergangenen Jahr betrugen die Netto-Werbeumsätze insgesamt CHF 5,134 Milliarden und lagen damit um 11,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die negative wirtschaftliche Entwicklung hat damit auch Auswirkungen auf den Werbemarkt.

Markenplakat: Über 100 neue Schweizer Marken

Die 2. Auflage des Markenplakats zeigt die Schweizerische Markenlandschaft im Wandel. Neu umfasst das Kartenwerk nun über 430 Schweizer Marken.

Im ersten Jahr seit der Lancierung im Juni 2009 hat sich viel verändert auf dem Kartenwerk der Schweizer Marken. Über 100 neue Marken sowie zahlreiche Veränderungen sind auf der zweiten Auflage der Gesamtübersicht aller relevanten Marken mit Schweizer Ursprung zu finden und zeigt einmal mehr die Relevanz eines solchen Nachschlagewerks.
Seit der ersten Veröffentlichung läuft es rund auf Markenplakat.ch. Die Übersicht bewog zahlreiche noch nicht aufgeführte Marken sich bei den Initianten Evoq, HTP St.Gallen und Update zu melden. Die grosse Resonanz führte zur Aufnahme von insgesamt 126 neuen Marken, womit das Kartenwerk nun über 430 Schweizer Marken umfasst, wie es in einer Markenplakat-Mitteilung heisst. So sind nun auch Namen wie Sarasin, Merkur, LeShop.ch, Tamedia und Le Gruyere auf der Markenlandschaft zu entdecken.
Im Gegensatz zur ersten Auflage, sind die Zusatzinformationen nun rund um alle abgebildeten Schweizer Marken nicht mehr auf den Plakat zu finden, sondern in der interaktiven Onlineversion auf der Website hinterlegt. In Zusammenarbeit mit Update wurde die Website neu entwickelt und bietet nun die Möglichkeit sich in der virtuellen Landschaft zu bewegen wie man sich das von Google Maps gewohnt ist. Eine Reihe von Zusatzinformationen rund um alle abgebildeten Marken wie beispielsweise Besitzverhältnisse, täglich aktuelle Marken-News oder Slogans in Kooperation mit slogans.de können ab sofort abgerufen oder über Such- und Filterfunktionen recherchiert werden.
Die 2. Auflage des Schweizer Markenplakats erschien am 27. Mai 2010 anlässlich des Schweizerischen Markenkongresses «Tag der Marke» in Bern und kann ab sofort über die Website bestellt werden.
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Zur Sache: Mea Culpa

Wenn man als Journalist Zeitungen liest, kommt es vor, das man denkt, diese oder jene Geschichte hätte man gerne selbst geschrieben oder in seinem Blatt gehabt. Als Chefredaktor geschieht das oft bei einen Kommentar oder einer Kolumne.

Man hat dann zwei Möglichkeiten: Entweder deklariert man seinen Ärger und rügt seine Redaktion unter dem Motto «Da hätten wir auch daran denken können», wobei mit dem «wir» eigentlich «ihr Schlafkappen» gemeint ist, oder man nimmt sich selber an der Nase und ärgert sich noch viel mehr.
Ich gebe zu, letzte Woche habe ich mich sehr geärgert und ich ärgere mich immer noch. Mein lieber Kollege Kurt W. «Zimmi» Zimmermann hat in seiner allwöchentlichen Medienkolumne in der Weltwoche etwas thematisiert, das eigentlich bei uns hätte erscheinen müssen. Es geht um die Causa Hans-Peter Rohner, seines Zeichens VR-Präsident und CEO des Werbemittlers Publigroupe, und seine Nichtwahl zum SRG-Generaldirektor. Dass die Werbewoche nur alle 14 Tage erscheint und somit das Thema letzte Woche gar nicht hätte bringen können, ist nichts als ein hilfloser Versuch einer Rechtfertigung. Man hätte es ja auch online bringen können. Online first heisst das!
Die Kolumnen von Zimmi sind eigentlich immer lesenswert. Oft sind sie Rundumschläge, oft sind sie polemisch – beides passt zur Weltwoche – oft gehen sie ein wenig am Ziel vorbei, amüsant sind sie alleweil. Von Zeit zu Zeit treffen sie auch punktgenau eine wunde Stelle. Dies war letzte Woche der Fall.
Es geht nicht nur um die an und für sich unglaubliche Geschichte, dass sich Rohner als VR-Präsident und CEO der Publigroupe, einer Firma, die sich in einer grundlegenden und äusserst schwierigen und delikaten Restrukturierungsphase befindet – von der heute niemand sagen kann, ob sie gelingen wird – als Kandidaten für den Posten des SRG-Generaldirektors aufstellen lässt. Und dann nach der Wahlniederlage noch lamentiert, dass sich die Auswahlkriterien geändert hätten. Was die ganze Geschichte für die interne und externe Glaubwürdigkeit von Rohner bedeutet, können Sie unter Weltwoche.ch nachlesen.
Es geht vor allem um den zweiten Punkt, den Zimmi anspricht – und der hat mich noch mehr geärgert –, nämlich die Tatsache, dass mit einer Ausnahme (da irrte Zimmi!) keiner der sonst so klugen Medienbeobachter diesen Skandal thematisiert hat. Weder meine lieben Journalistenkollegen noch die doch sonst immer gern für ein kerniges Statement zur Verfügung stehenden Medienwissenschaftler, noch die Szene-Blogger haben sich zum Thema geäussert. Wie gesagt eine Ausnahme gab es im Vorfeld der Wahl: Die SonntagsZeitung hat in einem Artikel das Thema gebracht, aber nicht etwa als eigene Meinung, sondern diplomatisch geschickt versteckt hinter den Äusserungen eines geschassten leitenden Mitarbeiters der Publigroupe.
Eigentlich unverständlich! Mea culpa oder vielleicht auch nostra culpa?
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
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