Zu guter Letzt: Osamas unfreiwilliges Debüt als Testimonial
Eigentlich wollte die Fluggesellschaft British Airways in ihrer Unternehmenszeitschrift nur für das einfache Einchecken per iPhone werben. Doch irgendwie ist dabei etwas schief gelaufen.
Redaktion
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3. Juni 2010
Auf der dabei abgebildeten Bordkarte war nämlich kein geringerer als der weltweit gesuchte Osama Bin Laden zu sehen – und auch sein Name zierte gemäss Tagesanzeiger.ch/Newsnetz die fiktive Karte. Diese war übrigens für den 26. Oktober zu einem nicht genannten Zielflughafen ausgestellt. Der Terroristenführer bekam dabei in der ersten Klasse den Platz C in Reihe sieben zugewiesen. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich darauf via Twitter mit den Worten «Entschuldigung für den Irrtum». Man arbeite daran herauszufinden, wie das passieren konnte. Wirklich äusserst dumm gelaufen – oder vielleicht auch einfach ein dummer Streich eines Mitarbeiters, dessen Tage bei British Airways nach einer allfälligen Entlarvung wohl gezählt sein dürften…
Angelink: Michael Vogel ist neuer Online-Berater
Angelink verstärkt das Team mit Michael Vogel, der seit Juni als Berater die Online-Marketing-Projekte der Agentur leitet.
Redaktion
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3. Juni 2010
Mit seinem Eintritt werde insbesondere der Bereich Social Media bei Angelink noch stärkeres Gewicht erhalten, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Der 26-Jährige ist ausgebildeter Mediamatiker. Derzeit absolviert er die dreijährige Ausbildung an der höheren Fachschule für Medienwirtschaft und Medienmanagement an der Schule für Gestaltung in Bern. Als Beraterin für klassische Werbemassnahmen ist bereits Anfang Jahr die Kommunikationsplanerin Veruschka Müller zu Angelink gestossen.
BCP 2010: Zukunft der Printmedien und digitale Entwicklungen im CP-Markt
Am diesjährigen BCP Kongress 2010 «Smart Content – All Media: Integration in Corporate Publishing» werden die neuesten Trends und Innovationen der Branche vorgestellt.
Redaktion
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3. Juni 2010
Unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle diskutieren am 30. Juni internationale Referenten über die Zukunft von Printmedien und über die digitalen Entwicklungen im CP-Markt. Neben Bernd Buchholz, Gruner & Jahr und Johan Peter Paludan, The Copenhagen Institute for Futures Studies, wird auch Simon Kelly von Story Worldwide aus New York zu hören sein. Im CP-Case-Slot stellen Unternehmen wie die Deutsche Post, Adobe, Infiniti oder der Verein FC St. Pauli ihre Kommunikationsprojekte vor. Zusätzlich findet am Nachmittag eine Parallelvortragsreihe zu Druck- und Weiterverarbeitung sowie Corporate TV statt. Im Anschluss an den BCP-Kongress werden bei der Corporate Publishers’ Night die Goldpreisträger des größten CP-Wettbewerbes Europas ausgezeichnet. Aus über 600 eingereichten Publikationen hat die Jury insgesamt 34 Goldpreisträger ermittelt. In drei Kategorien gibt es jeweils zwei Gewinner. Anmeldeformulare zum Kongress und Preisverleihung sowie das Programm gibt es im Internet unter www.bcp-award.com.
Sensationserfolg für Walkers Greenpeace-Video
In 10 Tagen bald 500’000 Klicks auf Youtube: Der Viralfilm «Der Zonenplan» der Agentur Walker (Zürich / Shanghai) für Greenpeace sprengt alle Rekorde und schaffte es bereits auf Rang 1 in den weltweiten Youtube-Charts der Kategorie «Gemeinnütziges Engagement».
Redaktion
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3. Juni 2010
Am 25. Mai staunten die Passanten auf dem Zürcher Bellevue nicht schlecht, als neben ihnen plötzlich Dutzende von Leuten wie tot zusammen brachen. Die vermeintlichen Opfer einer Atomkatastrophe waren zum Glück aber nur Statisten in einem Flashmob der Werbeagentur von Pius Walker. Mit dem Horror-Spot will Greenpeace in der Schweiz vor dem Bau weiterer Atomkraftwerke warnen. Hintergrund ist eine geplante Volksabstimmung im Jahre 2013. Die Szene ist eine von verschiedenen, die Spielfilm-Regisseur Alain Gsponer («Lila, Lila») mit insgesamt 120 Statisten am gleichen Tag noch drehte. Das Bildmaterial wurde sofort anschliessend mit einer bereits montierten Musikspur zusammen geschnitten und konnte noch am gleichen Abend auf Youtube gestellt werden. Etwa 300 Klicks wurden bis zum nächsten Morgen generiert, wie Martin Arnold bei der Walker Werbeagentur erklärt. Dann folgte schon bald die «Atom»-Explosion mit über 100’000 Klicks in einem Tag. Das katapultierte den Film «Der Zonenplan» oder «Flasmob1000» auf Rang 1 der wöchentlichen Youtube-Charts in der Kategorie «Gemeinnütziges Engagement». Inzwischen ist der Schweizer Film immer noch Nummer 3 des Monats in dieser Kategorie sowie Rang 69 von den weltweit am meisten abgerufenen Videos auf Youtube überhaupt. Die sensationellen Klickraten des Films waren heute Donnerstag auch Bild Online eine Story wert. Dort wird man nicht nur auf die Website Sichererstrom.ch von Greenpeace Schweiz verlinkt. Auch Urs Wittwer als ein Verantwortlicher der Aktion kann sich erklären: «Der Film spielt ganz bewusst mit den Emotionen der Menschen, aber wir stellen nur die Fakten dar. Die Reaktionen der User sind jedenfalls zu 90 Prozent positiv.» Andreas Panzeri
Flop der Woche: Erneuter Stellenabbau bei den AZ Medien
Die AZ Medien bauen in diesem Jahr weitere 25 Arbeitsplätze ab. Es kommt zu 6 Kündigungen, 15 Stellen werden nach Abgängen nicht mehr besetzt. Bereits in den zwei Vorjahren hatten die AZ Medien insgesamt 95 Arbeitsplätze gestrichen.
Redaktion
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2. Juni 2010
Die Mehrheit der Stellen falle vor allem in den Redaktionen und den Verlagen der Tageszeitungen sowie bei den Zeitschriften weg. Unternehmenssprecherin Eva Keller bestätigte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA eine Meldung des Medienportals Persönlich. Es gebe auch Pensenreduktionen und Frühpensionierungen, sagte Keller. Der Abbau sei bereits Ende März angekündigt worden. Die AZ Medien hatten im Geschäftsjahr 2009 einen Verlust von 14,8 Millionen Franken eingefahren. Im laufenden Jahr strebt das Medienunternehmen von Peter Wanner nach eigenen Angaben eine «schwarze Null» an. Die Mediengewerkschaft Comedia kritisierte am Dienstag in einer Medienmitteilung, die Mitarbeitenden seien nicht konsultiert worden. Es gebe keinen echten Sozialplan. In den Betrieben herrsche seit Monaten «ein Klima der Verunsicherung».
Milo Rau erhält Ostschweizer Medienpreis
Der in Berlin lebende Autor Milou Rau hat am Mittwoch für seine «Saiten»-Reportage den Ostschweizer Medienpreis 2010 erhalten - einen Monat nachdem auf öffentlichen Druck hin sein Theaterprojekt um den St. Galler Lehrermord abgesetzt wurde.
Redaktion
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2. Juni 2010
Rau verfolgte den Anspruch «Öffentlichkeit als Raum für Debatten» bei seinem Projekt «Der St. Galler Lehrermord» im Auftrag des Theaters St. Gallen. Ausgehend von einer dokumentarischen Recherche wollte der Leiter des International Instituts of Political Murder IIPM die Folgen der Ereignisse von 1999 durchleuchten. Noch heute bewegt der Mord an einem St. Galler Lehrer die Bevölkerung. Die blosse Ankündigung der «Theatralen Ausstellung» löste einen Sturm der Entrüstung aus. Die Theaterleitung beugte sich dem massiven Druck und nahm das Stück vom Spielplan. Rau wollte mit seinem Projekt eine Diskussion über den Umgang mit Geschichte entfachen. Im Ostschweizer Kulturmagazin «Saiten» berichtete der Journalist im April vergangenen Jahres über seine Recherche für das Theater- und Filmprojekt «Die letzten Tage der Ceausescus». Dies sei «ein packender und differenzierter Zustandsbericht über Rumänien, dessen kontroverse beurteilte Vergangenheit die Gegenwart und nächste Zukunft des Lands bestimmt», fand die Jury des Ostschweizer Medienpreis und zeichnete Milo Rau mit dem Reportage-Preis aus. Seine Recherchen seien umfangreich, sorgfältig und vorurteilslos. «Wer sich recherierend aufmacht, wohin auch immer, in die Nähe oder Ferne, sollte vorher einen Text wie diesen von Milo Rau lesen», hält die Jury fest, welche vier von 43 eingereichten Arbeiten in der Sparte Reportage in die engere Wahl einbezogen hatte. Der Ostschweizer Medienpreis wurde am Mittwoch bereits zum zehnten Mal in den Kategorien Fernseh-Beitrag, Pressefotografie, Reportage/Hintergrund, Radiobeitrag und Tagestext verliehen. Pro Kategorie beträgt die Preissumme jeweils 5‘000 Franken. Die Fernsehjury hat die «Kleine Winterreise» von Eveline Falk ausgezeichnet, ein Porträt für SF DRS über die Schauspielerin Stephanie Glaser. Den Fotopreis erhielt die Tagblatt-Fotografin Carolie Wenger für ihre Porträtreihe «Tattoo- Menschen». Riccarda Simonett (Regionaljournal Graubünden von Schweizer Radio DRS) begleitete für ihren Radiobeitrag «The last songs of the glacier» am Rheinwaldhorn ob Vals die amerikanische Fotografin Julia Calfee. Der Ostschweizer Medienpreis in der Kategorie Tagestext ging an Roger Berhalter und Katja Fischer vom St. Galler Tagblatt für eine «Bieridee»: Die beiden Zoom-Redaktoren hatten acht Biersorten im Blindtest miteinander verglichen.
Reisen im Steigflug
2008 gewann die Zürcher Digitalmarketing-Agentur Adisfaction den Online-Marketing-Etat des Reiseanbieters FTI Schweiz. Nach zwei Jahren Arbeit und einem Umsatzkick für FTI übernimmt die Agentur nun auch noch das Online-Marketing für FTI Österreich sowie den Autovermieter Drive FTI.
Redaktion
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2. Juni 2010
Den Absatz ordentlich angekurbelt – ein besseres Fazit kann es für Online-Marketing gar nicht geben. Damit hat die Zürcher Digitalmarketing-Agentur Adisfaction den Auftrag des Reiseveranstalters FTI Schweiz mehr als erfüllt. Das Ziel von FTI war, seinen Absatz auf dem Schweizer Touristikmarkt mit Online-Marketing deutlich zu erhöhen. In einem Pitch wählte das Unternehmen Adisfaction als richtigen Partner für dieses Vorhaben. «Dass wir Suchmaschinen- und Mediamarketing aus einer Hand anbieten können, hat FTI offensichtlich überzeugt», sagt Daniel Hünebeck, Geschäftsführer von Adisfaction. «Ausserdem kennen wir die Spezifika des Schweizer Marktes, nicht nur die sprachlichen, sondern auch, was die Reisedestinationen anbetrifft.» Denn von Land zu Land gibt es unterschiedliche Reiseleidenschaften, und nicht aus jedem Land werden die gleichen Destinationen angeflogen. Adisfaction ging den Weg zum Erfolg in mehreren Schritten: Zunächst konzentrierte sich die Agentur auf Google. «Wir haben Adwords zusammengetragen und bis heute mehrere Google-Konten damit gespeist», sagt Hünebeck. Als Google-Key- oder -Adwords werden die Schlagworte bezeichnet, die beim Suchen in Google exakt oder so ähnlich gefunden werden. Die Adwords werden Wort für Wort definiert und dann mit dem zu bewerbenden Angebot verknüpft. Bei FTI sind das beispielsweise Begriffe und Begriffskombinationen wie «Karibik Reise», «Antalya Hotel», «Hotel Club Paradiso», «Cala Ratjada» oder auch «Türkei günstig reisen», «Reisen Kanaren online buchen», «Familienferien Mallorca» und ähnliches. Online-Media- und Performance-Marketing «Wir konnten zwar Adword-Listen mit Ländern und Hotelnamen vom deutschen Mutterhaus von FTI übernehmen», berichtet Hünebeck, «aber die mussten wir natürlich an den Schweizer Markt anpassen. Je detailreicher die Adword-Listen sind, desto grösser ist der Erfolg.» Ein Google-Konto fasst 100 so genannte Kampagnen zu jeweils einem Thema, zum Beispiel Winter- oder Sommerreiseziele. Die Kampagnen enthalten wiederum einzelne Anzeigengruppen – beispielsweise «Rhodos Ferien», «Griechische Inseln Ferien» oder «Rhodos Last Minute» – sowie die Liste von Keywords, durch die die Schaltung der Anzeigen ausgelöst wird. 150’000 Keywords in sechs Google-Konten hat Adisfaction bisher angelegt. Im zweiten Schritt gingen Hünebeck und sein Mitarbeiter Alexander Tysl ausgewählte Schweizer Medien an: «Bei Bluewin und auf den Reiseseiten von 20-Minuten-Online haben wir Advertorials mit besonderen Angeboten sowie kurzen Informationen zur Reisedestination geschaltet, bei MSN klassische Banner und auf Blick.ch eine Buchungsmaske», berichtet Hünebeck. Auf der Startseite von Blick-Online platzierte Adisfaction prominent rechts oben ein Buchungsfenster in der Anmutung des Blick. Hier konnten Leser ihr gewünschtes Reiseziel und einen Zeitraum angeben und wurden direkt auf die Buchungsmaske von Fti.ch weitergeleitet. Banner, Advertorials und Buchungsmasken schalten ist aber nicht alles – man muss sie auch pflegen und bei Bedarf schnell abschalten: «Wenn ein Hotel ausgebucht ist, irgendwo ein Anschlag passiert oder, wie grad kürzlich, ein Vulkanausbruch das Reisen erschwert oder unmöglich macht, dann müssen wir natürlich dafür sorgen, dass kein Angebot diese Destination bewirbt», betont Hünebeck. Was Adisfaction leistet, ist also nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich anspruchsvoll. Und funktioniert nur, weil sich die Agentur in das Geschäft ihres Kunden hineindenkt. Wie einer eine Reise bucht … FTI und Adisfaction verfolgen den Nutzen aller Marketing-Massnahmen sehr aufmerksam: Wird nach Anklicken des Banners oder der Buchungsmaske eine Reise gebucht oder nicht? Dieses Tracking übernimmt eine spezialisierte Software, die detaillierte Ergebnisse liefert. Bei der Auswertung der Daten ist allerdings Weitsicht nötig. Denn nur selten führt ein Klick auf ein Banner oder ein Advertorial direkt zum Kauf – was nicht automatisch bedeutet, dass sie überflüssig sind. Denn häufig suchen User, die zuvor auf ein Banner oder eine Buchungsmaske geklickt haben, später bei Google nach ähnlichen Angeboten oder oft sogar konkret nach dem Anbieter der zuvor gesehenen Offerte. Nachvollziehbar: Wer eine Reise bucht, holt sich erst einmal Inspiration, zum Beispiel durch ein Angebot. Dann bespricht er seine Pläne mit Kollegen oder der Familie. Und erst dann bucht er wirklich. «Das ist ein typisches Buchungsverhalten», betont Hünebeck. «Die Stärke des Media-Marketings ist das Branding und die Anbahnung eines Kaufabschlusses. Die Stärke der Adwords ist eindeutig der Abverkauf. Dass dieser über Adwords besser funktioniert, liegt aber auch daran, dass das Interesse, anders als beim Media-Marketing, in diesem Moment vom Nutzer ausgeht. Aber: Wenn Sie das ganze Drumherum nicht buchen, dann sucht auch niemand nach Ihren Angeboten oder Ihrem Firmennamen. Wer mit Online-Marketing Erfolg haben will, sollte deshalb immer alle Kanäle miteinander kombinieren.» Hünebeck weiss offenbar Bescheid: Die Kampagne, die Adisfaction für FTI konzipiert und umgesetzt hat, übererfüllt die Zielvorgaben des Reiseunternehmens um einen zweistelligen Prozentsatz. Nun wird Adisfaction auch für die österreichische Tochter von FTI und die Mietwagensparte des Unternehmens, Drive FTI, Google-Adwords implementieren. Anne-Friederike Wilhelm
Zwei unsichtbare, aber gefährliche Scheren
Der Personalabbau in den Redaktionen geht einher mit einem starken Anstieg von PR-Verantwortlichen bei Unternehmen, Verbänden und Behörden. Eine gefährliche Sache. Gastkommentar von Karl Lüönd, freier Publizist und Buchautor.
Redaktion
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2. Juni 2010
Die Krise der Printmedien hat den Blick für Überlebensstrategien geschärft, wenigstens in der Theorie. Man sieht immer deutlicher zwei Fährten auseinanderlaufen: die Gratis-Publizität der schnell gemachten und schnell weggeworfenen Gebrauchsblätter – und die Vertiefung ins Lokale und/oder ins Qualitative. Der Markt bestätigt, dass beides seine Chance hat. Der anhaltende Erfolg von 20 Minuten und die Fortschritte beim Blick am Abend bestätigen die eine, die stabilen Verhältnisse bei vielen B-Titeln in den Regionen, aber auch auffällige Erfolgsgeschichten wie etwa bei der Hamburger Zeit die andere Behauptung. In der unbequemen Position sind die Blätter, die bisher für alle fast alles sein wollten: die grösseren A-Titel, Tageszeitungen, die sich mit dem gleichen Ausschliesslichkeitsanspruch sowohl für das Universum wie für die nähere Umgebung plus die wichtigsten (d. h. anzeigenträchtigsten) Sachgebiete, von Auto über Mode bis Ferien und das Immobilienwesen, zuständig gefühlt haben. Hier sehen die Sparaktionen, welche die Redaktionen durchzuführen gezwungen sind, schon wie Verzweiflungstaten aus, und sie gehen vor allem auf Kosten der freien Journalisten – nicht weil dort das grösste Problem oder am meisten Sparpotenzial läge, sondern weil dort das Sparen am leichtesten und vor allem am schnellsten geht. Auch in den besten Häusern sind die Honorare bis um zwei Drittel gekürzt worden! Wie soll das zusammengehen? Auf der einen Seite die Einsicht, dass nur Vertiefung und Individualisierung dauerhaft geeignet sind, das Convenience-Produkt vom Qualitätsblatt abzuheben, anderseits der Kahlschlag ausgerechnet an den Stellen, wo der Blätterwald besonders stark und sturmsicher wäre. Die andere Schere hat sich längst beim Personalwesen aufgetan. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass der Abgang von Journalisten aus den Medien in die interessengebundene Kommunikation (lies: PR, Corporate Publishing, Pressesprecherwesen usw.) gemeldet wird. Andreas Durisch (SonntagsZeitung) wird PR-Berater, Annette Bundi (Tages-Anzeiger) spricht jetzt für Bundespräsidentin Leuthard, Roland Schlumpf (Tages-Anzeiger) ist bei der Interpharma, Susanne Mühlemann (Bilanz) geht zur Swiss. Man merkt es schon an diesen Namen: Die Manager, die sich jetzt, die günstige Gelegenheit nützend, in den Redaktionen bedienen, halten es mit Oscar Wilde: Sie haben einen ganz einfachen Geschmack, sie nehmen immer das Bessere … Nun gibt es ja für solche Wechsel durchaus gute Argumente, und man kennt einen Zoo ja bekanntlich erst, wenn man auf beiden Seiten der Gitter gelebt hat. Aber etwas anderes gibt zu denken: In den meisten grösseren Redaktionen sind in den letzten drei Jahren die Stellen um 15 bis 40 Prozent zusammengestrichen worden. Hätte man mich vor fünf Jahren gefragt: Ich hätte leichthin gesagt, man könne in jeder Redaktion durch bessere Organisation 10 bis 15 Prozent Kapazität einsparen (oder für gescheite Projekte freispielen). Inzwischen ist das «Fett» längst weg, und es wird munter ins Lebendige geschnitten. Dem steht eine hemmungslos wachsende und entsprechend investierende Kommunikationsindustrie gegenüber. Nicht nur börsenkotierte Firmen, auch KMU (vor allem wissensbasierte und international tätige mit erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen), aber auch öffentliche Institutionen (von der Polizei bis zum Kunsthaus), Verbände, Hilfswerke, Behörden usw. leisten sich feudale Kommunikationsabteilungen. Neulich habe ich jemanden kennengelernt, der (vorläufig noch mit 50-Prozent-Pensum) professionelle Kommunikation für die Schulen einer Zürcher Agglomerationsgemeinde besorgt. In einem mittelgrossen Schweizer Wirtschaftsverband sind sieben Menschen für Kommunikation tätig. Vor zehn Jahren hat noch einer genügt. Allein die beiden Zürcher Fachhochschulen produzieren derzeit pro Jahrgang rund 200 Kommunikationsfachleute. Die Konsequenz ist klar: Die Medienredaktionen, die eigentlich den (oft durchaus nützlichen!) Input der Interessenskommunikation filtern und verarbeiten sollten, werden immer schwächer – die Interessenvertreter dagegen rüsten auf wie die Weltmeister. Auf der Medienseite wächst die Bereitschaft, sich mit den pfannenfertig gelieferten Convenience-Produkten aus den PR-Küchen zu begnügen – und zugleich wollte man doch eigentlich durch Vertiefung und Eigenleistung seine Zukunft sichern.
SFLB schreibt für Sunrise «Die witzigsten Dialoge seit es SMS gibt»
Die SFLB hat im Frühling eine Sunrise-Promotion gestartet. Weil sie so erfolgreiche war, wird sie nun wiederholt – mit neuen Spots.
Redaktion
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2. Juni 2010
Wer bis zum 31. Juli ein Sunrise flat surf Mobilabo abschliesst, der kann 1 Jahr gratis SMS und MMS verschicken. Fortgesetzt wird auch die Kampagne. Mit 4 neuen TV-Filmen, einem Kinospot sowie Anzeigen und Plakaten. Erneut werden darin SMS-Dialoge gezeigt, wie man sie halt so verschickt, wenn sie nichts mehr kosten. Das heisst: Es wird zwar viel geschrieben, aber nicht unbedingt viel gesagt. Verantwortlich bei Sunrise: Priska Cavelti-Heger (Director Marketing Communication), Peter Schilde, Tiffany Gaggia (Marketing Communication Manager). Verantwortlich bei SFLB: Peter Brönnimann, Martin Spillmann, Diana Rossi, Friederike Coninx (Kreation), Flurin Hardt, Rebecca Krausse (Beratung), Suzana Kovacevic (TV Production). Produktion: Ultra Images. Online: Plan.Net. Media: Mediatonic. 1. Kinospot «Live-SMS»:
2. «Härzchäferli»:
3. «Icg vermessed ich»:
4. «Zwei Jungs»:
5. «Sehr – die Fortsetzung»:
Aufgefallen: Welche Sponsoren werden am besten erinnert?
Das Marktforschungsunternehmen Marketagent.com untersuchte in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen einer Mehrthemenumfrage die spontane Werbeerinnerung an die Sponsoren der vergangenen Fussball-Weltmeisterschaften. Befragt wurden insgesamt 2033 webaktive Personen aus den drei Ländern zwischen 14 und 65 Jahren.
Redaktion
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2. Juni 2010
Die Fragestellung lautete: «Kommen wir nun zum Thema ‹Sponsoring›. Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften werden von verschiedenen Unternehmen gesponsert. Welche Unternehmen sind Ihnen als Sponsoren vergangener Fussball-Weltmeisterschaften in Erinnerung geblieben?» Die Top-of-Mind-Resultate zeigen innerhalb der ungestützten Frage jene Antwort, die zuerst erinnert wird und demzufolge auch am präsentesten ist. > Zu den detaillierten Ergebnissen (Webcode)
Die Werbewoche auf Star TV: «Cannes Lions 2009 – Rückblick auf ausgezeichnete Werbespots»
Am Donnerstag, um 19:45 erweckt Star TV die letztjährigen Cannes Löwen erneut zum Leben. Vom 20. bis 26. Juni geht in Cannes bereits zum 57. Mal das International Advertising Festival über die Bühne.
Redaktion
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2. Juni 2010
Dieser alljährlichen Preisverleihung gebührend, lässt die Werbewoche eine Auswahl der die Gewinner von 2009 noch einmal révue passieren. Eine Zusammenschau der Rubrik „ Aufgefallen “ , sowie einen noch nie gezeigten „Gold- Spots“ als Krönung, seht Ihr exklusiv auf Star TV oder als Stream auf Startv.ch.
Die Werbewoche auf Star TV: Neu jeden Donnerstag um 19:45 Uhr auf Startv.ch.
Schweizer Dialogmarketing-Preise 2010
Am 28. Mai wurden im Kongresshaus Zürich «die Götter des Dialogmarketings» gekürt. Verteilt wurden 3 Awards in Gold, 5 in Silber und 12 in Bronze.
Redaktion
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2. Juni 2010
Gleich vier Awards gingen an die Agentur am Flughafen, die damit das Award-Ranking anführt, vor der Publicis Dialog mit drei Awards und den Agenturen OgilvyOne und der Y&R-Gruppe mit je zwei Preisen. Drei Awards gingen an Agenturen aus Deutschland. Nach zähen Diskussionen hat sich die Jury unter Chairman Guido Wietlisbach entschieden, in der Kategorie «Gedruckte, nicht personalisierte Werbemittel» dieses Jahr keinen Award zu vergeben. Sie setzt damit ein Zeichen für die Qualität des Schweizer Dialogmarketing-Preises und ruft die Agenturen und Auftraggeber auf, im nächsten Jahr wieder die qualitativ besten Arbeiten in dieser Kategorie einzureichen. Der Platin-Award Wer den von der Post patronierten Platin-Award holt, steht für ein Jahr an der Spitze der Dialog-Götter. Entsprechend gross war die Verantwortung, die auf der Jury lastete. Gekürt wurde schliesslich die Agentur am Flughafen für das Mailing «Wenn ein Newsletter zur Einkaufstasche wird». Der Publikums-Award Im Rahmen der Dialogmarketing-Ausstellung wurden mehrere Werke als Anwärter auf den Publikums-Award gewählt. Im anschliessenden E-Voting lieferten sich zwei Arbeiten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende sicherte sich die Agentur Heber Link Asendorf aus Winterthur den Sieg. Bezeichnenderweise lautete der Titel ihrer Arbeit: «Den Nagel auf den Kopf getroffen». Der Junior-Award 2010 wurde das erste Mal der SDV-Junior-Award vergeben. Dabei geht es um nichts Geringeres, als Kommunikationsideen für den Dialogmarketing-Preis 2011 zu generieren. Der Nachwuchs liess die Köpfe rauchen und reichte spannende Arbeiten ein. Entsprechend schwer fiel es der Jury, in dieser Kategorie eine Entscheidung zu fällen. Deshalb durften gleich zwei Junioren einen Award entgegennehmen. Als Auszeichnung gab es nach dem Motto des SDV Juniorsclub je einen «fadegraaden» Boxhandschuh. Die Gewinnerbroschüre mit allen Arbeiten kann als PDF auf der Website www.dm-preis.ch heruntergeladen werden. Der Schweizer Dialogmarketing-Preis ist auch 2010 von Marc Zehnder, Kleistermeister Eventsolutions, organisiert worden. pan